Broder, Lengsfeld & Giordano in AachenSelbst im provinziellen Aachen, dessen größte Zeit wohl mit dem Tod von Karl dem Großen erloschen ist und das heute allenfalls mit der Verleihung von dubiosen Friedenspreisen an gewisse Antisemiten von sich reden macht (u.a. Klagemauer-Hermann), gibt es doch noch manchmal einige wenige Lichtblicke, von denen man am 18. Dezember einen erleben durfte: die Verleihung des diesjährigen Ehrenpreises der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Aachen e.V. (DIG) an Henryk M. Broder.

(Von Tiberius1966, PI-Aachen)

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Vorsitzenden A. Holst, der die Preisverleihung mit dem steten unmissverständlichen Eintreten Broders für das Existenzrecht Israels begründete – gegen eine „sich ausbreitende israelfeindliche Sumpfbotanik“, deren „scheinheiliger Antisemitismus sich hinter sogenannter Israelkritik versteckt“, wie er sich ausdrückte. Grußworte folgten von Städteregionsrat und Gastgeber H. Etschenberg (wenn das Ziel stimme, dürfe man ruhig auch anecken) und von Tal Gad, dem Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Israelischen Botschaft (der sich freue, wie treffsicher Broder Salz in die Wunden streue). Dann hielt der leicht verspätet erschienene Oberbürgermeister der Stadt Aachen, Marcel Philipp, eine kurze Rede. Es ist ihm anzurechnen, dass er kam. Natürlich durfte die gemeinsame Teilnahme von Vertretern der Kirchen und der jüdischen Gemeinde an der neuesten Moschee-Grundsteinlegung als Beispiel für den „gemeinsamen Humanismus der Aachener“ nicht fehlen. Islam und Humanismus, Feuer und Wasser, Kaschemme und Fünf-Sterne-Hotel.

Absolut gelungen war der DIG Aachen e.V. der Auftritt eines Überraschungsgastes: Dr. Ralph Giordano, 88-jähriger unermüdlicher Streiter für unsere abendländischen Grundwerte, der eine Kurzlaudatio auf das „Gesamtkunstwerk“ Broder hielt. Bezogen auf die vielen Anfeindungen aus bestimmten Lagern gegen Broder, sagte Giordano einen Satz, den man sich merken sollte: Hitler sei zwar militärisch besiegt, aber nicht geistig bzw. UNgeistig. Berücksichtigt man, wie im Kampf gegen Rechts™ häufig alles mit eherner Faust zerschmettert werden soll, was nicht linksextremen Meinungen entspricht, weiß man, wie recht Giordano hat!

Auf diese Attacken gegen Broder kam auch die eigentliche Laudatorin, Vera Lengsfeld, Bürgerrechtlerin der DDR und Opfer der Stasi-Bespitzelung ihres eigenen Manns, zu sprechen: „Wenn man diese Anfeindungen liest, möchte man heiß duschen, um den Schmutz wieder abzuwaschen“, sagte sie zu Beginn. Anders als viele Intellektuelle, die sich aus purer „Feigheit in einer zerstörerischen Toleranz“ übten (die Bahners dieser Republik), „schallt Broder eben nicht pseudointellektuell daher, sondern hat, was heute selten ist: Bildung“, betonte sie. „Ohne Broder wäre der Diskurs in diesem Land noch öder, die geistige Armut noch größer.“ Doch was seine Gegner am meisten ärgere, das sei die gute Laune, die Broder in seinen Artikeln verbreite. Broder vereine eben beides: „Humor und Hirn“.

Nach einem kurzen Abriss über die Palästinenser, der am besten gepäppelten Ethnie der Welt, die „sich in ihrer Rolle als Opfer vom Dienst“ bequem eingerichtet hätte, statt wie die Israelis die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken, stellte Lengsfeld die interessante These auf, dass der Ursprung der Demokratie eigentlich nicht in Athen zu suchen sei (eher eine Demokratie der Oberen Zehntausend), sondern im alten Israel. Denn: „Im Zentrum der Ethik nach der Tora stehe das Individuum“. Dieser Gedanke, den Freiheitsrechten des Individuums am besten Rechnung zu tragen, führte letztlich zur Aufklärung und zur Demokratie. Freiheit und nicht Gleichheit sei auch das Ziel im Grundgesetz. Gehe es einem Hartz IV-Empfänger heute doch ohnehin besser als den meisten hart arbeitenden DDR-Bürgern, denn die säßen doch in einer gut geheizten Wohnung – ein Satz, der die Gutmenschen-Riege sicher vor Wut laut aufheulen ließe, die Gleichheit als Hauptthema erkoren hätte.

