Leyendeckers GespensterjagdIn der Print-Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung wird mal wieder geleitartikelt, wie Henryk M. Broder so schön sagt. Diesmal war aber nicht Oberleitartikler Heribert Prantl am Werk, sondern einer seiner Adlaten, Hans Leyendecker.

(Von Monika Kaufmann)

Unter dem Titel „Gespensterjagd“ schreibt er:

Ein Gespenst ging um die Welt, das Gespenst des global vernetzten islamischen Terrorismus. Es trat in unterschiedlichen Verkleidungen und Formen auf und schien allgegenwärtig zu sein. Weil auch Gespenster zur besseren Unterscheidung Namen bekommen, wurde es al-Qaida genannt. Mancher nannte es auch nur Osama bin Laden. Das klang noch gefährlicher.

Zwar hat die Welt schon viele religiöse Fanatiker und politische Schwerkriminelle erlebt, aber kein anderer Träumer des Absoluten löste solche Paranoia aus wie der Massenmörder vom 11. September. Aus berechtigter Sorge über seine angeblichen Pläne wurde nicht selten hysterischer Katastrophismus. Es ist noch gar nicht lange her, dass Bin Ladens Mörderbande als „dritte totalitäre Herausforderung“ beschrieben wurde. Also fast so schlimm wie der Kommunismus und der Nationalsozialismus. Das war eine wahnsinnige Übertreibung und macht Hitler und Stalin sehr klein. Bin Laden mag vieles gewesen sein, ein Wiedergänger Hitlers war er nicht.

Was bitte ist unter hysterischem Katastrophismus zu verstehen? Eine selten schwachsinnige Wortschöpfung. Und bin Laden war ein Wiedergänger Hitlers, er hatte denselben Antisemitismus und denselben Größenwahn drauf. Dass Osama nicht so viele Menschen wie Hitler umgebracht hat, ist wohl eher der Tatsache zuzuschreiben, dass er nicht über dieselben Möglichkeiten wie der Staatschef einer Industrienation verfügte. Der Wille war schon da.

Über Leyendecker heißt es bei Wiki:

Er versteht seine Recherche als „Handwerk“. Sie habe „mit ‚Googlen‘ in den meisten Fällen wenig gemeinsam.“ Eine gute Recherche koste Zeit. Sein normaler Recherchetag dauere länger als der Arbeitstag anderer. Dazu zählten über 100 Telefonate und viele Stunden Lesen in Akten und Zeitungen.

Für diesen Leitartikel scheint er ja besonders gründlich recherchiert zuhaben.

Wer die Bedrohung zunächst unterschätzt hatte, wurden tatkräftig unterstützt, um die ganz große Gefahr bekämpfen zu können. Viele hundert Milliarden Dollar kostete bislang der Kampf gegen die islamistischen Gespenster. Zwei Kriege wurden geführt, schätzungsweise 150000 starben dabei. War die Bedrohung wirklich so total? Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: DieMörder haben oft grauenhaft zugeschlagen und in Deutschland ist es dem Glück und der Professionalität der Dienste und der Polizei zu verdanken, dass es keinen größeren Anschlag gegeben hat. Aber wahr ist auch, dass verglichen mit den üblichen Lebensrisiken die Terrorgefahr minimal ist.

Der erste Satz ist schon mal sehr schlechtes und vor allem unverständliches Deutsch. Ohne die Verdienste der deutschen Polizei schmälern zu wollen, dass es keinen größeren Anschlag in Deutschland gegeben hat, ist in erster Linie dem Umstand zu verdanken, dass Mohammedaner zumeist wenig Ahnung von den Grundprinzipien der Physik haben. Die in den Vorortzügen in Koblenz deponierten Bomben, sind deswegen nicht hochgegangen, weil die als Zünder benutzten Mobiltelephone innerhalb des Metallbehälters platziert wurden. Dem Täter, obwohl Student der Mechatronik, war das Prinzip des Faraday’schen Käfigs vollends unbekannt. Ein Professor hatte ihm schon geraten, das Studienfach zu wechseln. Er hätte ihm besser sagen sollen, er möge sich einen Job als Hilfsarbeiter suchen. Die Terrorgefahr ist natürlich minimal, verglichen mit der Wahrscheinlichkeit, sich beim Nasenbohren den Finger zu brechen.
Leyendecker weiss natürlich genau Bescheid:

Auffälligerweise haben die vielen Fachleute für islamistische Bedrohungen aller Art zwar die Netzwerke der Terroristen in arabischen Ländern bis auf den kleinsten Knoten genau beschreiben können, aber sie haben erstaunlicherweise nichts von den Demokratiebewegungen in diesen Ländern mitbekommen. Die Despoten, die im Westen deshalb Verbündete hießen, weil sie gegen al-Qaida waren, werden jetzt überall Despoten genannt. Einige von ihnen wurden von echten Revolutionären vertrieben oder festgesetzt. Diese Revolutionäre haben die eigentliche Arbeit bei der Gespensterjagd geleistet. Vielleicht sollte man zur Abwechslung sie unterstützen.

