Mein deutschstämmiger Onkel Georg ist mit seiner Familie in Kasachstan aufgewachsen. Ein Land, wie er sagte, in dem man mittwochs bereits sehen konnte, wenn am Samstag Besuch kam. Die Familie durchlebte schwierige Verhältnisse, wurde aber nach der Wende in der ehemaligen Sowjetunion mit Bergbau-Spezialmaschinen wohlhabend. Er zog sich als vermögender Mann auf einen Landsitz in der Nähe von Moskau zurück und widmete sich seinen Hobbies.

(Von Dimitri)

Seine große Liebe galt, neben den Zierfischen in seinen zahllosen Aquarien, der Politik. Obwohl selbst politisch nie aktiv, besaß er auf diesem Gebiet ein enormes Fachwissen.

Aus beruflichen Gründen fielen meine Besuche bei ihm meist in das Winterhalbjahr. Wir saßen oft am Kaminfeuer mit Blick auf den verschneiten parkähnlichen Garten. In seinem Jagdzimmer, wie er es nannte, obwohl er nie Jäger war. Häufig diskutierten wir über Politik, Demokratie, Freiheit und Menschenrechte. Er trank immer deutschen Weißwein. Grauburgunder.

Die Gespräche über Politik waren stets harmonisch und freundschaftlich. Jeder respektierte den Anderen und hörte ihm zu. Die Politik der EU beurteilte er sehr kritisch. „Weißt Du“, fragte er mich einmal, „was der Unterschied zwischen dem ehemaligen Politbüro der KP der UDSSR und der heutigen Führung der EUDSSR ist? Im Politbüro der UDSSR gab es keine Kommunisten“. Er lachte lauthals. „Messere Voland aus Bulgakows ‚Der Meister und Margarita‘ ist von Moskau nach Brüssel umgezogen und treibt jetzt dort sein Unwesen“. Und er lachte noch lauter.

In einem Punkt unserer Gespräche über Politik kamen wir allerdings nie auf einen gemeinsamen Nenner. „In Russland“, so seine Meinung, „erfordert es außerordentlich viel Mut, für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte auf die Straße zu gehen. In Deutschland ist das alles ein Kinderspiel. Ihr habt nach dem Krieg alles geschenkt bekommen. Ihr spaziert auf der Straße der Sonne“.

Meine Hinweise auf die zunehmenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit in Deutschland, auf die Diskrepanz zwischen der Medienberichterstattung und der öffentlichen Meinung, auf den schleichenden Erosionsprozess der demokratischen Kultur oder auf demokratiefeindliche Kräfte, die mit Gruppierungen wie der faschistischen Antifa Terror und Gewalt gegen Demokraten ausübten, hielt er für übertrieben.

Bei meinem letzten Besuch holte er mich am Flughafen ab und fuhr mit mir ins Stadt-Zentrum von Moskau. Mitten in eine Groß-Demonstration. Zehntausende, möglicherweise hunderttausend Menschen demonstrierten auf einer breiten Prachtstraße mit einem unaussprechlichen Namen in einem schier endlosen Zug. Es war eine regierungskritische Demonstration. Völlig friedlich. Das Polizeiaufgebot war zwar beachtlich, die Beamten hatten jedoch lediglich den Status von Beobachtern. Neben uns standen gelangweilt mehrere Polizisten. Einige rauchten. TV-Kamerateams filmten das Geschehen. „Na, was sagst du nun, mein Lieber?“, fragte er mich stolz. „Mutige Leute. Und das mitten in Moskau“.

Kurz entschlossen lud ich Onkel Georg zu einem Gegenbesuch nach Berlin ein.

Am Tag seiner Ankunft – er hatte mich zu einem Abendessen in ein luxuriöses Restaurant eingeladen – kündigte ich für den nächsten Tag den Besuch einer Demonstration an. Für Meinungsfreiheit, für Demokratie, gegen Extremismus und gegen die Islamisierung Deutschlands. Onkel Georg war begeistert. Er strahlte über alle vier Backen und bestellte voller Vorfreude noch einmal den Weinkellner. „Genau die richtigen Themen“, erklärte er. „Die halbe Stadt wird auf den Beinen sein. Du bist ein Goldjunge“.

