PirnaDie herzzerreißende Sommerloch-Serie bei der taz geht weiter! Diesmal der bereits angekündigte „Palästinenser aus Pirna“ (restaurierter Stadtkern Pirna siehe Foto). Der Artikel ist bei der taz mit Stacheldraht dekoriert. Während wir uns seinem Schicksal widmen, hat das Bundesverfassungsgericht entschieden: Er und seine Leidensgenossen bekommen mehr Geld. Darüber später mehr. Zuerst dieses ergreifende Einzelschicksal:

Wir erfahren, dass dem 17-fachen Vater eine eigene 27-Quadratmeterwohnung zur Verfügung steht. Die Kinder sind aber nicht dort untergebracht, sondern von ihm vor fünf Jahren verlassen worden. Wobei an anderer Stelle die Rede davon ist, dass Telefonate mit „seinen beiden Kindern“ die einzige Verbindung zur Heimat Nilin im Westjordanland darstellen. Die Zahl der Kinder müsste die taz eventuell noch einmal recherchieren. Dafür erfährt man etwas über die verlassene Heimat und das Schicksal des Asylanten (Status: „Aufenthaltsgestattung“):

Die israelische Mauer habe sein Leben zerstört, sagt Khawaja. Seit sie unmittelbar an seinem Heimatort Nilin im Westjordanland vorbeiführt, ist es unmöglich geworden, zu seiner Arbeitsstätte in Ramallah zu gelangen. Acht Tote durch israelische Waffen, so berichtet das jüngste von 17 Kindern, seien allein in seiner Verwandtschaft zu beklagen. Die Scheidung von seiner Frau gab ihm wohl den Rest. Abdelnasser wollte eigentlich nach Norwegen. Aber die deutschen Behörden hielten ihn auf der Durchreise fest.

Deutsche Behörden verhinderten das Glück dieses Mannes! Israelische Mauern, israelische Waffen – für den taz-Leser steht spätenstens hier fest, wer der Schuldige ist. Er wird sich am Ende des Artikels wundern, dass noch nicht alle Palästinenser bei uns sind:

2011 beantragten 33 Jordanier, darunter eine unbekannte Zahl Palästinenser aus den Westjordanland, Asyl. Nur zwei wurden anerkannt.

Ja, es muss furchtbar sein im Westjordanland. Hier ein aktuelles Video über ausbeuterische Kinderarbeit: Eine 15-Jährige muss dort als Bürgermeisterin arbeiten!

Aber viel schlimmer sind die Verhältnisse in Pirna:

Nun wohnt er allein auf 27 Quadratmetern in einem 17-geschossigen Plattenbau in Pirna am Rande der Sächsischen Schweiz. Bis vor Kurzem musste er wegen der Residenzpflicht einen Urlaubsantrag stellen, wenn er auch nur die 20 Kilometer nach Dresden zu seiner Ausbildung fahren wollte. Miete und Nebenkosten für die Wohnung trägt zwar das Sozialamt. Abdelnasser muss auch nicht mehr von Gutscheinen leben, wie er es aus seiner Anfangszeit in einer Gemeinschaftsunterkunft noch kennt. Aber mit den 196 Euro, die er monatlich auf die Hand bekommt, „kann man einfach gar nichts machen“. (…) Das Armeleuteessen an der Pirnaer Tafel hat er schon probiert, kam aber nicht günstiger. Und mit den Fleischgerichten bekommt er als Muslim dort ein Problem. Weil er bei seiner Ausbildung an der Dresdner Euro-Schule „nicht stinken möchte“, kalkuliert der Asylbewerber 12 Euro monatliche Ausgaben für Hygiene. Da ist der Friseur nicht dabei, den ihm ein deutscher Freund oder der Flüchtlingsrat spendiert.

Der einzige Trost ist wahrscheinlich, dass die Euro-Schule Dresden ihren Teilnehmern Apple Notebooks gibt, damit sie besser lernen können.

Wir danken der taz auch diesmal für die exemplarische, intensive und kultursensible Berichterstattung über das tragische Leben eines der 572.000 Flüchtlinge, die sich in unserem Land befinden!

» Broschüre über deutsche Entwicklungshilfe in den Palästinensergebieten (BMZ 2009)

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29 KOMMENTARE

  1. aus dem Westjordanland, also ist der Mann Jordanier, kein Pali, welche es ja gar nicht gibt, wie wir alle wissen, und speziell von Arafat erfunden wurden,damit die Gutmenschen dieser Welt Mitleid mit Ihnen haben.
    Nur die Araber aus den Nachbarländern haben kein Mitleid mit den „Flüchtlingen“, und möchten sie am liebsten nur von hinten sehen.
    Bekommt der arme Mann denn wenigstens für seine 27 Kinder auch Kindergeld vom deutschen Staat?
    Oder waren es nur 17?
    Ein Talent scheint der Mann ja wenigstens zu haben.

