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Finanzkrise: „Mister Dax“ spricht Klartext

Dirk MüllerEin bemerkenswertes Interview gab der Börsenexperte Dirk „Mister Dax“ Müller (Foto) dem Handelsblatt, veröffentlicht am 18.10. und untergegangen angesichts der Hysterie um Rettungspakete, Ghaddafi und Kannibalen. Ergänzend zu meinem Artikel über das Geldsystem (Das kurze Gedächtnis des Herrn Lafontaine) bestätigt Dirk Müller alles, was bisher in MSM und Foren als „Verschwörungstheorie“ abgetan wurde.

(Von Aktivposten, PI-Köln)

So erklärt er gleich in der ersten Antwort:

Indem wir ganz von vorn anfangen. Unser Finanzsystem ist am Ende. (…) Das führt dazu, dass ein großer Teil dessen, was die Bürger erwirtschaften, für Zinsdienste abfließt. (…) Ich erkläre nur, wie das System funktioniert beziehungsweise dass es nicht ewig funktioniert.

und kommt in der zweiten Antwort direkt auf den Punkt:

Handelsblatt: Sie meinen, der Fehler liegt im System?

Unser Finanzsystem ist so beschaffen, dass es alle paar Jahrzehnte neu gestartet werden muss. Der grundlegende Fehler ist folgender: Alles Geld, was wir erzeugen, ist Schuldgeld. Das heißt: Geld entsteht, indem jemand einen Kredit aufnimmt. Allem Geld, das im Umlauf ist, steht auf der anderen Seite Kredit gegenüber. Wenn die Staaten extrem hohe Schulden haben, dann muss auf der anderen Seite jemand sein, der genau diese Summe an Vermögen hat. Wenn die Bundesrepublik jährlich 40 Milliarden an Zinsen für ihre Schulden zahlt, dann muss irgendjemand 40 Milliarden an Zinsen kassieren.

Dies sollte alle Verteidiger und Erklärer des ungerechten Geldsystems zum Schweigen bringen, denn hier spricht nicht ein so diffamierter „Hobbyökonom“, sondern ein anerkannter Börsenexperte, dessen Wort in allen MSM Gewicht hat.

Weiter im Text:

Handelsblatt: Die privaten Haushalte in Deutschland sind vermögend.

Die privaten Haushalte in Deutschland haben fünf Billionen Euro an Vermögen. Aber das Geld ist sehr ungleich verteilt. Die Hälfte der Bevölkerung hat davon nur vier Prozent. Und die obersten zehn Prozent besitzen fast zwei Drittel dieses Vermögens. Das geht so lange gut, bis die Masse die Zinslast nicht mehr tragen kann, bis sie den Gürtel nicht mehr enger schnallen und der Staat keine Leistungen mehr streichen kann.

Für viele Bürger in Deutschland ist das bereits Realität, für die arbeitende Unter- und Mittelschicht ist längst das Ende der Fahnenstange erreicht, wenn zum Vollzeitjob staatliche Hilfen in Anspruch genommen werden müssen. Trotz der „boomenden Konjunktur“ und des „Jobwunders“ sind in 2011 die Ausgaben für Wohngeld, H4 und weitere Sozialleistungen auf ein Rekordhoch gestiegen. Normalerweise müssten diese Ausgaben bei den Voraussetzungen drastisch sinken, denn „Vollbeschäftigung“ sollte doch die Menschen aus der Sozialfalle entlassen können.

Er gibt auch eine Prognose ab:

Handelsblatt: Wann sind wir an dem Punkt, an dem es nicht mehr weitergeht?

Ich wage keine Prognose, wann das so weit sein wird. Aber wir sind in der Endphase. Es wird – wie alle paar Jahrzehnte – zu dem kommen, was ich als ‚Reset’ bezeichne. Das kann innerhalb der nächsten zwei, drei Jahre geschehen. Es kann sein, dass wir noch zehn Jahre so weitermachen – was ich allerdings nicht glaube.

Es ist also clever, sich auf diesen Reset vorzubereiten. Das Horten von Papiergeld und Buchgeld dürfte dabei keine gute Idee sein. Ein befreundeter leitender Mitarbeiter einer großen Versicherung erzählte mir erst letzte Woche, dass er seine gesamten Versicherungsguthaben, Fonds, Festgeldkonten usw. aufgelöst und in Gold/Silber und Vorräte investiert hat, die auch Hygieneartikel, Wasserreinigungstabletten (er hat vier Kinder), Brennstoff usw. umfassen.

Eine Idee auch für PI könnte sein, eine große Tauschbörse mit Alternativwährung einzurichten. Die bisherigen Tauschbörsen und Alternativideen scheitern immer an der Anzahl der Mitglieder, aber wenn die Leser von PI und weiteren befreundeten Blogs mitmachen, sollte doch ein vernünftiger Start möglich sein. Konzepte gibt es, ich kann das leider nicht programmieren. Aber vielleicht könnte ein Ideenpool eingerichtet werden, der so etwas umsetzen kann, zum Nutzen der Gemeinschaft, die sich hier online gebildet hat.

