Ende des 15. Jahrhunderts tauchte in Europa der Begriff des “Edlen Wilden” auf, der seit dem 18. Jahrhundert vor Allem mit dem Namen Rousseau verbunden wird. Auch Karl May bediente mit seinem Winnetou dieses Klischee. Doch nicht nur bei Verfassern philosophischer Werke und Abenteuerbüchern vergangener Zeiten wurde das Hohelied des unverbildeten Naturmenschen gesungen: Seine Weise und sein Text zieht sich ebenfalls wie ein roter Faden durch die Aussagen politisch korrekter Moralapostel unserer Tage.

(Von Florian Euring & Michael Stürzenberger)

So besteht seit Jahrzehnten ein stillschweigender Konsens darüber, dass Rassismus nur von hellhäutigen Europäern ausgehen kann und seine Opfer nur Afrikaner, Asiaten, amerikanische Indianer etc. sein können. Dass sich Opfer- und Täterrolle auch einmal vertauschen können, liegt jenseits der Vorstellungskraft vor allem deutscher Linksintellektueller.

Ein politisch inkorrekter Blick in die Geschichte – ohne Knoppbrille – fördert zuweilen erstaunliches zutage. Nun ist es sicher unumstritten, dass der Umgang mit den Eingeborenen, im Volksmund bis heute Indianer genannt, nicht immer zu den Ruhmesblättern der US-Geschichte gehört. Allerdings waren die “Native Americans” auch beileibe nicht exakt jene Unschuldsengel, als die sie uns von der PC-Folklore verkauft werden, zumal sich damit ja den US Bürgern im Besonderen und den Weißen im Allgemeinen ein schlechtes Gewissen machen lässt.

Die realen roten Brüder des fiktiven Winnetou waren nicht nur weniger gut zur Natur, als in unseren Ökolegenden berichtet, auch mit den Menschenrechten hatten sie es nicht so. So hielten die Cherokee, was hierzulande weitgehend unbekannt ist, auch schwarze Sklaven, die 1842 sogar gegen ihre roten Herren revoltierten. Während der vielgescholtene Weiße Mann den ehemaligen Sklaven nach und nach immer mehr Bürgerrechte einräumte und heute Schwarze bis in die höchsten Ämter, ja bis ins höchste Amt der USA geschafft habe (wobei Obama kein Nachkomme von Sklaven ist), drücken sich die Cherokee vor der Verantwortung gegenüber ihrem historischen Erbe als Sklavenhalter und werfen heute die Nachkommen ihrer einstigen Sklaven kurzerhand aus dem Stamm.

In dem ausführlichen Welt-Artikel „Auch die Indianer hielten sich schwarze Sklaven“ wird sogar berichtet, dass die Indianer lange vor der Ankunft des „weißen Mannes“ andere Stämme überfallen und sich diese als Sklaven genommen hätten. Und in späteren Jahrhunderten sollen sie auch fleißig schwarze Sklaven gekauft haben:

Auf dem Gebiet der heutigen USA waren es vor allem Cherokees, Chickasaws, Choctaws, Creeks und Seminolen, die von britischen Händlern selbst schwarze Sklaven kauften. Manche Indianer, die vor allem in der Land- und Viehwirtschaft tätig waren, herrschten harsch und grausam über ihre Diener.

Auf dem Gebiet der heutigen USA waren es vor allem Cherokees, Chickasaws, Choctaws, Creeks und Seminolen, die von britischen Händlern selbst schwarze Sklaven kauften. Manche Indianer, die vor allem in der Land- und Viehwirtschaft tätig waren, herrschten harsch und grausam über ihre Diener.

Im Welt-Artikel wird zwar auch erwähnt, dass es den Sklaven im allgemeinen bei ihren indianischen „Herren“ besser gegangen sei als bei den „Weißen“. Aber es soll eben auch Ausnahmen gegeben haben:

Moses Lonian, 1857 geboren, berichtete in dem Interviewband hingegen, sein Besitzer, ebenfalls ein Cherokee, sei „kein sehr freundlicher Master gewesen. Er peitschte meinen Vater und mehrere andere seiner Sklaven.“

Die Sklaverei soll sich bei den Indianern sogar zu einem regelrechten Wirtschaftszweig entwickelt haben:

1860 besaßen die Cherokees 2511 Sklaven, die Choctaws 2344, die Creek 1532 und die Chickasaws 975. „Sklaverei war zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor in jedem Stamm geworden“, bilanziert der auf das Schicksal der Afroamerikaner spezialisierte US-Historiker William Loren Katz, Autor des Buches „Black Indians. A Hidden Heritage“ („Schwarze Indianer. Ein vergessenes Erbe“).

Diese Geschichte zeigt nicht nur, dass an der Phrase vom “Edlen Wilden” nichts dran ist. Sie verweist auch die dahinterstehende Unterstellung, die Zivilisation verderbe den Menschen und verwandle ihn von einem herzensguten Naturburschen in ein zivilisiertes Monster ins Reich der Fabel. Der Mensch, wie edel, wild oder zivilisiert er auch immer sein mag, trägt immer die Fähigkeit zum Guten wie zum Bösen in sich. Gut und Böse hat alles mit freier Willensentscheidung zu tun, nichts mit Zugehörigkeit zu irgendeiner Rasse. Rassismus totschweigen, wenn er von Angehörigen einer “richtigen” Rasse begangen wird, gerade darin besteht der Rassismus der “Antirassisten”.

