Marine Le PenEigentlich lassen sich die Franzosen in der Regel lange nicht so viel von ihren Politikern gefallen, wie man es von den Deutschen gewohnt ist. Trotzdem könnte in zwei Wochen in Frankreich etwas eintreten, das selbst in Deutschland kaum vorstellbar ist – und vermutlich sogar bei uns für Aufruhr und Tumulte sorgen würde: Der Kandidatin des rechten „Front National“, Marine Le Pen (Foto), die bei Meinungsumfragen regelmäßig auf Platz drei oder gar zwei für die im April anstehende Wahl zum französischen Präsidenten gesehen wird, droht der Wahlauschluss.

(Von Thorsten M.)

Grund für diese unerhörte Situation ist, dass die französische Nomenklatur aus Bürgerlichen und Sozialisten durch das Mehrheitswahlrecht schon seit Jahrzehnten ihre Macht zementiert hat und dadurch regelmäßig bis zu 20% und mehr der Stimmen für den „Front National“ bei der Mandatsverteilung nahezu komplett unter den Tisch fallen. Um für die französische Präsidentschaft zu kandidieren, muss ein Kandidat, „zur Bestätigung der Seriosität seiner Kandidatur“, aber 500 Wahlpatenschaften von Bürgermeistern, Abgeordneten der Nationalversammlung, Senatoren oder Parlamentariern der Gebietskörperschaften vorweisen.

Dabei handelt es sich kurioserweise um eine „Lex Le Pen“ von 1976. Diese galt damals noch Jean-Marie Le Pen, dem Vater von Marine. Zur Verhinderung seiner Kandidatur bei der nächsten Präsidentschaftswahl ließ der damals amtierende Präsident Giscard d’Estaing die Zahl von zuvor 100 Unterschriften auf 500 Patenschaften deutlich anheben. Gleichzeitig hob er die Anonymität der Unterstützer auf, was es Mandatsträgern anderer Parteien erschwerte, parteifremden Kandidaten, z.B. des FN, mit ihrer Unterschrift die Wahlteilnahme zu ermöglichen.

Es ist schon ein Skandal, dass durch das Mehrheitswahlrecht eine Partei, die regelmäßig für fünf bis 20% der Wähler steht, unter 42.000 Mandatsträgern aus eigener Kraft kaum 300 eigene Volksvertreter aufbieten kann. Diesen Sachverhalt aber für eine Teilnahmeschwelle zu missbrauchen, die fadenscheinig einer solchen Kandidatin vielleicht als „Spaßkandidatin“ die Kandidatur verunmöglicht, spielt durchaus in der selben Liga, wie die viel gescholtene, gelenkte russische Demokratie.

Man darf gespannt sein, wie sich dieses politische Drama bis zum 16. März – dem Stichtag für den Nachweis der Patenschaften – noch entwickelt. Aktuell fehlen noch etwa 50 Patenschaften, während die vielleicht Nicht-Kandidatin von Demoskopen bei 17% der Stimmen gesehen wird.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass man Marine Le Pen noch in letzter Minute die Unterschriften für die bereits fünf Wochen später stattfindende Präsidentschaftswahl zuspielen wird, allein schon um ihre Wähler für den sicher zu erwartenden zweiten Wahlgang nicht zu vergrätzen. Gleichzeitig freut sich aber das Establishment, die Vorsitzende des einwanderungskritischen FN im Moment mit der Suche nach Unterschriften so zu beschäftigen, dass ihre Kampagnefähigkeit davon beeinträchtigt ist.

Damit aber hier kein Leser die falschen Schlüsse zieht: Selbstverständlich ist Nicolas Sarkozy, der amtierende Präsident, ein „lupenreiner Demokrat“ Schröder’scher Lesart. Schließlich ist die gute Nachricht, dass die Franzosen ihren Präsidenten immerhin noch selbst – wenn auch mit Filter – wählen dürfen.

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59 KOMMENTARE

  1. Spielt es noch eine Rolle, wer gewählt wird?

    Entscheiden nicht nur noch internationale Gremien über den Köpfen der nationalen Parlamente oder Präsidenten hinweg?

    Sind wir nicht inzwischen gefangen im Netz internationaler Verträge und Institutionen?

