1

Berlin, Berlin

'Ihr Völker der Welt - schaut auf diese Stadt' (Ernst Reuter, 9.9.1948)„Ihr Völker der Welt – schaut auf diese Stadt“ (Ernst Reuter, 9.9.1948)

(Von Schnitzelhuber)

Reporter: Frau Künast, Herr Wowereit, herzlich Willkommen in unserer Redaktion zum Interview „Berlin, Berlin – Duell zwischen Amtsinhaber und Herausforderin“. Im September wird gewählt. Zeit, unsere Leser darauf einzustimmen und die Unterschiede Ihrer parteipolitischen Angebote transparent zu machen.

Wowereit: (Och nö. Ausgerechnet der. Einer der letzten islamkritischen Journalisten Deutschlands) Grüß Sie, mein Lieber. Wehe Sie schreiben wieder, ich hätte zugenommen. Dann ist die Freundschaft aber aus, Sie alter Schlingel.

Künast: (Oh Gott, diese rechtspopulistische Nervensäge) Ich bin ja so froh, dass Sie das Interview führen. Das ist wie Urlaub unter Freunden.

Reporter: (Ich Ärmster. Mein Chef ruft 30 Minuten vor dem Interview an: „Ich bin krank, mongolisches Sumpffieber, Du schaffst das schon, drei Tage Sonderurlaub“) Frau Künast, Sie werden dem gemäßigten Flügel der GRÜNEN zugerechnet, da Sie kein Kopftuch tragen, und treten als Kandidatin für das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin an. Dieses Amt gilt ja gemeinhin als Knochenjob. So muss man beispielsweise in der Lage sein, an drei Talkshows im Fernsehen gleichzeitig teilzunehmen. Trauen Sie sich diese Herausforderung allen Ernstes zu oder glauben Sie, schlimmer kann es eh nicht mehr kommen?

Künast: (Dieser Esel bezweifelt allen Ernstes meine Kompetenz) Sie haben heute wohl einen Clown gefrühstückt, Sie kleiner Komiker. Die Spitzen-Politiker der GRÜNEN können jedes politische Amt in diesem Land bekleiden. Zahlreiche Mitglieder unserer Führungsriege haben bekanntlich keinerlei Berufsausbildung oder Berufspraxis im klassischen Sinne vorzuweisen. Sie unterliegen daher keinen Sachzwängen, beispielsweise aufgrund von Fachwissen, die sie auf bestimmte Ämter festlegen würden.

Reporter: (Größenwahn, gepaart mit grüner Logik) Lassen Sie uns mit dem Thema Finanzen beginnen, genauer gesagt, mit dem Thema Schulden. Berlin ist arm wie eine Kirchenmaus und genauso sexy. Die Stadt hat über 60 Milliarden Euro Schulden, zumindest war das der Stand bei Beginn des Interviews. Der Pleitegeier kreist über der Stadt. Er fliegt auf dem Rücken, um das Elend nicht mit ansehen zu müssen. Wie beurteilen Sie die Chancen, den totalen Kollaps noch ein wenig hinauszuzögern?

Künast: (Der scheint wirklich debil zu sein. Der glaubt doch nicht ernsthaft, dass das Desaster noch aufzuhalten ist) Wie Sie wissen, können wir Grünen nicht nur Dosenpfand. Wir haben ein Drei-Stufen-Programm für Berlin entwickelt: Sanierung – Stabilisierung – Goldenes Zeitalter. Berlin wird künftig reich und schuldenfrei sein. Wir werden Kopftücher verschenken, die Kinder spielen im Park, die Häschen hüpfen auf der Wiese um die Wette und es ist Frieden.

Wowereit: (Ich wünschte, ich würde irgendwo ein Licht am Ende des Tunnels sehen) Wirtschafts- und Finanzpolitik sind bekanntlich zu 70 % Psychologie. Deshalb sagen wir: Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

Reporter: (Ich will auch Sumpffieber haben) Was muss der Wähler darunter in der Praxis befürchten. Ich meine, was muss er sich darunter vorstellen?

