- PI-NEWS - https://www.pi-news.net -

Anti-Grünen-Kampagne der Konservativen

[1]Im aktuellen FOCUS befindet sich eine ganzseitige Anzeige der Deutschen Konservativen über die Grünen mit dem Titel „Rote Wölfe im grünen Schafspelz“. Autor der Kampagne [2] ist Peter Helmes, ehemaliger Bundesgeschäftsführer der CDU/CSU-Mittelstandvereinigung und Gründungsmitglied der Deutschen Konservativen. In der Anzeige [3] werden führende Politiker der Grünen wie Roth, Ströbele, Trittin, Kretschmann, Cohn-Bendit und Fischer schonungslos dargestellt, wobei auch ihre meist dunkelrote Vergangenheit gebührende Beachtung findet.

(Von Michael Stürzenberger) JETZT mit Video!

Frontaler sind die Grünen bisher kaum angegangen worden. Sie werden als „Systemzerstörer“ dargestellt, die die „Blöden-Schule“ einführen und die „Freiheit einschränken“ wollen. Jürgen Trittin wird als „Altkommunist, Häuserbesetzer und Terroristen-Sympathisant“ bezeichnet, Claudia Roth als „abgebrochene Dramaturgin“, Winfried Kretschmann als ehemaliger „Verkäufer der Kommunistischen Volkszeitung“ und früheres Mitglied im „radikal-fanatischen KBW“, Hans-Christian Ströbele als „vorbestrafter Terroristen-Anwalt und Terroristen-Sympathisant“, Daniel Cohn-Bendit als „Mitinitiator des 68er Rebellion und (vorsichtig gesagt) Kinderversteher“ sowie Joseph Fischer als „vorbestrafter Steinewerfer und Polizistenverprügler“.

Die kostenlose Broschüre „Rote Wölfe im grünen Schafspelz“ kann hier bestellt werden:

» info@konservative.de [4]

Hier die Broschüre als pdf [5].

Und hier als Video bei youTube:

Schön ins Bild passt auch ein Artikel aus dem Tagesspiegel, der eine bemerkenswerte Reise einer 20-köpfigen Grünen-Delegation inklusive des Mitgründers Otto Schily und dem damaligen Vorstandsmitglied Roland Vogt zu Libyens Diktator Gaddafi im Jahr 1982 [6] beschreibt. Auszüge:

Wir werden empfangen wie eine Staatsdelegation. Am Flughafen geht die Kontrolle schnell und unkompliziert. Nur der Koffer von Otto Schily wird versehentlich – wie es später heißt – durchsucht. Auf dem Flughafen sehen wir keine Uniformen, dafür aber das überlebensgroße Porträt Gaddafis. Übergroß und deutlich geschrieben die Parolen, die viele noch aus den 70er Jahren kennen, Kampf gegen Imperialismus, Zionismus, Faschismus und Reaktion. Das Gaddafi-Grün ist überall zu sehen. Es hat es vor allem – wie man merkt – den Grünen angetan. In ersten Gesprächen untereinander warnt Mechtersheimer noch früh vor Vereinnahmung, weist aber gleichzeitig auf den gemeinsamen Feind, den US-Imperialismus, hin. Roland Vogt möchte erreichen, dass die Reise „garantiert privat ist“, doch kann er sich bei den anderen Teilnehmern damit nicht durchsetzen. Mechtersheimer nimmt es gelassen, „wenn der so empfindlich ist, ist er kein Politiker, sondern taugt nur für eine Sekte“ (..)

