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Freund zerstückelt: 12 Jahre Haft für Orhan Y.

Opfer Ahmet K. (l.) mit Orhan Y. auf dem Hamburger DomIn Hamburg ist heute das Urteil für einen grauenhaften Mord gesprochen worden. Die Abartigkeit der Tat, lässt einen erschaudern. Der arbeitslose Türke Orhan Y. hatte seinen Freund und Mitbewohner getötet, zerstückelt und anschließend in Müllsäcken verpackt. Bis heute seien nicht alle Leichenteile gefunden worden, heißt es. (Foto: Opfer Ahmet K. mit Orhan Y. auf dem Hamburger Dom).

BILD schreibt:

Der Fall: Ende Mai 2010 meldet der Sohn von Ahmet K. seinen Vater als vermisst. Zwei Wochen später findet ein Rentner (68) in der Nähe des Harburger Bahnhofs Müllsäcke mit Leichenteilen. Ein paar Stunden zuvor wird Orhan Y. mit schweren Stichverletzungen ebenfalls nahe des Harburger Bahnhofs gefunden.

Orhan Y. überlebt durch eine Not-OP. Die Polizei vermutet, dass er sich die Stichverletzungen selbst zugefügt hat. In Buchholz/Nordheide finden Polizisten weitere Leichenteile.

Gegen Orhan Y. wird Haftbefehl erlassen, als Tatort wird das Schlafzimmer der gemeinsamen Wohnung der beiden Männer ermittelt. Das Motiv der Bluttat bleibt rätselhaft.

„An der Täterschaft des Angeklagten besteht kein Zweifel“, sagte der Vorsitzende Richter Berend Appelkamp jetzt am Stader Landgericht. Orhan Y. wurde wegen Totschlags zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

Das Motiv habe nicht genau geklärt werden können, sagte Richter Appelkamp. Sicher sei aber: Das Verhältnis der Männer habe sich immer weiter verschlechtert, weil der Angeklagte dem Opfer Geld schuldete.

Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert und will Revision einlegen. Der 54-jährige Y. hatte die Vorwürfe bis zuletzt bestritten.

Die Horror-Meldungen nehmen immer perversere Ausmaße an. Die Richter in unserem Land sehen sich heute mit „Barbaren“ konfrontiert, die offensichtlich weder Moral, Menschlichkeit noch Zivilisation kennen!

Mehr Informationen zu der Tat gibt es hier.

(Michael Böthel)