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Großbritannien: Renaissance des Rohrstocks?

Schüler um 1900Deutschland hat sich zur Freude der Rotgrünen angewöhnt, linke „Weltverbesserungen“ unserer Gesellschaft zwar bis zu ihrer gesetzlichen Umsetzung zu beschimpfen, danach aber schnell und für immer zur Tagesordnung über zu gehen. Gleichgeschlechtliche Ehe, Fristenlösung bei der Abtreibung, „Instant-Einbürgerungen“ oder das Züchtigungsverbot in der Erziehung sind einige Beispiele der letzten Jahre.

(Von Thorsten M.)

Nach dem Regierungswechsel 2013 werden die „Homo-Adoption“, ein verschärftes „Gender-Mainstreaming“, ein breit angelegtes Ausländerwahlrecht und vielleicht gar das bedingungslose Grundeinkommen dazu kommen. Vermutlich wird man darüber hinaus auch das eigene Geschlecht – so wie seit kurzem in Australien – für den Ausweiseintrag mehr oder weniger selbst bestimmen dürfen. Auch daran – so ist es absehbar – wird dann sehr schnell niemand mehr rütteln.

Es gibt in der Bundesrepublik nämlich keine Kultur, bei solch grundlegenden gesellschaftspolitischen Änderungen – sozusagen postum – noch eine kritische Diskussion zuzulassen. Jeder Politiker fürchtet den Gegenwind der jeweiligen Lobbygruppen und deren Potenzial zur Verunsicherung breiterer Wählerschichten. Auch die aus jahrhundertealtem Untertanendenken geborene deutsche Konsens-Mentalität steht einem „Nachtreten“ in solchen Fragen diametral im Wege. Dadurch bekommen solche Veränderungen – und seien sie noch so sinnfrei – de facto Verfassungsrang.

Großbritannien ist im Gegensatz zu Deutschland ein Land mit einer jahrhundertealten parlamentarischen Tradition. Dadurch kommt es bei unseren angelsächsischen Verwandten mitunter zu interessanten und erfrischenden Debatten.

Aktuell diskutiert das Land tabulos Konsequenzen aus den schweren Jugend- und Migrantenkrawallen vom August. Insbesondere wird infrage gestellt, ob das seit fast 25 Jahren bestehende Züchtigungsverbot an britischen Schulen wirklich eine gute Idee war. Schließlich scheint die Jugend immer mehr der Kontrolle der Erwachsenen zu entgleiten. Selbst Premierminister David Cameron sieht in „fehlendem Respekt und mangelnder Autorität im Schulsystem“ einen der Gründe für die zunehmende Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen. Befeuert wird die Diskussion dazu von Umfrageergebnissen. So ermittelte z.B. das Meinungsforschungsinstitut YouGov, dass immerhin 40% der Eltern dafür sind, Rohrstock und Ohrfeigen wieder in den Strafkanon der Lehrerschaft aufzunehmen. In Fällen besonders schwerer Disziplinlosigkeiten wollten – wie n-tv berichtet – sogar 49% der Eltern Schläge als Mittel, einen Schüler zur Raison zu bringen, gelten lassen. Selbst jeder fünfte Schüler – und damit potentiell Betroffener – schließt sich dieser Einschätzung an!

In Deutschland bleibt diese Diskussion dagegen an den Stammtisch verbannt. Auch bei uns stellt sich nämlich die Frage, wo die „Dividende“ für die Abschaffung der Schläge in der Erziehung bleibt! – Seit 1968 versuchen uns Psychologen und Soziologen Glauben zu machen, dass Gewalt primär aus Gewalterfahrungen der Kindheit resultiert. Tatsächlich konnte man aber selbst nach dem traumatisierenden Krieg noch sorglos sein Jagdgewehr an die Wand hängen, ohne dass damit das eigene Kind amoklaufend in die Schule gegangen wäre. Auch wäre die Generation der heute über 40-Jährigen nie auf die Idee gekommen, einem auf dem Boden liegenden Menschen ins Gesicht zu treten, wie wir es inzwischen alle aus den Filmaufzeichnungen deutscher U-Bahnen kennen.

Wirklich schlecht gefahren ist Deutschland eigentlich nicht, als Erziehung noch drastischer war und vor allem auch noch alle etwas angegangen ist. Die heute über 40-Jährigen haben jederzeit damit gerechnet, von einem Nachbarn die Ohren lang gezogen zu bekommen, wenn sie Müll einfach auf die Straße geworfen haben, oder als 14-Jährige beim Rauchen erwischt wurden. Hätten wir solche Nachbarn dann unseren Eltern gemeldet, hätte es gleich nochmal „einen Satz heiße Ohren“ gegeben. Einen Anwalt einzuschalten wäre diesen Elten nicht in den Sinn gekommen.

Dafür waren aber die Straßen sicher und sauber, die Jugend war in der Regel respektvoll, hat noch gegrüßt. Und normalerweise musste niemand Angst haben, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Hinzu kommt: Regeln können sie vielleicht noch mit einem Einzelkind stets ausdiskutieren. Wir brauchen für ein demographisches Gleichgewicht aber viele drei-Kind-Familien. Versuchen sie einmal in einer solchen Familie jeden Tag ohne „Ultima-Ratio“ auch nur drei, vier „aufgedrehte Quälgeister“ ins Bett zu bringen. Da werden aus Eltern schnell Märtyrer – oder noch viel häufiger von Anfang an Nicht-Eltern.

