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Mindestens 19 Tote bei Kopten-Demo in Kairo

In Kairo ist es bei einer Demonstration von koptischen Christen zu blutigen Ausschreitungen mit mindestens 19 Toten gekommen. Tausende Christen wollten gegen die barbarische Gewalt von Moslems gegen Christen demonstrieren. Die Teilnehmer des Protestzuges wurden daraufhin von „Zivilpersonen“ angegriffen und die Situation eskalierte.

Der Spiegel schreibt:

Bei einer Demonstration von koptischen Christen sind in Kairo nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens 19 Menschen getötet worden. Bei den Opfern soll es sich vor allem um koptische Christen handeln. Dutzende weitere Soldaten seien durch Schüsse von koptischen Demonstranten verletzt worden, berichtete das ägyptische Fernsehen am Sonntagabend. Insgesamt sollen mehr als 150 Menschen verletzt worden sein.

Mehrere hundert koptische Christen waren während einer Demonstration vor dem Fernsehgebäude mit Bewohnern der umliegenden Wohnviertel und mit dem Militär, das den Fernsehsitz sichert, aneinandergeraten. Die Kopten demonstrierten gegen konfessionelle Gewalt. Muslimische Extremisten hatten vor anderthalb Wochen in der südlichen Provinz Assuan eine Kirche niedergebrannt.

Kurz nachdem der Demonstrationszug das Gebäude des staatlichen Fernsehens erreicht hatte, kam es aus zunächst ungeklärter Ursache zu Zusammenstößen. Demonstranten warfen Steine auf Polizisten und Soldaten, die das Gebäude bewachten, und setzten Autos in Brand. Die Sicherheitskräfte gaben Schüsse in die Luft ab, um die Menge auseinanderzutreiben.

Anlass der Unruhen: Eine Brandstiftung in der Region Assuan

Auf ihrem Demonstrationszug quer durch die Stadt hatten die Kopten Kreuze geschwenkt und „Nieder mit dem Marschall“ Hussein Tantawi skandiert, dem Leiter des regierenden Militärrats. Augenzeugen zufolge haben die Demonstranten den Soldaten Waffen abnehmen können und diese schließlich gegen das Militär gerichtet.

Bereits vor eine Woche hatten Hunderte koptische Christen nach der Brandstiftung an der Kirche in der Region Assuan demonstriert. Sie war von jungen Muslimen in Brand gesetzt worden, nachdem der örtliche Gouverneur erklärt hätte, das Gotteshaus sei ohne behördliche Zustimmung errichtet worden.

Seit Monaten mehren sich in Ägypten die Angriffe auf die Kopten, die bis zu zehn Prozent der Bevölkerung stellen. Sie klagen seit langem über Diskriminierung und warnen, dass seit Mubaraks Sturz im Februar der Einfluss der Islamisten gestiegen sei.

Die Tagesschau berichtet dazu folgendes:


(Video: The Anti 2007)

Beim genauen Hinschauen wird deutlich, dass die friedliche Demonstration der koptischen Christen bewusst attackiert wurde, um die blutige Gewalt hervorzurufen. Die Medien nehmen den Ball gern auf und lassen so das Bild vom gewaltsamen, militanten Christen entstehen.

(Spürnase: Daniel)




„Arabischer Frühling“ kommt in Deutschland an

Der sogenannte „Arabische Frühling“ zeigt jetzt auch seine ersten Knospen in Europa. In der vergangenen Nacht kam es in Deutschland, Österreich und der Schweiz an syrischen Botschaften zu massiven Ausschreitungen. Dabei stürmten Demonstranten die Einrichtungen und richteten hohe Sachschäden an.

tagesschau.de berichtet:

In Berlin sind in der Nacht rund 30 Demonstranten in die syrische Botschaft eingedrungen. Wie ein Polizeisprecher sagte, brachen sie zunächst ein Tor im Zaun auf und verschafften sich anschließend Zugang zum Gebäude. Dort seien sie auf den syrischen Botschafter getroffen, der in dem Gebäude wohnt. Die Polizei nahm die Personalien der Eindringlinge auf. Eine zweite Gruppe von Störern habe vor der Botschaft protestiert und mit Farbbeuteln geworfen.

Eine ähnliche Anzahl an Demonstranten sorgte vor dem syrischen Generalkonsulat in Hamburg für Verwüstungen. Die rund 30 Personen zerstörten die Eingangstür und drangen so in der Gebäude. Im Inneren zerschlugen sie Fensterscheiben und hängten Plakate aus den Fenstern mit der Aufschrift: „Assad, hör auf unschuldige Menschen zu töten“. Die Polizei nahm vier Personen fest.

Auch syrische UN-Mission in Genf gestürmt

Bei einer ähnlichen Aktion in der Schweiz stürmten fünf Demonstranten die syrische UN-Mission in Genf. Wie die schweizerische Nachrichtenagentur SDA berichtete, hatten am Samstag Nachmittag rund 30 bis 40 aus Syrien stammende Kurden vor dem Gebäude demonstriert. Fünf von ihnen sei es später gelungen, über ein Baugerüst in eines der Büros der UN-Mission einzudringen. Sie schwenkten syrische Flaggen und warfen Dokumente auf die Straße. Die Demonstranten wurden nach Polizeiangaben vorübergehend festgenommen.

In Wien demonstrierte ebenfalls eine Gruppe von etwa 20 Menschen vor der syrischen Vertretung. Dort brachen die Protestler eine Tür auf und richteten Sachschaden an.

Grund für die Proteste ist offenbar die Ermordung des syrisch-kurdischen Oppositionspolitikers Meschaal Timo. Timo war ein scharfer Kritiker des Regimes von Präsident Baschar al-Assad. Der 53-Jährige war am Freitag von Unbekannten in seinem Haus in Kamischli erschossen worden. Bei seiner Beisetzung am Samstag hatten Sicherheitskräfte das Feuer auf den Trauerzug eröffnet. Fünf Menschen wurden nach Angaben der Protestbewegung getötet.

Die Bürgerkriege des  Nahen Ostens werden nun auch in Europa zu massiven Unruhen voranschreiten. Aufgrund der ungebremsten Massenimmigration aus diesen Ländern werden die Bilder, die wir bisher nur aus dem Fernseher oder Internet kannten, in unseren Städten jetzt zunehmend zum Alltag werden.

Video:

(Spürnase: Wilhelmine)




Spielsüchtiger Moslem sticht Ex-Freundin nieder

Ein weiterer, seltener Einzelfall spielte sich jetzt in Köln ab. Einer 31-jährigen Kellnerin wurde von ihrem ehemaligen Lebensgefährten Halil brutal ein Messer in den Bauch gerammt.