Sonst noch einen Wunsch? Vielleicht sollte man die Vertreter der braven Muslimbruderschaft mal zum Kaffee einladen. Von Demokratiebewegungen kann hier doch wohl kaum die Rede sein, es geht vielmehr darum, eine Diktatur durch eine andere zu ersetzen. Wie heißt es so schön? „Im Kapitalismus wird der Mensch durch den Menschen ausgebeutet, im Kommunismus ist es umgekehrt.“ Im Islam ist natürlich alles ganz anders, da bekommt jeder dann seine 72 Jungfrauen und es regnet von unten nach oben. Denn Allah will das so.

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25 KOMMENTARE

  1. Wunschdenken nach bester Gutmenschenart , eben halt typisch Süddeutsche .
    Warum benennen die sich eigendlich nicht in Südarabische oder Südosmanische um ?

  2. Ich habe nur den ersten Satz gelesen, das hat gereicht.

    Milli Görus wurde in Deutschland gegründet, weil es hier viele konservative Türken gab. Ziel war eine Islamisierung der Türkei und dann Europa. Gründer war Erdogans Ziehvater Erbakan. Zumindestens die Islamisierung der Türkei wurde geschafft. Das Logo von MG ist auch ein grünes Europa, grün die Farbe des Islams.

    Der erste Präsident des Iran war mehrere Jahre Iman im Islamischen Zentrum HH. Bin Ladens Finanzchef Salim lebte bis 1998 in München und wurde dort verhaftet. Der Ägypter Ramadan, Gründer der Islamischen Weltliga, lebt lange in Deutschland und er versucht den saudischen Islam in den dortigen Ländern zu verbreiten. Mahdi Akef und Abouhalima lebten ebenfalls in Deutschland. Akef war Chef der ägyptischen Muslimbruderschaft. 1996 wurde er verhaftet (natürlich in Ägypten und nicht in Deutschland), 1997 rächte sich die Vereinigung mit den Anschlägen auf die Pyramiden in Ägypten. Abouhalima war am Sprengstoffattentat auf das WTC 1993 beteiligt.

    Und so gibt es viele Beispiele, wo Islamisten sich als erstes für Islamismus in ihren Heimatländern einsetzen. Nicht umsonst beschweren sich liberale Moslems wie die kurdische Anwältin Gülsen Celebi, Bassam Tibi und die Alevitische Gemeinde über Gutmenschen. „Sie machen radikale Moslems in Deutschland salonfähig.“

    Viele Deutsche können sowieso zwischen integrierten und radikalen Moslems (und auch Türken) unterscheiden. Es sind unsere Gutmenschen, die sich schützend vor radikalen Moslems stellen und diese beschützen, auch wenn sie es vielleicht nicht wollen.

  3. Was bitte ist unter hysterischem Katastrophismus zu verstehen?

    Der hysterische Katastrophismus existiert in der Berichterstattung schon seit einiger Zeit.

    Allerdings nicht in dem Zusammenhang, wie ihn der Qualitätsjournalist Leyendecker anmahnt sondern überall dort, wo die Berichterstattung pöhse Nazihorden, Nationalisten, EUdSSR-Gegner, Rechtspopulisten, Klimaketzer, CO2-Leugner, Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie oder pöhse Atome vermutet.

  4. noch einer der sagt alles ist bestens und islam ist eigentlich frieden und die revolutionen in afrika machen alles besser.. kann es sein das die selbsternannten überjournalisten sich alle gegenseitig, politisch korrekt, bestätigen und deshalb nichts mehr von der realität mitbekommen?

  5. Kein Wunder das die Sz ca 15 % weniger Auflagen hat …aber macht nur weiter so evtl. kann man für die Sz eine eigene Gez Gebühr erfinden damit sie überleben kann?

  6. Ich bin nicht seiner Meinung, aber ich bin dafür, daß er sie sagen darf, weil man sonst nicht mitbekommt wie dummdreist sein Geschwurfel ist.
    Langsam merkt auch der einfachste Mitmensch, wie die Medien einen verdummen wollen.

