Dieter TimmermannIn Deutschland gibt es nichts, was es nicht gibt. Der ökonomische Quatsch kann nicht blöd genug sein, es findet sich immer ein Fachmann, der ihn verbreitet. Der Bildungsökonom Dieter Timmermann ist seit Januar Chef des Deutschen Studentenwerks. In einem FAZ-Interview sagt er: Wenn die Menschen bis 67 arbeiten, in einer Zeit, in der sich die Arbeitsbedingungen und -inhalte wahrscheinlich noch viel rasanter verändern, als das heute der Fall ist, dann müssen sie auch im Alter noch weiterlernen. Und das auch an den Hochschulen. Und dafür soll es BAföG geben bis 50 erstmal. Warum nicht gleich lebenslang?

» dieter.timmermann@uni-bielefeld.de

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31 KOMMENTARE

  1. Warum fangen Politikersätze neuerdings immer mit: „Wir brauchen…“ an?

    Wie wäre es mal mit: „Wir haben…“?

  2. Warum verdreifachen wir das bafög nicht und zahlen es wirklich lebenslang? Dann müsste man gar nicht erst studieren um später einen guten Job zu bekommen!

  3. Als verbeamteter Volkswirt und Professor ist es Timmermann gewöhnt, bis zur Bahre alimentiert zu werden. Daß das Geld auch erwirtschaftet werden muß, scheint ihm – obwohl Wirtschaftler – entgangen zu sein.

    Natürlich muß man ein Leben lang lernen. Das geht aber auch ohne Bafög.

    Oder haben sich die Universitäten schon an die vielen studierenden Rentner gewöhnt, so daß sie jetzt auch gerne die Alterklassen 35-65 bedienen würden?

  4. #3 Kahlenberg 1683
    Das habe ich auch schon erlebt. Studierende Rentner an deutschen Unis. Das sollen sie meinetwegen auch, wenn sie Studiengänge wählen, die sowieso nicht viel kosten. Meist Geisteswisschenschaften wie Geschichte. Ein Rentner, der den Jungspunden mal ein bisschen Paroli und Erfahrung bietet, kann da sogar positiv sein.

    Extrem wird es allerdings, wenn 35-45jährige Plätze von teuren, zulassungsbeschränkten Studiengänge belegen. Das sieht man auch immer wieder. Das will Timmerman offensichtlich. Bis 50 studieren und dann mit 65 in Rente. Diese Leute arbeiten natürlich keine Sekunde in ihrem Job.

  5. Ich habe mein Studium (Maschinenbau)nach
    Feierabend gemacht ! Ohne Bafög !
    Nebenbei auch noch am Wochenende Gearbeitet !
    Wenn ich das hier lese, bekomme ich Pickel !

  6. Wieso? Der Mann hat doch Recht! Geld spielt keine Rolle. Das läuft doch bereits seit 1969 so. Wir machen einfach jedes Jahr mehr Schulden und verschieben die Rückzahlung auf, sagen wir mal, die nächste Generation. Ach so, sorry, das geht ja nicht mehr, wir sind ja jetzt schon bei der mindestens 4. Generation, die vielleicht mal dran wäre. Also egal: Dann nehmen wir einfach die 5. oder 6. oder 7., alles egal. Wenn’s 40 Jahre ging, dann geht’s auch 80 oder 160 oder 320 oder xxx Jahre. Ihr seid alle viel zu spießig hier. 🙂

  7. Eine konkrete Empörung empfinde ich jetzt nicht!

    Weiterbildung, Fortbildung auch im fortgeschrittenen Alter, ist steuerlich absetzbar und wird auch vom Arbeitsamt zum Teil gefördert! Weiterhin gehe ich von einem elternunabhängigen Bafög aus, das auch zurück gezahlt werden muss! Langzeitstudenten erhalten auch nicht ewig Bafög!

    Selbstverständlich sollte es an Bedingungen wie ziel-, zeit- und zukunftsorientiert verknüft sein und nur Studienbereiche (MINT) gefördert werden, bei denen auch anschließend die Möglichkeit besteht, mit den zu erwartenden Verdienstmöglichkeiten auch den Bafög-Kredit erstatten zu können!

    Man sollte mit dem Thema unverkrampft umgehen, zumal es wohl nur eine geringe Anzahl von Personen betrifft und es auch nicht unbedingt ein Verlustgeschäft sein muss!

  8. Ich kenne einige Professoren und bin immer wieder überrascht, wieviel Freizeit diese haben. Keinerlei Rechenschaft über Arbeitszeiten, Excursionen bis der Arzt kommt und Semesterferien, in denen die Assis die Drecksarbeit machen müssen. Erst einer vertraute mir kürzlich an, dass er von einem Iraker in der Prüfung verars…t wurde und als er die Prüfung nicht schaffte, mit dem RA kam.
    Hat den guten Prof total betroffen gemacht und erstmals kritische Gedanken über den Islam in ihm aufkommen lassen. Ich hab dann ein wenig nachgelegt und es kamen keine großen Einwände…..
    Selbst diese Elfenbeinturmbewohner merken scheinbar langsam, welcher Wind ihnen da die Studenten in den Hörsaal weht.
    Aber allen gemeinsam ist, dass die keinen Bezug zu den hart arbeitenden Menschen dreußen haben, die mit ihrer Steuerzahlung erst einen Bildungsbetrieb ermöglichen.