  2. OT

    Sehr interessantes Interview mit dem Islamkritiker Ali Sina: http://www.blu-news.org/2012/03/01/im-gesprach-ali-sina/

    Der Mann plant einen Kino-Film über den Propheten Mohammed. Das dürfte brenzlig werden.

    Zitat: „Ich habe Mohammed über Jahre hinweg aus einem psychologischen Blinkwinkel studiert. Ich kenne seine Störungen und weiß, was ihn motivierte. Ohne diesen Einblick können Sie Mohammed nicht richtig kennen. Sie können sehen, dass viele Dinge die er tat, abgrundtief böse waren, aber es gibt auch Dinge, da glauben Sie, dass er aufrichtig war und an seine Sache glaubte. Das Geheimnis kann nur gelöst werden, wenn Sie sich vergegenwärtigen, dass er von einer Reihe psychischer Störungen betroffen war. Nur dann können Sie den Sinn in dem erkennen, was er tat und was die Quelle seiner Überzeugung war.“

    Da steht uns was bevor…. 😀

  3. So gesehen ist das richtig, praktisch betrachtet ist es doch völlig egal, wer der nächsten 4-Jahresdiktatur im EU-Protektorat Frankistan vorsitzt un dort wie hier den Brüssler Hampelmann spielt.

    Selbst Frau Le Pen würde wohl bald auf die Terminologie „alternativlos“, „ging nicht anders“ etc. verfallen.

    Nebenbei bemerkt darf Frau Le Pen nicht gewinnen, denn Frankreich ist ja gerade der Motor der Islamisierung Europas http://de.wikipedia.org/wiki/Union_f%C3%BCr_das_Mittelmeer

  4. „Man kann das ganze Volk eine Zeit lang täuschen und man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen.“

    Abraham Lincoln

  5. Soziale Misere, Desindustrialisierung ganzer Landstriche, das Elend in den Vorstädten, Perspektivlosigkeit in weiten Kreisen der jungen Generation, die Finanzaffären der regierenden Kaste ….

    Marine Le Pen versetzt doch Frankreichs politische Klasse in Panik.

  6. Der Kampf gegen den „braunen Sumpf“ ist das allerwichtigste, und wenn man dabei von den Mohammedanern überrollt und umgebracht wird, kann man das erstens den pösen Rechtsradikalen anlasten und ist zweitens auch noch für eine gute Sache gestorben. Vielleicht gibt’s sogar Weintrauben im Himmel!

  7. Wer sich gegen Multikulti und seine Auswüchse stellt, muß wie Sarrazin gehen oder wird wie Richterin Heisig am Baum hängen.

    Die Mächtigen werden ihre Macht zu verteidigen wissen.

  8. Das ist natürlich sehr schade, dass Frau Le Pen derart benachteiligt wird.
    Allerdings gelten die Regeln für jedermann, und so haben eben nur die „grossen“ Blöcke Chancen.
    Aber so oder so hätte Frau Le Pen die Wahl nicht gewonnen- das wäre auch bei einer Zulassung klar gewesen.

    Dennoch- Frankreich braucht dringend eine stärkere Nationale Front, denn die Islamisierung ist in unsrem Nachbarland tatsächlich erheblich bedrohlicher fortgeschritten als bei uns.

    Selbst Sarrazin würden die Haare zu Berge stehen, wenn er die Zustände in den Vorstädten beschreiben müsste.

    Im Übrigen führt jede positive Erwähnung Sarrazins, oder seines Buches, bei SPON unverzüglich zu Unterschlagung des Kommentars im Kommentarbereich. So geschehen bei einem Kommentarversuch zur „Muslimstudie“ über die heute eine Reportage veröffentlicht wurde.

    Die Moslem-Migranten geniessen bei den SPON-Zensoren offenbar eine Art Heiligenstatus, der lediglich weinerliche Kommentare über die ach so ungerechte Behandlung durch die bösen „Bio-Deutschen“ zulässt. Immer wieder diese Opferrolle, die den Moslem-Migranten zugewiesen wird! Diese gekünstelte Inszenierung ist einfach peinlich.