Nach so viel Lob rückte Broder ein paar Dinge gerade: er suche die Auseinandersetzung, die Provokation, nicht, weil er ein Idealist sei – oder je nachdem, ein Masochist -, sondern einfach, „weil es mir Spaß macht“. So solle auch eines Tages auf seinem Grabstein am besten der Spruch stehen: „Er hat nie gelangweilt!“ Idealisten seien ihm ohnehin suspekt, denn: „In jedem Idealisten wartet ein Fanatiker von der Leine gelassen zu werden.“

Dennoch käme er sich seltsam vor, einen Preis für das Existenzrecht Israels zu erhalten – für etwas, das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein müsse wie das Anhalten an einer roten Ampel. Schließlich gebe es auch keinen Preis für den Einsatz für das Existenzrecht Belgiens… obwohl es niemand groß stören würde, wenn es eines Tages von der Landkarte verschwände.

Broders Ärger richtet sich daher vor allem auf die Antisemiten aus der linken Szene, den Toleranzpredigern („Toleranz ist meine Sache nicht!“), den Relativierern, die die Hamas offenbar für eine Hilfsorganisation hielten, gegen diejenigen, die sich hinter wohlfeilen Lippenbekenntnissen zu Israel versteckten (er erwähnte dabei speziell die Haltung des deutschen Kanzlers Willy Brandt, der 1973 während des Jom-Kippur-Kriegs, als Israels Überleben an einem dünnen Faden hing, zwar heuchelte – eine Neutralität der Herzen könne es nicht geben – dennoch den USA Lieferungen an Israel über deutsche Häfen verbot) und gegen diejenigen, die es sowieso weit von sich weisen würden, Antisemiten zu sein und die für sich reklamieren, nur ‚berechtigte Kritik’ an Israel zu betreiben. Doch mit Kritik an Israel habe das so viel zu tun wie Kannibalismus mit Feinschmeckerei, stellte Broder richtig. Was nämlich sämtliche dieser sogenannten Israelkritiker auszeichne, egal ob von rechts oder links, das sei insgeheim „die gemeinsame Haltung, dass Israel verschwinden möge“ – etwas also, das wir in der Tat als Antisemitismus bezeichnen dürfen. Antisemitismus aber „steht immer am Ende einer Gesellschaft“.

In diesem Sinne stellt Broder daher auch die Frage, was denn die „Freunde Israels“ – und dieser Ball ging auch an die DIG Aachen e.V. – bisher für eine Erfolgsbilanz im Kampf für das Existenzrecht des jüdischen Staates aufzuweisen hätten? Was hätten sie gegen das „alternative, friedensbewegte, rote Pack“ z.B. vom Aachener Friedenspreis getan, das einen Walter Hermann auszeichnete, dessen Klagemauer wie eine „Sonderausgabe des Stürmers“ erschiene? Aachen sei ja schließlich nicht weit von Köln entfernt! Und was gegen die selbsternannte „Jüdin“ Edith Lutz, Friedenskämpferin aus der Eifel, die medienwirksam (im Monitor-Magazin) Decken, Bücher und Schulranzen sammele, um sie angeblich den Hilfsbedürftigen nach Gaza zu bringen, doch deren Spenden mittlerweile in einer Kammer ihres Hauses vor sich hin verrotten? Wozu auch noch aktiv werden, das Ziel, Israel zu verunglimpfen, ist ja erreicht! Was wurde auch gegen einen Reuven Moskovitz mit dem unechten, selbstverliehenen Doktortitel unternommen (Guttenberg schrieb seine Doktorarbeit wenigstens nur ab, Moskovitz schrieb sie erst gar nicht und behauptet, sie sei ihm aus dem Zimmer gestohlen worden) – ein Mann, der nicht müde wird, Israel zu beschuldigen, es begehe ständig Verbrechen gegen den Frieden und der sich als ein „Kronzeuge gegen Israel“ und „nützlicher Idiot“ einspannen lasse?

