Prof. Dr. Georg Kamphausen lehrt Soziologie an der Universität Bayreuth. Sein gestriger Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eröffnet dem Leser einen Einlick in die Köpfe der Studentenschaft. In einer Abschlussklausur zur Vorlesung „Einführung in die Soziologie“ legte Kamphausen den Studenten die obige Karikatur von Greser & Lenz aus der bekannten FAZ-Karikaturenserie vor. Die Studenten sollten die Zeichnung kommentieren. In seinem Artikel stellt der Professor einige studentische Ergebnisse vor, die lediglich in Sachen Rechtschreibung und Grammatik geschönt wurden, um Eingang in eine Zeitung zu finden.

Kamphausen schreibt dazu:

Dabei ging es mir darum festzustellen, ob junge Leute mit Abitur in der Lage sind, ein eigenständiges Urteil zu begründen. Es geht mir nicht darum, die Studierenden zu blamieren, indem man auf die verbreiteten Grammatik- und Satzbaufehler oder die mangelnde Textkohärenz hinweist. Die Auswahl der nachfolgenden Zitate (die immer einer anderen Klausur entnommen wurden) kann den Gesamteindruck aller Kommentare nicht annähernd wiedergeben. Um ihre Lesbarkeit zu erleichtern, wurden die Textauszüge von gröbsten Schnitzern befreit. Eine Mehrheit der 157 Klausurteilnehmer erkennt in den dem Lehrer gegenübersitzenden Menschen „Eltern“ (Elternsprechtag!), immerhin zwölf Studierende schreiben „Karrikatur“ mit drei „r“.

Kostproben aus den Klausuren unserer angehenden Soziologen:

“In der Karikatur sieht man zum einen ein Elternpaar. Der Vater ist ein Skinhead, und die Mutter ist wegen ihres Kopftuchs als Muslimin zu erkennen. Dies allein ist schon ein krasser Gegensatz, der nicht passt.“

“Der Karikaturist könnte damit aussagen wollen, dass man Autoritätspersonen nicht blind folgen und gehorchen soll. Das blaue Auge steht hier für den Widerstand, und der Lehrer selbst sagt aus, dass der Sohn emotional intelligent ist.“

“Der Sohn, so scheint es, hatte eine solche Wut auf den Lehrer, dass er ihn geschlagen hat. Er hat der Wut also nachgegeben und konnte sich (so vermute ich) so von ihr befreien. Die Befreiung kann als durchaus intelligent bezeichnet werden und emotional war sie sicherlich auch.“

“Damit meint er, dass der Sohn sich enttraditionalisieren will von dieser Herrschaftsform und eine neue Dynamik in die Gesellschaft bringen will. Durch diese Selbstautorisierung möchte er sich sozial differenzieren und individualisieren. Es kann aber auch sein, dass der Sohn das Verhalten, was er von zu Hause kennt, auf die Schule reflektiert. Vielleicht streiten sich die Eltern zu Hause so heftig, dass er dieses Verhalten schon übernommen hat.“

“Der Lehrer schätzt wert, dass der Schüler sein emotionales Bewusstsein dazu genutzt hat zu erkennen, dass er sich wehren kann. Der Schüler . . . erfüllt damit diejenige Erwartung, die in ihn gestellt wird. Schon Rousseau sagte: ,Der Mensch ist frei geboren, aber überall liegt er in Ketten.’ Diese Ketten hat der Schüler versucht zu sprengen.“

Mehr davon in der FAZ inklusive Professoren-Kommentar zu unserem Bildungssystem!

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91 KOMMENTARE

  1. Geahnt hat man es schon seit 1968, aber das es so schlimm kommen wird übertrifft alle Erwartungen!

  2. Also das hier:

    “Der Karikaturist könnte damit aussagen wollen, dass man Autoritätspersonen nicht blind folgen und gehorchen soll. Das blaue Auge steht hier für den Widerstand, und der Lehrer selbst sagt aus, dass der Sohn emotional intelligent ist.“

    riecht nach Ironie, denn es enthält die Bemerkung „der Lehrer selbst sagt aus“, eine Beobachtung, welche sonst in keiner Kostprobe gemacht wurde.

  3. Ich Lese FAZ jeden Tag,manchmal sogar 2-mal am Tag.Kommt drauf an.Mir fallen viele Sachen in der FAZ auf,fast täglich.Ich freue mich auch hier bei Pi mehr über die FAZ zu erfahren,die mir als TREUER FAZ-Leser so in der Art gar nicht aufgefallen sind.Ist wohl nur Gewohnheit!Nichtsdestotrotz sind die Aufrufe gerechtfertigt-Die Studenten sollten die Zeichnung kommentieren. In seinem Artikel stellt der Professor einige studentische Ergebnisse vor, die lediglich in Sachen Rechtschreibung und Grammatik geschönt wurden, um Eingang in eine Zeitung zu finden.-
    Meine Meinung nach sollte der Artikel nicht nur in der FAZ,sondern auch ind der TAZ erscheinen.Ein wirklich gelungener,hochinteressanter Artikel,der in der TAZ wirklich angenehm auffallen würde!
    Wie sehr heutzutage Schüler den Soziologen ausgeliefert werden,ist schon auffällig häufig.Das mußte mal anngesprochen werden von der FAZ und von Pi selbstverständlich auch.Und Gruß an die TAZ,die sollten sich mal ein Beispiel nehmen an Informationsverbreitung!

  4. Und diese Typen haben Abitur und dürfen studieren? Unfassbar, wie halbwegs intelligente Menschen so viel Quatsch produzieren können!

  5. Political correctness ist niemanden eingefallen?

    Orwells 1984 hat bereits begonnen. Traurig.

  6. Hallo,
    wenn mir ein „LEERER“ solch einen Mist vortagen würde wäre meine erste Reaktion, das „Kind“ muss von diesem „Institut“ abser sofort.

  7. Umgelegt auf die Bedrohung durch Islamisten:
    Es ist wohl eine vergebliche Hoffnung, dass selbst gewaltätigste Aktionen unsere links-pc-mäßig abgerichtete Bevölkerung davon ablässt, alles Bedrohliche wortreich zu behübschen und sogar die Schuld bei sich selbst zu suchen.

  8. Lieblingsspruch meines alten Mathelehrers:

    Wenn Dummheit Gas geben würde, dann müssten einige von denen bergauf bremsen!

  9. Für die Bildungspolitik lautet die Konsequenz: Die Abiturientenquote muss auf 95 % erhöht werden! Und Deutsch kann man auf dem Gymnasium nach der 5. Klasse abwählen. Stattdessen widmen sich die Pennäler dem Kampf gegen Rechts™.

  10. Das Bild hängt aber schief. Welcher Lehrer trägt denn heute noch Krawatte? Irgendwie wäre die Karikatur treffender gewesen, wenn der Lehrer wie ein typischer Alt-68er gezeichnet wäre. Aber die müssten doch eigentlich auch alle schon in Rente sein – und welche Honks kommen eigentlich nach den Alt-68ern? Die Schnullis?