    Ausserdem frage ich mich ob und in wie fern bei den Interviews der „Moslemstudie“ der Tatsache Rechnung getragen wurde, dass Moslems allgemein eine Tendenz haben sozial erwünschte Antworten zu ergeben- „Taqqiya“ heisst bekanntlich der Fachausdruck mit dem gezieltes Lügen im Interesse des Islams von Mohammed gut geheissen wurde.

    Also wenn schon ein ganzes Fünftel der Jungmoslems offen zugeben dass sie dem Westen feindlich gegenüber stehen, wie sieht dann die Dunkelziffer aus! Wir sehen hier nur den Teil des Eisbergs der über der Wasserlinie sichtbar ist.

    Die Wirklichkeit will ich ir nicht ausmalen!

    SEMPER PI

  9. Ein Beitrag vorher hat man die Dankbarkeit der Muselmännlein gesehen.

    Heute kam ich mit der S-Bahn in Rüsselsheim an.Ich dachte ich wäre in Istenbul.Die hatten da Mitten auf dem Bahnhofsplatz Zelte und so aufgebaut und so Scheiß Türkische Musik gespielt.Zum Kotzen was hier abgeht…

  10. @ #15 ich2 (03. Mrz 2012 20:30)

    Auch in Deutschland ist es da um nichts besser, wenn es darum geht Kandidaturen zu verhindern.

  11. Neulich kam im Deutschlandfunk, dass in Südfrankreich viele Menschen mit Migrationshintergrund Front National wählen würden. Da auch denen, wenn sie sich integriert haben und normal in der Gesellschaft leben, die hohe Kriminalität mancher Zuwanderer aus Afrika und dem nahen Osten auf die Nerven geht und sie ein Staat wollen, der für Sicherheit sorgt.

  12. #3 mich.emm

    Der Typ tut mir jetzt schon leid. Aber den Film würde ich mir ansehen 😉

  13. Der „rechte“ Franz Josef Strauß war ein ganz grosser Verfechter des Mehrheitswahlrechtes.

    Es gab kein Interview und keine Fernsehdebatte, bei welchen er nicht diese Forderung stellte.

    (Damit wäre die F.D.P. längst tot – und Helmut Kohl hätte in den 80ern alleine regiert.)

  14. @ #14 Chi-Rho

    Im Übrigen führt jede positive Erwähnung Sarrazins, oder seines Buches, bei SPON unverzüglich zu Unterschlagung des Kommentars im Kommentarbereich. So geschehen bei einem Kommentarversuch zur “Muslimstudie” über die heute eine Reportage veröffentlicht wurde.

    Ach, das SPIEGEL-FORUM, gibt’s das noch? Vor einem Jahr habe ich es aufgegeben dort zu schreiben, als zu offensichtlich wurde, dass nicht nur das Forum, sondern die ganze „Bild-Zeitung für Dr. Lieschen Müller“ inzwischen von den türkischen Lobbyisten, den arabischen Geldgebern und ein paar einheimischen Cliquen im Stile des Herrn Wulff gelenkt wird.

    Gottseidank können auch Zeitschriften-Imperien in Konkurs gehen.

  15. @ #14 Chi-Rho

    Also wenn schon ein ganzes Fünftel der Jungmoslems offen zugeben dass sie dem Westen feindlich gegenüber stehen, wie sieht dann die Dunkelziffer aus!

    Was bist du nur für ein pessimistischer Mensch! Das bedeutet doch, dass vier Fünftel der Jungmoslems Tag und Nacht daran denken, wie sie den Idealen der demokratischen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit (und Schwesterlichkeit) dienen können.

    Die paar tausend Attentate, die das restliche Fünftel vielleicht aus Enttäuschung über die fehlende Anerkennung durch uns verüben könnte, muss eine funktionierende Demokratie wie die unsere aushalten!

  16. Wie ist es möglich, bei SPON derart diskreditiert zu werden, dass kein Artikel mehr ankommt – Time out, Time out.

    Weiss jemand etwas ?

  17. Ich würde auf den Wahlschein groß und dick

    Marine Le Pen X

    schreiben und um das X einen Kreis beschreiben.

    Es ist dann ja egal, ob diese Stimme nicht zählt.

  18. Tja, im Krampf gegen die dämonischen Rechtskonservativen werden von selbsternannten international-sozialistischen Möchtegern-Demokraten gerne mal die demokratischen Rechte von Ketzern gegen die neue EUdSSR-Staatsreligion namens Multi-Kulti abgeschafft.