Künast: (Dieser Reporter ist echt schlimmer als ein muslimischer Verbandsvertreter) Unser Zukunfts-Programm basiert auf zwei Säulen. Zum einen das Projekt Multikulti-International-Sightseeing-Tourismus, kurz MIST genannt. Ein Tourismus Projekt, in dessen Rahmen hunderttausende von Touristen in ausgemusterten Kampfpanzern durch die weitläufigen Multi-Kulti-Areale Berlins gefahren werden. Abenteuerurlaub pur. Muslimische Migrantengewalt, Messerstechereien, Schlägereien, Schießereien, abgerundet durch gewalttätige Ausschreitungen linker Chaoten. Topzuschlag am 1. Mai. Das komplette Programm. Alles live. Zielgruppe besonders ältere Amerikanerinnen. Der absolute Brüller.

Die zweite Säule zur nachhaltigen Sanierung der Finanzen ist die Einführung eines Döner-Solis, unser DÖLI-Projekt. Pro Döner, dem Grundnahrungsmittel Berlins, 1 Euro Solidaritätsabgabe an die Stadt.

Reporter: (Die ist echt ein Fall für den Nervenarzt) Wie sieht Ihre finanzpolitische Umsetzungsstrategie aus, Herr Wowereit?

Wowereit: (Wie soll ich das wissen, du Halbstarker?) Ich glaube, mit diesen Kindereien der GRÜNEN werden wir den enormen finanzpolitischen Herausforderungen unserer Stadt nicht gerecht. Wir werden die genannten Maßnahmen zwar ebenfalls einführen, aber vorrangig wollen wir unsere Kräfte darauf konzentrieren, in den Verhandlungen über den Länderfinanzausgleich das Letzte aus den Geberländern herauszuquetschen. Unsere Verhandlungsteams werden professionell in Taktik und Psychologie geschult. Ziel ist es, dass wir die Geberländer in den Verhandlungen nicht über den Tisch ziehen müssen, sondern dass sie von alleine rüber springen.

Reporter: (Die haben beide echt ein Rad ab und sollten dringend den Arzt wechseln) Ein Thema, das den Bürgern unter den Nägeln brennt, ist die innere Sicherheit. Auf den U-Bahnhöfen von Berlin steppt der Bär, der Berliner Bär. Passanten werden zusammengeschlagen, ins Koma getreten. Kaum jemand kauft noch Rückfahrkarten. Was tun? Ausweisung krimineller muslimischer Migranten? Einstellung des U-Bahn-Betriebs? (Ich muss mich beeilen. Meine Frau hat heute unser Auto und ich muss mit der U-Bahn fahren. Hoffentlich komme ich unverletzt nach Hause)

Wowereit: (Wenn der kleine Schlaumeier wüsste, wie katastrophal die Lage in Wirklichkeit ist) Aufgrund der jüngsten erschreckenden Meldungen über muslimische, ich meine südländische Gewalttaten haben wir die Sicherheitsmaßnahmen in den Presseabteilungen, im Bereich Öffentlichkeitsarbeit des Senats und bei den Pressesprechern der Polizei drastisch verschärft. Es muss schon mit dem Teufel zugehen, wenn jetzt noch Informationen über die muslimische Gewalt an die Öffentlichkeit gelangen. In Anlehnung an einen früheren Spruch des Ministers Blüm kann ich daher sagen: „Unsere U-Bahnhöfe sind genau so sicher wie die Renten“.

Künast: (Der Wowi ist echt ein Vollprofi, das muss ihm der Neid lassen. Die Gefängnisse platzen aus allen Nähten vor muslimischen Gewalttätern, aber er bleibt cool) Ich teile die Auffassung meines verehrten Vorredners. Und außerdem: Soll man nachts mit der U-Bahn fahren? Was haben die Leute im dunklen da zu suchen?

Reporter: (Und sowas läuft noch frei herum, man glaubt es nicht) Klare Konzepte beider Parteien in Sachen Innere Sicherheit also. Die Bürger wird’s freuen. Nächstes Thema: Islamisierung. Die Grünen – sonst bekanntlich gegen alles, was nicht schnell genug auf die Bäume kommt – betreiben eine Politik der massiven Islamisierung Deutschlands in Verbindung mit einer explodierenden kreditfinanzierten Integrationsindustrie. Parallel dazu forcieren sie die muslimische Einwanderung in die Sozialsysteme. Die SPD versucht, sie dabei rechts, besser gesagt links, zu überholen. Ein Kopf-an-Kopf Rennen. Angefeuert von pseudointellektuellen Medienvertretern, zahllosen Politikern und den knapp 185 muslimischen Interessensverbänden, die Ihnen begeistert mit dem Kopftuch zuwinken. Die Bevölkerung sieht´s mit Grausen.

