In der aktuellen FOCUS-Ausgabe 27/2012 zeigt Michael Klonovsky in einem ganzseitigen Kommentar gelebte Gesinnungsdiktatur von links auf. Nicht nur, dass vor wenigen Wochen die „Grüne Jugend“ eine verklemmte und linkspopulistische Aktion gegen das Zeigen der deutschen Flagge startete. Jetzt zieht die Ver.di-Jugend nach und ruft dazu auf, politisch inkorrekte Publikationen zu bekämpfen.

Konkret sollen Zeitungshändler zunächst freundlich angesprochen werden. Sollten sie dann den Forderungen der jungen Ver.di-Aktivisten FDJ nicht nachkommen, die Publikationen aus dem Sortiment zu nehmen, wird mit Protest vor Ort gedroht und zwar so lange, bis auch die letzte nicht systemkonforme Zeitung entfernt wurde.

Hier der lesenswerte Kommentar von Michael Klonovsky:

Die Ver.di-Jugend spielt FDJ

In der DDR stieg die Freie Deutsche Jugend, kurz FDJ, den Bürgern buchstäblich aufs Dach, damit bei denen daheim nicht die falschen Medien konsumiert wurden. Engagierte Nachwuchssozialisten drehten die gen Westen ausgerichteten Fernsehantennen in die entgegengesetzte Richtung. Neuerdings ist es die Ver.di-Jugend, die korrigierend in die Mediennutzung der Bundesbürger eingreifen will.

In einer 24-seitigen Broschüre „Aktiv gegen extrem rechte Zeitungen“, die man sich von der Webseite der Gewerkschaft laden kann, geben die Nachwuchskader Hinweise, wie gegen Zeitungshändler vorzugehen sei, die im Sortiment haben, was die Ver.di-Aktivisten für „extrem rechts“ halten.

Der echte Verfassungsschutz scheint übrigens zu schlafen, denn einige der gelisteteten Publikationen kommen in seinen Berichten nicht vor. Etwa die „Preußische Allgemeine Zeitung“, der die Ver.di-Autoren vorwerfen, sie thematisiere „das kulturelle und geschichtliche Erbe des Staates Preußen“. Das ist ungefähr so, als würfe man der „Financial Times“ vor, sie widme sich der Finanzwirtschaft.

„Nicht jede/-r Händler/-in mit extrem rechten Zeitungen im Geschäft ist überzeugte/-r Nationalsozialist/-in“, haben die überzeugten Verbieter/-innen eruiert. „Geht am besten zu zweit in das Geschäft“, empfehlen sie.

„Sollte der bzw. die Händler/-in nicht auf eure Vorschläge eingehen und auch zukünftig Nazizeitungen verkaufen, teilt ihr ihm oder ihr mit, dass es dann in der nächsten Zeit vor seinem Geschäft Protestaktionen geben wird – und zwar so lange, bis diese aus dem Sortiment verschwinden.“ Die Aktion wird übrigens „gefördert aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes“.

Das wirft Fragen auf. Zum Beispiel, warum sich eine Gewerkschaft als Verfassungsschutzableger zu betätigen sucht. Warum überhaupt einige Gesinnungsspitzel auf die Idee kommen, anderen vorschreiben zu dürfen, was falsch, böse und verbietenswürdig sei. Und warum dergleichen grundgesetzwidriges Treiben („Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern“) mit Bundesmitteln finanziert wird. Fragen könnte man überdies, warum die Hobby-Verfassungsschützer nicht zum Beispiel Aktionen gegen die hiesigen Salafisten unternehmen., deren Verfassungsfeindlichkeit ja an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Etwa weil die Ver.di-Streberchen bloß ihren moralischen Heiligenschein polieren und ein paar politisch korrekte Bienchen bekommen wollen, aber keineswegs eins auf die Nase? Weil ihre Courage die Obergrenze erreicht, wenn sie in Überzahl beim Zeitungshändler antanzen?

