Es gibt keine Schweizer Politiker mehr, die für die Banken aufstehen. Unser Finanzplatz sieht sich in die «Schmuddelecke» gedrängt, im Rechtfertigungszwang, kritisiert von links bis rechts. Die Sozialdemokraten ­waren bisher verlässlich gegen alles, was die USA an grenzübergreifenden Manövern anzettelten. Sie waren gegen den Vietnamkrieg, gegen den Irakkrieg, sie waren gegen alle Ausprägungen jenes «amerikanischen Imperialismus», den sie heute im Bereich des Steuerstreits jedoch so freudig beklatschen.

SP-Präsident Christian Levrat nimmt den US-Druck zum willkommenen Anlass, seine Vorstellungen vom gläsernen Bürger durchzudrücken. Er stimme allen Abmachungen der Schweiz mit den USA nur unter dem Vorbehalt zu, dass die Banken verpflichtet würden, von ihren ausländischen Kunden eine glaubhafte Bestätigung ihrer ehrlich versteuerten Gelder zu verlangen. Dass es kaum möglich ist, eine solche Forderung zu erfüllen, ficht den ehemaligen Freiburger Jungfreisinnigen nicht an. Die Schweiz ist drauf und dran, den Weltmeistertitel zu gewinnen in der Kunst, sich selber in die Defensive zu drängen.

(Fortsetzung des Artikels hier! In der Tat erschreckend, wie sich die Schweiz selbst zerstört!)

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46 KOMMENTARE

  1. „Banken haben keine Lobby“?

    Wie weltfremd ist denn diese Bemerkung??
    Selten so ein SCHWACHSINN gehört !!!!

  2. #2 Sturer Westfale (24. Feb 2012 19:42)

    Ist dir schon mal die Anti-Banken-Hetze in den Medien aufgefallen? Der Deutsche ist Sozialist durch und durch.

  3. TV Tip heute:

    Fr 24.02.2012 20:15 (3sat)

    Verlorene Ehre

    Der Irrweg der Familie Sürücü
    Gesellschaftsreportage, Deutschland 2011
    Autor: Matthias Deiß, Jo Gol
    Sie musste sterben, weil sie lebte wie eine Deutsche: Aus verletzter Familienehre griff Ayhan Sürücü am 7. Februar 2005 zur Waffe und erschoss seine Schwester Hatun an einer Bushaltestelle in Berlin. Die Tat ist Deutschlands bekanntester Ehrenmordfall und hat eine Debatte über Parallelgesellschaften angestoßen. Der Ehrenmörder sitzt in Haft. ‚Ja, es war ein Ehrenmord. Ich war damals regelrecht besessen‘, sagt Ayhan Sürücü. ‚Ich bin mit ihrem Lebensstil nicht klargekommen, konnte das damals einfach nicht tolerieren.‘ Über seine tote Schwester kommt ihm auch heute noch kein gutes Wort über die Lippen. Doch er sagt auch: ‚Damit klarzukommen, ist extrem schwer. Es gibt von Zeit zu Zeit Phasen, in denen alles wieder hochkommt. Ich weiß, dass ich mit dieser Tat meiner Schwester das Leben und meinem Neffen die Mutter genommen habe.‘ Der Bruder des Mörders, ein strenggläubiger Moslem, der die Tatwaffe besorgt haben soll, wird bis heute mit internationalem Haftbefehl gesucht und ist nach Istanbul geflohen. Er sagt: ‚Unzucht ist eine Straftat. Nach Allahs Gesetz wäre die Strafe für Unzucht die Steinigung.‘ Melek A., die Hauptbelastungszeugin und damalige Freundin des Mörders, die heute mit neuer Identität im Zeugenschutzprogramm lebt, ist überzeugt, dass der Ehrenmord ein Familienbeschluss war. Der Mörder selbst habe es ihr erzählt: ‚Die waren alle dabei. Ich bin mir 100-prozentig sicher.‘ Die Dokumentation ‚Verlorene Ehre‘ begibt sich in Berlin, Istanbul und Ostanatolien auf eine filmische Suche nach den Sürücüs und Freunden der Familie – eine Reise in die viel zitierten Parallelwelten.