Sie mögen intuitiv dieses hier aufgezeigte „reaktionäre Gedankengebäude“ nicht? Hassen eigentlich die „Früher-war-alles-besser“-Denke? – Dann trainieren Sie doch wenigstens Ihre dialektischen Fähigkeiten damit und denken zumindest einmal darüber nach!




Grüne rufen zum Boykott gegen Donaukurier auf

Petra Kleine ruft zum Boykott gegen Donaukurier aufAm 26. September ist der frühere Bundesbanker Thilo Sarrazin auf Einladung des „Donaukuriers“ zu Gast im Verlagsgebäude der Ingolstädter Tageszeitung, wo er aus seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ vorlesen wird und sich anschließend den Fragen des Publikums stellt. Nun ruft die Fraktionsvorsitzende der Ingolstädter Grünen, Petra Kleine (Foto), öffentlich zum Boykott gegen den Donaukurier auf.

Der Donaukurier schreibt:

Der Ingolstädter Kreisverband der Grünen übt nun im Vorfeld öffentlich Kritik an Sarrazins Auftritt und ruft über verschiedene Medien zur Protestaktion auf: Die Abonnenten des DONAUKURIER sollten eine Woche „Urlaub vom DK“ machen, so heißt es, und ihre Zeitung ersatzweise ins Grünen-Büro in die Griesbadgasse schicken lassen. Unter anderem hatte Fraktionsvorsitzende Petra Kleine die Aktion im Internet via Facebook veröffentlicht – auch „als Zeichen der Solidarität“ mit den Migranten Ingolstadts.

Ergänzend dazu verschickte Kleine gestern eine Presseerklärung, in der es heißt, Sarrazins Thesen seien „kontraproduktiv zu dem in Ingolstadt gemeinsamen Bemühen, über kulturelle Besonderheiten und Unterschiede zu berichten und über soziale Probleme, die sich aus Zuwanderung ergeben.“

Hinter der Protestaktion steht auch der Grünen-Kreisvorstand, der signalisieren möchte, „dass die Verbreitung der Sarrazin-Thesen in Ingolstadt nicht willkommen ist“. Der Vorschlag, „Urlaub vom DK“ zu machen, zielt laut einer Pressemeldung darauf ab, „dass der Protest und das Unbehagen“ der Ingolstädter auf diese Weise „für den Veranstalter sichtbar, aber gleichzeitig dem Auftritt von Thilo Sarrazin nicht zu viel Aufmerksamkeit entgegen gebracht wird.“

Das Vorgehen der Grünen löst allerdings Unverständnis aus – vor allem bei Sarrazin selbst: „Es gibt eine Tendenz, die Klaus von Dohnanyi treffend als Linksfaschismus umschrieben hat“, erklärte der Autor gestern im Gespräch mit dem DK. „Diese Reaktion kann man nur als albern bezeichnen.

Wer so etwas tut, der handelt bestenfalls pubertär, aber elementar antidemokratisch.“ Über sein Buch, von dem bereits 1,3 Millionen Exemplare verkauft worden seien, könne man so oder so diskutieren – „aber die Fakten wurden noch nicht widerlegt“, betont Sarrazin.

Zu Wort meldet sich auch Georg Schäff, Herausgeber des DONAUKURIER: „Die Grünen gelten ja als Partei, die für Offenheit und Toleranz steht. Daher ist es für mich sehr überraschend, dass diese Protestaktion gegen uns, den Veranstalter der Sarrazin-Lesung, ausgerechnet von dieser Seite kommt.“ Schäff sagt weiter: „Folgte man dieser Logik, dürfte man auch keinen Fernseher mehr einschalten und kein Buch von der Deutschen Verlagsanstalt mehr lesen.“

Derweil ist das Interesse an der Veranstaltung mit Thilo Sarrazin im Rahmen der Reihe Leselust 2011 nach Auskunft aus der DK-Geschäftsstelle sehr groß: Von den 350 Karten sind schon über 300 verkauft. Die Lesung beginnt um 19.30 Uhr im DK-Forum an der Stauffenbergstraße. „Thilo Sarrazins Buch ist wichtig, weil es nicht politisch korrekt ist, weil es Themen anspricht, die in den Tabuzonen des bundesdeutschen Diskurs liegen“ – mit diesen Worten wird die Veranstaltung beworben.

Wie der DK-Vertrieb gestern mitteilte, sind bislang zwei Abonnenten dem Protestaufruf der Grünen gefolgt und lassen ihre Zeitung eine Woche lang ins Parteibüro umleiten.

Georg SchäffWer sich persönlich beim Herausgeber des Donaukuriers, Georg Schäff (Foto l.), für seine Standhaftigkeit gegenüber den grünen Linksfaschisten Demokratiegegnern bedanken möchte, kann dies hier tun: georg.schaeff@donaukurier.de

(Spürnase: Alexander K.)




Der Rassismus der Indianer

Ende des 15. Jahrhunderts tauchte in Europa der Begriff des “Edlen Wilden” auf, der seit dem 18. Jahrhundert vor Allem mit dem Namen Rousseau verbunden wird. Auch Karl May bediente mit seinem Winnetou dieses Klischee. Doch nicht nur bei Verfassern philosophischer Werke und Abenteuerbüchern vergangener Zeiten wurde das Hohelied des unverbildeten Naturmenschen gesungen: Seine Weise und sein Text zieht sich ebenfalls wie ein roter Faden durch die Aussagen politisch korrekter Moralapostel unserer Tage.