Insofern ist es fast zu pathetisch, was ein Forumsteilnehmer der linken Website „Endstation rechts“ zur Ver.di-Aktion schrieb. Er zitierte den italienischen Sozialisten Ignazio Silone, dem der Ausspruch zugeschrieben wird: „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.“

Kontakt:

» Deutscher Gewerkschaftsbund
Bundesvorstand
Henriette-Herz-Platz 2
10178 Berlin
Telefon +49 30.240 60-0
Telefax +49 30.240 60-324
info.bvv@dgb.de

» Bundesfamilienministerium (unterstützt die Methoden der Ver.di-Jugend)
Ministerin Kristina Schröder (CDU)
Glinkastraße 24
10117 Berlin
Telefon: 03018/ 555 – 0
Telefax: 03018/ 555 – 1145
kristina.schroeder@bmfsfj.bund.de

» Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V.
Herr Helmut Heinen (Präsident)
Markgrafenstraße 15
10969 Berlin
Telefon: 0049 (0) 30 72 62 98 0
bdzv@bdzv.de

(Spürnase: Benjamin)

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47 KOMMENTARE

  1. Wieso wundert mich das gar nicht? Wenn Bundestagspräsidenten Menschen an ihrem verfassungsmäßigen Demonstrationsrecht hindern dürfen, warum dann nicht der FDGB wie früher in der DDR Menschen an ihrer freien Meinungsäußerung? Das ist doch gute sozialistische Tradition.

  2. Im Kanzleramt wird wohl die eine oder andere Träne der Nostalgie fließen, dass Erika das noch erleben durfte. Und der Verfassungsschutz wird dann aufgelöst und durch die Stasi ersetzt, ach wie schön es doch in der Demokratie sein kann. Erinnern wir uns: DDR = Deutsche Demokratische Republik.

  3. Klonovsky ist neben Fleischauer und Broder einer meiner Lieblingsinkorrekten.

    Hier ein paar Zitate, die mir besonders gut gefallen:

    Mit einer gewissen Vorfreude erwartet man den Tag, an welchem unsere Schwulen, Lesben und Feministinnen zum Endkampf gegen die muslimischen Machos antreten.

    Wenn sich ein Deutscher und ein Immigrant prügeln und der Immigrant gewinnt, handelt es sich um ein Integrationsproblem. Gewinnt der Deutsche, ist es Rechtsextremismus.

    Die muslimische Invasion Europas brächte nicht nur Nachteile; Feminismus, Gender Studies und Regietheater würden immerhin verschwinden.

    Ich warte auf den Tag, da ein deutscher Fernsehhistoriensprecher sagt: In der Normandie trafen unsere Truppen nur auf schwachen Widerstand der Nazis.

  4. Die Deutschlandfahne, zwar mit Hammer und Zirkel, wurde in der DDR oft verwendet. Öfter als in der BRD.

    Insofern hinkt der Vergleich verdi jugend und FDJ.

    Aber was die Unterdrückung anderer Meinungen betrifft, stimmt der Artikel.

  5. Was los wäre, wenn „Rechte“ Zeitunghändler dazu auffordern würden, linke Puplikationen, wie z. B. die Verdi Zeitung aus dem Sortiment zu nehemn.
    Aber bei der Stasi-Gewerkschaft geht das wohl voll in Ordnung.

  6. # 3 Eurabier

    Das erste Zitat ist Schwachsinn . Mir ist nicht bekannt das die Heterosexuellen im Widerstand gegen die Islamisierung tagtäglich herausragende Taten vollbringen .

  7. Sollte die Ver.di-Jugend von der Grünen Jugend Nachhilfe in Pressefreiheit bekommen?

    http://www.gruene-jugend.de/themen/demokratie/1079982.html

    Von der GRÜNEN JUGEND nahm Matthias Stumpf teil.

    Am 22. April 2012 war es nun so weit. 40 Teilnehmer_innen trafen sich am Taksim-Platz. Bei Sonnenschein in einer einmaligen Stadt namens Istanbul machten wir uns per Bus auf in das kleine Bergörtchen Karaaslan.

