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Online-Magazin „ZEITJUNG.de“ über BPE und PI

Die junge und wohl eher islamwohlwollende Journalistin Leonie Feuerbach besuchte am vergangenen Donnerstag die Vortragsveranstaltung der Bürgerbewegung Pax Europa und PI München „Integration – Gefahr oder Chance“. Referent war Joachim Koch, früherer Ministerialrat im Bundeswirtschaftsministerium und Ex-Mitglied der Deutschen Delegation bei den Vereinten Nationen in New York.

(Von Michael Stürzenberger)

PI berichtete bereits über massive Zensurversuche im Vorfeld durch einen SPD-Bezirksausschussvorsitzenden. Ähnlicher Gesinnung scheint Leonie Feuerbach zu sein, denn ihr Artikel im Online-Magazin „zeitjung“ hat weniger eine objektive Berichterstattung über den Vortrag, sondern eher das Bedienen angestaubter Vorurteile im Sinn.

So ist ihr Artikel bezeichnenderweise mit „Trauriger Treppenwitz“ betitelt. Darunter steht „Der Blog Politically Incorrect und der Verein Pax Europa kämpfen gegen vermeintliche Islamisierung.“ Nun, bis auf das Adjektiv „vermeintlich“ stimmt das sogar. An den Anfang ihres Artikels setzt Feuerbach aber nicht ein Zitat aus dem Vortrag des hochkarätigen Referenten, der sich vor allem mit der hochproblematischen Rolle der islamischen Verbände wie DITIB, Milli Görüs, IGD etc. beschäftigte, sondern bringt die Wortmeldung einer Besucherin aus der anschließenden offenen Diskussion:

„Dieser Cem Özdemir von den Grünen wird bald Kanzler und dann wird er Befehle vom türkischen Ministerpräsidenten Erdogan für die Islamisierung Deutschlands entgegennehmen!“, ereifert sich eine Frau mittleren Alters im Dirndl. Ihren Namen will sie nicht nennen, aber sie hätte gerne eine Unterschrift gegen das in München geplante Islamzentrum.

Feuerbach beginnt ganz bewusst so, um den Eindruck einer Versammlung von Verschwörungstheoretikern zu erzeugen. Die Weltmachtsphantasien Erdogans, die bei einer Veranstaltung in Ankara im Februar 2010 mehr als deutlich wurden (PI berichtete) und die zunehmende Annäherung der Türkei an den Iran, was gleichzeitig ein Anschmiegen an die terroristische Hizbollah bedeutet, ignoriert die junge Journalistin wohl ganz bewusst. Sie schreibt weiter:

Eine andere Frau spricht sich gegen Religionskunde aus, denn die Inhalte des Korans seien zu gewalttätig für Kinderohren.

In der persönlichen Unterhaltung vor der Veranstaltung hatte Feuerbach zugegeben, dass sie den Koran nicht gelesen habe und nur „auszugsweise“ kenne. Wahrscheinlich jene harmloseren Zitate, die sie möglicherweise von muslimischen Zeitgenossen präsentiert bekam. So kann sie natürlich die Gefährlichkeit des Korans nicht beurteilen.

Anlass für das Zusammentreffen der hauptsächlich aus Senioren bestehenden Gruppe im Münchner Emmeramshof ist ein Vortrag des Ministerialrats a.D. Joachim Koch zum Thema „Integration – Gefahr oder Chance?“, organisiert von Pax Europa und Politically Incorrect München.

Im Gewand fremder Ethnien

Pax Europa bezeichnet sich als Bürgerbewegung und tritt gegen die vermeintliche Islamisierung Europas ein. Politically Incorrect (PI) ist der Name eines islamophoben Blogs, in dem gegen Moslems gehetzt wird. Michael Stürzenberger, Pressesprecher von Pax Europa in Bayern, hat die Veranstaltung organisiert. Für PI sei er aber nicht verantwortlich. Gründer Stefan Herre sei es inzwischen auch nicht mehr. Wer es ist, will Stürzenberger nicht verraten, denn er befürchtet die Schließung des Blogs.

