Bei den stundenlangen Internetrecherchen zum Blog fiel mir in letzter Zeit immer wieder diese Euro-kritische Seite auf: Deutsche Wirtschafts Nachrichten. Das Thema EU und Euro wird durchgehend konsequent behandelt, es finden sich immer wieder aufschlußreiche Texte. Herausgeber der Deutschen Wirtschafts Nachrichten ist der Österreicher Dr. Michael Maier, früher – ja – Chefredakteur der Berliner Zeitung, des Stern und der Netzeitung. Maier betreibt laut Wiki noch andere blogartige Seiten. Vielleicht sind jemand bei der eigenartigen Rechtschreibung oben auch die Deutsch Türkischen Nachrichten in den Sinn gekommen, und ja, es stimmt, deren Herausgeber ist er irgendwie auch. Das ändert aber nichts am obigen Lesetipp.

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32 KOMMENTARE

  1. TV-Tipp: Morgen, Sonntag Phönix 11:15

    Angela Merkel vernichtet die Demokratie. Deutschland auf dem Weg zum Einparteienstaat

    IM DIALOG spricht Alfred Schier mit der Publizistin und Unternehmensberaterin Prof. Gertrud Höhler u. a. über ihr gerade veröffentlichtes Buch „Die Patin“.

    Mit der Veröffentlichung von „Die Patin“ sorgt Gertrud Höhler für Aufregung: In dem Buch kritisiert sie offen den Politikstil von Angela Merkel. Sie wirft der Kanzlerin vor, zum Zwecke des eigenen Machterhalts politische Widersacher auszuschalten. Als einen prägenden Einfluss auf deren spätere politische Laufbahn sieht Höhler Merkels Leben in der DDR.

  2. Deutsche Wirtschafts Nachrichten sind mir auch schon positiv aufgefallen!

    Leider ist alles zu spät….es ist nichts mehr rückgängig zu machen..!

    Die Südstaaten haben uns jetzt in der Hand.

    Ein „herzliches Danke“ an unsere sog. „Volksvertreter“…!!!

  3. Der beste Artikel zur „Euro-Rettung“ kommt mal wieder von Herrn Sarazin.

    In der FAZ schrieb er heute einen Leserbrief, indem er auf die mentalen Unterschiede der Menschen in der EU hinwies.

    Z. B. zwischen Flamen und Wallonen oder auch zwischen Mailand und Palermo.
    Deren unterschiedliche Wirtschaftsmentalitäten haben sich seit Jahrhunderten nicht verändert.

    Darum wird es nichts mit dem Euro, weil die Nordeuropäer mit ihrer produktiveren Mentalität nicht die (faulen) Südeuropäer alimentieren möchten.

    Deshalb sind alle Anstrengungen zur angeblichen „Euro-Rettung“ schlichtweg Mumpitz!

  4. Ich bin bei dieser Seite etwas skeptisch.

    Sie werden ja oft auf Kopp verlinkt und gut ist, dass sie in der Tat ausgesprochen eurokritisch sind. Allerdings habe ich den Eindruck, dass man manches mit einer gewissen Vorsicht genießen muss.

    Die Schlagzeile klingt oft ausgesprochen sensationell und reißerisch, während man dann beim Lesen des Artikels schnell feststellt, dass es nicht so ist wie´s die Schlagzeile vermuten ließ…
    Der Umgang mit den Fakten und was diese Website daraus macht ist meines Erachtens nicht immer sachlich und folglich wenig vertrauenswürdig…

    Ich weiß nicht, ob das aktuell noch so ist, aber ich bin dieser Seite gegenüber sehr skeptisch geworden…

  5. Ich hatte vor einiger Zeit schon mal folgendes verlinkt:

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article108381473/Deutschland-droht-nun-selbst-der-Staatsbankrott.html

    Die Ausführungen darin stimmen faktisch mit den Ausführungen unter:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

    überein. Es ist lediglich so, dass letztere Ausführungen quasi Deutschland als Täter erscheinen lassen. Aber Deutschland ist nur indirekt der Auslöser gewesen. Das Problem war dass die Länder keine eigene Währung mehr hatten. Ohne Euro wäre folgendes passiert:

    Ohne Euro hätte Deutschlands (alte) Bundesbank den DM-Zins auf 1% gesenkt. Spanier und Iren hätten den für Peseten und für Pfund auf 6% angehoben. Die verbilligten Kredite hätten in Deutschland für Konsum und Boom gesorgt, die verteuerten in Spanien oder Irland selbige gebremst. Und nichts wäre passiert.
    (man vgl. die Ausführungen weiter unten.)