Dirk Müller erklärt den Zeitrahmen:

Handelsblatt: Was müssen wir uns unter einem Neustart des Systems vorstellen?

Es wird zu einer Umverteilung von oben nach unten kommen, die kann innerhalb weniger Monate oder über ein, zwei Jahre ablaufen. Denjenigen, die Ansprüche an den Staat haben, wird etwas weggenommen, die Masse wird entlastet. Im ersten Moment wird das einen riesigen Aufschrei geben. (…)

Handelsblatt: Den einen etwas wegnehmen, den anderen etwas geben – das funktioniert bei Robin Hood. Aber wie soll das im echten Leben vonstatten gehen?

So etwas geht mal mehr, mal weniger friedlich vonstatten. Es kann zum Beispiel über eine große Inflation passieren. Es kann eine Währungsreform sein. (…) Oder es kommt zu einem Schuldenschnitt. Was im Moment im Fall von Griechenland diskutiert wird, ist nichts anderes, als eine Umverteilung von oben nach unten. Den Besitzern von griechischen Staatsanleihen – also den Banken, den Versicherungen und der EZB – wird etwas weggenommen, die Masse der Griechen wird entlastet.

Nachdem er das Ende des Geldsystems an sich erläutert hat, kommt er zum Euro selbst:

Handelsblatt: Wird der Euro überleben?

Wir haben einen kardinalen Fehler gemacht. Wir haben die Währungsunion angefangen mit Staaten, die völlig unterschiedliche Voraussetzungen mitgebracht haben. Jedes Land braucht die Währung, die zu seiner Wirtschaftskraft passt. Wenn die Griechen zur Drachme zurückkehren würden, würde die massiv abwerten. Da sind wir uns alle einig. Das heißt aber im Umkehrschluss, dass die jetzige Währung der Griechen, der Euro, viel zu stark ist für das Land. Damit werden sie nie auf einen grünen Zweig kommen. Es sei denn, wir sind bereit, auf Jahrzehnte eine Transferunion zu akzeptieren und jedes Jahr Milliarden zu überweisen.

Erkenntnisse, die BWLer/VWLer in den ersten Semestern lernen und die zumindest vor 20 Jahren auch noch zum Lernstoff für Industrie-, Groß/Außenhandels-, Bank- und Versicherungskaufleute gehört haben, ja selbst zum Abitur sollen einige Gymnasien so etwas gelehrt haben. (Seltsam nur, dass weder die Politik noch die MSM solcherlei berücksichtigen. Ist Dirk Müller der Einzige, der sich das traut?)

Dann räumt er mit den Märchen „Euro bedeutet Frieden“ und „Deutschland ist der Euro-Profiteur“ auf:

Handelsblatt: Der Euro ist mehr als eine gemeinsame Währung, es geht auch um die europäische Integration. Wollen Sie die aufs Spiel setzen?

Ich glaube nicht, dass der Euro Europa zu mehr Einigkeit verhelfen wird. Im Gegenteil: Der Euro ist eine Gefahr für die europäische Einigung, aufgrund der Ungleichgewichte, die er hervorruft. Wenn es heißt: Der Euro bringt uns den Frieden, dann ist das Unsinn. Ich denke nicht, dass wir Krieg gegen Polen oder Briten führen, weil die eine andere Währung haben. Wir müssten erst eine politische Einheit schaffen, die Steuergesetze und Finanzpolitik vereinheitlichen, demokratische Strukturen schaffen. Dann würde eine Währungsunion Sinn ergeben, aber nicht vorher. Wir müssen die Reihenfolge einhalten.

Handelsblatt: Es heißt immer, Deutschland sei der große Profiteur des Euros. Ist das ein Märchen?

Sie müssen nur unterscheiden, wer davon profitiert. Vor allem die Exportwirtschaft profitiert, weil sie Wettbewerbsvorteile durch den weichen Euro genießt. Die Bürger haben davon wenig gemerkt. Weil sie in einer für ihre Leistung zu schwachen Währung bezahlt werden. Dadurch sinkt ihre Kaufkraft und letztlich die Binnennachfrage. Deshalb hängen wir ja so stark vom Export ab. Wir machen momentan genau das, was den Chinesen vorgeworfen wird. Wir ergaunern uns Vorteil. Die Chinesen halten ihre Währung niedrig, indem sie sie an den schwachen Dollar koppeln. Wir koppeln unsere Währung an Griechenland und Portugal.

Mit persönlich gefällt das mit der politischen Einheit und der Vereinheitlichung der Finanzpolitik nicht, aber immerhin weist er auf demokratische Strukturen als Vorraussetzung hin. Mit der aktuellen undemokratischen EUdSSR ist das jedenfalls nicht zu machen, das sagt er damit ja deutlich.