    Dauer ~45 min, bis 21:00

  4. Die Linken beherrschen den Sprachduktus in Europa. Man sieht das an Begriffen wie „Lobby“, die erstens negativ besetzt sind und zweitens nur für bestimmte Bereich gelten: Die Banken haben eine böse Lobby, die Pharmaindustrie und natürlich die „Atomlobby“ und die „Israel-Lobby“, die in aller Munde sind.

    Die Dominanz der Linken geht so weit, dass selbst sehr viele PI-Leser bestimmte Begriffe und eine bestimmte Politik gar nicht mehr hinterfragen. Man brüllt lieber mit der Herde.

  5. US-Zeitungen berichten: Griechisches Militär zum Putsch bereit

    Nach Angaben amerikanischer Zeitungen gibt es Gespräche griechischer Militärs, die geschlossen für die Machtübernahme gestimmt haben sollen. Und die britische Regierung bereitet schon die Evakuierung ihrer Bürger aus Griechenland vor. Und im deutschsprachigen Raum weiß man von nichts.

    http://www.kopp-online.com/hintergruende/europa/udo-ulfkotte/us-zeitungen-berichten-griechisches-militaer-zum-putsch-bereit.html;jsessionid=29B7DDA822C8758C6395D276290A9C63

  6. Endlich mal einer, der weiß was Sache ist…!

    Die „Finanzwelt“ ist zum Handlanger für die (sich immer weiter verschuldenden) Staaten geworden.

    Und nun, da die Banken das Spielchen nicht mehr spielen, bzw. das ganze Spielchen vollends vor die Wand zu fahren droht, muss irgendeiner her, dem man das Ding in die Schuhe schieben kann.

    Da Banken gerade sowieso keine Lobby haben, sind sie als Schuldige schnell ausgemacht.

    Der Hauptgrund der Probleme in der derzeitigen Lage liegt in den von den USA und England dominierten IAS/FRS Rechnungslegunsvorschriften mit ihrem FAIR- VALUE-Konzept.

    Dass eine Fair-Value-Bilanzierung einem Betrug Vorschub leistet, ist seit über 100 Jahren bekannt!

    Das ist hier die Frage, Herr Köppel, wer war zuerst da, das Ei oder die Henne?

  7. #4 Rosinenbomber (24. Feb 2012 19:57)

    Ist dir schon mal die Anti-Banken-Hetze in den Medien aufgefallen? Der Deutsche ist Sozialist durch und durch.

    Anti-Banken-Hetze hin oder her. Das Problem sind nicht die Banken, sondern unser Verzinsten Schuldgeldsystem + Giralgeldschöpfung. Das führt immer zum Crash. Die Leute die Geld haben werden das System immer nutzen um noch mehr Geld zu bekommen und die Banken werden sich immer für die Anleger einsetzen um deren Geld zu vermehren, weil sie selbst dann auch profitieren. Und solange der Staat bei Banken Geld leiht läuft die Umverteilungsmaschinerie von fleissig nach Reich auf hochtouren. Am Ende ist die einzige Möglichkeit immer der partielle Reset: Einige Besitzende müssen auf einen Teil ihres Geldes verzichten. Dann beginnt das Karussell sich erneut zu drehen und das Geld fliesst wie eh und je. Für weitere 50 Jahre oder ein bißchen mehr oder weniger.

    Schäuble hat mal gesagt, man bräuchte den Zins als Anreiz für die Staaten, das Geld möglichst schnell zurückzuzahlen … hahaha
    Als wenn irgendein Staat überhaupt mal irgendwann irgenwelche Schulden zurückgezahlt hätte. Völlig Lächerlich.

    Aber glaubt ihr man ruhig weiterhin, mit unserem Finanzsystem ist alles in Ordnung, man muss nur alles dem Markt überlassen, dann regelt sich alles von alleine, lololol

  8. @ #11 mabank (24. Feb 2012 20:56)

    Was wäre ohne Finanzmärkte? Finanzmärkte kontrollieren welcher Anteil der Wirtschaft in welche neue Richtung investiert wird – damit bedienen sie die vielleicht wichtigste und wertvollste Funktion, die es in unserer Gesellschaft gibt.

    Es gibt Alternativen zu diesem System. Das nennt sich dann zum Beispiel staatliche Planwirtschaft.

