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Beinahe-Erfolg der USA auf Hasspredigerjagd

Anwar al-AwlakiBeflügelt von der Ausschaltung Osama bin Ladens schrecken die USA trotz Beschwerden und drohenden Bleidigtseins-Ausbrüchen nicht davor zurück, jetzt erst recht Jagd auf längst bekannte Hassprediger zu machen. Im Jemen wurde Anwar al-Awlaki am Donnerstag nur knapp von einer US-Drohne verfehlt, soll aber überlebt haben. Nach Informationen der „Washington Post“ wurden Raketen auf ein Fahrzeug mit zwei Al-Kaida-Mitgliedern abgeschossen, beide Männer seien getötet worden.

Die Schweizer Tagesschau berichtet:

Es war den Angaben zufolge der erste Angriff mit einer US-Drohne im Jemen seit 2002, als der Geheimdienst CIA mit einem der ferngesteuerten Flugroboter ein Auto mit Terrorverdächtigen unter Feuer nahm. Die USA haben zwar bereits seit dem Vorjahr Drohnen ausgiebig im Jemen eingesetzt, aber nur zu Aufklärungszwecken.

Anschläge geplant

Al-Awlaki gilt als besonders gefährlich. Die USA führen den Jemeniten auf einer Liste, nach der er „tot oder lebendig“ gefasst werden soll. Nach den Tod von Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden könnte er einer der möglichen „Erben“ des Terroristenchefs sein.

Nach Al-Awlaki wird auch im Zusammenhang mit dem vereitelten und im Jemen geplanten Anschlag auf eine Passagiermaschine Weihnachten 2009 in der US-Metropole Detroit gefahndet.

Junge Muslime angeworben

Im November vorigen Jahres hatte er Muslime aufgerufen, US-Bürger zu töten. Außerdem soll Al-Awlaki in Kontakt mit dem Amokläufer von Fort Hood gestanden haben, der Ende 2009 auf dem texanischen Militärstützpunkt zwölf Soldaten und einen Zivilisten getötet hatte.

Durch seine Jugendjahre in den USA weiß er besonders gut, wie man kulturell entfremdete Muslime im Westen für den islamistischen Terror gewinnt. Er hatte in den vergangenen zehn Jahren Kontakt zu mehreren Al-Kaida-Terroristen, die später Selbstmordattentate verübten. Für sie war Al-Awlaki eine Art Mentor gewesen.

Anwar al-Awlaki hat selbst gesagt, er wolle die Amerikaner töten – „entweder sie oder wir“ – darauf scheint er jetzt die Antwort zu erhalten: