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Anschlag: Iranischer Atom-Professor getötet

Der Iran hat einen weiteren Rückschlag in seinem Atombombenbau einstecken müssen. Nachdem vor einigen Wochen die Nuklearanlage in Isfahan durch mächtige Explosionen in Teilen zerstört wurde (PI berichtete), ist jetzt ein weiterer Atom-Professor durch einen Sprengstoffanschlag getötet worden.

Die Deutsche Welle berichtet:

In der iranischen Hauptstadt Teheran ist ein Atomwissenschaftler bei einem Autobombenanschlag getötet worden. Zwei weitere Mitfahrer erlitten Verletzungen, wie Teherans Vize-Gouverneur Safar Ali Bratloo am Mittwoch mitteilte. Demnach hatte ein Motorradfahrer die Bombe unter dem Wagen des Universitätsprofessors Mostafa Ahmadi Roschan angebracht. Der Anschlag ereignete sich nahe der Allameh Tabatabai Universität im Osten Teherans.

Opfer war in der Atomanlage Natans tätig

Bratloo machte Israel für das Attentat verantwortlich. Die Methode gleiche denen, die bei anderen Anschlägen auf iranische Wissenschaftler angewendet worden seien, sagte er laut einem Bericht des iranischen Fernsehsenders Al-Alam. Ahmadi Roschan soll an der Trennung von Gasen in der Atomanlage Natans gearbeitet haben, wie aus einer Beschreibung der Internetseite einer anderen Universität hervorgeht.

2010 und 2011 starben insgesamt drei iranische Wissenschaftler bei Autobombenanschlägen. Mindestens zwei von ihnen arbeiteten am Nuklearprogramm des Landes. Einer der Anschläge ereignete sich auf den Tag genau vor zwei Jahren.

Sollte der Iran an seinem Kurs mit dem Atombombenbau festhalten, dürften sich solche Nachrichten in der kommenden Zeit häufen.