    Karaaslan ist ein kleines Ressort in einer wunderschönen bewaldeten Gegend. Hier verbrachten wir nun die nächsten Tage, um uns voll uns ganz auf unser Seminar zu konzentrieren, was in der Abgeschiedenheit eines Bergdörfchens leichter fällt, als in einer Metropole wie Istanbul. Die Türkei wurde als Gastland ausgewählt, da es sich nicht nur wegen oben genannter Vorzüge bestens zur Ausrichtung eines Seminars eignet, sondern das Thema der Meinungs- und Pressefreiheit auch von größter aktueller politischer Brisanz ist. In den vergangenen Jahren wurde die Arbeit von Journalist_innen sowie die Meinungsfreiheit massiv eingeschränkt. Mehr als 100 Journalist_innen sitzen im Gefängnis, weitere 4000 Studierende und Aktivisten_innen sitzen ebenfalls ein. Gestützt auf Gummiparagraphen oder falsche Beschuldigungen wird die Arbeit der Presse sowie die Entwicklung einer Zivilgesellschaft massiv eingeschränkt.

    Die Teilnehmer_inner kamen jedoch nicht nur aus der Türkei. Auch Vetreter_innen verschiedener NGOs und grüner Parteien aus dem Kaukasus, dem Balkan und Russland nahmen teil. Nach einem Kennenlernen am ersten Tag befassten wir uns zunächst mit den rechtlichen Grundlagen, sowie der Bedeutung der Meinungs- und Pressefreiheit als Menschenrecht.

    ….


    Ob Einschränkung nun durch staatliche Zensur oder gesellschaftliche Tabus geschieht, so ist das Ergebnis stets dasselbe: Nirgendwo auf dieser Welt ist das freie Wort eine Selbstverständlichkeit.

    Matthias Stumpf

    Nun Stumpf, dann machen Sie der Ver.di-Jugend mal Beine!

  8. Hab den Artikel gerade ausgedruckt und an das „Schwarze (eigentlich Rote) Brett“ des Betriebsrates gehängt, ganau über die Ver-Di-Prospekte, Beitrittsvordrucke und dem ganzen anderen Gewerkschaftsmüll. Vielleicht wacht ja der ein oder andere auf….

    Gott sei Dank bin ich vor Jahren aus dieser Deutschen-Arbeitsfront 2.0 ausgetreten.

  9. Ich kann nur die Schriften und Werke von Michael Klonovsky empfehlen.
    Einer der größten deutschen Schriftsteller (Land der Wunder; Der Ramses-Code) und messerscharfer politischer Analyst.

  10. Was wird Ver.di wohl alles als „Rechte Zeitung“ ansehen? Das fängt dann mit dem NPD-Kampfpamphlet an und hört aber mit dem Handelsblatt und der FAZ noch lange nicht auf.

    Wehret den Anfängen und jagt die Brut in ihre Kommunistenlöcher zurück aus denen die gekrochen kamen bevor die unser Land ganz herunterwirtschaften.

  11. „Aktiv gegen extrem rechte Zeitungen“

    Der Begriff „extrem rechts“ ist schon bemerkenswert unanständig:

    Weil die Publikationen de facto nicht ‚rechtsextrem‘ sind, wird eben „extrem rechts“ erfunden.

    Wirkt auf die Leser unterschwellig genauso wie der Begriff ‚rechtsextrem‘ – aber man kann vermutlich nicht wegen Verleumdung verklagt werden.

    Ekelhafte Parafaschisten, diese Verdi-Kids.

    p.s.: Man kann das Ignazio-Silone-Zitat gar nicht oft genug erwähnen, denn Aufklärung muss sein!

  12. Antifa marschiert, mit ruhig festem Tritt und Unterstützung durch die Bundeszentrale für politische Bildung:

    http://www.ka-news.de/region/rastatt/Linke-wollen-Nazi-outen-Polizei-verhindert-Eskalation;art6216,913011

    Am Montag, 2. Juli, gegen 23.30 Uhr, wurde der Polizei telefonisch mitgeteilt, dass im Ort mehrere Personen lautstark Parolen grölen und Bengalische Feuer entzünden würden. Daraufhin wurden mehrere Polizeifahrzeuge zum Einsatzort geschickt.