Am nächsten Tag regnete es. Es war November und ein kalter Wind fegte durch die Straßen. Auf der Fahrt wunderte sich Onkel Georg, dass nirgends Plakate von der Großdemonstration aushingen.

Die Zufahrt zur Demonstration gestaltete sich schwierig. Überall wimmelte es von Polizei. Endlose Reihen von Mannschaftsfahrzeugen parkten in den Straßen. Dazwischen Rettungsfahrzeuge und Sanitäter. Zahlreiche Trupps vermummter Chaoten wurden von der Polizei zurückgedrängt. Hasserfüllte Sprechchöre und Parolen waren zu hören. „Das sind die sogenannten Gegendemonstranten“, erklärte ich, „demokratiefeindliche, gewalttätige Chaoten“.

Wir parkten weit außerhalb und gingen zu Fuß. Der Demonstrationsplatz war weiträumig von einem Großaufgebot der Polizei abgesperrt. Ich erklärte einem Beamten, Onkel Georg sei vom russischen Fernsehen. Sein Kamerateam stecke noch im Stau. Den Presseausweis habe er leider im Hotelsafe liegen lassen. Der Beamte war nicht überzeugt und verweigerte den Durchgang. Onkel Georg schaltete schnell. Er erklärte dem Beamten lautstark in fließendem russisch, dass es in Sibirien neun Monate im Jahr sehr kalt und die restlichen drei Monate sogar saukalt sei. Daraufhin ließ der Beamte uns passieren.

Die Demonstration für Demokratie und Meinungsfreiheit, gegen Extremismus und gegen die Islamisierung Deutschlands bestand aus 45 Teilnehmern. Die Demonstranten hatten einige kleine Stände mit Schirmen aufgebaut. Mehrere Transparente der Bürgerbewegung Pax Europa, der Parteien DIE FREIHEIT und PRO Deutschland, des Zentralrats der Ex-Muslime und von Politically Incorrect flatterten im Wind.

Einer der Demonstranten bot Onkel Georg einen Becher Glühwein an. Aus einer Nebenstraße, die von massiven Polizeikräften abgeriegelt worden war, hörten wir lautes Gebrüll gewalttätiger Chaoten. Rauchschwaden zogen über den Platz. Von irgendwoher ertönten Polizeisirenen.

Onkel Georg wirkte nervös und verunsichert. „Ich glaube, wir sind zu früh, Kinderchen“, sagte er. „Wann geht’s los hier mit der Großdemo?“

„Die Demo ist in vollem Gange“, sagte eine junge Frau und drückte Onkel Georg einen Flyer in die Hand. „Beim letzten Mal waren wir 20 Teilnehmer. Heute 45. Es geht aufwärts.“ Sie lachte.

Onkel Georg war blass geworden.

„Aber wieso, ich meine: Demokratie, Meinungsfreiheit, Extremismus, Islamisierung Deutschlands … zentrale Themen … die halbe Stadt…“

Die junge Frau gab ihm einen zweiten Becher Glühwein. „Sie sind wohl nicht aus Deutschland, mein Lieber“, sagte sie lächelnd. „Hab ich mir gleich gedacht, als ich Ihre russische Pelzmütze gesehen habe. Ist das Zobel? Darf ich die mal aufsetzen?“ Die Umstehenden lachten herzlich.

„45 Teilnehmer … TV-Sender … Presse … Gegendemonstranten“.

„Die TV-Sender und die Presse in Deutschland werden über unsere Demonstration nicht berichten“, erklärte ihm die junge Frau, immer noch lächelnd. „Sie werden ausschließlich über die gewalttätigen Gegendemonstranten informieren. Die Medien-Berichterstattung läuft unter der Überschrift ‚Kampf gegen Rechts’“.

Ein Windstoß knickte einen Standschirm um und trieb ihn über den Platz.

Onkel Georg war kreideweiß im Gesicht und sichtlich um Fassung bemüht.

„Nicht traurig sein, mein lieber Freund“, sagte die junge Frau leise, während sie ihm die Pelzmütze wieder aufsetzte, und jetzt war sie völlig ernst. „Wie heißt ein Sprichwort bei euch in Russland? Moskau glaubt unseren Tränen nicht“.