    Dass die Soziologie-Studenten so ein verquastes Zeugs verfasst haben, liegt sicher daran, dass sie von Kind auf dazu angehalten waren, „sozial erwünschte“ Antworten zu geben. Bis zum Abi kommt man damit allemal durch, auch wenn die Wissensbasis nur schmal ist. Da hätte der Soziologie-Professor wohl allen Grund, sich schuldbewußt, und sei es nur als Vertreter seines Fachs, vor die Brust zu schlagen.

    Eine eigenständige Urteilsfähigkeit überhaupt zu entwickeln, dürfte bei der heutigen politisch-korrekten Dauerberieselung in Schule, Zeitung und TV Jugendlichen doch kaum noch möglich sein. Das Elternhaus müsste schon kräftig gegensteuern, und Internetquellen wie PI sind dünn gesät, noch dazu werden sie regelrecht verfemt.

  11. Und als ob das alles noch nicht schlimm genug wäre: die Kommentare der FAZ-Leser schlagen die Interpretationen der „Studierenden“ um Längen.

    Kostproben?

    ist es nicht sexistisch zu schreiben, nur die männliche jugend hätte probleme mit den fehlenden grenzen? ich finde schon, denn die gesamte jugend hat dieses problem, aber hier wird explizit die körperliche gewaltätigkeit von jungs angesprochen, was jedoch nicht heißt das mädels keine autoritätsprobleme haben. da sind sie wirklich nicht mehr zeitgemäß…

    oder auch:

    Die Kulturkritik von Herrn Kamphausen zeigt allerdings auch eine gewisse Arroganz, da er sich anmaßt die Richtigkeit der Antworten beurteilen zu können. Die Interpretation der Karikatur kann streng genommen nicht als objektiv richtig oder falsch bezeichnet werden. Entscheidend ist hierbei nicht was die Karikatur nach Meinung des Autors aussagen soll, sondern was der Interpretierende wahrnimmt. Kommt die eigentlich gewollte Nachricht nicht richtig rüber, so ist das eher ein Problem des Karikaturisten. Ich bin mir sicher, dass Herr Kamphausen sich gut genug mit den gängigen Kommunikationstheorien auskennt, um zu erkennen, welchen anmaßenden Unsinn er da eigentlich vom Stapel lässt.

  12. Man entscheidet selbst, was gut und böse ist. Die Realität passt sich der Wortwirklichkeit an“, die Tatsachen und Menschen entwickeln sich sozusagen in das Gerede von ihnen hinein.

    Nein, das tun sie nicht, da braucht man keine Angst zu haben.

    War’s Wolfowitz, der gesagt hat: „All diese faktenorientierten Menschen! Es ist egal, was die Fakten heute sind, weil wir die Fakten von morgen gestalten!“

    Nicht ganz, nicht ganz…

  13. #9 Stefan Cel Mare (26. Jun 2012 21:17)

    Das zweite Zitat, was Sie da gebracht haben ist klasse!

    Aber gerade deswegen: Danke, Herr Kamphausen!

    (Ich selbst bin dbzgl. ja nochmal um den Faktor 100 schlimmer.)

  14. #10 Stefan Cel Mare

    Der 2. Kommentar ist der Höhepunkt des Wahnsinns. Mir fehlen die Worte.

  15. #14 Stefan Cel Mare (26. Jun 2012 21:17)
    Und als ob das alles noch nicht schlimm genug wäre: die Kommentare der FAZ-Leser schlagen die Interpretationen der “Studierenden” um Längen.

    Stimmt. Das ist mir auch gleich aufgefallen. Bei dem Artikel fühlte sich eine erschreckend hohe Zahl von FAZ-Lesern offenbar gleich ertappt.

  16. #16 Ein Fremder aus Elea (26. Jun 2012 21:21)
    #17 AtticusFinch (26. Jun 2012 21:22)

    Es geht noch besser. Ein „betroffener“ Student setzt sich nämlich wie folgt zur Wehr:

    Ich selbst hatte das große Glück, in den Genuss eben Ihrer Veranstaltung an der Universität Bayreuth zu sein. Und da Sie sich das Recht herausnehmen, uns Studierende in aller Öffentlichkeit zu diffamieren, zu zitieren und unsere Aubildung in Verruf zu bringen, möchte ich meinen, dass ich als Bürger, der in Form von Steuern und Studiengebühren Ihre Professur finanziert, auch meine Erfahrungen teilen kann:
    – In keiner anderen Veranstaltung wurde uns so schlechtes und so wenig Lehrmaterial zur Verfügung gestellt. Es gab keine Klausurvorbereitung
    – Eventuell stammen jene Fehlinterpretationen der Karikatur von den zahllosen Studenten, die dank Ihres beispiellosen Missmanagements ihre Klausur auf der Treppe sitzend und ohne eigenes Klausurblatt schreiben mussten.

    Es gibt gerade mal einen(!) Faz-Leser, der die passende Antwort parat hat:

    Meine Güte! Das ist eine Karrikatur, darüber kann man nachdenken! Da braucht man keine Vorbereitung oder Klausurblätter. Und die Antwort kann man in der Straßenbahn schreiben. Die Verfehlungen der Studenten sind auf mangelndes Denkvermögen zurückzuführen, nichts weiter. Woher das kommt, darauf kann man nicht so einfach schließen, um Ihnen hier auch einmal recht zu geben 🙂

    Die Mehrzahl der FAZ-Kommentaren äussert Verständnis für die armen Studierenden.

  17. @ #6 Hokkaido

    Orwells 1984 hat bereits begonnen.

    Wir stecken längst mittendrin und steuern dem Höhepunkt zu! Wenn man langsam verrottet, merkt man es lange gar nicht.

  18. #12 Pilot Pirx

    Mal im Ernst. Das ist doch hoffentlich ein schlechter Scherz!

    Kein Scherz. Das ist heute Schulalltag!
    Der unter dem Deckmantel „moderne Pädagogik“ geplante Bildungsabbau ist einer der Bausteine auf dem Weg in die EU-Diktatur!

  19. Na dann ist ja alles klar. Linksgrüner Soziologen Pöbel hat einfach eine schwere Form von Wahrnehmungsstörung, die ihm verunmöglicht die Realität zu sehen.

    Wir sollten Linke daher nicht mehr bekämpfen sondern behandeln……

    …..in geschlossenen Anstalten

  20. Also die vorletzte Kostprobe stammt sicher vom besten Studenten des Jahrgangs – perfektes Soziologendeutsch, angereichert mit den üblichen Fremdwörtern. Der Mann macht sicher Karriere in der Politik (Grüne oder Piraten). Zumindest ist ihm aber ein Job als Fahrradbeauftragter in einer mittleren Großstadt sicher. 😉

  21. #20 Fensterzu

    Ja, es ist wie beim Frosch, der im lauwarmen Wasser sitzt und den Zeitpunkt zum Rausspringen verpasst, bevor die ständig steigende Temperatur lebensbedrohlich wird.