(Von Florian Euring & Michael Stürzenberger)

So besteht seit Jahrzehnten ein stillschweigender Konsens darüber, dass Rassismus nur von hellhäutigen Europäern ausgehen kann und seine Opfer nur Afrikaner, Asiaten, amerikanische Indianer etc. sein können. Dass sich Opfer- und Täterrolle auch einmal vertauschen können, liegt jenseits der Vorstellungskraft vor allem deutscher Linksintellektueller.

Ein politisch inkorrekter Blick in die Geschichte – ohne Knoppbrille – fördert zuweilen erstaunliches zutage. Nun ist es sicher unumstritten, dass der Umgang mit den Eingeborenen, im Volksmund bis heute Indianer genannt, nicht immer zu den Ruhmesblättern der US-Geschichte gehört. Allerdings waren die “Native Americans” auch beileibe nicht exakt jene Unschuldsengel, als die sie uns von der PC-Folklore verkauft werden, zumal sich damit ja den US Bürgern im Besonderen und den Weißen im Allgemeinen ein schlechtes Gewissen machen lässt.

Die realen roten Brüder des fiktiven Winnetou waren nicht nur weniger gut zur Natur, als in unseren Ökolegenden berichtet, auch mit den Menschenrechten hatten sie es nicht so. So hielten die Cherokee, was hierzulande weitgehend unbekannt ist, auch schwarze Sklaven, die 1842 sogar gegen ihre roten Herren revoltierten. Während der vielgescholtene Weiße Mann den ehemaligen Sklaven nach und nach immer mehr Bürgerrechte einräumte und heute Schwarze bis in die höchsten Ämter, ja bis ins höchste Amt der USA geschafft habe (wobei Obama kein Nachkomme von Sklaven ist), drücken sich die Cherokee vor der Verantwortung gegenüber ihrem historischen Erbe als Sklavenhalter und werfen heute die Nachkommen ihrer einstigen Sklaven kurzerhand aus dem Stamm.

In dem ausführlichen Welt-Artikel „Auch die Indianer hielten sich schwarze Sklaven“ wird sogar berichtet, dass die Indianer lange vor der Ankunft des „weißen Mannes“ andere Stämme überfallen und sich diese als Sklaven genommen hätten. Und in späteren Jahrhunderten sollen sie auch fleißig schwarze Sklaven gekauft haben:

Auf dem Gebiet der heutigen USA waren es vor allem Cherokees, Chickasaws, Choctaws, Creeks und Seminolen, die von britischen Händlern selbst schwarze Sklaven kauften. Manche Indianer, die vor allem in der Land- und Viehwirtschaft tätig waren, herrschten harsch und grausam über ihre Diener.

Auf dem Gebiet der heutigen USA waren es vor allem Cherokees, Chickasaws, Choctaws, Creeks und Seminolen, die von britischen Händlern selbst schwarze Sklaven kauften. Manche Indianer, die vor allem in der Land- und Viehwirtschaft tätig waren, herrschten harsch und grausam über ihre Diener.

Im Welt-Artikel wird zwar auch erwähnt, dass es den Sklaven im allgemeinen bei ihren indianischen „Herren“ besser gegangen sei als bei den „Weißen“. Aber es soll eben auch Ausnahmen gegeben haben:

Moses Lonian, 1857 geboren, berichtete in dem Interviewband hingegen, sein Besitzer, ebenfalls ein Cherokee, sei „kein sehr freundlicher Master gewesen. Er peitschte meinen Vater und mehrere andere seiner Sklaven.“

Die Sklaverei soll sich bei den Indianern sogar zu einem regelrechten Wirtschaftszweig entwickelt haben:

1860 besaßen die Cherokees 2511 Sklaven, die Choctaws 2344, die Creek 1532 und die Chickasaws 975. „Sklaverei war zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor in jedem Stamm geworden“, bilanziert der auf das Schicksal der Afroamerikaner spezialisierte US-Historiker William Loren Katz, Autor des Buches „Black Indians. A Hidden Heritage“ („Schwarze Indianer. Ein vergessenes Erbe“).

Diese Geschichte zeigt nicht nur, dass an der Phrase vom “Edlen Wilden” nichts dran ist. Sie verweist auch die dahinterstehende Unterstellung, die Zivilisation verderbe den Menschen und verwandle ihn von einem herzensguten Naturburschen in ein zivilisiertes Monster ins Reich der Fabel. Der Mensch, wie edel, wild oder zivilisiert er auch immer sein mag, trägt immer die Fähigkeit zum Guten wie zum Bösen in sich. Gut und Böse hat alles mit freier Willensentscheidung zu tun, nichts mit Zugehörigkeit zu irgendeiner Rasse. Rassismus totschweigen, wenn er von Angehörigen einer “richtigen” Rasse begangen wird, gerade darin besteht der Rassismus der “Antirassisten”.

Zum erweiterten Themenbereich passend dieses nette Video „Die Claudia, die Indianer und die Toleranz“:




Jörg Lau nennt Wilders „blonde Bestie“!

