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Dumont-Presse: UdSSR gewaltige Leistung

[1]In der Sowjetunion war nicht alles schlecht, läßt uns die Berliner Zeitung in einem Gedenkartikel wissen. Exakt heute vor 20 Jahren hatte die SU fertig, und die sowjetische Fahne am Kreml wurde eingeholt und durch die russische ersetzt. Irgendwie kommen einem diese Sprüche bekannt vor. Bei den Satrapen in der DDR war doch auch nicht alles schlecht. Und in der Sowjetunion allein 20 Millionen Ermordete, Millionen Häftlinge im Gulag – alles nicht der Erwähnung wert! Nach zwanzig Jahren ist bei den Roten Schluß mit der Erinnerung, schließlich ist der Sozialismus eine gute Sache. 

Lesen wir, wie das in der Berliner Zeitung ein Qualitätsjournalist namens Christian Esch hindreht:

Aber so wie man erst aus der Ferne die Höhe eines Berges ermisst, so wird auch aus der Distanz von 20 Jahren die Größe dessen deutlich, was da untergegangen ist. Und so wie sich die Konturen eines fernen Gebirges aufhellen, so hat sich auch der Blick auf die Sowjetunion aufgehellt. Es steckte eine gewaltige Leistung darin, einen solchen Raum zusammenzuwingen, und man muss kein Apologet des Stalinismus sein, um diese Leistung anzuerkennen. Man muss dazu nur durch die Randgebiete des ehemaligen Reiches fahren und sich die Lebensgeschichten der Menschen anhören. Was jetzt ist, das beschreiben sie vor dem sowjetischen Hintergrund, und da schneidet die Gegenwart nicht immer gut ab.
Da ist der kasachische Journalist, der zu Sowjetzeiten in Baikonur Karriere machen konnte: „Da ging es europäisch zu, streng nach Verdienst und nicht nach Verwandtschaft“. Da ist der kirgisische Regisseur, der die vollen Weiden von einst vermisst: „Damals waren wir reich, damals hatte Kirgistan mehr Vieh als Einwohner.“

Ja, es war eine gewaltige demokratische Leistung, mit Polizei, Geheimdiensten, Militär, Zwangsumsiedlungen, Lagern, Mord, Totschlag und Krieg ein Reich zu vergrößern. Und der „Verdienst“ bestand aus dem Parteibuch und war keine Korruption. Echt super, und die vielen Schafe auf den Weiden und die Autobahnen! Eines ist jedenfalls klar, in der Dumont-Presse sitzen immer noch gleich viele Sozialisten, Bolschewisten und Kommunisten wie zu der Zeit, als Erich Honecker prophezeite, den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf! Und das nicht nur in der Berliner Zeitung!

(Das Foto oben zeigt den Dumont-Verlagsleiter, Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili, in seinem Büro)

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