    Neben dem Thema Islam, kommen auch immer mehr die Main Stream Medien ins Fadenkreuz der Bürger. Gestern im Gespräch mit Freunden (2 Chemiker, 1 Arzt, 1 Ingenieur und die Frauen)
    kam das Gespräch ohne mein Zutun von selbst auf die Macht der Medien zur Sprache.

    Fazit: Zu mächtig, zu einflussreich, zu parteiisch und eine unübersehbare Diskrepanz zwischen der öffendlichen Meinung und der veröffentlichten Meinung. Sie informieren nicht wirklich sondern beeinflussen die Bürger. Das lassen sich meine Freunde nicht mehr gefallen.

    Weiter so!

  7. Wer ist denn nun Leyendecker? Jeden Tag werden hier mir unbekannte Menschen zitiert.

    Früher hatte man die Übersicht über alle einschlägigen Pseudoexperten, Propagandatüten und Indoktrinationsspezialisten.

    Wir haben aber auch nicht jeden Blockwartanwärter für voll genommen.

  8. #1 Nuernberger (15. Mai 2011 22:11)
    Ich halte Südländische für besser, damit hat dieses ominöse Südland aus dem die ganzen Fachkräfte herkommen zwar immer noch keine genaue geographische Identität, aber wenigstens schon mal sein eigenes Schmierblatt! 😉

  9. „Eine waaaaaahnsinnige Übertreibung“…

    Nationalsozialius in allen Kriegen zusammengerechnet 50 Mio auf dem Konto.

    Islam locker 80 Mio nur fuer die Invasion Indiens….

    5vor(20)12!!!

  10. Aber wahr ist auch, dass verglichen mit den üblichen Lebensrisiken die Terrorgefahr minimal ist.

    Komisch, wenn es um Atomkraft geht, wird von der selben Klientel jede noch so geringe Wahrscheinlichkeit zur globalen Überlebensfrage aufgebauscht. Aber im Falle von islamischen Terror, der tatsächlich schon Tausende Opfer gefordert hat, ist alles ganz minimal. Ist klar!

  11. „Eine waaaaaahnsinnige Übertreibung“…

    Nationalsozialismus in allen Kriegen zusammengerechnet: 50 Mio auf dem Konto.

    Islam: locker 80 Mio nur fuer die Invasion Indiens alleine, geschweige fuer die 1400 jährige Eroberungs und Unterwerfungsgeschichte in Asien Afrika u Europa + Terroropfer + Apostasie + Gays an Baukränen + Opfer der vaginaverstümmelungen + Ehen(schand)morde, +++…

    5vor(20)12!!!

  12. Aber wahr ist auch, dass verglichen mit den üblichen Lebensrisiken die Terrorgefahr minimal ist.

    Ist ja richtig, aber die üblichen Lebensrisiken sind nicht zielgerichtet. Ein Autounfall ist für einen Normalbürger wahrscheinlicher. Für einen islamkritischen Karikaturisten steht der Fall umgekehrt.

    Leyendecker tut ja geradezu als sei Terror Selbstzweck und nicht der abartige Weg zur Bestimmung von gesellschaftlichen Zusammenhängen.

    Gerade ein Journalist sollte das verstanden haben.

  13. der is ja durch der typ.
    also das mit den lebensrisiken war haarscharf an der geschlossenen vorbei

  14. Ich stimme Leyendecker zu, der islamische Terrorismus wird überschätzt (wobei uns diese Überschätzung auch vor einigen Terror bewahrt haben mag).

    Was jedoch unterschätzt wird, ist die islamische Kultur, die sich im Westen ausbreitet und unsere Werte durch Bevölkerungsdjihad unterwandert.

  15. #18 Nelson:
    Was jedoch unterschätzt wird, ist die islamische Kultur, die sich im Westen ausbreitet und unsere Werte durch Bevölkerungsdjihad unterwandert.

    Genau darum geht es, und nicht nur durch den „Bevölkerungsdhijad“. Durch das geduldige Unterwandern, durch jammern und fordern, Opfersein!, und dann gibt es hier ein Zugeständnis und da eins, und bei den Frauenbadezeiten sind die Ungläubigen auch eingeknickt. Und der Bau einer Moschee wurde, wie letzte Woche in New Yorks Sheepshead Bay, gegen den Willen den Alteingesessenen richterlich verordnet.