Jörg LauJörg Lau (Foto) – nomen est omen – badet nicht nur gerne lau, er ist auch eine der typisch linken Socken in der Journaille, die sich auf ihren miserablen Charakter alle etwas einbilden. In diesem Artikel im Zeit-Blog, wo er sich über das schlechte Abschneiden der FREIHEIT freut,  nennt er Geert Wilders  eine „blonde Bestie“! Solche Ausdrücke sind politkorrekt. Nennt man den Herrn Lau dagegen einen linksversifften Presse-Geier, dann ist das rechtsradikale Hetze! Schon über 100 Leser haben ihm geantwortet! Falls Sie Zeit haben…




Gül: Sprachkurs verletzt Menschenrechte

Der verpflichtende Sprachkurs, für einwandernde ostanatolische Importbräute zum Beispiel, verletzt nach Ansicht des türkischen Präsidenten Gül die Menschenrechte. Dabei wurde bei diesen Sprachkursen ja dermaßen beschissen, daß eine totale Revision stattfinden mußte. Die meisten Bescheinigungen waren getürkt. Was verletzt eigentlich nach Ansicht der Türken die Menschenrechte nicht? Deutsche Sozialhilfe und Duldung von islamischen Intensivtätern ist doch auch ein Menschenrecht! Die Türken sind nur frech und werden immer frecher! Natürlich haben sie gemerkt, daß im Westen charakterlose, feige Politiker regieren, denen man jede Unverschämtheit vor den Latz knallen kann, und die Dhimmis  küssen einem dann immer noch ergebenst die Stiefel.




50 Jahre Anwerbeabkommen – Grund zu Feiern?

Im Rahmen des Besuchs des türkischen Präsidenten Abdullah Gül in Deutschland fand heute in Köln eine Veranstaltung der „Deutsch-Türkischen IHK“ anlässlich 50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei mit Bundespräsident Christian Wulff statt. Auch wenn dieses Abkommen schon des öfteren auf PI thematisiert wurde, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die damalige Unterzeichnung noch einmal kritisch zu hinterleuchten.

(Von Erwin M.)

Wer heute das Internet speziell nach der Geschichte der türkischen Gastarbeiter absucht, wird auf 99 Prozent aller Seiten gleich in den ersten Sätzen belogen, denn es heißt da stereotyp, Deutschland hätte Arbeiter gebraucht und die Türkei sei so nett gewesen, welche zu schicken.

Hierzu führt Dr. Stefan Luft in seinem 2006 erschienen Buch „Abschied von Multikulti“ aus:

Die Initiative für das deutsch-türkische Anwerbeabkommen ging, was wenig bekannt ist, von der Türkei aus. Die Türkei hatte ein erhebliches Interesse daran, einen Teil der rasch anwachsenden Bevölkerung befristet als Gastarbeiter ins Ausland zu schicken. Neben der Entlastung des eigenen Arbeitsmarktes versprach sie sich zu Recht dringend benötigte Deviseneinnahmen sowie einen Modernisierungsschub durch zurückkehrende Gastarbeiter, die sich entsprechende Qualifikationen angeeignet haben würden. Rund 77 Prozent der Erwerbstätigen waren damals in der Landwirtschaft tätig, nur etwa zehn Prozent in der Industrie. „Sowohl Anfang der sechziger Jahre als auch zu Beginn der siebziger Jahre war die Türkei darauf angewiesen, Arbeitskräfte ins Ausland zu schicken, da sie nur auf diese Weise die Arbeitslosigkeit im Lande reduzieren und mit Hilfe der regelmäßigen Gastarbeiterüberweisungen ihr hohes Außenhandelsdefizit ausgleichen konnte.“

In Ihrem Buch „Diplomatische Tauschgeschäfte. ‚Gastarbeiter‘ in der westdeutschen Diplomatie und Beschäftigungspolitik 1953-1973“ führt Heike Knortz das Zustandekommen des Vertrages auch auf außenpolitischen Druck der USA zurück:

Zunächst reagierte die Bundesregierung zurückhaltend auf das Angebot. Arbeitsminister Theodor Blank lehnte das Angebot zunächst ab. Da er die kulturell-religiöse Distanz und mögliche aus dieser resultierende Konflikte als zu groß einschätzte, des Weiteren bestünde zunächst auch kein Bedarf an türkischen Arbeitskräften da das Potenzial an deutschen Arbeitslosen aus strukturschwachen Regionen noch nicht hinreichend ausgeschöpft sei. Aufgrund des außenpolitischen Drucks der USA, welche nach der geostrategisch motivierten Aufnahme der Türkei in die Nato dieses Land ökonomisch stabilisieren wollte, übernahm das bundesdeutsche Außenministerium, im Gegensatz zum ursprünglich zuständigen Arbeitsministerium die Verhandlungsführung mit der türkischen Republik. Bei Abschluss des Abkommens standen die außenpolitischen Ziele der Nato, sowie die innenpolitischen und wirtschaftlichen Ziele der Türkei im Vordergrund. Insbesondere erhoffte sich die Türkei einen Rückgang der hohen türkischen Arbeitslosenzahlen, welche durch ein dauerhaft über dem Wirtschaftswachstum liegendes Bevölkerungswachstum verursacht waren.