    Auf den Scheiterhaufen mit der blonden Hexe. 😉

  19. @ #27 rasmus

    Wie ist es möglich, bei SPON derart diskreditiert zu werden, dass kein Artikel mehr ankommt – Time out, Time out.

    Weiss jemand etwas ?

    #28 Assoziator

    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,819108,00.html

    Was für ein kranker Mist!

    Auch wenn es weit vorgegriffen erscheint – der SPIEGEL steht, wie zum Beispiel die Frankfurter Rundschau, vor dem Untergang. Die FR ist nur noch langweilig links, der SPIEGEL wird immer mehr zum Gemischtwarenladen, was er eigentlich schon immer war, zum Oberlehrer für alles, vom Sport bis zur Politik, überhebliches, eingebildetes Dozieren über den ganzen Rest der Welt.

    Dumm, dass die Redakteure vergessen, dass sie auch zur Welt gehören. Im Zusammenhang mit der Wulff-Affäre erinnere ich gern einmal an den sogenannten „Journalistenrabatt“.

  20. Lupenreine Demokratie !

    Das gilt natürlich auch für das Mutter_innenland der „Aufklärung“ und des „Humanismus“.

    Den „Humanismus“ in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf ! :mrgreen:

  21. @ #27 rasmus

    Wie ist es möglich, bei SPON derart diskreditiert zu werden, dass kein Artikel mehr ankommt – Time out, Time out.

    Weiss jemand etwas ?

    „Time out“ heisst wohl eher, dass dein Server oder der von SPON technisch nicht funktionieren. Wenn du aber auf SPON etwas gegen Moslems schreibst, und es nie erscheint, sind es politisch-wirtschaftliche Ursachen, weil die SPIEGEL-Führung tief im mohammedanischen Geldsystem steckt und ihren Kopf gar nicht mehr weit genug aus dem Darm herausbekommt, um die Welt draußen sehen zu können.

  22. Man verhindert seit Jahren in Belgien mit allen erdenklichen Möglichkeiten eine Regierungsbeteiligung der Vlaams Belang, weil man weiss, dass Filip deWinter Ernst machen wird.
    Und man weiss nur zu gut, dass wenn in einem Land Europas die neuen rechten Erfolg haben werden, alle Dämme brechen werden.
    Daher versucht man mit allem was möglich ist, die Front National in Frankreich zu verhindern.

  23. dass Filip deWinter Ernst machen wird

    — — —

    Na ja, bislang war es noch immer so, dass wenn jemand an der Macht ist, dieser jemand sofort seinen Kurs ändert – oder einen tödlichen Unfall hat.

    Die Kursänderung ist allerdings weitaus häufiger.

  24. Warum in die Ferne schweifen? Chinesische Verhältnisse, Putin und seine „gelenkte Demokratie“, oder Honie’s Mädchen und das Parteienkartell bei uns, da sehe ich keine großen Unterschiede. Der „tolle Europäer“ Giscard d’Estaing (grade nachgeschaut, die Mumie lebt auch noch …) bildet da anscheinend keine Ausnahme. Die Zeiten ändern sich und die Methoden, aber es ist immer noch gängige Praxis, seine Macht (was vor allem heisst Pfründe) zu sichern & die Demokratie auszuhebeln. Vielleicht sollten die Franzosen mal wieder die Guillotinen anschmeißen, nach 200 Jahren scheinen die Politiker jedweden Respekt verloren zu haben. Die Kerle müssten mal wieder spüren, dass man Tyrannen zur Verantwortung ziehen kann.

  25. #36 Hokkaido (03. Mrz 2012 22:30)

    Na ja, bislang war es noch immer so, dass wenn jemand an der Macht ist, dieser jemand sofort seinen Kurs ändert – oder einen tödlichen Unfall hat.

    Die Kursänderung ist allerdings weitaus häufiger.

    Daher wundert mich, dass Wilders bis jetzt noch unter den Lebenden weilt und nicht von einem Tierschützer erschossen wurde oder einen Phaeton fährt.

