Diese Frage stellt sich aktuell der Gründer und Chefredakteur der Zeitschrift “Deutsche Sprachwelt”, Thomas Paulwitz, in einer Kolumne in der konservativen Wochenzeitschrift „Junge Freiheit“.

Paulwitz schreibt:

Der Grundschulverband will eine Schriftreform an der Grundschule durchsetzen, die schwere Folgen für die Fertigkeit hätte, mit der Hand zu schreiben. Er möchte, daß nur noch unverbundene Druckbuchstaben gelehrt werden, die sogenannte „Grundschrift“. Mit seinem Ansinnen hat der wirtschaftlich und politisch gut vernetzte Verband Unterstützer bis hinauf zu den Kultusministerien gewonnen.

Und weiter:

Maresi Lassek leitet eine Grundschule in Bremen. Sie ist die Vorsitzende des Grundschulverbands, der die Schreibschrift abschaffen will. 90 Prozent ihrer Schüler sind Ausländerkinder. Die Schule bekennt in ihrem Netzauftritt, daß „ein Teil der Eltern nicht oder nur eingeschränkt lesen und schreiben kann“, und sie gibt zu, daß sie nicht einmal Notenzeugnisse erteilen kann und sogar zum Teil auf türkisch, kurdisch, polnisch und arabisch unterrichten muß, um Lerninhalte vermitteln zu können. In einem solchen Umfeld ist man freilich schon froh darüber, daß die Kinder wenigstens Druckbuchstaben schreiben können.

Nur: Was in einer Bremer Problem-Grundschule gilt, darf nicht zum Maßstab für ganz Deutschland werden. Glücklicherweise formiert sich Widerstand. Über 10.000 Bürger unterstützen bereits die Aktion „Rettet die Schreibschrift“ mit ihrer Unterschrift. Sie haben eigenhändig unterschrieben.

» Hier gehts zur Aktion: „Rettet die Schreibschrift“
» Facebook-Seite der Aktion

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53 KOMMENTARE

  1. wir sollten die arabische schreibweise einführen. damit haben wohl 90% der grundschüler keine probleme. wo ist denn nun mein kotzeimer wieder hin ? 🙁

  2. Dass sie auf polnisch unterrichten muss, wage ich zu bezweifeln.
    Denn die Polen und sonstige Osteuropäer(wie rußlanddeutsche Aussiedler) scheinen sich relativ gut zu integrieren und darüber hinaus gute (Hoch-)Schulleistungen aufzuweisen, hat ja auch T. Sarrazin ausdrücklich angemerkt. Ich denke sie hat das polnisch unter die einschlägigen Integrationsverweigerungskandidaten gejubelt, damit diese sich nicht „diskriminiert“ fühlen.

  3. also Leute,mal nicht so aufregen und immer gleich eine Verschwörung wittern.
    Erstens wird sowieso immer weniger von Hand geschrieben {so wie ich jetzt gerade) und zweitens wird diese „Kinderschrift“ im Laufe des Lebens sowieso abgelegt.
    Lieber lernen richtig zu schreiben,als die Zeit in das Erlernen unnötiger Schriftarten zu investieren.

  4. Ich will die einzig richtige deutsche Schrift wiederhaben, das ist Fraktur und deutsche Kurrent! Was ist bloß passiert, daß nach nur vier kurzen Jahren des Verbots zwischen dem Hitler-Erlaß gegen die „Schwabacher Judenlettern“ vom 3.1.41 und Kriegsende diese auf 800 Jahre Entwicklung zurückblickende deutsche Tradition so sang- und klanglos verschwunden ist?

  5. Die Schreibschrift wird doch nur in der Grundschule gelernt. Danach wird eh eine alternative zwischen Grund- und Schreibschrift angewendet, aus dem sich der eigene persöniche Schreibstil u. das allg. Schriftbild entwickelt.

    Da drängt sich mir die Frage auf, ob man in Schreibschrift schneller Schreibt als in der persönlich individualisierten Schriftform.

  6. Nun, ich habe die Schreibschrift schon lange abgelegt. Vor meinem Studium machte ich eine Ausbildung bei Siemens und dort wurde von uns verlangt, in Normschrift zu schreiben. Ich habe es anfangs gehasst, später jedoch den großen Nutzen darin gesehen, dass ich sowohl meine eigene Schrift als auch die Schrift meiner Kollegen immer lesen konnte, was in technischen Berufen äußerst wichtig ist.