Das Problem des explosionsartigen Anwachsens der eigenen Bevölkerung (von 1955 bis 1975 stieg die Bevölkerungszahl in der Türkei von 24 auf 40,2 Millionen Menschen) wurde zumindest damals noch von türkischer Seite aus offen zugegeben. Helmut Schmidt (SPD, deutscher Bundeskanzler 1974 bis 1982) berichtete in der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Heft „Zeit-Punkte“, Nr. 1/1993) über ein Schlüsselerlebnis mit dem türkischen Ministerpräsidenten Demirel:

„Ich kann mich gut daran erinnern, als ich ihn das erste Mal traf. Das muss anderthalb Jahrzehnte her sein. Wir trafen uns in Ankara. Er war damals Regierungschef und hat zu mir gesagt: ,Wissen Sie, Herr Schmidt, bis zum Ende des Jahrhunderts müssen wir noch fünfzehn Millionen Türken nach Deutschland exportieren. Und ich habe zu ihm gesagt: ,Das wird nicht stattfinden, das werden wir nicht zulassen. Da hat er gesagt: ,Warten Sie mal ab. Wir produzieren die Kinder und Ihr werdet sie aufnehmen.“

Diese eindeutige Faktenlage scheint der heutigen Türkei nicht mehr so recht in ihr eigenes Geschichtsbild zu passen. So behauptete bereits im März diesen Jahres der „Minister für Auslandstürken“ Faruk Çelik:

[…] In Anspielung auf die deutsche Kritik an türkischen Migranten erinnerte der Minister die Bundesrepublik auch daran, dass die Auswanderung keine Idee der Türken war: „Die Leute gingen, weil man nach ihnen rief.“ Nun müsse sich Deutschland verstärkt um eine gute Integration bemühen, was bedeute, „Kultur und Religion“ der Türken zu respektieren. […]

Und auch aktuell gibt der türkische Staatspräsident Abdullah Gül das Märchen vom dringend benötigten türkischen Gastarbeiter zum Besten:

„Die Türken sind damals einer Einladung gefolgt. Deutschland brauchte Arbeitskräfte, die Türken machten sich auf den Weg.“

Selbst die Bundesregierung klammert, aus welchen Gründen auch immer, die Geschichte des Zustandekommens der Anwerbung aus:

Der Anwerbevertrag zwischen Deutschland und der Türkei wurde Ende Oktober 1961 in Bad Godesberg unterzeichnet. Beide Länder waren an einer engeren Zusammenarbeit interessiert. Zum einen brauchte Deutschland zur Zeit des „Wirtschaftwunders“ Arbeitskräfte, zum anderen wollte die Türkei ihre Landsleute durch einen Auslandsaufenthalt weiter qualifizieren.

Dass das 50-jährige Jubiläum unter Ausblendung der Vorgeschichte derart harmonisch begangen wird, ist keine Selbstverständlichkeit. Wie nachfolgende Zitate belegen, sahen frühere deutsche Bundeskanzler bzw. Ministerpräsidenten die Anwerbung türkischer Gastarbeiter weit weniger positiv.

Helmut Schmidt (SPD) in der Wochenzeitung „Zeit“ vom 5.2.82:

„Mir kommt kein Türke mehr über die Grenze!“

Manfred Börner (SPD und hessischer Ministerpräsident) 1982:

“Es kommt, solange ich in Hessen etwas zu sagen habe, kein Türke mehr ins Land. Denn die sozialen Folgekosten sind so hoch, dass es unverantwortlich ist, das fortzusetzen.“

Helmut Kohl, in einem ZDF-Interview v. 3.10.1982, dem ersten Tage seiner Kanzlerschaft:

„Aber es ist auch wahr, dass wir die jetzige vorhandene Zahl der Türken in der Bundesrepublik nicht halten können, dass das unser Sozialsystem, die allgemeine Arbeitsmarktlage, nicht hergibt. Wir müssen jetzt sehr rasch vernünftige, menschlich sozial gerechte Schritte einleiten, um hier eine Rückführung zu ermöglichen.“

und an anderer Stelle:

„Das Problem ist, dass wir offen aussprechen müssen, dass wir mit der Zahl der türkischen Gastarbeiter bei uns, wie wir sie jetzt haben, die Zukunft nicht erreichen können. Die Zahl kann so nicht bleiben. Sie muss verringert werden.“

Ende Oktober, am Jahrestag der Unterzeichnung des Abkommens, soll neben einer Feierstunde im Bundestag ein Zug von Istanbul nach Berlin fahren, um den Weg türkischer Gastarbeiter nach Deutschland nachzustellen. Dann wollen sich auch Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen. Hoffen wir, dass unsere Bundeskanzlerin Herrn Erdogan die Hintergründe der damaligen und bis heute andauernden Landflucht seiner Landsleute verdeutlicht.

Wird man die von der heutigen Türkei und ihrer in Europa ansässigen Kolonisationsbehörde Ditib verbreitete Version „die Türken wurden von Deutschland nach dem Krieg gerufen, und haben das Land wieder aufgebaut“ weiterhin unwidersprochen hinnehmen, ist mit einem weiteren Anwachsen des türkischen Nationalismus in Deutschland wie z.B. im Mai diesen Jahres in Würzburg zu rechnen. Im übrigen war West-Deutschland 1959 bereits nach den USA zur zweitgrößten Industrienation aufgerückt, das Land also schon lange von den eigenen Leuten wieder aufgebaut.

Freilich hat Erdogan kein Interesse an einer Eindämmung des Nationalismus vieler seiner Landsleute in Europa. So rief er doch bei einer im Februar 2010 in Istanbul stattgefundenen Konferenz dazu auf, Europa zu „türkisieren“ und die europäische Kultur mit der türkischen zu „impfen“.

