Auf dem Chart sehen Sie die griechische Euro-Anleihe, also ein Schuldenpapier, mit der Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) A0T7KR. Obwohl 6% Zins pro Jahr versprochen sind, glaubt keiner, daß er am 19.07.2019 sein Geld zurückkriegt, darum kostet sie aktuell nur knapp 40 Euro. Der Zacken nach unten im April 2010 zeigt den Beginn der Griechen-Krise, darauf die „alternativlose“ Rettung des Euro bei einer Brüsseler Nacht- und Nebelsitzung, worauf der Kurs wieder über 80 sprang, und danach sehen Sie das Endlos-Trauerspiel, bis heute ging es nur noch bergab.

Der Kurs dieser Anleihe ist voll synchron mit den Plänen, den Griechen endlich den unausweichlichen Haarschnitt (Haircut) zu verpassen, nämlich ca. 60 Prozent ihrer Schulden zu streichen, wodurch eben dieses Papier nicht mehr 100% wert ist, sondern nur 40%.

Jetzt ist die Frage, wer hat dieses Papier einst zu 100% gekauft, wer hat es zu 80% gekauft, zu 60%, zu 50%, und wieviel davon. Offenbar sitzen vor allem französische Banken, die auf die von ihrem Landsmann Trichet geleitete Europäische Zentralbank (EZB) vertraut haben, daß es eine Griechenpleite nie geben wird, auf einem Haufen an Verlusten.

Und die Europäische Zentralbank hat unter Trichet selber viele Milliarden in solche Papiere gesteckt, weshalb der Franzose immer gegen die Griechenpleite war, wäre seine Gloriole doch verblaßt, wenn er hätte riesige Verluste einstecken müssen.

Wie es weitergeht, ist klar. Erst kriegen nun die Banken Geld und Garantien, viele Milliarden, um sie zu „rekapitalisieren“, das heißt, um ihre Verluste mit diesen griechischen (und anderen) Schrottpapieren auszugleichen. Danach verpaßt man den Griechen den Schuldenschnitt, und der tut dann den Banken nicht mehr weh.

Geld nach Griechenland fließt nicht, sie haben nur weniger Schulden, die Banken sind gerettet und können wieder neuen Mist bauen, und der Steuerzahler, besonders der deutsche, blecht. Dies ist das Ergebnis der Gespräche zwischen Sarkozy und Merkel gestern in Berlin. Um das zu wissen, mußte PI nicht einmal eine Wanze oder einen Maulwurf im Bundeskanzleramt installieren. (Anmerkung: der Chart ist lebendig und könnte noch leicht verrutschen. Wir empfehlen für weitere Charts und Kurse die Börse Stuttgart. Es wird noch viel zu gucken geben.)

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54 KOMMENTARE

  1. „Warum werden die Banken von den demokratischen Politikern um jeden Preis, der durch nur noch ca. 25 Prozent Bevölkerung zu zahlen ist, gerettet? Warum ist die Medienwelt zur Endsiegpropaganda gleichgeschaltet? Warum sieht das Parlament Rechtsbruch und Hochverrat zu? Warum werden die Banken immer wieder mit staatlichen Notenbankgeldern geflutet? Warum verschleppt das Bundesverfassungsgericht alle Klagen gegen die Bailouts und die Transferunion?

    Weil es ein Kartell ist“ (Roland Woldag).
    http://ef-magazin.de/2011/08/31/3164-parteien-misteln-im-baum-der-sozialordnung

  2. Indirekt fließt halt schon Geld nach Griechenland. Sie haben jahrelang über ihren Verhältnissen gelebt und kriegen nun Geld um ihre Schulden auszugleichen. Daher werden Mittel für andere Sachen (vor allem für die Vergangenheit) frei. Wir Deutschen zahlen nun also für den Wohlstand der Griechen, der sich über Jahre aufgebaut hat + für die Banken, die sich daran eine goldene Nase verdienen wollten.

    Guter Beitrag kewil.