Und dass die Exportwirtschaft kein Maßstab für Otto-Normalverbraucher ist, dürfte jedem klar sein. Jetzt kann man auf diese Diskrepanz in Diskussionen hinweisen und sich dabei auf Dirk „Mister DAX“ Müller berufen. Bitte benutzt diese Waffe reichlich.

Dann fordert er nach der geordneten Insolvenz Griechenlands auch die Pleite der Banken und kritisiert diese scharf:

Handelsblatt: Wollen Sie, dass Banken pleitegehen?

Was ist daran so dramatisch? Die Banken wussten doch, auf was sie sich einlassen. Die haben griechische Bonds gekauft, weil sie dabei etwas mehr Rendite als bei Bundesanleihen bekamen.

Handelsblatt: Wenn die Banken wackeln, stünden Tausende Sparer vor den Filialen, um ihr Geld abzuheben. Das hätte katastrophale Folgen.

Der Staat kann sich an den Banken beteiligen, aber nur an dem Teil, der für die Realwirtschaft wichtig ist und wo die Konten der Bürger liegen, also der Geschäftsbank. Die Zockerabteilung der Banken, die soll ruhig den Bach runtergehen. Und wenn sich der Staat an den Banken beteiligt, dann soll er bitteschön auch hinterher am Gewinn beteiligt werden; nicht wie bei der Commerzbank, wo sich der Staat über den Tisch ziehen lassen hat. Die Commerzbank sorgt mit Bilanztricks dafür, dass sie von ihren Gewinnen nichts an den Steuerzahler zahlen muss.

Handelsblatt: Was haben Sie eigentlich gegen die Banken?

Die Banken sind offenkundig gar nicht mehr in der Lage, ihre Funktion für die Realwirtschaft zu erfüllen (…), weil sie sich auf allen möglichen Märkten verzockt haben. Mittlerweile hat der Großteil des Geschäfts gar nichts mehr mit der Realwirtschaft zu tun, sondern liegt im spekulativen Bereich. Damit haben die Banken lange extrem gut verdient. Aber jetzt, wo es schiefgeht, da soll bitteschön der Steuerzahler einspringen. Das ist nicht in Ordnung.

Handelsblatt: Sind Banker nicht lernfähig?

Wir haben nichts aus dem ersten Teil der Finanzkrise gelernt, es geht so weiter wie vorher. Niemand sollte darauf hoffen, dass die Finanzwelt eine Selbstregulierung einführt. Das wäre ja schlecht für das Geschäft. Die Politik ist in der Verantwortung, Grenzen zu ziehen.

Richtig so, die Banken sind also doch neben der Politik ein richtiger Adressat der Proteste. Nur eben nicht von Occupy, die nicht gegen die EUdSSR sind und eine EU-Diktatur wollen. Von deren Seite aus sind die Anti-Banken-Proteste Verdummung und Verschleierung, auf die hoffentlich kein PI-Leser mehr reinfällt.

Und dass der Staat nichts von Wirtschaft versteht, bestätigt er gleich nebenbei. Meine Forderung aus dem Lafontaine-Artikel nach einem Geld- und Banksystem, das der Wirtschaft und den Verbrauchern dient und nicht ausbeutet, wird hier noch einmal konkretisiert.

Neben den Banken rechnet er dann auch mit den Politikern ab und fordert den Druck der Straße:

Handelsblatt: Verstehen die Politiker überhaupt die Zusammenhänge?

Ich kenne Politiker, die ausgesprochen gut informiert sind. Aber das sind nur wenige. Die meisten haben überhaupt keine Ahnung, was passiert. Die Konsequenz ist, dass diese Leute mit einem Ackermann die Finanzkrise diskutieren sollen. Da spielen Leichtmatrosen mit Konteradmirälen Schiffe versenken. (…) Der Politik werfe ich vor, dass sie sich so leicht beeinflussen lässt und sich das Know-how von den Banken holt. Man fragt die Wölfe, wie man die Schafe schützen soll. Das kann nicht funktionieren.

Handelsblatt: Was kann denn funktionieren?

Die Politik muss sich emanzipieren von den Banken. Es gibt riesige Apparate, riesige Ministerien. Da muss das Know-how hin. Das heißt aber auch, dass die Mitarbeiter besser bezahlt werden als bisher. Für Regionalliga-Gehälter bekomme ich keine Champions-League-Spieler. Wenn die Politik das nicht schafft, muss das auf Druck der Straße geschehen. Ich hoffe nur, dass das friedlich abgeht. Die Menschen spüren, dass etwas gewaltig schiefläuft. Die Proteste gehen gerade erst los, sie sind noch zaghaft, aber das kann sich schnell ändern. Auch die Montagsdemonstrationen in der DDR haben klein angefangen, auch auf dem Tahrir-Platz in Kairo haben wenige angefangen.

„Mister DAX“ bestätigt alle Vorurteile, die im Raum schweben, als Realität. Mehr PI in den MSM geht kaum. Und dann setzt er sogar noch einen drauf.