Aiche V. hatte sich von der Fachkraft getrennt, da dieser das hart erarbeitete Geld, das die Frau so dringend für den Unterhalt ihres kranken Vaters und Sohnes brauchte, beim Glücksspiel verprasste. Stark blutend konnte sich die Schwerverletzte in eine Kneipe retten. Sie ist nach einer Notoperation außer Lebensgefahr. Der 43-jährige Täter wurde festgenommen, er gestand die Tat. Vermutlich liegen dann wohl keine Haftgründe vor…




USA: „Kriegsgegner“ attackieren Space-Museum

Ein Zweig der marxistischen „Occupy Wall Street“-Bewegung hat versucht, das Luft- und Raumfahrtmuseum in der US-Hauptstadt Washington zu stürmen.  Ca. 150 sogenannte „Kriegsgegner“ versuchten mit Protestbannern in das National Air and Space-Museum einzudringen, um gegen eine Drohnen-Ausstellung zu protestieren. Das Sicherheitspersonal verteidigte die Einrichtung mit Pfefferspray.

Die WELT schreibt:

In Washington haben Kriegsgegner versucht, mit Protestbannern in das National Air and Space Museum einzudringen, um gegen eine Drohnen-Ausstellung zu protestieren. Etwa 100 bis 200 Demonstranten versuchten gegen 15 Uhr (Ortszeit) am Samstag, das Museum in der US-Hauptstadt zu betreten, wie ein Sprecher der dafür zuständigen Smithsonian Institution, John Gibbons, sagte.

Als ein Wachmann die Gruppe mit der Erklärung gestoppt habe, sie dürfe keine Schilder in das Gebäude bringen, sei er offenbar von Demonstranten festgehalten worden.

Museum wurde nach dem Zwischenfall geschlossen

Ein zweiter Wachmann habe daraufhin gegen mindestens eine Person Pfefferspray eingesetzt, sagte Gibbons. Die Menge habe sich aufgelöst. Das Museum wurde nach dem Zwischenfall geschlossen.

In Washington ist es in der vergangenen Woche zu mehreren Protestaktionen gekommen. Zu den Demonstranten, die in das Museum gelangen wollten, gehörten Personen, die mit der Bewegung Stop the Machine (Stoppt die Maschine) assoziiert sind.

19-jährige Frau wurde festgenommen

Die Gruppe protestiert gegen Kriege und Unternehmensgier. Zu den Teilnehmern der Protestaktion am Samstag zählten aber auch Angehörige der Gruppe Occupy D.C., die der Bewegung Occupy Wall Street (Besetzt die Wall Street) nachempfunden ist, die in New York gegen die Macht der Banken protestiert.

Eine Anwältin, die mit Stop the Machine zusammenarbeitet, Ann Wilcox, sagte, die Polizei habe eine 19-jährige Frau festgenommen, die nach Zahlung eines Bußgelds aber wieder freigelassen wurde.

Geschichte unbemannter Flugzeuge und deren aktuellen Einsatz

Wie Wilcox sagte, wollten die Demonstranten im National Air and Space Museum gegen eine Drohnen-Ausstellung protestieren. Die Ausstellung veranschaulicht die Geschichte unbemannter Flugzeuge und deren aktuellen Einsatz als Angriffswaffe.

Hier einige Aufnahmen des linken Angriffs:

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Foto oben: Linke Demonstranten bei ihrer Lieblingsbeschäftigung: Opfer der „Staatsmacht“ für die Fotografen spielen)




Halal: Das neue Bio?

Im letzten Artikel der PI-Reihe „Halal in Deutschland“ wurde die Anregung eines PI-Lesers aufgegriffen, Unternehmen gezielt anzuschreiben, die Halal-Produkte zum Kauf anbieten, um so Informationen über deren Schlachtmethoden einzuholen. Begonnen wurde dabei mit Aldi Nord, das verschiedene Halal-Fleischprodukte der Marke Bauernglück im Sortiment hat.

Allerdings ist bei der PI-Redaktion bis heute keine Antwort von Aldi Nord eingegangen. Liegen den Verantwortlichen von Alidi Nord die Anliegen ihrer Kunden nicht am Herzen? Oder haben sie vielleicht etwas zu verbergen? Wir wissen es nicht. Die Chance, hier eine Richtigstellung abzugeben, hat Aldi Nord allerdings nicht genutzt.

Wie zu erwarten, gingen seit dem letzten Artikel auch wieder zahlreiche Lesereinsendungen bei der PI-Redaktion ein, die den zunehmenden Verkauf von Halal-Produkten in Deutschland belegen:

Bei Metro in Berlin gibt es mittlerweile nicht mehr nur ein Preisschild für manche Artikel, sondern ebenso ein Halal-Schild – und das Wort „Halal“ ist sogar bezeichnend größer dargestellt als der Preis des Produktes:

Darüber hinaus wurde in Berlin eine Halal-Dönerbude ausfindig gemacht:

Bei Netto in Wilhelmshaven findet man Halal-Geflügel:

Eine Halal-Pizzeria wurde in Mainz gesichtet:

Netto in Greifswald hat Halal-Geflügelleberwurst im Sortiment:

…und Kaufland in Herzogenaurach einen Halal-Kuchen, der in Soest hergestellt wird:

Kaufland in Burghausen (Oberbayern) bietet Halal-Putensalami zum Verkauf an:

Erwähnenswert ist zudem ein Artikel, der vergangenen Monat in der Süddeutschen erschien – „Halal – das neue Bio“. In diesem Artikel wird dem Leser suggeriert, dass die Bedenken, Halal-Fleischprodukte in Deutschland würden betäubungslos geschächtet, völlig unbegründet seien:

„Es gibt viele Vorbehalte gegenüber ‚islamischen Produkten‘. Etwa dass bei Halal-geschlachtetem Fleisch die Tiere ohne Betäubung geschächtet werden. Doch in Deutschland sind diese Bedenken unbegründet. Die Betäubung des Schlachtviehs sei gesetzlich vorgeschrieben und stehe im Einklang mit den islamischen Ernährungsregeln (…)“

“Professionell“ belegt die Autorin der Süddeutschen diese Kernaussage – mit der Behauptung eines Mitarbeiters des Europäischen Halal Zertifizierungsinstituts:

„(…) so Yusuf Çalkara vom Europäischen Halal Zertifizierungsinstitut.“

Interessant, steht doch in demselben Artikel, dass es nicht nur ein Zertifizierungsinstitut gibt – wie kann da die Meinung eines Einzelnen zur allgemein gültigen Wahrheit erhoben werden:

„Eine Reihe von Zertifizierungsinstituten überprüft auf Anfrage die Produktion und vergibt Halal-Siegel.“

Bei PI wurde darüber hinaus schon im ersten Artikel dieser Halal-Serie belegt, wie das Europäische Halal Zertifizierungsinstitut zum betäubungsloses Schächten steht:

1. Es unterstützt die Klagen beim Bundesverfassungsgericht gegen das bestehende Schächtverbot.
2. Es zertifiziert auch Produkte, die im Ausland betäubungslos geschächtet werden.

