Wer in diesen Tagen „Sobibor“ hört, denkt vor allem an Bilder eines Greises, der sich für lange zurückliegende Taten vor einem deutschen Gericht verantworten muss. Dass, anders als bei etwa bei Auschwitz, keine Bilder der Opfer oder der industriellen Vernichtungsanlagen vor unserem geistigen Auge erscheinen, liegt daran, dass es solche Bilder kaum gibt. Dabei ist Sobibor ein ganz besonderes Lager, Schauplatz einer der seltenen halbwegs erfolgreichen Häftlingsaufstände in KZs. Aber das hat es keineswegs zu einer Pilgerstätte der Erinnerung werden lassen – ganz im Gegenteil.

Die gewaltsame Selbstbefreiung von 365 Gefangenen brachte den Nationalsozialisten die Vergänglichkeit ihrer Herrschaft offenbar auf so unangenehme Weise ins Bewusstsein, dass sie das Vernichtungslager nach nicht einmal 2 Jahren des Betriebes nicht nur schlossen, nachdem sie die noch im Lager zurückgebliebenen Häftlinge ermordet hatten, sondern es auch dem Erdboden gleich machten und mit einem neuen Wald aufforsteten. Auf heutigen Luftaufnahmen kann man die Umrisse des einstigen Lagers kaum noch erahnen.

Von den damals entkommenen Gefangenen überlebten nur knapp 50 die eineinhalb Jahre bis Kriegsende, was nicht gerade dafür spricht, dass die katholischen polnischen Bauern der Umgebung ihnen besondere Hilfe geleistet hätten. Gerade was Antisemitismus und Judenverfolgung betrifft, war es in Polen, wie auch in vielen anderen besetzten Ländern eben keineswegs so, dass die Nazis auf eine Mauer wenn auch nur passiven Widerstandes gestoßen wären. Unter den überfallenen Völkern war so mancher gerne bereit, der SS bei der Suche nach Juden gastfreundliche Hilfe zu leisten, was nach Kriegsende gerne schnell vergessen wurde. Das mag erklären, warum auch Polen wenig Interesse zeigte, die Erinnerung an Sobibor wach zu halten.

Erst in den 60er Jahren gab es ein kleines Denkmal für die etwa 250.000 Ermordeten, das zunächst verschwieg, dass es sich dabei hauptsächlich um Juden gehandelt hatte. Erst vor wenigen Jahren wurde dies korrigiert und wenigstens  zum Gedenken eine Allee gepflanzt, die dem Weg der ankommenden Juden vom Bahnsteig zur Gaskammer folgt. Eine längere Unterbringung von Gefangenen war in dem reinen Vernichtungslager nicht vorgesehen. Abgesehen von Juden, die für Arbeiten im Lager abkommandiert waren, ging es in der Regel direkt vom Zug in die Gaskammer. Eine Fabrik des Todes.

Gerade diese „Effizienz“ aber bot dann vermutlich den Ansatzpunkt für den erfolgreichen Aufstand. Denn zum Betrieb der Massenvernichtung waren gerade einmal 30 SS-Leute in Sobibor. Unterstützt wurden diese tatkräftig von etwa 100 Trawniki-Männern, Freiwilligen oder zur Freiwilligkeit gezwungenen Ukrainern, darunter auch Kriegsgefangene. Gerade diese Helfer waren, so berichten es die überlebenden Gefangenen, wegen ihrer exzessiven, unnötigen und freiwilligen Grausamkeit bei den Opfern gefürchtet. Offenbar handelte es sich auch bei diesen überwiegend um den bereits erwähnten Personenkreis in fast allen besetzten Ländern, der den Antisemitismus der Besatzer durchaus teilte, und sich durch besonderen Eifer vor den SS-Männern aufspielen wollte.

Der 82-jährige Zeitzeuge Thomas Blatt, der im Prozess gegen Demjanjuk aussagte, berichtet beim Blog  EinesTages des SPIEGEL über die Zustände im Vernichtungslager:

SPIEGEL: Herr Blatt, Sie sind aus Kalifornien angereist, um vor dem Ermittlungsrichter in München gegen John Demjanjuk auszusagen. Demjanjuk wird vorgeworfen, am Mord von mindestens 29.000 Menschen im Vernichtungslager Sobibor beteiligt gewesen zu sein. Was werden Sie dem Richter erzählen?

Blatt: Was die ukrainischen Wachmannschaften in Sobibor getan haben. Wir hatten vor ihnen mehr Angst als vor den Deutschen, und ich war zur gleichen Zeit dort wie Demjanjuk.

SPIEGEL: Was werfen Sie ihm vor?

Blatt: Er hat mitgeholfen, dass die Todesfabrik funktionierte. Ohne die gut 100 Ukrainer hätten es die Deutschen niemals geschafft, 250.000 Juden umzubringen. Zum SS-Personal zählten gerade einmal 30 Deutsche, und von denen war die Hälfte immer im Urlaub oder krank. Wir haben in Sobibor mehr Ukrainer als Deutsche gesehen, und wir zitterten vor ihnen.

SPIEGEL: Mit „Ukrainern“ meinen Sie die ausländischen Gehilfen, die von der SS im Lager Trawniki ausgebildet worden waren; unter ihnen waren viele Ukrainer. Warum haben Sie die besonders gefürchtet?

Blatt: Sie haben uns misshandelt, sie haben alte und kranke Neuankömmlinge, die nicht mehr gehen konnten, erschossen. Und sie waren diejenigen, die die nackten Menschen mit aufgepflanzten Bajonetten in die Gaskammer trieben. Ich musste häufig nur wenige Meter entfernt arbeiten. Wenn jemand nicht weiterwollte, haben sie geschlagen und geschossen. Ich höre heute noch ihre Schreie „idi sjuda“, „komm her“.

SPIEGEL: Aber jener Teil des Vernichtungslagers, in dem die Gaskammer lag, war abgesperrt. Sie konnten doch dort nicht hin.

Blatt: Dass sie die Juden in den Zugang zur Todeszone trieben, die sogenannte Himmelfahrtsstraße, habe ich selbst gesehen.

SPIEGEL: Haben Sie auch mit eigenen Augen gesehen, wie Trawniki-Männer Häftlinge mordeten?

Blatt: Ja, ich war dabei, als Ukrainer polnische Juden erschossen, die versucht hatten zu fliehen. Und ich erinnere unendlich viele Misshandlungen. Einmal waren wir im Wald, um Bäume zu fällen. Die Ukrainer wollten, dass wir singen. Doch die russischen Lieder, die die Ukrainer hören wollten, konnten nur die polnischen Juden singen, nicht die holländischen. Da haben sie diese so gequält, dass sich einige von ihnen in der Nacht in den Baracken erhängten.

