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Augsburg: Auf dem rechtstürkischen Auge blind

Augsburg: Auf dem rechtstürkischen Auge blindAugsburg scheint verkatert aufzuwachen! Dem Enthusiasmus zu den Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum des türkischen Anwerbeabkommens folgt nun die bittere Einsicht, dass mit der massenhaften Zuwanderung von türkischen Arbeitsmigranten und deren Familien nicht nur folkloristischer Austausch und Bereicherung des Speiseplans hier angekommen ist, sondern auch ein nicht zu unterschätzendes extremistisches Potential gemischt aus Nationalismus, Islamismus und Faschismus, das nun auch die Nachsichtigsten in punkto Zuwanderung dazu zwingt, sich mit der bunten Realität kritisch auseinander zu setzen.

Wie PI-Augsburg bereits berichtete, kam es bei der Feierstunde zum 50. Jubiläum des Anwerbeabkommens im Augsburger Rathaus zum Eklat. Statt wie es mit dem Vorsitzenden des Augsburger Integrationsbeirats, Ahmet Akcay, seitens der Stadt Augsburg und dem Rest des Integrationsbeirats abgesprochen war, lud Akcay drei statt einen türkischen Parlamentsabgeordneten dazu ein, vor den geladenen 700 Gästen eine Rede zu halten. Dreisterweise nutzten diese drei AKP-Politiker die Stunde, um sich nicht wie vorgesehen auf den Anlass der Feierlichkeiten zu beziehen, sondern um über 25 Minuten großtürkisch auf türkisch zu sprechen. Leider lässt sich bis jetzt – vermutlich aus gutem Grund – keine Übersetzung dieser Reden auffinden.

Wie zu erwarten war, wollte man diesen Affront mittels des dritten Bürgermeisters und Kulturreferenten Peter Grab durch ein versöhnliches Gespräch „Am runden Tisch“ mit Akcay und dem Integrationsbeirat beilegen, aber leider verweigerten die SPD-Mitglieder Hüseyin Yalcin Sait und Icboyun dieses aus gutem Grund: Laut ihrer Aussagen hätten Ahmet Akcay und sein Vater und früherer Integrationsbeiratsvorsitzende Hasan Akcay sie „persönlich genötigt, bedroht und einzuschüchtern versucht“. Icboyun erklärte auch, sich gegen Hasan Akcay eine Strafanzeige vorzubehalten.

Die Augsburger Allgemeine musste am 16. November feststellen:

[…] Es kann so schön sein mit dem deutsch-türkischen Zusammenleben. Im Sommer stellte der Dachverband türkischer Vereine in Augsburg (DTA) zum Fastenbrechen ein Zelt auf dem Rathausplatz auf und bewirtete jeden, der kommen wollte: 2000 Menschen – Deutsche und Türken. Im Oktober bot sich dann am selben Ort ein befremdliches Bild. Bei einer Demonstration des DTA gegen PKK-Anschläge wehte ein Meer türkischer Flaggen, ein Muezzin trug auf Arabisch Korantexte vor, Allahu-Akbar-Rufe ertönten. Eine Übersetzung ins Deutsche fehlte. Dafür hissten Teilnehmer auf dem Perlach türkische Fahnen. […]

Wie groß das nationalistische Potenzial ist, ist für Experten schwer zu schätzen. Laut dem städtischen Integrationsbeauftragten Matthias Garte gibt das Institut Sinus das entsprechende Milieu unter Migranten insgesamt mit neun Prozent an, bei Türken dürfte es jedoch doppelt so hoch liegen.

Eine weitere Rolle spielen Moscheevereine. Viele sind stark von „Mutterverbänden“ in der Türkei beeinflusst. Der unabhängige Augsburger Imam Ahmet Yazicioglu kritisiert schon lange, dass so Probleme und Strukturen der Türkei auf Augsburg übertragen werden. Die Interessen sind nicht nur religiös motiviert, sondern politisch und finanziell. […]

Der Dachverband türkischer Vereine in Augsburg (DTA) vertritt einen großen Teil der Vereine, 2011 gründete sich zusätzlich der Verband „Demokratischen Migranten Vereine Augsburg“. Mit einem Islamforum, in dem Vertreter aller muslimischen Vereine vertreten sind, versucht die Stadt, die Interessen zu bündeln. Der städtische Integrationsbeirat ist traditionell türkisch dominiert. […]

Die PI-Gruppe Augsburg beobachtet diesen obskuren DTA schon länger, der sich über seine Vereinszusammenstellung auf seiner Webseite nicht äußert und für den sich die Stadtoberen Augsburgs trotz längerer Zusammenarbeit nicht groß zu interessieren scheinen.