    Für mich ist das die überzeugendste Erklärung dafür, wie es zum Debakel kam. Man sollte sich unbedingt von der Vorstellung frei machen, dass böse Banken, böse Spekulanten oder böse Politiker das Debakel für den eigenen Profit geplant haben. Die gemeinsame Währung für unterschiedliche Wirtschaftsräume war das Problem. Danach ging es quasi naturgesetzlich weiter.

    … Mit dem Beitritt zu Euroland hatten Länder wie Spanien oder Irland ihre Weichwährungen mit hohen Zinsen (oft über 10%) und hohen Inflationsraten (oft über 10%) in eine Hartwährung mit niedrigen Zinsen (2%) und ebensolcher Inflation getauscht.

    Die “privaten” Banken dieser Länder konnten von nun an Geld bei der “staatlichen” EZB in Frankfurt um bloß 2% borgen, um es dann an ihre Kunden weiter zu verleihen. Wegen des damals kriselnden Deutschland war der Zinssatz künstlich abgesenkt worden — und eigentlich war er selbst mit 2% noch viel zu hoch.

    Deutschlands milliardenschwere EU-Zahlungen hatten Spanien oder Irland aber künstlich boomen lassen. Als deren Inflation auf 3,5% gestiegen war, waren 2% für Eurokredite dort aber viel zu billig, und aus Bürgern wurden Spekulanten. Millionen Spanier und Iren kauften sich auf Pump, so viel es ging, fraß die Inflation doch ihre Zinsen auf. Hätten Spaniens Banken nicht der Kreditsucht ihrer Bürger nachgegeben, man hätte sie als Bösewichte vorgeführt.

    Ohne Euro hätte Deutschlands (alte) Bundesbank den DM-Zins auf 1% gesenkt. Spanier und Iren hätten den für Peseten und für Pfund auf 6% angehoben. Die verbilligten Kredite hätten in Deutschland für Konsum und Boom gesorgt, die verteuerten in Spanien oder Irland selbige gebremst. Und nichts wäre passiert. Als die vom billigen Staatsgeld aufgeblasenen Immobilien- und Börsenwerte platzten, erklärte man es einer ökonomisch ungebildeten Bevölkerung mit der Schuld von Banken oder Spekulanten.

  6. Beide Portale gehören zusammen (nicht „irgendwie“), sieht man doch auf den ersten Blick, Herausgeber ist die BF Blogform Social Media GmbH, und die gehört Herrn Michael Maier. Aber dann wird’s erst richtig interessant: Der „Spiegel“ hatte neulich behauptet, dass die „Deutsch Türkischen Nachrichten“ zur Gülen-Bewegung gehören, und deswegen liegen jetzt „Spiegel“ und Maier im Clinch:

    http://meedia.de/print/michael-maier-und-der-spiegel-im-clinch/2012/08/17.html

    Es geht in dem „Meedia“-Artikel um ein DTN-Zitat aus dem „Spiegel“ vom 6. August, an das sich kein Mensch mehr erinnern dürfte, wer den „Spiegel“-Artikel gelesen hat, erinnert sich aber an die Übersicht „Die Säulen des Gülen-Reichs. Unternehmungen und Einrichtungen, die der Bewegung zugeordnet werden“, darunter die türkische Tageszeitung „Zaman“, zwei türkische Fernsehsender und das Internetportal „Deutsch-Türkische Nachrichten“. Maier bestreitet das, der „Meedia“-Artikel endet aber mit dem Maier-Satz: „Ich werde meine Mitarbeiterinnen nicht zwingen, ihr Kopftuch an der Bürotür abzugeben.“ Woraus zu schließen ist, dass Maier immerhin fromme Türkinnen beschäftigt. Und hier nochmal Maier und sein „Businessmodell“ (mit Link zur FAS):

    http://meedia.de/internet/das-businessmodell-des-dtn-herausgebers/2012/08/24.html