    In der Regel sind aber eine handvoll aus ideologischen und politischen Gründen ausgewählte Beamte nicht in der Lage, in einer unsicheren Welt mit Ernteausfällen, versagenden Erfindungen, Krieg und Hunger für Wachstum zu sorgen: DDR, UDSSR, Nordkorea, China (vor Deng).

    Und was wenn man das staatliche Planungsamt mit den klügsten Köpfen, Hunderten Milliarden Euro an Ausbildung, Gehältern und Ausrüstung versorgt, damit sie einen vernünftigen Job machen? Dann sind wir wieder am Anfang…

    Wichtige Arbeit bringt viel Geld. Mehr ist nicht zu sagen.

  9. Das Schweizer Bank-Model basierte zum großen Teil auf Verwahrung des Geldes von Steuerhinterziehern und Kriminellen aus der ganzen Welt. Das konnte natürlich nicht ewig dauern. Irgendwann begannen andere Länder dagegen zu protestieren. Was auch verständlich ist.

    Dass kein Politiker dieses System offen verteidigen kann, ist auch verständlich.

    Die Schweiz soll sich vielleicht an Österreich orientieren, wo ein Kompromiss zwischen Bankgeheimnis und Kriminalitätsbekämpfung gefunden wurde.

  10. #11 mabank
    Immer dieses Gerede davon die Zinsen wären an allem Schuld. Woher haben die Deutschen das nur? Von Marx? Von Gesell?

    Wenn Sie etwas verleihen, dann machen Sie es auch nicht umsonst. Etwas, dass man kostenlos verleiht, hat keinen hohen Wert. Die Staaten nehmen natürlich gerne Zinsen. Und die eng mit den Staaten verwobenen Banken natürlich auch.

    Ein Reset in diesem System ist wahrscheinlich, das stimmt. Besonders wenn die Menschen mehr Schulden anhäufen, als sie sich leisten können. Das ist in vielen europäischen Staaten der Fall.

    Allerdings ist ein Reset nichts Schlimmes. In Griechenland zum Beispiel hätte man spätestens 2010 einen Reset machen müssen. Wie in Argentinien auch. Das wurde aber nicht gemacht. Die EU-Genossen werfen dem schlechten Geld, immer mehr gutes hinterher. Das ist das eigentliche Verbrechen. Dieses sturre Feshalten am Euro. Mittlerweile ist eine Situation erreicht, die nichts Gutes ahnen lässt.

    Der Einzelne darf in der heutigen Welt im Namen der „Sicherheit“ nicht mehr versagen. Der notwendige Akt des Versagens einzelner Firmen oder Länder wurde systemisch „verhindert“ und per Gesetz „verboten“. Aus dem positiven Aspekt des Einzelfehlers, wurde der Systemfehler. Aus der Einzelkrise wird die Weltkrise.

  11. #13 Lepanto (24. Feb 2012 21:15)

    Das Schweizer Bank-Model basierte zum großen Teil auf Verwahrung des Geldes von Steuerhinterziehern und Kriminellen aus der ganzen Welt.

    Das stimmt leider.

  12. Warum unterscheiden unterinformierte Durchschnittsbürger zwischen Finanzwirtschaft und Realwirtschaft?

    Ganz einfach: Sie verstehen die Finanzwirtschaft nicht, also ist sie nicht real. Wenn man Strahlung nicht versteht, kann sie einen ja auch nicht unbringen, oder wenn man das Rechtssystem nicht versteht, kann man nicht verurteilt werden…

    Der Wert der Finanzwirtschaft ist wie der Unterschied zwischen DDR und BRD: Im Westen gab es Wachstum, der Osten kam mit dem allgegenwärtigen Risiko nicht klar und hat daher trotz eifriger Arbeiter und zum großen Teil ehrlicher Beamter kein annähernd vergleichbares Wirtschaftswachstum hinlegen können.

    Unterinformierte Durchschnittsbürger glauben, eine Wirtschaft müsse nicht wachsen… Doch muss sie. Zumindest wenn man Altersvorsorge, medizinische Forschung und technischen Fortschritt sehen will.

  13. #1 cosanostra100 (24. Feb 2012 19:40)

    Der Unterschied Island ohne und Griechenland mit Euro bringen es auf den Punkt.

    Meine Rede. Neben Island kann man auch Lettland als weiteres Beispiel anführen.

