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In eigener Sache: Schlechte PI-Erreichbarkeit!

Wie an den vergangen Tagen war PI auch heute, unter anderem wegen DOS-Attacken, wieder nur sporadisch erreichbar. Wir bitten um Nachsicht und dürfen Ihnen versichern, die Autoren „leiden“ genauso darunter wie Sie, wenn nicht mehr! Viele Leser haben uns per Email geschrieben und nachgefragt, wann wir das Problem in den Griff bekommen. Wir können leider nur antworten: wir arbeiten dran und hoffen, die Angriffe, die vor allem im Zuge der DuMont-Kampagne auftreten, bald erfolgreich abwehren zu können. Hilfe, sei sie technischer (info@blue-wonder.org) oder finanzieller Natur, ist stets willkommen.




Die Papst-Rede im Deutschen Bundestag




Orientalische Christen auf dem „Friedens“-Weg

Beim internationalen Friedenstreffen in München wurde am Abend des 12. September, einen Tag nach der Gegendemonstration von BPE, PI und DIE FREIHEIT, die Diskussions-veranstaltung „Die christlich orientalischen Kirchen auf dem Friedensweg“ im Pfarrzentrum St. Bonifaz durchgeführt. Bekanntester Teilnehmer war der Generalbischof Anba Damian von der Koptisch Orthodoxen Kirche Deutschland (auf dem Bild neben dem Bayerischen Landesvorsitzenden der FREIHEIT, Christian Jung).

(Von Wolf Ratshauser, PI München)

Der sehr gewandt und selbstsicher auftretende Moderator Simon Jacob, Integrationsbeauftragter der Syrisch Orthodoxen Kirche in Deutschland, führte mit einer gelungenen Moderation durch den Abend, der sicher besser als Leidensweg statt als Friedensweg bezeichnet wäre. In allen Vorträgen deutete sich der ständige Überlebenskampf der christlichen Kirchen im Orient an, also in der Türkei, Arabien, Persien und Nordafrika.

Zunächst klärte Generalbischof Anba Damian das zahlreich erschienene Publikum über die Kopten als Ureinwohner Ägyptens auf. Das Wort „Kopten“ komme aus dem griechischen Wort Aigyptos für Ägypten. Ägypten tauche als Wort über 480 mal im Alten und Neuen Testament der Bibel auf, worauf die Kopten sehr stolz seien. Wegen ihrer Verfolgung bezeichneten sich alle orientalischen christlichen Kirchen als „Märtyrerkirchen“.

Interessanterweise beginne der Koptische Märtyrerkalender mit dem 11. bzw. 12. September unserer Zeitrechnung. Bei den Kopten gebe es eine Heiratserlaubnis für Priester – ausserdem besäßen die Kopten einen eigenen Papst.

Mit dem Jahre 635 n.Chr. habe die Islamisierung Ägyptens begonnen. Im Zuge dessen sei der Anteil der Koptischen Christen von 100% auf heute 20% der Bevölkerung gesunken. Mit der Verfassung von 1971 sei der Islam zur Staatsreligion ernannt worden. Seitdem gebe es keine strafrechtliche Verfolgung von islamischen Straftätern gegen koptische Christen mehr.

Die koptische Gemeinde in München betreue zahlreiche Opfer der Anschläge gegen Kopten (u.a. in Alexandria) die im Zusammenhang mit dem “arabischen Frühling” begangen worden seien. Generalbischof Damian erhalte täglich bis zu 500 emails, die von der Verfolgung der Kopten in Ägypten berichteten.