  7. Das ist Kopftuchfrau Merve Durmus, dürfte die gleiche sein, die bei den „Deutsch Türkischen Nachrichten“ als Chefredakteurin geführt wird, das „Migazin“ wird Milli Görüs zugeordnet. Man beachte weiter unten die Ergebenheitsadresse von Herrn Kai Diekelmann vom Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln:

    http://www.migazin.de/2010/10/11/merve-durmus/

  8. @ #8 Heta

    Danke für die Recherche. Sie trifft voll zu, und war aus meiner Sicht im Artikel oben übersehen worden. Die deutsch-türkische Nachrichten zählen zum Gülen-Imperium, das ist mir schon länger bekannt. Gülen ist ein türkischstämmiger Nationalist, also jemand bei dem unsere Gutmenschen wie bei PRO NRW laut Autobahn rufen, bei türkischen Nationalisten aber sofort wegschauen. Ich bin in einem städtischen Beirat und erlebe es live zu Gülen. Die Nähe der Deutsch-Türkischen Nachrichten zu dem Gülen-Netzwerk ist auch daran erkenntlich, dass die DTN eine Extra-Spalte für PKK und Erdogan (=nationalistische MHP) haben. Zusammengefasst: Durch deinen Artikel hab ich mir einen gleichwertigen erspart.

  9. @ #9 Heta

    Danke für die weiteren Infos zu Merve Durmus. Deren Hinweis dass sie in zwei Nachhilfevereinen in Kreuzberg arbeitet läßt die starke Vermutung – um das Wort Gewissheit zu vermeiden – aufkommen, dass es sich um die bekannten Gülen-Nachhilfevereine handelt. Ich würde sogar drauf wetten.

    Ich muss mich aber von #11 GGW berichtigen. Ich bin nicht in einem städtischen Beirat wie ich schrieb, da hab ich einfach zu schnell in die Tasten gehauen. Wie die Arbeitsgruppe oder weis gott wie es offiziel heist wo ich ein paar mal war oder bin, jedenfalls die genaue Bezeichnung müßte ich erst noch mal nachschauen.

  10. #7 ingres (08. Sep 2012 11:58)

    Und wieder 100% ige Zustimmung zu ihrem Beitrag:
    „Ohne Euro hätte Deutschlands (alte) Bundesbank den DM-Zins auf 1% gesenkt. Spanier und Iren hätten den für Peseten und für Pfund auf 6% angehoben. Die verbilligten Kredite hätten in Deutschland für Konsum und Boom gesorgt, die verteuerten in Spanien oder Irland selbige gebremst. Und nichts wäre passiert.“
    ————————————–

    So hat es sehr gut vor Einführung des Euro funktioniert. Man darf auch die unterschiedlichen Mentalitäten in den Euroländern nie vergessen.
    Irgendwie sind die ja auch ganz symathisch.

  11. Bei den „Deutsch Türkischen Nachrichten“ wäre das bei PI so beliebte Wort „Schmierenjournalismus“ mal angebracht. Nehmen wir die aktuelle Meldung „Reise nach Rom: Ministerin Aygül Özkan trifft Papst Benedikt XVI.“:

    Kurz vor seiner Abreise in den Libanon erhält Papst Benedikt XVI. noch einmal Besuch aus Deutschland. … Höhepunkt der zweitägigen Reise sei die Teilnahme an einer Generalaudienz bei Papst Benedikt XVI.