  3. Keine pi-Wanzen im Kanzleramt??? Also ich höre gerade mein Tonband ab: „Ma trés belle Angelique…chérie… donne moi de l’argent… un petitit peu… vite vite… Mensch, Nikolaus, du bist ja schlimmer als der Silvio… Finger weg, du bist schwanger…“

    Die Deutschen haben langsam aber sicher genug vom Euro:
    http://www.zukunftskinder.org/?p=12996

    Das Problem ist allerdings, sie werden das Ding nicht mehr so einfach los:
    http://www.zukunftskinder.org/?p=13041

  4. Ich habe bisweilen den Eindruck, dass sich die meisten Politiker immer noch nicht darüber im Klaren sind, wie sehr sie bereits heute unter der Kontrolle der Finanzmärkte stehen und sogar von ihnen beherrscht werden.“Ehemaliger Präsident der Deutschen Bundesbank, Hans Tietmeyer

    den Eindruck habe ich auch –siehe Leitartikel

  5. Immer kleinere Gruppe Wertschafenden alimentiert immer mehr Parasiten oben und unten. Das kann auf Dauer nicht funktionieren. Diese Gesellschaft braucht dringend eine Reinigungskur. Es handelt sich im allerbesten Fall nur noch um wenige Wochen. Auch diese Zeit kann nur durch massive Lügen und Marktmanipulationen erschwindelt werden. Dann ist die alternativlose Rettung von was auch immer Geschichte. Mögen die „Retter“ von heute gerecht entlohnt werden.

  6. le boche payera tout
    Keine Angst Monsieur le president. Frau Merkel wird ihnen selbstverständlich genug deutsches Geld für ihre französischen Banken zur Verfügung stellen. Das sind wir schließlich unserer Nazivergangenheit schuldig.

  7. die Banken sind gerettet und können wieder neuen Mist bauen, und der Steuerzahler, besonders der deutsche, blecht.

    ,

    Eigentlich: Es ist nicht Schuld der Banken, daß Griechenland im Euro ist, deswegen eine hohes Rating hatte und sich damit billig in Euro verschulden konnte.

    Ich weiß aber schon: Geld verleihen ist schäbig, weil man dafür Zinsen verlangt, und so weiter. Und wenn man das Geld nicht zurückerhält, dann ist man selber schuld.

  8. Diese korrupte EUdSSR muß im Interesse der ehrlichen Menschen Europas hinweggefegt werden.Da diesmal nicht die Möglichkeit besteht außerhalb von diesen Eurofaschisten befreit zu werden ,müssen wir das Heft des Handelns selbst in die Hand nehmen.

  9. warum redet man immer von „den banken“? wer sind eigentlich die eigentümer dieser banken, die noch vor ein paar jahren mit 20 % renditen protzten. war nicht dieser ackermann ein leitbild? gut er mußte auf kosten der steuerzahlen an seinem geburtstag von der sed-sekretärin in berlin durchgefüttert werden. aber an irgendjemand muß er doch die mehrjährig behaupteten renditen ausgereicht haben. diese schmarotzer stehen doch erst mal in der rückzahlungsverantwortung. wenn man erst mal namen hat. aber kriegt man die ?

  10. Nüchtern betrachtet, bleibt wohl auch nichts anderes übrig, als einen Flächenbrand zu verhindern. Man hat endlich eingesehen, dass Griechenland massiv um 60 – 70 % entschuldet werden muss. Dutzende von Banken deswegen hops gehen lassen? Das würde zu einem Flächenbrand und Run auf die Bankenwelt führen. Also was bleibt anderes übrig als diese zu stützen? Ein zweites Mal nach 2008, notabene auch wieder von Staaten, die selbst auch schon über Gebühr verschuldet sind. Es führt einfach zu einer Schuldenverlagerung in andere Länder und wie geht es bei diesen weiter? Und das ist erst das angeblich unbedeutende Griechenland.

  11. Alle, die die Bankenrettung kritisieren, sollten nicht vergessen, das bei einer Bankenpleite zuerst einmal die Kunden pleite gehen. Wie beim Staatsbankrott, da geht nicht der Staat, sondern der Bürger pleite.
    Da es aber eh bald vorbei ist mit dem fiat money, ist es eigentlich auch egal, wie man es nennt.