  22. Ich versuch mich mal als Student:

    Der Lehrer identifiziert sich mehr mit dem Schüler, der gegen die Obrigkeit rebelliert, als mit seiner Rolle als Autoritätsperson. Autorität wird von ihm als grundsätzlich verachtungswürdig empfunden. Somit verachtet er auch seine eigene Person. Der Lehrer hat Angst, das Verhalten des Sohnes und damit die Erziehung der Eltern zu kritisieren. Der Sohn hat den Lehrer geschlagen. Die Eltern sind als benachteiligte Minderheit (Einwanderin aus einem wahrscheinlich „bildungsfernen“ Land und Gatte mit Machokultur=Glatzenfrisur) dargestellt, denen der Begriff „emotionale Intelligenz“ in seiner Abstraktheit nicht zugänglich sein dürfte.
    Statt das konkrete Fehlverhalten zu benennen, beurteilt der Lehrer das Verhalten des Sohnes lediglich unter dem seiner Meinung nach anerkennenswerten Gesichtspunkt des Mutes zu rebellieren, das Anbetracht der Grenzüberschreitung durch die Körperverletzung in der Realität nicht mehr zur Diskussion stünde.

    Hätte ich nen Soziologiepunkt? Oder bin ich auch verblödet? Sagt mal ehrlich!

  23. So stehts also mit der Studentenschaft, schade.. 🙁
    Da haben die 68er ja ganze Arbeit geleistet. Wenn nicht bald einiges geändert wird, den schafft sich Deutschland bald schneller ab als man sich vorstellen kann.
    Da hilft auch kein herumdoktorn sondern muß das Problem an der Wurzel angehen.

    Ubi pus, ibi evacua

  24. Ich denke wer freiwillig Soziologie studiert hat nichts Besseres verdient. Oder: Garbage (damit meine ich die Vorlesung, nicht G&L) in, Garbage out.

  25. die Soziologie hatte Ende der 1960er die Wahl entweder künftig eine mit naturwissenschaftlichen Methoden arbeitende ernsthafte Wissenschaft zu werden oder im metaphysischen Wolkenkuckucksheim zu bleiben. Sie hat sich für den HJ Heini und NS Gadamer Schüler Laberhas entschieden. Resultat: keiner weiß seit langem, was Soziologie überhaupt ist. Sie ist überflüssig. Man sollte die Soziologie Fakultäten abschaffen und die heute leider noch lehrenden Soziologen ohne Anspruch auf Stütze in den freien Markt abkübeln. Das wäre sozial gerecht im Sinne des Steuerzahlers, dem nicht zugemutet werden kann, weiterhin solch eine Dünnschisswissenschaft finanzieren zu müssen.

  26. Ich bin schon einmal beruhigt, dass die nächste Generation der falschen Akademiker den Glatzkopf nicht direkt als Sohn erkannt hat und den hiermit subtil thematisierten Kampf gegen Rechts.

  27. OT
    Kann mir jemand helfen? Ich suche ein Video auf Youtube, das ich vor ein paar Monaten mal gesehen habe, aber nicht wiederfinde. Das Video war auf English. Ein Mann saß zuhause vor seinem Computer hat kurz und knapp (ca. 10 Minuten) die Islamisierung des Westens erklärt und dabei auch die Geschichte Mohammeds beschrieben. Er gab ein paar Buchempfehlungen und zum Schluss hat er noch zum (friedlichen) Counterjihad aufgerufen, wenn ich mich richtig erinnere.
    Ich fand das Video sehr gut, weil es kurz und knapp Vieles leicht verständlich erklärt hat und ich wollte es deswegen ein paar Freunden zum Einstig in die Thematik zeigen.
    Wäre toll, falls jemand das Video kennt und mir einen Link geben könnte!

    LG, Caveman

  28. #35 ObviouslyIncorrect(26. Jun 2012 22:26)
    Ich bin schon einmal beruhigt, dass die nächste Generation der falschen Akademiker…

    Bald wird es keine nächste Generation mehr geben.
    Man schaue hier.

  29. Mein Kommentar zum Zitat des Lehrers hätte gelautet:

    Der Lehrer, wohl selbst ziemlich linksideologisch und gutmenschlich angehaucht, merkt nicht einmal, wie er Opfer seiner eigenen Euphemismus-Tretmühle wird, in dem er das Fehlverhalten seines Schülers noch schön redet.

    PS: Ich bin auch mal in den „Genuß“ einer Soziologievorlesung gekommen. Was mir auffiel war, das der Herr Prof. Dr. …eine ganz schöne Versorgungsmentalität an den Tag legte.

  30. Habe das Bild meinem 12-jährigen gezeigt. Seine Antwort:

    „Die Lehrer wollen immer nur das Gute im Menschen sehen, auch, wenn es manchmal gar nichts gutes gibt.“

    Noch hat er also Verstand. Er kommt jetzt auf’s Gymnasium, ich hoffe, dass er ihm dort nicht aberzogen wird…

  31. Was ist bitte emotionale Intelligenz??????

    Könnte mich mal bitte jemand aufklären?

    Vielleicht bin ich auch zu blöd, aber meiner Meinung nach ist das der zentrale Widerspruch der gesamten Aussage.
    Wie kann eine Emotion intelligent sein,
    sie kommt aus dem Bauch, bestenfalls aus dem Herzen (und hat damit selten etwas Rationales, was unter anderem die Liebe ja so schön macht…)
    Intelligente Entscheidungen kommen aus dem Gehirn und haben nicht wirklich etwas mit Emotionen zu tun.

    Eine Ausnahme gibt es allerdings…

    Ich verliebe mich in die Tochter meines Chefs und heirate sie. Das ist in jedem Fall emotional, aber wenn es klappt und die Ehe hält auch intelligent… (Ironie aus)…

  32. Nur ein weiterer Baustein im Kampf gegen Rechts – gegen Bürgertum und Nazis.
    Die Mutter, eine biedere, bürgerliche Brillenträgerin und Repräsentantin einer illusionären heilen Welt und ihr Sohnemann, typisches Produkt des spießigen Bürgertums auf der einen Seite sowie auf der anderen Seite etwas, das „nie wieder“ geschehen darf: ein ängstliches sich-ducken, Zurückweichen durch jene, deren Aufgabe es eigentlich sein sollte, die Gesellschaft positiv, progressiv und mutig zu formen und Rassismus sowie rechtsradikaler Gewalt die Stirn zu bieten. Entsprechend auch die Moral von der Geschichte. Blöd nur, dass die heutige Studentengeneration zu dämlich ist, um das zu kapieren.