    Richtig ist: Özkan reist nach Rom, „trifft“ aber nicht den Papst, sondern verschiedene Leute aus dem „Dialog“-Geschäft, und eine Generalaudienz ist im Gegenteil zur Privataudienz für alle da, nicht speziell für Madame Landesministerin. Auch in der Bildunterschrift wird gelogen: „Ministerin Aygül Özkan wird in Rom mit dem Pontifex zusammentreffen.“ Als eine unter Tausenden, die zur Generalaudienz auf den Petersplatz kommen.

    Bereits einen Tag nach der Abreise von Ministerin Aygül Özkan aus Italien wird der Pontifex zu seiner 24. Auslandsreise aufbrechen. Das Oberhaupt der Katholischen Kirche wird vom 14. bis zum 16. September im Libanon erwartet.

    Da wird ein Zusammenhang insinuiert, den es nicht gibt, als habe der Papst seinen Terminkalender mit Frau Özkan aus Hannover abgestimmt. Ein lächerlicher Versuch, die eigenen Leut aufzuwerten:

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/09/459896/reise-nach-rom-ministerin-ayguel-oezkan-trifft-papst-benedikt-xvi/

    #12 Babieca:
    Wird heute abend nach oben geschoben.

  12. OT

    Zu den ganzen Goldmann-Sachs-Beiträgen („Der Jude ist schuld, da gab es doch einen Film“): Ich halte das für gezielten Propaganda-BS – auch, wen die durch eine „Doku“ in den Öffis abgesichert scheinen.

    Warum? Unsere Bellut-Öffentlichkeit hat mal wieder ein uraltes Thema – mit einem übrigens sehr kooperativen Geschäftspartner, „der Islam ist wunderbar“- instumentalisiert, um den Westen als Ar*** dastehen zu lassen. *Gähn*‘.

    Mich würde im Gegenzug mal dringend eine Reportage unserer Öff.-rechtl.-Medien über die weltweit agierende Qatar-Foundation

    http://www.qf.org.qa/

    (unbedingt alles in der Menüleiste lesen, vor allem unter „Community Developement ->protecting Qatars hertiage etc.)

    interessieren. Eines 1,6 Millionen-Landes unter Herrschaft der Sippe Al Khalifa mit mühseliger, Frankreich be- und verholfener Selbstständigkeit vom Osmanischen Imperium seit 1971 (das Osmanische Reich und davor alle imerialistischen Kalifate, in dem sich Katar – ohne ein Staat zu sein sein – für Jahrhunderte wohlfühlte, endeten 1971) und dringendem Missionierungsbedarf im Westen seit 1995 interessieren. Aber das könnte mit persönlichen Risiken, scharfer Zensur und schöngefärbter PR enden..

    Da ist es doch besser, sich um Goldman-Sachs zu kümmern.

    Qatar. Neureiche islamische Micker-Provinz kauft per Bakschisch die zivilisierte Welt.

  13. Trotz der möglicherweise zutreffenden Nähe der Türkenachrichten zur Gülen-Bewegung diskreditiert das doch die DMN und DWN nicht automatisch.

    Was ist der beste Schutz vor Verfolgung durch Antifanten und Wahrheitsministerium? Eine Kopftuchdame im Vorzimmer. Wie sonst soll man in Deutschland noch kritisch berichten, ohne sofort und ohne Beweise als Nazi in die braune Ecke geschoben zu werden?

    Die Rundfunkanstalten machen es im Grunde genommen ähnlich. Nach dem Sarrazinbuch geiferten deutsche „Journalisten“ in Hinrichtungstalkshows, während es ausschließlich migrantischen Journalisten erlaubt war, kritisch über Parallelgesellschaften, Inländerdiskriminierung und dergleichen zu berichten.

    So muss man das anscheinend heutzutage machen.