Zum erweiterten Themenbereich passend dieses nette Video „Die Claudia, die Indianer und die Toleranz“:

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69 KOMMENTARE

  1. Diese Geschichte zeigt nicht nur, dass an der Phrase vom “Edlen Wilden” nichts dran ist.

    Da war nie was dran! Ursprünglich hieß es, der „Stolze Wilde“ und das ist unabhängig von der Bewertung, eine beschreibende Selbsteinschätzung! Edel wurde aus unserem Bewertungssystem übertragen und ist der Frankfurter Schule geschuldet…

    Political Correctness 1v3
    http://www.youtube.com/watch?v=qqifaZRYrRY

  2. Sicherlich richtig der Artikel – zumindest von den Fakten her.

    Mich verbindet rein von der von mir in Europa erlebten Realität aber leider mehr mit den Indianern als mit den weißen Eindringlingen.

    Wenn wir uns nicht wehren, werden wir die Indianer von morgen sein. Nur ohne schwarze Sklaven.

  3. Vielen Dank Byzanz für diese Relativierung der amerkanischen Geschichte.

    Da kann man ja dann als US Amerikaner endlich mal wieder frei Durchatmen und stolz sein auf die Befreiung Nordamerikas von den Rassisten.

    Die „Roten“ waren mir schon immer suspekt. Angeblich haben die ja auch Drogen genommen. Gut das sie weg sind.

    (Wer Ironie findet darf sie behalten)

  4. Ist das Züchten deutscher Schäferhunde oder irischer Setter Rassismus? Findet es irgend jemand schlimm, dass Hunde unterschiedlich aussehen und man sogar acht darauf gibt, dass es dabei bleibt?

    In diesem Sinne sollte man doch auch akzeptieren, dass ein Cherokee eine bestimmte Optik hat und dass diese inkl. der dafür verantwortlichen Vorfahren Teil seiner Identität sind. Diese von der Geschichte arg gebeutelten Indianer möchten einfach nur, dass es dabei bleibt.

    Kritisch wird es doch erst, wenn man bestimmte Menschenarten als minderwertig bezeichnet oder aus irgend welchen Gründen ausrotten möchte.

  5. Ich versteh den Sinn des Artikels nicht. Was will man mir jetzt sagen? Dass es früher und bei Völkern die noch nicht so sozial entwickelt sind wie wir Sklaverei gab? Ist jetzt nicht so die Entdeckung…

  6. 100% Zustimmung zu dem Artikel!

    die Ironie der Geschichte: die einzigen die überhaupt „Grund“ für Rassismus hätten, sind die „Weißen+ Blonden“, denn die helle Farbe vererbt sich rezessiv (jedenfalls soweit mit bekannt ist, falls ich mich irre, sorry) Trotzdem sind die weißen Gesellschaften heute die am wenigsten rassistischen.

    Ich unterstelle den Gutmenschen, dass sie insgeheim glauben, alle Farbigen wären lieber Weiße. Und deshalb müssen die Weißen verschwinden, damit die anderen nicht mehr traurig oder neidisch sein müssen. „Blond“ gilt bei den linken Journalisten als ganz schlimmes Schimpfwort.

  7. Geldsicherung Tipp:idea:

    Siemens soll vor rund zwei Wochen zwei Wochen mehr als 500 Millionen Euro an Barmitteln von einer französischen Großbank abgehoben haben…

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/franzoesische-banken-verlieren-immer-mehr-vertrauen/4626146.html

    Urlaubsplaner Tipp:idea:

    Bei dem mutmaßlichen Bombenanschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara hat es doch Tote gegeben…

    http://derstandard.at/1316390051709/Drei-Tote-bei-Explosion-in-Ankara

  8. @ #7 WahrerSozialDemokrat

    Ich weiß sehrwohl um die Sklavenhaltung der einzigen Rassismusfreien Religion (lol) – deswegen ist übrigens Cassius Clay zu Muhammad Ali geworden – nur der Unterschied ist, dass man uns gar keine Rechte mehr zugestehen wird. Schon gar nicht Sklavenhaltung.

    Eher malen die uns schwarz an.

  9. http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13615109/Zur-falschen-Zeit-am-falschen-Ort.html

    Ein echt politisch unkorrekter Artikel zu den Berlinern U-Bahnschlägern. Schlimm finde ich den Rat des Streetworkers.

    Ein Streetworker aus Neukölln, dem Stadtteil, aus dem die beiden Jugendlichen kommen und der einen der Tatverdächtigen kennt, aber nicht genannt werden möchte, beschreibt seine Schützlinge so: „Wer vor ihnen wegrennt, hat verkackt, dann ist man schon ein Opfer und steigert nur ihren Jagdtrieb.“ Auf die Frage, was denn eine geeignete Methode wäre, gewaltbereiten Jugendlichen zu begegnen, empfiehlt er, sich der Gewalt zu stellen, und wenn man körperlich unterlegen sei, wie ein guter Schauspieler Stärke zu simulieren.