Handelsblatt: Ein selbsternannter Börsenexperte hat kürzlich in einem Interview mit der BBC für einen Eklat gesorgt. Er sagte, die Welt werde beherrscht von Goldman Sachs. Stimmen Sie zu?

Ich habe das auch gesehen – er hat doch recht. Der Einfluss von Goldman Sachs ist kaum zu unterschätzen. Schauen Sie sich nur an, wie viele Banker in den letzten Jahren in verantwortliche Positionen in der Politik gekommen sind – und welche Lobbypolitik sie dort betreiben. Als Finanzminister hat Hank Paulson seinem früheren Arbeitgeber Goldman Sachs während sehr wohlwollend bedient, etwa im Zusammenhang mit der Rettung von AIG.

Auf seine Rolle angesprochen, muss er sich natürlich rechtfertigen und teilt noch einmal kräftig aus:

Handelsblatt: Sie sind selbst Teil der Finanzwelt, verdienen gutes Geld damit. Auf der anderen Seite üben Sie heftige Kritik. Wie schaffen Sie diesen Spagat?

Für mich ist das kein Widerspruch. Es gibt einen anständigen, ehrlichen Teil der Finanzwelt. Für den spreche ich. Nur leider bestimmen die Schweinehunde, wo es an den Märkten langgeht.

Zum Schluß gibt es noch Ratschläge für Anleger und einen Ausblick, von mir zusammengefasst:

Haben Sie einen guten Rat für Anleger, die ihr Geld in Sicherheit bringen wollen?

Ich rate dazu, reale Werte zu kaufen. Die Aktie ist ein realer Wert, weil sie die Beteiligung an einem Unternehmen darstellt. Papiergeld hat dagegen keinen realen Wert, da steht nichts Echtes dahinter. Allerdings sollte man in diesen unsicheren Zeiten nicht alles auf Aktien setzen, ohne die Positionen abzusichern, (…)

Die Märkte können jederzeit einbrechen, so wie im August und September, als der Dax fast 30 Prozent verloren hat. Auf dem Weg nach unten sollte man nach und nach Gewinne aus den Verkaufsoptionsscheinen mitnehmen und dafür mehr Aktien kaufen. Denn irgendwann steigen die Aktien wieder. Ein Unternehmen wie Siemens wird auch in Zukunft Gewinne erwirtschaften, in welcher Währung auch immer. (…)

Ich kann Ihnen sagen, dass ich heilfroh bin, wenn die Nummer hier durch ist und wir die Krise hinter uns haben. (…)
Wenn die Menschen ihre Kaufkraft erhalten können, ist in der jetzigen Situation schon viel gewonnen. (…) Wenn die Krise etwas Gutes hat, dann das: Die Menschen fangen endlich an, sich um ihr Geld zu kümmern.

Die Kanzlerin hat ihre für vorgestern angekündigte Regierungserklärung zum Thema „Rettungsschirm“ abgesagt und der EU-Gipfel wird sich um das Thema „Banklizenz“ für den EFSF streiten; die Banklizenz würde in diesem Geldsystem die Lizenz zum Gelddrucken bedeuten und die Inflation weiter anheizen. In diesem Zusammenhang halte ich die 2-3 Jahre, die Dirk Müller bis zum Zusammenbruch prognostiziert, fast schon für zu optimistisch. Denn selbst die Merkel-nahe BILD titelte diese Woche schon „Es droht eine Währungsreform!“

Gut, wer informiert und vorbereitet ist. In diesem Sinne: Semper PI!


(Hinweis: Gastbeiträge geben nicht zwingend die Meinung der Redaktion wieder. Wenn Sie selber einen Artikel beisteuern wollen, schreiben Sie uns: info@blue-wonder.org)




Libyen befreit – Scharia gilt!

Die Kurzmeldung des Tages: Der libysche Übergangsrat hat die Befreiung des nordafrikanischen Landes von jahrzehntelanger autoritärer Herrschaft erklärt. Im neuen Leben werde das islamische Recht Scharia die Grundlage aller Gesetze sein, kündigte das Gremium an. Sollten Sie noch Fragen haben, ob die NATO darum mehr als 26.000 Einsätze über Libyen geflogen und bei fast 10.000 Kampfeinsätzen mehrere tausend Präzisionsbomben und Raketen auf Gaddafis Truppen abgefeuert hat, wenden Sie sich ans NATO-Hauptquartier oder direkt an Monsieur le Président Sarkozy. (Der ist aber gerade in Brüssel, um unser Sterntaler-Merkel über den Tisch zu ziehen!)




Reformationstag jetzt auch in islamischer Hand

Aiman MazyekNicht nur der säkulare Nationalfeiertag am 3. Oktober, nein, auch der Reformationstag, an dem die evangelischen Christen in Deutschland am 31. Oktober im Gedenken an die Reformation der Kirche durch Martin Luther feiern, wird jetzt vom Islam vereinnahmt. Steigbügelhalter ist diesmal die SPD Sachsen, die für diesen Tag zum politischen Reformationstag mit dem Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek (Foto), einlädt.