SPIEGEL: Handelten die Wachleute nicht auf Befehl der Deutschen?

Blatt: Viele waren Sadisten, die Misshandlungen waren ihnen nicht befohlen worden. Oder sie wollten sich vor den Deutschen aufspielen. Nur wenn sie Geld oder Gold von uns bekamen, ließen sie uns für eine Weile in Ruhe.

SPIEGEL: Woher hatten Sie diese Dinge?

Blatt: Ich musste zeitweise die Habseligkeiten der Ermordeten verbrennen, die diese vor dem Weg in die Gaskammer abgelegt hatten. Da waren manchmal Goldmünzen versteckt, sie lagen dann in der Asche. Andere habe ich beim Sortieren gefunden. Die Ukrainer wollten damit Prostituierte bezahlen.

SPIEGEL: Im Lager?

Blatt: Nein, in den Dörfern drum herum. Eine der Frauen hat mir das später erzählt.

SPIEGEL: Und keiner der Wachmänner hat so etwas wie Mitgefühl gezeigt?

Blatt: Da war einer, der hieß Klatt. Der hat als Einziger nicht geschlagen.

SPIEGEL: Wachleute wie Demjanjuk wurden von der SS aus dem Heer gefangener Rotarmisten rekrutiert, von denen Millionen in den Lagern der Wehrmacht elend umkamen. Hatten diese Männer eine Wahl, wenn sie ihr Leben retten wollten?

Blatt: Es stimmt, die SS verlangte von ihnen, dass sie mordeten, um zu leben. Aber viele andere Gefangene ließen sich nicht mit den Deutschen ein. Und die Wachleute in Sobibor hätten auch desertieren können. Einige von ihnen sind ja abgehauen.

SPIEGEL: Erinnern Sie sich noch an Ihre Ankunft in Sobibor?

Blatt: Ja, das war im April 1943. Ich wurde mit meiner Familie aus meinem Heimatort Izbica auf Lastwagen dorthin gebracht. Wir lebten ja nur 70 Kilometer von Sobibor entfernt, wir wussten, was dort passierte. Und doch haben wir gehofft, dass das nicht unser Tod sein würde. Es ist wohl die Natur des Menschen, bis zur letzten Minute zu hoffen. Nur mein Vater, der hat gesagt: Wir werden sowieso sterben. Und ich weiß, wie ein Mann neben mir durch ein Loch in der Plane spähte und auf Jiddisch sagte: „Ys schwarz von Ukrainer.“ Er meinte die Farbe der Uniformen. Die Ukrainer eskortierten uns ins Lager.

SPIEGEL: Wie überlebten Sie die Selektion?

Blatt: Es gab in Sobibor keine Selektion, die Juden sollten dort ausnahmslos sterben.

SPIEGEL: Wie sind Sie dann dem Tod entronnen?

Blatt: Ich drängte mich nach vorn, als ein SS-Mann unsere Gruppe abschritt, um nach Handwerkern zu suchen. Dabei hatte ich gar kein Handwerk gelernt. Ich war 15 Jahre alt, klein und dünn. Vielleicht bemerkte der SS-Mann, Oberscharführer Karl Frenzel, meinen starken Willen. Er sagte: „Komm raus, du, Kleiner.“ Damit war ich vorläufig gerettet. Hinterher erfuhr ich, dass sie einige Tage zuvor holländische Juden unter den Arbeitshäftlingen erschossen hatten. Ich sollte die Lücke füllen.

SPIEGEL: Was passierte mit Ihrer Familie?

Blatt: Ein SS-Mann schlug meinen Vater mit einem Knüppel zusammen, dann verlor ich ihn aus den Augen. Zu meiner Mutter hatte ich noch gesagt: „Und ich durfte gestern die Milch nicht austrinken, du wolltest unbedingt noch welche für heute aufheben.“ Meine seltsame Bemerkung verfolgt mich bis heute; es war das Letzte, was ich zu ihr sagte. Mein zehnjähriger Bruder blieb an der Seite meiner Mutter. Sie wurden alle in der Gaskammer ermordet.

SPIEGEL: Was war Ihre Überlebensstrategie?

Blatt: Ich wusste: Die Deutschen schätzen es, wenn man sauber und gesund ist. Ich habe versucht, beim Gehen stark auszusehen, am besten mit einem Lächeln im Gesicht. Ich habe darauf geachtet, dass meine Hosen beim Schlafen nicht verknitterten und ihre Bügelfalten behielten. Und ich war neugierig, bin immer herumgegangen und habe nach Fluchtmöglichkeiten gesucht.

SPIEGEL: Was waren Ihre Aufgaben im Lager?

Blatt: Ich musste die Habseligkeiten der Opfer sortieren, Hemden zu Hemden, Schuhe zu Schuhen. Einige Male musste ich auch Frauen die Haare abschneiden, bevor sie in die Gaskammer gingen. Sie waren bereits nackt. Sobibor war eine Fabrik, zwischen Ankunft und Verbrennung der Leichen lagen meist nur wenige Stunden.

SPIEGEL: Wussten die Menschen, was mit ihnen geschehen würde?

Blatt: Vor allem die Holländer waren völlig ahnungslos. Traf ein Transport ein, hielt meist ein SS-Mann eine Ansprache. Er entschuldigte sich für die beschwerliche Reise und sagte, aus hygienischen Gründen müssten erst einmal alle duschen. Später würden sie dann irgendwo arbeiten. Manche der Juden haben applaudiert. Die konnten sich nicht vorstellen, was sie erwartete.

SPIEGEL: Sie gehörten zu den Organisatoren des Aufstands von Sobibor am 14. Oktober 1943. Wie kam es dazu?

Blatt: Geholfen haben vor allem jüdische Rotarmisten aus Minsk, die als Arbeitshäftlinge nach Sobibor gebracht worden waren. Die brauchten nur zwei Wochen, um den Aufstand zu planen.

SPIEGEL: Wie lief die Aktion ab?