In diesem Video richtet er einen dringenden Appell an alle deutschen Christen, angesichts der bedrohlichen Islamisierung nicht wegzuschauen:

Einen ausführlichen Bericht über die Verfolgung von Christen gab dann auch Schwester Hatune. Sie selbst ist von der Syrisch Orthodoxen Kirche und hilft mit Ihrem Verein “Die helfenden Hände” den Christen in der Türkei und im Nahen Osten. Besonders viel Arbeit gebe es im Irak und seinen Nachbarländern. Seit dem Sturz von Saddam Hussein finde dort ein regelrechter Genozid an den Chaldäischen Christen statt. Während in der weltweiten Diaspora 2 Millionen Chaldäer verstreut seien, lebten nur noch ca. 500.000 im Irak selbst, mit stark sinkender Tendenz. Mit Rücksicht auf den Veranstaltungsrahmen “Friedenstreffen” versuchte Schwester Hatune die unglaublichen Verbrechen an den Christen im Nahen Osten und der Türkei, insbesondere aber im Irak, nur sehr zurückhaltend darzustellen.

Auf umfangreich vorhandenes Bildmaterial wurde bei dieser Veranstaltung ganz verzichtet. Eine persönliche Episode aus Jordanien beschrieb Schwester Hatune, wie die Taxifahrer am Flughafen sie zwei Stunden lang von der Beförderung boykottiert hätten. In Ihrer Schwesterntracht sei sie als christliche Würdenträgerin klar erkennbar gewesen.

Mit dem Sturz von Saddam und insbesondere mit dem “arabischen Frühling” habe der Verfolgungsdruck auf die Christen und die teilweise bestialischen Verbrechen gegen die Christen nochmals stark zugenommen. Daher sähen alle Nichtmoslems in Syrien die Umsturzversuche gegen Assad mit sehr gemischten Gefühlen.

Über Ihre Arbeit und das Leiden der Christen hat Schwester Hatune das Buch „Es geht ums Überleben – Mein Einsatz für die Christen im Irak“ geschrieben.

Anastasia Dick von den Pontischen Griechen berichtete kurz über den bereits abgeschlossenen Völkermord an den Armeniern, aber auch an den Griechen und ihre Vertreibung aus der heutigen Türkei.

Immer wieder betonten die Referenten den Willen der Christen zum friedlichen Zusammenleben mit den Moslems. Interessanter Weise gebe es auch heute noch Übertritte zum Christentum, trotz der Bedrohung und Gefahr. So seien beispielsweise im Iran Konvertiten per Gesetz mit der Todesstrafe bedroht.

In einer erfolgreichen Jugendarbeit sähen die koptischen, die syrisch-orthodoxen und die griechisch-orthodoxen Verbände in Deutschland eine Hoffnung, ihren Glauben und ihre Kultur überleben zu lassen. Trotzdem wollten sie als integrierte Mitglieder der Aufnahmegesellschaft durch Bildung und Wirtschaftstätigkeit ihren Beitrag zum Wohl dieses Landes leisten.




Henkel: Ich stünde für neue Partei zur Verfügung

Der frühere BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel hat am Dienstag bei einer Veranstaltung der Zivilen Koalition in Berlin verlauten lassen, dass er einer neuen Euro-kritischen Partei zur Verfügung stehen würde. Der bisherige FDP-Anhänger, der bei der Berlin-Wahl zum ersten mal ins „Nichtwählerlager“ gewechselt ist, sagte wörtlich: „Die beste Chance wäre es, wenn die FDP wieder auf den richtigen Kurs zurückkommt. Wenn das nicht klappt, dann brauchen wir eine neue Partei. Ich stelle mich zur Verfügung.“ (Quelle: JF)




BILD: „Schäuble verschaukelt die Deutschen“

Mit einem vernichtenden Beitrag nimmt sich heute die BILD-Zeitung Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und seine Rolle in der Euro-Krise vor. Gleich in der Einführung zitiert der Autor Ralf Schuler Konrad Adenauer mit dem Satz „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“, um dann nachzufragen „Minister Ratlos! Was ist nur mit Wolfgang Schäuble los…?“ Aber es kommt noch besser:

Er galt lange als verlässlichster Minister im Kabinett, war DER Mann für stabile Finanzen und für klare Ansagen. Sein Wort galt. Doch in der Euro-Krise wurde aus Schäuble der Politiker, der die Deutschen verschaukelt – der klare Aussagen meidet oder sich selbst widerspricht …

Was folgt ist eine minutiöse Aufzählung von gebrochenen Versprechen und Falschaussagen im Zusammenhang mit der Griechenland-Krise. BILD kommentiert:

So wie gestern: In einem Interview der „Berliner Zeitung“ erklärte der Minister, eine eigene Bundestagsmehrheit der schwarz-gelben Koalition bei der Abstimmung zum Euro-Rettungsschirm sei nicht nötig. Begründung: „Wir haben eine Mehrheit von 80 Prozent für das Gesetz im Bundestag.“

Vergangenes Wochenende klang das noch ganz anders!

Da äußerte sich Schäuble in der BILD am SONNTAG so: „Union und FDP verfügen über eine hinreichend große Mehrheit, um es auch ohne Stimmen aus der Opposition zu schaffen.“

Der Schlingerkurs des Finanzministers zum Thema Griechenland hat vor fast zwei Jahren begonnen …

21. Dezember 2009

Am Beginn der Krise erklärt Schäuble: „Wir Deutschen können nicht für Griechenlands Probleme zahlen.“

16. März 2010

„Griechenland hat nicht um Hilfe nachgefragt, deswegen gibt es dazu keine Entscheidung, und es ist auch keine Entscheidung getroffen worden.“

Vier Wochen später, am 11. April, beschließen die Euro-Finanzminister das erste Griechenland-Hilfspaket über 30 Mrd. Euro.

16. April 2010

Schäuble: „Noch immer glauben wir, dass die Griechen auf dem richtigen Weg sind und dass sie am Ende vielleicht gar nicht die Hilfe in Anspruch nehmen müssen.“

22. April 2010

Schäuble zählt noch immer auf die Griechen: „Das Land hat keine Probleme gehabt, sich in dieser Woche an den Märkten zu finanzieren. Die Einigung auf die Hilfen im Notfall ist eine reine Vorbeugemaßnahme gewesen.“

Am 23. April bittet Griechenland offiziell um Hilfe – bis Anfang Mai wird ein Hilfspaket von 110 Mrd. Euro geschnürt.

27. April 2010

Eine Insolvenz der Griechen schließt Schäuble aus: „Es geht nicht um Umschuldung, das ist kein Thema, und davon redet auch niemand, der in der Regierung ein Amt hat.“

Mai 2010

Für Schäuble sind die 110 Mrd. Euro des ersten Hilfspakets „Obergrenze“. Eine einmalige Nothilfe.

11. April 2011

Der Minister relativiert: „Ob das ausreicht, (….) wird man sorgfältig beobachten.“

31. Januar 2011

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso schlägt vor, den ersten Euro-Rettungsschirm zu erweitern. Schäubles Reaktion: Das sei das „falsche Signal“.

21. März 2011

Die EU-Finanzminister beschließen einen Rettungsfonds mit sagenhaften 750 Mrd. Euro (ESM) – mit der Stimme Schäubles.

6. Juni 2011

Griechenland erhält ein weiteres Hilfspaket mit über 100 Mrd. Euro. Schäuble erklärt: Sonst „stehen wir vor dem realen Risiko der ersten ungeordneten Staatsinsolvenz innerhalb der Euro-Zone“.

Ganz PI fragt BILD nach dieser Aufzählung zurecht:

UND WIE GEHT ES WEITER? Bisher ist der Finanzminister bei seinem NEIN zu gemeinsamen Staatsanleihen aller Euro-Länder, den sogenannten Euro-Bonds, geblieben. Aber vielleicht überlegt er es sich ja nächste Woche wieder anders …

So wenig mussten wir BILD noch nie kommentieren…

» Leserbriefe: info@bild.de




Grazie! Prego!

