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Bürgerdialog: „Diskussion“ mit Merkel

In den Räumen der Bertelsmann-Stiftung in Berlin findet am morgigen Mittwoch von 12.45 – 14.30 Uhr eine Bürgerdiskussion mit Bundeskanzlerin Merkel statt. Hierzu seien von den 50 regionalen Bürgerdialog-Veranstaltungen 140 Teilnehmer „ausgelost“ worden, um ihre Anliegen mit Merkel zu besprechen. In der Pressemitteilung heißt es auch, dass zuvor „geklärt“ werde, welche Themen im Gespräch mit der Bundeskanzlerin „Priorität“ haben. Das klingt alles verdächtig nach Zensur. Schon in ihrem 20-minütigen Video-Interview am 9. Februar hatte Merkel die Forderung nach der offenen Diskussion über den Islam beharrlich verschwiegen – obwohl dieses Thema damals mit Abstand auf Platz 1 lag!

(Von Michael Stürzenberger)

In der Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung heißt es:

Wie wollen wir in Zukunft zusammen leben? Wovon wollen wir in Zukunft leben? Wie wollen wir in Zukunft lernen? Diese drei Fragen stehen im Mittelpunkt des „Dialogs über Deutschlands Zukunft“ der zu Beginn des Jahres von Bundeskanzlerin Angela Merkel initiiert wurde. Neben einer Online-Debatte fanden Ende März in rund 50 deutschen Städten regionale Bürgerdialoge statt, bei denen die von der Kanzlerin aufgeworfenen Fragen diskutiert wurden. Für die Durchführung der Bürgergespräche waren die jeweils lokalen Volkshochschulen verantwortlich, Veranstaltungsformate und Moderationskonzepte entwickelten Experten der Bertelsmann Stiftung.

Zum Abschluss des Bürgerdialogs in 50 Städten organisieren der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V. und die Bertelsmann Stiftung am 6. Juni in Berlin eine gemeinsame Diskussionsveranstaltung von Bürgern mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dazu sind aus den 50 regionalen Bürgerdialogen 140 Teilnehmer ausgelost worden, um ihre regionalen Diskussionen im direkten Austausch mit Bundeskanzlerin Merkel fortzusetzen.

Wichtige Hinweise:

Die Räumlichkeiten in der Vertretung der Bertelsmann Stiftung sind sehr begrenzt.

Aus diesem Grund wird die Bildberichterstattung für TV-Medien und die Fotoberichterstattung gepoolt.

Es ist zu erwarten, dass dem TV-Zuschauer nur Kuschelthemen präsentiert werden. Mit ziemlicher Sicherheit dürfte das Wort „Islam“ nicht auftauchen.

Die Rangliste des Zukunftsdialoges im Internet sieht nach Abschluss der Abstimmung übrigens so aus:

1. Gesetz gegen die Leugnung des Völkermordes an den Armeniern und Aramäern
156870 Stimmen

2. Cannabis legalisieren = den Markt für Erwachsene regulieren!
152056 Stimmen

3. Offene Diskussion über den Islam
148031 Stimmen

Ursprünglich hatte Merkel auch angekündigt, die zehn Erstplazierten ins Bundeskanzleramt einzuladen. Wir warten gespannt, ob das noch stattfinden wird und wie sie dann mit Thomas Martin umgeht, der den Islam-Vorschlag eingebracht hat. Vielleicht wird er ja auch gar nicht erst eingeladen?

Das Thema „Islam-Diskussion“ ist nach Ansicht von Merkel sicher „nicht hilfreich“..