Viel sei es tatsächlich nicht, was wir Israelfreunde aufzuweisen hätten, wir verhielten uns lieber still, rein nach dem Motto: „Nur nicht provozieren, der Antisemit könnte ja böse werden…“, wie Broder zu Recht spottete.

Nun, diese Frage müssen wir uns als PI’ler auch stellen (auch wenn er uns nicht erwähnte). Was haben wir bekennenden Israel-Freunde denn bisher getan? In der Tat, vielleicht sollten wir, statt unsere Israel-Solidarität bloß in die Tasten zu hauen, tatsächlich mehr zur Tat schreiten. Vorschläge werden gern gesehen! Wie schloß Broder daher so treffend mit der Aufforderung? „Auf in den Kampf! Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“

Fotogalerie:


Nachtrag: Wie PI bereits berichtete befand sich unter den Anwesenden auch der selbsternannte „Journalist“ Michael Klarmann, auf den das Wort des DIG-Vorsitzenden vom „schleimigen Moralapostel“ auch bestens passt. Sein Hetzartikel erschien pünktlich am nächsten Morgen auf Telepolis (es hat schon seinen Vorteil, bewußt arbeitslos zu sein, um seinem Hobby, nebst Punk dem unermüdlichen Kampf gegen Räächtz, zu frönen). Seine Claqueure auf Telepolis proleteten auch gleich munter drauf los, Israel sei sowieso „ein Schurkenstaat“ und sie würden „Broder gern mal in die Drecksvisage spucken“, diesem „Kriegshetzer im Interesse des weltweit radikalsten Apartheitsregimes“ … man könnte meinen, in einem Blog von Rechtsradikalen zu lesen, was mal wieder die geistige Nähe von Blut-, Rot- und Exkrementen-Braun beweist. Warum hetzt „Journalist“ Klarmann überhaupt gegen PI, wenn seine Gesinnungsgenossen sich einer Sprache bedienen, die sonst nur in (echten) Nazi-Blogs zu finden ist?

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47 KOMMENTARE

  1. Ich bin ein großer Fan von Herrn Broder! Er ist einer der wenigen die in unseren Gutmenschen-Medien mit viel Witz und total politisch unkorrekt Missstände in Deutschland ansprechen können ohne von den Gutmenschen ein Nazi genannt zu werden.

    Und dafür beneide ich Herrn Broder. Ich denke mal er hat noch mehr Preise verdient. Unter anderem die Anti-Dhimmi-Auszeichnung von PI!

    Weiter so Herr Broder und vielen Dank!

  2. Giordano und Broder, Broder und Giordano. In einem Bild. War Giordano nicht mal gut 10cm größer als Broder? Ich hoffe auf Giordanos islamkritisches Buch „Allah auf leiden Sohlen“, KiWi 2013.

  3. Und für alle rotgrünen Gutmenschen die hier heimlich mitlesen:

    Ich und fast alle PI-Leser und PI-Macher sind für das Existenzrecht Israel und für den gerechten Kampf gegen islamischer Intoleranz und feindliche Nachbarn, die Israel von der Landkarte fegen wollen.

    Und liebe dumme Gutmenschen es gibt keine Nazis, die sich für Israel einsetzen. Aber das geht weit über eueren beschränkten rotgrünen Horizont!

  4. …im provinziellen Aachen, dessen größte Zeit wohl mit dem Tod von Karl dem Großen erloschen ist …

    ja so habe ich aachen auch in erinnerung 😀

  5. Ich freue mich sehr darüber, das Henryk Broder diesen Preis bekommen hat!

    Im Sumpf unseres deutschen Journalismus ist er für mich eine der wichtigsten Personen.

    Ich schätze seine offene sarkastisch ironisch humorvolle Art, an der sich viele ostdeutsche Journalisten und ebenso Journalisten mit migrantischen Hintergrund ein Beispiel nehmen sollten. Die Deutschland-Safari ist für mich ein Highlite in der GEZ-geförderten Medienwelt! Ich hoffe, dass wir mit Wilma, Hamed Abdel Samad und Henryk Broder noch viele Deutschland-Safaris erleben dürfen,…. und hoffe, das unsere links gerichtete Medienwelt endlich begreift, wie das zahlende Volk denkt!

