1

Mongols-„Friedenstruppe“ gründet sich in Kiel

Die Mongols, eine gewalttätige, zum größten Teil aus Moslems bestehende Rockerbande, die im Raum Bremen schon heftig für Terror gesorgt hat, schlägt jetzt auch in der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins auf. Während die Bürger dort ihren berechtigten Unmut äußern, verkauft uns die Kieler Presse die Story beinahe als Bereicherung.

Die Kieler Nachrichten schreiben:

Die „Mongols haben ein Chapter in Kiel gegründet: „Wir wollen im September die Eröffnung unseres Clubheims feiern und erwarten Mitglieder aus Deutschland und Europa“, sagte der Kieler „Mongols“-Präsident, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Massive Unruhe fürchten die Nachbarn des auserkorenen Rocker-Domizils in der Stoschstraße. Das Landeskriminalamt will die Entwicklung „sehr genau beobachten“.

Sechs Vollmitglieder seien nötig gewesen, um das Chapter zu gründen, so der Präsident. Zu dem Umfeld der „Mongols“ zähle er etwa 40 Rocker, die aus Kiel und dem Umland kämen – und ständig gebe es Anfragen bezüglich einer Mitgliederschaft. „Bei uns sind Deutsche, Türken, Kurden, Albaner, Russen und andere Nationalitäten vertreten. Bremer sind nicht dabei“, sagte der Mann, der sich als Kampfsportler bezeichnet.

Zweck des Clubs seien Motorradfahrten und gemeinsame Abende in den Räumen mitten in Gaarden. Der „Präsi“ ist seiner Aussage nach der Chef der „Tigers Kiel“ gewesen, die es nach wie vor gebe. Er sei zu den „Mongols“ gewechselt, weil er Motorradfahren wolle. Mitglied könne auch nur werden, wer einen Kradführerschein habe oder gerade einen mache.

Einen bevorstehenden Rockerkrieg mit den Kieler „Hells Angels“ sieht er nicht. Man kenne sich und stehe in Kontakt. Er habe beobachtet, dass Mitglieder der „Hells Angels“ täglich an dem Clubhaus vorbeiführen. „Wir wollen Frieden und sehen keine Berührungspunkte.“ Er betonte aber auch: „Alles andere ist alles andere. Wir sind Männer.“ Und macht klar: „Wir sind Kieler und leben doch in einem Rechtsstaat. Wir wollen hier bleiben und bleiben hier. Wenn das jemandem nicht passt, kann der ja gehen.“

Die Anwohner fürchten massive Unruhen: „So etwas mitten in einem Wohngebiet, warum unterbindet das die Stadt nicht?“, empört sich eine Betroffene. Für die Neuansiedlung hat sie umso weniger Verständnis, als sich das bereits mit „Mongols“-Schild und Leuchtreklame versehene Haus unmittelbar am viel benutzten Weg zur benachbarten Hans-Christian-Andersen-Schule befindet.

Obwohl der Club erst dabei ist, im Stadtteil Gaarden Wurzeln zu schlagen, scheint seine Präsenz jetzt schon hoch. Kneipen und Sonnenstudios bedienen nach Darstellung der Kielerin zunehmend Kundschaft aus Kreisen der „Mongols“, hinter denen ein weit verzweigter libanesicher Clan stehen soll. Das geschieht teils durchaus zum Missfallen der Inhaber, wie ein Gaardener Wirt betont. Kaum läuft eine größere Gruppe „Mongols“ bei ihm auf, fahren auch schon Polizeiautos vor, um das Geschehen zu beobachten. Fürs Geschäft, so klagt der Gastronom, sei das wenig förderlich. „Dabei habe ich mit denen überhaupt nichts zu tun.“

Die „Mongols“ waren in die Schlagzeilen geraten, nachdem es Anfang Mai in Bremen zu einer brutalen Auseinandersetzung mit den „Hells Angels“ gekommen war – die Banden sind traditionell verfeindet. Kiels oberster „Mongol“ war damals dabei: „Ich weiß jetzt, was da auf beiden Seiten schief gelaufen ist.“ Nach der Schlägerei mit mehreren Verletzten wurden die Mongolen-Rocker in Bremen verboten und ein Kuttentrageverbot verhängt.

Aussagen der Mongols wie „Wir wollen Frieden und sehen keine Berührungspunkte“ oder „Wir sind Kieler und leben doch in einem Rechtsstaat“ machen uns glücklich – Friede auf Erden.