  26. Hmmm, den „Skandal“ verstehe ich nicht. Ist auch wohl ein bisschen aufgebauscht. Das „Lex Le Pen“ entpuppt sich bei kurzer Recherche als Märchen, und Mindehreiten gehen in demokratischen Wahlen nunmal verloren – siehe 5%-Hürde und andere Mechanismen bei uns. Hat ja auch durchaus seinen Sinn. Und wenn es nicht genug Wahlpaten für Le Pen gibt, dann gibt es also nicht genug Regionen, in denen die Menschen Wert auf ihre Partei legen. Das nennt sich dann Demokratie. Selbst „verschuldet“ also.

  27. #20 WahrerSozialDemokrat (03. Mrz 2012 20:47

    „Keine Meinung zu Le Pen, aber wer kandidieren möchte, sollte es dürfen. Punkt. Nein, Ausrufungszeichen!“
    ————————————————–
    Wenn der Sozialist Francois Hollande gewählt wird (was wahrscheinlich ist) wird es dunkel in Frankreich.
    „75 Prozent Spitzensteuer“
    http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article13894194/75-Prozent-Spitzensteuer.html
    Wenn dann noch Rot-Grün in D. drankommt,dann gehen in Europa die Lichter aus.
    Zusammen mit dem Sozi Martin Schulz in Brüssel kommt dann die Mondfinsternes.
    Dagegen ist Merkozy ein Traumpaar.

  28. Fazit:

    die sogenannten westlichen Damokratien sind auf dem Weg zu Diktaturen.
    Wer einmal an der Macht sitzt, versucht sie zu behalten, wie es die Schwarzen laengst praktizieren.

  29. Die Regelung mit 500 Wahlpatenschaften ist genauso demokratisch wie die Wahlen des Papstes: die schon Gewählten entscheiden, wer gewählt werden darf.

    Frankreich hat sich ziemlich weit von Grundsätzen der Demokratie und Aufklärung entfernt.
    „Ich verabscheue, was Sie sagen. Aber: ich werde Ihr Recht, es zu sagen, bis zum Tod verteidigen.“ Voltaire

  30. #18 stuttgarter (03. Mrz 2012 20:40)

    Neulich kam im Deutschlandfunk, dass in Südfrankreich viele Menschen mit Migrationshintergrund Front National wählen würden. Da auch denen, wenn sie sich integriert haben und normal in der Gesellschaft leben, die hohe Kriminalität mancher Zuwanderer aus Afrika und dem nahen Osten auf die Nerven geht und sie ein Staat wollen, der für Sicherheit sorgt.

    Das ist in Deutschland absolut genauso!

  31. @24 „Ach, das SPIEGEL-FORUM, gibt’s das noch? Vor einem Jahr habe ich es aufgegeben dort zu schreiben, als zu offensichtlich wurde, dass nicht nur das Forum, sondern die ganze “Bild-Zeitung für Dr. Lieschen Müller“ inzwischen von den türkischen Lobbyisten, den arabischen Geldgebern und ein paar einheimischen Cliquen im Stile des Herrn Wulff gelenkt wird.“

    Der Spiegel gehört zu den SCHLIMMSTEN Zensierern im Internet.

    Der tagesspiegel gehört auch zu den widerlichsten Neom*sels der Medienlandschaft. Nur mal als Beispiel dieser Artikel:

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/fremdenfeindliche-beleidigung-grundschulklasse-in-s-bahn-rassistisch-beschimpft-/6237276.html?ajaxelementid=%23commentInput&pageNumber=1

    Man sieht anhand der BEWERTUNGEN (rot/grün), dass unglaublich viele der Leser mit den Kommentaren überhaupt nicht übereinstimmen. Aber man wird keinen einzigen negativen Kommentar finden. Alle Kommentare sind Ausdruck gutmenschlicher Schnappatmung.

    Zensur pur.

  32. #40 survivor (03. Mrz 2012 23:43)
    Wenn der Sozialist Francois Hollande gewählt wird (was wahrscheinlich ist) wird es dunkel in Frankreich.
    “75 Prozent Spitzensteuer”
    http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article13894194/75-Prozent-Spitzensteuer.html
    Wenn dann noch Rot-Grün in D. drankommt,dann gehen in Europa die Lichter aus.
    Zusammen mit dem Sozi Martin Schulz in Brüssel kommt dann die Mondfinsternes.