  12. Das sieht dem Chart, der mein Urgroßvater vom Deutschen Reich gemacht hat schon ähnlicher, nur scheint es mir so als ginge es damals etwas schneller. Sehr gut recherchiert, wäre heute Beobachtungsstichtag gewesen, dann wäre ein Schuldenschnitt von 60% festgelegt worden. Ich schätze jedoch, dass das nicht der letzte Schuldenschnitt gewesen ist. Eins weis ich jedoch:“10 Jahre, wie es aus dem Munde Steinmeier SPD kommt, werden wir Europa nicht mehr retten können!“

  13. Na ja, ganz so ist es wohl nicht, denn wer einen Wirtschaftsraum entwicheln möchte oder aber an der Éntwicklung teilhaben will, der kann eben nicht nur Waren liefern wollen sondern muss (!) auch die entsprechende Finanzierung bereitstellen, mit deren Hilfe der Wirtschaftsraum, mit dem Versprechen entsprechender Rendite, die Waren überhaupt erst aufnehmen kann. Eigentlich.
    In unserem speziellen Falle Griechenland passiert somit über die Bankenrettung z.B. eigentlich nichts anderes als der Erhalt unserer sog. „Exportwirtschaft“, die ohne die „Umleitung“ und Bereitstellung von Geld über die Kapitalgebenden Banken gar keine „Exportwirtschaft“ wäre.
    Welche Windmühle oder Solarzelle wäre denn ohne Finanzierung in Griechenland verkäuflich gewesen?
    Vermutlich gar keine.
    Der gesamte Öko- Industrielle Komplex ist einer dieser Profiteure.

  14. #

    15 Sauerlaender (10. Okt 2011 08:53)
    Alle, die die Bankenrettung kritisieren, sollten nicht vergessen, das bei einer Bankenpleite zuerst einmal die Kunden pleite gehen. Wie beim Staatsbankrott, da geht nicht der Staat, sondern der Bürger pleite.

    Tja und der „kluge Bürger“ hat seit Anfang 2011 keinen Cent mehr bei de banken 🙂

  15. Seit dem Computer-Zeitalter , wo Transaktionen zu Millioen innerhalb Millisekunden abgehändelt werden , ist die Ganze Börse ein einziges Gross-Casino gewesen mit absoluten Zocker -Niveau … Hebelwirkung Put auf sinkende/steigende Kurse wetten ..

    Ein einziges Wettbüro

    Mit Zahlen/Daten von Firmen hat dass alles nichts mehr zu tun

    Die Börse ist heut ein kriminelles Moloch

  16. OT: Eltern türkischer Schüler unzufrieden mit Lehrern
    Der Vorwurf lautet: Pädagogen hätten Vorurteile. Laut einer Umfrage kritisiert die Mehrheit der türkisch-stämmigen Eltern in Deutschland mangelnde Chancengleichheit in der Schule.
    http://www.welt.de/regionales/stuttgart/article13650454/Eltern-tuerkischer-Schueler-unzufrieden-mit-Lehrern.html

    Dass Schüler aus Zuwandererfamilien zudem von den Pädagogen zu wenig gefördert werden, glauben 54 Prozent.
    Bei gleichen Leistungen würden Schüler mit Migrationshintergrund schlechter beurteilt, außerdem halten die befragten Eltern die Lehrer beim Umgang mit ihren Kindern für überfordert (jeweils 51 Prozent).

    Ein solcher Artikel/Studie ist eine bodenlose Frechheit, stellt er doch überhaupt nicht die Realität dar!!!
    Da beschweren sich türkische Eltern, dass die Schule aus ihren Bildungsversagern nicht hochschulfähige Absolventen macht.
    Ja mach mal aus einem Esel ein Rennpferd ohne Gentherapie.

    Ulfkotte hatte bereits darauf hingewiesen, dass Migrantenkinder bei gleicher Leistung oftmals besser bewertet werden, also oft mitdurchgeschleppt werden.

    Die Realität wurde ja in einer Insiderstudie bereits dargestellt.
    http://www.pi-news.net/2011/10/studie-muslimische-schulkinder-in-deutschland/

  17. Banken sind gerettet und können wieder neuen Mist bauen, und der Steuerzahler, besonders der deutsche, blecht.

    Steuerzahler ist jeder – ja, auch Banken, Banker und Politiker sind Steuerzahler.

  18. Guter Beitrag kewil.
    #2 Fjordman (10. Okt 2011 07:54)

    Soll das ein Witz sein? Das ist viel zu einfach und zu klar. Ohne intellektuelles Niveau! Geradezu stammtischmäßig.