  14. #14 Hayek (24. Feb 2012 21:19)

    Woher haben die Deutschen das nur? Von Marx? Von Gesell?

    Von Gesell.

  15. Wer ist heute noch so blöd sein sauer verdientes Geld in der Schweiz anzulegen?
    Es gibt da hochgradig bessere Alternativen.

  16. #11 mabank (24. Feb 2012 20:56)

    So stimmt das alles nicht.

    „Schuld“ an bestimmten Entwicklungen, die durchaus kritisch zu sehen sind, sind zwei Entwicklungen:

    1. Das Handeln mit „verbrieften“ Erwartungen.
    2. Die globale Medialisierung der Welt – und nicht zuletzt das Internet.

    Das Handeln mit Erwartungen gibt es schon seit langer Zeit. Ich gehe mal davon aus – ohne das jetzt recherchiert zu haben – dass schon die pferderennsportbegeisterten Römer auf ihre Favoriten gesetzt haben. Jedes Wochenende werden horrende Umsätze beim Toto gemacht – auch das ist Handeln mit Erwartungen (auf bestimmte Spielausgänge).

    Das Handeln wird sogar verbrieft – in Form eines Totoscheins.

    Diesen Totoschein könnte ich jetzt theoretisch dazu nutzen, einen „Futures“-Markt zu erzeugen, der mir erlaubt, in der Zeit zwischen Toto-Abgabeschluss und Spielende zu handeln.

    Dynamik kommt erst ins Spiel, wenn ich jederzeitigen Zugriff zu allen Informationen habe UND sogar darauf reagieren kann. Interaktivität durch Internet.

    Beschränkt der Staat die Möglichkeiten der Banken, Erwartungen zu handeln, ist sehr schnell Ersatz gefunden. Es wird gern übersehen, dass der Sportwettenbereich sich in gleichem Masse explosiv ausgedehnt hat, wie der Bereich des Handelns mit Finanzprodukten.

    Dabei muss es nicht bleiben. Theoretisch kann ich genausogut ein Zertifikat handeln, dass auf den Ausgang der Eurovision wettet. Oder wann die CDU unter 15% fällt…

  17. Jedem der Zins kritisiert, steht frei, sie „Gebühr“ zu nennen (Islam) oder zu umgehen, in dem er sein Geld Zinsfrei verleiht.

    Zur Sache: Wer in den USA Geschäfte macht, der hat das US-Recht zu achten. Das FBI unterwanderte die UBS in den USA und sammelte ausreichend Beweise, um den UBS Filialen in den USA massenhafte Beihilfe zum Steuerbetrug nach zu weisen. Als Folge nahm das FBI UBS Mitarbeiter fest und drohte, alle sich in den USA aufhaltenden Eingeweihten zu inhaftieren und an zu klagen, sowie ihr die Banklizenz zu entziehen – oder die Schweiz legt die Daten der Steuersünder offen, so das sie in den USA verfolgt werden können. Da ist die Schweiz eingeknickt. Wenn man in großem Stil Steuerhinterziehung und Geldwäsche organisiert, gibt es Länder, die sich das gefallen lassen und solche, die irgendwann die Faxen dicke haben und stark genug sind, zurück zu schlagen.

    Ob man mit der FED zufrieden ist oder nicht, spielt in diesem Fall überhaupt keine Rolle. Wer in einem fremden Land Geschäfte macht, hat seine Rechtsprechung zu achten.

  18. Schweizer Gross-Banken sind tot.

    Ich kenne den Bankenplatz Schweiz gut, lebe hier. Nicht wenige der Banker sind dabei ihre Koffer zu packen und nach Singapore umzuziehen. Dort gibt es das Bankgeheimnis.

    In Europa gibt es keine Freiheit mehr. Asien freut sich. Übringens schütteln alle Grossanleger dort bei Euro-Anleihen nur noch den Kopf.

    Sie warten, bis sie das bankrotte Europa billig aufkaufen können. Fängt ja schon an…

  19. #14 Hayek (24. Feb 2012 21:19)

    Die Staaten nehmen natürlich gerne Zinsen.