Frühere Recherchen haben ergeben, dass sich folgende Vereine dort zusammengeschlossen haben:

– Islamische Union e.V., Am Katzenstadel 20, 86152 Augsburg
– Islamische Union e.V., Bgm. Widmeierstr.29, 86179 Augsburg
– Islamische Union e.V. , Augsburgerstr.100, 86368 Gersthofen
– Ehli Sünnet Moschee e.V., Schäfflerbachstr.30, 86153 Augsburg
– Augsburg Türk Islam Kulturverein e.V., Depotstr. 3, 86199 Augsburg
– Cagri Moschee e.V., Pilgerhausstr. 23, 86152 Augsburg
– IGMG Ortsverein e.V., Lindauerstr. 3, 86399 Bobingen
– Türkischer Jugend und Kulturverein e.V., Petelstr. 17, 86154 Augsburg
– Türkspor Augsburg 1975 e.V., Proviantbachstr. 30, 86153 Augsburg
– Risale-i Nur Medresesi, Ulmerstr.51, 86156 Augsburg
– Sultan-i Yegah, Schafweidstr. 3, 86179 Augsburg
– Die Rosen e.V., Zollernstr. 16, 86154 Augsburg

Die Vereine „Islamische Union e.V“ und die „Ehli Sünnet Moschee“ stehen unter der Trägerschaft der türkischen Religionsbehörde „DITIB“, der „IGMG Ortsverein e.V.“ ist nichts anderes als die vom Verfassungsschutz beobachtete islamistische Organisation „Milli Görüs“ und die „Cagri Moschee e.V“ ist ihr angegliedert.

Ganz besonders interessant ist der „Augsburg Türk Islam Kulturverein e.V.“, ein „Idealistenverein“ der türkisch-faschistischen MHP, der ganz offen für die Tagung der faschistischen Grauen Wölfe in Essen Werbung auf seiner Webseite macht, was aber die Augsburger nicht davon abhält, ihnen einen kostenlosen Werbeplatz auf der städtischen Webseite „Interkultureller Stadtplan – In Augsburg ist die Welt zuhause“ anzubieten.

Hier stellt der „Augsburg Türk Islam Kulturverein e.V.“ alias „Türk Islam Kültür Ogaci“ seine Vereinsaktivitäten vor. Man beachte die Deutschlandfahne bei 0:30, die ganz offensichtlich so wie sie zu sehen ist absichtlich so trappiert wurde! Hier die vorbildlich-integrative Jugend- und Sportarbeit dieser Organisation. Musik und Tanz und eine äußerst aufschlussreiche Geste bei 6:54. Und hier bei der Öffentlichkeitsarbeit beim Frühlingsfest des Integrationsbeirats im Februar 2011 in einträchtiger Nähe zu den Grünen in Augsburg, Claudia Roths Wahlkreis.

Auch die „Bayerische Informationsstelle Extremismus“ scheute beim früher stattfindenden Fest „Vielfalt in der Friedensstadt“ nicht die Nähe zur DTA. Über das „Cafe International“ im städtischen Augsburger Zeughaus versucht der DTA im Augsburger Zeughaus seinen Einfluß auf die Stadt auszuweiten, unter anderem mit folgenden Aktivitäten, wie frühere Recherchen von PI-Augsburg ergeben haben:

– Unterstützung der Sicherheitskräfte (sic!) während der EM 2008
– Organisation Demonstration gegen Terror
– Gemeinsames Fastenmahl im Ramadan-Zelt (Vorplatz City-Galerie)
– Unterstützung des Internationalen Kinderfestes (23 Nisan) mit dem Elternverein
– Gemeinsame Konferenz mit türkischem Elternverein in Augsburg – Bildung ist Pflicht!“
– Tanzende Derwische im Rahmen von PAX 2005 in Augsburg
– Fußballturniere
– Infoveranstaltungen zum Thema Jugend u. Bildung – Hand in Hand für die Zukunft unserer Kinder
– Organisation der Friedensdemonstration
– Verteilen der Süßspeise „Aschura“ an die Augsburger MitbürgerInnen am Rathausplatz
– Mädchen Meet-Point „Su“
– Organisation einer Bildungsveranstaltung über Kindererziehung
– Projektpartner bei SchwabenKompetenz

Dank solch einer guten Organisation und Vernetzung kann der Akcay-Clan und der DTA -Ahmed Akcays Vater Hasan Akcay ist dort zweiter Vorsitzender – ziemlich viele Mitstreiter gegen die PKK und für Palästina/gegen Israel auf die Beine und auf die Straße stellen:

Man beachte auch hier Größe und Anordnung der Fahnen im Hintergrund:

Was haben uns diese Recherchen gezeigt:

1. Offizielle türkische Personen und Stellen wie der Generalkonsul der Türkei, türkische Parlamentarier und die staatliche Religionsbehörde DITIB arbeiten ganz offen mit türkischen Islamisten und Faschisten wie den Grauen Wölfen zusammen und nutzen die für sie von der Stadt Augsburg bereitgestellten Strukturen, um einen türkisch totalitären Staat im Staat Deutschland zu forcieren.

2. Die Politik, die Staatsschutzbehörden und die Zivilgesellschaft der Stadt Augsburg sind entweder zu naiv-dumm oder nicht in der Lage um diese Entwicklung zu erkennen und entsprechend zu handeln, oder sie wird zumindest seitens der Politik stillschweigend geduldet.

Wie anders wäre zu erklären, dass dieses ganz offene Auftreten von Organisationen wie der faschistischen „Türk Islam Kültür Ogaci“ oder von Milli Görüs selbst von Türken in den Stadtratsfraktionen nicht erkannt und bekämpft wurde. Erst jetzt regt sich Widerstand von dieser Seite, nachdem türkische SPD-Mitglieder offen von den Akcays bedroht und genötigt wurden.

Die Forderungen, die sich aus diesem Lehrbeispiel ableiten, können nur lauten:

1. Das sofortige Einstellen jeglicher Zusammenarbeit der Stadt Augsburg mit Ahmed Akcay und dem DTA.
2. Hausverbot im Rathaus und für alle städtischen Gebäude für diese Personen und Organisationen.
3. Sofortiges Einstellen der Zusammenarbeit mit staatlich türkischen Behörden wie der DITIB.
4. Die sofortige Annulierung der Veranstaltung „Muslime in Deutschland – Dialog oder Konflikt“ am 28. Februar in der VHS Augsburg mit dem Dialogbeauftragten der DITIB, Bekir Alboga M.A.
5. Die Offenlegung der Kosten für „Merhaba Augsburg“ seitens der Stadt Augsburg.
6. Die Untersuchung der politischen Hintergründe der ca. 20 Moscheen in Augsburg seitens der Staatsschutzbehörden.
7. Die Amtsenthebung des Augsburger Kulturreferenten und dritten Bürgermeisters Peter Grab.

Und überregional: Das sofortige Ausschaffen von ausländischen Personen, die die freiheitliche Grundordnung Deutschlands zerstören wollen!

Kommentare und Hinweise können hier hin versandt werden:

» Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl: obreferat@augsburg.de
» Kulturreferent Peter Grab: kulturreferat@augsburg.de
» Stadtratsfraktionen Augsburgs
» MdB Wahlkreis Augsburg Claudia Roth: claudia.roth@wk.bundestag.de
» Krimalpolizeiinspektion Augsburg, Abteilung Staatsschutz
» Bayerisches Informationsportal zum Thema Rechtsextremismus
» Deutscher Städtetag: post@staedtetag.de

Über die weiteren Ereignisse wird Sie PI-Augsburg informieren.