    Ihr Text: 2088 Zeichen, 317 Wörter
    (von „zurückkriegt“ unter dem Chart bis Ende)
    Bullshit-Index :0.06
    Ihr Text zeigt keine oder nur sehr geringe Hinweise auf ‚Bullshit‘-Deutsch.
    http://www.blablameter.de/index.php

    PI sollte mehr auf sein Niewo achten! Der letzte Text, den ich von diesem Kewil getestet habe, hatte einen Bullshit-Index von 0.09. Jetzt sind es also nur noch 0.06. Wenn das so weitergeht, geht das Niewo noch auf Nullkommanull! – Daß gerade einer so etwa sagt, der sich den Nick Fjordman gibt, ist bezeichnend. Fjordman schreibt auch immer so vollkommen klar und verständlich.

  19. Geld nach Griechenland fließt nicht, sie haben nur weniger Schulden, die Banken sind gerettet und können wieder neuen Mist bauen, und der Steuerzahler, besonders der deutsche, blecht.

    F.D. Roosevelt:
    „In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, dann kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war.“

  20. Es ist mal wieder eine Freude zu sehen, was der deutsche Michel so alles mit sich machen lässt… da wird das deutsche Volk auf Generationen hin mit Schulden belastet und außer einigen regen Aufschreien ist nichts an Widerstand zu bemerken. Unser liebe Frau Bundeskanzler hat dem deutschen Volk Schulden für zich Hunderte Jahre aufgebrummt und „rettet“, wie all die anderen Finanz-Lakaien… ähm… Staatoberhäupter, Banken mit einem Lächeln auf den Lippen, das einem das Kotzen kommen könnte. Es ist eine geradezu geniale Taktik der Finanz Lobbyisten, ständig mit dem Geheule „too big to fail“ nach neuen Finanzspritzen zu gieren… und diese dann auch noch großzügig zu erhalten !

    Ist das Handeln der Koalition respektive unserer Bundeskanzlerin nicht nahezu „Hochverrat am deutschen Volk“ ? Anstatt unsere Werte zu schützen und Banken sowie Länder, die ihrer „statts-) unternehmerischen Verantwortung nicht gerecht werden und ihre Finanzen verspekulieren/verkorrumpieren, in die Pleite gehen zu lassen, wird ihnen das Geld unserer Kindeskinder und deren Ururururenkel nachgeworfen, als wenn’s Konfetti auf einer Parade wäre…

    Ich freue mich auf die nächste Wahl…

  21. Möchte bloß mal wissen,wieso alle immer
    denken,wir brauchen die Großbanken.
    Schaut Euch doch mal Prof.Hankel an u.
    hört ihm gut zu.Er sagt,wenn wir wieder
    als Deutschland autark sind,so können
    wir auf dieselben leicht verzichten.
    Warum? Alles Geld,welches von Großen Firmen,
    mittelständigen Unternehmen gebraucht wird,
    können sie sich ebenso von der Bundeszentralbank beschaffen.Ebenso die
    kleineren mittelständigen Banken,bei denen
    der Normalbürger sein Geld bekommt oder
    anlegt.
    Die BZB ist doch sowiso die Institution,
    die Aufsicht über die Geldmenge hat und
    auch drucken läßt.
    Kontrolle über Großbanken wird es niemals
    geben! Die Gefahr von Bestechungen ist hier
    ständig gegeben.Man denke an Politiker( ich
    meine die Unzahl von Gesellschaftsparasiten)
    Es sitzt nun mal jedem von uns das Hemd
    näher als der Rock.

  22. Kewil hat den Durchblick. Nagut, nur hier, aber immerhin.

    Und trotzdem hetzt PI weiter gegen die Wallstreet Demonstranten. Unverständlich.

  23. Die Banken wollen die EUdSSR, die Banken wollen die Türkei in der EUdSSR – und deshalb wird das auch alles so kommen. Die Banken wollten auch den Euro, weshalb auch jeder Widerstand der Bevölkerung erstickt wurde.

    „Volksabstimmung? Wo sind wir denn hier? Dazu ist dieses Thema viel zu wichtig.“ Daß die Banken den Euro wollten, sah man damals auch daran, daß schon lange vor der Einführung auf den Überweisungsträgern der Euro alternativ zur D-Mark stand. Pädagogische und propagandistische Einstimmung. Die Großindustrie wollte den Euro auch. Widerstand vollkommen zwecklos.