    Echt? Seit wann? (Alleine der Bund zahlt pro Jahr ca. 50 Mrd € an Zinsen – an die „mit ihm verbundenen“ Banken)

    #12 Wilhelmine (24. Feb 2012 21:14)
    #16 Wilhelmine (24. Feb 2012 21:25)
    Ich bin so ein „unterinformierter Durchschnittsbürger“, der 15 Jahre im Finanzbereich gearbeitet hat. Deine Ausführungen sind leider Bullshit. Weder sorgt die Finanzwirtschaft für die richtige Richtung der Mittel noch hat sie irgendeine ausgleichende Funktion. Der einzige Zweck ist: Geld machen, egal wie. Deine Vorstellungen beruhen auf einer Traumwelt.

    Beispiel 1: die Fonds im Bereich „erneuerbare“ Energien
    Das ist eine Fehlallokation der Mittel sondergleichen, da wurden von den Fonds Millarden eingesammelt, die man in spätestens 10 Jahren abschreiben kann. Da wurden im Schnitt 8% p.a. prospektiert, und „das Kapital“ wollte sich das nicht entgehen lassen.

    Beispiel 2: Weißt Du überhaupt, was Derivate sind? Vermutlich nicht…
    Das sind größtenteils schlicht nichts anderes als Wetten mit allen möglichen Inhalten. Hinterlegte Sicherheit? Keine. Würdest Du bei einem professionenellen Pferdewetter dein Geld anlegen? Wohl eher nicht. Aber in diesem Markt werden alleine in Deutschland jedes Jahr bis zu 750 Billionen USD(das ist eine Zahl mit 12 Nullen) gedreht, nur daß das nichts mehr mit der von Dir verschmähten Realwirtschaft zu tun hat.
    Quelle: http://www.dbresearch.de/PROD/DBR_INTERNET_DE-PROD/PROD0000000000259255.pdf
    Das weltweite BIP liegt zum Vergleich bei ca. 50 Billionen USD. „Pervers“ ist noch ein harmloses Atrribut dafür.

    Beispiel 3: Würde die Finanzwirtschaft die von Dir propagierte Lotsen- und Kontrollfunktion ausüben, müßte ja in wirtschaftl. Wachstumsbereichen genügend Kredit zur Verfügung stehen. Dennocch stöhnen alle Branchen unter der „Kreditklemme“, während die Übernacht-Einlagen bei der EZB mit knapp 450 Mrd. € ein ATH erreicht haben – übrigens das Geld, mit dem die „klammen“ Banken „gerettet“ wurden…

    4. Beim Thema „Wachstum“ verwechselt Du nicht nur Ursache und Wirkung, sondern auch natürliches Wachstum durch Innovationen mit Wachstumszwang durch die Zinskeule.
    Was Du da schreibst, ist so falsch, da ist noch nicht mal das Gegenteil richtig.
    Das kann ich hier nicht in Gänze ausführen, aber Du kannst ja mal über den Unterschied „Geld ist Schuld“ und „Geld ist Wert“ nachdenken. Da beginnt die richtige Spur…

    5. Ich hatte in einem anderen Thread schon mal den Zusammenhang zwischen Staatsanleihen und LV-Bestands-Verträgen erklärt. Wenn man das durchschaut hat (Essenz ist: der Bürger zahlt den Ertrag seiner PAV mit seinen Steuern selber – nur daß unterwegs mehr als die Hälfte davon verloren geht), vergeht einem jegliche Illusion über die mögliche Sinnhaftigkeit der „Finanzwirtschaft“, außer der kontinuierlichen Bereicherung von Menschen, die im Prinzip nichts anderes als Parasiten sind – ich habe selbst zu dieser Spezies gehört.

    6. Geld kann nur durch reale Arbeit wirklich „geschöpft“ werden. Wenn der Derivatemarkt 750 Bio USD schwer ist und das Welt BIP 50 Bios beträgt – wieviel Geld ist davon wohl echt verdient und damit wirklich geschöpft? Und für wen arbeiten die Zahldrohnen, wenn man sich diese Zahlen vor Augen hält?

    Ein schmerzhaftes Erwachen in der Realität wünsche ich Dir!

  20. #7 lorbas; Und was soll so ein Putsch bringen, wollen die dann aus EU und Euro raus. Meinen Segen haben die. Oder denken die, dass ihnen dann die EU das Geld vorne und hinten reinschiebt, zuzutrauen wärs der EU natürlich, aber ich denke mal, die haben doch noch soviel vereinzelte Hirnzellen in ihrem Schädel, dass die sagen, da gibts kein Geld mehr.

