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„Schweden ist ein Zentrum für Antisemitismus“

„Schweden ist ein Zentrum für Antisemitismus geworden“, so der Präsident des European Jewish Congress Dr. Moshe Kantor (Foto r.), im Rahmen einer Zeremonie in Gedenken an den Holocaust vor dem Europäischen Parlament in Brüssel.

(Von Beschwichtiger)

„Schweden, einst ein ruhiges Land, wo jahrelang Antisemitismus nie ein Problem gewesen ist, ist mittlerweile ein Zentrum für Antisemitismus. Es ist unvorstellbar, dass Juden im 21. Jahrhundert von Malmö nach Stockholm oder andere Länder flüchten müssen.“

Die schwedische Regierung, so Kantor, sei die einzige Regierung in der Europäischen Union, die es ablehnt, über Antisemitismus in den eigenen Grenzen zu sprechen.

Er habe mehrfach versucht, den schwedischen Ministerpräsidenten Fredrick Reinfeldt zu kontaktieren, habe aber nie eine Antwort bekommen.

„Das ganze ist verabredetes Schweigen. Anscheinend glauben sie, indem sie nicht über das Problem reden, verschwindet es von alleine.“

Markus Friberg, der Pressesekretär des schwedischen Ministerpräsidenten, sagte, dass Reinfeldt momentan zwar nicht für eine Reaktion zur Verfügung stehe, aber er betonte, dass Schweden „vier Millionen schwedische Kronen in die zusätzliche Sicherheit für die jüdische Gemeinden investiert. Das Jewish Central Council erhalte das meiste davon.“

Schwedens Integrationsminister Erik Ullenhag sagte, dass „antisemitische Aktionen und anderes Verhalten, das auf rassistisches Gedankengut beruht, mit einer demokratischen Gesellschaft unvereinbar sind. Die jüdischen Gemeinden können heutzutage spezielle Vorsichtmaßnahmen in Anspruch nehmen, um sicherzustellen, dass sie sich trauen, eine Synogoge oder jüdische Treffen zu besuchen.“

(Quellen: jpost.com und varldenidag.se)