    Daher sollte man zunächst die tatsächlichen Nachteile nennen – ich selber habe noch keine gefunden. Im Studium habe ich während der Vorlesungen auch wenn ich sehr schnell schreiben musste meine Schrift später lesen können, was bei meiner Sauklaue in Schreibschrift nicht möglich gewesen wäre.

    Also wo genau liegen die handfesten Nachteile?

  7. Auch wenn ichs persönlich bedauere kann ich mich TheDentist nur anschliessen. Jeder der hier mäkelt frage sich doch einmal wann er zum letzten Mal einen Brief – ich meine Brief!! und nicht Grusspostkarte – vieleicht sogar einen Brief länger als eine Seite geschrieben hat.
    Und wer hat in den letzten 4 Wochen in seinem Briefkasten einen mit der Hand geschriebenen Brief erhalten – nicht Postkarte, Ich ahne es wahrscheinlich 0
    Man mag es bedauern wichtiger ist schon in der Grundschule das Schreiben mit der Computertastatur zu lehren ob nun deutsches oder Ausländerkind. Wichtiger als das Schreiben mit der Hand ist die fehlerfreie Sprachbeherrschung, das Lesen können und das 10Finger System zu lehren, ich habe es leider nie gelernt deshalb brauche für so einen Text fats 5 Minuten
    Gruss

  8. Warum überhaupt noch schreiben ?
    Da diese Art der Kommunikation,
    in den bildungsfernen Schichten –
    in Ermangelung fundierten Wissens,
    durchaus unpopulär ist, reicht
    ebeno die Artikulation von glorreichen
    Wortschätzen wie :
    Ehh Alda, was guggst du auf mein`s
    Be-em-weh ? Isch treten auf Disch
    ein, Du Kuufffar.
    Das ist ein aktuelles Erfolgselement,
    was die vielfältige sprachliche Kultur
    mit Herzlichkeit als eine doitsche
    Bereicherung aufzählt. Diese innovative
    DEUTSCHE Bildunglücke muss in den rot(z)-
    gruenen Schulen ausführlich erweitert
    werden, mit germanistischen Akademikern,
    wie Anis Mohamed Youssef Ferchichi.

  9. Warum wird das Fach Deutsch nicht gänzlich abgeschafft? Für die paar Formulare später beim Amt wird es schon reichen. Bestimmt gibt es diese bald bundesweit in türkisch und arabisch.

  10. ad Stracke: das wollte ich auch anmerken.

    Über die Idee kann man diskutieren (ich bin gegen die Abschaffung), aber wer solche Begründungen anführt, ist wahrscheinlich ebenso kompetent als Lehrerin wie es die gleichnamige Kondensmilch wäre…

  11. #4Pantau
    teilzitat
    Also wo genau liegen die handfesten Nachteile?
    teilzitatende
    im weiteren zurückweichen vor den importierten idioten. die das dann als sieg über die ungläubigen feiern.
    mit der rechschreibreform haben wir schon einmal einen kräftigen knicks vor den dummen in unserem gemacht.
    selbst muttersprachlich deutsche können kaum noch vernünftig schreiben und verstehen. die leute halten busse und fahren buße. nicht zu vergessen das herrliche büssen 🙂

  12. „und sogar zum Teil auf türkisch, kurdisch, polnisch und arabisch unterrichten muß, um Lerninhalte vermitteln zu können.“

    Wie weit soll das eigentlich noch gehen?

  13. Die Zahl der Kommentare hier, die der Pflege der Handschrift überhaupt keinen Wert mehr beimessen, macht mich verzweifeln. Es gibt scheinbar kaum mehr Bedarf für ein Stück Identität, außer es wäre religiös.

  14. @Pantau, TVLadyMilena

    Das Erlernen der Schreibschrift fördert u.a. die Motorik der jugendlichen Hand. Egal, ob später zur Druckschrift gewechselt und nur am PC geschrieben wird.

    Warum Hochdeutsch lernen, wenn die meisten Menschen später sowieso in irgendeinen Jargon fallen?
    Warum Malen lernen, wenn später die Digitalkamera dominieren wird?
    Warum Geschichte lernen, wenn man später alles googeln kann?

  15. Mich wundert es immer wieder, warum sich die dümmsten Vorschläge durchsetzen. Man will die Leute ganz klar verblöden und ihre Kreativität mindern.