Nun, im Gespräch mit der jungen Journalistin wurde schnell klar, dass sie kaum an den Fakten über den Islam interessiert war, eher an Informationen über den PI-Verantwortlichen. Daher entgegnete ich ihr, diese Informationen sollten wohl in erster Linie dazu dienen, Bestrebungen zur Schließung des Blogs zu unterstützen. Von „Befürchtungen“ meinerseits war keine Rede, denn PI liefert schließlich nachprüfbare Fakten, auch wenn diese dem politischen Mainstream und der Integrationsindustrie in Deutschland nicht passen. Weiter bei „zeitjung“:

Auch sonst fürchtet er viel: Etwa den Multikulturalismus und das „politisch-korrekte Gutmenschentum“, das, wie es auf PI heißt, „Formen von Unterdrückung, Gewalt, Enteignung und Überwachung, wenn sie bloß im Gewand fremder Ethnien und fremder Religionen daherkommen“ zulasse.

Zwischen schwarz und braun

Er ist kein Rassist und wählt CDU, sein Vorbild ist der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders, erklärt Stürzenberger, der ein auberginenfarbenes Hemd und eine randlose Brille trägt. Dann legt er los: Der Koran sei ein „faschistisches Giftbuch, schlimmer als Hitlers ‚Mein Kampf‘“. Seine Mitstreiter und sich selbst sieht er in der Tradition der Weißen Rose um Sophie Scholl: Weise Warnende vor dem drohenden Untergang Deutschlands, die unterdrückt werden sollen: „Nichts anderes passiert uns“, ruft Stürzenberger.

Der Angesprochene ist Mitglied der CSU München und kann als Bayer kaum die CDU wählen, aber das nur am Rande. „Multikulturalismus“ befürchten Mitglieder von Pax Europa und PI keineswegs, denn auch in ihren Reihen befinden sich viele mit internationalen Wurzeln. Es geht um die Gefahr eines Monokulturalismus, den der Islam anstrebt. Was die Gefährlichkeit des Korans anbelangt, ist es müßig, jetzt hunderte von Koranversen zu zitieren, die die Gewalt und das Töten verherrlichen sowie Andersdenkende nicht mehr als Menschen, sondern als „schlimmste Tiere“ herabsetzen. Journalisten wie Feuerbach begreifen die Tragweite dieser Verse nicht, denn sie ignorieren, dass der Koran nicht ein altes Geschichtsbuch, sondern eine brandaktuelle Handlungsanweisung des muslimischen Gottes ist, zeitlos gültig und unveränderbar. Solange diese knallharten Tatsachen nicht in das Bewusstsein der islamverstehenden Toleranzlinge eindringen, ist es sinnlos, diese Menschen aufklären zu wollen.

„Eine Hetzseite übelster Sorte“ ist PI für den SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy. „Ich habe mehrfach Anzeige wegen Beleidigung und Volksverhetzung durch Kommentatoren erstattet. Diese verletzen geltendes Recht. Wenn sich der Server der Seite in Deutschland befände, wäre die Seite schon verboten. Doch er steht –ausgerechnet – in der Türkei und die Kooperation zwischen den Sicherheitsbehörden ist nicht sehr gut. So gibt es etwa Probleme bei der Identifizierung der Kommentatoren“, sagt er. Zumindest hat Edathy erreicht, dass der Verfassungsschutz die Seite laufend auswertet.

Es ist bezeichnend, dass sich ein erklärter PI-Gegner wie Edathy nicht über die faktengestützten Artikel bei PI erregen kann, sondern nur über vereinzelte grenzwertige und auch grenzüberschreitende Äußerungen im Kommentarbereich, von denen man auch nicht immer weiß, aus wessen Feder sie stammen. Es ist nicht abwegig, dass einige dieser Kommentare gezielt von Personen verfasst werden, die PI schaden wollen. Auch Leonie Feuerbach ist im weiteren Verlauf ihres Artikels keineswegs am eigentlichen Gegenstand der Veranstaltung, dem Vortrag von Ministerialrat a.D. Joachim Koch interessiert, sondern arbeitet sich weiter am Lieblingsthema der PI-Kritiker ab:

Flut der Kommentare

Während sich die Texte der PI-Autoren hart an der Grenze zur Rechtswidrigkeit befinden, rufen Kommentatoren teils offen zu Gewalt gegen Moslems auf. Stürzenberger distanziert sich von den Kommentaren. In der Flut von Beiträgen der täglich bis zu 75.000 Besucher entdecke man nicht jeden rechtsverletzenden Kommentar sofort. Das bestätigt auch ein anwesender PI-Administrator, der seinen Namen nicht nennen will, um sich, wie er sagt „nicht in den Vordergrund zu drängen.“