    @30 Liebes Kind (26. Jun 2012 21:52)
    Hm, tja… Deine Interpretation ist auch nicht ohne. Den Spaß hätte ich mir als Student vielleicht auch mal gegönnt (am besten im Gespräch mit dem Prof, allein schon der Reaktion wegen ;))

    „immerhin zwölf Studierende schreiben „Karrikatur“ mit drei „r“.“

    Ich persönlich schreibe „Karikatur“ immer noch mit einem „r“ (bzw. mit zwei). Da können der Professor und seine übrigen 145 Studis schreiben, was sie wollen.

  33. …Deswegen haben diese Leute auch Gottseidank (und das sage ich als Atheist) auch keine Zukunft: Weil sie DUMM sind!

  34. Die Karrikatur ist keine Karrikatur.

    Das ist gelebte politische Korrektheit.

    Der kleine Schäger ist ein Asozialer ohne geistige und moralische Kontrollmechanismen und das Produkt seiner „Erzieher“.
    Die Eltern sind grenzdebile Versager mit einem Ego wie Elefantennüsse.
    Der Leerer auch, nur ohne die Nüsse.

    Das darf man aber heute nicht mehr sagen. 😀

  35. #5 Boden(lo)see (26. Jun 2012 21:01)
    Ich Lese FAZ jeden Tag,manchmal sogar 2-mal am Tag.Kommt drauf an.Mir fallen viele Sachen in der FAZ auf,fast täglich.Ich freue mich auch hier bei Pi mehr über die FAZ zu erfahren,die mir als TREUER FAZ-Leser so in der Art gar nicht aufgefallen sind…………..

    Wie sehr heutzutage Schüler den Soziologen ausgeliefert werden,ist schon auffällig häufig.Das mußte mal anngesprochen werden von der FAZ und von Pi selbstverständlich auch.Und Gruß an die TAZ,die sollten sich mal ein Beispiel nehmen an Informationsverbreitung!

    Woraus schließen Sie, dass die Veröffentlichung in der FAZ oder in PI den Zweck hatte, man wolle darstellen wie sehr Studenten heute Soziologen ausgeliefert sind??

    Es wurde nur dargestellt, dass man nicht ansatzweise der Kern der Karikatur begriffen hat. Dass sich damit die Studenten sozusagen selber ausliefern ist erst das Ergebnis und war bestimmt nicht beabsichtigt. Aber es muss doch mal festgestellt werden dürfen, was kein Studenten erkannt hat: 1.) die Eltern wenden sich an den Lehrer weil ihnen ihr Sohn Probleme macht, denn sie nennen ihn einen Choleriker und der Lehrer, der von ihm verprügelt wurde wiegelt ab und sagt indirekt, „nein er ist kein Choleriker“ Es ist also eine total absurde Situation, dass der Lehrer den Schüler gegen die Meinung der Eltern in der Situation Schutz nimmt!

    Ehrlich gesagt passt Ihre Einlassung zum Thema genau in unsere merkwürdige Zeit denn Sie geben ebenfalls den Eindruck des Nichtverstehens. Kann aber sein, dass ich mich täusche und sie wollen nur die Studenten in Schutz nehmen.

  36. Noch ein Zusatz:
    Oder zumindest gegen die Meinung der Mutter, denn er könnte auch Angst vor dem Vater haben! Ich verstehe die Karikatur wenigsten so.

  37. #30 Liebes Kind (26. Jun 2012 21:52)

    Hätte ich nen Soziologiepunkt? Oder bin ich auch verblödet? Sagt mal ehrlich!

    Äh… nein danke, ich bin lieber höflich.

    Aber wo bitteschön ist denn auf der Karikatur eine Mutter mit Kopftuch und wo bitteschön ist denn ein Skinhead-Vater zu sehen?
    Diese Interpretation gäbe meinem Dafürhalten nach den einen oder anderen Soziologiepunkt 😉

  38. @Karl
    Es könnte Angst sein vor dem Schüler, Angst vor dessen sozialem Umfeld, vor dem Vater oder auch klassisches Gutmenschentum (Zitat #41 Paroline: “Die Lehrer wollen immer nur das Gute im Menschen sehen, auch, wenn es manchmal gar nichts gutes gibt.”). Aber das Motiv ist meiner Meinung nach auch eher nebensächlich im Vergleich zur intendierten Botschaft.

  39. Übrigens: der Typ da rechts neben der Mutter ist nicht etwa der Vater, sondern der Sohn. Nur zur Klarstellung @Karl

  40. Was ich mich immer noch frage: Was macht man mit einem Soziologie-Studium eigentlich? Was lernt man da und wofür braucht man das?
    Hat das irgendeinen Volkswirtschaftlichen Nutzen?
    Da ist vermutlich Ökotrophologie noch sinnvoller. (Ich weiss, was das ist, seit ich einen Menschen kenne, der das studiert)

  41. Ich erinnere mich an den Spruch meines Informatik-Profs in der ersten Vorlesung: „Schauen Sie sich ihren Nachbar ganz genau an, es ist recht wahrscheinlich, dass Sie ihn im nächsten Semester nicht mehr in dieser Vorlesung sehen werden.“
    Über 50% Schwund in den ersten 2 Semestern.
    Da wurde man noch intellektuell gefordert.

  42. #16 Stefan Cel Mare:

    Und als ob das alles noch nicht schlimm genug wäre: die Kommentare der FAZ-Leser schlagen die Interpretationen der “Studierenden” um Längen.

    Wohl wahr. Und dass Kamphausen ständig diese grässliche Partizipialkonstruktion „Studierende“ benutzt (die FAZ im Übrigen auch), macht die Sache nicht besser. Die nur im Plural funktioniert, im Singular haben sie wieder die gleiche „Geschlechterungerechtigkeit“.

  43. Wie die meisten Mitforisten bin ich der Überzeugung, daß unser Bildungssystem dringend der Verbesserung bedarf. Was mich wundert ist, das bisher noch keinem aufgefallen ist, daß sowohl die Karrikatur in der FAZ wie auch der Artikel von Prof. Kamphausen eine ganz andere Zielrichtung haben. Herr Prof. Kamphausen möchte uns mit den ausführlichen Zitaten aus den studentischen Arbeiten zeigen, daß keiner seiner Studenten ausreichend politisch geschult war, um die Aussage der Karrikatur so zu verstehen, wie das ein Soziologe seiner Ansicht nach müßte. Die Karrikatur erschließt sich ja auch gar nicht auf den ersten Blick. Ohne den mitzudenkenden ideologische Unterbau bleibt sie sogar weitgehend unverständlich. Der Inhalt geht etwa so: Der Rechtsradikalismus ist fester Bestandteil unserer Gesellschaft, jeder kann ihne nicht nur sehen(Glatze), auch seine Auswirkungen sind überall fühlbar (blaues Auge). Nur vom Bildungssystem (auf dem rechten Auge blind) wird er mit Hilfe psychologischer Uminterpretationen weginterpretiert – weil hinter der linken Fassade unserer Öffentlichkeit doch immer noch der alte Nazi (bürgerlicher Lehrer)steckt.
    Damit ist klar. Mit dem populäre Aufhänger wird ganz nebenbei eine ganz andere Agenda abgearbeitet: Wenn schon Soziologiestudenten, die ja auch heute noch viel weiter links stehen als der Durchschnitt der übrigen Studenten, die rechte Gefahr nicht mehr erkennen können, weil das Ausbildungssystem auf dem rechten Auge blind ist, dann muß man sich nicht wundern, weshalb der Rechtsterrorismus in Deutschland so lange unerkannt bleiben konnte.