PI belegte in diesem Artikel auch, dass es eine gesetzlich geregelte Ausnahmegenehmigung für betäubungsloses Schächten in Deutschland geben kann – definiert im Runderlass RdErl. d. ML v. 27.01.2003.

Desweiteren belegt auch dieser Bericht von Report Mainz, dass in Deutschland betäubungsloses Schlachten praktiziert wird:

Zurück zum Artikel in der Süddeutschen – das Beste hat sich die Autorin für den Schluss aufgespart:

„Andere Aspekte von Halal dürften Tierschützern und Bio-Konsumenten aus der Seele sprechen. Auf Zusatzstoffe soll verzichtet werden, ethische Erzeugung und artgerechte Haltung sind wichtige Grundsätze.“

Bei dieser Aussage wäre es nicht verwunderlich, wenn so manch ein Leser vor seinem geistigen Auge Jürgen Trittin und Renate Künast beim Volontäreinsatz auf einem Halal-Schlachthof sehen würde. Dass die Tierschutzorganisation PETA erst vor kurzem Anzeige gegen einen muslimischen Metzger aus dem Lahn-Dill-Kreis wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet hat, lässt es allerdings recht unwahrscheinlich erscheinen, dass „[a]ndere Aspekte von Halal“ Tierschützern und Bio-Konsumenten zu einem Freudensprung veranlassen.

Um ein klareres Bild über die Verbreitung des Halal-Handels in Deutschland zu bekommen, bitten wir unsere Leser weiterhin, uns Fotos von Unternehmen in Deutschland zu schicken (info@blue-wonder.org), die Halal-Produkte zum Verkauf anbieten. Jede neue Stadt, von der ein Foto mit dem Halal-Siegel eingesendet wird, wird auf der PI-Halal-Deutschlandkarte, die sich stetig füllt, eingetragen:

Bisherige PI-Beiträge zur Halal-Aktion:

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USA – ein Kreationist als Präsident? Na und?

Die nächsten US-Präsidentschaftswahlen sind am 6. November 2012, die Kandidaten laufen sich warm, und wenn sich die Republikaner nicht ganz dumm anstellen, ist Obama weg vom Fenster. Ganz verbissen wird immer in Germany der Wahlkampf geführt, dabei ist es völlig unerheblich, was deutsche Zeitungen schreiben, kein US-Amerikaner liest sie oder richtet sich gar nach ihnen. Besonders intensiv untersuchen SPIEGEL & Co, ob die KandidatInnen in irgendeine Kirche gehen oder das Wort ‚Gott‘ aussprechen, was ein schlimmer Malus wäre. Ich hätte da mal eine zugespitzte Sonntagsfrage an alle!

Nehmen wir an, ein Kandidat oder eine Kandidatin, etwa von der bösen Tea Party, wäre KreationistIn, würde also nicht an Darwin glauben, sondern wörtlich an die Bibel, wo drin steht, Gott habe in sechs Tagen die ganze Welt erschaffen und am siebten geruht. Die Mainstream-Medien vom kommunistischen Neuen Deutschland bis zum linken Schirrmacher-Feuilleton wären am Rotieren, die Journalisten hätten ein Thema für eine halbe Dekade. Aber was wäre eigentlich schlimm daran?

Ich meine die Frage ernsthaft. Habe hin- und herüberlegt, kann aber nicht herausfinden, was ein solcher Präsident schlimmer machen könnte als seine Vorgänger. Welche Entscheidungen würden sich ändern? Was wären unsere Nachteile, wenn ein Frömmling, ein evangelikaler Christ oder gar ein Kreationist als US-Präsident regierte? Finde nichts?




Huntington 2: Who are we? Wer sind wir?

Hier Teil 2 des Auszugs aus Huntingtons übersetztem Buch „Who are we“ (Abb.). Wer Teil 1 gestern nicht gelesen hat und das sinnvollerweise nachholen möchte, der Link ist da! Das Buch handelt über die amerikanische Identität und die Gefahr eines Auseinanderbrechens der USA, da sich die Latinos nicht genügend assimilieren, woran sich seit Erscheinen des Buches nichts geändert hat. Natürlich liest man solche Bücher auch, um mögliche Parallelen und Lehren für Europa zu ziehen.

Der Ausschnitt handelt von den wenig bekannten früheren Anstrengungen der USA, die vielen Einwanderer zu amerikanisieren:

Vor dem Ersten Weltkrieg drängten protestantische, katholische und jüdische Gruppen auf die Integration ihrer eingewanderten Glaubensgenossen in die amerikanische Gesellschaft. »Die römisch-katholische Kirche mobilisierte ihren Klerus, ihre Schulen, ihre Presse, wohltätigen Organisationen und Interessenvereine, daß sie auf die Immigranten einwirkten, ihre ausländischen Kulturmuster aufzugeben und sich den amerikanischen Gepflogenheiten anzupassen.

Erzbischof John Ireland, ein irischer Immigrant, übernahm die Initiative unter den amerikanischen Bischöfen. Er kämpfte gegen die Bestrebungen katholischer Immigranten, ihre Sprache und Traditionen zu bewahren.« Und »jüdische Hilfswerke ermunterten in vielen Städten die Kinder jüdischer Immigranten, die englische Lebensweise zu übernehmen, öffentliche Schulen zu besuchen und innerhalb des amerikanischen Rahmens ihre Identität zu bewahren«.

Die Amerikanisierungsbewegung begann mit privaten Organisationen an der Basis. Sie übten dann Druck auf lokale und bundesstaatliche Stellen aus, entsprechende Bemühungen zu fördern und sich daran zu beteiligen. Bald verabschiedeten mehr als dreißig Bundesstaaten Gesetze über Amerikanisierungsprogramme, Connecticut richtete sogar ein Ministerium für Amerikanisierung ein. Schließlich wurde auch die Bundesregierung aktiv, die Einbürgerungsbehörde im Arbeitsministerium und die Erziehungsbehörde im Innenministerium wetteiferten um Geld und darum, die jeweils eigenen Assimilierungsbemühungen voranzubringen.