Während des Abendessens wird die Nachricht von einem US-Manöver bestätigt und TV-Bilder zeigen eine Militärveranstaltung mit Gaddafi. Alles grün, er redet zu seinen Offizieren über Israel. So viel versteht man. Die Faust wird hoch- gereckt und dann spricht er zu seinen Soldaten. Angeblich sind die Amerikaner ausgerückt zu einem Manöver im Golf von Sirte und wollen den 32. Breitengrad überschreiten. „Wenn das passiert, schießen wir zurück“, sagen die Libyer. Die Graswurzelleute wollen am liebsten gleich ein Friedensschiff chartern. Es ist wie in Berlin, wo allein das Gerücht, eine Hausbesetzung stehe bevor, reicht, um die Küche zum Brodeln zu bringen (…)

Ort ist das ideologische „Zentrum zum Studium des Grünen Buches“. Das US-Manöver hat sich inzwischen als quasi selbst verschuldetes der Libyer entpuppt. Sie haben es geduldet, wie sich herausstellt. Alexander Langer hat dies von der italienischen Botschaft erfahren. Doch darüber wird nicht weiter gesprochen (…)

Kurz nach Mitternacht ist es so weit. Wir sitzen im neonlichtbestrahlten grünen Zelt wie die Schafe um den „Führer“ herum, der im weißen Umhang und in grüner Hose auf einem beigen Bürostuhl sitzt, neben sich ein rot-schwarzes Telefon. Und schon beginnt seine zweistündige Ansprache. Der Frieden sei unsicherer geworden, insbesondere im Nahen Osten. Die zionistische Politik führe zur Bedrohung des Weltfriedens. Und die Amerikaner hätten versucht, tausende Soldaten im Libanon landen zu lassen, was zu einem Weltkrieg hätte führen können. Dies sei auch ein Test für die Friedensbewegung. Es müsse zu tagtäglichen Protestaktionen in Europa kommen. Die Israelis sollten militärisch und wirtschaftlich boykottiert werden.

Dazu müsse der Druck auf die Amerikaner verstärkt werden, das rassistische Regime, das den Frieden bedrohe, nicht weiter aufzurüsten. Gaddafi verweist auf den Kongress gegen Imperialismus, Zionismus und Rassismus in Tripolis, der gerade in diesen Tagen stattfinde und 80 Staaten mit 300 internationalen Organisationen zusammengeführt habe. Die Solidarität gegen die zionistische Aggression müsse auch unsere Bewegung zeigen, fordert er.

Die Bewegung, die durch Schily gegründet worden sei, habe das menschliche Bewusstsein wieder wachgerufen. Jetzt müsse sie mehr als nur Europa erfassen, doch ihr fehle eine Ideologie, aus der ein Programm entstehe. „Wir und Sie gehören alle zur Opposition, wir müssen ein Programm haben, wenn wir Bestehendes kritisieren“, sagt Gaddafi. Alle bisherigen Institutionen basierten auf Ausbeutung und Diktatur. Die Reichen lebten auf Kosten der Armen, das gelte für die Einzelnen wie auch für die Länder. „Kriege sind eng verbunden mit ausbeuterischen Systemen“, sagt Gaddafi. „Institutionen, die auf Ausbeutung beruhen, haben Interesse am Krieg. Wir müssen alternative Wirtschaftssysteme suchen.“

Er mahnt, auch die Arbeiter auf unsere Seite zu ziehen, sie „zu bewegen, sich selbst zu befreien“. Er kritisiert die „unechten Interessenvertretungen“ wie die UN. Für einige Milliarden Menschen redeten dort nur einige Vertreter. Seine Kritik an Profitmacherei, Wettrüsten und Umweltzerstörung formuliert er so geschliffen, als habe er gerade statt des Grünen Buches das grüne Programm gelesen (…)

Erst am nächsten Tag eine kurze Aussprache. Alle versprechen den Kampf gegen die Nato-Nachrüstung. Alexander Langer glaubt, Gaddafi könne auf politischer Ebene in Italien Einfluss nehmen, über die Sozialisten sogar auf die Außenpolitik. Er kann sich auch vorstellen, dass Libyen sich an italienischen Staatsunternehmen beteiligt. Gaddafi beendet das Ganze mit einem salbungsvollen Schlusswort: „Wir haben eine gemeinsame Ideologie, das sind die Ideen des Grünen Buches“, sagt er. „Es scheint, wir haben eine gemeinsame Bewegung gegründet.“

Diese Partei erreicht in Deutschland immer mehr Wählerstimmen und wird dadurch mächtiger (und damit wohl auch gefährlicher) als je zuvor..

Spürnase: RChandler



Beitrag teilen:
[7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14]
[15] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14]