    #11 mabank; Du scheinst irgendwie unsere Wirtschaft nicht verstanden zu haben. Kein Mensch, nicht mal ein Millionär kann eine Fa gründen, die voll aus Eigenkapial finanziert ist. Und dass jemand, der einem anderen Geld leiht, dafür eine angemessene Verzinsung erwartet, ist doch wohl nicht zuviel verlangt.

    #19 Hannes v. K.; In der Schweiz anlegen, das wär mir neu. Verstecken triffts eher oder vielmehr verwahren lassen. Da kriegt man keine Zinsen, sondern zahlt im Gegenteil noch.
    Aber dafür wird man nicht gleich verpetzt oder vielmehr wurde, früher mal gabs ein Bankgeheimnis, aber das wurde mittlerweile durch pure Erpressung faktisch abgeschafft.

  21. #27 uli12us (25. Feb 2012 00:25)

    #11 mabank; Du scheinst irgendwie unsere Wirtschaft nicht verstanden zu haben. Kein Mensch, nicht mal ein Millionär kann eine Fa gründen, die voll aus Eigenkapial finanziert ist. Und dass jemand, der einem anderen Geld leiht, dafür eine angemessene Verzinsung erwartet, ist doch wohl nicht zuviel verlangt.

    Doch, das ist zu viel verlangt. Geld ist TAUSCHMITTEL, nicht WARE oder DIENSTLEISTUNG. Der Sinn des Wirtschaftens ist nicht das Geld, das ist nur Mittel zum Zweck.
    Du scheinst die Wirtschaft nicht verstanden zu haben.
    Geld ist lt. VWL-Grundlagentheorie:
    – Wertaufbewahrungsmittel
    – Wertübertragungsmittel
    – Tauschmittel

    Die Zinstheorie kam erst später dazu. Selbst der Zins ist nicht das eigentliche Problem, wenn er denn wieder in den Kreislauf investiert werden würde.
    Die Banken betreiben aber keine „Fristentransformation“, wie das immer so schön dargestellt wird, dazu müßte die Geldmenge nämlich durch andere Instrumente als Mindestreserve und Zins gesteuert werden. Die Banken erschaffen selber Geld, welches sie gegen Zins verleihen, der aber nicht existiert. Es muß regelmäßig Menschen in der Kette geben, denen der Zins fehlt und die dann enteignet werden. Das hat nichts mit Wirtschaften zu tun, eher mit Glücksspiel. Mal verliert man, mal gewinnen die anderen. Und die Bank gewinnt immer !!!!

  22. Trotzdem hat es die basisdemokratische Schweiz NOCH viel besser, als das EUdSSR-zentralisierte Deutschland! Von Volksabstimmungen zu Ausschaffung, Minaretten und vielen anderen Themen, die unser tägliches Leben berühren, können wir nur träumen. Aber aufpassen liebe Schweizer! Nehmt Euch kein Beispiel an Deutschland auf seinem Weg in eine dritte, diesmal grüne Diktatur!!!

  23. @#1 cosanostra100

    Der Unterschied Island ohne und Griechenland mit Euro bringen es auf den Punkt. In Griechenland werden nur banken gerettet:

    Die isländische Bankenrettung von 3 Banken hat erst dazu geführt das die Staatsverschuldung von 39%des bips auf 130% gestiegen ist ansonsten war der isländische Staatshaushalt recht ausgeglichen und die Isländer lebten auch nicht über die Massen auf Pump.

  24. Ich bewundere die USA und ihren Umgang mit der Schweiz bzw. den schweizer Banken! Die Schweiz schadet mit ihrem „Bankgeheimnis“ ausländischen Volkswirtschaften. Dass sich die USA dies nicht bieten lassen, ist logisch und lobenswert. Ich empfehle ALLEN Europäern eine ähnliche Gangart.Herr Steinbrück war schon auf einem guten Weg. Mit freundlichen Worten kommt man in der Schweiz nicht weit und ein Appell an ihr Gewissen kann nur von Gutmenschen kommen.