    Das der noch bezahlt wird. Es bringt nichts, sich denen entgegen zustellen, wenn man sich nicht verteidigen kann.

  10. erbärmlichste artikel überhaupt. und das von byzanz. ich glaub die ganze bewegung hier gehtn bach runter.

    die rechtfertigung usamerikanischer vernichtungsfeldzüge gleicht der lobhudelei suleymans des prächtigen.

  11. Wenn jemand gerne Indianerromane liest:
    Liselotte Wellskof-Henrich: „Die Söhne der großen Bärin“
    Schönes Epos, spannend, aber auch vom edlen Wilden geprägt.

  12. hätten wir seit 1500 unsere bodenlosen söhne dazu benutzt den erbfeind der christenheit vom kontinent oder aus kleinasien und nordafrika zu vertreiben, wäre nordamerika ein zweites „indien“ (im sinne es aufstrebenden kulturraums) und wir europäer hätten in unserem vorgarten ordnung. der balkan wäre auf dem zivilisatorischen stand wie mitteleuropa und bis zum kongo herrscht das christlich/humanistische menschenbild.

  13. #9 Reconquista2010 (20. Sep 2011 20:54)

    Ist das Züchten deutscher Schäferhunde oder irischer Setter Rassismus? Findet es irgend jemand schlimm, dass Hunde unterschiedlich aussehen und man sogar acht darauf gibt, dass es dabei bleibt?

    Unterhalten sich drei Hunde in der Tierarztpraxis. Der 1.: Bin hier, weil ich mein Herrschen gebissen habe, mir werden die Zähne gezogen! Der 2.: Bin hier, weil ich ne Hündin bespringen wollte, werde kastriert! Der 3.: Bin hier, weil ich mein Fräuchen besprungen habe! Hund 1 und 2: Oh weh, was geschieht mit dir??? Hund 3: Mir werden die Nägel geschnitten…

  14. Klingt nach Berlin oder Duisburg im Jahr 2011, tatsächlich handelt es sich bei dem folgenden Reisebericht aber um die Stadt Marsovan in der Türkei im Jahr 1911

    Es ist als würde ein allgemeiner Geist der Verwaisung über dem islamischen Viertel liegen. Trägheit, eine apathische Einstellung zum Leben ist das Wesen das unter den Moslems erscheint. Im Kontrast dazu, fühlt das Herz Fröhlichkeit wenn man das Viertel der Christen betritt: Man findet ausgezeichnet gebaute Häuser, die das Interesse ihrer Eigentümer für das Leben bezeugen, ihre wunderschönen Anlagen und sauberen weiten Strassen. Im Kontrast zur Unbeweglichkeit der Moslems, sind die Christen immer in Bewegung. In dieser Hinsicht erfreuen sie sich viel mehr an den schönen Dingen des Lebens. Der Unterschied ist im Hinblick auf die Bildung noch viel auffälliger. Während die christlichen Bürger generell lesen und schreiben können, mehr oder weniger, liegen die Moslems sehr weit zurück.

    http://europenews.dk/de/node/47514

    Vier Jahre später haben die Türken in einem der schlimmsten Völkermorde der Neuzeit fast das ganze armenische Volk vernichtet.

    ***gelöscht***

  15. Nun ja, dass man den Weißen in den letzten 50 Jahren eingeredet hat, dass Imperialismus und Sklaverei eine Erfindung ist schon eine üble Verarschung. Man hat denn westl. Völkern halt einen Schuldkult eingeredet.

  16. #18 Heilige Margot (20. Sep 2011 21:14)

    erbärmlichste artikel überhaupt. und das von byzanz. ich glaub die ganze bewegung hier gehtn bach runter.

    die rechtfertigung usamerikanischer vernichtungsfeldzüge gleicht der lobhudelei suleymans des prächtigen.

    Weder weiß ich nun, was das eine mit dem anderen zu tun hat, auch nicht mit dem dritten, noch kann ich Ihre Empörtheit nachvollziehen???

    Hätte Byzanz erst schreiben sollen, davon abgesehen, waren wir das Böseste überhaupt, damit Sie zur Aufnahme einer Außenbetrachtung bereit sind? Oder können Sie alles nur noch von einem inneren Schulkomplex betrachten?

  17. Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider behauptet

    es gebe auch verfolgte islamische Minderheiten und auch gegen diese Diskriminierung müsse die Stimme erhoben werden

    http://europenews.dk/de/node/47512

    Leider hat der ehrenwerte Herr Nikolaus Schneider vergessen zu erwähnen, wo bzw. in welchen Ländern und auf welche Art und Weise islamische Minderheiten verfolgt und diskriminiert werden.

    Vielleicht, weil es diese angebliche Verfolgung und Diskriminierung gar nicht gibt?

    Klar ist natürlich: Wenn man z.B. die Strafverfolgung bei sogenannten „Ehren“morden, das Verbot von Zwangsheiraten, das Verbot von Burka und Kopftuch bei Lehrerinnen in staatlichen Schulen oder die Ausweisung islamistischer Haßprediger als „Verfolgung“ und „Diskriminierung“ definiert, ja dann gibt es selbstverständlich eine extreme und unerträgliche „Verfolgung“ und „Diskriminierung“.