1921 beteiligten sich 3526 Institutionen in Bundesstaaten, Städten und Gemeinden an Programmen der Einbürgerungsbehörde. Der Schwerpunkt lag auf Englischunterricht, die Regierungen unterstützten die Programme massiv ideell und finanziell.

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war die wichtigste Institution für die Amerikanisierung das allgemeine Schulwesen. Tatsächlich wurden die öffentlichen Schulen Mitte des 19. Jahrhunderts zum Teil im Hinblick auf die erwarteten Erfordernisse der Amerikanisierung konzipiert und eingerichtet. Wie Carl Kaestle es formuliert hat: »Bildung zur Assimilierung wurde zu einem Hauptanliegen der Schulverantwortlichen im 19. Jahrhundert.« Die Schulen pochten darauf, daß die Immigranten »angloamerikanische protestantische Traditionen und Werte« übernahmen.

Insbesondere in Neuengland mit seinem hohen Anteil an Einwanderern »betrachteten die Menschen die Schulerziehung als den besten Weg, angloamerikanische protestantische Werte weiterzugeben und den Zusammenbruch der republikanischen Institutionen zu verhindern«. Mit Blick auf die längerfristige Wirkung hat Stephen Steinberg geschrieben: »Mehr als jeder andere einzelne Faktor hat das öffentliche Schulwesen verhindert, daß Immigrantengruppen ihre heimische Kultur an ihre in Amerika geborenen Kinder weitergeben konnten.«

Die dominierende protestantische Atmosphäre und Wertewelt in den Schulen führte natürlich zu einer Gegenreaktion der katholischen Kirche und der Einrichtung katholischer Schulen, die im Laufe der Zeit jedoch ebenfalls zu Einrichtungen der Propagierung amerikanischer Werte und patriotischer Gefühle wurden.

Die Schulen hatten vor dem Ersten Weltkrieg überragende Bedeutung für die Bemühungen zur Amerikanisierung der Immigranten aus Süd- und Osteuropa. »Der Fortschrittliche glaubte an die Bildung«, sagt Joel M. Roitman. »Er verwendete sie als das wichtigste Werkzeug bei den Bemühungen zur Assimilierung (Amerikanisierung) der Millionen von Menschen, die in der Zeit von 1890-1924 in die Vereinigten Staaten kamen.« Die Schulen wurden angehalten, Unterricht in Englisch und amerikanischer Landeskunde für erwachsene Einwanderer anzubieten. Eine führende Organisation der Amerikanisierungsbewegung, die North American Civic League, veröffentlichte 1913 einen Plan für die Bildung des Immigranten. Das Federal Bureau of Education förderte diese Bemühungen und drängte 1919 darauf, daß Schulen nicht nur Orte sein sollten, an denen tagsüber Kinder lernten, sondern daß sie auch Abendprogramme für die Amerikanisierung von Erwachsenen einrichteten.

1921-1922 unterhielten zwischen 750 und 1000 Gemeinden »spezielle Programme an allgemeinbildenden Schulen zur Amerikanisierung von im Ausland geborenen Personen«. Zwischen 1915 und 1922 nahmen über eine Million Immigranten an solchen Programmen teil (aber nicht alle hielten bis zum Ende durch).

In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, so berichtet Reed Ueda, versuchten Lehrer »Kindern von Immigranten ein Gefühl der amerikanischen nationalen Identität zu vermitteln. Die verwendeten Lehrbücher für Literatur und Gesellschaftskunde stellten die Institutionen und die politische Geschichte Amerikas in den Mittelpunkt und präsentierten große Männer und Frauen als heroische Vorbilder des Nationalcharakters.« Im ganzen Land wurde das Schulsystem »geprägt durch aufeinanderfolgende Generationen von Reformern von Horace Mann bis John Dewey, die das öffentliche Schulwesen als ein Instrument ansahen, aus der wuchernden Vielfalt, die durch die Immigration und die damit verbundenen sozialen Veränderungen entstanden war, eine geeinte Gesellschaft zu formen«.

An den späteren Phasen der Amerikanisierungsbewegung wurde kritisiert, es sei übermäßiger Druck auf Immigranten ausgeübt worden und die Bewegung sei nativistisch und immigrationsfeindlich geworden, was 1924 zum drastischen Rückgang der Immigrantenzahlen geführt habe. Ohne die Amerikanisierungsbemühungen seit dem letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts wäre der Einbruch bei der Zuwanderung jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach schon früher erfolgt. Die Amerikanisierungsbemühungen machten die Immigration für die Amerikaner annehmbar. Der Erfolg der Bewegung wurde offensichtlich, als Immigranten und ihre Kinder zur Fahne eilten und für Amerika in den Krieg zogen. Der Erste Weltkrieg fachte den Patriotismus an und hob die nationale Identität gegenüber anderen Identitäten hervor.

Ihren Höhepunkt erreichten die nationalen Identitätsgefühle jedoch im Zweiten Weltkrieg, als rassische, ethnische und Klassenidentität der nationalen Loyalität untergeordnet wurden…

(Samuel P. Huntington, Who are we. Die Krise der amerikanischen Identität, Goldmann 2006, Seite 169 ff.)




Zurück zu Voltaire und tabuloser Islamkritik

Der deutsch-israelische Schriftsteller Chaim (Hans) Noll, der vergangenes Jahr schon Sarrazin zur Seite sprang, hat bei der Achse des Guten einen hochinteressanten Artikel mit dem Titel „Annullierung der Aufklärung“ geschrieben. Die Stadt Essen war angesichts empörter Reaktionen von muslimischen Verbandsvertretern zu Nolls kontroversem Vortrag über judenfeindliche Ressentiments des Islams eingeknickt. Offensichtlich darf man Muslimen die knallharte Realität ihrer eigenen Ideologie nicht zumuten. Nach dem Motto: Wer nur laut genug meckert und mit „Gefährdung des gesellschaftlichen Friedens“ droht, dem wird nachgegeben.