Aufgrund des Winterwetters in den Alpen mit bis zu einem halben Meter Schnee am Wochenende fuhren wir von Bayern über Österreich nach Italien. In Innsbruck war auch Schnee gefallen – zum ersten Mal im September seit 1936. Das zum Thema Klimaerwärmung. Und nun zu „Prego“. In Italien sagt man für Dankeschön  „Grazie“ und für Bitteschön „Prego“. Mit diesen zwei Wörtern, die auch PISA-Absolventen nicht überfordern sollten, kriegen Sie in Italien als Deutscher reihenweise Dutzende dankbarer Blicke innerhalb weniger Stunden. Es ist unglaublich! Und das in Touristengegenden wie dem Garda-See oder im Trentino.

Sie gehen in den Laden, kaufen eine Zeitung, die Dame an der Kasse hat sie längst als Deutschen geoutet, sie sagt „Grazie“ nach Erhalt des Geldes, Sie sagen „Prego“, und Sie kriegen einen bewundernden Augenaufschlag. Garantiert! Anscheinend sind Sie der einzige Germane im letzten halben Jahrhundert, der dieses Wort kennt. Probieren Sie es aus, es ist so!

Andersherum, Sie kriegen etwas, irgendeinen Service oder eine Auskunft, und Sie sagen sogar „Mille Grazie“, also Tausend Dank! Die Wirkung ist dieselbe! Die Leute sind regelrecht dankbar, werfen Ihnen einen extra Blick zu und sind hocherfreut, daß ein deutscher Tourist zwei Wörter Italienisch beherrscht! (Übrigens auch haarscharf so in Spanien. Dort antwortet man auf „Gracias“ mit „De Nada“, und schon fällt dem Kellner der Teller aus der Hand, weil er das von einem Alemannen noch nie gehört hat.)

Nun sind wir ja alle in der EU. Kennt die Merkel das Wort „Prego“? Gut, braucht sie auch nicht, Berlusconi kann sie eh nicht leiden. Aber es ist trotzdem erstaunlich, daß die Europäer gar nichts voneinander wissen. Nicht einmal Dankeschön! Was jenseits der Grenzen abgeht, bleibt für die meisten lebenslang im Nebel.

Mein Notebook hat einen dicken Eurostecker nach der neuesten EU-Norm. Dieser Stecker paßt in Italien vom Brenner bis Palermo in keine einzige Steckdose. Ohne meinen Allround-Zusatzstecker aus den USA wäre längst die Batterie leer. Warum führen wir jede EU-Direktive mit Händen an der Hosennaht durch, als käme sie vom Führerhauptquartier, und Resteuropa kümmert sich keinen Deut um solche Vorgaben?

Warum lernen wir nicht einmal drei Wörter aus der Sprache unserer europäischen Nachbarn? Warum wissen wir nicht, was sie bewegt, was sie denken, wie sie leben, wie sie handeln? Warum erklärt unsere linke Presse Berlusconi zum leibhaftigen Gottseibeiuns und sagt uns nicht, warum die Italiener ihn jahrzehntelang gewählt haben? Warum führen wir stattdessen EU-Befehle aus, während den Nachbarn der ganze EU-Zinnober wurscht ist? Sie kassieren intelligent die Subventionen, unterschreiben alles und führen nichts durch, was ihnen nicht gefällt. Wäre es für Europa nicht sinnvoller und billiger, wir wüßten ein klein wenig mehr voneinander, anstatt eine perverse, unpersönliche, überstaatliche EUdSSR einzurichten?




Benedikt, ein deutscher Papst in Deutschland

Wieviel Mist aktuell über den Papst geschrieben und geredet wird, geht auf keine Kuhhaut! Ein altgriechisches Sprichwort lautet: Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens! Wie recht die alten Hellenen doch hatten. Hier nur das Titelbild des Hamburger Idiotenblatts für Rote Socken aller Art. Der Untertitel lautet: „Der Papst lässt die Deutschen vom Glauben abfallen“. Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen!