    Zu diesem Dreamteam kommt Kommunist Barroso hinzu.

    Man kann über den politischen Mainstream in Europa denken was man will, jedoch der einzige Politiker mit einem noch vorhandenen Mass an Realitätssinn ist David Cameron.
    Ich denke, für sein „goodbye“ aus der EU wird man ihm in einigen Generationen ein Denkmal setzen.

  33. Ich bin geil auf sie. Ich bin da ehrlich. Ich würde sie inhaltlich wählen, aber in erster Linie, weil sie geil ist.

  34. #17 Frankoberta

    @ #15 ich2 (03. Mrz 2012 20:30)

    Auch in Deutschland ist es da um nichts besser, wenn es darum geht Kandidaturen zu verhindern.

    wem man es nicht auf die Reihe bekommt 50 Parteimitglieder zu mobilisieren das ist einfach nur schwach.

  35. zu 1 KarlKowalski

    „Sind wir nicht inzwischen gefangen im Netz internationaler Verträge und Institutionen?“

    Die Frage hat mich auch lange beschaeftigt, ist aber nun einer Mischung aus wunderbarer Leichtigkeit und schlechtgelauntem Fatalismus gewichen:

    Wenn in Europa alles aus den Fugen geraet, werden die geschlossenen Vertraege nicht das Papier wert sein, auf dem sie stehen.

    In dem dann entstehenden Chaos wird noch nicht einmal mehr die Forderung nach Einhaltung irgendwelcher Vertraege Gehoer finden, es sei denn, sie betraefen militaerische Allianzen.

    Die Profiteure dieses Kollapses werden u.a. die Tuerken sein: sie sind dabei, sich mit unserer freundlichen Hilfe bis an die Zaehne zu bewaffnen. Deutschland hingegen hat seine Armeen – Guttenberg sei es gedankt – faktisch abgeschafft.

    Was daraus wird – keine Ahnung. Es ist sicher nicht falsch, jetzt schon einmal Fluchtplaene zu schmieden.

  36. Das ist eine moderne Form von Wahlmanipulation . Es läuft nach dem Motto : Ihr könnt frei wählen , die Auswahl der Kandidaten bestimmen jedoch wir . Aber wir sollten nicht mit zwei Fingern auf Frankreich zeigen , da es in Deutschland nicht anders abgeht . Hier wird gegen mißliebige Parteien ein mediales Sperrfeuer eröffnet , um die Wähler zu verunsichern . Wenn diese Maßnahmen eines Tages nicht mehr erfolgreich sind , werden diese “ Superdemokraten “ nicht zögern zu drastischeren Dingen zu greifen .

  37. #39 incorrect78

    Wenn bei Meinungsumfragen einem Kandidaten 17 oder mehr Prozent vorher gesagt werden, der Kandidat aber wegen einer Regelung, die angeblich zum Schutz vor nicht ernst gemeinten „Spaßkandidaturen“ besteht, nicht antreten kann, dann ist das ihrer Meinung nach kein Skandal?

    Träumen sie weiter, aber verschonen sie uns als „Spaß-Blog-Kommentator“ bitte mit ihren dümmlichen und nicht belegten Meinungsäußerungen. Danke.

  38. „14 Chi-Ro

    „Im Übrigen führt jede positive Erwähnung Sarrazins, oder seines Buches, bei SPON unverzüglich zu Unterschlagung des Kommentars im Kommentarbereich. So geschehen bei einem Kommentarversuch zur “Muslimstudie” über die heute eine Reportage veröffentlicht wurde.“

    Beim Spiegel hatte ich mein Erweckungserlebnis im Jahre 2005. Las damals diverse Artikel zu einem Thema, das ich kenne wie meine eigene Westentasche. Der ganze Artikel bestand aus Luegen, Halbwahrheiten und sattsam bekannten Legenden. Mir verschlug es glatt die Sprache. Seitdem ist dieses Blaettchen weg vom Fenster. Ein solcher Dreck; ich kann es immer noch nicht fassen…