In der Einladung heißt es:

Der Islam gehört zu Deutschland. Und was noch? – Einladung zum Politischen Reformationstag

„Der Islam ist nicht nur durch seine Geschichte in Europa ein Teil Deutschlands, sondern auch durch seine real hier lebenden muslimischen Bürger. Und längst ist Deutschland im Herzen vieler Muslime und Teil ihres Denkens“, so Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland. Doch wie steht es um dieses Miteinander in Deutschland? Wo stehen sich unterschiedliche Ansprüche gegenüber? Was bedeutet es, als Muslim/in in Deutschland zu leben? Diesen und anderen Fragen gehen wir gemeinsam mit unserem Hauptredner Aiman Mazyek nach und laden sehr herzlich zu unserem 14. Politischen Reformationstag, am 31. Oktober 2011, ab 11 Uhr im Zeitgeschichtlichen Forum (Grimmaische Str. 6, Leipzig) ein. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es einen kleinen Empfang mit Reformationsbrötchen.

Aber bitte schön halal, sonst wird unser Gebieter Mazyek sauer!

» presse.sachsen@spd.de




Wahlen Schweiz und Tunesien

Heute waren Wahlen in der Schweiz und in Tunesien. Das nordafrikanische Tunesien kann schnell abgehakt werden. Die Wähler kamen bei dieser ersten freien Wahl seit 1956 in Rekordzahlen, aber das Wahlergebnis dürfte noch ein paar Tage auf sich warten lassen. Wir werden dann berichten. Es wird vermutet, daß die Islamisten 20 bis 30 Prozent der Stimmen kriegen.

In der Schweiz deuten sich nach Hochrechnungen bisher Verluste für FDP, SVP (nur noch 27%), SP, Grüne und CVP an. Gewinner sind die neuen Grünliberalen und die BDP, die Partei der Verräterin Widmer-Schlumpf. Die BDP kriegt bei ihrer ersten Wahl anscheinend um die 5%. Die Grünliberalen (GLP) mit ebenfalls um die 5% sind wohl auch verkappte Grüne mit Atomausstieg und so! Nur hat man jetzt die „neuen“ Grünen gewählt.

Beim Ergebnis der konservativen und stärksten Partei, der SVP (ca 26%, minus 3%, 2. Hochrechnung), muß gesehen werden, daß sich die BDP ja nach der letzten Wahl von der SVP abgespaltet hatte. Hätte also die SVP dieses Mal gleich viel Prozente erreicht, hätte sie in Wirklichkeit gewonnen gehabt. Nun sieht es nach 3% minus aus.

Aber das wichtigste Thema ist ein ganz anderes, keine deutsche Zeitung blickt es! Die Wahl ist noch nicht ausgezählt, da geht die Diskussion um die Bundesrätin Widmer-Schlumpf (BDP) los. Die SVP will als stärkste Partei 2 Sitze im Bundesrat, das heißt die Verräterin muß weichen. Sie hat aber heute schon Unterstützung von der CVP und SP bekommen. Wie bereits gestern ausführlich zum Thema beschrieben, wird diese Diskussion bis in den Dezember weitergehen. Vielleicht meuchelt wieder ein Verräter in letzter Stunde?

Übrigens kommt ein Redakteur der WELTWOCHE für die SVP in den Nationalrat. Das ist gut für die Leser, dann sitzt er an der Quelle. Hier die Ergebnisse in der SRG! Es wird weiter ausgezählt.




Über 5000 UMF erreichen 2011 Germany

Eine neuere, erfolgversprechende Einwanderungs-Masche! „UMF“ bedeutet „unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge“, die hier einreisen und Asyl beantragen. Sind diese Personen tatsächlich unter 18 Jahren, werden sie so gut wie nie abgeschoben, in Österreich ist es ganz verboten, was sich natürlich in Afghanistan und Umgebung in Windeseile verbreitet hat, sodaß neulich auch ein 51-Jähriger als Jugendlicher eine Bleibe wünschte.

Das Hereindrängen Minderjähriger wird zum integrationstechnischen Problem für die Städte:

Stuttgart ist derzeit vor allem für sogenannte unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge (UMF) aus Indien und Afghanistan attraktiv. Andere Städte ziehen noch weit größere Zahlen an: Das Frankfurter Jugendamt hat seit 2008 fast 900 UMF in Obhut genommen; in München waren es im selben Zeitraum rund 1500. Seriöse Statistiken deuten darauf hin, dass 2011 erstmals über 5000 UMF Deutschland erreichen.

