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Süddeutsche macht Rassismus gesellschaftsfähig

SZ-Autor Sebastian HerrmannWie weit rassistisch-biologistisches Gedankengut bereits in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen ist, belegt die „Süddeutsche Zeitung“. Autor Sebastian Herrmann (Foto) zitiert in seinem Artikel „Der Keim des Radikalen“ vom 10. Januar vermeintlich wissenschaftlich-statistische Belege, die eine Korrelation zwischen rechts-konservativen Anschauungen und niedrigem IQ unterstellen.

Kognitiv unfähig, sich in Menschen mit anderen Überzeugungen und Lebensentwürfen hineinzuversetzen, bedenkt Herrmann eine ganze Bevölkerungsgruppe mit schroffer Ablehnung. Pseudowissenschaftlich bemäntelt werden die gängigen Vorurteile der halbbildungsbürgerlichen „Elite“ (klassische SZ-Leserschaft) gegenüber der Normalbevölkerung bedient, deren einziges Gedankenverbrechen es ist, Leitbilder zu favorisieren und Anschauungsformen anzuwenden, die „Stabilität und Ordnung im psychologischen Sinne bieten“ (betrifft z.B. den traditionellen, gestandenen Sozialdemokraten).

Unverkennbar haben wir es hier mit einem Fall „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ zu tun. Enthemmt propagiert die SZ ein Menschenbild, das Menschen auf ihre kognitiven Fähigkeiten reduziert und daran Wertungen knüpft, aus denen sich unterschiedliche Grade der Qualifikation ableiten lassen, am gesellschaftlichen Diskurs zu partizipieren – ein mit demokratischen Prinzipien unvereinbares hierarchisch-elitäres Denken!

Auch wird nicht problematisiert, was unter „konservativ“, „rechts“ oder „rassistisch“ zu verstehen ist und inwiefern es „den“ Konservativen, Rechten und Rassisten jenseits des konkreten Einzelfalles überhaupt gibt. Schließlich gibt es auch „den“ Europäer nicht oder „den“ Moslem, sondern nur konkrete Individuen und Einzelvorkommnisse, die wohl differenziert alle gesondert und für sich zu betrachten sind. Ist es in unserer humanen, aufgeklärten Gesellschaft nicht Konsens und Gebot des politischen Anstandes, solche Verallgemeinerungen strikt zu unterlassen, die Feindbilder aufbauen, Emotionen schüren und die Gesellschaft spalten?

Der Presserat ist aufgefordert, dem Vordringen rassistisch-biologistischer Klischees und Rhetorik Einhalt zu gebieten. Die Staatsanwaltschaft möge prüfen, inwiefern Volksverhetzung vorliegt, da ein ganzes Milieu verächtlich gemacht und als minderwertig hingestellt wird. Wehret den Anfängen! Der Faschismus lauert überall!

(Spürnase: Nina)