    Wer diese durchaus gängige (aber abwegige) Interpretation nicht teilt, wird vielleicht auch mit der Zustimmung zu Prof. Kamphausens Artikel so seine Probleme haben. Das er sich hier auch noch auf Kosten seiner Erstsemester profiliert, kommt erschwerend hinzu. Auf jeden Fall werden sich die adorno-seligen Feuilleton-Redakteure bei der FAZ über ihren Coup ganz schön ins Fäustchen gelacht haben.

  44. Ich würde die Karikatur so interpretieren, dass der Gymnasiallehrer stellvertretend für das Versagen deutscher Bildungspolitik dargestellt wird. Die Sprechblase beinhaltet alle Komponenten der politisch korrekten und gewollten Desinformation. Die Wahrheit darf der Lehrer nicht sagen, also benutzt er Begrifflichkeiten, die beim ersten Hinsehen als “positive Sozialprognose” gesehen werden könnten. Wenn ich “Choleriker = Krank und emotional Intelligent = Vollidiot” lese, sieht die Prognose nicht mehr so rosig aus.

    Die Wahrheit wird von oben nach unten diktiert und nur wer blauäugig genug ist, dies zu akzeptieren, kann sich vor Repressalien schützen.

    Abitur 2020 wird ungefähr dem Bildungsniveau entsprechen, dass ein Hilfsschulabgänger 1970 hatte. … Rosige Zeiten und Studienplätze für alle … Migranten, man darf gespannt sein, wer dann noch arbeitet.

  45. Die Welt, betrachtet durch die ideologische Brille

    Hier haben wir die linke Variante:
    Jens Schmidt (jenska6) – 25.06.2012 20:43 aus der FAZ

    (…) Eine „gute“ Interpretation muss darauf eingehen, was mit großer Wahrscheinlichkeit geschah:
    1) Der Lehrer wurde von einem Schüler geschlagen.
    2) Vor dem Lehrer sitzt die Mutter.
    3) Besser: Vor dem Lehrer sitzt der Schüler (und nicht der Vater).
    Bei der Interpretation muss erkannt werden:
    1) Gewalt zeugt nicht von emotionaler Intelligenz.
    2) Die Beschreibung der Gewalt als emotionale Intelligenz ist mindestens euphemistisch. Hier muss erkannt werden, dass die Karikatur die Euphemisierung kritisiert.

    3) Besser: Der Schüler (Skinhead) symbolisiert einen Rechtsradikalen. Der Lehrer färbt die Handlung schön, weil er auf dem rechten Auge blind ist, bzw. durch den Rechtsradikalismus blind wurde. Ironie: Sympathisanten leiden genauso unter Rechtsradikalen.

    #30 Liebes Kind (26. Jun 2012 21:52)

    Der Lehrer identifiziert sich mehr mit dem Schüler, der gegen die Obrigkeit rebelliert, als mit seiner Rolle als Autoritätsperson. Autorität wird von ihm als grundsätzlich verachtungswürdig empfunden. Somit verachtet er auch seine eigene Person. Der Lehrer hat Angst, das Verhalten des Sohnes und damit die Erziehung der Eltern zu kritisieren. Der Sohn hat den Lehrer geschlagen. Die Eltern sind als benachteiligte Minderheit (Einwanderin aus einem wahrscheinlich “bildungsfernen” Land und Gatte mit Machokultur=Glatzenfrisur) dargestellt, denen der Begriff “emotionale Intelligenz” in seiner Abstraktheit nicht zugänglich sein dürfte.
    Statt das konkrete Fehlverhalten zu benennen, beurteilt der Lehrer das Verhalten des Sohnes lediglich unter dem seiner Meinung nach anerkennenswerten Gesichtspunkt des Mutes zu rebellieren, das Anbetracht der Grenzüberschreitung durch die Körperverletzung in der Realität nicht mehr zur Diskussion stünde.

    #44 Inter (26. Jun 2012 23:34)

    Nur ein weiterer Baustein im Kampf gegen Rechts – gegen Bürgertum und Nazis.
    Die Mutter, eine biedere, bürgerliche Brillenträgerin und Repräsentantin einer illusionären heilen Welt und ihr Sohnemann, typisches Produkt des spießigen Bürgertums auf der einen Seite sowie auf der anderen Seite etwas, das “nie wieder” geschehen darf: ein ängstliches sich-ducken, Zurückweichen durch jene, deren Aufgabe es eigentlich sein sollte, die Gesellschaft positiv, progressiv und mutig zu formen und Rassismus sowie rechtsradikaler Gewalt die Stirn zu bieten.

    Der linke Brillenträger will in dieser Karikatur unbedingt eine politisches Statement gegen Rechts sehen, der rechte Brillenträger will darin ein Statement gegen Einwanderung erkennen oder fühlt sich gar von dieser harmlosen aber pointierten Karikatur politisch verfolgt. Dass sich der Zeichner hier schlicht und einfach über moderne „Kuschelpädagogik“ lustig machen könnte, das wäre ja zu naheliegend.

    Dass die politische Einstellung einen entscheidenden Einfluss auf die individuelle Wahrnehmung hat, ist aber nicht das einzige, was wir aus diesem „Karkaturenexperiment“ lernen können, es offenbart noch einige weitere interessante Erkenntnisse:
    – Auch Personen, die ihre Ausbildung vor dem Bologna-Prozess genossen haben, sind großteils mit der Interpretation einer einfachen Karikatur überfordert.
    – Die Jugend und die jungen Erwachsenen heutzutage haben keine Ahnung wie ein „Skinhead“ aussieht.

  46. Lehrer = Gutmensch
    künftige Studenten = perfekte Linke

    bestätigt allgemein bekannte Tatsache: Linke verstehen keinen Spass

  47. #52 Inter (27. Jun 2012 00:26)
    @Karl
    Es könnte Angst sein vor dem Schüler, Angst vor dessen sozialem Umfeld, vor dem Vater oder auch klassisches

    Und was sagen sie zur Tatsachen, dass niemand die intendierte Botschaft gedeutet hat? Findet das heute keiner mehr komisch, wenn einer jemanden lobt, der ihn verhauen hat???

  48. #30 Liebes Kind (26. Jun 2012 21:52)
    Hätte ich nen Soziologiepunkt? Oder bin ich auch verblödet? Sagt mal ehrlich!