Dieser Mitarbeiter von PI München, der sich in seiner Freizeit – wie einige andere auch – ehrenamtlich um die Moderation des Kommentarbereichs kümmert, ist ein sympathischer und bescheidener Zeitgenosse, der sich wirklich nicht in den Vordergrund spielen will. Ihm fehlt aber keineswegs der Mut, sich mit Namen und Gesicht zu zeigen, denn er besucht regelmäßig Veranstaltungen zum Thema Islam, gibt hierbei auch immer wieder Wortmeldungen unter Namensnennung ab und ist einer der PI-Autoren, die ohne Pseudonym schreiben. Sein Name ist Florian Euring. Feuerbach schreibt weiter:

Der Mann in fleckigem roten T-Shirt, der erzählt, er lese keine Zeitungen mehr und verlasse sich ganz auf das Internet, glaubt, dass viele der Hetzkommentare vom politischen Gegner stammen, der PI verunglimpfen wolle. Nur: PI behält sich vor, Kommentare nicht zu veröffentlichen oder sie zu kürzen. Die veröffentlichten Kommentare müssten sie sich also zurechnen lassen. Das findet auch Edathy: „Die Distanzierung von den Kommentaren ist eine reine Schutzbehauptung“, sagt er.

Im Gegensatz zu einer Journalistin wie Leonie Feuerbach, die für ihre Kritik an PI Zeilenhonorar erhält, oder einem Politiker wie Sebastian Edathy, der für seinen hartnäckigen Kampf gegen die von PI veröffentlichten Fakten Diäten kassiert, arbeiten bei PI alle Autoren und Moderatoren ohne einen Cent Honorar. Sie setzen ihre Freizeit ein, um die Arbeit zu erledigen, die normalerweise bezahlte Journalisten und Politiker verrichten müssten. Und dass man bei täglich geschätzten ein bis zweitausend Kommentaren nicht immer sofort jede Bedenklichkeit identifizieren kann, liegt in der Natur der Sache. Es ist mehr als billig, PI immer und immer wieder deswegen anzugreifen. Und es ist ein Versuch, vom eigentlichen Thema – der Gefährlichkeit des Islam – ablenken zu können.

Vermeintliche Verschwörung

PI will nach Eigenaussage die Verfassung schützen, die es vom Multikulturalismus bedroht sieht. „Dabei wird gegen alles gehetzt, wofür Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stehen“, sagt Edathy. Die Selbstbezeichnung als proisraelisch betrachtet er als reines Etikett, das nicht eingelöst wird, die Rede von Bürgerrechten als „einen Treppenwitz“.

Edathy ist ein besonders gutes Beispiel für hartnäckige Realitätsverweigerung. Mittlerweile ist es schon irgendwie durchgesickert, dass der Islam nicht unbedingt mit Demokratie und Rechtstaatlichkeit nach westlichem Vorbild in Einklang zu bringen ist. Wer darüber aufklärt, „hetzt“ nach der Edathy’schen Weltanschauung also gegen Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Auf eine solch krude Logik muss man erstmal kommen.

Und was Israel betrifft: PI braucht sich diesbezüglich nicht immer wieder zu erklären, die intensive Berichterstattung und die Reisereportagen sprechen eine deutliche Sprache. Das Herz von PI schlägt klar und deutlich für Israel. Wer anderer Gesinnung ist, der windet sich bei Israelbesuchen, wie wir es bei Andreas Mölzer von der FPÖ deutlich beobachten konnten. Wir stehen zu unserer tiefen Sympathie für das israelische Volk und der einzigen demokratischen Gesellschaft mitten in einem Sumpf islamisch dominierter Systeme. Wir werden nie aufhören, die verzerrte Darstellung der Mainstream-Medien zu korrigieren, denn jene klammern die wahre Ursache für den Dauerkonflikt – die totalitäre und intolerante Doktrin des Islam – beharrlich aus.

Auch wenn die Aufklärungsarbeit von Islamkritikern immer wieder an den Denkblockaden und der Ignoranz vieler Menschen scheitert, werden sich letzten Endes doch die Fakten und der gesunde Menschenverstand durchsetzen.

Und so wie sich nach 1945 fast nur geistige NS-Widerstandskämpfer in Deutschland befanden, werden nach dem tabulosen Outing des Islam die Meisten heuchlerisch behaupten, dass sie es ja immer schon gewusst hätten. Aber bis dahin ist noch viel Arbeit zu verrichten, denn die Mehrzahl der selbsternannten Eliten in Medien und Politik tickt leider hartnäckig falsch. Und bis dahin werden wir uns von den Edathys und Feuerbachs dieses Landes auch weiterhin diffamieren und beschimpfen lassen müssen.