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Spanien: 3 Al-Qaida-Terroristen gefangen

Drei Al-Qaida-Terroristen in Spanien gefasstDie russische Ria Novosti meldete am Donnerstag Nachmittag die Verhaftung dreier mutmaßlicher Al-Qaida-Terroristen in Spanien: Zwei Tschetschenen und ein Türke (Foto oben). Bei ihnen wurde Sprengstoff und Gift sichergestellt. Der Radiosender Stimme Russlands schreibt, dass die drei Moslems sich in asiatischen Trainingslagern für den Terror haben ausbilden lassen.

Bei Euronews heißt es, die spanische Regierung habe “eindeutige Hinweise” darauf, dass die Männer einen Anschlag in Spanien oder einem anderen europäischen Land geplant hatten. Die beiden als „sehr gefährlich“ eingestuften Tscheschenen wurden ohne Papiere an einer Busstation südlich von Madrid gefasst. Einer von ihnen ist Sprengstoffexperte. Den Sprengstoff fand die Polizei bei der Erstürmung der Wohnung des Türken, der für die Logistik zuständig war:

spanische Polizei stürmt Wohnung von türkischem Terroristen

Jeder einnert sich in Spanien an die Al-Kaida-Anschläge auf Vorortzüge in Madrid am 11. März 2004 mit 191 Toten. Die Menschen jubelten als der Türke von der Guardia Civil abgeführt wurde:

türkischer Terrorist wird von der Guardia Civil abgeführt

Mit dem Sprengstoff, den der Türke in seiner Wohnung in La Linea de la Concepción hatte, hätte man laut Innenminister Diaz einen Bus sprengen können. Den Giftfund, den die russischen Nachrichtenquellen meldeten, bestätigte der Innenminister auf der Pressekonferenz jedoch nicht. Er sagte aber, dass andere Staaten bei den Ermittlungen geholfen hätten.

Im März hat die spanische Polizei einen saudi-arabischen Dschihadisten in Valencia gefangen, der im Internet zu Anschlägen aufgerufen hatte. Im Juni wurden zwei gesuchte islamische Mörder auf spanischem Territorium in Melilla an der Nordküste Marokkos festgenommen.