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Islamunterricht in Karlsruhe beschlossen

Islamunterricht in Karlsruhe beschlossen [1]In der sogenannten „Stadt des Rechts“, wo unsere höchsten Richter über die deutsche Verfassung wachen, soll jetzt die faschistische Religion des Friedens an den Schulen Einzug halten. Bei einer (noch vorhandenen) Umfrage auf „KA-News“ [2] sind mehr als die Hälfte der Abstimmungsteilnehmer dagegen.

Weiter berichtet „KA-News“:

Karlsruhe (fn) – An der Gutenbergschule und an der Schillerschule wird es ab dem Schuljahr 2011/12 im Rahmen eines Schulversuchs islamischen Religionsunterricht geben. Dies hat der Karlsruher Gemeinderat am Dienstagnachmittag mit nur einer Gegenstimme entschieden.

Der islamische Religionsunterricht wird demnach schon ab dem kommenden Schuljahr 2011/12 in der 1. Klasse starten und nach und nach in den Folgejahren der Grundschule fortgeführt werden. Eine anschließende Ausweitung auf die Klassen 5 bis 7 ist möglich. Ähnliche Versuche gibt es bereits an weiteren Schulen in Baden-Württemberg, unter anderem an der Hieronymus-Nopp-GHWRS in Philippsburg.

Das staatliche Schulamt Karlsruhe hatte im Vorfeld eine Umfrage an Karlsruher Schulen durchgeführt, an welchen Schulen ein grundsätzliches Interesse an einem Schulversuch bestehe und die Mindestgruppenzahl von acht Kindern erreicht würde. Beides sei an der Gutenbergschule und an der Schillerschule der Fall.

Lehrplan wird vom Land vorgegeben

Der Lehrplan für den Religionsunterricht richtet sich nach den Vorgaben des Landes, der Islam-Unterricht muss zudem parallel zum katholischen und evangelischen Unterricht stattfinden. Unterrichten dürfen ausschließlich staatliche Lehrer, die dafür zudem eine Zusatzqualifikation für islamischen Religionsunterricht an der Pädagogischen Hochschule erwerben müssen. Nach Angaben der Stadtverwaltung liegen bereits mehrere Bewerbungen vor. Unterrichtssprache ist deutsch – eine Bedingung, die auch von den Stadträten mehrfach betont wurde.

„Es ist ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärte etwa Tanja Kluth (Grüne). Für muslimische Jugendliche in Deutschland sei oft in erster Linie die Religion identitätsstiftend – mehr noch als die Staatsbürgerschaft. Islamischer Religionsunterricht in deutscher Sprache helfe diesen Jugendlichen, sich überhaupt mit anderen über ihre Religion auszutauschen. Islamischer Religionsunterricht in deutscher Sprache helfe daher bei der Integration.

Ein „unausgegorener“ Versuch?

Stadtrat Johannes Krug (CDU) lobte den Schulversuch, forderte aber zugleich eine gründliche Evaluation des Versuchs. „Evaluation ist wichtig“, betonte auch Ute Müllerschön (SPD), schließlich stecke das Projekt islamischer Religionsunterricht noch in den Kinderschuhen. Bisher habe Islam-Unterricht nur in Koranschulen und damit außerhalb staatlicher Kontrolle stattgefunden, dies ändere sich mit dem Islam-Unterricht in der Schule. Dieser hätte allerdings nicht die Aufgabe, „zum Glauben zu erziehen, sondern sachlich über die Religion zu informieren.“

Es sei gut, dass der Islam-Unterricht nun nicht mehr „im Hinterzimmer“ stattfinde, so Stadtrat Karl-Heinz Jooß (FDP), daher stimme man dem Schulversuch zu. Dennoch müsse man die Frage stellen, was denn mit den anderen Religionen sei. Dies kritisierte auch GfK-Stadtrat Friedemann Kalmbach. Der Versuch sei „unausgegoren“, da weder alle Religionen noch alle Muslime einbezogen würden, sondern nur Sunniten, die nur rund 75 Prozent der Karlsruher Muslime ausmachen würden. Kalmbach stimmte daher als einziger Stadtrat gegen den Schulversuch.

Es geht voran. Mit rasender Geschwindigkeit wird Deutschland umerzogen. Vielleicht wird es auch in Baden bald zwei Eingänge an den Schulen geben müssen.

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