Welche Deutschen sind das denn? Alle plötzlich? Was glauben denn alle? An CO2 und Klimaerwärmung! Oder reden wir nur von den Katholiken? Von welchem Glauben fallen die eigentlich ab? Vom Glauben des Papstes? Oder vom gähnenden Nichts des SPIEGELs? Von den Lehren der Kirche, manche immerhin 2000 Jahre alt? Oder von ihrem eigenen Glauben? Wer bestimmt denn den Glauben? Der SPARGEL oder jeder Einzelne? Von was fallen sie also ab? Die können doch gar nicht abfallen! Die meisten sind doch längst schon abgefallen. Die sollen sich doch einfach verabschieden und ihre Klappe halten. Jede kleine Sekte kann ihre eigene Lehre bestimmen, und wer eintreten will, muß das unterschreiben. Aber ausgerechnet der Papst, der Chef von 1,2 Milliarden Katholiken, darf einem Germanen nicht sagen, was 2000 Jahre gegolten hat? Das bestimmt nun ein linkes Hamburger Stricherblatt, der Herr Hinterhuber aus Hamburg-Harburg oder seine Tante Hildegard? Oder der Herr Pfleiderer aus Stuttgart-Bad Cannstatt, der auch besser als jeder Ingenieur weiß, daß Stuttgart 21 drei Gleise zuwenig hat.

Und das sind alles dieselben Damen und Herren, die vor dem Islam die Hosen gestrichen voll haben. Der feige SPIEGEL, das angebliche „Sturmgeschütz der Demokratie“ – in Wirklichkeit nicht einmal eine Knallerbse -, hat sich nie getraut, alle Mohammed-Karikaturen abzudrucken, geschweige denn eine auf das Titelbild zu setzen. Ich hasse Leute, die ihre eigene christliche Kultur vernichten möchten und stattdessen den islamischen Eroberern den Steigbügel halten! Und genau dies tut unsere ganze linksversiffte Presse unentwegt!

In jedem Land der Erde wäre es eine Ehre, wenn der Papst als Landsmann auf Besuch kommt, nur in Deutschland nicht. Der wegen der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung verurteilte Terror-Opa Ströbele macht dem Papst sogar absurde Kleidervorschriften und will ihm die Ehre seiner Anwesenheit nur angedeihen lassen, wenn er sich so anzieht, wie das Ströbele vorschreibt, dabei hat dieser rote Arsch nicht die geringste Ahnung, wie Päpste wann und wo auftreten. Hauptsache Dreck geredet!




F.Rundschau: PI auf Kreuzzug gegen den Islam

Die DuMont-Schreiberlinge scheinen eine Art manische Besessenheit gegenüber PI entwickelt zu haben, denn sie liefern ihre Hetze wie am Fließband ab. Nun hat Uwe Vorkötter (Foto) bei der Frankfurter Rundschau einen Leitartikel über PI mit dem Titel „Wo das Netz stinkt“ veröffentlicht. Er glaubt, seine Leser vor den neuen „Kreuzzüglern“ von PI warnen zu müssen. Dem früheren Chefredakteur der FR, jetzt in der gleichen Position bei einem anderen Blatt des DuMont Verlags tätig – der Berliner Zeitung – muss man aber nicht nur Nachhilfeunterricht in Sachen Islam geben, sondern auch in punkto Rechtschreibung: „Kreuzzug“ schreibt sich mit zwei statt einem „z“. Und warum Wahrheit stinken soll, das wird auch das Geheimnis des Uwe Vorkötter bleiben.

