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LKA: Neue Migranten-Rockerbande im Norden

Mongols [1]In Norddeutschland zeichnet sich neue Gewalt durch Rockerclubs ab. Die Zeit der „Friedens-Abkommen“ läuft aus, neue Clubs sind in Planung, erklärt Stefan Jung vom LKA in Kiel. Dabei will sich offensichtlich eine neue Gruppe die sich aus Migranten zusammensetzt, im Land etablieren. Den „Tigers“ werden dabei Kontakte zu den mittlerweile verbotenen „Mongols“ nachgesagt.

Die Lübecker Nachrichten berichten [2]:

Gerade einmal zwölf Monate ist es her, dass die verfeindeten Rockerclubs Bandidos und Hells Angels in Hannover öffentlichkeitswirksam ein Friedens-Abkommen geschlossen haben. Ein Jahr lang sollte es in ganz Deutschland keine blutigen Auseinandersetzungen mehr zwischen den Organisationen und ihren Unterstützerclubs, den Contras und Red Devils, geben. Überdies sicherten beide Seiten zu, keine neuen Clubs zu gründen. Jetzt läuft der Vertrag aus – und die Polizei fürchtet, dass der blutige Konflikt wieder aufflammt.

„Die gesamte Szene ist stark in Bewegung“, sagt Stefan Jung vom Landeskriminalamt in Kiel. Bereits seit einigen Wochen verkünden die Hells Angels im Internet, einen neuen Charter „Southport“ zu planen. Einen Standort nannten die kriminellen Rocker bislang nicht. Aus gutem Grund: Zumindest nach außen hin wollten die Höllenengel nicht vertragsbrüchig werden. Die Kriminalisten vermuten, dass sich der neue Stützpunkt in den Kreisen Segeberg oder Stormarn ansiedeln wird.
Beide Seiten kämpfen um die Vorherrschaft in Schleswig-Holstein. Für die Rocker geht es um viel Geld: Drogen- und Waffengeschäfte, Menschenhandel, Prostitution und Schutzgelderpressung – die Liste der Delikte ist ebenso lang wie vielfältig. Den einjährigen Frieden haben auch die Bandidos in Schleswig-Holstein genutzt, intensive Kontakte zu Clubs in Niedersachsen zu knüpfen. Überdies gibt es mit „El Cazadores“(zu deutsch: Die Jäger) einen neuen Unterstützer-Club im Norden.

Offenkundig will sich auch eine weitere neue Gruppe im Land etablieren. „Die ,Tigers’ sind eine Gruppierung junger Migranten mit engen Kontakten ins Rotlichtmilieu und zum Türstehergewerbe“, sagt Jung. Sie haben in Kiel und in Pinneberg jetzt eigene Clubs gegründet. Bislang zeichnet sich keine Verbindung zu Bandidos oder Hells Angels ab. Den Tigers werden allerdings Kontakte zu den mittlerweile verbotenen Mongols in Bremen nachgesagt. Dort gibt es seit Monaten blutige Auseinandersetzungen mit den Hells Angels. Erste Schlägereien registrierten die Behörden auch schon in der Landeshauptstadt Kiel, als türkische Mitglieder der Tigers auf Unterstützer der Hells Angels vor einer Diskothek losgingen. Die Polizei rechnet mit weiteren Ausschreitungen der Rockergruppen. „Wir sind landesweit auf Gewalt eingestellt und haben uns entsprechend gerüstet“, sagt Jung.

Auffällig ist, dass die Rocker das im April 2010 von Landes-Innenminister Klaus Schlie (CDU) verhängte Vereinsverbot lokaler Clubs immer dreister ignorieren. „Die ehemaligen Mitglieder der verbotenen Bandidos Neumünster zeigen sich wieder mit ihren Kutten in der Öffentlichkeit. Auch die Hells Angels in Flensburg sind wieder in Montur unterwegs“, sagt Jung. Sie tragen die nicht verbotenen Erkennungszeichen der Bandidos Berlin beziehungsweise der Hells Angels Dänemark – wohlwissend, dass Polizei und Politik den Kriminellen dies nicht verbieten kann. Auch die Lübecker Tracht wird verstärkt in Flensburg gesichtet.

Eine plumpe Provokation, sagen Ermittler hinter vorgehaltener Hand. Offiziell gibt sich die 2009 im Landeskriminalamt gegründeten Sonderkommission Rocker aber unbeeindruckt. „Es zeigt doch nur, wie krampfhaft die Rocker bemüht sind, mit ihren Kutten Macht zu dokumentieren“, sagt Jung. Ohne den Aufnäher des jeweiligen Ortes sei dies in der Öffentlichkeit aber nur schwer zu vermitteln.

Deutschland gerät immer weiter aus den Fugen. Die „Bremer Verhältnisse“ weiten sich auf das ganze Land aus. Der Bürgerkrieg in unseren Straßen lässt sich offensichtlich nicht mehr verhindern. Die bisherigen Antworten der Politik offenbaren sich dabei als wirkungslose Lachnummer.

(Von Michael Böthel)

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