Anmerkung: Verfasst am 04.02.2012. An diesem Tag demonstrierten in der russischen Hauptstadt Moskau über 200.000 Menschen für ihre unterschiedlichen politischen Überzeugungen. Ein für diesen Tag in der niedersächsischen Stadt Lüneburg von der Partei DIE FREIHEIT angemeldeter Infostand zum Thema „Europäischer Stabilitätsmechanismus“ (ESM) wurde vom SPD-Oberbürgermeister verboten, da demokratiefeindliche Gruppierungen eine Gegendemonstration angekündigt hatten.

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47 KOMMENTARE

  1. Ist die Story guuuut!

    Obwohl ich an der ein oder anderen Stelle laut lachen musste, ist doch die Geschichte ein beispielloses Armutszeugnis;

    ich wünsche mir das der Wicht aus Lüneburg (der Sozi-OB) den Artikel liest und ganz Lüneburg ebenfalls (was natürlich nicht der Fall sein wird, ich weiß), aber trotzdem…

  2. Da kann ich nur zustimmen, sehr schöner Artikel! Auf Ria Novosti habe ich einen Bericht über die Demonstration in Moskau gesehen, alles sehr fair, sachlich und neutral kommentiert. Die Polizei war zahlreich aber verhielt sich korrekt. Russland ist wirklich ein sehr freies und demokratiches Land geworden, ich war beeindruckt.

    Was ich auch interessant finde ist das bei der vom deutschen NKWD belagerten Demo in Berlin neben Pax Europa auch die Ex-Muslime teilgenommen haben, das sind sehr intelligente Leute, diese Kontakte sollte man ausbauen. Wir Ungläubigen müssen zusammen halten. 🙂

  3. Ich meine natürlich nicht die Geschichte die arm ist, sondern die „deutschen Verhältnisse“, die dort auf´s Korn genommen werden.

  4. Das ist eine sehr schön geschriebene Geschichte, ideal für den Sonntagabend und ideal parallel zu Günter Jauch.

    Offenbar ist bei uns der Druck im Dampfkochtopf noch nicht hoch genug. Man kann dann noch warten und dann dafür sorgen, daß einem das Ganze nicht um die Ohren fliegt. Allerdings besteht auch die Gefahr, daß er – wenn man zu lange wartet – explodiert.

  5. Russland ist wirklich ein sehr freies und demokratiches Land geworden, ich war beeindruckt.

    Naja, das bezweifle ich sehr. Die Polizei, die ja üblicherweise die Demos mit Gewalt auflöst (oft auch wenn sie angekündigt und zugelassen wurden), verhielt sich wohl ruhig um kurz vor der Präsidentschaftswahl zu zeigen, dass unter Putin doch die Meinungsfreiheit herrscht. Ist er wieder mal Präsident geworden (egal ob gewählt oder nicht, man kann die nötigen Stimmen notfalls einfach dazu schreiben), geht es wieder los. Nun wird er aber 2x6 Jahre lang herrschen, es sei den eine Revolution bricht aus, die Ansätze gibt es ja schon. Ich werde auf jeden Fall nicht für Putin abstimmen, sondern für den unabhängigen Kandidaten Prochorow.

    An den Verfasser des Beitrags: Hat dein Onkel etwas zur kommenden Präsidentschaftswahl gesagt? Und danke für den Artikel, spasibo, interessno napisano!

  6. Glückwunsch, PI, Du hast wirklich gute Autoren. Es ist selten, dass ich bei einer Geschichte gleichzeitig lachen und weinen muss. Dimitris Story bringt die Verhältnisse in Deutschland auf den Punkt.

  7. #1 WolfTroll (05. Feb 2012 22:04)

    Eine davon ist von mir.

    Zum Beitrag: Tatsache ist, dass die Einschüchterung der Bevölkerung auf allen verfügbaren Frequenzen läuft, auch regelrechte Unterwürfigkeitsrituale eingefordert werden. Als hier in Braunschweig vor einiger Zeit mal eine Kundgebung der NPD stattfinden sollte, erklärten über Wochen und Monate jede Menge Firmen (!!!) öffentlich ihren Abscheu, dazu Vereine, „Prominente“, hohe Kirchenleute etc. Wortführer war die hiesige Monopolzeitung. Da kamen alte Erinnerungen an selige DDR-Zeiten hoch, als die dortigen Medien ja ebenfalls unbarmherzig „Antifaschistische Gesinnung“ einforderten, wie der Begriff zu definieren war, bestimmten die Bonzen. „Du bist doch auch für die fortschrittliche Sache?“, hieß es damals „drüben“ in der Zone, und der Tonfall der Frage – ich guckte damals regelmäßig das DDR-Fernsehen, immer solange, bis ich kurz vorm Kotzen war – ließ keinen Zweifel aufkommen, wie die Antwort auch im Interesse des Befragten auszufallen hatte.