Buchtipp: Heike Knortz: Diplomatische Tauschgeschäfte. “Gastarbeiter” in der westdeutschen Diplomatie und Beschäftigungspolitik 1953-1973. Böhlau Verlag, Köln 2008, S.225




Ralph Giordanos offener Brief an Christian Wulff

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, „Die Türkei ist ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen.“ So der Kernsatz eines Interviews, das Sie aus Anlass des Besuches von Abdullah Gül, Präsident der Türkei, in Berlin der „Süddeutschen Zeitung“ gegeben haben. Dieser Satz verrät eine so verstörende Unkenntnis der Wirklichkeit, eine derart blauäugige Gleichsetzung des real existierenden Islam mit einem EU-konformen Islam, dass es einem die Sprache verschlagen will. Dazu schließt er sich lichtdicht an Ihre historische Fehlthese vom 3. Oktober 2010 anlässlich des 20. Gedenktages der deutschen Wiedervereinigung, „nicht nur Christentum und Judentum, auch der Islam gehört inzwischen zu Deutschland“.

Auch das fossile, anachronistische Rechtssystem des Islam, von der der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Aiman A. Mazyek, mehrfach öffentlich erklärte: „Scharia und Grundgesetz sind miteinander vereinbar“? Auch der Islam des von Ihnen stets hoch gelobten Recep Tayyib Erdogan, türkischer Ministerpräsident, der am 28. November 2010 in Düsseldorf vor einem kochenden Auditorium mit den Worten „Ich bin euer Präsident!“ eine Kriegserklärung an die Integration abfeuerte (wie schon drei Jahre zuvor, am 10. Februar 2008, in der Köln Arena mit der aberwitzigen These „Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“). Es ist derselbe Erdogan, der den Völkermord an den Armeniern 1915/16 im türkisch-osmanischen Reich leugnet, unter dessen Regierung in den Gefängnissen nachweislich weiter gefoltert wird und der sich jüngst mit dem Stichwort „Gaza-Flottille“ bis an die Grenze politischer Brandstiftung immer offener zu einem Gegner Israels gemausert hat.

Ich maße mir nicht an, Ihnen Nachhilfeunterricht in Geschichte erteilen zu wollen, aber warum fehlt in Ihren Kommentaren zum Migrations-/Integrationskomplex jede Spur von Kritik? Warum stehen Sie nicht auf gegen das niederträchtigste aller niederträchtigen Totschlagargumente der Political Correctness: „Kritik am Islam gleich Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“? Ein Xenophober, der sich Gedanken macht, ob das Kopftuch bei zwölfjährigen Mädchen ein Zeichen religiöser Selbstbestimmung ist oder eine von den Eltern verordnete Zwangsmaßnahme? Ein Ausländerfeind, wer stutzt über das Ausmaß von Gewalt an Frauen in den muslimischen Paarbeziehungen? Ein Rassist, wer hinterfragt, warum die Selbstmorde junger Muslima fünfmal höher sind als die bei Frauen ohne „Migrationshintergrund“? Ein Türkenschreck, der den signifikant überdurchschnittlichen Anteil von Migranten an der Jugendkriminalität beklagt? Ein Antimuslim-Guru, wer sich darüber entsetzt, dass muslimische Frauen und Mädchen mitten unter uns tödlich gefährdet sind, sobald sie archaischen Auffassungen im Elternhaus trotzen und mit der Integration ernst machen wollen?

Von all dem, was ich hier bruchstückhaft aufgeführt habe, ist in Ihren Ausführungen, sehr geehrter Herr Bundespräsident, nie die Rede. Ich vermisse bei Ihnen jede Kritik an menschenrechtsfeindlichen Auffassungen und Praktiken innerhalb der türkisch-arabisch dominierten muslimischen Minderheit, und jede Nähe zu kritischen Muslima wie Necla Kelek, Seyran Ates, Minah Ahadi oder Ayaan Hirsi Ali.

Wie ist Ihnen zumute mit Ihrer Behauptung, die Türkei sei heute schon ein Beispiel für die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie, wenn die iranische Theologin Hamideh Mohaghegni warnt, dass „die innerislamischen Klärungen auf dem Wege zu einem Euro-Islam noch 20 bis 30 Jahre in Anspruch nehmen werden und es auch dann immer noch fraglich ist, ob der sich hier durchsetzen oder dem traditionellen Islam unterliegen wird“? Gefolgt von Dr. Ezhar Cezairli, Mitglied der Deutschen Islamkonferenz: „Es ist eine Gefahr für die Zukunft Deutschlands, dass manche Politiker durch ihre Ignoranz gegenüber islamischen Organisationen dabei sind, die Grundlagen unserer aufgeklärten Gesellschaft aufzugeben.“ Deutlicher geht’s nimmer.

Aber Sie, Herr Bundespräsident, sind nicht zur Stelle. Anders der unerschrockene Abbas Baydoun, langjähriger Feuilletonchef der libanesischen Tageszeitung „as-Safir“: „Bei uns suchen viele nach Ausreden, nicht in den Spiegel zu schauen, um uns den Anblick eines fürchterlichen Gesichts zu ersparen, das Gesicht eines anderen Islam der Isolation und der willkürlichen Gewalt, der nach und nach die Oberhand gewinnt und bald, während wir dem Höhepunkt der Verblendung zusteuern, unser tatsächliches Gesicht sein wird.“ Das allen Pauschalumarmern, xenophilen Einäugigen, Sozialromantikern, Gutmenschen vom Dienst und Beschwichtigungsaposteln ins Stammbuch!

Keine Missverständnisse: Es bleibt die Ehre der Nation, jeden Zuwanderer, Fremden oder Ausländer vor der Pest des Rassismus und seinen Komplizen zu schützen. Gleichzeitig ist es bürgerliche Pflicht, sich gegen Sitten, Gebräuche, Traditionen und Mentalitäten zu wehren, die jenseits von Lippenbekenntnissen den freiheitlichen Errungenschaften der demokratischen Republik ablehnend bis feindlich gegenüberstehen. Von all diesen Problemen lese ich in Ihren Kommentaren zum Migrations-/Integrationskomplex nichts. Stattdessen Statements wie „Ich schwärme für die guten deutsch-türkischen Beziehungen“ gleichsam als handele es sich um eine Multikulti-Idylle, die durch sozialtherapeutische Maßnahmen behoben werden könnte.