(Von Michael Stürzenberger)

Vorkötter ist doch allen Ernstes der Meinung, dass gegen PI nur eine „kritische Öffentlichkeit“ helfen würde. Nun, werter Herr Chefredakteur, wenn die Bevölkerung erst einmal ein kritisches Bewusstsein zum Islam entwickelt hat, dann werden Sie sich mit solchen Artikeln wie diesem bald warm anziehen müssen. Es ist eine regelrechte Unverschämtheit, in welche Ecke er die Menschen steckt, die lediglich unbequeme Tatsachen aussprechen (Hervorhebung der assoziierenden Begriffe durch PI):

Wie das reale Leben und die Gesellschaft auch, hat das Internet seine dreckigen und stinkenden Ecken. Es ist ein Tummelplatz für Kriminelle, für Betrüger und Abzocker aller Art. Es steckt voller Pornografie, es hält die übelsten Killerspiele für Halbwüchsige bereit – und es bietet eine Plattform für politische Extremisten jeglicher Couleur. Über eine der vielen Schmuddelecken des weltweiten Netzes haben wir in den vergangenen zwei Wochen ausführlich berichtet: Unter dem Namen „Politically Incorrect“ finden sich Menschen zusammen, die einen Kreuzzug gegen den Islam führen. Sie sehen sich selbst als aufrechte Konservative, die im Gegensatz zur Politik und zu den etablierten Medien die Dinge beim Namen nennen.

In diesem und ähnlichen Foren bewegen sich rechte Intellektuelle, die eine ernsthafte Debatte über Islam und Christentum, über Kirchen und Ideologien führen wollen. Es sind zugleich Hetzer darunter, die geifernd und vulgär gegen alle zu Felde ziehen, die nicht Müller oder Meier heißen, sondern zum Beispiel Kiyak. Unsere Kolumnistin Mely Kiyak ist in diesem Netzwerk wüst beleidigt und beschimpft worden, wir haben den Fall dokumentiert.

Falsch, Herr Vorkötter. Gegen einen Nassim Ben Iman, eine Necla Kelek oder einen Hamed Abdel Samad (um nur einige zu nennen) „geifern“ wir nicht. Und schon sind wir bei dem nächsten unfassbaren Artikel des DuMont-Verlages aus der Feder der erwähnten Mely Kiyak mit dem Titel „Politically Incorrect – Vulgär, enthemmt, rassistisch„:

In der vergangenen Woche haben wir die Recherchen von Jörg Schindler und Steven Geyer über das Internetportal „Politically Incorrect“ veröffentlicht. PI, so der Tenor unserer Berichte, ist Teil eines international agierenden Netzwerks von Islamfeinden und Volksverhetzern. Die Organisation selbst reagierte mit wütenden Tiraden gegen die „ultralinke“ DuMont-Mediengruppe, zu der die Berliner Zeitung gehört, und nannte unsere Berichte einen Frontalangriff auf die Meinungsfreiheit. Zugleich stellte sie in eigener Sache klar: „PI ist nicht rassistisch. Hier wird nicht beleidigt, diffamiert oder verächtlich gemacht.“

Zum Beweis ihrer Thesen bringt sie einige Kommentare, von denen wir voller innerer Betroffenheit fünf exemplarische herausgreifen:

Dr. Stephan Roscher: „Frau Kiyak, sie mögen unverschleiert und geschminkt im Westen ein freies Leben führen können – im Gegensatz zu Hunderttausenden von Importbräuten, die im Namen Ihrer Religion hierzulande ein Leben als eingepferchte Haushalts- und Gebärsklavinnen von Gnaden ihrer ihnen zudiktierten Ehegatten zu führen haben -, wirklich angekommen sind Sie in der westlichen Zivilisation und ihrem kulturellen Wertekonsens dagegen nicht.“

Ihr Name: „schade, dass diese Satire an den Realitäten des Neuköllner Araber- und Islamistenmilieu völlig vorbeigeht. Dort nutzt man die erhöhte Fertilitätsrate, um eine größere Wohnung zu bekommen, ohne weiterhin etwas leisten zu müssen.“

angewidert: „tagtäglich werden meine vorurteile gegenüber Moslems und insbesondere türkischen/arabischen Moslems bestätigt. gerne würde ich auswandern, ihnen dieses Land überlassen, z.B.: nach Pakistan, Irak oder Iran, aber nein, geht nicht, da werden „Christensöhne“ von „Moslemsöhnen“ und „Kopftuchmädchen“ ermordet. Ich verbleibe ohne freundliche grüße und auf nie mehr Wiederlesen!“