  9. …es findet sich immer ein Fachmann…

    Da ist ein Verschreiber drin, das sollte doch sicherlich „Flachmann“ heißen.

  10. Unter den Klavierträgern gibt es so wenig Bildungsökonome.

    Ich finde, wir brauchen deshalb unbedingt eine Bildungsökonomenqoute im Klavierträgergewerbe, damit diese Bildungsökonome endlich mal in den Genuss harter, körperlicher Arbeit kommen und in Folge auf geistloses und CO2-emittierendes Geplapper verzichten.

  11. Der Dreck an den Universitäten will weiter in Lohn und Brot bleiben. Da es keinen Nachwuchs mehr gibt müssen sie neue Märkte erschließen. Damit wird dann auch die Arbeitslosenstatistik geschönt.

  12. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass im Kapitalismus die Menschen nach ihrer Leistung bezahlt werden.Das ist gut und das ist richtig!
    Wenn jetzt aber immer mehr Menschen aller Couleur unser Land unterminieren,in der Hoffnung,ohne Leistung sich ein flottes Leben zu organisieren,dann kann hier irgendetwas nicht stimmen.Dann ist das Raubbau.
    Wer ohne Leistung,–Leistungen in Anspruch nimmt der ist ein Schm-a-r ot-… . und von dieser Spezies werden es immer mehr.Der wirtschaftliche Abstieg ist vorprogrammiert.“ Bis zum Niveauausgleich.“ ( nicht zu unseren Gunsten)!!!

  13. Uni Bielefeld…

    Da war doch was?

    Die Bielefeldverschwörung!

    Diesem „runnig gag“ zufolge gibt es diese Stadt gar nicht, sondern dort steht in Wirklichkeit eine als Universitätsstadt getarnte Zentrale von Außerirdischen.

    Könnte ja doch was dran sein. Denn, dass diese Figur in Wirklichkeit ein Außerirdischer ist, wäre zumindest leichter zu glauben, als dass so etwas ein ernsthafter Vorschlag eine Menschen mit einem studierfähigen IQ ist.

  14. Möglicherweise sollte der anonyme Autor – mit oder ohne BAFöG – erst einmal lesen lernen. Es geht hier nicht darum, mit 18 ein Studium zu beginnen und 32 Jahre lang alimentiert zu werden. In vielen Bereichen wächst das Wissen rasant und nur mit Fachzeitschriften ist dem neben einer 50-Stunden-Woche kaum zu folgen. Warum soll also ein Mittvierziger, Arzt, Ingenieur oder sonstwas, nicht noch einmal für einige Semester in ein Vollzeitstudium gehen? Die im Interview auch angesprochene Meisterschule wird ebenfalls von schon älteren erst nach etlichen Jahren Berufstätigkeit besucht und da hat es sich durchaus bewährt.

  15. #16 le waldsterben (22. Mrz 2012 19:48)
    ——————–

    ich bin mir ziemlich sicher, ich habe ihn in men in black gesehen 🙂

  16. Was will man auch von der Kommunistenschmiede-Uni-Bielefeld erwarten? Außer (leider gefährlicher) heißer Luft drang von da doch kaum etwas anderes nach außen – siehe Heitmeyer.

  17. Wer glaubt, mit 14 ausgelernt zu haben und alles zu wissen, der verkennt, dass in unserer Bildungsgesellschaft (noch, vielleicht nicht mehr lange) stete Fortbildung der Schlüssel zum Erfolg ist. Ein Bafög für mittellose 50-jährige ist da sicherlich ein sinnvoller Ansatz gegen die zunehmende Verdummung unserer Gesellschaft.

    Ich habe drei Berufe gelernt (und selbst finanziert), aber das können sich sicherlich nichht alle leisten.

  18. #21 fritzberger78 (22. Mrz 2012 20:38)

    Wer mit 50 noch mittellos ist, kommt etwas spät.
    Da hilft dann auch kein Bafög mehr.
    Im Job bekommt man doch viel besser mit, was neues läuft, als auf einer UNI.

  19. Regt Euch nicht so über diesen Bielefelder Prof auf. Der ist doch nur perfekt konditioniert & alimentiert.

    Einer seiner Vorgänger hat hier die Hecke zwischen seinem und diesem Grundstück abgeholzt, weil er hier im Haus Swimmingpool/Sauna/Fitness nutzen wollte, da das wegen der häufigen Abwesenheit kaum benutzt wurde. Er war Spieltheoretiker. Er hatte einen klaren Plan: Okkupation. In seiner Denke zwingend logische Sozialisierung. Legalisiert durch Anspruch. Das war in 1982. Ist nur noch schlimmer geworden.

    Bielefeld ist nicht nur nicht vorhanden, sondern seit Entstehung der Uni ~1972 mausetot.

