Früher hielten sich die Könige einen Hofpoeten, der ihre Tugenden und Taten verherrlichte. Die britische Monarchie hält sich einen poet laureate seit fast 500 Jahren. Und Kohorten von Dichtern haben Sozialismus und Kommunismus und Stalinismus gepriesen. Da ist es nur recht und billig, daß auch unsere Öko-Demokratie ihre Hofdichter hat, zum Beispiel den Schriftsteller Georg Klein, der am Dollart in Ostfriesland in der Natur lebt und die Windräder besingt. Ja, die ökologischen Elemente Feuer, Wasser, Wind und Blut und Boden  sind uns lieb! Kleine Kostprobe:

Und die Windräder? Mit dem torkelnden Schlauch des Tornados verband sie optisch-geometrisch die Kreisbewegung. Noch schien diese gemeinsame Form einen fragilen Einklang zu stiften. Falls es allerdings wirklich, rund um diese erstaunlichen Maschinen herum, losstürmen sollte, würde man ihre Propeller aus dem Wind drehen oder kippen müssen. Wenn sie sich dann, so widerstandslos wie möglich, in Untätigkeit ducken und die Naturgewalt bewegungslos über sich ergehen lassen, sind sie den vernünftigen Seiten unseres Naturells, auch unserer ökologischen Einsicht, wahrscheinlich am nächsten.

Am schönsten jedoch sind die Windräder kurz davor, in jener bestechenden Spanne, während deren es schon sehr stark, aber noch nicht allzu stark windet. Wirkliche Lebendigkeit und eine fast tierhafte Schönheit wachsen ihnen zu, sobald ihre sausenden Libellenflügel im fortwährenden Krieg, den unsere Gattung mit der Fremdheit der Natur führt, dem anstürmenden Riesenkind Wind, mutig und anmutig zugleich, Paroli bieten.

Dem Mann gebührt ein Stipendium von Greenpeace!

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38 KOMMENTARE

  1. Ich möchte dem Poeten Georg Klein nachhaltig für die Erkenntnis des Bewusstseins danken.

    Das war echt Energie, die da rüberkam …

  2. Vergangenes Wochenende bin ich nach Berlin gefahren, an Magdeburg vorbei. Was dort Windräder stehen, ist schon nicht mehr schön. Vieleicht 100 Windräder auf engstem Raum. Soll so die Zukunft unseres deutschen Landschaftsbildes aussehen? Ein Wald stirbt, ein Windräderwald wächst nach…

  3. Am schönsten jedoch sind die Windräder kurz davor, in jener bestechenden Spanne, wenn sie in Flammen aufgehen und niederbrennen, sodaß fortan die Natur den Ort übernehme, an denen der hässliche Betonspargel sich vorher in den Himmel gerichtet hat.

  4. Danach legt der Georg seinen aus dem Holz nachhaltiger Forstwirtschaft gefertigten Bleistift zur Seite, nimmt einen tiefen Zug aus seinem Joint, den er sich aus einer Doppelseite der taz gedreht hat, läßt den Blick über seine Cannabis-Plantage schweifen und versinkt in grünseliger Verzückung.

  5. #1 Eurabier (22. Jun 2011 11:07)

    In Kirtorf, in der Nähe von Fulda, ist am Sonntagvormittag der obere Teil einer Windkraftanlage samt Rotor und Gondel abgebrochen und in die Tiefe gestürzt.

    Da sind wir ja schon wieder beim Thema. Ich sage euch, dieser Zwischenfall in Kirtorf war alles andere als harmlos. Schaut euch mal das Schadensbild an und vergleicht es mit einem anderen Zwischenfall in England 2009 (siehe unten). Da wird was vertuscht und verschwiegen.
    “The wind farm where UFO hunters believe an alien aircraft struck a 290-foot wind turbine has been sealed off.
    Security guards have been sent to protect the wind farm site in Conisholme, Lincs, following last week’s incident.
    One of the turbine’s 65-foot blades came off and another was damaged at the site, on the same night that local residents reported seeing orange-yellow spheres in the sky, which some described as trailing octopus-like „tentacles“.”
    http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/howaboutthat/4220725/UFO-wind-turbine-crash-site-sealed-off.html

  6. Solche Leute hat man früher in die Klapse gesteckt, nicht? Vielleicht wäre ja eine Klapsmühle ein perfektes Geschenk für ihn…

  7. Du eilest mit gelass’nem Muth zur Mühle,
    Und weißt nicht, was ich junges Blut hier fühle.
    Es blickt die schöne Müllerin wohl freundlich manchmal nach dir hin?
    Sie öffnet früh bei’m Morgenlicht den Laden,
    Und kommt, ihr liebes Angesicht zu baden.
    Ihr Busen ist so voll und weiß; es wird mir gleich zum Dampfen heiß.