(Von Michael Stürzenberger)

Es war der Einladungstext zu Nolls Vortrag, der Muhammet Balaban, den Sprecher der „Kommission Islam und Moscheen in Essen“, auf die Palme brachte. Er fühle sich durch diesen Text „persönlich beleidigt“ und sah darin „Angriffe auf den Propheten, den Koran und auf alle Muslime“. Interessant, dass einen Moslem die Fakten über seine eigene „Religion“ beleidigen können:

„Judenfeindliche Ressentiments spielen seit Niederschrift des Koran im 7. Jahrhundert und dem Massaker gegen die Juden von Medina im Jahre 628 durch Mohamed im Islam eine fundamentale Rolle. Bis heute kann dieser fundamentale Judenhass reaktiviert und instrumentalisiert werden. Ein Beispiel dafür liefert die im Gaza-Streifen herrschende Organisation Hamas in ihrer Charta (…) Der Vortrag beschäftigt sich mit neuen Formen von Judenhass und Feindschaft gegenüber Israel, mit den Zusammenhängen zwischen beiden und ihren Auswirkungen auf die Stimmung in Europa.“

Hinter der vorgespielten Empörung steckt natürlich die klare Moslemstrategie, Kritik am Islam im Keim ersticken zu wollen. Der typisch deutsche Gutmensch hüpft immer wieder allzu bereitwillig über dieses Stöckchen, so auch der Essener Oberbürgermeister. Sofort sollten alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, den Vortrag zu verhindern, was in diesem Fall ausnahmsweise einmal am standhaften Widerstand des Veranstalters, der Leitung der Alten Synagoge, scheiterte. Chaim Noll sieht den geistigen Zustand dieses Landes durch diese öffentliche Entrüstung weit hinter die Zeiten der Islam-Aufklärung eines Voltaire zurückgeworfen. Jener schrieb bekanntlich im Jahre 1740 in einem Brief an Friedrich den Großen:

Doch dass ein Kamelhändler in seinem Nest Aufruhr entfacht, dass er seine Mitbürger glauben machen will, dass er sich mit dem Erzengel Gabriel unterhielte; dass er sich damit brüstet, in den Himmel entrückt worden zu sein und dort einen Teil jenes unverdaulichen Buches empfangen zu haben, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben lässt, dass er, um diesem Werke Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, dass er Väter erwürgt, Töchter fortschleift, dass er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben lässt: Das ist nun mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, … es sei denn, der Aberglaube hat ihm jedes natürliche Licht des Verstandes erstickt.

Voltaire verfasste auch das Theaterstück „Der Fanatismus des Propheten Mohammed“, das heutzutage aus den Gründen der Politischen Korrektheit nicht mehr in Europa aufgeführt wird. Moslems könnten ja mit Gewalt drohen und diese möglicherweise auch anwenden. Chaim Noll bemerkt dazu (Hervorhebungen durch PI):

So wird, um ein eklatantes Beispiel zu nennen, Voltaires berühmtes Stück „Le Fanatisme ou Mahomet le Prophète“ heute nirgendwo mehr in Europa aufgeführt. Auch nicht im deutschen Sprachraum, obwohl die deutsche Fassung des Stückes von Goethe stammt und nach Ansicht der wenigen Literaturwissenschaftler, die sie zu erwähnen wagen, aus mehreren Gründen von größtem kulturhistorischen Interesse ist.

Die Unterdrückung von Voltaires Mohamed-Stück ist ein besonders beschämender Fall europäischer Kultur-Verleugnung. Diese Verleugnung geschieht unter dem Druck neuer Tabus, die verstohlen an Stelle der alten getreten sind. Bereits im 18.Jahrhundert, kurz nach seiner Uraufführung 1741 im französischen Lille, wurde Voltaires Stück zum ersten Mal verboten, da der hochbetagte Kardinal de Fleury eine anti-katholische Parabel darin wähnte.

Papst Benedikt XIV., an den sich Voltaire um Hilfe wandte, erteilte dem Dichter seinen Segen und ermöglichte – zumal Voltaire einen das Stück preisenden päpstlichen Brief vorwies – Aufführungen in katholischen Ländern. Das Stück zu spielen, gehörte an den aufgeklärten Fürstenhöfen Europas bald zum guten Ton – gerade, weil es umstritten war und fast Opfer eines Zensurversuchs geworden wäre. Eine Aufführung des Voltaireschen Mahomet war ein Bekenntnis zur Freiheit der künstlerischen Äußerung, zur Freiheit des geschriebenen Wortes, kurz: zur Meinungsfreiheit in Europa. (..)

Auch Goethes Übersetzung ins Deutsche wurde als bedeutende literarische Leistung gewürdigt: „die Verdeutschung“, schrieb ein zeitgenössischer Rezensent, „verkündigt die Hand eines Meisters“. Von dieser Übersetzung ist heute möglichst selten die Rede: sie stellt die Legende vom Islam-Freund Goethe in Frage, wie er sich angeblich im „West-Östlichen Divan“ zu erkennen gibt, und stört die gängige Einvernahme des deutschen Klassikers in einen politisch erwünschten Versöhnungskontext. Indessen hat Goethe das Mohamed-Schauspiel Voltaires mit größter Gewissenhaftigkeit übersetzt, um seine aufklärerische Kritik am Propheten des Islam in aller Klarheit wirken zu lassen.

Goethes deutsche Fassung wurde erstmals im Januar 1800 am Weimarer Hoftheater aufgeführt, im Beisein des Hofes und vieler Geistesgrößen dieser Tage. Auch Herder und seine Frau Karoline waren unter den Zuschauern, Karoline beschrieb Freunden in einem Brief die Wirkung des Stückes: „Der Fanatismus ist ja wohl die Krankheit, an der wir und unsere Zeit krank darniederliegen!“ An der Wahrheit dieser Feststellung hat sich nichts geändert, der Fanatismus, der uns heute bedroht, hat gegenüber dem damaligen eher noch zugenommen.

Geschwunden ist jedoch die intellektuelle Widerstandskraft Europas. An eine Aufführung von Voltaires umstrittenen, vor zweihundertfünfzig Jahren der Zensur abgerungenen Drama Mahomet ist im heutigen Europa nicht mehr zu denken. Der Umstand, dass der Prophet Mohamed in Voltaires Stück auftritt, sich in seiner zutiefst menschlichen Fragwürdigkeit zu erkennen gibt und von den anderen Figuren kontrovers reflektiert und behandelt wird, reicht aus, um muslimisch inspirierte Verbots-Prozeduren in Gang zu setzen. Es ist Usus geworden, gilt als „politische Vernunft“ und Zeichen „politischer Kultur“, diesem Druck nachzugeben. Oder noch „vernünftiger“: ihn durch vorauseilenden Gehorsam erst gar nicht aufkommen zu lassen.

In einem Vortrag des deutschen Literaturwissenschaftlers Albert Meier an der Universität Kiel im Jahre 2008 findet sich der für heutige europäische Intellektuelle bezeichnende Gedankengang: „Mahomet ist damit (durch sein Verhalten in Voltaires Stück – Ch.N.) bis auf die Knochen diskreditiert – und es lässt sich verstehen, dass das Stück heute nicht mehr aufgeführt wird.“ Nun, es ist eben die Frage, die alles entscheidende Frage, ob sich das wirklich „verstehen“ lässt.