Eurabier: „Mely Kiyak, Du naiv-bösartig okzidentophobes Dummerchen, wie lebt es sich so in der christlichen Wirtsmatrix? Wenn es Dir aber hier unerträglich ist, dann geh bitte in Deine mohammedanische Heimat, voller Müll auf den Strassen, mit Wassermangel, ohne Krankenhäuser und FR-Redaktion.“

Platow: „Der Inhalt ist treffend wie eine Kugel aus der Pistole! Es ist immer wieder das gleiche Prinzip wie die Diskussion hier in Deutschland über den Islam weichgespült wird, von Leuten die in einem islamischen Land binnen einer Woche am Baukran hängen würden.“

Die bittere Realität in islamischen Ländern darzustellen, scheint also in den Augen einer Mely Kiyak „vulgär, enthemmt und rassistisch“ zu sein. Nicht nur da liegt die Dame völlig daneben, auch im folgenden Absatz:

Wenn man auf den eingesetzten Link bei Karsten Uwe klickt, wird man weiter auf PI geleitet, wo man den Bericht, von dem die Rede ist, verfasst von Michael Stürzenberger, lesen kann. Der einstige Münchener CSU-Pressesprecher, der zum innersten Zirkel von PI gehört, hat den Wortlaut des Textes übrigens auch an die Berliner Redaktion geschickt, allerdings unter dem Namen Ilja Rogoff.

Wir halten einmal fest: Mein Text wurde von einem gewissen „Ilja Rogoff“ an die Berliner Zeitung geschickt. In der Logik der Mely Kiyak muss das also ich selbst gewesen sein. Werte Frau Kiyak, erstens ist dies unzutreffend, und zweitens habe ich es gar nicht nötig, unter einem fremden Namen meine eigenen Texte in der Gegend herumzuschicken.

Im November des vergangenen Jahres wurde es richtig blamabel für Frau Kiyak, als sie bei einer Veranstaltung in Neukölln mit Henryk M. Broder kollidierte:

Dann heißt es weiter bei Karsten Uwe: „Dies hat uns Herr Broder mittlerweile bestätigt: „Was die Kollegin von der Berliner Zeitung betrifft: die war zu faul, selber was zu schreiben, hat Zitate aus dem Kontext gerissen und sie auch falsch wiedergegeben, wir werden ihr auf die Finger klopfen.“

So ähnlich hatte es mir Henryk M.Broder auch per email mitgeteilt, als er mit ihrer verzerrten Darstellung seines damaligen Auftritts mit Hamed Abdel Samad überhaupt nicht einverstanden war. Dies haben wir bei PI auch in einem Artikel thematisiert.

Henryk M. Broder ließ ihr dazu – im Kontrast zu seinem sonstigen Charme Frauen gegenüber – wenig einfühlsam mitteilen:

Am selben Abend erhalte ich über Umwege eine Nachricht von Henryk M. Broder: „wenn die Braut zu faul ist, um selber zu schreiben, sollte sie wenigstens bei der auswahl der o-töne sorgfältig sein. Da ich die email ihrer freundin nicht habe, wäre es sehr nett, wenn sie ihr ausrichten würden, entweder sie korrigiert ihren text bis dienstag 10.00 uhr morgens oder ich geb die sache an meinen anwalt.“

Wir werden auch in Zukunft ganz genau hinsehen, was diese Mely Kiyak so alles veröffentlicht. Und uns das Recht auf freie Meinungsäußerung hierzu auch nicht nehmen lassen. Noch leben wir nicht in einer islamischen Gesinnungsdiktatur. Noch nicht…