Blatt: Wir wollten die SS-Leute einzeln in den Hinterhalt locken und sie dann töten. Dabei verließen wir uns auf die Habgier der Männer und auf ihre Pünktlichkeit. Das funktionierte. Einem SS-Unterscharführer, Josef Wolf, erzählten wir, dass man einen schönen Ledermantel für ihn aufbewahre. Er solle zu einem bestimmten Zeitpunkt kommen, und das machte er auch, und dann haben ihn Häftlinge getötet. Wir haben ein Dutzend SS-Leute und eine unbekannte Zahl an Wachmännern umgebracht. Die Deutschen und die Wachmänner haben erst spät gemerkt, was los war.

SPIEGEL: Wie sind Sie danach entkommen?

Blatt: Ich wollte durch ein Loch im Stacheldrahtzaun steigen, das jemand mit der Axt geschlagen hatte. Doch als der Wachmann im Turm auf uns schoss, begannen einige zu klettern. Der Zaun fiel um, ich blieb mit meinem Mantel im Stacheldraht hängen. Das hat mir das Leben gerettet. Die vor mir hinausliefen, wurden in den Minenfeldern zerfetzt, die auf der anderen Seite des Zauns lagen. Ich schlüpfte aus dem Mantel und rannte weg. Über 300 Häftlinge sind damals geflohen, rund 50 haben den Krieg überlebt.

SPIEGEL: Und wie haben Sie sich die anderthalb Jahre bis Kriegsende durchgeschlagen?

Blatt: Die Freiheit war schwierig. Wenn ich ein Christenjunge gewesen wäre, hätte ich bessere Chancen gehabt. Die Leute hätten sich um mich gekümmert. Doch wohin sollte ich? Mein Heimatort Izbica hatte keine jüdische Gemeinde mehr, und die polnischen Bauern sahen in uns vor allem die Christusmörder. Ein Bauer versteckte mich und einige andere zunächst gegen Geld, das wir aus Sobibor mitgenommen hatten. Später versuchte er, uns zu erschießen. Die Kugel steckt noch immer in meinem Kiefer. Ich habe mich dann im Wald oder in leerstehenden Gebäuden versteckt.

So unterschiedlich können die Bilder sein, an die Menschen denken, wenn sie „Sobibor“ hören.


Ein Beitrag vom Autorenteam QUOTENQUEEN

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64 KOMMENTARE

  1. John Demjanjuk ein über 90 jähriger Ukrainer der in Polen Straftaten begangen hat.

    Warum maßen wir Deutsche uns als Nachfolger dieses NS-Regims an über Menschen zu befinden die damals mit großer Sicherheit selbst Opfer der Nazis waren.

    Der Greis wurde nicht einmal in Deutschland aufgegriffen.

    Quer über den großen Teich ließ man ihn sich kommen.

    Zum Straftribunal in der BRD.

    Wenn es jemanden zusteht über die Schuldfrage zu entscheiden dann doch den Polen, Ukrainern, dem Staat Israel.

    MfG Bloggy

  2. In Polen wurden nicht nur während des Krieges Juden von der vorwiegend katholischen Bevölkerung denunziert und umgebracht, sondern sogar noch nach Kriegsende z.B. im Pogrom von Kielce.
    Der deutsche Antisemitismus war dort auf fruchtbaren Boden gefallen.

  3. @ #1, Abu Sheitan

    Antisemitismus war (und ist?) in Osteuropa (und nicht nur dort) gang und gäbe.

    Das brauchten die nicht von den Deutschen zu lernen…

  4. umgebracht, sondern sogar noch nach Kriegsende z.B. im Pogrom von Kielce.
    Der deutsche Antisemitismus war dort auf fruchtbaren Boden gefallen.

    So würde ich das nicht unbedingt ausdrücken.

    Schon lange bevor Deutschland sich mit bekannter Gründlichkeit aufspielte war die Lage in Europa für Juden bei jedem Progrom Schub schlechter geworden.

    Russland war da durchaus schon etliche Jahre vor der Revolution ein negatives Beispiel.

    Einfach mal google bemühen.

    Die ersten Auswanderungsschübe Richtung Palästina sind vom Zaren finanziert worden.

    Es wurde mit erheblichen Mitteln im großen Stil Land in Palästina erworben…der Anfang von Israel als Staat wurde so begründet.

    Bloggy

  5. Einen über 90 jährigen dafür zu bestrafen, dass er mitgemacht hat als er als einzige Alternative wohl den eigenen Tod hatte finde ich falsch.
    Man sollte verzeihen können, jedoch auch dazu beitragen, dass so etwas nie vergessen wird.

  6. Geschichte der Juden in Russland

    Wer Wissen erlangen will sollte sich intressieren.

    Desshalb wollen so viele lieber nichts wissen, sondern gesagt bekommen was sie wissen müssen.

    Eine große Schwäche neben den vielen deutschen Tugenden.

    Bloggy

  7. #6 Fleischer (14. Mai 2011 17:33)

    Einen über 90 jährigen dafür zu bestrafen, dass er mitgemacht hat als er als einzige Alternative wohl den eigenen Tod hatte finde ich falsch.
    Man sollte verzeihen können, jedoch auch dazu beitragen, dass so etwas nie vergessen wird.

    Die Strafe, die John Demjanjuk für seine Taten bekommen hat, ist mehr als fair. Beschweren kann er sich nicht, auch nicht als über 90-jähriger.

  8. Ich finde es gut, dass heutzutage solche Berichte immer wieder veröffentlicht werden.

    Wir sind nicht die Sündenböcke der Menschen, die sich damals schuldig gemacht haben. Aber die Erinnerung an diese Zeit darf nicht völlig in Vergessenheit geraten. Dass sind wir den vielen Opfern schuldig.

  9. Und der Hass auf Juden lebt weiter im Kopf vieler Deutscher, auch wenn sie sich heute Antifachisten, Özgür, Claudia, Mohammed oder Cem nennen…

  10. Schrecklich. Man muß den Anfängen wehren.

    Heutzutage und hierzulande sind es die Gulag-Kommunisten und die Gulag-Grünen, die nach dem Willen des aalglatten Kreuzberger BLUTGREISES, erwiesener lebensverachtender Terrorhelfer, und seiner Komplizen Joschka, Bendit, Warzen-Claudia und Renate die Internierung von wahrhaft konservativen Andersdenkenden, notorisch als „Nazis“ verunglimpft unter der Ägide der gewissenlosen MSM, planen.

  11. Ein bedrückender Artikel der einem wieder einmal mehr vor Augen führt, wie machtlos Menschen sind, wenn es erst einmal zu spät ist und die falschen Leute am ruder sitzen.

    Genau solche zustände sind keine Utopie oder Vergangenheit. Wenn erst mal die Scharia in Europa Einzug gehalten hat wird es allen ungläubigen Ähnlich gehen, dann gibt es kein Halten mehr für die Mohameds.