    (aus JW von Goethe: Der Junggesell und der Mühlbach)

  8. „Aus der Mühle schaut der Müller,
    der so gerne mahlen will.
    Stiller wird der Wind und stiller,
    und die Mühle stehet still.
    „So geht’s immer, wie ich finde!“
    rief der Müller voller Zorn:
    „Hat man Korn, so fehlt’s am Winde.
    Hat man Wind, so fehlt’s am Korn“.
    (Wilhelm Busch)

  9. welch nimmermüde Kraft hindert Dich, dass Dein Kopf nicht sinket auf des Papiers weiße

  10. Max und Moritz wird es schwüle, denn nun geht es nach der Mühle.
    „Meister Müller, he, heran! Mahl’ er das, so schnell er kann!“
    „Her damit!“ – Und in den Trichter schüttelt er die Bösewichter. –
    Rickeracke! Rickeracke! Geht die Mühle mit Geknacke.
    Hier kann man sie noch erblicken fein geschroten und in Stücken.
    Doch sogleich verzehret sie Meister Müllers Federvieh.
    (Wilhelm Busch, Max & Moritz)

  11. Dazu Ulfkotte bei Kopp:

    „…. Nun müssen wir nur noch unsere Natur und die Energieversorgung zerstören. Dann haben wir unser großes Ziel erreicht.

    Wir werden auch das noch schaffen. Mit immer mehr Monokulturen aus Mais und Raps vernichten wir nicht nur unsere Landschaftsbilder, sondern erhöhen über das Grundwasser die Nitratbelastung in unserem Trinkwasser.

    Und mit jedem neuen Windrad töten wir unter dem Jubel von »Umweltschützern« euphorisch die Lebewesen in den Böden unserer Landschaftsschutzgebiete ab. Denn ein Windrad steht ja nicht von alleine, sondern benötigt gewaltige und tief ins Erdreich getriebene Fundamente. Bis zu 10.000 Kubikmeter Erdreich werden für nur ein einziges Windrad mit gewaltigen Maschinen so verdichtet, dass ein Windrad dort stehen kann. Man findet im Boden unter einem Windrad garantiert kein Lebewesen mehr.

    Rund 23.000 Windräder haben wir schon in die Landschaft zementiert. Hurra, wir freuen uns über jedes neue Windrad. Die angeblichen »Umweltschützer« freuen sich, wenn Maulwürfe, Regenwürmer und Kleinlebewesen mal wieder ein Stück weniger Lebensraum haben.

    Das ist so politisch korrekt. Niemand denkt auch nur im Traum daran, die (bei alten Windrädern) bis zu 30 Meter tief in den Boden reichenden Betonarmierungen oder den viele Meter tief verdichteten Boden (unter neuen Windrädern) der Scheibenfundamente nach dem Ende der Nutzung der Windräder jemals wieder ökologisch verträglich zurückzubauen. Es sieht doch keiner, was da an Umweltschweinerei passiert.

    Wir jubeln lieber. Ob wir auch noch jubeln, wenn sich die Windräder bei Flaute nicht drehen und bei Dunkelheit auch die Sonnenkollektoren keinen Strom liefern, die Steckdose dann keinen Strom mehr hergibt?

    Die große Mehrheit der Menschen findet das alles völlig in Ordnung. Sie wählt die beliebig austauschbaren bekannten Parteien, die uns diese Entwicklung beschert haben. Man kann den Lauf der Geschichte eben nicht aufhalten.

    Absurd wird es nur dann, wenn Menschen, die in den letzten Jahren eine dieser Parteien gewählt haben, sich über das Bauernsterben, landwirtschaftliche Monokulturen, die Zerschlagung von Gesundheits- und Sozialsystemen und die absehbare extreme Verteuerung von Energie beschweren. Man outet sich dann als unmündig.“

    Dem mag ich nichts mehr hinzufügen.

  12. Es fällt mir gerade ein:
    Wir könnten bei Demonstrationen für den Juchtenkäfer oder Hamster mitdemonstrieren.
    Auf dem Schild ein Bild der Windmühle von Kirtorf, ein weiteres Bild von der Grube für das Fundament mit dem Slogan „So wird die heimische Flora und Fauna dezimiert“, ein Bild vom Einfüllen des Betons in die Grube mit dem Slogan „Die Zementierung unseres Bodens“, dann ein Schild wieviele Gruben, wieviel Raum unserer Flora und Fauna schon zementiert wurde – speziell in Baden-Württemberg „Unser MP Kretzschmann will xxx m³ Lebensraum unserer Flora und Fauna zerstören und zementieren“ – .
    Und am Schluß ein kleines Schild mit AKW Verbrauch an Lebensraum, Versiegelung von Fläche usw.
    Und bei jeder Demonstration der „Naturschützer“ mitmachen.