  20. PI lässt nach! Wohl zu alt für BAFöG und Studium. Es geht nicht um lebenslange Alimentierung von zukünftigen Diplom-Frührentnern, sondern um Gleichbehandlung.
    Daher: Jeder hat im Laufe seines Lebens Anspruch auf die gleichen Förderungen und Vergünstigungen für ein Studium / Meisterprüfung etc.

  21. Tja kewil, da kannste Dich ärgern, bis Du schwarz wirst, es hilft alles nichts: Bafög wirst Du wohl nicht mehr bekommen, dafür müsstest Du nämlich studieren, hahaha

  22. Das DSW versucht hier lediglich, mehr BaFöG- Anträge zu generieren da in etlichen Bundeslandern hierfür die Studentenwerke zuständig sind. Das ist insofern reine Lobbypolitik in eigener Sache und kein wirklich ernst gemeinter Vorschlag zur Bildungspolitik.

  23. #24 K98

    Daher: Jeder hat im Laufe seines Lebens Anspruch auf die gleichen Förderungen und Vergünstigungen für ein Studium / Meisterprüfung etc.

    Super, ich habe meinem Goldfisch gerade erklärt, dass er selbstverständlich das gleiche Recht wie mein Hamster hat, ein Hamsterrad zu benutzen und ich würde ihm morgen eines kaufen – der Gleichberechtigung wegen.

  24. @ 8 Wahrer Sozialdemikrat.
    Genau, gerade ältere Semester mit einiger Lebenserfahrung könnten den zu erwartenden Fachärztemangel insbesondere im psychiatrischen Bereich befriedigen helfen. – Besonders gefragt: Fachärzte für Islamkrankheiten.

  25. Ich finde den Vorschlag auch vernünftig. Bafög kann man bis zu seinem 29 Lebensjahr beantragen. Ich kenne viele Menschen in meinem Umkreis, die erst Ausbildung gemacht und dann jahrelang gearbeitet haben und sich jetzt weiterbilden oder einen neuen beruflichen Weg einschlagen möchten (Spätzünder 🙂 ). Zumeist bleibt ihnen dieser Weg versperrt, weil es sich kaum finanzieren lässt. Und wie oben schon angemerkt, wird das Bafög nur für die Regelstudienzeit bezahlt und nicht lebenlang 🙂

  26. Als der Quotenmarktradikale hier sehe ich das so:

    Eine Weiterbildung ist eine Investition. Diese sollte sich rechnen. Das Hauptproblem bei jeder Form von Subvention (und das ist ein Staatskredit für das Studium eben auch) besteht darin, dass Investitionen getätigt werden, die eben nicht getätigt worden wären, wenn der potentielle Investor auf dem Markt sich das Geld hätte besorgen müssen.

    Das Studium in Deutschland ist bereits größtenteils kostenlos (dieser gewaltige Betrag geht schon mal nicht in die Rentabilitätsberechnung mit ein) und nun soll auch noch ein Staatskredit für die Finanzierung des Lebensunterhaltes aufgebracht werden? Natürlich lohnt sich dann so manches Studium (für den Studenten) – in der Gesamtrechnung hat er jedoch weit mehr Zusatzkosten verursacht, als seine Restlebensarbeitszeit an zusätzlicher Wertschöpfung generieren wird. Bloß: Jene Mehrkosten trug größtenteils der Steuerzahler.

    Ich bin eher dafür, nicht nur das Bafög ganz zu streichen, sondern die Gesamtkosten für ein Studium vom Studenten aufbringen zu lassen. Dieser soll eine Bank finden, welche ihm ein entsprechendes Angebot macht und diese schaut auf die Noten und die Fortschritte im Studium (würde auch den Numerus Clausus unnötig machen). Banken würden in diesem Falle entsprechende Produkte anbieten (wegen ihrer segensreichen „Geldgier“).

    Zudem hätte jene Bank auch ein Eigeninteresse, dass der Student später ordentlich Geld verdient und würde vermutlich ihn auch in anderen Dingen unterstützen, sobald sie ihn als geeignet eingestuft hat. In einem solchen Kredit müsste eine Versicherung für den Fall des Scheiterns natürlich enthalten sein, das wird die Bank jedoch aus Eigeninteresse bereits anbieten.

    Der Vorteil besteht unter anderem darin, dass wirklich nur diejenigen studieren, welche sich selber auch zutrauen, in vernünftiger Zeit auch fertig zu werden und welche gleichzeitig eine Bank fanden, welche sie ebenfalls so einschätze. Die Erfolgswahrscheinlichkeit ist dann also sehr hoch. Zudem wären dann die allermeisten akademischen Ausbildungen auch wirklich rentabel. Wer mit schlechten Abinoten ein total überlaufenes Fach studieren will, findet dafür eben keinen Geldgeber.

    Zudem würden die AStAs denke ich ihre Linkslastigkeit verlieren…

  27. #23 Domingo (22. Mrz 2012 22:02)

    Er war Spieltheoretiker.

    Nur langsam. Spieltheorie lehrt keineswegs zwingend „Okkupation“. Im Gegenteil: die erfolgreichste Strategie ist langfristig immer noch Axelrods „Tit for Tat“; früher auch bekannt als „Wie du mir, so ich dir“.

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