    Währet den Anfängen kann man da nur sagen und hoffen.

    Andreas

  12. @#15 Andreas61 (14. Mai 2011 17:51)

    Das mit der Scharia bitte gleich mal vergessen…ok.

    Das Thema mit den Muslimen ist doch auch nur ein Stellvertreterkonflikt der den Europäern von den wiklichen Bedrohern unserer Kultur aufgezwungen wurde, wird.

    Noch ist das grün/linke Machtbündnis fest im Sattel.

    Ich rede jetzt nur über Deutschland.

    Denn viele andere Nationen Europas haben schon lange realisiert wo der Hase im Pfeffer liegt.

    Ungarn, Finnland, Dänemark, Holland usw. haben schon angefangen dagegenzusteuern.

    Deutschland ist sicher nicht das einzige Land was noch auf Kurs „neues Einheitsvolk“ liegt, England eilt sogar noch vorraus.

    Obwohl Teile Englands (Schottland im besonderen) entdecken bei Wahlen derzeit einen Hauch von eigenbestimmter vom Wähler erteilter Eigeninitiative wieder.

    Will heißen das denken setzt wieder ein.

    Der Anfang ist lange schon gemacht.

    Bloggy

  13. „Viele waren Sadisten, die Misshandlungen waren ihnen nicht befohlen worden.“

    Dafür setzt sich der liberale Zeitgeist doch ein und postuliert, diese perverse Neigung auszuleben, gehöre zur Freiheit des Westens. Entweder oder, sage ich.

  14. Den Antisemitismus gab es nicht nur in Deutschland, sondern auch in Polen, Russland, Frankreich, den Niederlanden etc. *NUR* nirgendwo wurde dieser Antisemitismus zu einem bestialischen Massenmord wie in Deutschland und aus deutscher Hand, es gab polnische, ukrainische aber auch jüdische Kapos in den KZs, wir sollten uns aber kein Urteil über diese Menschen anmassen, ich empfehle hier ein Buch zum Thema, wie das Leben in so einem KZ wirklich ausgesehen hat.

    Wenn man sich die Allee der Gerechten in Yad Vashem anschaut, dann stammen die meisten „Gerechten“ aus Polen und kaum einer aus Deutschland, es gab viele Antisemiten in Polen, aber auch viele Menschen die den Juden geholfen haben, in Gegensatz zu Deutschland, obwohl es in Polen auf Hilfe für Juden eine Todesstrafe gab.

    Die Polen sollen mit ihrer Geschichte alleine zu Recht kommen, dazu brauchen sie keine Klugscheißer aus Deutschland.

  15. Wer bei Sobibor an Demjanjuk denkt, hat noch nie ein Buch über das Dritte Reich gelesen. Die Vernichtungslager und die Rolle der Ukrainer sind spätestens seit einem halben Jahrhundert bekannt. Empfehle etwa Raul Hillberg „Die Vernichtung der europäischen Juden“ (Ersterscheinung 1961), hat allerdings 1500 Seiten!

    Eine Gerichtsverhandlung ist aber kein Geschichtsbuch, sondern jedem Angeklagten muß die eigene persönliche Schuld nachgewiesen werden, und das geht nicht über die Konstruktion von Parallelen, alle Ukrainer waren böse, also muß Demjanjuk auch böse gewesen sein. Es ist ja nicht einmal sicher, ob er überhaupt dort war.

    Ich glaube, daß er einer der Trawniki und Mörder war, aber ich weiß es nicht, und das Münchner Gericht weiß es auch nicht! Das ist das Problem! Und das ist genau die Situation, wo ein 2500 Jahre alter Rechtsgrundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“ zum Tragen kommt. Verweise nochmals auf Broder:

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,619385,00.html

  16. Die gewaltsame Selbstbefreiung von 365 Gefangenen brachte den Nationalsozialisten die Vergänglichkeit ihrer Herrschaft offenbar auf so unangenehme Weise ins Bewusstsein, dass sie das Vernichtungslager nach nicht einmal 2 Jahren des Betriebes nicht nur schlossen, nachdem sie die noch im Lager zurückgebliebenen Häftlinge ermordet hatten, sondern es auch dem Erdboden gleich machten und mit einem neuen Wald aufforsteten.

    Hier muss ich mal berichtigend eingreifen:

    Die Lager Sobibor, Belzec und z.T. auch Kulmhof (Chelmno) wurden im Zuge der Aktion Reinhardt ausschließlich als zeitlich begrenzte Vernichtungslager eingerichtet. Sie alle wurden nach Benutzung wieder beseitigt unkenntlich gemacht und der Bereich aufgeforstet (Sonderaktion 1005).
    .
    Die Spurenbeseitigung in Sobibor hatte also Nix mit der berühmten Flucht zu tun, sondern allein damit, dass die Verbrecher alle Hinweise auf ihre Taten grundsätzlich beseitigen wollten.

  17. #6 Fleischer (14. Mai 2011 17:33)

    Einen über 90 jährigen dafür zu bestrafen, dass er mitgemacht hat als er als einzige Alternative wohl den eigenen Tod hatte finde ich falsch.
    Man sollte verzeihen können, jedoch auch dazu beitragen, dass so etwas nie vergessen wird.

    Hat der Gnade gegenüber seinen alten Opfern gezeigt? Warum sollte man dann Mitleid mit ihm haben? Nur, weil er alt ist?

  18. #19 Antifaschist : …es gab viele Antisemiten in Polen, aber auch viele Menschen die den Juden geholfen haben,

    in Gegensatz zu Deutschland

    , obwohl es in Polen auf Hilfe für Juden eine Todesstrafe gab.

    Ja, es waren viel zu wenig Deutsche.
    Aber es gab sie, die „stillen Helfer“ die allein in Berlin rund 1400 bis 1700 Juden
    versteckten und Schutz gaben.
    Solch erfreuliches in schlimmer Zeit darf man doch hoffentlich auch mal erwähnen.

    http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article965188/Gedenkstaette_erinnert_an_stille_Retter_der_Juden.html

  19. http://nachrichten.t-online.de/proteste-gegen-rechtsextremen-aufzug-in-kreuzberg/id_46427196/index?news

    Eine geplante Demonstration Rechtsextremer ist am Samstagmittag in Kreuzberg angesichts anhaltender Proteste nach kurzer Zeit beendet worden. Nach Polizeiangaben hatten sich am U-Bahnhof Mehringdamm 110 Demonstranten versammelt, um unter dem Motto „Wahrheit macht frei“ durch Kreuzberg bis nach Tempelhof zu ziehen.