    Starke Polizeipräsenz verhindert Auseinandersetzung

    Wie die Ermittlungen ergeben haben, hatte offensichtlich eine Gruppe die der Antifa-Bewegung zugeordnet werden kann, Flyer an Fahrzeugen in der Rastatter Straße angebracht und vor einem Haus, indem nach Ansicht der Gruppe Personen wohnen, die dem rechten Spektrum zu zuordnen sind, ihrem Unmut über diese Gesinnung lautstark Luft gemacht. Die Bewohner verständigten daraufhin ihrerseits Gesinnungsgenossen.

    Aufgrund der starken Polizeipräsenz konnte eine eventuelle Auseinandersetzung der Gruppierungen verhindert werden. In einem mit fünf Personen besetzten Fahrzeug wurden laut Polizei bei einer Kontrolle unter anderem ein Baseballschläger und ein Tierabwehrspray gefunden und sichergestellt. Zur Wiederherstellung der Ruhe mussten mehrere Platzverweise ausgesprochen werden. Es wurden mehrere Personen, die dem rechten beziehungsweise dem linken Spektrum zu zuzuordnen sind, in der Nacht kontrolliert.

    Das Dezernat Staatsschutz bei der Kriminalpolizei Rastatt/Baden-Baden hat diesbezüglich die Ermittlungen übernommen. Nach bisherigem Sachstand handelt es sich bei der Aktion um ein sogenanntes Nazi-Outing.

    Nähere Infos zum Thema Nazi-Outing sind auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung zu finden.

    http://www.bpb.de/politik/extremismus/linksextremismus/136660/nazi-outing

  13. Hier mal kleine Dinge die man tun kann:

    Schon nach dem Hausverbot bei einem öffentlichen Vortrag im DGB Haus München, habe ich mit meiner Frau gesprochen und die hat jetzt ihre Gewerkschafts- Mitgliedschaft gekündigt.

    Ich habe diesen Brief mit der Kündigung eigenhändig zur Post gebracht. Es war mir ein innerer Vorbeimarsch Ihr lieben Gewerkschafter. Die EUR 21,70 werde ich jetzt in Telekomaktien investieren, die haben immerhin fast 10 % Rendite. (wegen der Toilettenwährung)

  14. Zu den im Beitrag angegebenen Adressen gehört unbedingt noch die des deutschen Presse-Grossos, also der Verband, der den Vertrieb sämtlicher Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland übernimmt:

    Bundesverband
    Deutscher Buch-, Zeitungs- und
    Zeitschriften-Grossisten e.V.
    Händelstraße 25-29
    50674 Köln

    Tel 0221/921337-0
    Fax 0221/921337-44

    bvpg@bvpg.de

    Daß hier plötzlich eine Selbstjustiz-Sturmabteilung von Ver.di auftaucht, wird den bestimmt ganz doll freuen…

    :mrgreen:

  15. Da wollen also ein paar Buben und Mägdelein, die des Lesens und Schreibens nur bedingt mächtig sind, anderen vorschreiben, was sie lesen dürfen. Sie selbst müssen diese Publikationen aber gekauft haben, denn sie gleuben ja zu wissen, was drinsteht. Oder lassen sie andere für sich lesen und denken?

  16. In der DDR stieg die Freie Deutsche Jugend, kurz FDJ, den Bürgern buchstäblich aufs Dach, damit bei denen daheim nicht die falschen Medien konsumiert wurden. Engagierte Nachwuchssozialisten drehten die gen Westen ausgerichteten Fernsehantennen in die entgegengesetzte Richtung.

    😀 😀 😀
    Woher hat denn der Herr Klonovsky solchen Unfug ?

    Ich zumindest hatte nie ein Blauhemd oder ähnliche Gestalten an einer Antenne drehen sehen .

    Trotzdem ist diese Entwicklung heute sehrwohl vorstellbar, da die Meinungsdiktatur mit großen Schritten voran schreitet….
    …..und zwar Seit an Seit mit sämtlichen politischen und gesellschaftlichen Parteien, Gewerkschaften, Vereinen, Bündnissen etc .

    Man sollte allen Deutschen den rechten Arm und die rechte Gehirnhälfte amputieren……………….

