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Medienhetze gegen „Kampfchristen“

Matthias TehDie Zeitung 20 Minuten zieht mit einem etwas wirren Artikel zum Thema „Kampfchristen“ auf Facebook über konservative Schweizer Politiker her, die es gewagt haben, sich auf Facebook als Christen zu outen und gegen die Islamisierung der Schweiz auszusprechen. Im gewohnten „Ich bin gut – du bist böse“-Schema wird wieder einmal die Nazikeule bedient. Im Zentrum der Hetze steht der EDU-Politiker Matthias Kim Leng Teh

20 Minuten schreibt:

Informationen, die der Redaktion von 20 Minuten Online vorliegen, legen nahe, dass sich der Jungpolitiker der streng religiösen Eidgenössischen Demokratischen Union (EDU) Matthias Kim Leng Teh an den Facebook-Meldeorgien beteiligt hat. In einer Anti-Islam-Gruppe wurde in seinem Namen dazu aufgerufen, die Administratoren des liberalen Club Helvétique massenzumelden …. Darauf angesprochen erwiderte Teh: „Hetze gegen andere Gruppen oder Aufrufe zu Gewalt lehne ich vehement ab.“ Er könne sich an keine Aufrufe gegen Profile erinnern. Und der Jungpolitiker kontert: „Gegen mich wurde auch schon mit Fake-Profilen eine Hetzkampagne betrieben. Diese Personen habe ich selbstverständlich gemeldet und auch zum Melden aufgerufen.“ Die Beweise gegen ihn könnten von einem Fake-Profil stammen, um ihm zu schaden, so Teh. …

Den Hass der Facebook-Kreuzritter hat auch Bettina M.* auf sich gezogen. M. hatte sich wiederholt in der öffentlichen Gruppe „Kann dieses Minarett mehr Fans als die SVP haben?“ gegen rassistische Parolen … aufgelehnt. „Was mich sehr verwundert, ist das Alter dieser Kampfchristen“, sagt Bettina M., deren Facebook-Konto dreimal nach organisierten Massenmeldungen gesperrt wurde. „Es sind Frauen und Männer in den Vierzigern und Fünfzigern, Eltern – und viele verbringen Stunden damit, über mich und andere unliebsame Personen abzulästern oder die Profile zu melden, um uns mundtot zu machen.“

Und schon wird die Kämpferin für das Minarett, das mehr Fans haben soll als die SVP zur Heldin gegen die Kampfchristen und zum diskriminierten Opfer hochstilisiert.

Matthias Teh wehrt sich gegen die Hetze mit einer Gegendarstellung:

Ich bemängle das schlechte und einseitige Recherchieren einiger Journalisten in der Schweiz. Wer mich nur ein klein wenig kennt, der weiß, dass ich jede Form von “modernem Kreuzrittertum” vehement ablehne. Wer gegen Menschen hetzt, sei es Muslime, Juden, Christen, Frauen, Männer…usw. hat es mit mir verspielt. Fällt mir ein FB-Freund auf, der dies tut, schreibe ich denjenigen diesbezüglich an und lösche ihn sofort aus meinem Freundeskreis.

In primitiven Gruppen, bei denen Andersdenkende zum Melden aufgerufen werden, bewege ich mich nicht. Grundloses melden von Andersdenkenden lehne ich ab. Ich bin der Meinung, dass man keine Meinung oder Ansicht ausschließen darf, es sei denn persönliche Angriffe unter der Gürtellinie gegen andere Personen.

Selber habe ich erlebt, dass man in einer pro Minarett Gruppe (mit 50.000 Mitgliedern) aufgerufen hat, mich zu melden. Auch wurde schon mindestens ein Fake-Profil von mir erstellt, von dem hetzerische und rassistische Aussagen und Meldeaufrufe gemacht wurden, um mich anzuschwärzen und um Gründe zum Melden zu liefern. …

Ich bedaure sehr, dass der Journalist Oliver Wietlisbach bei dieser öffentlichen Anprangerung gegen mich mitzieht. Es wurden von allen Personen die Bilder und Namen unkenntlich gemacht außer von mir. Es scheint mir, als hätte es dieser Journalist, welchen ich persönlich nicht kenne, ebenfalls gezielt auf mich abgesehen. Zudem frage ich mich, ob Journalisten nicht hellhörig werden, wenn gezielt Leute (Andersdenkende) angeschwärzt werden. Anscheinend gehöre ich einfach dem falschen politischen Lager an.

Zum falschen Lager gehört JEDER, der den Islam nicht mit Handkuss, als neue Leitkultur und Zukunft des Abendlandes willkommen heißt.

» Kontakt zum Chefredakteur: hansi.voigt@20minuten.ch