    Schneider, geh in den Iran, dort wirst du gebraucht! 👿 👿 👿

  18. Was soll mir dieser Artikel sagen?

    Soll das typische Moslem-Argumentation sein, die unter dem Motto „Aber Christen haben auch böse Dinge getan, dann dürfen wir auch“ die islamisch-bösen Dinge dieser Zeit rechtfertigen soll?

    Das ist der falsche Weg.

  19. #31 hassel (20. Sep 2011 22:17)

    Betrachten Sie doch einfach mal die Dinge wie sie sind ohne einen katatonischen Komplex!

    Das ist dann überhaupt kein Weg, sondern nur ein Puzzlestein zum Weg! 😉

  20. Zwei Punkte zu dem ansonsten guten Artikel:

    1. Erneut tut man dem guten Karl May unrecht. Den Mythos vom „edlen Wilden“ hat er keineswegs geprägt. „Edel“ ist bestenfalls Winnetou – dessen indianische Gegner aber keineswegs. Auf den Rassismus der Indianer hat er übrigens explizit hingewiesen – ich denke, es war im „Ölprinz“, wenn ich mich nicht irre. Oder in „Halbblut“.

    Ebensowenig werden Muslims von Karl May als „edle Wilde“ dargestellt. Ich empfehle die Menschenjäger-Trilogie…

    2. Weitgehend unbekannt ist, dass die Indianer lange vor Kolumbus eine ökologische Katastrophe herbeigeführt haben, die ihresgleichen sucht. Auf diese Weise entstanden die „Great Plains“, die später von hundertausenden Bisons bevolkert wurden. Die Europäer bewunderten diese angeblich „unberührte Natur“, da sie nicht wissen konnten, wie diese vorher aussah.

  21. Man darf sich übrigens niemals einreden lassen, Sklaverei sei im Islam jemals irgendwie „menschlicher“ gewesen. Das ist nur islamische und orientalische Gutmenschen-Propaganda!

    Schwarzafrikanische Sklaven sind von islamischen SKlavenhändlern z.B. massenhaft kastriert worden, damit sie sich nicht fortpflanzen konnten. Nur jeder zweite Sklave hatte dies Prozedur überlebt!

    Im Übrigen, siehe:

    Sklaven für den Orient

    http://video.google.de/videoplay?docid=-1003513970249058305#

    ____

    GESCHICHTE

    See der Angst

    Von Stockinger, Günther

    Jahrhundertelang machten muslimische Sklavenjäger im Mittelmeer Jagd auf Christen. Über eine Million Opfer, hat jetzt ein US-Historiker enthüllt, landeten auf den Märkten Nordafrikas

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-30748461.html

  22. Michael,

    ich bin positiv überrascht. Weiter so!
    Es gibt noch viele verschiedene Themen, die auf einen guten Schreiber warten.

  23. Unverschämt, dass die Indianer sich gegen die Okkupation ihres Landes gewehrt haben…..

    Reiner Zufall,
    dass sie dann den Kampf verloren?

    Ein alter Spruch lautet:

    Die Indianer hatten keinen Einwanderungsstop, jetzt leben sie in Reservaten!

  24. Native Americans waren nicht die Engel in rot,
    nur was der weiße Mann angerichtet hat, ist schwer in Worte zu fassen.
    Die Cherokee wie beschrieben, hatten eine eigene Schrift entwickelt, hatte Mitglieder im Senat, haben sich dem weißen Mann angebiedert, genutzt hat dies nicht als bekannt wurde das es Gold auf ihrem Besitzt gibt. Sie wurden wie viele andere Stämme nach Oklahoma deportiert.
    Ich glaube es gibt keinen Cowboyfilm der das auch nur einigermaßen herüberbringt.

  25. Was soll jetzt diese seit Wochen kursierende Meldung helfen?

    In Berlin wurde trotzdem geentert!

    Wer anach weniger nah schwamm, ist egal.

  26. #35, wie sahen die Great Planes denn „vorher aus“? Wikipedia (mehr habe ich jetzt nicht befragt) erzählt dazu zumindest nichts…

    Was soll der Artikel? Will er was relativieren? was? warum? Und das in einem Stürzenberger – Artikel ):

  27. Diese Geschichte zeigt nicht nur, dass an der Phrase vom “Edlen Wilden” nichts dran ist. Sie verweist auch die dahinterstehende Unterstellung, die Zivilisation verderbe den Menschen und verwandle ihn von einem herzensguten Naturburschen in ein zivilisiertes Monster ins Reich der Fabel.

    Alles eine Frage des Sichtwinkels.

    Wenn man bedenkt, daß ein freier, selbstbestimmte Mensch Bildung und eigenständiges Denken als Voraussetzung mitbringen muß, dann ist er gegenüber dem „edlen Wilden“ ein „zivisiliertes Monster“ – jedenfalls aus linker Sicht.

    Es waren weiße Bürgerliche, die die Aufklärung pp. erzwangen, derweil gerade die Indianer sozialistische, kollektive Lebensweisen hatten (man denke an die gemeinsame Jagd, das Aufteilen der Beute im Stamm usw.). Individualismus gegen Kollektivismus.