  6. was haben wir erreicht?

    nicht viel
    aber eben auch nicht nichts

    und dass ist in diesen zeiten keine schlechte leistung.

    was tun, wenn mittlerweile das eigene feuermagazin brennt?

    da versucht man erst dieses zu retten, bevor man löschversuche ausserhalb des hauses unternehmen kann.

    vorschläge:

    einführung einer rubrik schmock des monates

    sich mit der achse und anderen zugewandten orten zusammentun, sonst wird das nichts.

  7. Vera Lengsfeld sollte die guten Alten Griechen nicht „runtermachen“.

    Aber richtig ist es auch, daß vor allem im Judentum dem Individuum Recht getragen wird.

    Man lese nach, wie ein Prophet Samuel (ohne Bodygards) zum großen König David geht, ihm listig eine Geschichte eines verdammenswerten Mannes erzählt, damit die Zustimmung des Königs erlangt, „dieser Mann sollte des Todes sein“ stimmt David zu – und wie Samuel dann seinem König ins Gesicht sagt „DIESER MANN BIST DU“

    So individuell wahrhaftig Kritik an den Mächtigen üben können (ohne gevierteilt zu werden) – das muß man ansonsten in der Antike suchen …

  8. Die Israelis bestehen halt auf ihre Rechte als Volk und Staat, auf kulturellen und ethnischen Selbtserhalt, auf den Erhalt ihrer uneingeschränkten Souveränität in ihrem Land und auf ihr Recht, sich einer zwangsvereinheitlichten One-World-Mischkultur zu verweigern.

    Das stinkt den Linken und mit Patriotismus konnte die Neue Linke eh noch nie was anfangen, ausser der Patriotismus kommt von Mohammedanern und/oder Schwarzen, die dürfen all das fordern, was die Nichtmohammedaner und Nichtschwarzen nie fordern dürften, wenns nach linken Kulturrevoluzzern und Gleichmachern geht.

  9. Bei dem, was Juden im 20. Jahrhundert erleiden mussten, ist es nur zu verständlich, dass sie ihre Interessen und ihren schmalen, latent bedrohten Streifen Land selbstbewusst verteidigen. Die Dummschwafler, die ständig am Verurteilen der Politik Israels sind, erwarten wohl ernsthaft, dass das jüdische Volk sich erneut auf die Schlachtbank führen lässt. Wahrscheinlich sind die Juden den Linken deshalb so verhasst, weil sie ihren klaren, realistischen, existenzbewahrenden Kurs beibehalten und sich nicht von gutmenschlicher, zeitgeistkonformer Phraseologie betören lassen. Recht haben Sie!

    Broder und Giordano: Zwei wunderbare kluge, ja weise Männer, deren scharfer Verstand dem durchschnittlichen linksideologischen Schwafler mit Lehrstuhl für Politik, Sozialwissenschaften oder Migrationsforschung um Lichtjahre überlegen ist.

    Solche Menschen, Juden mit Wurzeln in Deutschland, bereichern uns, werte Frau Böhmer, nicht hunderttausende von Importbräuten aus Ostanatolien!

  10. Islam:

    Pakistaner schneidet seiner Frau Lippen und Nase ab
    19.12.2011, 20:00 Uhr

    Die erneute brutale Misshandlung einer Frau in Pakistan hat Empörung und scharfe Kritik an den Behörden des Landes hervorgerufen. Im Südwesten des Landes schnitt ein 22-jähriger Mann seiner Frau Lippen und Nase ab, wie die Behörden mitteilten. Ghulam Qadir sei offenbar der Ansicht gewesen, die 17-Jährige verbringe zu viel Zeit bei ihren Eltern.

    „Er ohrfeigte mich mehrfach, ging weg und kam mit einem Rasierer wieder“, sagte Salma Bibi im Krankenhaus. „Ich habe panisch geschrien. Er fesselte mir Hände und Füße mit einem Seil und schnitt mir meine Nase und die Lippen ab“, fügte sie hinzu. Nach seiner Tat am Samstagmorgen ist der Mann den Behördenangaben zufolge geflohen.