  16. Wir haben wichtigere Probleme. Mit der allgegenwärtigen Präsenz von Computern wird auch keine Schreibschrift mehr benötigt. Ich gehe davon aus, dass sie einen mehr oder weniger natürlichen Tod sterben wird.

  17. @ #5 Religion_ist_ein_Gendefekt

    Die Deutsche Kurrent(um 1900) habe ich mir selbst beigebracht vor rund 3 Jahren.

    Ich kann jetzt blitzschnell schreiben. Ich empfehle einen 1-Euro-Füller. Teure Füller bringen´s nicht, denn diese schreiben zu gleichmäßig, auch abgeschrägte Federn(am Patronenfüller) sind nicht fein genug, auch die feinsten nicht!

    Sütterlin mag ich nicht, ist schlecht zu lesen, häßlich, war nur für Schreibanfänger gedacht. Sütterlin und ich haben die selbe Heimatstadt 😉
    Gruß an Antifa und Verfassungsschutz, hahaha!

    Gut lesen kann ich bis zurück ca. 1850, danach, bzw. früher, muß ich mich mehr mühen.

    Vor zwei Jahren konnte ich zig Urkunden, Schulhefte, Poesiealben billigst bei Ebay kaufen, bis zurück 1845. Pro Stück niemals mehr als 6 Euro ausgegeben. Mein Gott, wie fein und winzig schrieb man früher. Artig am Papier gespart.

    Spannende Dokumente, wie ein Vater für seinen Sohn eine Pension erkämpft wegen Berufsunfall in einer Ziegelei oder wie die Alten an ihre Jungen den Hof übergeben, alles notariell aufgeschrieben und beglaubigt, tolle Formulierungen, was die Erben alles zur Hochzeit bekommen. „auch alles was nicht niet- und nagelfest ist“(Geschirr, Wäsche), welche Wiesen und was die Eltern(Ältern) und der Bruder bekommen müssen jährlich soundsoviel Hafer usw.

  18. Ich gebe zu, ich beherrsche keine Schreibschrift! Wurde mir (nur mir) in der Grundschule verboten!!! Konnte sonst wohl keiner was lesen von mir! Später war ich wohl Legastheniker…. (später aberkannt, weil zu gut in Mathe 🙄 ) aber egal…

    Und was Hänschen nicht lernt…

    Meine Schreibschrift sieht wie die eines 8jährigen aus, ist mir unendlich und immer wieder peinlich… deswegen schreibe ich nur in Druckbuchstaben…

  19. #8 TVLadyMilena
    Wie wäre es, wenn Sie damit anfangen das 10-Finger System zu lernen?
    So schwer ist das nicht. Schnelle Anschläge kommen eh mit der Zeit – ist halt nur Übung.

    #15 Religion_ist_ein_Gendefekt
    Was hat die Schrift mit der Identität zu tun?
    Und welche Identität ist gemeint?
    Die nationale oder die persönliche?

  20. Wenn man das Hirn abschaffen würde, könnte man Kindern das Denken ersparen, hihihi, denn Allah weiß alles und der Koran ist eine wissenschaflich allumfassende Schrift, mehr braucht es nicht 😉

  21. Und nein kein Museum für Schreibschrift, also nicht grundsätzlich… ich liebe Briefe in Schreibschrift, man kann vielmehr lesen, als geschrieben steht!!!

    Ausser bei mir wie zuvor erklärt…

  22. Rein von der emotionalen Seite sträubt man sich, so etwas zu akzeptieren. Aber nüchtern betrachtet ergibt es schon Sinn: Kaum jemand schreibt noch längere Texte mit der Hand. Man sollte die Sache pragmatisch sehen.

    Die Zeit unleserlicher Arztrezepte und Aktenvermerke ist zum Glück vorbei.

    Der Anlass freilich, nämlich mal wieder eine Konzession an unsere Intelligenzbestien aus dem Morgenland, ist freilich ärgerlich.

  23. Nun gut, dann können wir ja gleich die Schule komplett abschafften, die „Ausländerkinder“, um die es hier mal wieder geht, lernen auch mit Druckschrift kein ordentliches Deutsch.

    Im Übrigen…kann wir wer erklären, warum Schreibschrift schwieriger sein soll als Druckschrift, wenn man Beides von Anfang an lernt, wie es sich für dauerhaft in Deutschland leben wollende „Migranten“ gehört?

    Schafft mal besser nicht die Schreibschrift ab, schafft diese speziellen „Migranten“ ab.

