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Dumm, dümmer … Wutbürger!

[1]Nichts hat die Medienlandschaft letztes Jahr mehr geprägt als der Begriff „Wutbürger“. Ein einfallsreicher Begriff, der den emotionalen Zustand der Bevölkerung treffend wiedergab und auch heute noch wiedergibt.

(Von vato0815)

Die deutschen Bürger protestierten gegen einen „Superbahnhof“, der im Erdreich angelegt werden soll. Auch erlebte die Antiatomkraft-Bewegung eine Renaissance, vor allem nach der Katastrophe in Fukushima. Die Menschen schließen sich zusammen, um gemeinsam etwas zu bewegen. Sehr vorbildlich könnte man meinen. Doch der Gesellschaft stehen noch viel schlimmere Zeiten bevor und diese sich anbahnende Apokalypse interessiert anscheinend Niemanden.

Wörter wie „Stuttgart 21“ und „Energiewende“ beherrschen die mediale Landschaft in unserer Republik. Wörter und Themen wie diese sollen aber nur ablenken, denn unsere Republik hat viel größere Probleme. Da wäre zu allererst die Schuldenkrise der europäischen Union zu nennen. Politiker, die an einem System festhalten, welches schon längst gescheitert ist, pumpen Milliarden und abermals Milliarden Steuergelder in ein Fass ohne Boden. Ganze Staaten müssen mittlerweile gerettet werden, weil das eben alternativlos ist. Der Euro darf eben nicht scheitern, koste es was es wolle, denn er ist gut für Deutschland, glaubt man den Floskeln von Politik und Presse. Mittlerweile finanziert unser geliebtes Land die halbe Welt. Erst diese Woche hat Guido Westerwelle 15 Millionen Euro zugesichert und China freut sich auch auf die Entwicklungshilfe. Dabei hat uns das Land des Lächelns bereits den Platz des Exportweltmeisters abgerungen. Aber egal, wir zahlen gerne. Schnallen wir den Gürtel halt noch enger und arbeiten zukünftig, wie vom weisen Wirtschaftsrat vorgeschlagen, bis 69. Wir Deutschen werden das schon aushalten, so wie alles andere auch. Was macht es schon, dass wir uns mittlerweile drei Regierungen leisten, mit das größte Parlament der Welt alimentieren und das nicht mehr vorhandene Geld weiter mit vollen Händen zum Fenster rauswerfen.

Nehmen wir die EHEC-Krise. So schlimm diese auch war oder ist. Aber hier werden wieder Verluste sozialisiert und Gewinne privatisiert. Das hatten wir doch alles schon einmal, oder nicht? Es tut mir leid, aber ein Bauer oder ein Unternehmen, was eine „Durststrecke“ nicht verkraften kann, hat seine Daseinsberechtigung am Markt verloren. Der europäische Steuerzahler wird immer weiter ausgepresst, bis seine Taschen völlig leer sind. Doch Niemand schreitet ein, keiner ruft „Stopp“! Unser Wohlstand schwindet, dank aktiver Hilfe unserer Volksvertreter, Tag für Tag. Steuern und Abgaben kennen nur eine Richtung, nämlich nach Oben. Die Renten, die ja angeblich sicher sind, wird es in zehn bis 20 Jahren nicht mehr geben. Staatliche Transferleistungen wird man sich schon bald nicht mehr leisten können und massiv zusammenstreichen. Dazu brauchen wir nur in die bereits „geretteten“ Staaten schauen. Doch Niemanden interessiert das, keiner protestiert dagegen. Man macht weiter wie bisher und hofft, dass es einen selbst schon nicht so schlimm erwischen oder dass es halt doch nicht so schlimm werden wird. Doch weit gefehlt. Man muss kein Prophet sein, um die Zeichen der Zeit richtig und mit klarem Verstand deuten zu können. Die USA sind pleite, Europa ist pleite, in Nordafrika brennt die Luft und die Weltbevölkerung explodiert, bei weiter rasant schwindenden Ressourcen. Auch die Lebensmittel- und Energiepreise kennen nur eine Richtung, nämlich steil nach oben. Der Biospritskandal trägt leider kräftig mit dazu bei. Aber es beruhigt unsere Seele ja ungemein, wenn wir an der Zapfsäule Biosprit tanken und wir unsere Energie aus Biogasanlagen gewinnen. Dass aber Anbauflächen, die früher einmal der Nahrungsmittelproduktion dienten, nun mit Energiepflanzen vollgestopft werden und dass tropischer Regenwald den weiter wachsenden Palmölplantagen weichen muss, interessiert auch hier wieder Niemanden.

Auch dass wir schleichend aussterben und uns in so manchen Stadtteilen selbst als Fremde fühlen – wen interessiert es? Multikulti, Verzeihung, Monokulti ist halt Hipp und eine Bereicherung für uns alle. Da nimmt man gerne Motorradclubs ohne Motorräder, Rütlischulen oder prügelnde und raubende Jugendbanden in Kauf. Hauptsache, niemand stellt uns in die falsche Ecke.

Wir sehen also, unser Land steht vor massiven Problemen. Ein Hexenkessel der jederzeit explodieren kann und wird, spätestens wenn die Geldströme versiegen. Doch anstatt die Deutschen auf die Straße gehen und gegen die Umverteilung und Überfremdung protestieren, demonstriert man lieber gegen Bahnhöfe und Atomkraftwerke. Dabei läuft die MS Deutschland mit Volldampf unruhigen Zeiten entgegen, aber die Kapelle spielt bis zum Schluss und suggeriert „alles in bester Ordnung“. Na dann viel Glück, wir werden es sicherlich „bald“ brauchen.

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