  13. #16 AtticusFinch (22. Jun 2011 12:02)
    Der Ulfkotte spinnt auch manchmal.

    Man findet im Boden unter einem Windrad garantiert kein Lebewesen mehr.

    Und was ist daran jetzt so dramatisch?

    Niemand denkt auch nur im Traum daran, die (bei alten Windrädern) bis zu 30 Meter tief in den Boden reichenden Betonarmierungen oder den viele Meter tief verdichteten Boden (unter neuen Windrädern) der Scheibenfundamente nach dem Ende der Nutzung der Windräder jemals wieder ökologisch verträglich zurückzubauen.

    Warum auch? Man denkt eher daran, auf das selbe Fundament noch größere und bessere Generatoren an die Stelle verschrotteter Anlagen zu stellen. Windenergie erhält nur 9 c€/kWh, und da liegt der Durchschnitts-Strombörsenpreis auch schon fast.

  14. Von einem objektiven, rein literarischen Standpunkt aus eigentlich gar nicht schlecht, was der Mann da zum Besten gibt.
    Das gibt zumindest Hoffnung, dass das Land der Dichter und Denker noch nicht vollends dem abartigen Katzenberger/Bohlen/Castingshow-Zeitgeist anheim gefallen ist.

    Ob sich die Windräder in der Realität allerdings ebenso poetisch besingen lassen, wird sich zeigen…

  15. Das Bild vom sterbenden Windrad ist ja bezaubernd.
    Gibt es das irgendwo als Poster, oder gar als Kunstdruck.

  16. nun sturm brich los und windrad drehe dich!
    wollt ihr den totalen ökostrom, totaler als es jemals ökostrom gab?
    lilalatzhosenfraktion: jaaaaaaaaaaa!

  17. in meiner nähe haben sie auf dem schönsten aussichtsplatz windräder montiert. vor 3-4 jahren ist ein windrad samt fundament umgefallen …
    aber der schlimmere effekt ist das stetige „wupp – wupp – wupp“ Geräusch. hier macht keiner mehr lange halt, um sich an dem einmaligen anblick der natur zu erfreuen.

  18. Schon lustig!

    Die grün/roten Klimahysteriker haben zusätzlich bei Windrädern das Akzeptanzproblem von geschredderten Fledermäusen und Zugvögeln.

    Sonst werden alle möglichen großen Bauvorhaben gestoppt, schon wegen eines Juchtenkäfers, der wohl auch manchmal von den Grünen ausgesetzt wurde.
    Aber bei Windrädern überwiegen die klimahysterischen Argumente!

    Wer Grüne wählt, weiß nicht, woran er ist, – für oder gegen die Natur!

  19. Des Mühlenbauers Lieblingskind
    Das ist die Mühle hoch im Wind.
    Aus Stahl und Stein und festem Holz
    So schlank vom Bau, so kühn und stolz.
    Seht nur herauf von fern und nah,
    wie eine Jungfrau steht sie da.
    Mit Haube auf dem Schleppenkleid,
    den Leib geschnürt, die Hüften weit,
    kann laufen, gehen, ruhen und stehen,
    sich leicht in jede Richtung drehen.
    Sie zeigt dem Wetter stets die Stirn,
    wie eine echte deutsche Eichendirn.

    Sammlung Hans Schubotz
    http://www.deutsche-muehlen.de/unterhaltung/v.htm

  20. #22 Orania:

    So sieht es aus! Ob sich dieser Poet sich während seines Ergusses in der Nähe eines dieser potthässlichen Spargel befunden hat? Wohl eher nicht! Diese Dinger sind aus der Nähe geräuschmäßig unerträglich. In der Nachbarschaft stehen diese Teile auch herum. Den hauptsächlichen Teil ihrer Lebenszeit stehen sie (glücklicherweise?) abgeschaltet in der Gegend herum, weil: Zu viel Wind / zu wenig Wind/ k.A. was…
    Ist schon Prima!