Was würde „Verständnis“ in diesem Fall bedeuten? Verständnis für die Annullierung der Aufklärung. Für die Preisgabe europäischer Kultur, einer mit Gewalt drohenden Gruppe zuliebe. Wenn orthodoxe Muslime behaupten, Voltaires Stück beleidige ihre Gefühle – sind wir inzwischen soweit von unserer eigenen Identität abgekommen, dass wir uns ihr verschwommenes Beleidigtsein, ihre fragwürdige Vergöttlichung des Propheten zu eigen machen? (..)

Es kritisiert den Mann Mohamed, bezweifelt seine Heiligkeit, stellt den selbsterklärten Propheten als politischen Pragmatiker dar. Einzelne Figuren finden vernichtende Worte für den „Täuscher“, „Verräter“, „Lügner“, doch auch Mohamed kommt ausführlich zu Wort, um sein Vorgehen zu rechtfertigen. Ein vielschichtiger, auf historischen Ereignissen beruhender, psychologisch plausibler Text. (..)

Die Aufführung zu Voltaires dreihundertsten Geburtstag wurde zu Fall gebracht, durch Intervention muslimischer Interessengruppen, in der heute üblichen Allianz mit europäischen Intellektuellen. Vor allem europäische Linke fühlen sich aufgerufen, die religiösen Empfindlichkeiten der muslimischen Orthodoxie zu verteidigen – dieselben Linken, denen, was das Christentum betrifft, keine Kritik scharf, keine Enhüllung unbarmherzig genug sein kann.

Zunächst äusserte sich Tariq Ramadan, ein von europäischen Institutionen mit Stipendien und Beraterverträgen geförderter Experte für islamische Positionierung in westlichen Gesellschaften. Geübt im Umgang mit Medien und Öffentlichkeit, hütete er sich, das Stück selbst oder den Autor Voltaire anzugreifen. Er politisierte die Aufführung, drohte mit denkbaren Reaktionen: „Man kann Mahomet nicht aufführen und von diesem explosiven Kontext absehen.“ Ihm assistierte der Sprecher der Genfer Moschee, Hanif Gouardini: „Diese Aufführung kann (…) Hass hervorrufen (…) Sollten uns doch die vorhergehenden Affären lehren, dass die freie Meinungsäußerung im Dienste der Liebe zwischen den Menschen stehen sollte.“ (..)

Ob die Sprecher, Funktionäre, Politiker muslimischer Gruppen im heutigen Europa dazu bereit sind, ist hierbei nicht die entscheidende Frage. Entscheidend ist, ob Europa noch zu diesen Werten steht. Auch im Interesse der nach Europa einwandernden Muslime. Viele von ihnen fliehen aus ihren islamischen Herkunftsländern nach Europa, weil sie sich hier andere Lebensgesetze, Freiheiten, Möglichkeiten erhoffen als die nach islamischer Vorstellung zugestandenen, und es muss für sie im höchsten Maß enttäuschend und entmutigend sein, wenn sie das intellektuelle Europa im Zustand der Defensive vorfinden, der Selbstpreisgabe und Selbstzensur.

Voltaires Stück und Goethes deutsche Fassung sind nicht die einzigen Fälle, in denen heute islamkritisches Kultur- und Gedankengut aus Furcht vor muslimischer „Überreaktion“ verleugnet wird. Präventiv unterschlagen wird gleichfalls, um ein neueres Beispiel zu nennen, die religionsphilosophische Islam-Kritik von Franz Rosenzweig in seinem sonst unentwegt zitierten Opus Magnus „Der Stern der Erlösung“. Oder Abraham Geigers sprachwissenschaftliche Untersuchungen über die Entstehung von Mohameds Judenhass und dessen Widerspiegelung im Koran, vor allem Geigers (1902 in Buchform veröffentlichte) Dissertation an der Universität Bonn.

Mit der unsinnigen Vokabel „Islamophobie“ wird auch jede aus westlicher Sicht begründete, ja unvermeidliche Kritik am Menschenbild des Koran abgetan, etwa an seinen frauenfeindlichen, judenhasserischen, Segregation gegenüber allem „Fremden“ fordernden Passagen (obwohl das Wort „Phobie“, nach dem griechischen phobos, eigentlich die unbegründete Furcht vor etwas meint) und jedem analytischen Ansatz der Boden entzogen. Allerdings ist analytisches Denken, im Grunde schon jede Klarheit suchende Text-Exegese islamisch-orthodoxen Dunkelmännern von jeher suspekt, je intelligenter der Einwand, umso eher ist mit ihrem Beleidigtsein, ihrer Drohgebärde zu rechnen, und am Ende denunziert und verleugnet der Westen um eines falschen Friedens willen seine eigenen geistigen Möglichkeiten.

Dass islamisch-fundamentalistische Propagandisten, etwa Salafisten, heute in Europa Erfolge feiern und die Kinder aufgeklärter westlicher Gesellschaften für sich gewinnen können, liegt weniger an der Attraktivität ihrer Botschaft als an der Scheu vor Konflikt und Debatte, die das geistige Klima Europas bedroht. Was hilft Meiunungsfreiheit, wenn sie ganze Bereiche des Denkens meidet? Wenn der Islam zu Deutschland gehören soll, wie der Bundespräsident behauptet, muss auch Islam-Kritik zu Deutschland gehören, denn in westlichen Staaten gilt es als Menschenrecht, jedes uns berührende Phänomen kritisch zu reflektieren. Auf diesem Menschenrecht müssen wir bestehen.

Man kann Europäer nicht daran hindern, sich über den Islam Gedanken zu machen und kritische Meinungen zu äußern. Islam-Kritik ist notwendig zum Erhalt der geistigen Freiheit in Europa. Sie ist notwendig zum Erhalt der Symmetrie zwischen den europäischen Kulturen und Religionen: wenn es ganz selbstverständlich Bibel-Kritik gibt, wenn Christen und Juden sich mit ihren religiösen Traditionen kritisch und öffentlich auseinandersetzen, kann und muss diese Art Selbstreflexion auch europäischen Muslimen zugemutet werden. Sonst behielten doch Voltaires Worte über Mohamed Recht, in der deutschen Wiedergabe Goethes:

Das Schwert, der Koran, in der blutigen Hand
Sollt einem jeden Schweigen auferlegen

Wir sind in Europa, was Islamkritik anbelangt, glatt um 270 Jahre, weit hinter den großen Aufklärer Voltaire, zurückgeworfen worden. Eigentlich um fast siebenhundert Jahre, wenn man die Erkenntnisse des byzantinischen Kaisers Manuel II. bedenkt, den Papst Benedikt in Regensburg zitierte. Aber in unserer politisch korrekten Zeit wurde die kollektive Löschtaste gedrückt und ließ das Wissen um die Gefährlichkeit des Islams urplötzlich in Vergessenheit geraten. Was für ein Irrsinn. Spätere Generationen werden sich über diese bekloppte Zeit lustig machen und sich fragen, wie so etwas nur möglich war. Diese Frage wurde ja schon einmal in unserer Geschichte gestellt. Gelernt hat man daraus ganz offensichtlich nichts.