    Kein Soziologiepunkt. Du denkst viel zu kompliziert und intellektuell.
    Die Wahrheit ist: Der Lehrer hat ganz einfach Angst, noch eine auf die Fresse zu bekommen. 😉

  49. Nee, jetzt mal im Ernst.
    Der Lehrer ist ein grüner „Gutmensch“, der mit beängstigender Konsequenz, bis hin zur Selbstaufgabe an den, durch linke Medien verbreiteten Quatsch von antiautoritärer Erziehung, glaubt. Er erkennt seine Weltfremdheit nicht, sondern folgt den, durch Gehirnwäsche hervorgerufenen Reflexen und hofft, ab jetzt keine mehr auf die Fresse zu kriegen. 😉

  50. Der vorletzte Absatz ist der erschreckendste: vollkommen sinnbefreites Geschwafel, dekoriert mit pseudointellektuellen Vokabeln. Gottseidank ohne die o.a. Rechtschreibfehler – ich haette losgekotzt. Kann mich nur „#2 unverified__5m69km02“ anschliessen: der gruen-linke Lehrkoerper hat ganze Arbeit geleistet!

  51. Ok.

    Frage nun: Werden in ganz Deutschland jetzt SoziologiestudentInnen Amok laufen, Universitäten anzünden und den Karikaturenzeichner verfolgen?

  52. #60 Frau Berenberg (27. Jun 2012 06:28)

    Dazu müsste man diese Karikatur erst einmal „hochhalten“…

  53. „Schon Rousseau sagte: ,Der Mensch ist frei geboren, aber überall liegt er in Ketten.’ Diese Ketten hat der Schüler versucht zu sprengen.“

    Da gab es in den 60er Jahren mal diesen Unterhaltungssänger Ricky Shayne mit seinem Gassenhauer „Ich sprenge alle Ketten.“
    Keinen Kommentar zu den „Studierenden“. BUNT-Land hat restlos fertig, tilt, game over.

    War ja nicht alles verkehrt damals, traten nicht Ende der 60er aggressive „Studierende“ auf, die Springer enteignen wollten und vor allem – es wäre heute nämlich zehn Mal nötiger als je zuvor – mit dem „Muff unter den Talaren“ Schluß machen wollten?

    Mann, Mann, Mann, war aber vor 20 oder Jahren auch schon so, daß mir jeder LKW-Fahrer und jede Staubsaugerpilotin immer geistig viel näher gestanden haben als solche „Studierenden“.

  54. Das Schöne an der bildungs- und medienpolitischen Verblödungsindustrie ist aber, dass es auch die Kinder der Verblöder betrifft. – Darin könnte langfristig eine Chance liegen!

  55. #68 abendlaender11 (27. Jun 2012 08:19)

    ————–

    wenn ich mich recht erinnere, ich war damals ja noch recht jung, wollte man den muff unter den talaren von 1000 jahren bekämpfen.

    ich fürchte nur, 1000 jahre haben wir nicht zeit.

  56. #68 abendlaender11 (27. Jun 2012 08:19)
    ———-

    mir auch.
    vor allem haben die damaligen arbeiter, da wars ja noch keine schande, von der arbeiteridee haben sich ja die linken als pfuipfui abgewandt, ihre fünf sinne und vor allem HAUSVERSTAND gehabt.

    mir ist ein kluger, von mir aus auch intellektuell ungebildeter handwerker, arbeiter, wesentlich lieber als ein soziologieschwafler, der, nachgefragt, was denn seine worthülsen bedeuten, dies nicht erklären kann, sondern mit noch mehr worthülsengeschwafel antwortet. das nennt man den versuch, das gegenüber besoffen zu reden bzw darauf zu spekulieren, dass derjenige resigniert aufgibt.

    wenn man aber hartnäckig bleibt und sagt: zurück zu meiner ersten frage: was bedeutet xyz und das wiederholt, kann man sehen, wie so ein soziologenpseudointuellektueller gaaanz schnell gaaaanz pöse wird 😆

  57. Gehören diese Studenten zur Bildungselite, die bald meine Rente finanzieren soll?
    Dann werde ich grausam enden….

  58. Vorsicht: Wäre ich Soziologiestudent (Gott bewahre!), wäre ich bei solch einer offensichtlichen Situation wie in der Karikatur dargestellt vorsichtig! Denn ich wüsste, was die Profs nicht hören wollen: Die Beschreibung des Offensichtlichen! Ich dächte, sie setzen von einem Soziopa… äh Soziologen voraus, dass er verschwurbelt um drei Ecken denken können muss. Ob das, was dabei rauskommt, nun die Wahrheit ist, interessiert nicht, sondern dass es zur Politik / Ansicht / Ideologie passt.

  59. #68 abendlaender11 (27. Jun 2012 08:19)

    Da gab es in den 60er Jahren mal diesen Unterhaltungssänger Ricky Shayne mit seinem Gassenhauer “Ich sprenge alle Ketten.”

    Oh ja – der hatte doch irgendeinen MiHiGru. Den schon damals einige Mädels – wahrscheinlich die ganz bunten und weltoffenen – ganz toll fanden.

    Na, und heute liegen die zugehörigen Jungs in ihren Betten, ziehen sich den geilen HipHop aus ihren MP3-Playern rein – der doch genau ihre Lebenssituation ausdrückt – und träumen davon, endlich aus ihrem Getto zu entkommen.

    Die einen nennen es Getto – für die anderen ist es einfach nur ein Kinderzimmer.

  60. Tja, das Unterschicht-Förderprogramm zu Gunsten „Sozial Schwacher) letzten 20 Jahre zu Lasten einer aussterbenden Mittelschicht zeigt doch jetzt wunderbare Früchte. Deuutschland verblödet und schafft sich ab – und das Jahr für Jahr mehr dank der Gutmenschen-Ideologie und deutschfeindlicher Politik, die unter Kohl eingführt und konsequent fortgesetzt wurde.

  61. #60 blumentopferde (27. Jun 2012 02:06)

    Die Jugend und die jungen Erwachsenen heutzutage haben keine Ahnung wie ein “Skinhead” aussieht.

    Jedenfalls nicht so, wie auf der Zeichnung. Oder soll neuerdings jede männliche Person mit Haarwuchsproblemen als „Skinhead“ diskriminiert werden?

    Gab es da nicht neulich so einen Fall, in dem ein unbescholtener linker Bürger mit Haarwuchsproblemen von ein paar Antifaschisten als „Glatze“ beschimpft und verprügelt wurde?

  62. #73 Stefan Cel Mare (27. Jun 2012 10:15)

    Und – Bingo:

    Ricky Shayne, Sohn eines Libanesen und einer Französin, wuchs im Libanon auf und kam als 15-Jähriger mit seiner Mutter nach Paris, wo er zwei Jahre Gesang studierte.

    Später ließ sich Ricky Shayne in Italien nieder, wo er erste Erfolge als Sänger hatte. 1965 landete er dort einen Top-Ten-Hit mit Uno dei Mods. Für Stanotte erhielt er eine Goldene Schallplatte.