    Rund 350 Menschen hätten sich zu einer Gegendemonstration eingefunden, sagte ein Polizeisprecher. Etwa 400 Polizeibeamte seien im Einsatz gewesen. Es habe Rangeleien gegeben und es seien auch Feuerwerkskörper geflogen, fügte der Sprecher hinzu. Die Grünen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg unterstrichen, dass die „Nazi-Demonstration“ nicht stattfinden konnte, weil sie von Gegendemonstranten blockiert worden sei.

    Ich symphatisiere nicht mit rechtsextremen Gruppierungen. Allerdings stellt man sich bei solchen Ereignissen die Frage von wo die Gewalt ausgeht.

    http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2011/05/14/jagdszenen-in-kreuzberg_6267

    Es ist ein katastrophales Zeichen an die Zivilgesellschaft, dass die Polizei am Tag selbst den Rechtsextremisten das Feld bereitete“, sagte die Leiterin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus, Bianca Klose. „Ich habe da kein Verständnis für“, sagte der Grünen-Abgeordnete Christian Ströbele, der selbst an den Protesten teilnahm.

    Wiedereinmal wird der Polizei unterstellt, dass sie mit den Neonazis gemeinsame Sache macht. Bekommt diese mobile Beratung dafür auch noch Steuergelder?

  20. Unter den überfallenen Völkern war so mancher gerne bereit, der SS bei der Suche nach Juden gastfreundliche Hilfe zu leisten, was nach Kriegsende gerne schnell vergessen wurde. Das mag erklären, warum auch Polen wenig Interesse zeigte, die Erinnerung an Sobibor wach zu halten.

    Das ist sicherlich grundsätzlich erstmal alles richtig. Allerdings gebe ich auch mal zu bedenken, dass die etwaige Unterstützung der Flüchtlinge aus Sobibor durch polnische Bauern auch deswegen ausbleiben konnte, nicht weil es sich um Juden handelte, sondern schlicht lebensgefährlich war: Wer Juden Unterschlupf gab, wurde mit dem Tode bestraft. Dass die SS nach der Flucht aus Sobibor die Umgebung intensiv abgesucht hat, dürfte ebenso klar sein, wie dass sie dabei bei Polen nun bestimmt keinen richterlichen Durchsuchungsbeschluss benötigte.
    .
    Wer sich heute über die mangelnde Hilfsbereitschaft der ja ach so böse da katholischen Polen echauffiert; dessen Heldentaten in einer solchen Situation möchte ich mal persönlich sehen.

  21. Wenn man sich ernsthaft mit dem Antisemetismus befasst dann kommt man zu der Erkenntnis das dieser keine Deutsche Erfindung war sonder überall in Europa zu “ Hause“ war……..oder auch noch ist!!

  22. Wann bekommt ihr das endlich mit!!!!! es gibt keine Neonazis, dieser Begriff ist seit 1945 eine Grundlage um Menschen Jenseits von Links und der Links-Terroristen in Ungnade fallen zu lassen, haben wir das endlich kappiert!!!!!!!!
    Ich habe schon des öffteren von Schlägern aus der linken Szene jenes Wortgefasel wahrgenommen und nach der Frage was den unter „Nazi“ zu verstehen ist, nur absolut dämliches Gerede gehört, also…. immer schön aufpassen.

  23. @Marcus Oliver

    Ich denke, es ist von Israel klargestellt worden, daß nicht sicher ist, daß D. zu den Tätern, aus welchen Motiven auch immer, gehört. Warum gehst Du, Markus Oliver, denn davon aus, daß es sicher ist. Hast Du Sonderwissen?

    Das interessiert mich. Es geht bei der „Verteidigung“ Demjanjuks nicht darum, einen Töter und Mörder zu entlasten, sondern einen, der wahrscheinlich oder eventuell kein Täter ist, vor einem negativen Urteil zu bewahren.

  24. OT

    Jagdszenen in Kreuzberg
    Neonazis gehen in U-Bahnhof auf Migranten los
    14.05.2011: Ein Aufmarsch von Neonazis ist zeitweise außer Kontrolle geraten. Die Rechtsextremen gingen äußerst aggressiv gegen Migranten und Gegendemonstranten vor. – FOTO: JOHANNES RADKE
    UPDATE Bei einem rechtsextremen Aufmarsch in Kreuzberg haben Neonazis Passanten und Gegendemonstranten attackiert. Am U-Bahnhof Mehringdamm geriet die Lage außer Kontrolle.
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/neonazis-gehen-in-u-bahnhof-auf-migranten-los/4172264.html

  25. Nun ja, die Verdrängung des jüdischen Widerstandes – etwa im vorliegenden Fall – oder der jüdischen Einheiten etwa bei der britischen Armee hat durchaus einen Grund darin, das manche Juden nur dann mögen, wenn sie entweder tot oder Opfer sind. Juden die leben, sich wehren und selbstbewusst sind, sind vielen ein Greuel – siehe der Umgang der Welt mit dem Staat Israel.

    Auch wenn der Mainstream die Einheit der judenmordenden Terrorbanden Fatah und Hamas feiert, sieht man in Israel die Gefahr klar und wapptet sich zur Gegenwehr:

    Ze´ev B. Begin kommentiert die `Einheit von Hamas und Fatah´:
    Festgefahren

    http://www.haolam.de/index.php?site=artikeldetail&id=5322

  26. Ein Zeitzeugnis, nicht zur Verallgemeinerung und Wertung, sondern zum Erkennen des länderübergreifenden Antisemitismus:

    Mein Vater (wäre heute 103 J.) hat mir über den Polenfeldzug, an dem er als Wehrmachtsangehöriger teilnahm, erzäht, wie sich auf dem Vormarsch immer wieder Polen anbiederten. Mit den Worten: „Jud‘, Jud`!!“ wollten sie zeigen, wo Juden wohnten oder sich versteckt hatten.

  27. Unterstützt wurden diese tatkräftig von etwa 100 Trawniki-Männern, Freiwilligen oder zur Freiwilligkeit gezwungenen Ukrainern, darunter auch Kriegsgefangene. Gerade diese Helfer waren, so berichten es die überlebenden Gefangenen, wegen ihrer exzessiven, unnötigen und freiwilligen Grausamkeit bei den Opfern gefürchtet.

