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‚Piraten‘: Geschäftsführer ein Sozialbetrüger?

Der Geschäftsführer der sogenannten Piratenpartei, Johannes Ponader, hat offenbar Sozialleistungen erschlichen. Der Hartz-IV-Empfänger soll der Arbeitsagentur Einkünfte durch die Teilnahme an Fernsehsendungen verheimlicht haben. Ponader selbst sieht sich hingegen als Opfer einer Verschwörung: „Ich werde vom Sozialsystem heftig hinterfragt, weil ich mich politisch engagiere und trotzdem Sozialleistungen beziehe“.

Die „Welt“ berichtet:

Johannes Ponader, politischer Geschäftsführer der Piraten auf Bundesebene, hat Ärger mit der Arbeitsagentur. Der erwerbslose Schauspieler und Regisseur lebt im Wesentlichen von Hartz IV. Er hat im Zuge seines noch nicht so alten politischen Ehrenamts eine ganze Menge Einladungen zu Talkshows bekommen – und die wurden teils üppig honoriert.

Nun fordert die Bundesagentur laut „Spiegel“ ihren Anteil, das Honorar mindert nämlich die Sozialleistung. Allein für seinen Auftritt bei Markus Lanz hat er 500 Euro erhalten. Zur Meldung des Honorars ist Ponader verpflichtet. Er sagt, er habe das auch getan. „Wenn die Arbeitagentur Geld zurückwill, dann kann sie das haben.“ (…)

Der arme Pirat ist aber kein zurückgezogener, sondern ein zorniger Mann. „Ich werde vom Sozialsystem heftig hinterfragt, weil ich mich politisch engagiere und trotzdem Sozialleistungen beziehe. Das ist eine extreme Entartung des ganzen Systems“, sagte er dem „Spiegel“.

Die Arbeitsagentur hatte nämlich auch bemängelt, dass er zu viel Zeit für sein Ehrenamt aufwende. Er sagte in seiner Bewerbungsrede, seine berufliche Situation lasse zu, mehr als 40 Stunden die Woche für sein Parteiamt aufzuwenden. Bei Hartz IV darf er aber nur so viel arbeiten, dass er auch noch genug Zeit hat, neue Erwerbsarbeit zu finden.

Ein bisschen Demut würde dem mehrfachen Studienabbrecher, der zuletzt ein rund siebenjähriges Studium der Pädagogik und der Theaterwissenschaft ohne Abschluss beendete, sicher nicht schaden…