    Aber es gibt natürlich auch weniger brachiale Methoden der Einschüchterung, wie der heutige ARD-Tatort aus Wien deutlich machte. Der Fall spielte im serbischen Milieu der Stadt. Wie man erfahren konnte, gibt es in Wien viele serbische Kriegsverbrecher, die sich zum Beispiel gerne in Cafes versammeln oder wie der Wiener sagen mag, „tummeln“. Ob die hübsche Bedienung, der Wirt, die Gäste oder sogar ein liebevoller Kinderarzt, alle auftretenden Serben bis auf ein versoffenes Wrack waren Kriegsverbrecher. Ein Ex-Massenmörder erzählte lang und breit von Massakern an Moslems im Balkankrieg. Erkenntnis für den Zuschauer:

    Moslems = Opfer
    Christliche Europäer = Täter

    Das letzte Bild des Filmes verlief ins Unscharfe: Zwei brutal aussehende serbische Killer kamen auf die Kameraposition zu, das letzte was man sah, war das aufleuchtende KREUZ um den Hals des einen potentiellen Mörders.

    Und genau das wäre jetzt meine Frage: Ließe sich das auch gerade umgekehrt denken? Bosnische Moslems mit Türkennamen als hemmungslose Todesschützen, die mal so eben sechs österreichische Streifenpolizisten killen? Und dann noch eine hübsche junge und arglose Verkehrspolizistin?

    Falls nicht, wie sollte man dieses Verhalten der Medienmächtigen dann wohl nennen? Wie wär´s mit „Schüren rassistischer Vorurteile“, genauer: der spiegelverkehrten Variante davon?

  8. #1 WolfTroll (05. Feb 2012 22:04)

    Eine davon ist von mir.

    ——————-
    Toll =) =)

    dialog über deutschland.de

    Offene Diskussion über den Islam
    12452 Stimmen

  9. Also, man soll schon bei der Wahrheit bleiben.

    So friedlich und demokratisch ist es in Russland nicht immer:
    http://www.bild.de/politik/ausland/russland/russland-revolte-gegen-putin-massen-demo-in-moskau-nach-wahlbetrug-21497716.bild.html

    #7 Ilias (05. Feb 2012 22:33)
    Russland ist wirklich ein sehr freies und demokratiches Land geworden, ich war beeindruckt.

    Russland ist keine Demokratie, sondern sogeannte „gesteuerte Demokratie“ (nach Definition von Putin), also autoritär regiertes Land.

    Ich finde es übrigens richtig, denn für mehr Demokratie ist das Land zurzeit nicht bereit.

    Das hat das Experiment der 90-er Jahre gezeigt – damals regierten „Demokraten“ (die heute gegen Putin protestieren) und haben das Land ins Chaos gestürzt.

    Den heutigen Zustand zu idealisieren, wäre jedoch auch falsch. Man soll bei den Fakten bleiben.

    PS Aber manche russische Demo ist wirklich empfehlenswert 😀
    http://www.rentner-news.de/sites/default/files/styles/large/public/field/image/demo_moskau.jpg

  10. Apropos Russland

    http://www.stern.de/politik/wut-ueber-syrien-veto-in-der-arabischen-welt-1782465.html
    Das Veto Russlands und Chinas gegen eine Syrien-Resolution hat in der arabischen Welt Wut und Empörung ausgelöst.

    München (dpa) – Das Veto Russlands und Chinas gegen eine Syrien-Resolution hat in der arabischen Welt Wut und Empörung ausgelöst. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz gingen Spitzenpolitiker mehrerer arabischer Staaten am Sonntag hart mit der Verweigerungshaltung der beiden Veto-Mächte ins Gericht…

    Jetzt wird langsam klar, wer am Umsturz in Syrien Interesse hat.