Die einschlägig bekannten Flüchtlingsorganisationen und gemeinunnützigen NGOs drücken öffentlich auf die Tränendrüse und hinten herum befördern sie den Zustrom und weisen die Jugendlichen auf die Möglichkeiten des Familiennachzugs hin. In einer Broschüre des „Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V., München, heißt es beispielsweise einladend:

Bis zu deinem 18. Lebensjahr hast Du in Deutschland das Recht mit deiner Familie zusammen zu leben. Das heißt, wenn deine Eltern, deine Geschwister und manchmal auch nahe Verwandte von dir getrennt leben, haben sie das Recht zu dir nach Deutschland zu kommen. Das nennt man Familienzusammenführung (§ 36 AufenthG). Damit sie das tun können, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
Die erste ist, dass du Asyl oder Flüchtlingsstatus bekommen hast und eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 1 oder 2 AufenthG erhalten hast.
Eine zweite Bedingung ist, dass du bei der Antragstellung noch nicht 18 Jahre alt bist und weder dein Vater noch deine Mutter mit dir in Deutschland lebt.
Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, dann kannst du bei deiner Ausländerbehörde einen Antrag auf Familienzusammenführung stellen.

In Zeiten des Internets und Handys gehört das am Hindukusch zum Basiswissen. Der nicht gefragte Steuerzahler kommt sowohl für die Flüchtlinge, als auch für die sie umschwärmenden deutschen Schmarotzer-Vereine auf. Die Chancen, daß ein frisch hereingeplatzter 15- oder 16-Jähriger noch das Abi schafft und Ingenieur wird, dürften sehr gering sein. Eher wird er wahrscheinlich Intensivtäter und/oder Sozialhilfebezüger auf Lebenszeit.




Muslima-Fibu: Lamya Kaddor & Zülfiye Kaykin

Just for the record! Zwei bekannte Muslimas im Land sind derzeit wegen eigenwilliger Finanzbuchhaltung ins Gerede gekommen. Die angeblich liberal-islamische (contradictio in adiecto?), in Syrien geborene Lamya Kaddor (Foto) soll in neun Fällen Geld veruntreut haben. Es geht um Untreue am Institut für religiöse Studien an der Universität Münster. Der Prozeß wird am 28. Oktober fortgesetzt (Borkener Zeitung). Der zweite Kasus:

Und die türkischstämmige SPD-Staatssekretärin für Integration in NRW, Zülfiye Kaykin (Foto), die gerade ihren Chef zur 50-Jahrfeier des Gastarbeiter-Anwerbeabkommens in die Türkei begleitet, war bis 2010 Ditib-Geschäftsführerin der Begegnungsstätte, die der Moschee in Duisburg-Marxloh, angegliedert ist:

Demnach startete die Begegnungsstätte 2004 mit rund 100 000 Euro und hatte Ende 2009 mehr als 170 000 Euro Schulden. Angeblich wurden den Beschäftigten höhere Gehälter gezahlt als angegeben. Für den Bistrobereich habe es eine „inoffiziell gehaltene Kasse“ gegeben. In sie seien Erlöse aus Saalmieten und Teile der Tageseinnahmen geflossen; außerdem seien aus ihr Gehälter in bar ausbezahlt worden. 2009 sei ein Umsatz von mehr als 40 000 Euro nicht verbucht worden. In der Begegnungsstätte sei zudem Personal für Seminare bezahlt worden, die gar nicht stattgefunden hätten.

Dies berichtete RP Online am 22.1011. Dazu zwei Anmerkungen: Die sogenannten Begegnungsstätten, die in den Moscheen eingerichtet werden, dienen nur dazu, Subventionen abzugreifen (im Fall Marxloh 3,2 Millionen Euro vom Land NRW und der EU). Dort begegnen sich außer bei offiziellen Anlässen nur Moslems und Muslime.

Zweitens wird bei uns immer wieder gefordert, mehr Moslems als Polizisten und Beamte einzustellen. Was glauben Sie, wäre los, wenn in jeder deutschen Einwanderungs- und Asylbehörde nur noch Türken oder andere Mohammedaner säßen! Die Stempelkissen und Siegel müssten wegen Abnützung jeden Tag erneuert werden, und die Angestellten würden vor lauter Bakschisch in den Taschen am Abend nicht mehr durch die Tür passen.




Martin Luther: die Deutschen, die vollen Säue…

Als die Türken im Jahre 1529 Wien belagert hatten, aber schon wieder abgezogen waren, schrieb Luther gegen Ende des Jahres die „Heerpredigt wider den Türken“. Bereits am 3. Januar 1530 erschien die zweite Auflage. Luther, dem wir die Entwicklung des Neuhochdeutschen wesentlich zu verdanken haben, schreibt deutlich. Hätte er den politkorrekten Stuß, der heute als deutsche Sprache verbrochen wird, lesen müssen, hätte er sich wohl jeden Morgen erst mal erbrochen.

Der Text besteht aus zwei Teilen. Im ersten beschreibt er die Gotteslästerung und Ungerechtigkeit der Türken gegen die Christen und beweist, daß diejenigen als fromme Märtyrer zu betrachten seien, welche im Kriege gegen die Türken umkommen. Im zweiten zeigt er, daß Vornehme und Geringe mit ihren Sünden und Lastern die Strafe des Krieges verdient haben; ermahnt dabei aber zur Tapferkeit und zum Kriegsdienst, nicht als christliches Heer, sondern unter dem jeweiligen Landesherrn, warnt vor dem Abfall zum Islam und drängt immer wieder darauf, man solle Christus treu bleiben.