    Und wer bereits etwas über „Heymat“ gelesen hat, der weiß, daß sich die weißen Gesellschaften zurückentwickeln sollen zu „edlen Wilden“.

    Einige hier haben die Moral der Geschichte nicht verstanden: Gemeinsam ist Indianern und Europäern, daß ihnen ihr Land genommen wurde bzw. wird. Daß sich die Indianer als „edle Wilde“ wehrten, war okay, ging es doch immerhin gegen Weiße. Da stören dann auch keine schwarzen Flecken wie Sklavenhaltung auf der weißen Weste des „edlen Wilden“.

  28. Das Video ist der Hammer, bin nur noch am lachen.

    Übrigens haben die Indianer ihre Gefangenen oft gefoltert, bis hin zum verbrennen bei lebendigem Leib.

    War das Folklore ?

  29. Karl May kann man nicht mal eingeschränkt
    auf Winnetou als Freund der „Edlen Wilden“ sehen. Denn am Ende des 3. Teil stellt sich heraus, dass Winnetou ein Christ ist. Seine tolle Veredelung fusst NICHT darin, dass er rituell mit dem Beil herumhopste, aus abgenagten Knochen die Zukunft herauslas und Manitu einen guten Mann sein liess, sondern dass er der Kirche von Mar-Gott Kässmann angehört. Also nix da mit Edlem Wilden sondern mit einem ganz verschnarchten Anhänger der vertrackten 3-Faltigkeit.
    Die zivilisiert wirkende Winnetousche Friedensliebe ist kein Naturpazifismus sondern auf dem Neuen Testament gesprossen.
    Winnetou war kein Edler Wilder sondern ein Edler Christ, …. au weia. Das dürfte Karl May auf breiter Front von der Grünen-GrundschullerhrerIn bis zur Seehofer-Erika-Marke von Null auf 100 zum Vollblut-Fascho machen.

    Mit seinen Orient-Romanen hat Karl May
    sehr genau die damalige, wie auch die heutige Situation von Moslems zu Nichtmoslems in islamischen Ländern beschrieben. Die Bücher sind heute noch genau so aktuell wie vor 120 Jahren.
    Allerdings hat sich seitdem bei uns so einiges getan

  30. Sehr gut. Mehr Blut und Boden als bei den Indianern geht nicht mehr. Sie hätten viel mehr fremdenfreundlicher seien sollen, dann wäre es besser verlaufen.

  31. Es gibt keinen Menschen ohne Fehler! Das Land gehörte den Indianern! Der weisse Mann war der Eindringling und Eroberer! Es prallten 2 unterschiedliche Kulturen aufeinander,die stärkere überlegende siegte.Recht war es nicht!!!!!!!!!(meine Meinung)
    Uns steht ähnliches bevor,nur das der Islam als verdrängende Kultur uns nicht überlegen ist, nein sie verdrängen uns mit der Kraft ihrer Geschlechtsorgane.

    Masse statt Klasse!

  32. Die Lackmusteste bleiben ewig dieselben:

    USA und Juden….kaum streicht man vorsichtig über eine wunde Hautstelle, schon platzt die ganze Scheiße auf und es spritzen authentische antiamerikanische und antijüdische Ressentiments über das Hemd…nett…mir dünkt, dass da auch die Scheidelinie zwischen Freiheit und Pro liegt…gelegen hat…so parlamentarisch aussichtslos beide sind…aber bei Pro fängst an unappetitlich zu werden…c´est la vie…

  33. „Es prallten 2 unterschiedliche Kulturen aufeinander,die stärkere überlegende siegte.“

    Gottlob! Wie auch in Südamerika! Gnade uns Gott, wenn die schwach-geistig Unterlegenen siegen!

  34. #35 Stefan Cel Mare (20. Sep 2011 22:43)

    2. Weitgehend unbekannt ist, dass die Indianer lange vor Kolumbus eine ökologische Katastrophe herbeigeführt haben, die ihresgleichen sucht. Auf diese Weise entstanden die “Great Plains”,

    ??? Hast du da nen Link zu ???

  35. indianer haben nicht nur schwarze sklaven gehalten, sie haben sich auch gegenseitig frauen und kinder geraubt.

    wer sich näher damit beschäftigen will: „begrabt mein herz an der biegung des flusses“.

  36. Die indianischen Stämme Nord- und Südamerikas sind halt auch nur Menschen. Die Vorstellung, dass es in einer primitiven Stammesgesellschaft irgendwie netter zugeht als in einer modernen Gesellschaft verweist schon der gesunde Menschenverstand ins Reich der Fantasie. Leider sind solche Fantasien fester Bestandteil der europäischen Wahrnehmung spätestens seit Rousseau.

    Über die Eroberung Amerikas muß man sich keine besonderen moralisierenden Gedanken machen. Die amerikanischen Indianer kamen ja auch von irgendwo her und haben auch erstmal Land in Beschlag genommen und Gegner besiegt. Das ist der Lauf der Geschichte. Wenn morgen eine Alienrasse vor der Tür steht und uns alle plattmacht, dann wird um uns keiner weinen, aber falls wir gewinnen, ist es dann der heldenhafte, aufrechte Kampf der Menschheit. So ist es halt im Leben.