  11. Sehr guter Artikel!
    Da sieht man mal, wie das Ausland zurecht über uns denkt!

  12. Danke, ein sehr guter Artikel. Ich denke man sollte auch die aktuelle Presse kritisch begleiten wie sie aktuell auf Russland rumhackt weil sie nicht Sanktionen gegen Syrien unterstützt. Russland weis sehr genau dass Christen nicht mehr relativ unbehelligt in Syrien leben können wenn die Islamisten neben Tunesien und Ägypten auch in Syrien regieren werden. So gesehen heucheln Merklowa, Schwesterwelle etc., nach der Revolution regieren in Syrien die Isalmisten und gegen auf Israel los.

  13. #17 Lepanto (05. Feb 2012 23:55)

    Jetzt wird langsam klar, wer am Umsturz in Syrien Interesse hat.
    —————–
    Die nicht allein, denn gestern traute ich meinen Ohren nicht, als ich gerade noch hörte in der Tagesschau, man sei über die Russen und Chinesen angewidedert.

    Bei den feinen Leuten dort geht es ja zu wie in der Kutscherkneipe.

  14. #16 Lepanto (05. Feb 2012 23:35)

    Russland ist keine Demokratie, sondern sogeannte „gesteuerte Demokratie“ (nach Definition von Putin), also autoritär regiertes Land.
    ————-
    Es wäre doch sehr anerkennenswert, wenn unsere Wulff oder Merkel auch so ehrlich wären.
    Schon vor Jahren hat der Ex-BP Herzog öffentlich gemacht, dass 84 Prozent unserer Gesetze aus Brüssel von der Kommission kommen.
    Mit Demokratie hat das nun ganz und gar nichts zu tun, wo die EU immerhin über 400 Menschen ausmacht. Und die haben alle eine Regierung gewählt, die genau wie die unsere die gleichen Befehle erhalten – und ausführen.

  15. #13 AtticusFinch
    Glückwunsch, PI, Du hast wirklich gute Autoren. Es ist selten, dass ich bei einer Geschichte gleichzeitig lachen und weinen muss. Dimitris Story bringt die Verhältnisse in Deutschland auf den Punkt.

    ———————————————-

    Spasiba Dimitri!
    Die (leider einzige) Stelle, an der ich lachen musste, war: „„Weißt Du“, fragte er mich einmal, „was der Unterschied zwischen dem ehemaligen Politbüro der KP der UDSSR und der heutigen Führung der EUDSSR ist? Im Politbüro der UDSSR gab es keine Kommunisten“.“
    Aber der Rest ist leider zum Weinen, so wahr!

    Letztes Jahr, als ich auf dem Weg zum Hotel Bärlin war, in der eine Versammlung von DER FREIHEIT war, sagte mir die Taxifahrerin von sich aus (ohne dass sie wissen konnte, wie meine Auffassung ist), dass sie sich wie in 1930 fühle. Ich stimmte und stimme dem zu.
    Nun sind wir schon ein Jahr weiter.

  16. #19 GrundGesetzWatch

    Ich glaube nicht, dass Russland sich besonders um die Christen in Syrien kümmert, viel mehr liegt der Grund für das Veto Russlands daran, dass Syrien unter Assad stabil ist und die Politik nicht wirklich bzw. nicht so sehr vom Islam geprägt ist. Damit ist Syrien der einzige vernünftige Ansprechpartner in der Region (nach Israel natürlich) Die neuen „Demokratien“ sind durch die wachsende Macht der Islamisten unberechenbar. Ausserdem kauft Syrien schön Waffen in Russland ein. Darüber hinaus ist Syrien anti-israelisch, aber dennoch stabil und man kann davon ausgehen, dass Syrien keinen Krieg mit Allahu Akbar-Geschrei gegen den jüdischen Staat führen würde (unter Islamisten ist dies ja viel wahrscheinlicher und sollte Syrien ein Scharia-Staat werden – auf „demokratischem“ Wege natürlich – würde Israel so richtig die Arschkarte ziehen. Nich zu vergessen, in Israel leben 300.000(!) russische Staatsbürger und die Mohammedaner werden beim Heiligen Krieg wohl nicht nach dem Ausweis fragen.