    Ansonsten würde ich Hans Leyendeckers Leitartikel erst gerne selber lesen, bevor ich mir ein Urteil erlaube, ist leider nicht online. Aber Leyendecker einen „Adlatus“ von Heribert Prantl zu nennen, zeigt leider mal wieder, dass man hier zwar gerne die MSM mit steilen Worten verhöhnt, aber von den MSM an sich keine Ahnung hat.

  16. Die SZ liegt im sterben, die ist bei uns ein Ladenhüter. Sie entwickelt sich zur Sektenzeitung für gläubige Jünger, in der weltfremde Journalisten schwadronieren können.

  17. #20 b.leon
    Die SZ liegt im sterben, die ist bei uns ein Ladenhüter. Sie entwickelt sich zur Sektenzeitung für gläubige Jünger, in der weltfremde Journalisten schwadronieren können.

    Ich hasse dieses ahnungslos in die Tastatur gekloppte Zeugs. Die „Süddeutsche Zeitung“ ist mit 423.000 verkauften Exemplaren die größte überregionale Zeitung Deutschlands.

  18. #21 Heta (16. Mai 2011 03:31)

    Den Eindruck gewinne ich aus unserer Region nicht. Im Gegenteil. Ich unterhalte mich auch mit Lieferanten und Kunden und ich lese diese Zeitung selber. Daher mein Resümee einer regelrechten Sektenzeitung. Mein Eindruck bleibt und eine Tendenz nach unten ist auch klar zu erkennen. Wissen sie, der Spiegel war auch mal ein Bollwerk der Medien, viel ist davon nicht mehr übrig geblieben.

  19. Die SZ ist von einer ehemals linksliberalen Superqualitätszeitung in der Miefigkeit der kleinen zeternden Männlein angekommen die ihr Gemisch aus neomarxistischen Presbyterianischem den Iman als Hassprediger für jedermann machen. Grundvoraussetzung ist nur, man muss jedem Bio Deutschen die Pest an den Hals wünschen. Leyendecker entdeckte ja auch beim SPIEGEL, dass der Staat in Bad Kleinen gemordet hatte. Ob auf der Kanzel oder in der Muff-SZ , diese Hassprediger kennt in zehn Jahren kein mensch mehr. Egal ob Prantlbahnersaugstein oder sonstwas.

  20. Ich habe Leyendecker mal persoenlich getroffen, mitsamt seiner Familie.

    Er ist ganz klar von der Guti-Fraktion. Damals in den fruehen 90ern redete die ganze Familie davon, ob es OK sei, einen Benz zu fahren, wo doch Leyendecker irgendiwe gerade aufgedeckt hatte dass Benz mit fiesen Diktatoren (lies: mit jedem, der auf Mercedes steht) Geschaefte macht.

    Die ganze Familie war irgendwie so aufgekratzt und redete 100% der Zeit von sich selbst und ihrer Einstellung zu Mercedes-Benz, Obst&Gemuese, Privatfernsehen und dem Eiffelturm.

    Die Familie Leyendecker ist der Prototyp einer (reichen!) Euro-Guti-Familie.

    Man kann aber nicht sagen, dass Leyendecker doof ist oder das seine Recherchen schwach sind.

    Jedenfalls habe ich ihn damals als Teenager im Schach gechlagen – ich hatte einen guten Tag erwischt und er nicht so.

  21. aeh, an die Leute oben die sich fragen wer Leyendecker ist: er ist ein journalistisches Schwergewicht der leider fuer die falsche Seite arbeitet:

    „1982 deckte er mit der Titelgeschichte „Wohin flossen die Flick-Millionen?“ die Flick-Affäre und den Parteispendenskandal um Hans Friderichs und Otto Graf Lambsdorff auf. Er spezialisierte sich auf die Gebiete Innenpolitik und Geheimdienste, enthüllte Plutoniumschmuggel beim Bundesnachrichtendienst (BND), die Traumschiff-Affäre um Lothar Späth und die Steueraffäre um Peter Graf.

    Im Juli 1997 wechselte er nach einer Auseinandersetzung mit Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust als Leitender Politischer Redakteur zur Süddeutschen Zeitung. Ende 1999 veröffentlichte er die CDU-Spendenaffäre um Bundeskanzler Helmut Kohl und Bestechungsversuche des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber. Seit 2000 beschäftigte er sich unter anderem mit Nebenverdiensten von Politikern, dem Fußball-Wettskandal, der Visa-Affäre im Auswärtigen Amt, Falschinformationen der US-Regierung im Vorfeld des Irak-Kriegs, der VW-Korruptionsaffäre sowie der Libyen-Affäre.“

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