Und er tröstet diejenigen, die von den Türken versklavt wurden. Sie sollen nicht fliehen, sondern ihr Schicksal annehmen. Sie sollten sich von den Türken, ihrem Gebet und ihren Geistlichen in der Moschee, der Vielweiberei etc. nicht täuschen lassen, das seien alles Äußerlichkeiten. Wer zu Christus halte, komme in den Himmel. Immer wieder sind auch Seitenhiebe gegen den Papst drin, den er für gleich schlimm hält wie die Türken. Hier ein paar wenige übersetzte Sätze daraus als Kostproben:

Und ich kenne doch bestens meine lieben Deutschen, die vollen Säue. Die sollen sich jetzt wieder, wie sie es immer tun, ruhig hinsetzen und wohlgemut in aller Sicherheit zechen und es sich gut gehen lassen. Und sie glauben, sie brauchen die große Gnade, die ihnen erzeigt worden ist, gar nicht; sondern sie vergessen das mit aller Undankbarkeit, und sie denken: Ha! Der Türke ist nun weg und geflohen, was sollen wir viel sorgen und unnützes Geld ausgeben? Er kommt vielleicht nimmermehr wieder. Diese Leute haben eine gerechte Strafe von Gott redlich verdient. (Teil I, 5)

Kaum waren also die Türken geschlagen, fielen die Leute leider in den alten Trott zurück, als ob nichts gewesen wäre.

Aber Mohammeds Schwert und das Reich des Türken ist stracks wider Christus gerichtet, als hätte der Türke sonst nichts zu tun und könne sein Schwert für nichts besser gebrauchen, als wider Christus zu lästern und zu streiten, wie denn auch sein Koran und die Tat dazu beweisen.
Danach kann nun jeder sein Gewissen richten und sich versichern, wenn er zum Kampf gegen den Türken gefordert wird, wie er denken und sich verhalten soll. Er braucht nämlich keinen Zweifel haben. Wer gegen den Türken (wenn der den Krieg anfängt,) kämpft, der kämpft gegen Gottes Feind und die Lästerer von Christus, ja, er kämpft gegen den Teufel selbst. Er muß sich also keine Sorgen machen, wenn er etwa einen Türken erwürgt, dass er unschuldiges Blut vergieße oder einen Christen [gemeint sind übergetreten Christen im türkischen Heer] erwürge, sondern gewiß erwürgt er einen Feind Gottes und Lästerer Christ… (Teil I, 70/71)

Luther will die Leute aber bei der Stange halten. Er befürchtet eine Rückkehr der Türken:

Sperrst du dich aber, und willst nichts [für den Krieg] geben, noch daran teilnehmen; wohlan, dann wird dir der Türke das schon noch beibringen, wenn er ins Land kommt. Und er macht mit dir das, was er gerade vor Wien getan hat. Er fordert von dir nämlich keine Steuern und keinen Heeresdienst. Nein, er steckt dir Haus und Hof an, nimmt dir Vieh und Futter, Geld und Gut, sticht dich zu Tode (dann hast du noch Glück), schändet oder erwürgt dein Weib und deine Töchter vor deinen Augen, zerhackt deine Kinder und spiesst sie auf deinen Gartenzaun. Und du mußt das, was das Ärgste ist, alles erleiden und sehen mit bösem, verzagtem Gewissen, als ein verdammter Unchrist, der Gott und seiner Obrigkeit ungehorsam gewesen ist.
Oder der Türke führt dich weg in die Türkei, verkauft dich daselbst wie einen Hund, daß du dein Leben lang musst um ein Stück Brot und Trunk Wasser dienen, in stetiger Arbeit, Tag und Nacht, mit Ruten und Knütteln getrieben, und du verdienst dennoch keinen Lohn oder Dank. (Teil II, 9/10)

Dies quasi als Sonntagspredigt heute! Texte, Einleitung und Übersetzung sind auf einer dänischen Seite: Hier Teil I, und da der Teil II! Die Dänen haben tollerweise noch viel mehr von Luther online gestellt. Im Internet finden sich ab und zu auch echte Perlen!




Sarrazin über das Buch von Wowereit: „Peinlich!“

Berlins Regierender Bürgermeister hat nun auch ein Buch geschrieben: „Mut zur Integration“. In einer Rezension konstatiert Thilo Sarrazin, es fehle dem Wowereit-Buch an „geistigem Niveau“. Zu lesen sei mitunter „blühender Unsinn“ und Wowereits Selbstdarstellung sei „peinlich“.