  17. Ich frage mich, wie andere Diktaturen friedliche Demonstranten in Schach halten. Oder haben die etwa auch eine rote SA, also Schlägertrupps wie die Antifa?

  18. Schoene, interessant geschriebene Geschichte, die fuer einen netten Ausklang des Wochenendes sorgt !

  19. Der Artikel gefällt mir auch sehr gut.

    Und immer dran denken:
    Unsere Regierung zeigt sehr gerne anklagend auf Russland und geizt nicht mit Vorwürfen, was die Demokratie in Russland betrifft.

    Ob das nun aus Unwissenheit geschieht oder um bewusst von sich selbst abzulenken, darf sich jeder selbst überlegen 😉 .

    ————————

    #17 Lepanto (05. Feb 2012 23:55)

    Tja, das ist überall gleich.

    Um eine gesellschaftliche Revolution einzuleiten, muss zuerst das Alte abgeschafft und zerschlagen werden.
    Nur dass die arabischen Staaten keine sozialistische Kulturrevolution anstreben sondern eine Re-Islamisierung der Region.

  20. Die repräsentative, die sogennante, „Demokratie“ ist Betrug – ist Oligarchie und Plutokratie, aber keine Demokratie.
    Das Volk wählt, aber das „Geld“ regiert!

  21. #14 Gegenrede
    Erkenntnis für den Zuschauer:

    Moslems = Opfer
    Christliche Europäer = Täter
    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    so etwas ähnliches gab es schon einmal beim Tatort, vor ein paar Monaten, Tatort aus Bremen, die Story:
    Bundespolizist wird ermordet, dann ein Weiterer,
    Täterin: eine Afrikanerin, welche aus Afrika zusammen mit Anderen nach Europa mittels eines Seeuntüchtigen Bootes fliehen wollte,
    und von eben diesen Bundespolizisten im Dienste von Frontex auf dem Mittelmeer abgefangen und wieder nach Afrika zurückgeschickt wurden, das Boot geht unter, viele Flüchtlinge, darunter die Familie dieser Frau, ertrinken
    Ergo: Frontex bzw die BP sind schuld, nicht Diejeniegen, welche mit dem kaputten Boot die illegale Einreise versuchten

    die Flüchtlingsfrau war natürlich super gebildet und sprach perfekt deutsch, also so richtig der typische Afrika Flüchtling, bis auf die Tatsache, das 99,9% aller Afrika Flüchtlinge junge Männer ohne irgendwelche Deutschkenntnisse sind

    die Tötung der Bundespolizisten war natürlich auch gerechtfertigt, weil diese ja die armen Flüchtlinge haben ertrinken lassen…….
    so soll es jedenfalls der naive ARD Zuschauer glauben, der diesen Blödsinn auch noch finanzieren muß

  22. #11 Feniks
    Ich werde auf jeden Fall nicht für Putin abstimmen, sondern für den unabhängigen Kandidaten Prochorow.
    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    genau das wird von Vielen in Russland bezweifelt, manche meinen, Herr Prochorow sei nur eine Marionette Putins bzw der Kräfte, welche Putin noch sehr lange an der Macht sehen wollen, weil sie unter seinem Regime so prächtig Geld verdienen können

  23. #30 zarizin (06. Feb 2012 09:59)

    #11 Feniks
    Ich werde auf jeden Fall nicht für Putin abstimmen, sondern für den unabhängigen Kandidaten Prochorow.
    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    Herr Prochorow sei nur eine Marionette Putins bzw der Kräfte, welche Putin noch sehr lange an der Macht sehen wollen, weil sie unter seinem Regime so prächtig Geld verdienen können!

    – – – – –

    Herr Prochorow ist wohl eher eine Marionette jener, ausserrussischen, „Kräfte“, die sich Russland unter den Nagel reissen wollen!

  24. In der Dokumentation über das Ende des Kommunismus, die derzeit dienstags auf arte abends läuft, kam eine historisch interessante Formulierung:

    „Nachdem Deutschland und die Sowjetunion am 23. August einen Pakt geschlossen hatten, begann der 2. Weltkrieg im September 1939 durch Angriffe auf Polen von 2 Seiten.