Künast: (Die Bevölkerung nervt echt. Alles pro Islam in Deutschland. Nur die Bevölkerung nicht) Nun, wie Einstein bereits sagte: Die muslimische Integration und das Universum sind unendlich, wobei er sich beim Universum nicht ganz sicher war. Klar beginnt die muslimische Integration mit jeder neuen Generation wieder von vorn. Na und? Wollen wir gegen Naturgesetze angehen? Einstein kritisieren? Hallo? Und was die angebliche Masseneinwanderung betrifft, unser Parteitagsbeschluss sagt klipp und klar: Nicht mehr unqualifizierte muslimische Einwanderer, als mit Gewalt in das Land reinpassen.

Wowereit: (Islamisierung gegen den Willen der Bevölkerung. Manche in der SPD bekommen schon die Panik) Wir sollten hier in der Tat nicht in Panik verfallen. Und überhaupt: Worüber reden wir hier? Was soll das? Ich will einen normalen, linken Journalisten, einen Schönredner, einen Islamisierungsfreund. Mir reicht´s. Die Frage war vorher auch nicht abgesprochen. Kommen Sie mir bitte nicht mit Argumenten.

Reporter: (Ich komm mir langsam vor wie in der Klapse) Es gibt Berechnungen, denen zufolge sich die Kosten der fehlgeleiteten muslimischen Einwanderung und der sogenannten Integration in den letzten 10 Jahren in Deutschland auf eine Billion Euro belaufen. Zumindest hier soll Berlin im Vergleich zu anderen Bundesländern eine führende Rolle spielen.

Wowereit: (Mir reicht es langsam mit diesem Blödmann) Wir können die muslimische Einwanderung und die Integrationsindustrie doch nicht auf die Kosten reduzieren. Bei einer Betrachtung unter rein wirtschafts- und finanzpolitischen Aspekten wären weder die Pyramiden von Gizeh noch der Kölner Dom oder der Eiffel Turm in Paris je gebaut worden. Auch andere Aspekte werden bei diesen Rechenmodellen einfach ausgeblendet. Wenn zum Beispiel ein muslimischer Migrant ein Bußgeld für das Überfahren einer roten Ampel entrichtet, so fließt das Geld unmittelbar in die Stadtkasse. Derartige Refinanzierungseffekte werden von den Rechtspopulisten gerne verschwiegen.

Künast: (Gib´s ihm, Wowi, bravo. Eine Billion, lächerlich. So viel Geld gibt´s ja gar nicht) Eine Billion? Das sind ja mindestens 100 Millionen. Selbst wenn es so wäre, wo ist denn bitte schön das Problem? Das Geld ist doch vorhanden, stimmt´s, Wowi?

Wowereit: Stimmt, Küni. Die Banken leihen es uns.

Künast: Bitte, da haben Sie´s. Ich weiß gar nicht, was Sie mit Ihrer Polemik bezwecken. Soll ich Ihnen mal was sagen? Geld ist nur bedrucktes Papier. Und Papier haben wir doch noch genug in Berlin, oder Wowi?

Wowereit: Klar, Küni. Ganz viel Papier sogar.

Reporter: (Lieber Gott, mach, dass das alles nicht wahr ist) Kommen wir zur Berliner Wahl. Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst der Freiheit. Jetzt auch in Deutschland. Für die etablierten Parteien ein Gespenst, für viele Bürger die letzte Hoffnung. Die neue Partei DIE FREIHEIT tritt zu den Berliner Wahlen an, und zwar mit dem berühmten Satz des früheren Berliner Bürgermeisters Willy Brandt: Wir wollen mehr Demokratie wagen. Mehr direkte Demokratie, Volksentscheide nach Schweizer Vorbild, gegen die Islamisierung Deutschlands, Euro-Wahn – nein danke. Wie gehen Sie mit dieser Herausforderung um? Reicht das zwischen Politik und Medien geschlossene Omerta-Abkommen, die neue Partei rigoros totzuschweigen, aus? Teilen Sie die Auffassung von Politikwissenschaftlern, dass zumindest die Wähler von SPD, GRÜNEN und LINKE für Volksabstimmungen gar nicht reif und mündig genug sind?