  2. Frage: Warum berichtet die taz eigentlich nicht einmal über islamische Länder die christliche Flüchtlinge aufnehmen und anständig behandeln?

    Antwort: Nie! Weil es diese Länder einfach nicht gibt.

  3. #1 GrundGesetzWatch (18. Jul 2012 12:14)

    Man muss das vorallem vor dem Hintergrund sehen, dass ein deutscher Arbeitnehmer, der nach 30 oder mehr Jahren Maloche seinen Job verliert, nach einem Jahr des ALG 1 Bezuges ggf. gar nichts mehr an Leistungen erhält, weil er in Ehe oder Partnerschaft lebt – Zugewinngemeinschaft, dann diese Familien nicht mehr in der Lage sind, ihre Kredite für das Eigenheim zu bedienen und das dann – meist unter Wert – verscherbeln müssen. Kenne persönlich Fälle und man kann bei manch einem von Glück reden, dass der sich nicht selber aufgeknüpft hat…

  4. Nix „17-facher Vater“…
    Er hat noch 16 ältere Geschwister, steht dort geschrieben.
    „Die israelische Mauer habe sein Leben zerstört, sagt Khawaja. Seit sie unmittelbar an seinem Heimatort Nilin im Westjordanland vorbeiführt, ist es unmöglich geworden, zu seiner Arbeitsstätte in Ramallah zu gelangen.“

    Echt oberdreist gelogen:
    Von Ni´lin nach Ramallah sind es über die Strasse Nr.463 ca. 30 Km. Zwischen Ni´lin und Ramallah gibt es weder eine Mauer, noch irgendwelche Kontrollpunkte, da beide Orte im Gebiet der PA-Verwaltung liegen.

  5. Die israelische Mauer habe sein Leben zerstört, sagt Khawaja. Seit sie unmittelbar an seinem Heimatort Nilin im Westjordanland vorbeiführt, ist es unmöglich geworden, zu seiner Arbeitsstätte in Ramallah zu gelangen.

    Ja warum hat Israel denn die Mauer gebaut? Nein, es ist nicht wie in der DDR, damit das Volk zusammengehalten wird.

    Es gab mal Zeiten in Israel, wo Palästinenser ein tolles Leben führen konnten. Israelies haben ihre Shekel in Pali Werkstätten gebracht und viele Palis hatten einen Job in Israel.

    Dann kam der Autonomiewille der Palis und alles wurde zerstört. Aktuell sehen erleben wir das gleiche Spiel in Nordafrika. Alle wollten Demokratie, Freiheit und vor allem, ihre Führer weg haben. Jetzt haben sie Trümmer und jammern.

    Selbst Schuld sag ich da nur. Rund ums Mittelmeer gibt es kaum einen Landstrich, der so weit entwickelt ist wie Israel.

    Wenn ich die bekämpfe, die mir Wohlstand gewähren, muss ich mich nicht wundern, wenn es mir danach nicht mehr so gut geht.

    Linke sind genau so blöd.

  6. #4 Heinz Ketchup (18. Jul 2012 12:31)

    Wundert mich, dass der Kommentarbereich bei WO noch nicht wegen der vielen Nazi-Kommentare geschlossen wurde 😉
    So langsam scheinen die „normalen“ Menschen auch drauf zu kommen, daß irgendwas oberfaul ist hier in .de

  7. Wo ist eigentlich „Palestina“ ? Ich kenne Israel, Jordanien, Transjordanen ist mir auch bekannt.

  8. OT

    Auf „Riposte Laïque“ stellt Pascal Hilout in einem Artikel „Conquête : Les dignitaires musulmans annoncent la couleur, et l’occident ne veut pas entendre“ (Eroberung: Die muslimischen Würdenträger bekennen Farbe, und der Westen will nicht hören) zwei Videos vor: ein Interview mit dem ägyptischen Jesuitenpater Henri Boulad und eine Rede aus dem Wahlkampf von Mohamed Mursi, (auf Französisch übersetzt):

    http://ripostelaique.com/musulmans-occidentaux-que-de-dissimulation-et-que-de-mensonges.html

    Wem jetzt die Augen nicht aufgehen, dem kann man nicht mehr helfen!