    Die sowjetische Armee okkupierte ebenfalls in dem Zuge die baltischen Staaten, Moldawien und gegen heftigen Widerstand einen östlichen Teil Finnlands.“

    Aha!

  25. #14 Gegenrede (05. Feb 2012 22:56)
    Vielen Dank für die Beitrag über den gestrigen Tatort.
    Es ist mir immer wieder ein Dorn im Auge, wie im GEZ-Fernsehen subtile (bzw. nicht so subtile) Propaganda untergemogelt wird.
    Gestern waren es wohl die bösen Serben, die die unschuldigen Moslems kaltblütig mordeten, ein ander Mal waren es die afrikanischen armen Opfer des westlichen Imperialimus, und so weiter.

    Im Prinzip könnte es ja egal sein, aber leider wird das Bild vermittelt, dass ein Tatort durchaus die Realität abbilden könnte. Allein schon das Reihum-Abwechseln der Handlungsorte etc. verstärkt diesen Eindruck.

    Ich meine, es hätte letztens mal einen gegeben, der mit Islamisten zu tun hatte. Aber normalerweise ist es so, dass die Mohammedaner nie die Täter sind, und wenn doch mal, dann nur weil entweder sie von gewissenlosen Kartoffeldeutschen angestiftet worden sind, oder weil die Verhältnisse so schlimm sind.

  26. #35 quarksilber (06. Feb 2012 11:30)

    Ich meine, es hätte letztens mal einen gegeben, der mit Islamisten zu tun hatte.

    Den Film habe ich auch gesehen. Es war so, dass der gewissenlose Haupttäter ein konvertierter Moslem war, ein hochbegabter, aber schwer gestörter Deutscher. Ein „Mitläufer“-Konvertit, ebenfalls Deutscher, wurde als brutal dumm dargestellt (zu dumm um die Friedensbotschaft des Islam zu erkennen).
    Der Dritte im Bunde war dann tatsächlich irgendwie ein Türke oder Araber, aber ich meine der bekam dann doch noch Zweifel am Heiligen Krieg und stieg aus

    Durchschnitts-Moslems aus dem Orient wurden dagegen als extrem integrationswillig dargestellt, so leitete der Vorbeter einer Moschee eine Hausarbeitengruppe, an der auch Nicht-Moslems teilnehmen durften.

    Und so weiter und so weiter, man kennt die Filme ohne sie überhaupt anzuschauen.

    vg-gr

  27. Einen Tatort habe ich das letzte Mal angeschaut!!!!… Ich weiß es gar nicht mehr.

    Veronica Ferres-Filme sehe ich mir ohne Ton an. Ich interessiere mich für das Weibliche. Die Handlungen sind alle so flach.
    Vom Deutschen Fernsehen sehe ich mir die Ausschnitte auf Youtube an und Sport.

  28. Ich habe doch glatt mal gelesen, daß Sportsendungen bei ARD und ZDF die höchsten Einschaltquoten haben. Ist ja auch klar. Bei Live-Sendungen lässt sich schlecht manipulieren. Die Nachrichtensendungen dazwischen nutze ich für das beühmte Örtchen.

  29. Anbei nur ein paar Beispiele die Nationalsozialismus und Islam als gleiche Ideologien entlarven:

    Der Nationalsozialismus ist eine radikal antisemitische, antikommunistische und antidemokratische Weltanschauung.
    Der Islam ist eine radikal antisemitische und antidemokratische Weltanschauung. Regierungsformen spielen im Grunde keine übergeordnete Rolle. Rechtsgrundlage ist die Scharia.

    Ziele des Nationalsozialismus: Gleichschaltung aller.
    Mittel: Kontrolle und Zensur der Medien.
    Ziele des Islam: Gleichschaltung aller, Grundlage sind Koran, Sunna, Hathiden.
    Beim Islam sind die Muslime „das Volk“
    Mittel: Kontrolle und Zensur der Medien.