    Die westliche Besonderheit? In hundert Jahren gäbe es dann linke Kulturwissenschaftler die schreiben, dass die Aliens ja eigentlich die Guten waren. Das gibt es in keinem anderen Kulturkreis auf der Erde.

  37. Byzanz hat es richtig erkannt! Diese Indianer sind sowieso die übelsten Rechtspopulisten! Anstatt sich über die kulturelle Bereicherung durch weiße Migrant_innen zu freuen, haben sie diese ausgegrenzt und diskriminiert! Die hätten mal mehr Willkommenskultur entwickeln sollen! Sitting Bull hat einfach nicht anerkennen wollen, dass Migration eine Tatsache ist – er hätte ja ins Reservat ziehen können, wenn’s ihm nicht passt. Und die Gewalt von General Custer? Tja, das hätten die Bio-Amerikaner eben aushalten müssen! Die Fremdenfeindlichkeit der Indianer war jedenfalls bei der Integration der Weißen nicht hilfreich! Es war ja auch nur eine weiße Minderheit, die auf die Alltagsdiskriminierung durch Indianer mit Gewalt reagiert hat! Die meisten Weißen haben sich doch vorbildlich angepasst und sogar indianisch gelernt (Beweis: Die vielen indianischen Ortsnamen in den USA). Komisch, dass kein Häuptling gesagt hat: Wir Apachen verschwinden jeden Tag ein bisschen mehr und das finde ich einfach großartig…

  38. Schwarze sind nun mal keine Indianer. Genauso wenig wie Türken Deutsche sind. Verständlich dass die Indiander wenigstens den letzten Rest ihrer kulturellen Identität bewahren wollen.

  39. #56 Stresemann (21. Sep 2011 10:30)
    Über die Eroberung Amerikas muß man sich keine besonderen moralisierenden Gedanken machen. Die amerikanischen Indianer kamen ja auch von irgendwo her und haben auch erstmal Land in Beschlag genommen und Gegner besiegt. Das ist der Lauf der Geschichte
    ——————————————————
    na dann ist ja alles in Ordnung,wir kamen ja auch mal irgendwo her,worüber regen wir uns hier eigentlich auf?????—Bist Du vielleicht ein kleiner Rassist?
    Die Reservate waren grosse Konzentrationslager,und es war Völkermord!!!!!!!Basta.

  40. Ich bin immer noch am überlegen was nun eigentlich die Quintessenz dieses Leitartikels ist.

    Einige Indianerstämme hatten Sklaven.
    Was hier als „kaum beachtet“ oder „weitgehend unbekannt“ deklariert wird ist für die breite Bevölkerung sicherlich zutreffend – unter Historikern aber ein längst aufgegriffenes Thema. (Inkas und Mayas unterhielten hunderttausende von Indianer-Sklaven!)

    Mal von den geringen Zahlen abgesehen die von den Indianern gehalten wurden – hier mal ein paar Daten zum nachdenken.
    Die Konföderierten Staaten von Amerika hatten eine geschätzte Gesamtbevölkerung von rund 9,1 Millionen Menschen. Davon waren mehr als 3,5 Millionen Sklaven (nicht nur Schwarze).

    Quelle (Zensus 1860)
    http://www.civil-war.net/pages/1860_census.html

    Ich möchte die Konföderierten nicht schlecht reden zumal ich den Süden für den etwas nobleren Teil jener Jahre erfasse (auch der Präsident Jefferson Davis war wohl der wesentlich geeignetere Mann jender Jahre).

    Aber im Vergleich dazu erscheint mir die Anzahl von Indianern gehaltenen Sklaven doch eher gering.

    <blockquote
    Nun möchte ich keine Zahlen untereinander messen. Jeder Mensch der in Sklaverei gehalten wird ist einer zuviel.

    Doch sagt allein die Tatsache das eine Gesellschaft Sklaven hielt (siehe Südstaaten, Rom, Öströmisches Reich (aka Byzanz), etc) noch lange nichts über die Gruppe, deren Menschenrechtsverhältnis, und deren Errungenschaften aus.

    Als Historiker kann ich aus unzählen Informationen (u.a. auch Bildmaterial) vorweisen das es den meisten Sklaven im Süden besser ging als dem einen oder anderen „freien“ Schwarzen der im 15-Stunden-Dienst in einer Fabrik im Norden schufften musste und sich einen Wohnraum mit 3 anderen Familien teilen musste.
    Auch das Indianer Sklaven hielten muss nicht automatisch zu der Annahme führen das es sich hier grundsätzlich um eine Gesellschaft handelt die weder „edel“ noch „naturverbunden“ ist.

    Aber selbst wenn dem so wäre legitimiert das in keinster Weise dem rabiaten Vorgehen der Armee nach dem Bürgerkrieg bezüglich der Umsiedlung und systematischen Verfolgung der Indianer (auch derer die mit den USA verbündet waren und regelmäßig Hilftruppen stellten).