  24. Und trotzdem hetzt PI weiter gegen die Wallstreet Demonstranten. Unverständlich.
    #30 misla (10. Okt 2011 10:42)

    Zustimmung! Da verrennt sich PI mal wieder und sollte schleunigst umdenken. Die Tea Party ist doch genau so gegen „das System“, diese Komplizenschaft von Big Government und Big Business. Nur weil diese neue Bewegung von links kommt, muß doch nicht verkehrt sein, was sie sagt und will! Sarrazin pflegt in solchen Fällen („Beifall von der falschen Seite“) zu sagen: „Nur, weil ein `Rechter` sagt, die Erde ist eine Kugel, ist sie deshalb noch keine Scheibe.“

    „Wir werden ausverkauft.“ „Kapitalismus ist gleich organisiertes Verbrechen.“ „Wo bleibt mein Goldener Manager-Fallschirm?“, riefen die Demonstranten im Bankenviertel von Boston.
    http://www.tagesschau.de/ausland/newyork212.html

    Wo sie recht haben, haben sie recht! Man kann jetzt zwar einwenden, und zu Recht: Es ist nicht der Kapitalismus an sich. Entgegnung: Was wir sehen, ist ja ein völlig pervertierter „Kapitalismus“, das nennt sich nur noch so, ist es aber gar nicht (mehr)! Es ist eben ein Kartell, wie Enten Eller (Moin, mein Alter! 🙂 ) in # 1 schon klarmachte!

  25. Es ist zu einfach den Banken die Schuld zu geben. Sie waren nur der Goldesel für die ausufernde Überschuldung.

    Massenimmigration von Arbeitsunwilligen, teure Kriege im Nirgendwo, Entwicklungshilfe (z.B. an die VR China) kostet nunmal.

    Der Finanzmarkt spendierte die Milliarden – auf Pump. Dies wurde geschickt verschachtelt, sodaß die Schuldenlast nicht direkt erdrückend war. Aber irgendwann lassen sich Schrott-Papiere nicht mehr zum X. Mal umlabeln. Allein die Tatsache, daß die Banken Staatsanleihen als absolut RISIKOFREI (sic!) einstufen durften/mußten, zeigt wie sehr die Euro-Pleite-Staaten die Gier nach dem billigen Geld getrieben hat, um eine Wahl nach der anderen kurzfristig zu überstehen. Jede wußte, irgendwann ist Zahltag. Aber niemand wußte genau, WANN.

    Und dieses Wann ist nun deutlich näher gekommen. Aber ich sage, der eigentliche Zahltag (nämlich dann auch für Deutschland!!!) kommt noch auf uns zu und dann gibt es den richtigen CRASH.

  26. OT, aber nicht völlig, zum Thema Niewo.
    Außerdem tröpfelt es in diesem Thread sowieso etwas zäh, völlig unverständlicherweise! Ist doch ein Riesenthema!

    Ich habe mir mal den Spaß gemacht, dieses „Thesenpapier“ zu Habermas durch den Blabla-Meter zu jagen:
    http://images.wikia.com/kommunikation/images/5/58/ThesenpapierHabermasGruppeC.pdf
    Ergebnis:
    Ihr Text: 2003 Zeichen, 245 Wörter
    Bullshit-Index :1.27
    Glückwunsch, Ihnen ist es tatsächlich gelungen, unsere Bullshit-Skala von 0 – 1 zu sprengen! Diesen Text tut sich ein Leser wohl nicht freiwillig an, aber uns haben Sie beeindruckt.
    🙂 🙂

    Na gut, ist ein bißchen unfair, Geschwätz über einen Schwätzer. Und der Schwätzer selbst?

    Ihr Text: 2269 Zeichen, 287 Wörter
    Bullshit-Index :0.52
    Ihr Text signalisiert deutlich: Sie wollen etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken. Es wirkt unwahrscheinlich, dass damit auch eine klare Aussage verbunden ist – und wenn ja: wer soll das verstehen?

    Und Nietzsche?

    Ihr Text: 2207 Zeichen, 338 Wörter
    Bullshit-Index :0.08
    Ihr Text zeigt keine oder nur sehr geringe Hinweise auf ‚Bullshit‘-Deutsch.

    Alles klar?