Wir hier bei PI haben aber nicht vergessen, daher sind wir wie Voltaire, Goethe, Friedrich der Große, Schopenhauer, Martin Luther, Karl Marx und viele andere ganz gefährliche „Islamophobe“, die den „inneren Frieden“ dieser Gesellschaft gefährden. Werte Herren vom Verfassungsschutz, übernehmen Sie. Und kontrollieren Sie, dass die Wahrheit schön unter Verschluss bleibt und Deutschland immer mehr zu einer Bananenrepublik verkommt. Da die vorgenannten Personen nicht mehr leben, können Sie nur noch uns überwachen. Aber Achtung: Wir sind wirkliche Extremisten. Wir wollen das Grundgesetz und die Freiheit kompromisslos und ohne jegliche Zugeständnisse an eine zurückgebliebene, unzivilisierte und in weiten Teilen grausame Beduinen-„Religion“ verteidigen.

Chaim Noll ist in der DDR aufgewachsen und weiß, was Unterdrückung bedeutet. Heute dürfte er sich in Deutschland den geistigen Nachfahren der Stasi und des staatlichen Zensur-Apparates ausgeliefert sehen. Es ist eine Beleidigung des gesunden Menschenverstandes, des Freiheitsgedankens und aller Werte des christlich-jüdisch-aufgeklärt-humanistischen Abendlandes, dass eine gewaltbejahende Unterwerfungs-Ideologie vor Kritik geschützt werden soll. Der Geist von Voltaire ist in unserer heutigen Zeit völlig abhanden gekommen:

„Ich mag zwar nicht Deiner Meinung sein, aber ich werde mich dafür einsetzen, dass Du sie aussprechen darfst“.

Wir freiheitsliebenden Menschen werden uns dem islamophilen Gesinnungsterror niemals beugen und niemals schweigen. Je mehr der Druck gegen uns zunimmt, desto unbeirrter und kompromissloser wird unsere Standfestigkeit sein. Jetzt werden die Weichen für die Zukunft gelegt, und wer jetzt kneift, braucht sich in einigen Jahren über bürgerkriegsähnliche Zustände nicht mehr zu beschweren. Der Zeitpunkt zum Aufstehen ist jetzt gekommen, wenn wir die Apokalypse noch verhindern wollen. Für die Zensurwächter, Meinungsunterdrücker und Islam-Steigbügelhalter kommt der Tag der Abrechnung. Mit Sicherheit. Der Tatbestand des Volksverrats ist gegeben. Aber noch gilt auch für sie: Ein Umdenken ist jederzeit möglich, denn die Fakten sind bekannt. Keiner wird sich später herausreden können, er hätte von nichts gewusst. Die typisch deutsche Duckmäuser- und Untertanmentalität wird diesmal nicht mehr als Entschuldigungsgrund herhalten können.

» Veranstaltungshinweis: Wer Chaim Noll live erleben will, kann dies morgen Abend (10. Oktober, 19 Uhr) in Wiesbaden tun.

Buchempfehlung: Die Bürgerbewegung Pax Europa bietet das Theaterstück „Mahomet“ von Voltaire gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro an. Darüber hinaus gibt es auch noch einen kostenlosen Download.




CDU will totale Macht für Brüssel

Um das Erstarken von „Populisten“ und Euro-Skeptikern wie Peter Gauweiler im Keim zu ersticken, will die CDU die Macht für Brüssel noch weiter ausbauen. In einem Leitantrag für den CDU-Parteitag im November spricht sich die Partei „im Interesse eines handlungsfähigen, demokratischen und transparenten Europas“ für eine grundlegende Änderung der europäischen Verträge aus. So soll die EU unter anderem zu einer „politischen Union“ und „Wirtschaftsunion“ weiterentwickelt werden.

Der Spiegel, dem der Leitantrag vorliegt, schreibt:

Wenn CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sich am kommenden Mittwoch mit der Parteiprominenz trifft, um den Leitantrag zur künftigen Europapolitik zusammenzubasteln, wird er den Applaus noch in den Ohren haben, den Euro-Rebell Peter Gauweiler auf dem CSU-Parteitag bekommen hat. „Hört auf, Geld ohne Gegenwert zu drucken!“, schimpfte Gauweiler am Freitag. „Wer das tut, bringt Rentner und Pensionäre um ihre Ersparnisse.“

Als oberster Manager der Schwesterpartei war Gröhe beim Parteitreffen der Christsozialen zu Gast, doch die CDU will sich von den europaskeptischen Tönen der CSU nicht anstecken lassen – im Gegenteil: Im Entwurf des Leitantrags für den CDU-Parteitag im November, der SPIEGEL ONLINE vorliegt, spricht sich die Partei für eine grundlegende Änderung der europäischen Verträge aus, um die EU zu einer „politischen Union“ und „Wirtschaftsunion“ weiterzuentwickeln. „Im Interesse eines handlungsfähigen, demokratischen und transparenten Europas brauchen wir Änderungen der europäischen Verträge, weil die gegenwärtig gültigen sich als nicht ausreichend erwiesen haben. Daher strebt die CDU die Einsetzung eines Europäischen Konvents an“, heißt es in dem Papier mit dem Titel „Stabiler Euro – starkes Europa“.

„Erstarken von Populisten und Europa-Skeptikern“

Neue Kompetenzen für Europa seien nicht nur zur Bewältigung der Euro-Krise nötig, so die CDU, „sondern auch, um in Zukunft politische Gestaltungsmacht unter den Bedingungen der Globalisierung wahrzunehmen. Die Konsequenz sei: „Wir brauchen in wichtigen Politikfeldern mehr Europa.“ Und weiter: „Auch das Erstarken von Populisten und Europa-Skeptikern zeigt, dass wir unser europäisches Erbe pflegen, ausbauen und immer wieder gegen seine Gegner und Skeptiker verteidigen müssen.“

Mit dem Leitantrag reagiert die Parteispitze auf den weitreichenden Unmut über die Euro-Rettungspolitik der schwarz-gelben Regierung in den eigenen Reihen. Im Sommer hatten mehrere CDU-Politiker gefordert, die Europapolitik auf einem Sonderparteitag zu diskutieren. Die Parteispitze lehnte dies ab und hielt zunächst sogar daran fest, dass das Thema Bildung den CDU-Parteitag bestimmen sollte. Jetzt soll der Europa-Leitantrag im Zentrum des Treffens stehen. Am Mittwoch will Gröhe das Papier mit einer eigens eingerichteten Kommission diskutieren, der unter anderem Vizeparteichef Volker Bouffier und der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsbundestagsfraktion, Peter Altmaier, angehören. Vorstand und Präsidium sollen am 24. Oktober darüber abstimmen.