    Allein die Tagebücher der Frau von General Custer

    (sind ja in englischer Sprache erhältlich) sind zu diesem Thema sehr lesenwert – zeigen sie doch einmal mehr die Häßlichkeit der Methodik mit der die Weißen die Roten sahen und das das „Verschwinden“ der Indianer aus deren Sicht Alternativlos war und einfach hingenommen wurde.
    Dies aus heutiger Sicht zu legitimieren bedarf meiner Meinung nach mehr Argumente außer dem Hinweis „das auch Indianern Sklavenhalter waren“.

  41. #59 Heinrich Seidelbast

    Wenn die Deutschen von einer anderen Volksgruppe verdrängt werden, assimiliert oder vertrieben werden, dann haben wir offensichtlich verloren. Wir haben natürlich die Pflicht uns dagegen zu Wehr zu setzen, aber letztendlich würde der Erfolg oder das Versagen unserer Bemühungen den Ausschlag geben und nicht ob das „richtig“ oder „falsch“ ist. Es wäre aus unserer Warte ziemlich schlecht und ungerecht, und es steht uns frei andere Leute davon zu überzeugen, aber am Ende steht ein faktisches Resultat.

    Moralisierung von Konflikten ist vor allem ein Mittel der politischen Auseinandersetzung gerade in Demokratien – was mit zunehmenden Zeitabstand aber immer sinnloser wird, weswegen die Geschichtswissenschaft letztendlich auch nicht da ist um darüber zu urteilen, ob die Römer die Guten oder die Bösen waren, ob die Gefolgsleute des Hauses York oder die des Hauses Lancaster die besseren Menschen waren.

  42. #61 Stresemann

    weswegen die Geschichtswissenschaft letztendlich auch nicht da ist um darüber zu urteilen, ob die Römer die Guten oder die Bösen waren,

    das was Sie schreiben ist richtig. Der Artikel urteilt aber a-historisch. Er impliziert das die Indianer „auch nicht ganz ohne“ waren. Und dies ist eben aus meiner moralisierten und aufgeklärten Sicht des 21. Jahrhunderts diskussionswürdig.

    Der längst in der Historik erkannte und aufgegriffene Aspekt der Sklaverei bei einigen Indianer Stämmen in Nordamerika ist relativ gering im Vergleich zu der Sklaverei in den Nord(!)- sowie Südstaaten. Daher bin ich der Meinung das das Thema etwas verfehlt erscheint (zudem auch nur durchschnittlich aufgearbeitet).

    Viel interessanter wäre die Sklavenhaltung der Inkas und Mayas in Südamerika gewesen sowie einer Thematisierung der hunderttausenden Menschenopfer die es bei diesen Völkern gab
    – und ob nicht vielleicht hier phasenweise das Eintreffen der Spanier oftmals eine Befreiung der unterworfenen Völker bedeutete.

    Diese These wäre wirklich mal spannend hier zu erörtern und vor allem DAS wäre politisch inkorrekt.

    Es ist übrigens auch falsch nur (oder speziell) westliche Demokratien dazu zu verurteilen Konflikte pro toto zu moralisieren.
    Das gibt es ganz hervorragende Berichte von Römern die die Menschen- und Kinderopfer der Karthager bereits zur Zeit des 1. punischen Krieges als „grausam“ und „menschenverachtend“ einstuften und dies auch tatsächlich im Senat während des 2. punischen Krieges thematisiert wurde.
    Moral und Ethik kann also durchaus ein Attribut sein welches dem vermeintlich Starken und letzendlichem Sieger zur Ehre reicht.

  43. #59 Heinrich Seidelbast (21. Sep 2011 12:04)

    #56 Stresemann (21. Sep 2011 10:30)
    ——————————————–
    meine sarkastisch gemeinte Frage ziehe ich hiermit natürlich zurück,.————

    speziell zu unserer Entwicklung, kurz: einen wesentlichen Anteil weswegen wir wahrscheinlich weichen werden müssen ,ist die Macht der Medien, mit ihrer Beeinflussung der Massen.So eine Entwicklung, in so kurzer Zeit,ist einzigartig.

    Wir entwickeln uns zu Tode.

  44. #62 Justinianus

    Für mich ist die Sklaverei der Indianer relativ irrelevant. Ich sehe die indianischen Gesellschaften in keinem besonderen Licht, positiv oder negativ. Sklaverei als Konzept gab es weltweit und würde es wahrscheinlich ohne westlichen Einfluß auch noch viel weiter verbreitet sein. Ich persönlich habe nichts für die Sklaverei übrig, aber ich werde deswegen nicht Personen die vor 2000 oder 200 Jahren gelebt haben als Unmenschen titulieren, nur weil sie Sklaven hielten.

    Die im Artikel betriebene Moralisierung ist natürlich ein Versuch der Gegen-Moralisierung, da ja die Eroberung des nordamerikanischen Kontinents mit der damit verbundenen Vertreibung der Indianer von vielen Leuten extrem emotional und urteilend betracht wird.

    Ich bin mir auch bewußt, dass die Moralisierung von Konflikten nicht allein den Demokratien vorbehalten ist, deswegen sage ich ja auch „gerade“ und nicht „nur“ in Demokratien. In der Demokratie entfaltet diese Diskussion nur viel weitere Wirkung; das konnte man schon in der Debatte in den jungen USA über die Kriege in Europa nach der französischen Revolution sehen und natürlich dann später im Bürgerkrieg der ja in letzter Konsequenz entstand, weil eine Seite eine moralische Einschätzung vornahm, die auf der anderen Seite so nicht gemacht wurde.