  27. Französische Banken wollen Geld – aber nur unter Bedingungen:

    „Die fünf größten französischen Banken, die von einer Staatspleite Griechenlands stärker betroffen wären als deutsche Institute, erklärten sich bereit, eine staatliche Aufstockung ihres Kapitals in einer Größenordnung von zehn bis 15 Milliarden Euro zu akzeptieren – aber nur dann, wenn im Gegenzug auch die Deutsche Bank einen solchen Schritt unternehme, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Französische Banken befürchten, dass der Konkurrent Deutsche Bank an Wettbewerbsfähigkeit gewinnt, sollten sie selbst stärker unter staatlichen Einfluss geraten. Doch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann denkt gar nicht an einen solchen Schritt. Ackermann hatte erst kürzlich betont, seine Bank sei kapitalstark genug, um die Krise zu meistern.

    http://nachrichten.rp-online.de/politik/banken-brauchen-100-milliarden-1.2310495

    So lief das in Amerika auch ab! Gesunde Banken wurde unter Drohungen unter den „Rettungsschirm“ gezwungen um sie staatlicher „Regulierug“zu unterwerfen.Selbst die schnelle Rückzahlung der nicht gewünschten Gelder, wurde über längere Zeit blockiert.

    Wir erleben alles andere als eine Krise des Kapitalismus. Was wir sehen ist eine faschistische Machtübernahme, Günstlingswirtschaft und Enteignung der Bürger.

  28. Der deutsche Michel kümmert sich eben um die wichtigen Dinge wie Supergaus, S21 und Krötentunnel…

  29. Was hat Mutti vor nicht allzu langer Zeit bei Jauch gesagt? Wir werden nur noch verascht. Und die Leute sind so Doof und wählen den Dreck auch noch…

  30. # 30 , 33

    Sie haben völlig recht. Die Politik ist doch nur noch der Erfüllungsgehilfe für das Großkapital und die Großbanken.Jetzt versuchen sie das nichtgefragte Volk in die Mithaftung zu nehmen. Dieser Kasinokapitalismus gehört endlich beendet, notfalls durch eine Revolution.

  31. #12 pellworm (10. Okt 2011 08:43)

    Diese korrupte EUdSSR muß im Interesse der ehrlichen Menschen Europas hinweggefegt werden.Da diesmal nicht die Möglichkeit besteht außerhalb von diesen Eurofaschisten befreit zu werden ,müssen wir das Heft des Handelns selbst in die Hand nehmen.

    Wie wollen Sie etwas „hinwegfegen“, das überhaupt nicht existiert?

    Im übrigen ist ein Haircut einn ormaler, wirtschaftsploitischer Vorgang bei dem in der Tat kein Geld fließt, das hat Kewil richtig beschrieben. Und 40% in der Tasche sind immer noch besser als unrerreichbare 100% auf dem Dach. Damit bekommt GR. wieder etwas Luft, um sich zu konsolidieren. In unserem eigenen Interesse!

  32. #26 Biloxi (10. Okt 2011 10:19)

    Liebes Biloxilein. 🙂

    Wie schreibt man Niveau? Doch nicht etwa so,
    (Niewo) Du hast doch ein Zusatzgen, oder
    hast Du Niveau extra falsch geschrieben? 😀
    Mit Musik kann ich auch immer dienen.

    http://www.youtube.com/watch?v=cpbbuaIA3Ds .

    Über Geld spricht man nicht, Geld hat man. 😉

  33. #15 Sauerlaender

    Alle, die die Bankenrettung kritisieren, sollten nicht vergessen, das bei einer Bankenpleite zuerst einmal die Kunden pleite gehen. Wie beim Staatsbankrott, da geht nicht der Staat, sondern der Bürger pleite.