  24. #4 TheDentist:
    „also Leute,mal nicht so aufregen und immer gleich eine Verschwörung wittern.
    Erstens wird sowieso immer weniger von Hand geschrieben {so wie ich jetzt gerade) und zweitens wird diese “Kinderschrift” im Laufe des Lebens sowieso abgelegt.“

    Erstens:
    Trifft das nur für die Unterschichten zu. Denn die haben keine Arbeitsberatungen o. ä., auf denen sie sich Notizen machen müssen.
    Weiterhin kann mit Sicherheit kaum jemand von den Klimperern mit 10 Fingers schreiben.
    Ausserdem schleppt kaum jemand ständig einen gut bedienbaren PC dabei.

    Zweitens:
    Hat jeder im Laufe des Lebens seinen eigenen Schreibstil entwickelt. Und der hat nichts damit zu tun, dass jetzt in Zeitlupe in Druckschrift geschrieben werden soll.

    Es ist ein Kulturgut. Das richtet sich gegen jegliche Bildung. Denn das flotte Schreiben fordert das Gehirn heraus und stärkt die Merkfähigkeit.

    Ich bezweifle stark, dass man beim „Maschinenschreiben“ dem Vortragendes entsprecheden Aufmerksamkeit schenken kann.

    Eines Tages fällt das ganze PC-
    Gedöns mal aus. Was dann?

    Aber wie hier alles verludert – wird, kommt der Rest auch unter die Räder.

  25. Ich finde auch, dass die Grundschüler ruhig erst einmal die lateinische Ausgangsschrift, genannt Scheibschrift, erlernen sollten. Was schadet es? Im späteren Leben entwickelt sowieso jeder dann seine persönliche Schreibweise. Schreiben ist eine unserer wichtigsten Kulturfertigkeiten. Wir haben in der Schule noch zusätzlich Sütterlin gelernt, was ich leider teilweise schon wieder verlernt habe. Aber – was soll`s! Die Sprache veramt, die Schrift verarmt.
    Was noch?

  26. Deutschland schafft sich ab, jeden Tag ein bißchen mehr… Waren das noch Zeiten, als die Briefe mit der Hand und in Schreibschrift geschrieben wurden, und man der Schrift ansehen konnte, ob sie vom Herzen kam…

  27. Ebensogut könnte man die Abschaffung der arabischen, chinesischen oder japanischen Kalligraphie vorschlagen.
    Zu meiner Schulzeit war es noch üblich, daß jeder Grundschüler ein Schönschreibheft zu führen hatte, worin die lateinische Ausgangsschrift mittels Hilfslinien möglichst exakt kopiert werden musste. Ich kann nicht sagen, dass ich dadurch eine besonders schöne Schreibschrift erworben hätte, denn dazu sind meine feinmotorischen Anlagen wohl zu beschränkt. Ohne diese Übungen wäre meine Feinmotorik aber vermutlich so begrenzt, dass ich meine eigene Handschrift nicht lesen könnte.
    Neben der Lesbarkeit der Handschrift ginge mit der Abschaffung auch ein wichtiges Training der Feinmotorik abhanden, das nach wie vor in zahlreichen Berufen nötig ist, vom Porzellanmaler bis zum Neurochirurgen.

  28. Hierbei handelt es sich nur um die logische Konsequenz der Entwicklung des Schrifterwerbs in den vergangenen Jahrzehnten:
    Von der
    Deutschen Kurrentschrift zur Sütterlinschrift
    Von der
    Sütterlinschrift zur Lateinischen Ausgangsschrift
    Von der
    Lateinischen Ausgangsschrift zur Vereinfachten Ausgangsschrift
    Von der
    Vereinfachten Ausgangsschrift zur Schulausgangsschrift
    Von der
    Schulausgangsschrift nun zur Blockschrift (unverbunden).

    Oder:
    In China schreibt man – chinesische Schrift
    In Korea schreibt man – koreanische Schrift
    In Arabien schreibt man – arabische Schrift
    In Israel schreibt man – hebräische Schrift
    In Rußland schreibt man – kyrillische Schrift
    In Japan schreibt man – japanische Schrift
    In Griechenland schreibt man – griechische Schrift
    usw. – usw.

    Nie würde es diesen Nationen einfallen,
    ihre eigene Schrift aufzugeben.

    Die Deutschen haben auch eine eigene Schrift,
    kennt die überhaupt noch jemand, kann überhaupt
    noch jemand lesen, was Goethe handschriftlich
    geschrieben hat?