Nehmen Sie bitte noch zur Kenntnis: Es ist keineswegs unbedrohlich, eine kritische Meinung zu äußern. Ich bin mein ganzes Leben lang bedroht worden. Aber was seit meiner Kritik an der Köln-Ehrenfelder Großmoschee von muslimischer Seite mit einer religiös-fanatischen Note dazukommt, das kann selbst einen terrorgewohnten Mann wie mich beeindrucken. Aber abhalten, auch weiterhin an der Seite kritischer Muslime und Muslima zu stehen, wird es mich nicht. Mein Antrieb: Nach den Erfahrungen in Hitlerdeutschland gibt es nur eine Gesellschaftsform, in der ich mich sicher fühle – die demokratische Republik. Wer sie antastet, ob Muslim, Christ oder Atheist, der hat mich am Hals.

Das, sehr geehrter Herr Bundespräsident, wollte ich Sie hochachtungsvoll wissen lassen.

Ihr Ralph Giordano

(Erschienen in der WELT vom 20.9.2011)




Zehn Thesen, wieso PI absolut notwendig ist

Zehn Thesen, wieso PI absolut notwendig istDie jüngste Medienkampagne gegen PI hat neben allen negativen Begleiterscheinungen gezeigt: PI ist den gleichgeschalteten Medien und der politischen Elite ein täglicher Dorn im Auge, der eliminiert gehört. Warum aber PI gerade in der jetzigen Zeit als Korrektiv notwendiger denn je ist, hat PI-Leser Arent in zehn Thesen zusammengefasst.

1. Solange in den Archiven von Spiegel, Welt und anderen Zeitungen keine Artikel über die Kairoer Erklärung der Menschenrechte existieren, ist Politically Incorrect notwendig.

2. Solange Leute wie Güner Balci – nachdem sie darauf aufmerksam machte, dass mitten in Kreuzberg die Bundeszentrale der Grauen Wölfe steht – beim RBB rausgeworfen werden, ist Politically Incorrect notwendig.

3. Solange Mitarbeiter des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration beim Verlag von Necla Kelek anrufen und fordern, keine Bücher mehr von ihr zu verlegen, ist Politically Incorrect notwendig.

4. Solange Alice Schwarzer und Andere dazu gezwungen sind, Bücher zu schreiben über „Die große Verschleierung“ durch (Zitat) „Kulturrelativisten in deutschen Medien“, ist Politically Incorrect notwendig.

5. Solange Anschläge auf Jyllands Posten, Kurt Westergaard und generell islamkritische Journalisten verübt werden, ist Politically Incorrect notwendig.

6. Solange Presse, Armee und Hochschulen in der Türkei auf Linie gebracht werden, ist Politically Incorrect notwendig.

7. Solange Sarrazin noch kein Bundesverdienstkreuz erhalten hat, ist Politically Incorrect notwendig.

8. Solange Ayaan Hirsi Ali, Seyran Ates und Andere sich nicht wieder ungefährdet in Europa bewegen können, ist Politically Incorrect notwendig.

9. Solange anlässlich von 9/11 vorzugsweise Verschwörungstheorien verbreitet werden, damit auch der Letzte versteht, dass es „die Juden“ oder „die Amerikaner“ waren und es „den Amerikanern“ recht geschieht, ist Politically Incorrect notwendig.

10. Solange irgendwo auf der Welt Appeasement betrieben wird, sind Seiten wie Politically Incorrect notwendig.




Merkel lehnt EU-Beitritt der Türkei ab

Schon vor sie mit dem türkischen Präsidenten Gül zusammentrifft, lehnt Merkel den EU-Beitritt der Türkei ab. Wir sollten uns darüber aber nicht zu sehr freuen. Wie der Atomausstieg gezeigt hat, ändern Hosenanzüge ihre Farbe schneller als ein Chamäleon. Merkel will nämlich enge Beziehungen zu Ankara, und dort steht die Visa-Freiheit ganz oben auf der Wunschliste. Gehen Sie also davon aus, daß innert weniger Monate jeder arbeitslose ostanatolische Schafhirte samt Gebetsteppich und Zweitfrau in Berlin als bereichernder Software-Ingenieur einreisen und Sozialhilfe und Kindergeld beziehen darf. Wie das geht, siehe den Artikel über die Zigeuner unten! Ein weiterer Höhepunkt für Gül wird der Besuch in Osnabrück mit Islam-Prasident Wulff.




Der SPIEGEL reiht sich in Anti-PI-Kampagne ein

In der aktuellen gedruckten Ausgabe und auch online bringt der SPIEGEL mit dem Artikel „Politicially Incorrect eng vernetzt mit rechter Szene“ (Print-Version hier) einen weiteren Baustein in der seit über einer Woche laufenden Anti-PI-Kampagne. Außer der falschen Schreibweise von „Politically“ ist noch manches andere seltsam an dem Beitrag. Ziel ist mal wieder, PI in ein „rechtes Licht“ zu rücken. So wird beispielsweise moniert, dass PI beim Thema „Linkstrend stoppen“ Kontakt mit der „rechten Zeitung“ Junge Freiheit pflegt. Sowas aber auch.