  14. Ich war immer davon ausgegangen, dass das Euro-Desaster dadurch ausgelöst wurde, dass die PIIGS-Staaten zu billig an Kredite kamen. Aber die Frage war, warum kamen sie so billig an Kredite?
    Ich dachte immer, dass sich durch den Zusammenschluß verschiedener Länder in der Euro-Zone ein Durchschnitts-Leitzins gebildet hätte, weil der Markt erwartet habe, dass sich durch den gemeinsamen Währungsraum die Wirtschaftskraft der einzelnen Länder anpassen würde Dieser Zins sei dann zu hoch für die starken und zu niedrig für die schwächeren Länder gewesen. Dadurch kamen die schwächeren Länder an billiges Geld und dadurch kam es dort zu Blasen. Das interessante ist nun, dass der „natürliche“ wohl bereits verzerrte Durchschnittszins wegen der damaligen Schwäche Deutschlands („kranker Mann Europas“) anscheinend noch einmal künstlich heruntergesetzt wurde, wobei anscheinend von Deutschland Druck auf die EZB ausgeübt wurde. Ohne Senkung des EZB-Leitzines auf 2%, wäre es also wahrscheinlich in Deutschland damals zu einer schweren Krise gekommen.

    Ich bin nie davon ausgegangen, dass die Spanier oder andere „faul“ sind, aber ich dachte, dass Deutschland einfach traditionell wirtschaftlich stärker ist. Aber selbst wenn letzteres stimmt, so gibt es eben doch noch ganz andere Einflüsse auf wirtschaftliche Abläufe.

    Interessanterweise könnte diese Darstellung auch von „links“ stammen. Für die Linken ist freilich nicht der gemeinsame Währungsraum das Problem. Nein in der Heilslehre der Linken sind die Spekulanten und die Banken die Bösen. Aber Spekulanten und Banken agieren lediglich unter den für sie geltenden Bedingungen.
    Also wollen die (zumindest ansprechbaren, von Antifa müssen wir nicht reden) Linken quasi die Banken und Spekulanten durch gute linke (also die richtigen) Politiker ersetzen. Staatlich kontrolliert wird alles gut. Dabei wird nicht bedacht, dass linke Politiker ja auch (eigenen) Interessen folgen und natürlich die Gesetze der Realität nicht umgehen können.

  15. #17 Babieca:

    Mich interessieren eher die „Joint Ventures“, speziell Vodafone, der FC Barcelona (noch mit Kreuz). Die „Doha Debates“ nicht zu vergessen, an die wir „Hard Talk“-Tim Sebastian leider verloren haben:

    http://www.thedohadebates.com/

    Und ganz frisch: „Sheikha Lubna Al-Qasimi ruft deutsche Unternehmen zu mehr Engagement auf“ in: „Ghorfa: Ihre Brücke in den arabischen Markt“. Ghorfa-Präsident ist: Dr. Thomas Bach, den wir erst Mittwoch in seiner Funktion als DOSB-Präsident gesehen haben, Gedenkfeier Olympia 1972, Fürstenfeldbruck, so fügt sich eins zum anderen:

    http://www.ghorfa.de/fileadmin/Souq/2012/pdf/de_souq_2_2012_web.pdf
    http://www.ghorfa.de/start.html

  16. @ #25 Onkel Pelle (08. Sep 2012 14:47)

    In Berlin geht’s weiter, Türke zeigt orthodoxem Juden den Hitlergruß.

    Langsam aber sicher werde ich richtig wütend!
    Was bildet sich dieses Volk eigentlich ein?!

  17. #21 ingres (08. Sep 2012 14:21)
    „Durchschnittszins wegen der damaligen Schwäche Deutschlands (“kranker Mann Europas”) anscheinend noch einmal künstlich heruntergesetzt wurde,…“
    —————————————

    Also das stellt sich in der Statistik nicht dar.
    Wurde auch schon mal von Kewil so gepostet.
    Seit 1953 ist Deutschland lückenlos unter den 3 führenden Exportländern“:

    Die drei führenden Exportländer [Bearbeiten]
    Nominaler Waren-Export in Millionen US-Dollar[2]