  29. Man sollte vorher die Auswirkungen erforschen, ob es Nachteile mit sich bringt, wenn Kinder nicht mehr die Schreibschrift erlernen und üben müssen. Vielleicht ist es nützlicher als wir glauben! Ich persönlich bin froh, dass ich es gelernt habe, aber ich muss zugeben, dass ich auch nur Druckschrift verwende, war einfach viel praktischer im Studium. Wenn ich bedenke, dass ich Mitschriften anderer teilweise nicht entziffern konnte, nur weil die halt Schreibschrift verwendeten, ist das schon großer Mist für mich gewesen. Aber das ist kein Grund, die Schreibschrift aufzugeben.

    Die Schreibschrift ist ja auch noch:
    – Kulturgut
    – Schneller
    – Unterchriftentauglich
    – Romantisch
    – Persönlich (Briefstil)
    – Unleserlicherer (Tagebuch)
    – Hübsch (Werbung)

    Alte Zöpfe abzuschneiden ist Modern, aber man schneidet nicht seine Kultur ab.

  30. Sie koennen nicht nur nicht mehr richtig schreiben, sie koennen noch nicht mal richtig sprechen. Es kommt von den Medien, den sog. „opinionleadern“ und „Multiplikatoren“. Phonetisch wird in den Nachrichten aus „Ehrgeiz“ ein „R-Geiz“, der Hersteller heisst nun „Herr Steller“, man sagt auch nicht „er“, sondern „R“. Aus dem „Schwerpunkt“ wird ein „Schwaerpunkt“. Die unzaehligen grammatikalischen Fehler krassester Art wie „das kostet DEM Staat Millionen“ oder „sie gedenken DEN Toten“ (habe einmal den Fernseher angebruellt: „ich gedenke DIR auch gleich, Du Arschloch!“) sind inzwischen Standard, nicht mehr die Ausnahme. Der Weg in die Ochlokratie, die Herrschaft der Allerduemmsten, ist vorgezeichnet, nicht zuletzt durch die Unfaehigen und halbgebildetn Quereinsteiger in den Medien!
    Deutschland, Gute Nacht!

  31. #22 Guitarman (11. Aug 2012 22:36)

    Was hat die Schrift mit der Identität zu tun?

    Da kriegt man ja die Schnappatmung bei einer solchen Frage. Die Schrift ist ein Bestandteil der Sprache, und die soll nichts mit Identität zu tun haben?

    Und welche Identität ist gemeint?
    Die nationale oder die persönliche?

    Beide natürlich, aber ersetzen Sie doch „national“ durch „kulturell“, schon klingt es gleich viel freundlicher. Und Ihre persönliche Identität hat einfach eine Ausdrucksform weniger, wenn Sie auf die Pflege einer persönlichen Handschrift verzichten. Ich weiß nicht, langsam scheint sich der Ausdruck von Individualität auf die Auswahl von Fast-Food-Menüs oder die Gestaltung eines Avatars in irgendeiner virtuellen Welt zu beschränken.

  32. Nachdem ja in NRW bereits das Diktat und alle systematischen Diktat-Vorübungen nach den neuen Lehrplänen quasi unerwünscht sind, wundert es nicht, dem Unvermögen vieler Schüler entgegen zu kommen und nunmehr auch auf die Schreibschrift abschaffen zu wollen. Ich warte auf Evaluationsergebnisse progressiver Linkspädagogen, die das Minusrechnen in der Grundschule kritisch hinterfragen.

  33. Er möchte, daß nur noch unverbundene Druckbuchstaben gelehrt werden, die sogenannte „Grundschrift“

    Meiner schemenhaften Erinnerung nach wurde das ca vor Jahresfrist irgendwo schon eingeführt. Die Verbindung zwischen den Buchstaben sollen die Kinder selbst rausfinden. Deutschland schafft sich ab.

  34. Die linksradikalen Deppen von Lehrern möchten auch die Noten abschaffen. Ich kann mich noch sehr gut erinnern wie stolz ich war wenn ich in meinem Lieblingsfach Mathematik mit glatten Einsern nach Hause kam. Warum gönnen die den Kindern kein Erfolgserlebnis nicht? Dass ich in Deutsch und Englisch dafür allerhöchstens Durchschnitt oder schlechter war, das sieht jeder an meinem jämmerlichem Schreibstil.