    Nicht zu vergessen den Osttürkischen Waffenverband der SS, der zusammen mit der berüchtigten Dirlewanger-Einheit (bestehend aus kriminellen Schweverbrechern), auch maßgeblich an der Niederschlagung des Warschauer Aufstands beteiligt war.

    Im Nachhinein kam es zu mehreren Verurteilungen durch SS-Gerichte, weil die Grausamkeiten dieser Truppe selbst der sicherlich nicht zimperlichen SS-Führung über die Hutschnur ging.

  28. Kohlenkalli (19:06):
    >>Wenn man sich ernsthaft mit dem Antisemetismus befasst dann kommt man zu der Erkenntnis das dieser keine Deutsche Erfindung war sonder überall in Europa zu ” Hause” war <<

    Speziell im toleranten Preussen und damit auch im Wilhelminischen Reich war der Antisemitismus sogar weit weniger ausgeprägt als anderswo in Europa. Ich meine hier auch nicht nur Osteuropa, sondern z.B. auch Frankreich; Stichwort: Dreyfus-Affaire.
    .
    Als allerdings der Antisemitismus in Deutschland so richtig en vogue war, wurde das auch besonders gründlich und weltweit einzigartig praktiziert. Das wollen wir mal nicht einfach so unter den Teppich kehren.

  29. @ kradmelder

    Ein Zeitzeugnis, nicht zur Verallgemeinerung und Wertung, sondern zum Erkennen des länderübergreifenden Antisemitismus:

    Mein Vater (wäre heute 103 J.) hat mir über den Polenfeldzug, an dem er als Wehrmachtsangehöriger teilnahm, erzäht, wie sich auf dem Vormarsch immer wieder Polen anbiederten. Mit den Worten: “Jud’, Jud`!!” wollten sie zeigen, wo Juden wohnten oder sich versteckt hatten.

    Und was hat Dein Vater dann gemacht, hat er die bösen Polen ermahnt, dass es nicht schön ist Juden zu denunzieren, oder hat er sich über eine leichte Beute gefreut?

    Vielleicht hättest Du dein Papa fragen sollen, was er in Polen gesucht hat, das hab ich meinen gefragt, im meinem Fall war es aber Opa.

    Die Deutschen auch Wehrmacht auch mein Opa haben sich in den besetzten Gebieten wie Barbaren, wie die allerletzten Arschlöcher verhalten, wir sollten hier nichts verharmlosen, bis zu seinem Tod waren Juden für meinen Opa keine Menschen.

  30. Wer sich dem Zug der Schuldigen anschließen möchte, darf es. Er soll gebückt und gepeitscht durch die Straßen kriechen.
    Ich werde es nicht tun.
    Ich bin aber gerne bereit jedem Schuldigen, auch wenn er erst nach 1980 geboren ist, einen Stempel auf die Stirn zu drücken, auf dem steht: Ich bin Deutscher und ich bin schuldig, Ewig und drei Tage. Die Ersten mögen hervortreten, damit ich sie abstempeln kann …

  31. Erstaunlich. Sonst glaubt man bei PI alles, was die Amis sagen. Behaupten Sie aber in diesem Fall nun, daß der Ausweis von Demjanjuk gefälscht ist, dann wird es erst gar nicht aufgegriffen. Passt wohl nicht ins Konzept.

  32. Antisemitismus war damals in ganz Europa heftig vertreten, vorallem unter einkommsschwächeren Menschen.
    Die Rolle, der Geldverleiher, in die die Juden gezwungen waren, war keine besodners beliebte.
    So erzählt man sich, konnten sich Juden an den Töchtern vom Schuldner bedienen, sobald dieser im Zahlungseverzug waren etc.
    Die Geschichte wurde mir in Polen von älteren Menschen erzählt, keine Frage in Osteuropa ist Antisemitismus heute ein viel größeres Problem als in Westeuropa.

    Ich finde aber man sollte nicht all zu hart über die polnischen christlichen Bauern herfallen im zweiten Weltkrieg.

    Ich behaupte mal jetzt einfach, auch deutsche Atheisten haben sich im zweiten Weltkrieg das eine oder andere Pfund geleistet.

  33. OT Und auch heute darf der Israelfeindliche Beitrag im DLF ( Deutschlandfunk ) nicht fehlen. Sebastian Engelbrecht ist berüchtigt für seine verzerrte Sicht der Realität.

    Gehen wir noch einmal auf den Haram Al-Scharif, das edle Heiligtum der Muslime , in eines der Seitengebäude. Dort sitzt Yussuf Natsche, ein Mann im weißen Polohemd, der zugleich freundlich und skeptisch auf den Besucher blickt. Natsche ist Leiter der Abteilung Archäologie und Tourismus beim Waqf, der muslimischen Behörde für die Heiligen Stätten in Jerusalem.

    Ist dieser feine Herr nun Antisemitisch wie viele in der Journalisten Gilde oder ist er schon im Geheimen zum Islam konvertiert . Anstatt den tiefen Glauben der friedlichen jüdischen Israelis zu respektieren werden diese im Beitrag mit Adjektiven bedacht wie sie sonst nur bei deutschen Rechtsradikalen verwendet werden. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1457423/

  34. Antifaschist (19:49):
    >>Vielleicht hättest Du dein Papa fragen sollen, was er in Polen gesucht hat, das hab ich meinen gefragt, im meinem Fall war es aber Opa. Die Deutschen auch Wehrmacht auch mein Opa haben sich in den besetzten Gebieten wie Barbaren, wie die allerletzten Arschlöcher verhalten, wir sollten hier nichts verharmlosen, bis zu seinem Tod waren Juden für meinen Opa keine Menschen.<<

    Meine Familienangehörigen damals (alles Offiziere) haben in Polen überhaupt Nix gesucht. Sie haben sich auch nicht wie Barbaren oder Arschlöcher verhalten; weder in Polen, Frankreich oder Russland, noch sonst wo. Wenn Ihr Opa ein widerlicher Antisemit war, heißt das nicht, dass so etwas in der Wehrmacht eine Art Standart war. In den letzten Kriegsjahren – als auch die durch die HJ von früh auf indoktrinierten im Verlauf des Krieges in höhere Befehlspositionen kamen – verschlechterte sich allerdings manches Verhalten innerhalb der Wehrmacht. Zweifelsohne war auch nicht jeder von Anfang an ein Oberst Oster, v. Witzleben, Beck oder v. Tresckow. Diese Offiziere repräsentieren aber eben jenen Geist der Offiziere, die sich nicht wie ein Remer haben korrumpieren lassen.

