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Imam-Studie – alles paletti bei den Moslems

[1]Vor einer Woche veröffentlichte das Innenministerium eine Studie über die Imame hierzulande für die Islam-Konferenz, die wir doch noch nachträglich kommentieren wollen. Wie sich jeder vorstellen kann, ist alles paletti. Ein paar Zahlen, Zitate und Sätze aus dieser Studie:

Eine ältere in der Studie zitierte Studie des BAMF weist 2,5 – 2,7 Mio. der in Deutschland lebenden Muslime als türkeistämmig aus, gefolgt von 496.000 – 606.000 aus südosteuropäischen Ländern, 292.000 – 370.000 aus dem Nahen Osten und 259.000 – 302.000 aus Nordafrika. In Deutschland ist die Mehrheit von 74% der Muslime sunnitisch, gefolgt von den Aleviten mit 13% und Schiiten mit einem Anteil von 7%. Daneben gibt es eine recht große Gruppe der Ahmadiyya (ca. 2%).

Unter den Sunniten in Deutschland ist vermutlich überwiegend
die hanafitische Rechtsschule vorzufinden, welche hauptsächlich in
der Türkei, Bosnien-Herzegowina, Afghanistan und Pakistan verbreitet
ist.

Bezüglich der geographischen Verteilung kann festgehalten werden, dass Muslime vor allem in den alten Bundesländern leben, und zwar meist in Ballungsgebieten. Etwa ein Drittel der Muslime lebt in Nordrhein-Westfalen, hier überwiegend im Ruhrgebiet.

Aktivitäten der Moscheen in Prozent:
Korankurse/Islamunterricht für Kinder und Jugendliche 95,8
Iftar-Essen für Gemeinde 91,8
Feiern heiliger Nächte 85,1
Hadsch/Wallfahrt 81,0
Begräbnisse 80,3
Spendensammlung/Zekat 79,9
Beschneidungsfeiern 69,7
Eheschließung 68,5
Vermittlung Tieropfer/Opferfest 66,0
Geburtsfeiern 50,0
Sonstiges 2,9
84% der Gemeinden bieten Teestuben an.

In Deutschland existieren rund 2.350 islamische Gemeinden, Alewiten eingeschlossen. Die meisten Gemeinden sind türkisch geprägt. Eine Hochrechnung ergibt, daß in Deutschland zwischen 1.700 und 2.500 islamische Religionsbedienstete regelmäßig in einer Moschee oder einer alevitischen Gemeinde tätig sind, darunter circa 60 alewitische Dedes. 80 Prozent der Imame sind türkeistämmig. 93 Prozent der islamischen Religionsbediensteten sind sunnitisch.

Zwei Drittel der islamischen Religionsbediensteten sind in einer Gemeinde der drei großen türkisch geprägten Verbände tätig, nämlich der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB 40%), der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüs (IGMG 10,1%) oder dem Verband der islamischen Kulturzentren (VIKZ 13,8%).

6,0% der Imame sind in Deutschland geboren. Imame können schlechter Deutsch als die restliche moslemische Bevölkerung. Die Mehrzahl der Imame hat Hochschulreife aus dem Heimatland, 20% der Imame hat keine religiöse Ausbildung. Rund 50% der Imame sind ehrenamtlich tätig, die Imame bei DITIB und VIKZ sind meist festangestellt, woher die Kohle kommt, sagt die Studie eher verschämt, wir wissen es aber: vom türkischen Staat.

Die Imame sind sehr an Weiterbildung INTERESSIERT, sagt die Studie, ob sie sich tatsächlich weiterbilden, sagt sie nicht. Ach ja, dialogbereit sind sie auch. Das war ja wohl auch der Sinn der Studie.

Wer selber in der Studie blättern will, mitten in diesem Jubelartikel im MihiGru-Magazin [2] finden Sie die Links zu Kurz- und Langfassung! Das Foto zeigt den Imam Mikail Taysan in der Moschee in Feuerbach.

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