  35. #38 Rascasse10 (12. Aug 2012 11:11)
    teilzitat
    Ich warte auf Evaluationsergebnisse progressiver Linkspädagogen, die das Minusrechnen in der Grundschule kritisch hinterfragen.
    teilzitatende
    hi…hi… solche progressiven linkspädagogen muss es schon um 1910 gegeben haben. meine mutter mit geringer bildung – jahrgang 1904 – äusserte einmal, dass es „zu ihrer schulzeit“ im „rechenunterricht“ keine zahlen gab, die weniger als null darstellten 🙂

  36. Ein Land mit einer kommenden Generation an radebrechenden, in unförmigen Druckbuchstaben falsch schreibenden und minderbemittelten Opfern einer „Gemeinschaftsschule“ soll noch in Zukunft das Zugpferd in Europa bleiben ? Daß ich nicht lache. Woanders siehts freilich nicht besser aus…

  37. #21 WahrerSozialDemokrat (11. Aug 2012 22:34)

    Ich gebe zu, ich beherrsche keine Schreibschrift! Wurde mir (nur mir) in der Grundschule verboten!!! Konnte sonst wohl keiner was lesen von mir! Später war ich wohl Legastheniker…. (später aberkannt, weil zu gut in Mathe ) aber egal…

    Seit wann muß ein Legastheniker schlecht in Mathe sein? Es ist ja gerade das Merkmal, dass derjenige in den anderen Fachern „normal“ ist

  38. Unsere Schreibschrift ist wunderbar geeignet, um Feinmotorik zu üben.

    Warum das Niveau immer weiter senken – mit Rücksicht auf eine kleine Minderheit?!

  39. #45 Kodiak
    „Warum das Niveau immer weiter senken – mit Rücksicht auf eine kleine Minderheit?!“

    Nee, glaube ich nicht.
    Es geht um unseren Untergang.
    Was wurde in Deutschland nicht alles erfunden, entwickelt. Das hatte sehr oft mit Feinmechanik zu tun. Wenn die Menschen nur noch grobe Arbeiten verrichten können, dann ist damit Schluss.
    Sie können ja jetzt schon bestimmte Berufe nicht mehr ergreifen. Und die Reparaturpannen beweisen es.

  40. Bald müssen die Kinder arabische Koranverse abschreiben, was braucht es da noch deutsche Schreibschrift?

    Die Muselmanen werden behaupten:
    „Wir kamen nach Deutschland, Rechnen und Schreiben waren unbekannt. Wir brachten ihnen Kultur bei.“

  41. @ #32 nurednal

    Von der
    Lateinischen Ausgangsschrift zur Vereinfachten Ausgangsschrift
    Von der
    Vereinfachten Ausgangsschrift zur Schulausgangsschrift

    Donnerwetter! Wir entwickeln uns doch immer mehr in Richtung DDR!

    Die Vereinfachte Ausgangsschrift war (ist) eine Reformschrift in der BRD.

    Die Schulausgangsschrift war das Gegenstück in der DDR! Wenn ich richtig informiert bin wird sie z.T. in den neuen Bundesländern noch unterrichtet.

    Schade um jede verbundene Schreibschrift. Meine geliebt Stenographie beherrschen ohnenhin nur noch wenige. Ist wohl viel zu lernintensiv.

  42. Um unseren Fachkräften entgegen zu kommen,
    schlage ich die Einführung der sumerischen
    Keilschrift vor.

  43. Hat die Schreibschrift denn irgendeinen, sei es pädagogischen Nutzen? Sie aus reiner Sentimentalität behalten zu wollen, können wir uns nicht leisten, wir können froh sein, wenn der Schüler von Heute überhaupt irgendwie ganze Sätze in Deutsch zusammenbekommt.
    Und beim Amt muss man alles in Druckschrift ausfüllen, da kann man damit also nichts anfangen. Genausogut könnten wir Frakturschrift unterrichten. Helfen tut es aber keinem.

  44. #51 mabank (12. Aug 2012 18:34)
    teilzitat
    Hat die Schreibschrift denn irgendeinen, sei es pädagogischen Nutzen?
    teilzitatende
    kannst du nicht lesen? hier wurde schon einige male darauf hingewiesen, dass es die feinmotrik übt. das haben sogar islamis erkannt und übten sich in kalligrafie.
    aber hier geht es ja um deutsche schrift und das ist ja megaböse! schlaf weiter, setzen, 6

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