  17. #21 Sebastian (04. Jul 2012 11:40)

    In den 1950ern und 1960ern haben das Honeckers Blauhemden tatsächlich gemacht, später, auch wegen des 3. Korbs der Schlußakte von Helsinki aber eingestellt!

  18. #21 Sebastian (04. Jul 2012 11:40)

    Der SPIEGEL von 1961

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43366009.html

    06.09.1961

    FERNSEHEN
    Aktion Ochsenkopf
    SOWJETZONE

    Mit hurtigem Marschtritt bog ein kleiner Trupp blau uniformierter Mitglieder der Freien Deutschen Jugend (FDJ) auf den Marktplatz des Kreisstädtchens Ellenburg bei Leipzig ein. Die Jugendfreunde sangen:

    German Titow

    soll ein Vorbild für uns sein

    Jeder von uns

    kann ein Held wie Tjtow sein

    Auf der Mitte des Platzes hielt die Blauhemden-Abteilung. Das Astronautenlied brach ab. Aus der Gruppe lösten sich zwei junge Burschen und rammten eine Fernsehantenne ins Straßenpflaster. Alsdann befestigten sie ein sauber gemaltes Schild am Antennenmast: Diese Apparatur, so lasen die Passanten, habe ein unbelehrbarer und deshalb bestrafter Ellenburger Bürger dazu benutzt, sich das Fernsehprogramm des – westdeutschen – Klassenfeindes anzuschauen.

    Jubelte anderntags die „Junge Welt“, das Pflichtblatt aller FDJler: „Hetzantenne am Pranger“. Zugleich feierte die Jugendfront-Zeitung die Ellenburger Demontageaktion als ersten weithin sichtbaren Erfolg jener „Diskussion mit ideologischen Grenzgängern“, deren Ziel es ist, die Insassen der mit Stacheldraht umzäunten DDR nach der Grenzsperre vom 13. August nun auch der letzten optisch-akustischen Westkontakte zu berauben.

    Der Rachefeldzug gegen alle Ulbricht -Untertanen, die bislang Unterhaltung und Informationen lieber aus westlichen TV-Kanälen als aus der ideologischen Küche des DDR-Fernsehfunks bezogen, wird von der SED-Agitationszentrale unter Albert Norden geleitet.

    Agitprop-Chef Norden hatte in aller Eile ein Drei-Punkte-Programm entworfen, das bis zur DDR-„Volkswahl“‚ am 17. September dieses Jahres erfüllt werden soll:

    – Beseitigung aller auf Westempfang

    eingerichteten Fernsehantennen (nach dem Standort des bayrischen Zonengrenz-Senders Ochsenkopf kurz „Ochsenköpfe‘ genannt);

    – Selbstverpflichtung aller Elektromonteure,

    künftig keine „Westantennen“ mehr zu installieren;

    – Selbstverpflichtung aller Hausgemeinschaften,

    freiwillig auf den Empfang westdeutscher oder Westberliner Fernsehsendungell zu verzichten.

    Da einsatzbereite Partei-Apparatschiks nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung standen, übertrug die SED die Aktion Ochsenkopf dem Funktionärskorps der FDJ. Seither schwärmen die linientreuen, durch rote Armbinden als „Hilfsorgane der Staatssicherheit“ ausgewiesenen Jugendgenossen in Stadt und Land aus und notieren die Besitzer aller westwärts weisenden Antennen. Alsdann werden die Eigentümer aufgefordert, die „Feindfahnen“ und „Opiumsäulen“ entweder abzubauen oder auf Ostempfang zu drehen.

    Kommen besonders störrische Elemente dieser Anweisung nicht unverzüglich nach, greifen die Blauhemden selbst zu Zange und Schraubenschlüssel.

  19. Naja, die sozialistischen Sturmabteilungen und Saalschützer sammeln halt wieder Bücher und Hefte ein.

    Im Sozentum nichts Neues.

  20. übler NS-Methoden-Verein. Kauft nicht bei (Juden)xyz !