  35. #22 sure8vers39

    Danke für Ihren Artikel, Sie schreiben so, dass das Lesen großen Spaß bereitet.

  36. #45 Graue Eminenz es tut weh was? sie waren
    schon arschlöcher als sie D-genzen verlassen haben. den preis zahalt D bis heute.

  37. @Graue Eminenz

    Wenn Ihr Opa ein widerlicher Antisemit war, heißt das nicht, dass so etwas in der Wehrmacht eine Art Standart war.

    Was mein Opa so erzählte, was das ein Standart Juden zu hassen, auch sehr schön in dem Buch:

    „Ganz normale Männer: Das Reserve-Polizeibataillon 101 und die „Endlösung“ in Polen.“

    beschrieben.

    Es waren ganz normale Männer, Familienväter die man nicht gezwungen hat Juden zu massakrieren, trotzdem haben sie es gemacht. Zu den Massenerschießungen hat man sich freiwillig gemeldet und damit später geprotzt.

    Aber auch meine Oma hat erzählt wie plötzlich Juden aus der Nachbarschaft einfach so verschwunden sind und nach Osten gebracht wurden und *jeder* wusste das dann passiert, jeder der es wissen wollte.

    An dem Hab und Gut der Juden hat man sich bedient, egal ob das ein NSDAP Mitglied oder einfach nur der Nachbar war. Wie die Hyänen, denn jeder wusste, das die Juden nicht zurückkommen werden. So war es zumindest in Breslau, wo meine Familie her kommt.

    Wenn sich ihre Familienangehörigen nicht wie Barbaren verhalten haben, was haben sie denn zu der Judenverfolgung gesagt, einfach mal übersehen, ein Auge zugedrückt, oder haben sie von nichts gewusst?

    Wie vertragt sich denn die Ehre eines deutschen Offiziers mit der industriellen Vernichtung der Juden ?

  38. Es ist schon makaber, daß über 60 Jahre nach Kriegsende den Deutschen ein schlechtes Gewissen eingeredet wird, Menschen, die in der 3. kriegsfreien Generation leben und mit den Irrtümern des 2. WK überhaupt nix zu tun haben.

    Auf der anderen Seite sitzen in Berlin und Brüssel sowie der USA Kriegstreiber, die unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung in fremde Länder einfallen und Zivilisten ermorden und das dann als „Kollateralschäden“ verharmlosen.

    Durch seine Geschichte ist DE bis in alle Ewigkeit erpressbar geworden.
    Jeder Deutsche, der Stolz ist, ein Deutscher zu sein, ist ein Neonazi.
    Jeder Türke, der Stolz ist ein Türke zu sein, hat Nationalstolz…

  39. Sobibor war ein reines Menschen-Vernichtungslager.
    Jeder, der noch einen Funken menschliches Gefühl hatte, hätte bei so etwas nicht mitgemacht.
    Da gibt es auch keinerlei Ausrede. Die Wachmannschaften von Sobibor waren Teufel in Menschengestalt. Demjanjuk und die anderen Wachmannschaften ob deutsch oder ukrainisch gehören noch heute mitleidslos mit Knüppeln erschlagen.
    Was uns davon abhält ist einzig und allein, dass wir eben nicht so unmenschlich sind wie diese Schweine.
    Jeder, der Demjanjuk in Schutz nimmt oder Ausreden hat (das ist doch heute ein alter Greis, er wäre doch dann selber getötet worden etc.) gehört nicht zur menschlichen Gesellschaft.

  40. Manche tragen den Namen Hammer in ihrem Nick, weil ihnen derselbige wohl mehrfach auf den Kopf gefallen ist und diese gar nicht mehr wissen, was sie schreiben. Im Zweifel kann man diesen Unsinn bei Indymedia schreiben, da gibt es bestimmt noch Beifall.

  41. Antifaschist (20:51):
    >>Was mein Opa so erzählte, was das ein Standart Juden zu hassen …<<

    was daran liegen könnte, dass Ihr Opa ein eingefleischter Antisemit war.
    ____________

    >>auch sehr schön in dem Buch:
    “Ganz normale Männer: Das Reserve-Polizeibataillon 101 und die “Endlösung” in Polen.”
    beschrieben.
    <<

    Wie Sie schon schreiben, handelte es sich um ein Polizeibataillon. Diese Einheit unterstand direkt dem Reichssicherheitshauptamt und damit Heinrich Himmler; sprich: Der SS.
    __________________

    >>Wenn sich ihre Familienangehörigen nicht wie Barbaren verhalten haben, was haben sie denn zu der Judenverfolgung gesagt, einfach mal übersehen, ein Auge zugedrückt, oder haben sie von nichts gewusst?<<

    Das ausmaß war ihnen unbekannt. Ansonsten standen sie der Sache ebenso hilf- und machtlos gegenüber wie etwa meine Verwandten in Deutschland dem beschlossenen Atomausstieg; mit dem Unterschied, dass man gegen den immerhin noch was sagen darf, ohne um sein Leben fürchten zu müssen.
    _____________________

    >>Wie vertragt sich denn die Ehre eines deutschen Offiziers mit der industriellen Vernichtung der Juden ?<<

    Das Eine hat generell nix mit dem Anderen zu tun. Ich will aber ganz bestimmt nicht die These einer sauberen Wehrmacht vertreten und habe das auch nicht getan. Allerdings ist eine generelle Verteufelung ebenso unsinnig.

  42. #50 ClarkKent
    klar alter, dazu kommen die tüpen die
    gerne den schmiedehanner schwingen,
    welche die TOHR oder die MAKKABÄER
    ehren wollen, hammer hart argumentieren,
    nen rechten oder linken hacken hammerhart schwingen, hammer aufschläge bringen,
    hammer harte strafstöße bringen
    und PSST mancher hat sogar nen hammer
    in der hose aber bitte komm nicht jetzt
    mit dem neid der besitzlosen.
    einer der sich nach ner fahrradmarke
    nennt sollte vorsichtiger mit seinen
    kieselsteinen im glashaus hausieren…..

  43. @9 „Antifaschist“

    Gääääähn, …..

    Da hat wer vor ideologischer Ein-Themenfixierung überhaupt nicht verstanden, worum es geht.