    Jahr 1. Wert 2. Wert 3. Wert
    1948 USA 12.666 Großbritannien 6.605 Kanada 3.202
    1949 USA 12.074 Großbritannien 6.875 Kanada 3.050
    1950 USA 10.282 Großbritannien 6.325 Frankreich 3.082
    1951 USA 15.041 Großbritannien 7.585 Frankreich 4.241
    1952 USA 15.206 Großbritannien 7.585 Kanada 4.630
    1953 USA 15.782 Großbritannien 7.526 BR Deutschland 4.411
    1954 USA 15.114 Großbritannien 7.770 BR Deutschland 5.246
    1955 USA 15.558 Großbritannien 8.467 BR Deutschland 6.124
    1956 USA 19.102 Großbritannien 9.290 BR Deutschland 7.348
    1957 USA 20.873 Großbritannien 9.811 BR Deutschland 8.564
    1958 USA 17.920 Großbritannien 9.495 BR Deutschland 8.810
    1959 USA 17.643 Großbritannien 9.951 BR Deutschland 9.807
    1960 USA 20.601 BR Deutschland 11.416 Großbritannien 10.609
    1961 USA 21.037 BR Deutschland 12.651 Großbritannien 11.074
    1962 USA 21.714 BR Deutschland 13.244 Großbritannien 11.374
    1963 USA 23.387 BR Deutschland 14.578 Großbritannien 12.258
    1964 USA 26.650 BR Deutschland 16.230 Großbritannien 12.880
    1965 USA 27.530 BR Deutschland 17.913 Großbritannien 13.810
    1966 USA 30.434 BR Deutschland 20.157 Großbritannien 14.770
    1967 USA 31.640 BR Deutschland 21.761 Großbritannien 14.493
    1968 USA 34.667 BR Deutschland 24.888 Großbritannien 15.461
    1969 USA 38.032 BR Deutschland 28.852 Großbritannien 17.645
    1970 USA 43.241 BR Deutschland 34.228 Großbritannien 19.430
    1971 USA 44.156 BR Deutschland 38.845 Japan 23.995
    1972 USA 49.783 BR Deutschland 46.737 Japan 29.088
    1973 USA 71.404 BR Deutschland 67.563 Japan 37.017
    1974 USA 99.437 BR Deutschland 89.368 Japan 55.469
    1975 USA 108.856 BR Deutschland 90.176 Japan 55.819
    1976 USA 116.794 BR Deutschland 102.162 Japan 67.304
    1977 USA 123.182 BR Deutschland 118.072 Japan 81.083
    1978 USA 145.847 BR Deutschland 142.453 Japan 98.211
    1979 USA 186.363 BR Deutschland 171.804 Japan 102.299
    1980 USA 225.566 BR Deutschland 192.860 Japan 130.441
    1981 USA 238.715 BR Deutschland 176.047 Japan 151.495
    1982 USA 216.442 BR Deutschland 176.424 Japan 138.385
    1983 USA 205.639 BR Deutschland 169.417 Japan 146.965
    1984 USA 223.976 BR Deutschland 171.735 Japan 169.700
    1985 USA 218.815 BR Deutschland 183.933 Japan 177.164
    1986 BR Deutschland 243.326 USA 227.158 Japan 210.757
    1987 BR Deutschland 294.369 USA 254.122 Japan 231.286
    1988 BR Deutschland 323.323 USA 322.427 Japan 264.856
    1989 USA 363.812 BR Deutschland 341.231 Japan 273.932
    1990 Deutschland 421.100 USA 393.592 Japan 287.581
    1991 USA 421.730 Deutschland 402.843 Japan 314.786
    1992 USA 448.163 Deutschland 430.042 Japan 339.885
    1993 USA 464.773 Deutschland 380.096 Japan 362.244
    1994 USA 512.627 Deutschland 426.935 Japan 397.005
    1995 USA 584.743 Deutschland 523.461 Japan 443.116
    1996 USA 625.073 Deutschland 524.649 Japan 410.901
    1997 USA 689.182 Deutschland 512.891 Japan 420.957
    1998 USA 682.138 Deutschland 543.752 Japan 387.927
    1999 USA 695.797 Deutschland 543.539 Japan 417.610
    2000 USA 781.918 Deutschland 551.810 Japan 479.249
    2001 USA 729.100 Deutschland 571.645 Japan 403.496
    2002 USA 693.103 Deutschland 615.831 Japan 416.726
    2003 Deutschland 751.560 USA 724.771 Japan 471.817
    2004 Deutschland 909.887 USA 814.875 China 593.326
    2005 Deutschland 970.914 USA 901.082 China 761.953
    2006 Deutschland 1.108.107 USA 1.025.967 China 968.978
    2007 Deutschland 1.321.214 China 1.220.060 USA 1.148.199
    2008 Deutschland 1.446.172 China 1.430.693 USA 1.287.442
    2009 China 1.201.612 Deutschland 1.120.041 USA 1.056.043
    2010 China 1.577.824 USA 1.278.263 Deutschland 1.258.924
    2011 China 1.898.600 USA 1.480.646 Deutschland 1.473.889

