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Der Markt für EUdSSR-Dummies wie Merkel

[1]Stellen Sie sich vor, wir hätten keinen Staat, keine Regierung, keine Gesetze, keine Verwaltung, keine Wohnung, kein Geld, einfach nichts! Unvorstellbar – aber wir hätten trotzdem einen Markt! Wir Herumirrenden bräuchten schließlich dringendst das eine oder andere, was ein anderer Herumirrender übrig hätte. Käufer und Verkäufer würden sich treffen – auf einem Markt, und handeln und verkaufen und kaufen. Was sonst?

Die Zahlungs- und Tauschmittel würden sich finden. Das zeigt die Lächerlichkeit der ganzen trübseligen sozialistischen Diskussion über unfairen Kapitalismus, über Staatseingriffe, “Fairtrade”, Eurobonds und was weiß ich. Alles Humbug! Der Markt regiert, und wer sich dagegen stemmt, was temporär möglich ist, wird irgendwann zermalmt.

Ein schönes Beispiel ist das Ende des letzten Krieges, als in Deutschland zwar nicht alles, aber ziemlich viel kaputt war und fehlte. In Nullkommanichts hatten wir einen Schwarzmarkt. Hans-Ulrich Wehler berichtet:

.. Als unentbehrlich erwies sich da der überall florierende Schwarzmarkt. Dort waren alle knappen, alle vermißten Güter zu finden: entweder zu abstrus hohen Preisen oder im anachronistischen Warentausch, wobei die begehrten Zigaretten der Alliierten oft als neue Währungseinheit fungierten. Selbst überraschende Razzien der Orts- oder der Militärpolizei konnten diesen Verteilungsmarkt nicht beseitigen. Erfolgreiche Schwarzhändler stiegen in die parasitäre Schicht neureicher Existenzen auf, deren Geldvermögen freilich einem kräftigen Inflationssog ausgesetzt war. «Otto Normalverbraucher» dagegen konnte höchstens einmal im Notfall Ererbtes gegen Lebensmittel tauschen, da die Preise für ihn unerschwinglich blieben. Anfang 1947 kostete z. B. auf den schwarzen Märkten der Westzonen ein kg Butter 230 M., das entsprach genau einem monatlichen Facharbeiterlohn, ein Drei-Pfund-Brot kostete 100, ein kg Zucker 90, ein kg Fleisch 80 M. Wer, wie die Mehrheit, Schwarzmarktpreise nur im Ausnahmefall zahlen oder dort keine Tauschangebote machen konnte, versuchte, auf «Hamsterfahrten» in die ländliche Umgebung bei den Bauern Nahrungsmittel gegen Haushaltsgegenstände (silberne Eßbestecke, Tischdecken, Bettwäsche, Uhren) zu tauschen… (Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte)

Dies war nicht der einzige Schwarzmarkt. Die ganzen kommunistischen Systeme mit ihren verkorksten Mangelwirtschaften generierten später Polen- und Vietnamesenmärkte etc. etc. Und dies ist weltweit gleich. Ökonomen schätzen beispielsweise, daß 90% der Ökonomie in Zimbabwe derzeit aus dem Schwarzen Markt besteht, welcher vielen ein Überleben sichert. Der Staat oder Mugabe oder Entwicklungshilfeminister Niebel doch nicht!

Für die EUdSSR ist aber der Markt der Feind. Sie will bestimmen und festlegen, wie hoch die Zinsen für Deutschland und für Griechenland sind. Die Ignoranten, die hier am Werke sind, wissen vermutlich nicht einmal mehr, daß die Bundesrepublik zu DM-Zeiten einst sogar selber über 10% Zinsen für zehnjährige Papiere zahlen mußte. Schauen Sie sich mal das Jahr 1980 in dieser Zeitreihe der Bundesbank an [2]! Missis Merkel und die EU-Kamarilla scheinen echt zu glauben, sie hätten das Naturrecht, in alle Zukunft höchstens noch zwei Prozent zu zahlen, mehr nicht.

Zu diesem Behuf bekämpft die EU die Ratingagenturen und will sie möglichst verbieten. Italien startete kürzlich [3] Hausdurchsuchungen, um Schrecken zu verbreiten, und Brüssel will eine eigene EU-Ratingagentur, wo Sarkozy und Rompuy hintelefonieren können und den Befehl durchgeben, Griechenland hat AAAAA+ und die EU zehnfach A und zwanzig Pluszeichen. Dann wird ein neues Schuldpapier – oder gleich eine Zwangsanleihe – emittiert, und wer das kauft, muss noch 10% Strafsteuer zahlen. So stellt sich dieses Sozialistengemüse in Brüssel die Welt vor.

Und da die Börse auch ein Markt ist und nichts anderes, soll jetzt eine neue Transaktionssteuer den Handel weiter zum Erliegen bringen, der freie Bürger wird als Käufer und Verkäufer nicht gewünscht, das Wort „Aktionär“ ist ein Schimpfwort [4] mit der Folge, daß die großen deutschen Unternehmen und der ganze DAX fest in ausländischer Hand sind. Alles eine Folge der konfiskatorischen Aktien-Besteuerung, die im Laufe der Jahre immer schlimmer geworden ist. Aber auch wenn es die Politik schafft, uns immer ärmer zu machen, den Euro wird sie so nicht retten, am Ende bestimmt der Markt den Euro-Kurs und die Frage, ob Deutschland und Brüssel pleite sind oder nicht – und nicht Frau Merkel! (Gerhard Bökenkamp hat in einem super Artikel im ef-Magazin [5] einst geschrieben, auch nach der Apokalypse gebe es noch einen Markt!)

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