Hier ein Auszug:

Für Wowereit haben alle Minderheiten ein potenzielles Integrationsproblem. Ob es sich um Behinderte, arme Rentner, Schwule, Lesben, Russlanddeutsche, Polen, Vietnamesen, Türken, Araber, Kosovoalbaner, Roma aus Rumänien und Bulgarien handelt – für Klaus Wowereits Integrationsbegriff sind sie alle gleich. So weit ausgedehnt und bis zur Unkenntlichkeit inhaltsleer, kann man seinen Integrationsbegriff eigentlich in einer Kurzformel zusammenfassen: „Seid umschlungen, Millionen.“

Weiterlesen auf Welt.de…




USA: Moslems „beten“ bei Wall Street-Protesten

Die gemeinsamen Ziele der Linken und des Islam sind weitgehend bekannt – die Abschaffung der Demokratie und die Beseitigung des westlichen Kapitalismus. In New York fanden sich jetzt am Freitag Teile dieser unheiligen Allianz im Zucotti Park ein. Dort wurde von knapp 300 Moslems, angekarrt von der Hamas-nahen Moslemorganisation CAIR, ein islamisches Gebet verrichtet.

Auf einer Veranstaltungs-Seite bei Facebook heißt es dazu: „In den vergangenen Wochen ist deutlich geworden, dass viele der Forderungen der Wall Street-Besatzer identisch mit denen der muslimischen Gemeinschaft sind“. Und weiter: „Es ist Zeit für die muslimische Gemeinschaft in New York, den Platz durch Kampf um die politische und wirtschaftliche Gleichberechtigung in diesem Land einzunehmen und es ist wichtig, dass die Jugend dabei den Weg führt.“

Sehen Sie hier einen kurzen Ausschnitt der CAIR-Versammlung:

Islamisten, Jihadisten, Kommunisten und Sozialisten. – Der Feind meines Feindes ist mein Freund. So lautet die Strategie des gemeinsamen Übels.

Weitere Fotos:

(Quelle: “The Blaze”)




Nach Israelreise als „dreckige Jüdin“ beschimpft

Wir kamen während des Libanonkrieges nach einem einjährigem Israelaufenthalt (akadem. sabbatical) 2006 nach Berlin zurück. Unsere elfjährige Tochter kam in ihre alte Schulklasse, in der die muslimischen Kinder, die sie seit der Vorschulzeit kannten und früher einmal „beste Kumpel“ waren, sie nun als „dreckige Jüdin“ beschimpften und in der Hofpause bedrohten und sagten, dass sie sie „abknallen“ würden.

(Von Sylke)

Es gab zwei Gespräche mit den betreffenden Schülern und der Lehrerin, die meinte, dass unsere Tochter dies alles wegen der traumatischen Erfahrung in Israel phantasieren würde. Unsere Tochter musste die Schule verlassen, angeblich wegen ihrer Lernschwächen, dabei hatte sie bis dato nie Förderstunden in Anspruch genommen. Aus Sicherheitsgründen ist sie nun auf einer Sonderschule.

Sie wurde zwei Jahre lang in der Öffentlichkeit (Spielplatz, Weg zur U-Bahn) beschimpft, bespuckt, geschubst (es gibt mehrere Zeugen). Erst ein Freund, der selbst vor den Jungen (marrokan. Migrationshintergrund), die mittlerweile 15 Jahre alt waren, floh, weil er mit der „Jüdin“ ging, erzählte es uns. Dann kam raus, dass sie in der U-Bahn seit Jahren drangsaliert wurde.

Update:

An all diejenigen, die meinen Bericht als unglaubwürdig empfinden: Im selben Sommer ging dieser ähnliche Fall durch die Berliner Presse. Da dieses Mädchen in Kreuzberg einer extremen medialen Belastung ausgesetzt war und am Ende für sie und ihre Mutter durch die mediale Berichterstattung der Skandal vielleicht ähnlich schlimm war wie die Diskriminierung durch ihre Mitschüler, wollten wir unserer Tochter ein solches Theater ersparen. Zur Polizei hätten wir nur gehen können, wenn wir danach sofort unseren Wohnort gewechselt hätten, denn zu jedem Schüler gehört in der Regel eine ganze Gruppe von älteren Cousins, die ja dann tatsächlich auch aktiv wurden. Aber wir hatten unsere neue Wohnung gerade erst bezogen und wollten nicht umziehen! Die Förderschule (für denjenigen, der das Wort Sonderschule nicht mag…) war einige km weiter von unserem Wohnort entfernt in einem besseren Stadtteil. Wir dachten, dass sich dort alles beruhigen würde, hat es aber nicht, was leider erst 2 Jahre später herauskam.

Übrigens hat unsere Tochter in Israel sehr schön Hebräisch sprechen gelernt, hatte Freunde aus aller Welt (alles Neueinwanderer) und ihre Lernschwäche, die man unter zivilisierten Bedingungen sicher auch mittels Integrationsstatus in einer Regelschule hätte behandeln können, war ihr in Israel überhaupt kein Problem.

Bisher erschienener Beitrag zur PI-Serie:

» „Abschottung bei muslimischen Familien üblich“


Sie haben ähnliche Erfahrungen in einer deutschen Schule gemacht? Dann schicken Sie uns Ihren Bericht an: info@blue-wonder.org