    Mehr zum Thema
    Das neue Gesicht der Bibi Aisha
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    http://nachrichten.t-online.de/pakistaner-schneidet-seiner-frau-lippen-und-nase-ab/id_52521024/index

  11. #11 Herbert Klupp:

    Man lese nach, wie ein Prophet Samuel (ohne Bodygards) zum großen König David geht… und wie Samuel dann seinem König ins Gesicht sagt … So individuell wahrhaftig Kritik an den Mächtigen üben können…

    Wer war das neulich, der meinte, dass man bei PI den Koran besser als die Bibel kennt? Jennifer Pyka, jetzt fällt’s mir wieder ein, die „Ein tüchtiger PI-Kommentator kennt sich mit Koransuren besser als mit Bibelversen aus“ in ihrem „ahnungslosen“ Artikel über PI geschrieben hatte.

    An diesem Punkt liegt sie allerdings richtig: Der Prophet, der zu David kam, war nicht Samuel, sondern Natan, erzählt wird die Geschichte im 2. Buch Samuel, Kapitel 12. Natan ging auch nicht von sich aus zum König, sondern wurde vom HErrn geschickt, weil dem missfiel, was David getan hat: David hatte nämlich Batseba vergewaltigt, geschwängert und ihren Mann Uria in den Tod geschickt, und die Rache des HErrn, durch Natan verkündet, war fürchterlich.

    Propheten waren damals Königsmacher, moralische Instanz und den Königen übergeordnet, die Geschichte taugt also nicht als Beispiel für Mannesmut vor Königsthronen.

  12. Ausnahmsweise etwas OT:
    Auf Wunsch des Kommentators gut_iss hier der Link zu Dieter Nuhrs „Nuhr 2011 – Ein Jahresrückblick“.
    Anschauen lohnt sich!

  13. #18 Tiefseetaucher (20. Dez 2011 00:43)

    Wahrscheinlich sind die Juden den Linken deshalb so verhasst, weil sie ihren klaren, realistischen, existenzbewahrenden Kurs beibehalten und sich nicht von gutmenschlicher, zeitgeistkonformer Phraseologie betören lassen

    .

    Dazu kommt noch etwas anderes: „Die Juden“ sind den deutschen Linken, die in den vor-68ern noch wie gesengt vor Scham und Beflissenheit in die sozialistisch grundierten Kibbuzim strömten, noch aus einem anderen Grund suspekt: Sie – und Israel – wurden einfach nicht der kommunistische Staat, der den deutschen Linken schon damals vorschwebte. Das war Grund genug, von plötzlicher Liebe „Israel = Faschistenopfer“ umzuschwenken auf „Imperialistische Zionisten“!

    Fiel mit dem Koreakrieg, Vietnam, den pausenlosen Angriffen islamisch-sozialistischer Staaten auf Isreael zusammen – und der Weigerung Israels, im Camp der Sozialistischen Internationele zu kuschen. Trotz Kibbuz und Moshav.

  14. Zur Erinnerung: x-Staaten wurden nach Kriegen gegründet. Völlig normal. Auch normal ist, daß ein uralter Staat wiederhergestellt wird. Die einzigen, die das nicht abkönnen, sind Mohammedaner, weil ihnen ihre Ideologie (gegründet 722) unerbittlich diktiert: „Alles vor dem Islam ist nichts, gibt es nicht, ist unwert, ist zu zerstören, ist Chaos, ist die JAHILIYA, das Zeitalter des Unglaubens! Und alles, was nach 722 von Mohammedanern erobert wurde, ist auf ewig mohammedanisch, Islam, muß zurückgeholt werden.

    Mit solchen ideologisch überlegenheitsbesessenen Fuzzies kann man nicht friedlich zusammenleben. Erst recht nicht, wenn sie westliche Technologie gegen den Westen einsetzen wollen – wozu sie aber langfristig durch ihre Dösbaddeligkeit nicht in der Lage sind. Erspart aber trotzdem nicht den ein oder anderen Krieg.

  15. #26 Babieca (20. Dez 2011 02:42)

    Nachtrag: Und wenn diese Australopeticeen auch noch darauf bestehen, daß zusätzlich nur das Prügeln von Frauen ihre abartige Barbarei verbreitet und ihr einen guten Ruf verschafft, dann gehört diese Lebensform dermaßen verachtet, daß sie sich bis in den schwarzen Meteoriten mit der silbernen Vulva zurückschämt.