  45. Was ist der Sinn dieses Artikels?
    Mal abgesehen von dieser Aussage:

    Der Mensch, wie edel, wild oder zivilisiert er auch immer sein mag, trägt immer die Fähigkeit zum Guten wie zum Bösen in sich. Gut und Böse hat alles mit freier Willensentscheidung zu tun, nichts mit Zugehörigkeit zu irgendeiner Rasse.

    Aber sollte das nicht jeder halbwegs gebildete Mensch wissen?
    Müssen wir uns demnächst über die grundlegendsten Dinge des Lebens erst wieder neu finden?
    Zehntausende Lernspezialisten, Sozialakademiker und Bildungsexperimentierer haben das Land in den letzten Jahrzehnten nicht klüger gemacht. Ganz im Gegenteil.

    Wenn alle einen kostenlosen Internetzugang haben, kann ja auch die Sprache abgeschafft werden. Bunte Piktogramme sind ausreichend für die Kommunikation.

    Diese Geschichte zeigt nicht nur, dass an der Phrase vom “Edlen Wilden” nichts dran ist.

    Den Menschen, welche die vermittelte Prärieromantik aus Karl-May-Büchern oder DEFA-Indianerfilmen für bare Münze nehmen, ist nicht mehr zu helfen. Da wurde bildungsmäßig völlig versagt. Bildung kann auch autodidaktischen Charakter haben.

    Fakt ist, dass der Grundstein für die heutigen Staaten Amerikas ein vielfacher Völkermord war. Auch hier lasse ich mich auf keinerlei Diskussion ein.

    Den Indianern wurden durch eine höher entwickelte Kultur fast ausgerottet.
    Uns wird die eigene – entartete – Zivilisation zum Verhängnis werden.

  46. #64 Stresemann

    da ja die Eroberung des nordamerikanischen Kontinents mit der damit verbundenen Vertreibung der Indianer von vielen Leuten extrem emotional und urteilend betracht wird.

    ich bin froh das es zu diesem Thema sehr viel Literatur gibt (auch und vor allem von weißen US-Amerikanern) der den gezielten Völkermord und den Abtransport der Überbleibsel sehr gut in Bildern dokumentiert.

    Als Historiker – und ich wiederhole mich hier gerne – empfehle ich Ihnen dringend das Tagebuch und die Ausführungen von Custers Ehefrau die in englischer Sprache erhältlich sind. Auf der einen Seite werden Gebräuche und Rituale neugierig beäugt – auf der anderen Seite wird in einem so herablassenden Ton von den „Roten“ gesprochen (vor allem in den höheren Kreisen) das eine gewisse Emotionalität und burteilende Betrachtung im 21. Jahrhundert zu diesem Thema doch mehr als angebracht erscheint.

    Dies hat im übrigen rein gar nichts mit dem klassischen links-rechts denken zu tun – sondern ist einfach das Resultat nach der Betrachtung diverser Schriftstücke, Fotos, Erzählungen.


    Über den von Türken begangenen Völkermord an den Armeniern (und dem Abtransport nach Osten) dürfen wir hier auch resümieren und herrlich schimpfen.
    Auch hier kamen ungebetene Gäste aus den Steppen Asiens und drangen ins Oströmische Reich ein.
    Ist wohl auch hier eine emotionale und urteilende Bewertung unangebracht?

  47. Indianer genießen in den USA eine Menge Privilegien, da sie angeblich die Urbevölkerung sind und ihnen von den bösen weißen Siedlern übel mitgespielt wurde.
    Neuste Erkentnisse haben aber ergeben, dass die Rothäute auch nur Migranten waren – allerdings schon vor den Weißen.
    Das ist in Amerika ein ganz heißes Eisen, könnte es die Indianer nämlich Privilegien, Steuervorteile und Stütze kosten!

  48. #66 Justinian

    Ich verstehe nicht, wieso es Sie so beeinflusst, dass weiße Amerikaner herablassend über die Indianer redeten. Aus der Sicht der Amerikaner jener Zeit ist dies absolut nachvollziehbar, genauso wie die Reaktion der Indianer auf die weiße Präsenz nachvollziehbar ist.

    Letztendlich geht es bei der Geschichtswissenschaft darum, nachzuvollziehen was, wo, warum passiert ist. Der Konflikt zwischen Weißen und Indianern ist ziemlich gut dokumentiert und der Grundkonflikt ist auch relativ offensichtlich.

    Man sollte hier nicht vergessen, dass die Ideen der Gleichwertigkeit aller Kulturen und Menschen sowie der Verwerflichkeit von kriegerischer Landnahme an sich erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts wirklich entfalten haben.

    Der amerikanische Weg in den Westen geschah genau zu der Zeit in der die europäischen Mächte Land in Afrika, Asien usw. nahmen um dort Wohlstand und Ruhm zu finden. Wenn man den Kontext beachtet erscheint das Verhalten der Amerikaner keineswegs ungewöhnlich.

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