    Durch seine Mitwirkung in dem Spielfilm 17 Jahr, blondes Haar im Jahr 1966 mit Udo Jürgens kam er nach Deutschland. Hier nahm er 1967 seine aufhorchen lassende erste Platte in deutscher Sprache auf: Ich sprenge alle Ketten gelangte sofort in die Charts. Giorgio Moroder und Michael Holm, die zwei Jahre später ihren Durchbruch hatten, schufen Musik und Text. Auch infolge seines äußeren Erscheinungsbilds wurde Ricky Shayne zu einem Liebling der Teenager.

  63. Die neue Abi-Elite ist einfach nur unbrauchbar:
    Zum Arbeiten zu faul – zum Studieren zu dumm!

  64. #58 Yeti (27. Jun 2012 01:43)
    Wie die meisten Mitforisten bin ich der Überzeugung, daß unser Bildungssystem dringend der Verbesserung bedarf. Was mich wundert ist, das bisher noch keinem aufgefallen ist, daß sowohl die Karrikatur in der FAZ wie auch der Artikel von Prof. Kamphausen eine ganz andere Zielrichtung haben. Herr Prof. Kamphausen möchte uns mit den ausführlichen Zitaten aus den studentischen Arbeiten zeigen, daß keiner seiner Studenten ausreichend politisch geschult war, um die Aussage der Karrikatur so zu verstehen, wie das ein Soziologe seiner Ansicht nach müßte. Die Karrikatur erschließt sich ja auch gar nicht auf den ersten Blick. Ohne den mitzudenkenden ideologische Unterbau bleibt sie sogar weitgehend unverständlich.
    ……………………………………………………….

    Wer diese durchaus gängige (aber abwegige) Interpretation nicht teilt, wird vielleicht auch mit der Zustimmung zu Prof. Kamphausens Artikel so seine Probleme haben. Das er sich hier auch noch auf Kosten seiner Erstsemester profiliert, kommt erschwerend hinzu. Auf jeden Fall werden sich die adorno-seligen Feuilleton-Redakteure bei der FAZ über ihren Coup ganz schön ins Fäustchen gelacht haben.

    Ihren Zeilen kann ich folgen in Bezug auf das Motiv der Auswahl der Zeichnung. Aber auch ein Soziologe wird nicht einfach eine Kar!ikatur „kapern“ um darauf politische Überzeugungen abzuarbeiten. Für mich ist die Wahrheit viel simpler. Er wollte einfach nur überprüfen, ob seine Studenten den „Mut“ haben, sich persönlich zu der Problematik „Gutmensch“ in Stellung zu bringen. Dazu muss man ja erst mal bereit sein. Deshalb hat er ja auch m.E. zitiert: „Der ideenpolitische Opportunismus, so schrieb bereits Arnold Gehlen, habe zu einer Haltung geführt, „die im Alltag fünf gerade sein lässt, die das Abwarten, wer gewinnt, und in welcher Richtung man den eigenen Mantel in den Wind hängen sollte, für Lebensklugheit hält.“

    Allerdings hätte er ruhig sagen können, wieviele der 157 Teilnehmer sich dieser Thematik „gestellt“ haben. Wir älteren, die wir HIER versammelt sind fassen uns wahrscheinlich eher an den Kopf, das entnehme ICH den Kommentaren. Mich springt die Ironie an wie die meisten hier – aber das ist wohl bei jüngeren ganz anders und das macht ganz schön nachdenklich.

  65. Diese Typen hätten nur schreiben müssen: „Die Karikatur macht sich über uns lustig.“

  66. #71 wien 1529

    „wenn man aber hartnäckig bleibt und sagt: zurück zu meiner ersten frage: was bedeutet xyz und das wiederholt, kann man sehen, wie so ein soziologenpseudointuellektueller gaaanz schnell gaaaanz pöse wird“

    Der Wirklichkeitsbezug in Zeit und Raum liegt bei den „Studierenden“ genau bei Null. Wer kein Sexist ist und in einer Frau nur den „Menschen“ sehen kann ist impotent und kann kein Kind zeugen.
    Wer nicht zwischen einer Hauswand und einer Türöffnung diskriminieren kann („discriminare“ = unterscheiden), stößt sich gefährlich die Birne. Wer sich gefährlich die Birne gestoßen hat, kann nur noch Sozial-„WissenschafterIn“ werden.

  67. Ich bin in der Ausbildung tätig und seit Jahren schon kommt immer mehr und mehr das große Grauen auf uns Prüfern zu. Fast kein
    Abiturent kann mehr einen vernünftigen deutschen Satz fehlerfrei schreiben, sei es Grammatik, Rechtschreibung, Kommas setzen etc. Der Klassiker schlechthin… dähmlich… Das Volk verblödet immer mehr, gewollt von Politik und Medien.

  68. Die Soziologie Studenten haben anscheinend noch nichts von psychischen Zuständen und Eigenschaften eines Menschen gehört.

    Also „emotional“ beschreibt den psychischen Zustand des Menschen, der durch Kommen und Vergänglichkeit geprägt ist. Die Intelligenz ist die psychische Eigenschaft eines Menschen, die bei unseren Studenten offensichtlich zu wünschen übrig lässt.

    Meine Tochter studiert auch gerade und während ihres Abiturs habe ich mich immer schon maßlos darüber aufgeregt, das die sich im ABI mit Dingen beschäftigen, die ich in der (sozialistischen) Polytechnischen OS in der 8. Klasse hatte. Super na dann mal weiter so!!!!

  69. Absurd, ich kann den Antworten im Artikel kaum abnehmen was sie meinen.

    Man merkt wie ein gewisser Gedanke eingepflanzt worden ist, und sie sich dahingehen dorientieren.

    Langsam erkennt man wie das mit „Götzen“ funktioniert. Alles wird diesem Untergeordnet – Antirassissmus und „Gerechtigkeit“ oder ähnliches. Irgendwie haben Ideen so eine Art „Gravitation“, je stärker die Idee, desto stärker die Gravitation und es verdreht das Denken.

    Templarii – recognoscere.wordpress.com

  70. Der linksluschige Lehrer ist Opfer der staatlich verordneten Erziehung zur Respektlosigkeit und findet das auch noch tolerabel.
    Auch ein zweites Veilchen wird ihn nicht klüger machen – LMA, liebe Pädagogik!

  71. #76 Stefan Cel Mare (27. Jun 2012 10:33)


    Jedenfalls nicht so, wie auf der Zeichnung. Oder soll neuerdings jede männliche Person mit Haarwuchsproblemen als “Skinhead” diskriminiert werden?

    Gab es da nicht neulich so einen Fall, in dem ein unbescholtener linker Bürger mit Haarwuchsproblemen von ein paar Antifaschisten als “Glatze” beschimpft und verprügelt wurde?

    Wie begriffsstutzig kann man eigentlich sein?! Das hier ist eine Karikatur, nicht die Realität, da wird mit einfachen zeichnerischen Mitteln und mit Stereotypen gearbeitet.