  16. ich wünsche der dig, dass solche kräfte wie die arbeitsgemeinschaft aachen mehr an einfluss gewinnen. das eintreten für das existenzrecht israels erwächst in erster linie aus der verinnerlichung aufklärerischer freiheitlicher grundwerte. ich gebe den kommentatoren recht, die die heuchelei und doppelzüngigkeit der sog. gutmenschen geißeln. wer die lage der israelis und die sich daraus ergebenden grundsätze ihres politischen handelns verstehen will der sollte zunächst akzeptieren, dass menschen eben nicht von natur aus gut sind. ebenso, dass krieg im umfassenden sinne ebenso wie frieden stets zum menschlichen dasein gehörte und sich dies vermutlich nicht ändern wird. die kunst der zivilisatorischen verbesserung besteht vielleicht darin, ihn so intelligent zu führen, dass sich die schrecken des 20. jh. nicht in dieser krassen form wiederholen können. ich für meinen teil bevorzuge jedenfalls den cold war. aber vielleicht sagt man besser kampf um die freiheit des individuums gegen fanatismus, kollektivismus und barbarei?

  17. #20 Heta

    „Natan ging auch nicht von sich aus zum König, sondern wurde vom HErrn geschickt, weil dem missfiel, was David getan hat: David hatte nämlich Batseba vergewaltigt, geschwängert und ihren Mann Uria in den Tod geschickt, und die Rache des HErrn, durch Natan verkündet, war fürchterlich.“

    Das waren im Patriarchat damals alles streng hierarchische repressive Strukturen.
    Aber Sie haben als Referenz hier ein veraltetes Buch ausgesucht. Wir sind doch schon viel weiter.

    Es heißt doch schon seit Jahren nicht mehr ER oder der HERR, sondern „das göttliche Wesen“. Oder besitzen sie die „Bibel in gerächter Sprache“ immer noch nicht?

  18. Wer aufmerksam auf Telepolis liest, der kommt zu dem Schluss, die Quelle des linken Hasses auf PI-News ist nicht etwa der Anti-Islam, sondern das Pro-Israel.

    Dies erklärt auch den scheinbaren Widerspruch einer repräsentativen Emnid-Umfrage:
    die größte Zustimmung für eine Sarrazin-Partei kommt mit 29 % von den Anhängern der Linkspartei.

    Die Linkspartei singt auf der Mavi Marmara
    „Chaibar, Chaibar – Intifada bis zum Sieg!“ und fordert im Bundestag ein NPD-Verbot.

    Der Sozialismus ist ein deutsches Chamäleon –
    die Grünen sind grünlackierte Kommunisten und
    die Kommunisten sind rotlackierte Nazis.

  19. Ekelhaft – Michael Klarmann:
    Vom hilflosen Antifaschismus zum hilflosen Antisemitismus!

    Für „die Linken“ sind die Israelis an allem schuld, vor allem am Elend der unterentwickelten Völker ringsum!

    Nur, dass die sich in zweitausend Jahren ohne die Ansiedlung von Juden ebenfalls nicht aus ihrem selbst gemachten Elend befreien konnten!

  20. Wenn es nach einem großen Teil der Linken und Grünen ginge, wären die Juden längst ausgerottet.

  21. Zu Aachens Größe fehlt noch der Hinweis: Auch von Karl dem Großen bleibt nichts. Siehe:
    Aachen ohne Karl den Großen. Technik stürzt sein Reich ins Nichts., Mantis-Verlag, 2011, ISBN 978-3-928852-43-2
    Das erfundene Mittelalter – Die größte Zeitfälschung der Geschichte. Hat Karl der Große je gelebt?, Ullstein Verlag, 2004, ISBN 3-548-36429-2

  22. @#37 Fleet (20. Dez 2011 12:04)
    Autor: Heribert Illig

    Sorry, Fleet, aber wer Illig ernst nimmt, kann auch sich auch gleich in die 9/11 und Mondlande- Verschwörer einreihen.
    Ich habe das Buch mal gelesen und das ist dermaßen schwachsinnig und unwissenschaftlich, das tut schon weh! (Vor allem, wenn man Historiker ist.)
    Übringens:dendrochronologische Untersuchungen von Bauholz des Aachener Doms ergaben ein Alter von 1200 Jahren, paßt also zur Bauzeit des Jahres 800. (Die genaue Datierung war sogar noch exakter, so was um 796, wenn ich mich recht erinnere.)