    Nur unter Anwendung von Druck unterlassen die schweizer Banken ihr schädliches und schändliches Handeln und als positiven Nebeneffekt merken die Schweizer auch, was es heißt als Kleinstaat dem Druck eines „Globalplayers“ ausgesetzt zu sein. Die Chinesen und Russen handeln da nicht anders, als die Amerikaner – auch sie lassen sich von den Schweizern nicht auf der Nase herumtanzen. So ist es eben, wenn eine Ameise gegen die Sonne kämpfen will – viel Vergüngen und auf baldige EU-Mitgliedschaft 🙂

  25. #31 Euro-Vison:

    Es gab schon einmal einen, der hat sich so übermächtig gefühlt und wollte alle anderen plattbügeln. Das Ergebnis kennen wir und leiden noch heute darunter. Auch Du Dummkopf hast aus der Geschichte nichts gelernt. Deine EUdSSR wird untergegen, wie alle zentalistischen Systeme der Weltgeschichte!

  26. Sind und waren Steuern immer gerechtfertigt, nur weil sie von der Obrigkeit erhoben werden?

    Nein!

    Das Bankkundengeheimnis hat dazu gedient, dem gefrässigen Staat ein Riegelchen zu schieben.
    Dass das auch schwarze Schafe ausnutzen, liegt in der Natur des Menschen.
    Dafür gibts hier seid den 80er Jahren Geldwäschereitgesetze.

    Nein, hier geht es um was ganz anderes:

    1. Der Finanzplatz soll zerschlagen werden, damit er als lästiger Konkurrent zu New York und Frankfurt wegfällt.

    2. Soll gefälligst jeder Bürger alle möglichen Mittel in den Staat stecken, sprich das Vermögen soll sozialisiert werden!

    3. Soll damit Abbitte geleistet werden, wie damals beim Ablasshandel im Mittelalter…
    die FDP und Co. will damit ihr Gewissen erleichtern.

    Was dabei raus kommt?

    Die Zinsen werden steigen, weil weniger Ersparnisse gegenüber den Krediten dastehen.
    Banken werden schliessen, weil der Anreiz fehlt, mit ihnen weiterhin Geschäfte zu tätigen.
    Wer will es schon mit Buden zu tun haben, die einem in Stasimanier durchleuchten, einem beim ersten Verdacht ans Messer liefern, und dafür keine besonders gute Konditionen bieten.
    Die Steuereinnahmen werden massiv einbrechen, da der Bankensektor eine sprudelnde Einnahmequelle gewesen ist.
    Die Steuerlast wird steigen, da die Sozialisten ganz bestimmt keine Einsparungen in ihrem Paradies zulassen werden.
    Die Arbeitslosigkeit wird steigen und viele werden verarmen.
    Am Ende werden die Lieben und Netten feststellen, das man Moral nicht fressen kann und die Sozialisten werden jubeln, da sie bei Weg zum Einheitsmenschen einen Schritt vorwärts gekommen sind.

  27. #31 Euro-Vison (25. Feb 2012 04:02)

    Dass dein geliebtes Drecksloch Yankeeried den Mexikanern Amtshilfe im Falle von Drogengeldern verweigert, nur weil sich die Kalifornier vor den wirtschaftlichen Folgen fürchten, scheinst du nicht zu wissen.
    Das der Gliedstaat Delaware ein stärkeres Bankkundengeheimnis kennt und damit wirbt, weisst du auch nicht.
    Das Gelder die aus der CH abgezogen werden, nicht wie vermutet in Fernen Osten landet, sondern zu einem grossen Teil in Yankeeried, entzieht sich ebenfalls deiner Kenntnis.

  28. Afghanen fordern Tod fuer Obama wegen Verbrennung des friedlichsten und tolerantesten Buchs der Welt.
    http://www.focus.de/politik/ausland/afghanistan/koranverbrennung-in-afghanistan-demonstranten-fordern-tod-fuer-obama_aid_717588.html

    Sollten die Bruder Hussein nicht eigentlich dankbar dafuer sein,dass der sich ueberall in den arabischen Laendern so engagiert fuer die Installation der Sharia einsetzt und den Weg zur freien Jagd auf Unglaeubige dort frei macht?

  29. @ #25 Aktivposten (24. Feb 2012 22:50)
    #14 Hayek (24. Feb 2012 21:19)

    Ein schmerzhaftes Erwachen in der Realität wünsche ich Dir!