    http://de.wikipedia.org/wiki/Welthandel/Tabellen_und_Grafiken#Die_drei_f.C3.BChrenden_Exportl.C3.A4nder

  18. #27 survivor (08. Sep 2012 15:41)

    Also ich persönlich kann mich daran erinnern, dass um 2000 herum Deutschland „der kranke Mann Europas“ genannt wurde. Ich meine auch, dass andere europäische Länder, auch südeuropäische damals höhere Wachstumsraten hatten. Deutschland galt als Schlußlicht. Und in

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article108381473/Deutschland-droht-nun-selbst-der-Staatsbankrott.html

    wird auf dieses damals kriselnde Deutschland hingewiesen. In dem DWN Artikel wird zusätzlich behauptet, dass Deutschland damals Druck auf die EZB ausgeübt habe die Leitzinsen auf 2% zu senken, was dann eben (viel) zu niedrig für die damals nicht kränkelnden Südeuropäer war und die dortigen Blasen ausgelöst hat. Ohne Euro hätte Deutschland eine lokale Zinssenkung ohne solche Auswirkungen auf die Länder der Peripherie durchführen können.
    Das Überraschende: das vermeintlich starke Deutschland wäre, weil es um 2000 schwach war, damit (weil die Zinsen künstlich für Deutschland angepaßt wurden) unter den fatalen Randbedingungen des Euro der Ausgangspunkt für das heutige Desaster. So jedenfalls die Aussage des DWN-Artikels.
    Möglich, dass der deutsche Export damals durch die zu niedrigen EZB-Zinsen gerettet wurde. Die Euro-Länder sollen ja damals ordentlich billig auf Kredit aus Deutschland importiert haben.

  19. @#29 ingres

    Ich lese schon seit Jahren auch bei Kopp-Online und die DMN werden dort regelmäßig verlinkt.

    zu den DMN:

    Immer sehr informativ und den „Staatsmedien“ etliche Wochen vorraus.

    Positiv dort auch das Forum, es wir kaum zensiert und immer sehr informativ, die Beiträge werden geschriebn von Leuten, die sich „wirklich“ mit Wirtschaft auskennen.

    Zur Ihrer „Erinnerung“ – Sie ist einerseits richtig, aber auch wiederum falsch.

    Richtig ist, das Deutschand nach der Einführung der gemeinsamen Währung ins Trudeln geriet. Das lag aber daran, das deutsche Versicherungen und Banken ihr Kapital (auch Volksvermögen genannt) massiv in den neuen Euroländern anlegten um ihre Geschäfte zu machen und Deutschland somit weitesgehend von Investionen außen vor ließ.

    Investitionen sind aber das A und O einer Volkswirtschaft, ohne Investitionen würde alles zusammenbrechen. – das war damals der Fall und Deutschland wurde zum Sorgenkind.

    Wen dieses Thema interessiert und das sollten normalerweise alle Aufgeklärten sein. kann durchaus googeln nach Wirtschaftsprofessor Sinn, ein Mann der immer seine Meinung vertreten hat, auch wenn sie der herschenden Klasse nicht gefallen hat.

  20. @ Heta

    Mist! Den Satz mit Print streichen. Ich hatte da einen Teil meines Hirns auf einem anderen Gleis.

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