  9. #4 MaxderJuenger (18. Jul 2012 12:25) #1 GrundGesetzWatch (18. Jul 2012 12:14)

    Man muss das vorallem vor dem Hintergrund sehen, dass ein deutscher Arbeitnehmer, der nach 30 oder mehr Jahren Maloche seinen Job verliert, nach einem Jahr des ALG 1 Bezuges ggf. gar nichts mehr an Leistungen erhält, weil er in Ehe oder Partnerschaft lebt – Zugewinngemeinschaft, dann diese Familien nicht mehr in der Lage sind, ihre Kredite für das Eigenheim zu bedienen und das dann – meist unter Wert – verscherbeln müssen. Kenne persönlich Fälle und man kann bei manch einem von Glück reden, dass der sich nicht selber aufgeknüpft hat…

    „Deutsch Mann viel dumm…“ mußte ich schon vor fast 40 Jahren hören, wenn die „Gastarbeiter“ spitzkriegten, was ihnen so alles an Wohn-, Kinder-, Arbeitslosen- und sonstigem Geld „zustand“. Die konnten logisch nicht begreifen, wie einfach es – für sie als Fremde – war hierzulande voll in den Honigtopf zu greifen und wie überfürsorglich sie schon damals von den Gewerkschaftsbonzen und allerlei überguten Leuten aufgeklärt, auf Tricks und Kniffe hingewiesen, unterstützt und auf Ämtern bewußt bevorzugt wurden.

    Dabei hatten wir damals nur einen Bruchteil der heutigen Probleme, aber die Wurzeln dafür wurden vorsätzlich gelegt.

    So ist heute – zurecht – selbstverständlich, daß man als Deutscher Depp nur noch zahlen, ackern – und im Notfall verrecken – kann. Das Geld und die Werte die wir und unsere Vorfahren unter großen Mühen erschaffen haben werden anderweitig gebraucht. Da bleibt für uns nichts weiter als Hohn, Spott und Druck.

  10. Verschwendung von Steuergeld, Gefährdung der einheimischen Bevölkerung, Förderung von Islamisierung und Überfremdung
    ——————–
    Vielen Dank an den Abschafferstaat 🙁

  11. Wieso bekommt der bloss mehr Geld? Das ist geizig.

    Von mir bekäme er „Palästina“, da es ihm hier ja nicht gefällt mit all dem Fleisch, den Deutschen und den unmenschlichen Lebensbedingungen.

    Husch, husch, ab mit dem Ballastinenser nach Gaza.

  12. Und mit den Fleischgerichten bekommt er als Muslim dort ein Problem.

    Warum hat er sich dann nicht von vornherein für ein mohammedanisches Land für sein Asyl entschieden ?

    Es dürfte ihm doch bekannt gewesen sein, daß europäische Staaten keine islamischen sind.

  13. Warum kann eigentlich Jordanien nicht die Palästinensier aufnehmen und dort leben lassen. Das sind doch auch Araber. Warum kann Palästina nicht auf einem Teil Jordaniens entstehen. Müssen die denn zwanghaft auf israelischen Boden leben. Und was wollen die Flüchtlinge in Deutschland ? In einem christlich geprägten, westlich orientierten Land (also defakto „einem schlimmen Land“) ?

  14. Die Zahl der Kinder müsste die taz eventuell noch einmal recherchieren.

    Um die Wiedergabe der Zahl der Kinder zu kritisieren, müsste der Autor nochmal genau lesen:

    Acht Tote durch israelische Waffen, so berichtet das jüngste von 17 Kindern, seien allein in seiner Verwandtschaft zu beklagen.

  15. #13 gourmet

    und wenn er denn verreckt ist, ist noch gar nicht so sicher, das er auch unter die Erde kommt. War mal ein Tv Beitrag, ein Gastwirt, welcher jahrzehntelang eine Gastwirtschaft betrieben hat und somit wohl auch kräftig Steuern und Abgaben entrichtet hat, war plötzlich verstorben. Nach seinem Tod wurde dann festgestellt, das er stark überschuldet war. Die Witwe stand plötzlich mittellos da.
    Die Behörden wollten aber die Beerdigungskosten nicht übernehmen, weil er selbstständig war und damit automatisch nicht unterstützungswürdig. Die Witwe konnte die erforderlichen Nachweise nicht schnell genug beibringen, und so lag ihr toter Mann monatelang in der Kühlkammer. Der Bestatter wollte auch das Risiko nicht eingehen, später vom Sozialamt die Kosten nicht erstattet zu bekommen. Letztendlich wurde er dann in Holland verbrannt, ist wohl die billigste Methode.