    Fehlt nur noch der gelbe Winkel am Zeitungskiosk

    Mein Vater sagte schon vor 50 Jahren :

    Die Gewerkschaft ist der Totengräber Deutschlands

  21. #21 Sebastian
    hallole, in der Zeit nach 1961 gabs in der DDDDR die Aktion Ochsenkopf, da wurde den Leuten aufs Dach gestiegen und die Antennen aus der Westrichtung gedreht. Die Begründung dazu wurde in den Schulen erläutert.

  22. Ja und Angelea Merkel gehörte auch als FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda zur „Kampfreserve der SED“
    Man merkt es heute noch.

  23. Das von der ver.di-Jugend vorgeschlagene Vorgehen erinnert an das Verhalten von mafiosen „Schutzgeld“-Erpressern.

    Anzuraten ist betroffenen Ladenbesitzern Strafanzeige wegen versuchter Nötigung zu erstatten sowie eine einstweilige Unterlassungsverfügung wegen Eingriffs in das Recht am ausgeübten Gewerbebetrieb bei Gericht zu beantragen.

    Und selbstverständlich sollten die Erpresser sofort aus dem Laden verwiesen werden und Hausverbot erteilt werden.

  24. #22 Eurabier (04. Jul 2012 11:42)

    Das ist erstaunlich, mir ist kein Fall aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis bekannt, aber gut, man lernt nie aus .

    #25 urlaubsabgeltung (04. Jul 2012 11:52)

    Da war der Name ja Programm und stand wohl für die Mitglieder dieser Aktion ! 😀

    Fazit :
    Das Fernehen in seinem Lauf hält weder GEZ noch Ochsenkopf auf !

  25. Schon im Dritten Reich wurden die Kinder dazu angehalten, ihre Eltern zu bespitzeln, was sie im Radio hören, was sie für Sachen lesen und so weiter.
    Sehen diese doofen Blagen in ihrem Tun denn überaupt keine Parallelen, wo ihre „antifschistischen“ Pauker ihnen doch da mit dem Buch und dem Film DIE WELLE alle Nase lang zugesetzt haben? Haben sie nicht einen Aufsatz nach dem anderen darüber geschrieben? Wozu all dieser Einsatz, wenn er nichts nützt?

  26. #16 Eurabier (04. Jul 2012 11:24)
    Antifa marschiert, mit ruhig festem Tritt und Unterstützung durch die Bundeszentrale für politische Bildung
    http://www.bpb.de/politik/extremismus/linksextremismus/136660/nazi-outing

    Ja, tatsächlich wird dort in der Bundeszentrale für politische Bildung das Thema Linksextremismus total verharmlost, denn selbst bei der Beschreibung des Linksextremismus bezüglich deren „Nazi-Outings“ wird beim Leser fast noch um Verständnis gebeten, weil es ja gegen Rechts geht.

    Autonome Zentren sind die Herzen der militanten linksextremen Szenen. Ihre Betreiber betrachten sie als Mittel, um die bestehende politische Ordnung zu beseitigen. Trotzdem sollten Autonome Zentren nicht ausschließlich als Gefahr verstanden werden.

    In der Öffentlichkeit und in der Forschung herrscht die Auffassung, Autonome definierten sich über das „Dagegensein“. Oft werden sie mit linken Gewalttätern gleichgesetzt. Beides ist bei genauerem Hinsehen nicht haltbar. Weder sind alle linken Gewalttäter Autonome, noch sind alle Autonomen in der Praxis Gewalttäter. Tatsächlich erfordert das Engagement in dieser Bewegung ein stark ausgeprägtes politisches Bewusstsein. Zwar sind die Aktivisten „gegen die HERRschenden Verhältnisse“ – gleichwohl machen sie sich intensiv darüber Gedanken, wie ein „besseres“ menschliches Miteinander zu organisieren sein könnte.

  27. Die Nummer mit dem Kiosk wurde vor einigen Wochen schon im WDR bei Stratmann von Jürgen Becker propagiert.

  28. übrigens Leute, haben wir ja jetzt die Eudssr- diese ersetzt sowieso die total veraltete und ewiggestrige Demokratie da sind solche Mittel gegen Systemgegner natürlich erlaubt!