  21. Indem erhub sich ein leiser Wind, und die langen Flügel fingen an, sich zu bewegen. Sobald Don Quijote dies sah, sprach er: »Wohl, ob ihr auch mehr Arme als die des Riesen Briareus bewegtet, ihr sollt mir’s doch bezahlen.«
    Und dies ausrufend und sich von ganzem Herzen seiner Herrin Dulcinea befehlend und sie bittend, ihm in so entscheidendem Augenblicke beizustehen, wohl gedeckt mit seinem Schilde, mit eingelegtem Speer, sprengte er an im vollsten Galopp Rosinantes und griff die erste Mühle vor ihm an; aber als er ihr einen Lanzenstoß auf den Flügel gab, drehte der Wind diesen mit solcher Gewalt herum, daß er den Speer in Stücke brach und Roß und Reiter mit sich fortriß, so daß sie gar übel zugerichtet übers Feld hinkugelten.

  22. Ja Windräder machen die Natur kaputt! Wir brauchen stattdessen mehr Atomkraftwerke, das ist die Energie der Zukunft. Die sehen auch viel schöner aus, fast wie Moscheen. Und Kohlekraftwerke, das bischen Rauch hat noch keinem geschadet. Und das schafft Arbeitsplätze im Bergbau! Ist zwar saugefährlich und gesundheitsschädigend für die Kumpel, zerstört die Natur ein kleines wenig, lässt Ortschaften absachen, vergiftet das Grundwasser und kostet mehr als wenn man die Kohle im Ausland kauft und die Kumplel fürs rumsitzen bezahlt, aber egal, hauptsache es wird rangeklotzt in Deutschland! Und wir brauchen mehr Autos, damit unsere Autoindustrie wieder in Schwung kommt. Und mehr Autobahnen, denn schließlich gilt: Freihe Fahrt für freie Bürger.
    Aber Windräder? Niemals! So eine Verschandelung der Natur!

  23. #11,13,15,25

    Das sind schöne Gedichte.

    Aber das Windkraftgeschreibsel hat gar nichts von irgendwas. Es ist keine Poesie, kein Gedicht, keine Glosse oder irgendeinem anderen Genre zu zu ordnen. Es ist einfach ein pseudodichterisches Geschwafeltintengekleckse. Der verdient doch nicht etwa mit dem Mist (weniger, es ist noch nicht mal schlecht)auch noch Geld?!

    Das einzige schöne im Text war die Bezeichnung „sausende Libellenflügel“. Da sind die Windräder in der Vorstellung für einen kurzen Moment vielleicht schön. Sonst aber für den Papierkorb gedichtet.

    Windkraft ist und bleibt eine Mittelaltertechnik. Das kann nicht die Zukunft sein.

    Aber die Zukunft werden deutsche Wissenschaftler und Ingenieure sowieso nicht mehr mitgestalten. Und wenn, dann nicht in Deutschland.

    Atomphysiker nehmen schon reißaus. China buhlt um die verbliebenen. Es studieren immer weniger die MINT-Fächer und es werden auch insgesamt immer weniger geboren. Aus dem Ausland kommen keine Fachkräfte sondern Sozial- und Kriminalfälle. Die echten Fachkräfte (auch die urdeutschen) gehen in die USA.

    Einst war Deutschland Wissenschaftsnation Nummer 1 und es kamen Forscher aus anderen Ländern, auch aus den USA, nach Deutschland. Dann kamen die Nazis und vertrieben die Juden. Deutschland war dann immer noch auf Platz 3 (weit hinter USA und GB).Nun kommen die Grünen und vergraulen alle seriösen, denkenden Wissenschaftler.

    Wissenschaftsnation Deutschland ade.

  24. #5 PeterT. (22. Jun 2011 11:31)
    Man nehme diesen verschwurbelten “poetischen” Text und setzte ihn in eine X-beliebige Nazi Wochenschau.. Es passt. Bilder von L. Riefenstahl können dazugedacht werden.
    http://vimeo.com/224952

    Stimmt, Film und Text passen perfekt: Reschpekt.

  25. #16 AtticusFinch (22. Jun 2011 12:02)
    Dazu Ulfkotte bei Kopp:

    Ich frage mich seit einiger Zeit, welche akustischen Wirkungen die Windturbulenzen- ausbalancierenden und Wellenfrequenzen auslösenden Windräder im Ökosystem „Meer“ wohl auslösen?
    Was machen die Unterwasserschallwellen mit den Fischen?
    Wenn ich in meiner Badewanne liege und am Wannenboden klopfe, überträgt das Wasser eine enorme Frequenzsteigerung. In der Wanne stört mich das nicht, erstens manipuliere ich selber und zweitens kann ich mit dem Manipulieren auch wieder aufhören.
    Ob die Wale, upps, Heringe, auch gerne wieder Ruhe hätten in ihrer Wanne? Oder ob sie das bisschen Stress mehr nicht mehr stresst in ihrem Meer voller gülligen´m Brackwasser, toter Artgenossen und gähnender Überfischungsleere?
    Wenn sie Kopfschmerzen haben, liegt das wahrscheinlich nicht am Krach unter Wasser, sondern daran, weil sie wieder mal mit einem ausrangierten Klappstuhl zusammengestoßen sind.