  16. #18 HendriK.   (18. Jul 2012 14:51)
     
    Warum kann eigentlich Jordanien nicht die Palästinensier aufnehmen und dort leben lassen. Das sind doch auch Araber. Warum kann Palästina nicht auf einem Teil Jordaniens entstehen

    **************
    So war es ursprünglich vom Völkerbund und der UNO gedacht: Transjordanien für die Araber Palästinas, Israel für die Juden!

    Dazu wieder einmal die Karten des Teilungsplans:

    http://fr.wikipedia.org/wiki/Fichier:Palestine_et_Transjordanie_%281922_-_1948%29.PNG

    http://www.jewishagency.org/JewishAgency/English/Jewish+Education/Compelling+Content/Eye+on+Israel/Maps/3.+British+Administrative+Division+1922+1946.htm

    In Jordanien leben übrigens viele „Palästinenser“ – gar nicht zur Freude des Königshauses! Den jordanischen Pass will man ihnen nicht so gern geben – aus verständlichen Gründen! Schon zu Arafats Zeiten gab es haufenweise Probleme, die aber ziemlich radikal „gelöst“ wurden! (Schauen Sie nach, was man unter dem Stichwort „Schwarzer September“ so alles findet…)

  17. Die Euro Schulen sind übrigens eine Organisation die von Anwälten gegründet wurde und von öffentlichen Geldern, vor allem vom Arbeitsamt lebt. Sie leben von diesen großzügigen Zuwendungen so gut, dass Sie z.B. bei sehr gut vom Arbeitsamt bezahlten Berufskraftfahrerausbildungen (die hinterher keiner braucht) so viel Überschuß erwirtschaften, dass sie damit die normalen Führerscheinklassen sponsern können und somit die Preise für selbständige Fahrschulen kaputtmachen. Mit unseren Arbeitslosenversicherungsbeiträgen werden also steuerzahlende Betriebe an den Rand des Ruins getrieben. Der Verein deckt alles von Vorschule, Nachhilfe, Integrationskursen bis Arbeitsvermittlung ab – die komplette Wertschöpfungskette der irgendwie „unterstützten“ Faulenzer und Leistungserweigerer.

  18. #18 HendriK. (18. Jul 2012 14:51)

    „Warum kann eigentlich Jordanien nicht die Palästinensier aufnehmen und dort leben lassen“

    Dort haben sie, in weiser Voraussicht, erst gar kein Sozialsytem aufgebaut. Die Leute können ja besser zu uns kommen.

  19. Gutmenschen verlangen den Umzug der Asylanten und Flüchtlingen aus Massenunterkünften in die Wohnungen.
    FDP verlangt Arbeitserlaubnis für sie.

    Irgendwann gibt man nach und schwupps, wir haben sofort Halbe Million Wohnungsbedürftige und „Fachkräfte“.

    Man fragt sich nur: wo sind der entsprechende Wohnraum und Arbeitsplätze?

  20. OT

    Die nächsten Tage kommen uns allen Schreiben der Krankenkassen bezüglich Organspende ins Haus geflattert…

    Würde ein Moslem einem Christen ein Organ spenden?

    „“Wenn ethnische Griechen in diesen Tagen eine Blutbank nur für ethnische Griechen aufbauen wollen, dann nennt man sie rechtsextrem. Als das Bremer Klinikum eine Blutbank nur für Muslime plante, da gab es öffentlich-rechtliche Fördergelder. Zwei vergleichbare Fälle, und wie sie in den Medien abgehandelt werden…““

    http://islamnixgut.blogspot.de/2012/07/deutsche-steuergelder-fur-politisch.html?utm_source=BP_recent

  21. #26 Schweinsbraten (18. Jul 2012 22:07)

    Würde ein Moslem einem Christen ein Organ spenden?

    Die Frage ist doch eher: Würde ein Moslem das Organ eines Christen haben wollen?
    Ich glaube mit Sicherheit nicht! :mrgreen:

  22. #6 sunsamu (18. Jul 2012 12:31)

    Hab‘ ich auch so in Erinnerung, das Ramallah eine Palästinenser-Ortschaft ist.
    In Umkehrung von Ulbrichts Pressekonferenz fabuliert die TAZ offenbar eine Mauer herbei, wo gar keine steht.

    Das Armeleuteessen an der Pirnaer Tafel hat er schon probiert,[…]

    Der Arme. Bestimmt hat er dort auch deutsche Rentner angetroffen. War sicherlich eine Zumutung für ihn, die riechen ja auch immer so streng unter den Achseln.

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