    Der Mann mit der Krawatte ist der Lehrer. Es könnte auch ein Versicherungsvertreter sein, ein Bankangestellter oder ein Autohändler und irgendwo wurde hier ja auch eingeworfen, dass Lehrer heutzutage ja gar keine Krawatten mehr tragen, aber aus dem Kontext heraus wird es eben ersichtlich, dass es der Lehrer ist. Der junge Mann mit Glatze und Bomberjacke ist ein Skinhead, er hat keine „Haarwuchsprobleme“ und macht auch keine Chemotherapie. Warum? Weil es in diesem Kontext KEINERLEI Sinn ergeben würde. Es geht dabei auch gar nicht um den Skinhead, sondern um die Reaktion des Lehrers auf sein gewalttätiges Verhalten. Der Skinhead musste eben als Stereotyp des gewalttätigen Jugendlichen herhalten, weil er leicht zeichnerisch darzustellen ist und diese Gruppierung allgemein als gewalttätig bekannt ist.

    Ihr Kommentar beweist nocheinmal wunderbar, dass das fehlende Urteilsvermögen der Soziologiestudenten kein Produkt des Bologna-Prozesses ist, sondern alle Alters- und Bildungsklassen betrifft. Alles ist relativ geworden, es gibt kein „falsch“ und kein „richtig“ mehr, alles liegt im Auge des Betrachters, niemand traut sich mehr, ein Urteil abzugeben. Ein Skinhead könnte genausogut ein Jugendlicher mit hormonellen Problemen sein, Kot auf Leinwand ist Kunst, und nicht einfach Kot auf Leinwand, eine Kultur, in der gesteinigt und gepeinigt wird, ist nicht „schlecht“ sondern einfach nur „anders“. Ihre Reaktion auf eine einfache Karikatur fügt sich ganz wunderbar in den von Ihnen ach-so-bekämpften Kulturrelativismus ein….

  72. Passt doch! So wie die, die nur schlechte Noten nach Hause bringen keine Döfchen sind, sondern verkannte Genies, sind Prügler eben keine Asis, sondern emotional intelligent. Bravo.

  73. #87 blumentopferde (27. Jun 2012 14:46)

    Ihre Reaktion auf eine einfache Karikatur fügt sich ganz wunderbar in den von Ihnen ach-so-bekämpften Kulturrelativismus ein….

    Papperlapapp!

    Wenn schon „mit einfachen zeichnerischen Mitteln und mit Stereotypen gearbeitet“ wird, dann erwarte ich den kompletten Sterotyp. Das heisst – wie tausende von Bebilderungen in den MSM zeigen – „Skinhead=Springerstiefel“.

    Vielleicht schon mal die Idee gehabt, dass die Karikatur einfach nur mies gezeichnet ist?
    Ein anderes Beispiel dafür: einige Betrachter haben eine Brille auf der Nase der Mutter erkennen wollen. Andere dagegen halten ihr Haar für ein Kopftuch und die Mutter daher für eine Muslima.

    Aufgrund dessen habe ich diese Grafik heruntergeladen, in ein Bildverarbeitungsprogramm eingelesen und vergrössert. Danach kann ich bestätigen: es ist Haar und KEIN Kopftuch. Und ja, es gibt ein bis zwei Federstriche, die man bei gutem Willen als „Brille“ interpretieren könnte.

    Aber; das kann´s nicht sein. Keine Ahnung, wie gross und ggf. detailreich die gedruckte Version der Karikatur ist bzw. war, aber von einer guten Karikatur erwarte ich dann eben schon, dass sie die genannten „Stereotype“ – wenn diese schon verwendet werden – dann eben auch vollständig und leicht erkennbar bedient – ohne Zuhilfenahme eines Bildverarbeitungsprogramms.

    Ohne die klar erkennbare Bedienung aller gewollten Sterotypen funktioniert die Karikatur eben nicht. Der „Skinhead“ ist eben – ohne Springerstiefel – nur eine männliche Person in schwer abschätzbarem Alter mit Glatze, die ebensogut der Vater des Täters sein kann.

    Hinzu kommen noch weitere Aspekte.

    Zum Beispiel passt die „Storyline“ hinter der Karikatur schlicht und einfach nicht. Warum sollte der Lehrer überhaupt die Mutter/Eltern eines Schlägers in die Schule einladen? Um ihr die freudige Mitteilung der überragenden „emotionalen Intelligenz“ des Schlägers/Schülers zu machen?

    Und zu guter Letzt: wie wir alle wissen – und ab und zu ist es dann doch nicht schlecht, ein wenig „Realität“ in die Betrachtung einer Karikatur einfliessen zu lassen -, passt die Story und die Aussage niemals zu einer Prügelattacke eines vermeintlich „rechtsradikalen Skinheads“. Wie wir alle wissen – und „alle“ schliesst dann nämlich auch die Studenten mit ein, die auf diese, bon den Karikaturisten ggf. angebotene politkorrekte „Lösung“ NICHT gekommen sind – würde in einem solchen Fall der Staatsschutz vor der Tür stehen, der Schüler sofort der Schule verwiesen und die Medien die sofortige Erhöhung der Mittel im „Kampf gegen Rechts“ an den Schulen fordern.

    Wo die Storyline allerdings sofort greift, ist der Fall, dass es sich um einen Schläger mit sehr speziellem MiHiGru handelt. Auch DAS wissen alle – wir, die GEW, die Lehrer und die „Studierenden“, die sich ggf. ja auch aus diesem Grund so vehement vor den „kettensprengenden“ Delinquenten stellten.

    Und natürlich wissen das auch Greser und Lenz. Aber offenbar geht es denen ähnlich wie dem Lehrer in der Karikatur: sie möchten eindeutig vermeiden, eines auf die Fresse zu bekommen. Sooo inkorrekt möchte man dann doch nicht sein: gegen Pädadogenschwachsinn wie „emotionale Intelligenz“ wagt man, anzutreten. Gegen MiHigrus – Gott bzw. Allah behüte! Und ggf. sind dann auch die o.g. Inkonsistenzen und handwerklichen Fehler diesem inneren Konflikt geschuldet.

    Die Geschichte ist schon komplexer, als sie auf den ersten Blick erscheinen mag.

  74. #24 national.liberaler.patriot
    karikatur vielsagend und treffend, danke
    #30 liebes kind
    punkt mit auszeichnung verdient.
    die glatze ist der sohn der alleierziehenden mutter. diese rächt sich an erzeuger und unterdrückt sohnemann. dieser vermisst väterliche identifikationsfigur.
    der lehrer hat das in den sechziger jahren herausgegebene buch von a.s. neill „sommerhill“ gelesen und verinnerlicht.

  75. …In seinem Artikel stellt der Professor einige studentische Ergebnisse vor, die lediglich in Sachen Rechtschreibung und Grammatik geschönt wurden, um Eingang in eine Zeitung zu finden…

    Warum konnten die denn nicht unzensiert bleiben?

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