    Ich habe lediglich geschrieben, dass die Wirtschaft wachsen muss, das ist keine Traumwelt !

    Warum gleich so bösartig reagieren ??????

  30. #25 Aktivposten (24. Feb 2012 22:50)

    Würdest Du bei einem professionenellen Pferdewetter dein Geld anlegen?

    Warum nicht? Die Wettindustrie ist durch das Internet erst explodiert. Unternehmen wie Bet-And-Win betreiben eines der lukrativsten Geschäfte überhaupt. Die Anzahl der „Kunden“ übersteigt die Anzahl der Investment-Kunden der Banken bei weitem…

    Wie viele PI-Leser haben wohl dieses Wochenende ihre Lotto- oder Totoschein zur Annahmestelle gebracht?

    Und im Vergleich: wie viele Leser haben wohl gestern in Derivate-Produkte investiert?

    MENSCHEN WOLLEN ZOCKEN!

  31. wenigstens für ex-BR villiger galt dies nicht. satte tantiemen werden gerne genommen, ungern und ohne haftung weiterhin verantwortung. denn diese trägt niemand. hie und da ein rücktritt (o.grübel!), in diesem falle der falsche! weiterhin darf „geerntet“ werden , vom ausland.. in der schweiz. da gilt die moralische argumentation. alle mittel sind recht. niemand fragt sich, wenn ein fleissiges land wie die CH genötigt wird die bankrotte (vorallem konzeptlose)EG zu finanzieren – was kommt danach? die guten leute haben das land schon verlassen. die firmen sind auf’m sprung… – vielleicht lassen sich uhren essen?

  32. @ #33 schweinsleber (25. Feb 2012 06:26)

    1. Der Finanzplatz soll zerschlagen werden, damit er als lästiger Konkurrent zu New York und Frankfurt wegfällt.

    „Cui bono“ (Wem nützt es) ist halt immer eine Gute Frage und erklärt die meisten Handlungen.

  33. Das Zinseszinssystem bewirkt die Umverteilung von fleißig nach reich.

    Ansonsten hat #25 + 28 Aktivposten die Problematik richtig und verständlich dargestellt.

  34. #36 Wilhelmine (25. Feb 2012 08:43)

    @ #25 Aktivposten (24. Feb 2012 22:50)
    #14 Hayek (24. Feb 2012 21:19)

    Ein schmerzhaftes Erwachen in der Realität wünsche ich Dir!

    Ich habe lediglich geschrieben, dass die Wirtschaft wachsen muss, das ist keine Traumwelt !

    Warum gleich so bösartig reagieren ??????

    O.K., erstmal guten Morgen und ich entschuldige mich bei Dir. Daß die Wirtschaft wachsen MUSS, wird dadurch immer noch nicht richtiger… sie unterliegt zur Zeit einem Wachstumszwang.
    Überlegungen:
    -für mehr Ausstoß müssen auch mehr Abnehmer gefunden werden. Woher nehmen?
    – Wieviel Steigerung ist z.B. bei landwirtsch. Anbau möglich? Wann wird es schädlich?
    usw…

    Das schmerzhafte Erwachen bezog sich auf das krasse Mißverhältnis zwischen Finanz- und Realwirtschaft.
    Ansonsten bitte noch mal meinen #25 lesen, insbesondere 4. Auch da ist Erwachen möglich, daß auch schmerzhaft sein kann (war zumindest bei mir so).

    Da ist übrigens noch ein Fehler drin, das „alleine in D“ bitte streichen. Das ist der weltweite Markt. Egal, das Verhältnis Finanzwetten : Produktivität beträgt ca. 15:1.

    #37 Stefan Cel Mare (25. Feb 2012 08:45)

    Warum nicht? Die Wettindustrie ist durch das Internet erst explodiert. Unternehmen wie Bet-And-Win betreiben eines der lukrativsten Geschäfte überhaupt.

    BWIN wettet ja nicht selber, sondern vermittelt, das ist schon ein Unterschied. Aber das sauer verdiente Geld einem Zocker direkt geben… selber zocken ist schon was anderes, das ist ja zumindest noch der Spaß/Erlebnis/Nervenkitzel-Faktor dabei.
    Nichts anderes ist aber der Derivatemarkt.

    P.S.: Ich spiele kein Lotto. 😉

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