Künast: (Der Wowi hat über das Abkommen gequatscht) Das ist doch alles rechtspopulistischer Blödsinn. Einerseits will DIE FREIHEIT mehr Demokratie, andererseits wollen die Bürger das ebenfalls. Zum einen will die neue Partei die Interessen der Bürger vertreten, zum anderen will sie die Entmündigung der Bürger abschaffen. Auf der einen Seite kommt sie mit Argumenten, auf der anderen Seite sind diese Argumente richtig. Aus all diesen Widersprüchen sehen Sie doch, dass diese neue Partei gar nicht wählbar ist.

Wowereit: (Die Künast, die alte Petze, hat über das Omerta-Abkommen getratscht. Und welchen Willy Bond meint der? Den James Bond?) Über die Hälfte unserer Parteimitglieder und mehrere hundert Sonderlinge in Deutschland stehen hinter unserer Politik. Zumindest teilweise. Manchmal. Wozu also Volksabstimmungen? Die Dinge sind heutzutage auch sehr komplex. Für die Islamisierung gibt es zum Beispiel keinen plausiblen Grund, gegen die Islamisierung gibt es dagegen mehrere hundert Gründe. Wie soll der Bürger angesichts dieser Vielzahl von Alternativen bei einer Volksabstimmung eine Entscheidung für die Islamisierung treffen können?

Reporter: (Lieber Gott oder liebe Mami, einer von Euch muss mir helfen) Zum Schluss unseres Interviews, wie üblich, der ganz persönliche Teil. Unsere Redaktion hat sich folgendes ausgedacht:

Wowereit: (Mein Psychiater sagte, wenn der Psycho-Mist gefragt wird, soll ich einfach an was Schönes denken) Bitte nicht wieder den Fragebogen, welche muslimischen Verbandsvertreter ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde.

Reporter: Keine Spur. Lassen Sie vor Ihrem geistigen Auge einmal die Länder Europas mit ihren großartigen Kulturen Revue passieren. Demokratie, Freiheit, Menschenrechte. Forschung, Bildung, Lehre. Wissenschaft, Technik, Medizin. Musik, Kunst, Humor. Sodann stellen Sie sich vor Ihrem geistigen Auge die islamischen Länder dieser Welt vor.

Künast: Komm zur Sache Schätzchen.

Reporter: Und jetzt denken Sie an Ihre Oma. Die Oma liebt ihr Enkelkind bedingungslos. Bei der Oma ist man immer nur das Kind, ob man nun Parteivorsitzender, Generaldirektor oder Bürgermeister ist, für die Oma ist wichtiger, dass man ein warmes Unterhemd an hat und genug gegessen hat. Die Oma hält immer zu einem und der Oma sagt man die Wahrheit.

Wowereit: Mach es nicht so spannend, alter Knabe.

Reporter: Wenn Ihre Oma Sie fragen würde: „Mein liebes Kind, bist Du sicher, dass die Islamisierungspolitik Deiner Partei richtig ist für dieses Land?“ Was würden Sie antworten?

Wowereit: (schweigt)

Künast: (schweigt)

Reporter: Und wenn Ihre Oma Sie fragen würde: „Mein geliebtes Kind, bist Du sicher, dass Du die Islamisierungspolitik Deiner Partei vor Gott und vor Deinem Gewissen verantworten kannst?“ Was würden Sie antworten?

Wowereit: (schweigt)

Künast: (schweigt)

Reporter: Und wenn Ihre Oma sagen würde: „Renate, mein über alles geliebtes Kind“ und „Klaus, mein über alles geliebtes Kind“, „Komm heim, komm heim, komm heim zur Vernunft“ Was würden Sie antworten?

Wowereit: (schweigt)

Künast: (schweigt)

Reporter: (Was ist denn mit denen los? Beide kreideweiß) Tja, wir sind durch. Ich danke Ihnen, Frau Künast, und Ihnen, Herr Wowereit, für dieses Interview. Vielleicht hilft´s dem einen oder anderen Bürger ja bei seiner Wahl-Entscheidung. Ich sag heute schon mal toi, toi, toi, alles Gute und: Bürger Berlins, schaut auf Eure Stadt.