  26. #26 fuerwitz (22. Jun 2011 14:47)

    Schon mal daran gedacht, dass dieser Dichter auch Denker sein könnte und das Ganze als ironische Poesie verfasst haben könnte?
    Seid nicht bierernster als nötig, Leute.

  27. #29 mabank (22. Jun 2011 16:27)
    Ja Windräder machen die Natur kaputt! Wir brauchen stattdessen mehr Atomkraftwerke, das ist die Energie der Zukunft. Die sehen auch viel schöner aus, fast wie Moscheen. Und Kohlekraftwerke, das bischen Rauch hat noch keinem geschadet. Und das schafft Arbeitsplätze im Bergbau! Ist zwar saugefährlich und gesundheitsschädigend für die Kumpel, zerstört die Natur ein kleines wenig, lässt Ortschaften absachen, vergiftet das Grundwasser und kostet mehr als wenn man die Kohle im Ausland kauft und die Kumplel fürs rumsitzen bezahlt, aber egal, hauptsache es wird rangeklotzt in Deutschland! Und wir brauchen mehr Autos, damit unsere Autoindustrie wieder in Schwung kommt. Und mehr Autobahnen, denn schließlich gilt: Freihe Fahrt für freie Bürger.
    Aber Windräder? Niemals! So eine Verschandelung der Natur!

    Allerdings…hat diese ökologisch deutschlandweit wertvolle Überlegung der Auslagerung ungesunder Energiebeschaffungsmaßnahmen einen kleinen Haken, näch: die Kumpels am andren Fleckchen Erde werden krank und flachatmig, dort sterben die Ortschaften und die Würmer und der Transport über Starkstromleitungen fordert kilometerweit seinen Tribut an verschmorten Zugvögeln…
    …auch nicht gerade lecker, oder?
    Wenn man umweltbewusst denkt, sollte man global denken.
    Den Grünen wird ja auch nachgesagt, dass die linke Hand im Süden nicht weiß, was die rechte Hand im Norden noch alles durchzusetzen gedenkt.
    Bewahre!
    Nicht mit uns!
    Wir sind dagegen:
    wir sind grün!
    …hinter den Ohren…

  28. bedingt durch einen Ausflug in die Nähe von Kirtorf kam ich Sonntag Nachmittag am Ort des Geschehens vorbei und habe mir einen detaillierten Überblick verschaffen können, Sabotage o.Ä. scheidet definitiv aus, auch wenn in interessierten Kreisen darüber kolportiert wird, das Ding hat schlicht und ergreifend „Selbstmord“ begangen, entweder durch einen plötzlichen Zusammenbruch der Konstruktion eines der Rotorblätter und der daraus resultierenden Unwucht, oder durch eine plötzliche Blockade der Drehbewegung durch ein defektes Getriebe bzw. der Bremsanlage und der daraus resultierenden Torsion bzw. dem Biegemoment, das auf die Verschraubungen an der Tragsäule eingewirkt hat, möglicherweise war es auch unkontrollierte Drehzahlerhöhung, die dem Ding den Garaus gemacht hat.

    Vorzeichen in der Vergangenheit für den wahrscheinlichen Schaden waren auslaufendes Getriebeöl und ungewöhnliche Geräusche bei plötzlichen Lastwechseln wie Windböen oder Windrichtungswechseln, ebenso habe ich festgestellt, daß große Teile der Lackierung im Bereich der Unterseite des Maschinenhauses (Kabine) und dem Anschlußflansch an der Säule abgeblättert ist, ein Hitzeschaden, der bestimmt nicht erst bei der Havarie aufgetreten ist, da die Stahlblechteile schon teilweise mit Flugrost überzogen sind, m.E. ein Folgeschaden aus einem früheren Defekt, ebenso sind deutliche Spuren von herunterfließender Flüssigkeit, eben besagtes Getriebeöl, an der oberen Säulenhhälfte zu erkennen.

    Die Ergebnisse der Untersuchungen vor Ort werden (selbstverständlich im Konsens mit dem momentanen Energiewende-Atomausstiegs-Wahnsinn) wohl nie ans Tageslicht kommen!

    s.a.:

    http://www.osthessen-tv.de/?Kunde=1403&ID=0689

    http://www.osthessen-news.de/beitrag_A.php?id=1199336

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