    Ziele des Nationalsozialismus: Weltherrschaft.
    Ziele des Islam: Weltherrschaft:
    „Allah gehört die Herrschaft der Himmel und der Erde. Allah hat zu allem die
    Macht.“ (3:189)
    „Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Führung und der wahren Religion
    geschickt hat, auf daß Er sie über jede andere Religion siegen lasse. Und Allah
    genügt als Zeuge.“ (48:28)
    Mittel des Nationalsozialismus: Aufruf zur Vernichtung Andersdenkender, Vernichtung der Juden.
    Mittel des Islam: Aufruf zur Vernichtung Andersdenkender, Vernichtung der Juden.
    „Allah will die Gläubigen prüfen und die Ungläubigen vertilgen“ (3:141)
    „Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch
    vertrieben haben; denn die Verführung zum Unglauben ist schlimmer als Töten.
    Bekämpft sie jedoch nicht bei der heiligen Moschee, es sei denn, sie bekämpften
    euch in ihr. Greifen sie euch jedoch an, dann schlagt sie tot. Solcherart ist der Lohn
    der Ungläubigen.“ (2:191)

    Die Nazis verlangten von ihren Soldaten bedingungslosen Gehorsam bis zur Selbstaufgabe.
    Der Islam verlangt von seinen Anhängern bedingungslosen Gehorsam bis zur Selbstaufgabe.
    „Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft:
    Sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und werden getötet“ (9:111)
    „Laßt also für Allahs Sache diejenigen kämpfen, die das irdische Leben um den
    Preis des jenseitigen Lebens verkaufen. Und wer für Allahs Sache kämpft,
    alsdann getötet wird oder siegt, dem werden Wir einen gewaltigen Lohn
    geben.“ (4:74)

    Man könnte die Liste der Vergleiche sicherlich weiter führen und würde noch viele Punkte der Übereinstimmung finden.

    Islam = Nationalsozialismus
    radikale Muslime = Nazis

    Dies muss endlich öffentlich gemacht werden.

  30. #39 fuer_Freiheit (06. Feb 2012 13:15)

    – – – – –

    Friedrich der Grosse hätte gesagt: Sie haben einen Nachteil, von Ihrer Sorte gibt es, leider, zu wenige – hier!“

  31. Schöner Artikel!
    Und so gut auf den Punkt gebracht.

    Peinlich, peinlich für „Teutschland“.

  32. #30 zarizin (06. Feb 2012 09:59)
    #31 Direkte Demokratie (06. Feb 2012 10:09)

    Ich glaube sowieso nicht, dass Prochorow gewinnen kann. Und selbst wenn er gewinnen würde und tatsächlich eine Marionette Putins (oder anderer Kräfte, die auch über Putin stehen) ist, dann würde alles beim alten bleiben. Schlechter wird es bestimmt nicht.

  33. @ #17 Lepanto (05. Feb 2012 23:55)

    Apropos Russland

    Das Veto Russlands und Chinas gegen eine Syrien-Resolution hat in der arabischen Welt Wut und Empörung ausgelöst.

    Wenn Assad nicht mehr da ist, wird ein Gemetzel einsetzen., das Christen, Armenier, Tscherkessen, Aramäer, Assyrer,palästinensische und irakische Flüchtlinge von der Mehrheit der sunnitischen Araber gegrillt werden!

    Assad ist wie auch Tito zum Beispiel ein Diktator, der den Laden zusammenhält.

    Ob das, was danach kommen wird, für irgendjemanden Sinn macht, darf bezweifelt werden.

    Russland und China hätten schon bei Libyen ihr Veto einsetzen sollen!

    Assad wird von „bewaffneten Gruppierungen angegriffen“ und muss sich wehren dürfen.

    Der Westen möchte aber, dass er sich ergibt oder sich erschießen lässt, damit das gleiche Chaos wie in in Ägypten, Libyen, Tunesien oder Irak entsteht…..

  34. Ich erklärte einem Beamten, Onkel Georg sei vom russischen Fernsehen. Sein Kamerateam stecke noch im Stau. Den Presseausweis habe er leider im Hotelsafe liegen lassen. Der Beamte war nicht überzeugt und verweigerte den Durchgang. Onkel Georg schaltete schnell. Er erklärte dem Beamten lautstark in fließendem russisch, dass es in Sibirien neun Monate im Jahr sehr kalt und die restlichen drei Monate sogar saukalt sei. Daraufhin ließ der Beamte uns passieren.

    Einfach spitze, wie ihr diese(n) buntesrepublikanische(n) (Un)ordnungshüterIn ausgekontert habt….

    Hut ab!

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