  23. Morgen abend um neun wird Michael Klarmann ohnehin auf offener Landstraße von einer Kugel tödlich getroffen. „Wilsberg“, ZDF neo:

    http://neo.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,7620929_idDispatch:11126729,00.html

    #22 schweinsleber:

    Gewusst und die genaue Stelle ergugelt. Kennen Sie die Geschichte von David und den hundert Vorhäuten? Auch Samuel, 1,18.

    #29 abendlaender11:

    Es heißt doch schon seit Jahren nicht mehr ER oder der HERR, sondern “das göttliche Wesen”. Oder besitzen sie die “Bibel in gerächter Sprache” immer noch nicht?

    Die irgendwie, gottlob, in der Versenkung verschwunden ist, außer ein paar dummen Frauen kräht kein Hahn mehr danach. Stimmt nicht, sehe ich grade, letzten Monat ist sogar eine Taschenbuchausgabe erschienen, 19,99.

  24. @ #20 Heta (20. Dez 2011 01:08)

    Danke für die Korrektur und die Ergänzungen.

    Trotzdem geht da ein Prophet, ein Einzelner, ein Individuum auf einen mächtigen König zu – und „liest ihm die Leviten“.

    Daß der Impuls von Gott kommt – na schön – kann jeder sagen (WIR beide GLAUBEN das auch, klar)

    Aber auch die Priester der umliegenden Völkerschaften beriefen sich auf (ihren) „Gott“, wenn sie dem König etwas wichtiges sagten / auslegten.

    Wenn sie aber derart kühn mit einem Herrscher umsprangen, denke ich, fielen sie „heftig“ in Ungnade.

  25. #39 Heta

    „Die irgendwie, gottlob, in der Versenkung verschwunden ist, außer ein paar dummen Frauen kräht kein Hahn mehr danach. Stimmt nicht, sehe ich grade, letzten Monat ist sogar eine Taschenbuchausgabe erschienen, 19,99.“

    Erschütternd finde ich den Geist(???), der hinter diesem Projekt steht, x Leute (30?) arbeiteten Jahre daran, als erklärter Frauenfreund ärgere ich mich dabei vor allem über die ganzen Frauer, die mitgearbeitet haben oder als JournalistIn oder SprachwissenschaftlerIn oder PastorIn das orwellianische Teil in die Medien gehypet haben.

    Und eine Bestätigung meiner Grundhypothese in Bezug auf den Sprachrhythmus dieses Elaborates:
    Fundamentalisten haben einfach keinen „Groove“ – ob Radikalfeministinnen, ob Taliban ob Sozialisten, ganz egal.

  26. #9 schweinsleber (20. Dez 2011 00:14)

    Feuerwehrmagazin nix Feuermagazin

    Asche auf mein Haupt!

    @Heta
    Nein, kenne ich nicht und will es auch gar nicht wissen.

    „Geschafft! Aachener Bürgermeisterin tritt nach Broder-Ausfällen aus der DIG aus!“

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php

    „Das, was Broder jetzt schreibt, erschreckt mich ebenso wie die starke Nähe zu „Political Incorrect“. Diese Gründe führen dazu, dass ich nicht mehr Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft sein möchte. Hetze hat in Aachen keinen Platz!“

    Ohhhhh! wie untraurig!

    Und mit dem Wort Hetzerei sollte sie ganz vorsichtig umgehen, wenn man sich die tollen Träger gewisser Preise ihrer Stadt in Erinnerung ruft.

  27. #42 schweinsleber (20. Dez 2011 15:29)

    “Geschafft! Aachener Bürgermeisterin tritt nach Broder-Ausfällen aus der DIG aus!”

    Gut so!!

    Auf rückgratlose Heuchler konnte Israel über die Jahrtausende hinweg immer schon sehr gut verzichten.