  29. Ein schöner Spruch aus der Zeit meiner sozialistischen Jugend, der heute im Sinne des linken Gesinnungsterrors wieder Gültigkeit hat:
    „Willst du nicht Genosse sein, schlag`ich dir den Schädel ein!“
    Man merkt sofort, wie sehr auf Meinungsfreiheit und -vielfalt geachtet wurde…

  30. Diese Helden gegen die Nazis sind immer noch rund 75 Jahre zu spät dran.

    Die können der Weißen Rose nicht im Ansatz das Wasser reichen.

    Und sie wären sich auch zu schade gewesen in der DDR gegen das Unrecht zu demonstrieren, dann wäre nämlich die Stasi gekommen.

  31. Und ja sie würden sich auch nicht trauen gegen EUdSSR und ESM zu demonstrieren.

    Sie sind also in jeder Hinsicht untauglich um wirkliches Unrecht zu bekämpfen.

  32. #21 Sebastian (04. Jul 2012 11:40)
    Woher hat denn der Herr Klonovsky solchen Unfug ?

    @ Ich kenne diesen Aktionismus der Blauhemden aus Erzählungen meiner Eltern deren Bekannten und von älteren Arbeitskollegen.
    Dazu:
    Im September 1961 wurden gezielt FDJ-Mitglieder zu der sogenannten „Aktion Blitz gegen NATO-Sender“ eingesetzt, bei der etwa 25000 Jugendliche Tausende von Fernsehantennen, die auf Sender in der Bundesrepublik ausgerichtet waren, „in Richtung Sozialismus“ einstellten.
    http://www.bpb.de/izpb/10105/die-ddr-in-den-sechziger-jahren?p=all

  33. Sorry, aber Ministerin Kristina Schröder (CDU)hättet ihr raus lassen sollen. Die steht auf unserer Seite, siehe wer Förderungsgelder gegen Extremismsus erhält muss eine Erklärung unterschreiben dass er selbst nicht mit Extremisten zusammenarbeitet.

  34. Der Gutmenschensozialismus unterscheidet sich vom nationalen und dem internationalen Sozialismus nur dadurch, das wir die blutige Katastrophe die er auslösen wird noch vor uns haben…..

  35. Es ist immer wieder interessant wie Sachen aus den 50ern in der DDR rausgekramt werden , um von den heutigen Unzulänglichkeiten abzulenken . Es war kalter Krieg , wo sich beide Seiten nicht mit Ruhm bekleckert haben . Beim Sputnik haben viele Leute im Westen geglaubt das es sich um eine sowjetische Wunderwaffe handelt.

  36. Das ist die Zukunft, ganz simpel.

    Da sich immer noch kein echter Widerstand gegen diese extreme Linksorientierung unserer Gesellschaft regt, wird der rote Moloch aus entsprechend indoktrinierten BürgerInnen (wie eben diesen Clowns von der verdi-HJ) und PolitikerInnen eines Tages hier alles regieren und bestimmen.

  37. @#13 PetraWalters (04. Jul 2012 11:13)

    Ich kann nur die Schriften und Werke von Michael Klonovsky empfehlen.
    Einer der größten deutschen Schriftsteller (Land der Wunder; Der Ramses-Code) und messerscharfer politischer Analyst.

    Genau so ist es. Klasse ist auch sein Buch „Der Held – ein Nachruf“ (so bin ich auf ihn aufmerksam geworden) und seine Homepage http://www.michael-klonovsky.de/
    Seine Aphorismen sind so gut wie die von Oscar Wilde.

  38. #2 felixhenn

    Und der Verfassungsschutz wird dann aufgelöst und durch die Stasi ersetzt

    Ich denke der VS wird bald durch die AntiFa ersetzt. Die haben viel Erfahrung mit verfassungsfeindlichen Aktivitäten.

  39. #37 Theo

    Die können der Weißen Rose nicht im Ansatz das Wasser reichen.

    Natürlich nicht. Denn zu dieser Zeit hießen die den Autonomen sowie der ver.di- und Grünen Jugend vergleichbaren Kampforganisationen HJ und Pimpfe.

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