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SPD-Ministerialdirektor Rousta: FDPisser

Eine kleine Meldung läßt tief blicken. Der Amtschef im Stuttgarter Wirtschaftsministerium, Daniel Rousta (SPD), muß wegen unflätiger Kommentare z. B. über die FDP vermutlich heute seinen Hut nehmen. Der Ministerialdirektor hatte auf seiner Facebook-Seite die Liberalen als „FDPisser“ bezeichnet, und in seinem Profil prangte daneben das große Landeswappen mit der Fußzeile: „Ministerialdirektor im Ministerium für Finanzen­ und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg“. Rousta (38), war Wahlkampfleiter von Nils Schmid gewesen und wurde nach dem Sieg von Grünrot Ministerialdirektor, Besoldungsstufe B9, Grundgehalt um die 10.000 Euro. 

Rousta ist offensichtlich ein typisches piratenartiges Facebook-Kid. Es sind diese Leute, die Torten und Schuhe werfen modern finden, die zu Flashmobs und Shitstorms aufstacheln, die jede Form der Pöbelei zur Durchsetzung ihrer Ziele für völlig in Ordnung halten. Das Beamtengesetz, in dem drinsteht, daß sich Beamte neutral zu verhalten haben, hat dieser Typ noch nie gelesen. Eine solche Haltung wäre ihm auch fremd. Wer bei Facebook 55 Freunde hat, hält sich für die Mehrheit. Daß im Land noch 80 Millionen andere Bewohner leben, ist dieser Generation noch nicht ins Bewußtsein gekommen, von Recht und Ordnung halten sie nichts. Die Realität kennen sie nicht. Rousta hat einen Bürgermeister lächerlich gemacht, weil er nicht die „richtige Schriftart“ in seiner Bitte verwendet habe, und mit Bettina Wulffs Po hatte er es auch. Wohlgemerkt alles mit Landeswappen!

Rousta wäre nicht weiter der Rede wert, aber immer mehr dieser Typen kommen an die Schalthebel bei Legislative, Exekutive und Justiz. Eine ungute Entwicklung, gestartet 1968!