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Und nun Pleitegeier-Zwangsanleihen?!

Die EU-Lage stellt sich derzeit so dar: Griechenland total pleite, Portugal pleite, Spanien schwer gefährdet, Italien gefährdet, Irland gefährdet, Slowenien pleite, Belgien Ramschstatus, Ungarn pleite (kriegt aber kein EU-Geld, da Rechtsregierung), sämtliche Länder von Polen bis Estland wenig Geld, Großbritannien total überschuldet, Frankreich wackelt, Österreich sogar herabgestuft, und Deutschland kriegte seine Anleihen diese Woche auch nicht mehr an den Mann. Im Prinzip alles Pleitegeier.

Nachdem nun also eigentlich fast alle Euro- und EU-Länder total überschuldet sind und am Kapitalmarkt einzeln kaum mehr Geld kriegen, ist der Geistesblitz Nr. 1 aus Brüssel der Eurobond (Barroso: Stabilitätsbond). Das heißt übersetzt, auch wenn jeder einzeln pleite ist, zusammen sind wir nicht pleite, sondern stark. Wenn wir Pleiteländer zusammen eine gemeinsame Anleihe auflegen, kriegen wir wieder Geld!

Geistesblitz Nr. 2 ist die Europäische Zentralbank, die den Pleiteländern gehört und die sich eigentlich auf die Gelder der Pleiteländer stützt. Die soll jetzt viel Papiergeld drucken und mit ihrem guten Namen, also heißer Luft, dafür bürgen und die fälligen Pleiteanleihen der Pleiteländer mit bedrucktem Papier aufkaufen. Die Pleite-Zentralbank soll es richten.

Geistesblitz Nr. 3 ist die gemeinsame europäische Fiskalpolitik. Nachdem die Kassen in allen Pleiteländern leer sind, machen diese Pleiteländer zusammen eine Gemeinschaftskasse, die dann irgendwie voll wird.

Da die drei Geistesblitze vielleicht keine dauerhaften Lösungen sind und nur drei Wochen funktionieren, geht die FTD gleich ans Eingemachte und empfiehlt der Regierung Zwangsanleihen, Immobiliensteuern – wer nicht zahlt, dem wird der Strom abgestellt -, alle 20 km Maut auf den Straßen und ähnliche Gedankenspiele. „Gold gab ich für Eisen„, hat sie noch vergessen! Merkel und der Brüsseler Hofstaat werden alternativlos auch diese Variante irgendwann durchspielen.

So schnell geht ein Staat nicht pleite, nur die Einwohner! Es wird Zeit, nach Übersee auszuwandern oder sein Vermögen zu verjubeln und sich beim nächsten Sozialamt anzumelden! (Die Abbildung zeigt die Urkunde für eine freiwillige „Metallspende“ an den Führer, wie das im Dritten Reich hieß!)