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Islamische Sekte lebte jahrelang unter der Erde

Über Jahre hat eine islamische Sekte in Russland im Untergrund gelebt. Die 65 Mitglieder verbrachten die gesamte Zeit ohne Strom, Heizung und medizinische Versorgung. Unter den nun von einem Spezialeinsatzkommando ans Tageslicht beförderten Personen waren auch 27 Minderjährige, die zuvor in Zellen eingesperrt waren und teilweise noch nie Tageslicht gesehen haben sollen.

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet:

Länger als ein Jahrzehnt haben in Russland 65 Mitglieder einer islamischen Sekte in einem unterirdischen Bunker ohne Sonnenlicht, Elektrizität und Heizung gelebt – darunter mehr als 20 Kinder. Die Minderjährigen seien schmutzig und in schlechtem gesundheitlichen Zustand gewesen, berichteten Ärzte der Zeitung Komsomolskaja Prawda. Einige von ihnen waren offenbar noch nie an der frischen Luft.

Die Anhänger des 83-jährigen muslimischen Predigers Faisrachman Satarow lebten unter einem Haus in der Stadt Kasan mehr als 800 Kilometer östlich von Moskau in einem weitläufigen Bunkersystem, das bis zu sieben Stockwerke tief unter die Erde reicht.

Unter den Jüngern sind laut der Zeitung Kommersant 15 Männer, 23 Frauen und 27 Kinder. Die Kinder sollen zwischen 18 Monaten und 17 Jahren alt sein.

Die Anhänger durften – bis auf wenige Ausnahmen – das Gelände nicht verlassen und keinen Kontakt zur Außenwelt aufnehmen. Auch wurde ihnen untersagt, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ärzte stellten bei einigen Mitgliedern Anzeichen von Tuberkulose und Blutarmut fest, eine 17-Jährige soll schwanger gewesen sein.

Was für eine bewundernswerte Kultur der Islam doch hervorgebracht hat…