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Staatsanwalt ermittelt gegen Pierre Vogel

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat ein Ermittlungsverfahren gegen den prominenten Islam-Prediger Pierre Vogel (Foto) eingeleitet. Vogel soll von einem anderen radikalen Moslem, dem Marburger Stefan Salim Nagi, 30.000 Euro für die Tötung des mohammedkritischen Buchautors Zahid Khan verlangt haben (PI berichtete). Nagi hatte sich demnach an Vogel gewandt, um Unterstützung für ein Gerichtsverfahren zum Verbot von Khans Reformschrift „Die Verbrechen des Propheten Mohammed“ zu erhalten. Nachdem Nagie die Pläne Vogels öffentlich gemacht hatte, erhielt er nach eigenen Angaben Morddrohungen und steht nun wie Khan unter Polizeischutz.

Das „Darmstädter Echo“ berichtet:

Die Darmstädter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen prominente Anführer der radikal-islamischen Salafisten – darunter der Kölner Prediger Pierre Vogel. Auslöser ist ein ECHO-Bericht im Juli über salafistische Verschwörungspläne gegen einen islamkritischen Autor. Ein Ermittlungsverfahren wegen Verabredung zu einem Verbrechen sei eingeleitet worden, bestätigte auf Anfrage der Sprecher der Darmstädter Staatsanwaltschaft, Sebastian Zwiebel. Einzelheiten wollte er zunächst nicht nennen.

Kronzeuge für die Anschuldigungen ist der islamische Aktivist Stefan Salim Nagi aus Marburg. Er sei vorige Woche von der Staatsanwaltschaft in Darmstadt drei Stunden lang vernommen worden, erklärte er gegenüber dem ECHO. Auch ein Vertreter des Landeskriminalamts sei zugegen gewesen.„Die Ernsthaftigkeit der Ermittlungen steht für mich außer Frage“, sagte Nagi, der in den vergangenen Tagen mehrere anonyme Todesdrohungen erhielt.

Nagi hatte im Juli gegenüber dem ECHO die salafistischen Prediger Vogel und Ibrahim Abou-Nagie beschuldigt, die Ermordung des islamkritischen Autors Zahid Khan aus Rodgau gegen Geld in Aussicht gestellt zu haben. Dafür hätten beide 30 000 Euro von ihm verlangt. Vogel wies unterdessen die Beschuldigung in einem Internet-Video als „Oberschwachsinn“ zurück.

Sowohl Nagi als auch Khan stehen inzwischen unter Polizeischutz. Nagi hatte versucht, Khans Buch „Die Verbrechen des Propheten Mohammed“ gerichtlich verbieten zu lassen, war damit aber im Juni vor dem Landgericht Darmstadt gescheitert. Sein Versuch, im Zusammenhang mit dem Prozess eine islamische Protestbewegung in Gang zu bringen, blieb ebenfalls erfolglos.

PI hat bereits mehrfach auf den mutigen Schriftsteller Zahid Khan und die Bedrohungssituation gegen ihn aufmerksam gemacht, siehe etwa hier und dort.