  28. Es steht doch immer noch die Frage im Raum: Was können wir tun, um unsere Solidarität mit Israel auszudrücken ?
    Na, nur „Jaffa“-Orangen o. ä. zu erstehen, reicht eben nicht. Ich besinne mich da auf den „No-Al-Quds-Tag“ diesen Jahres, wo Mitglieder der jüdischen Gemeinde Berlin und ihre Freunde gegen die aggressiven, anti-israelischen Töne der jährlichen „Al-Quds-Demo“ islamischer Verbände Stellung bezogen. Ich war dabei und nahm in Kauf, mit ein paar wenigen, pro-israelischen Links-Extremisten (kaum zu glauben, die gibt es tatsächlich und deren Slogans gegen die Hisbollah sind nicht von Pappe) Seite an Seite zu stehen. Vielleicht sollten wir Israelfreunde und echten Islamkritiker auch mal über den Tellerrand schauen, unser wärmendes Selbstverständnis als „liberal-konservativ“ auch mal für ein paar Stunden zurückstellen und auf solchen Veranstaltungen (wo übrigens auch iranische Regimekritiker unmissverständlich gegen die Achmadinedschad-Bombe gesprochen haben) in Scharen anwesend sein.
    Wenn die Berlin-Potsdamer Gruppe der DIG und die jüdische Gemeinde Berlin dazu aufrufen, wie es in diesem Jahr der Fall war, dann ist das in jedem Fall eine Veranstaltung, wo wir, eben ohne „PI“ oder „BPE“-Transparent, als Staatsbürger mit einer klaren Haltung Präsenz zeigen sollten.
    Wir dürfen auch im kommenden Jahr wieder mit der unseligen, einst von Khomeini inspirierten „Al-Quds“-Demo in Berlin rechnen. Werdet ihr dann auf der richtigen Seite der Absperrung „klare Kante“ zeigen ?

  29. Sieh mal einer an, Tiberius1966 hat es in die Aachener Nachrichten geschafft, in einem Satz genannt mit A.B. Breivik:

    Damit spielt sie auch auf Broders Nähe zu dem Internetportal «Politically Incorrect» an, in dem sich Islamfeinde und Volksverhetzer aller Art auslassen können. ,, Tatsächlich sollen unter den Gästen bei der DIG-Preisverleihung in Aachen mehrere junge Männer gewesen sein, die dem rechten Netzwerk angehören … Einer von ihnen hat unter dem Namen «Tiberius1966» einen Text ins Netz gesetzt, der Broders Aufforderung aufgreift, nicht länger nur zu schreiben, sondern auch zu handeln: «Auf in den Kampf. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.» Was immer damit gemeint sein soll – friedlich klingt es nicht. Gerne bekennt sich Broder, bei dem sich auch der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik für sein «Manifest» bedient hat, zu seiner «Intoleranz gegen die Banalität der Guten».

    http://www.aachener-nachrichten.de/sixcms/detail.php?template=an_detail_suche&_starttest=x&_suchbegriff=Broder&_id=1949946&_wo=Suche:Onlinesuche&skip=#nachoben

  30. Sieh mal einer an, Tiberius1966 hat es in die Aachener Nachrichten geschafft, in einem Satz genannt mit A.B. Breivik:

    Damit spielt sie auch auf Broders Nähe zu dem Internetportal «Politically Incorrect» an, in dem sich Islamfeinde und Volksverhetzer aller Art auslassen können. … Tatsächlich sollen unter den Gästen bei der DIG-Preisverleihung in Aachen mehrere junge Männer gewesen sein, die dem rechten Netzwerk angehören … Einer von ihnen hat unter dem Namen «Tiberius1966» einen Text ins Netz gesetzt, der Broders Aufforderung aufgreift, nicht länger nur zu schreiben, sondern auch zu handeln: «Auf in den Kampf. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.» Was immer damit gemeint sein soll – friedlich klingt es nicht. Gerne bekennt sich Broder, bei dem sich auch der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik für sein «Manifest» bedient hat, zu seiner «Intoleranz gegen die Banalität der Guten».

    http://www.aachener-nachrichten.de/sixcms/detail.php?template=an_detail_suche&_starttest=x&_suchbegriff=Broder&_id=1949946&_wo=Suche:Onlinesuche&skip=#nachoben

  31. @#46 dergeistderstetsverneint

    Also ich habe das jetzt nicht so verstanden, als sei das ein Aufruf zu unfriedlichem Handeln, das ist ja eher Sache der Linksextremen.

    Ich dachte dabei erher an Demos z.B. vor der antisemitischen Kölner Klagemauer.

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