Brüssel soll mehr Macht bekommen

Im Verhältnis mit der Schwesterpartei CSU dürfte das Papier für neuen Ärger sorgen. Denn nach vielen Zeilen typischer Merkel-Prosa („Alleine haben wir in der Welt zu wenig Einfluss, um unseren wirtschaftlichen Erfolg zu sichern“) wird die CDU konkret – Brüssel soll deutlich mehr Macht bekommen.

Im Einzelnen will die CDU unter anderem ein mehrstufiges Restrukturierungsverfahren einführen, damit die Mitgliedstaaten ihre Haushalte in Ordnung bringen und wettbewerbsfähig werden. Sollte das nicht zum Erfolg führen, soll eine „planmäßige Entschuldung“ einsetzen. „In dieser Phase sollte dem jeweiligen Euro-Staat zudem ein EU-Sparkommissar an die Seite gestellt werden, der die Verwendung der staatlichen Mittel überwacht.“

Zur demokratischen Überwachung der Maßnahmen zur Euro-Rettung soll aus Abgeordneten des Europaparlaments eine spezielle Euro-Kammer gebildet werden. Weiter fordert die CDU, diejenigen Entscheidungen im Ministerrat, die derzeit noch Einstimmigkeit brauchen, wo immer möglich künftig mit qualifizierter Mehrheit zu beschließen.

Euro-Bonds lehnt die CDU ab. Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) fordert die Partei mehr Einfluss für Deutschland. Bislang richtet sich das Stimmrecht im EZB-Rat nicht nach den Kapitalanteilen der Euro-Staaten, sondern garantiert jedem Mitglied eine Stimme. „Darin sehen wir eine Benachteiligung großer Länder wie Deutschland“, heißt es in dem CDU-Papier. „Daher wollen wir, dass die Stimmrechte im EZB-Rat an den Umfang der Kapitaleinlagen angepasst werden.“

Noch weiter gehen die CDU-Europapolitiker Elmar Brok und Werner Langen in einem eigenen Entwurf für ein Grundsatzpapier. „Ziel ist es, die Europäische Union bis 2020 in eine Europäische Konföderation weiter zu entwickeln, die innerhalb Europas ebenso wie international stärker als heute politische Einheit, Handlungsfähigkeit und Glaubwürdigkeit ausstrahlt“, heißt es darin. Symbol dieses stärker integrierten Europas soll ein gewählter EU-Präsident sein, „der der Europäischen Kommission vorsitzt und zugleich den Europäischen Rat leitet“. Nach US-amerikanischem Vorbild schlagen Brok und Langen vor, den Präsidenten durch eine EU-Versammlung zu wählen, „die nur einmal alle fünf Jahre anlässlich der Wahl des EU-Präsidenten zusammentritt und sich aus direkt von den Bürgern gewählten Wahlmännern zusammensetzt“.

Bleibt die Frage: Vertritt die CDU noch die Interessen des deutschen Volkes?




Schule fenkt an! Josef macht ville veler!

Wenn ein aufgeweckter Bürger dieser Republik das Wort „Reform“ hört, sollte es ihm gleich schlecht werden. Besonders viel wird seit Jahren an den Schulen herumreformiert! Wenn ihr Kind nach Hause kommt und „Toa“ statt „Tor“ schreibt, dürfen Sie ihm auf Nachfrage nicht sagen, daß dies falsch ist. Sie müssen sagen, es stimmt, oder ausweichend antworten, es könnte vielleicht aussehen, als ob es richtig wäre.

So lernen unsere Grundschüler laut „Studien“ an vielen Schulen in ganz Deutschland am schnellsten die Rechtschreibung. Dies berichtet die WELT! Das Ergebnis dieser Fuzzy-Logik ist bekannt. Fragen Sie mal einen Personalchef!

Warum an den Schulen und Unis seit Georg Pichts „Bildungskatastrophe“, also seit 1964, andauernd herumgedoktert wurde, hatte viele Gründe. In letzter Zeit gewinnt man aber bei jeder weiteren Reform der Reform den Eindruck, es gehe nur noch darum, Schule leichter zu machen, auf daß auch der letzte Holzkopf das Abi, wenn nicht gar den Doktor (!) schaffen möge. Denken Sie auch an die Abschaffung einer verbindlichen Schreibschrift in Hamburg, wo jeder Schüler jetzt sudeln und kritzeln darf, wie er will.

Wenn Sie eine sehr renommierte Seite mit Tiefgang zu diesen Problemen suchen, empfehlen wir die Elternbriefe von J. Günter Jansen hier! Einer dieser Briefe (Nr. 13) beschäftigt sich auch mit der eingangs beschriebenen „Schreib-wie-du-sprichst-Methode! Jansen gibt zu bedenken:

In der deutschen Sprache werden (etwa) 4000 darin vorkommende Laute mit Hilfe von nur 30 Zeichen/Buchstaben bzw. Graphemclustern schriftlich fixiert.

Da bleibt für Schüler viel Freiraum, gehörte Laute so oder so zu schreiben! Man wird nicht arg falsch liegen, wenn man vermutet, daß die unreformierten Schüler auf dem Foto besser lesen, schreiben und rechnen konnten als die heutigen.




WAZ: Als die türkischen Gastarbeiter kamen

Was ist da passiert? Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Die WAZ-Gruppe bringt einen seriösen Artikel über die ersten türkischen Gastarbeiter! Das darf doch nicht wahr sein! Haben sie bei PI mitgelesen? Danke, gerne! Weitere Links gemischt:

» Griechenland-Kontrolleure trauen sich nicht auf Straße!
» Sehr praktische EU-Karte, um die Ratings anzuklicken!!
» Wagenknecht im Machtkampf der SED-Linkspartei!
» Sehr gutes Ergebnis von Gauweiler bei der CSU!
» Schweiz: Wird Verräterin Widmer-Schlumpf erneut gewählt?
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» Libyan fighters with limited gains in Sirte!
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» Rote Lumppen auch in der Schweiz!
» Wird nächste Woche Ökostrom-Zulage nach EEG erhöht?
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» Neue IWF-Chefin zockt auch gleich weitere Milliarden ab!
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» ZEIT-Reporterin in Griechenland mit Säure ausgeraubt!

Bitte gerne Links posten! Danke!