(Von Michael Stürzenberger)

Es scheint so, dass dies so manchem SPIEGEL-Redakteur gar nicht gefällt, und so hat man über dem Online-Artikel den Hinweislink „Thema Rechtsextremismus – alle Artikel und Hintergründe“ wie ein Damoklesschwert angebracht. Die Druckausgabe ist noch deutlich schärfer: Dort lautet die Überschrift „Rechtsextremismus – Offen ausländerfeindlich“. Auch der SPIEGEL hält sich also an die unhaltbare Gleichsetzung „Islamkritik = Ausländerfeindlichkeit“.

Mit dieser Medienkampagne outet sich ein Presserzeugnis nach dem anderen, dass es ihm keinesfalls um eine sachliche Auseinandersetzung mit den von PI dargelegten islamkritischen Fakten geht, sondern rein um den Versuch, die Autoren von PI zu diskreditieren. Der von linken Journalisten dämonisierte Begriff „Rechts“ wird mal wieder zum Totschlagsargument. So liest sich im SPIEGEL:

Auch mit der rechten Zeitung „Junge Freiheit“ (JF) tauscht sich PI aus. „Lieber Stefan, es wäre klasse, wenn du die Geschichte über Linkstrend stoppen auf PI News weiterdrehen könntest“, heißt es in einer E-Mail der JF vom März 2010, die sich auf eine Kampagne verschiedener rechter Gruppen bezieht.

Da sollte man doch gleich den „Kampf gegen Rechts“ aktivieren, um diesem Treiben von PI und JF einen Riegel vorzuschieben. Und die Empörungsschraube wird noch weiter gedreht, denn nun zitiert man aus einem internen email-Verkehr, der auf bisher unergründliche Weise in die Redaktionsstuben des DuMont-Verlages und jetzt auch des SPIEGEL gelangt ist. Die Rede ist von „mehreren zehntausenden emails“, und das legt den Verdacht auf kriminelles Hacken einer oder mehrerer email-Adressen nahe.

Aus den E-Mails geht hervor, dass ein Kreis von etwa einem halben Dutzend Aktivisten zum Führungszirkel gehört, die der Kampf gegen den Islam eint. „Meiner vollsten Überzeugung nach muss der Islam von allen Seiten angeschossen werden“, schreibt etwa der Münchner PI-Aktivist Michael Stürzenberger, ehemals CSU-Mitglied und Sprecher der Strauß-Tochter Monika Hohlmeier. Er habe „tiefsten Hass auf diese Ideologie“.

Es ist schon erstaunlich, dass der SPIEGEL jahrelang keine einzige Passage aus den fachlich fundierten PI-Artikeln dargestellt hat, aber jetzt Fragmente aus internen emails veröffentlicht. Der faktischen Diskussion geht man dort konsequent aus dem Weg, da man vermutlich weiß, dass in dieser Hinsicht nichts gegen PI vorzubringen ist. Durch die selektive Publizierung von vermutlich illegal erworbenen privaten emails will man PI-Autoren ganz offensichtlich schädigen. Nach dem uralten Prinzip: Den Überbringer der schlechten Botschaft attackieren, die Botschaft selbst ignorieren.

Aber diese aus dem Mittelalter entlehnte Form des „An den Pranger Stellens“ dürfte ihre erhoffte Wirkung verfehlen. Soll man eine Ideologie etwa akzeptieren, die einem finsteren Rachegott im Himmel huldigt, der seinen Hass auf die verteufelten Ungläubigen in Form von Mordbefehlen zeigt? Der die Menschen, die nicht an ihn glauben wollen, voller Zorn als minderwertig und eher tierisch bezeichnet? Soll man einem „Gott“, der für das Töten ewige Freuden im Paradies verspricht, auch noch Respekt entgegenbringen? Soll man wie diese linksverdrehten Redakteure bei DuMont und SPIEGEL die Augen vor der unangenehmen Wahrheit verschließen, dass dieser „Gott“ seit 1400 Jahren für Kriege, Terror, Grausamkeiten, Frauenununterdrückung und Intoleranz verantwortlich ist?

Ich würde die offensichtlich aus einer privaten email zitierten Sätze zwar nicht so in einem PI-Artikel schreiben, aber ich brauche sie auch nicht zurückzunehmen. Selbst wenn ich nicht mehr genau weiß, ob und in welchem Zusammenhang ich sie möglicherweise geschrieben habe: Unter dem Eindruck eines islamisch begründeten Terroranschlags mit hunderten unschuldigen Toten oder korangemäßen Kopfabschneidens unter „Allahu-Akbar“-Rufen kann man bei seinen intern ausgetauschten Formulierungen schon mal emotional werden. Vor allem auch, wenn ein jahrzehntelanger Berufskollege von seinem Traumurlaub in Bombay nach islamischer Bereicherung nur noch im Sarg zurückkehrt. Aber wohlgemerkt: Hier wird aus privaten emails zitiert, nicht aus PI-Artikeln. Ein kläglich-hinterhältiger Versuch, PI und seine Autoren zu verunglimpfen. Wir dürfen gespannt sein, was die Qualitätspresse noch alles aus der Schmuddelkiste hervorzaubern wird.

Darüber hinaus möchten wir gar nicht wissen, was sich linksverdrehte Redakteure per email alles so schreiben. Hierzu auch ein Kommentar von Castollux: „Rechts-Alarm bezüglich Politically Incorrect: Der SPIEGEL hyperventiliert wieder einmal“