  39. Die EU-Vertreter werden auch von Menschen gestellt, die niemand aus dem Volk gewählt hat!

  40. #51 Reconquista2010
    1. Nein, das ist kein Skandal, sondern Wahlrecht. Der Ansatz ist doch verständlich: um kandidieren zu können, sollte man in einigen Regionen über Mehrheiten verfügen. Ansonsten sind es 17 verschenkte Prozent. Diese 17 Prozent können sich jetzt auf die Kandidaten verteilen, die ernsthafte Chancen haben. Das erhöht die demokratische Legitimation des Wahlsiegers. Das hat nichts mit Träumen zu tun.
    2. Wie kommen Sie dazu, mich zu beleidigen? Mein Kommentar war weder dümmlich noch als Spaß-Kommentar gemeint. Dass Sie nach „Belegen“ schreien, wenn es um argumentative Logik geht, weist Sie da nicht gerade als urteilskompetetn aus…
    3. Wenn auf diesem Blog Meinungsäußerungen nicht erwünscht sind, dann gute Nacht.

  41. #39 incorrect78   (03. Mrz 2012 23:33)
     
    wenn es nicht genug Wahlpaten für Le Pen gibt

    ***************
    Der Haken liegt hier: „… der damals amtierende Präsident Giscard d’Estaing die Zahl von zuvor 100 Unterschriften auf 500 Patenschaften deutlich anheben. Gleichzeitig hob er die Anonymität der Unterstützer auf“

    Würden die Wahlpaten anonym bleiben können, wäre die Sache längst gelaufen. So aber zieren sich die Repräsentanten der „classe politique“ nach wie vor, den populistischen FN zu unterstützen… Marine Le Pen unterstreicht ständig ihre Liebe zu Frankreich und den Werten dieser Republik. Scheint eben heute in den verschiedenen Parteiprogrammen nicht mehr so wichtig – und da meldet sich eben noch einmal der Reflex des „Volkes“.

    Frankreich kann es sich nicht leisten, Marine Le Pen auszuschliessen! Es würde sich total lächerlich machen und den Rest eines „Demokratie“-Verständnisses aufgeben. Von „liberté“ oder „égalité“ ganz zu schweigen! Dieses Risiko werden die „Eliten“ wohl kaum in Kauf nehmen.

  42. Gleichzeitig freut sich aber das Establishment, die Vorsitzende des einwanderungskritischen FN im Moment mit der Suche nach Unterschriften so zu beschäftigen, dass ihre Kampagnefähigkeit davon beeinträchtigt ist.

    ***************
    Nicht nur die politischen Parteien sind gegen sie, auch die Medien machen da tatkräftig mit! Offenbar hat sie aber ein dickes Fell, denn in den Direktsendungen bleibt sie niemandem etwas schuldig! Man kann sie von diesen Debatten nicht ausschliessen.

    Beschämend ist einfach, dass auch viele Journalisten ihr gegenüber Mühe haben, ihre Aggressivität zu kontrollieren! Zum Glück ist sie eine Frau, attraktiv – was in Frankreich immer noch zählt (!) – und sehr gut dokumentiert, rhetorisch ebenfalls sehr beschlagen.

    Man kann verstehen, dass sie im „Volk“ beliebt ist und von den „Eliten“ ziemlich gefürchtet wird!

  43. Es ist nicht das erste Mal, dass Bardot sich als Rechtsauslegerin positioniert. 2006 prangerte sie das Schächten von Schafen zu muslimischen Festtagen an. In einem Brief an den damaligen Innenminister Nicolas Sarkozy hatte sie geschrieben: „Ich bin es leid, von dieser ganzen Bevölkerung an der Nase herumgeführt zu werden, die uns ihre Gebräuche aufzwingt.“ Wegen Aufrufs zum Rassenhass wurde Bardot damals zu 15.000 Euro Strafe verurteilt.

    http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,816871,00.html

    15.000 Euro Strafe also für Brigitte Bardot, weil sie diese Abscheu gegen die Gebräuche von Moslems gegenüber S a r k o z y formuliert hat.

    Dieses Urteil wegen „Rassenhass“ (!)war sicher nicht nur zur Abschreckung innerhalb Frankreichs gedacht, sondern in ganz Europa soll niemand die Mohammedaner noch kritisieren dürfen. Das kommt teuer, ist die Botschaft.

    Man erkennt auch hier: Merkozy völlig auf einer Linie.

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