    Das Problem ist, dass wir ein globales Wirtschaftssystem haben, dass dank Zins und Zinseszins permanent das Geld vom arbeitenden Volk zu den Reichen umverteilt. Der Bürger der sein Geld auf der Bank angelegt hat (ist ja bequem und praktisch) ist nur das menschliche Schutzschild, mit dem der Staat erpresst werden kann. Wir haben schon lange keine Volkssouveränität mehr. Die Macht haben die großen und mächtigen aus Wirtschaft und Industrie. Komisch ist auch, dass trotz dauerndem Wirtschaftswachstum, niemand vom Vok wirklich profitiert hat. Alle müssen immer mehr und immer länger arbeiten, den Gürtel enger schnallen, Sozialleistungen werden gekürzt, alles wird aus kostengründen privatisiert, Service gibt es keinen mehr. Und das nicht erst seit der Wirtschaftskrise sondern schon seit langer Zeit. Kein Wunder, wenn ein immer größerer Teil des Sozialproduktes nicht mehr dem Volk zugute kommt, sondern sich als Kreditzinsen bei einigen wenigen anhäuft.
    Empfohlen zum Thema: Videos von Andreas Popp und Vorträge von Prof. Bernd Senf
    Wenn es nach mir ginge wäre das bester ein globaler totaler Reset. Alles auf 0. Und dann ein Resourcengestütztes, zinsfreies Finanzsystem. Auf die Gefahr hin zugeflamt zu werden: Das ist tatsächlich ein positiver Aspekt der Shariah: das Zinsverbot. Das ist aber auch der einzige.

  34. Hat denn irgendwer den Banken vorgeschrieben, Ländern das Geld der Bankkunden zu leihen?

    Im Kapitalismus gehen unfähige Geschäftsleute ganz einfach pleite und haben kein Anrecht darauf, dass der Bürger mit seinem Steuergeld für die Fehler eines unfähigen Gechäftsmannes geradestehen muss.

    Wer einem Pleitestaat Geld leiht, der muss damit rechnen, dass er sein Geld nicht zurückgezahlt bekommt.
    Wer kein Geld mehr geliehen bekommt, der muss eben lernen, mit dem Geld auszukommen, das er selbst einnimmt.
    Wer sein Geld einem risikobereiten Hasardeur-Banker anvertraut, der muss ebenfalls damit rechnen, dass dieser Banker es verzockt.

    So in Etwa lauten die Regeln im Kapitalismus, der Markt reguliert sich, im Rahmen der Gesetze des Staates, selbst.

    Blöd wird es, wenn sich Regierungen zun Banken zusammenraufen und gemeinsam das Geld ihrer Bürger verzocken, hier wird für die Zukunft ein schlechtes Signal gesetzt:
    Wir haben alles, nur keinen Kapitalismus und erst recht keine Soziale Marktwirtschaft mehr, wir haben eine Planwirtschaft, in der auch Banken miteinbezogen werden, da die Banken weiterhin an Pleiteländer Geld verleihen sollen, welches dann an die EU gezahlt werden soll bzw. womit EU-„Projekte“ bezahlt werden sollen und die „EU-Bürger“ stellen die Garantie für die Kredite.

    Kommt nur mir das wahnsinnig vor?

    Im Prinzip ist das doch dasselbe, als wenn die EUdSSR nun gleich hergeht und die Steuern massiv erhöht bzw. das Vermögen der „EU-Bürger“ beschlagnahmt.

    Das wäre allerdings etwas unpopulär.
    😉
    Aber was verspricht sich ein Banker davon, den Kopf fürs EUdSSR-Zentralkomitee hinzuhalten?

  35. OT – Neue Deutschland-Hymne

    Angesichts der vielen Rettungspakete und Transferzahlungen wurde die Deutschlandhymne umgeschrieben und angepasst.

    Die neue Hymne ist nun endlich EU-Konform.

    Deutschland, Deutschland, zahl‘ für alles,
    Zahl‘ für alles in der Welt,
    Zahl‘ für Griechenland, zahl‘ für Portugal
    Ganz Europa braucht Dein Geld,
    Alle armen Staaten kriechen In Dein grundsolides Zelt –
    Deutschland, Deutschland, zahl‘ für alles,
    zahl‘ für alles in der Welt!

    Deutsche Wirtschaft und Konzerne,
    Deutsche Börse, Deutsche Bank
    Sollen in der Welt behalten
    Ihren alten schönen Klang,
    Nimm’s dem Volke, gib’s den Mächtigen
    Unser ganzes Leben lang –
    Deutsche Wirtschaft und Konzerne,
    Deutsche Börse, Deutsche Bank!

    Freigiebigkeit, Stolz und Dummheit
    Für das deutsche Vaterland!
    Danach lasst uns alle leben
    Großzügig mit voller Hand!
    Freigiebigkeit, Stolz und Dummheit
    Sind für Schulden der Garant –
    Zahl‘ im Schatten dieser Schulden,
    Zahle, deutsches Vaterland !

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