    Übrigens: Der neue Faschismus kommt im Tarngewand des „Antifaschismus“ daher. Rot=Braun=Dreck …

  44. Oh ja ,Demjanjuk die kleine,damals 20 jährige armselige ukrainische arme Sau war an dem ganzen Elend in Sobibor Schuld.Natürlich gelten da keine Rechtsgrundsätze ,keine Unschuldsvermutungen und erst recht nichts Entlastendes.Dieses Urteil war oder ist der Ausverkauf eines Rechtsstaates.Ich bilde mir nicht ein über die Taten des Verurteilten richten zu können ,dazu Fehlen mir, wie dem werten Gericht die Beweise.Er mag eine Bestie gewesen sein,und sollte auch,wenn dem so war bestraft werden aber nach unseren demokratischen ,rechtsstaatlichen Grundsätzen,und dem war nicht so.

  45. #39 Antifaschist (14. Mai 2011 19:49)

    Vielleicht hättest Du dein Papa fragen sollen, was er in Polen gesucht hat, das hab ich meinen gefragt, im meinem Fall war es aber Opa.

    was für eine dumme Frage!
    Solltest dich mal etwas mit Geschichte beschäftigen!
    Deutschland hatte eine Wehrpflichtarmee.
    Der einzelne Soldat hat weder was gesucht, noch wurde er gefragt was er möchte.
    Der wurde einfach dahin befohlen!

    Aber deinen Äußerungen entnehme ich, daß du dich sicher standhaft geweigert hättest? lol

  46. Wie kann man nur so unglaublich arrogantund selbstherrlich mit dem fetten Arsch im wohligen Heim am Computer über Menschen in Extremsituationen urteilen.Das war eine üble Zeit ,da war mal nicht für einen Tag im Supermarket die Milch aus ,oder so.Den armen Hund hätte man ohne zu zögern krepieren lassen.Demjanjuk war nicht Heydrich,Himmler oder na ,von Braun war ein HIWI .Im übrigen waren die wirklichen KL -Übeltäter fast Alle bis 1960 in Freiheit das war die Sternstunde der Nachkriegsjustitz.Demjanjuk ist eine Nullnummer.Wer mag google mal nach Martin Gerhard Sommer-Buchenwald.

  47. Tut mir Leid ich weiss ich sollte es besser lassen ,steh unter Dauermoderation ,nur Eines noch.Wenn wir einen Demjanjuk verurteilen der um sein Leben zu retten den Strohhalm der Mittäterschaft ergriff dann müssten wir auch diese Maßstäbe an die Sonderkommandos in den Krematorien anwenden.Was wäre das für eine irrsinnige absurde Idee.Wie selbstgefällig könnte man sein ,es ging um Leben oder Tod,liebe Moralisten.

  48. Danke für den wichtigen, bedrückenden Artikel.

    Mögen es viele lesen, auch gerade die, die hier die Vergangenheit mit einem Schlussstrich beenden wollen – und damit jede Verantwortung ablehnen…

  49. Nur keine Fragen sonst ist man schneller hinter schwedischen Gardinen als man ein Fragezeichen tippen kan.

  50. Rührend wie man sich ereifert über die Vergangenheit. Ich lese etwas ganz anderes aus diesem Artikel: die Notwendigkeit sich mental mit der Gefahrensituation auseinander zu setzen in der ich heute bin.

    Wie war das noch mit dem U-Bahn Täter vor kurzer Zeit ? Warum werden Waffen im Volk kriminalisiert bis ins geht-nicht-mehr ?

    Und warum vertrauen immer noch so viele in das Gewaltmonopol der Obrigkeit ? Oder die „Gerechtigkeit“ der Justiz. Ne Männe, do it yourself, wie der Ammi so sächt.

    Scheiss auf Demanjuk, was passiert heute um mich herum ? Zeichnet sich ein ähnliches Szenario ab nur anders ? Wie sieht die Karte aus, wo habe ich gleichgesinnte.

    So lange ich mich über Demanjuk aufrege und keine eigene Planung entwickele spiele ich nach den Noten der Politiker. Ich will ´ne eigene Melodei spielen: querschiessen, civiler Ungehorsam, passive Arbeitsverweigerung und den Schwachen höflichen Respekt als Menschen entgegenbringen. Das ist MEIN Notenblatt nach dem ich JETZT schon spiele.

  51. Es fällt stark auf das der“ 2.Weltkr.Prügel“ vom Deutschen Volk noch nicht abgelegt worden ist, sonst würde man dieses nicht lesen können.
    Zwischen 1945 bis zum heutigen Tag sind nirgendwo
    auf der Welt Kriegsunrechte, Massenmorde( Afrika z.B.) passiert, oder….?? ja, genau man hat sehr erfolgreich das Deutsche volk bis in unendliche Zeiten an die Zeit 1933 bis 45 festgeknebelt, was aber kaum jemandem auffällt……es sind genau jene Deutschen Politiker die dieses verursachen, aber diese Poliker die sich dagegen stellten sind……na…wo….nicht mehr im Amt !!!!!!!

  52. #62 Kohlenkalli (15. Mai 2011 12:26)

    Ich weiß, was im 2. Weltkrieg passiert ist und schäme mich deshalb für einen Teil meiner Landsleute.
    Das hat nichts mit medien- und politikgesteuerter Indoktrination zu tun.
    Die über 50 Millionen Toten sprechen für sich.

    Es gibt nämlich noch Menschen, die sich ihre eigene Meinung bilden.
    Bloß weil es für Leute wie Ihnen nicht mehr „hipp“ ist, sich mit der Geschichte des Dritten Reiches auseinanderzusetzen, muss ich nicht auch auf dieser Welle reiten.
    Ich spare mir dafür DSDS, Big Brother und Lindenstraße.

  53. #47 mike hammer

    Also war mein Großvater, der als junger Mann zum Militärdienst eingezogen wurde, effektiv die Wahl hatte zwischen Dienst in der Wehrmacht oder Kugel in den Kopf, also auch ein Arschloch?

    Somit war jeder einzelne deutsche Soldat im WK2 ein Arschloch, korrekt?

    Hmm, okay, nehmen wir mal diese Logik.

    Einige US GIs haben gewaltig geplündert. Somit waren alle amerikanischen Soldaten, Seeleute und Marines Plünderer.

    Oder noch besser. Es gab da in A-stan ja diesen einen BW „Skandal“, wo einige deutsche Soldaten mit einem Schädel posierten. Deutschland hat die Wehrpflicht, also sind alle deutschen Soldaten die selben Idioten wie diese handvoll.

    Ja, wenn ich mir diese „Logik“ so ansehe muss ich sagen, ja, die neue Steigerung von „dumm“ ist korrekt. Dumm, dümmer, deutsch.

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