Beinahe im Wochentakt liest man in der rotgrünen System-Qualitätspresse, die Reichen würden immer reicher, was ein Schmarrn ist, aber ein perfider, der bei den Lesern hängen bleibt, denn anderen Leuten das Geld zu klauen, das ist populär in der Neidgesellschaft. Anlaß der letzten Aufhetzrunde ist eine Studie der Regierung, die aber erst im November erscheinen soll. Und darin soll stehen, das Nettovermögen der Privathaushalte (Immobilien, Geldanlagen, Bauland etc.) habe sich in den letzten 20 Jahren von 4,6 auf rund zehn Billionen Euro mehr als verdoppelt. Gehen wir mal der Sache auf den Grund. 

Nehmen wir an, der böse Reiche hätte in den letzten 20 Jahren Aktien gehalten, dann genügt ein einziger Blick auf den langfristigen Aktienindex, um zu sehen, daß sich da die letzten 20 Jahre außer dem üblichen Auf und Ab nichts getan hat.

Nehmen wir an, der böse Reiche hätte in den letzten 20 Jahren Anleihen gehalten, also dem gefräßigen Staat wohlgemerkt freundlicherweise Geld ausgeliehen, dann zeigt auch hier der Langfristchart, daß die Umlaufrendite immer weiter hinunter manipuliert wurde auf derzeit um die 1% Zins.

Genau hier kommt aber die Inflation ins Spiel. Die langfristige Rate in den letzten 20 Jahren betrug durchschnittlich mindestens 2%. Von 1000 Euro bleiben so nach 20 Jahren noch 667,62 Euro übrig. Derzeit verliert der Sparer jedes Jahr mindestens 1% des Ersparten. Und diese Zahlen sind höchst fragwürdig, wie jeder weiß, der die Einführung des Euro erlebt hat. Die Preise stiegen gewaltig, manche Geschäfte und Restaurants machten aus DM einfach €, was de facto eine Verdopplung der Preise, bzw. eine Halbierung des Guthabens bedeutete – innerhalb von nur zwei Jahren! Wer die letzten 20 Jahre Guthaben besaß, konnte vielleicht den Wert erhalten, aber niemals steigern.

Um das zu verdeutlichen noch ein Blick auf die Benzinpreise! 1990 kostete der Liter 1,14 DM, also rund 0,58 Cent. Heute steht er bei € 1,70 und hat sich damit verdreifacht! Ähnlich sieht es bei Strom und Gas aus. Die Inflation ist höher als die Messung beim offiziellen Warenkorb widerspiegelt.

Genauso ist es mit den Immobilien. Die blieben von 1970 rund 30 Jahre gleich. In den letzten zwei Jahren sind sie gestiegen, weil die Leute den Euro-Crash erwarten. Aber sind alle gestiegen? Mitnichten. Nicht jeder hat ein Haus am Potsdamer Platz oder am Starnberger See. Dazu kommen Investitionen, die man in 20 Jahren tätigen muß. Neue Isolierung, frisch anstreichen, defekte Leitungen, erhöhte Grundsteuern und so weiter. Eine Immobilie ist meist keine Geldkuh.

Und was haben die Reichen sonst noch. Gold, Juwelen, eine Rolex? Natürlich sind ein paar reich geworden, dafür sind andere Reiche verarmt. Der Durchschnitt der Reichen hat nichts dazugewonnen, das ist in einem Hochsteuerland unmöglich. Und auch Reiche machen Fehler. Die setzen öfter mal Geld in den Sand, verlieren Millionen mit welchen Anlagen auch immer. Es ist eine altbekannte Tatsache, daß nichts so schwierig ist wie die Erhaltung von Vermögen über viele Jahre hinweg. Die „Studie“ der Regierung erscheint schon jetzt als primitives Machwerk, um primitive Instinkte zu wecken, mehr nicht. Dazu lese man die dummen und unqualifizierten Kommentare in der linken ZEIT zu diesem Thema!

Und noch was! Wenn ein Reicher reicher wird, weil seine Villa in Heringsdorf sich im Wert verdoppelt, wen hat er damit arm gemacht, welchem Hartzler hat er damit Geld weggenommen? Es ist immer die gleiche saudumme Argumentation, die durch das ganze Land stinkt: Es gäbe nur eine bestimmte Summe zu verteilen, und was der eine kriegt, wird dem anderen gestohlen. In Wahrheit könnten alle Deutschen gleichzeitig reicher werden – wenn wir nur von der Politik endlich in Ruhe gelassen würden! Hätte man seit 1960 kein Gesetz geändert, keine neuen Steuern, Verbote, Abgaben und Verordnungen eingeführt, wäre Deutschland das reichste Land der Welt!

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75 KOMMENTARE

  1. kewil hat mal wieder Recht.
    Sogar Thomas Middelhoff, der Quelle beerdigt
    hat und Karstadt fast, kann sich seine 35 Meter Yacht nicht mehr leisten.
    Die 75.000€ sind einfach nicht mehr drin.
    Pro Monat.
    Ohne Sprit- und sonstige Nebenkosten, ohne Besatzung.

  2. Und noch was! Wenn ein Reicher reicher wird, weil seine Villa in Heringsdorf sich im Wert verdoppelt, wen hat er damit arm gemacht, welchem Hartzler hat er damit Geld weggenommen?

    Sehr richtig!
    Aber da ja der Mittelwert herangezogen wird zur Ermittlung des Reichtums in unserem Land erhöht sich damit die Armutsgrenze… und schon wieder werden noch mehr Geknechtete und Entrechtete produziert, ohne dass jemand ärmer geworden ist.

    Hach, wie schön war es doch zudem bei Erich…

  3. Kapitalist zum Kommunist: “Sie verlangen die Hälfte meines Besitzes,in Ordnung.– Aber was ist , wenn ich dann gut wirtschafte und wieder reich werde und Sie wirtschaften schlecht und verlieren alles?” — Kommunist: “Dann teilen wir erneut”

  4. Ich hatte das als „Aufmacher“-Journalismus bezeichnet. Aber ich fühlte es müsse einen treffenderen Ausdruck geben. Mumpitz-Journalismus ist schon besser. Aber ich fühle es gibt noch feinsinnigere, treffendere Ausdrücke. Aber ich weiß nicht, ob Broder einen finden und öffentlich dann verwenden würde.

    Übrigens der Bundestag ist für die Frauenquote. Also auch über Quoten wird die Selbstvernichtung weiter voran getrieben.

  5. Reiche werden durch Geldanlegen und den daraus folgenden Geldsegen via Zins und Zinseszins reicher und reicher! Es sei denn, sie verbraten natürlich mehr als sie Renditen etc. einkassieren.
    Stichwort: Zinseszins! Darum werden Reiche immer reicher. Logo!

  6. Und selbst wenn sie reicher würden, die Frage ist bei wirklich reichen doch nur:

    Wieviel kann man sie besteuern, dass sie nicht in die Schweiz, nach Monaco oder sonstwo abhauen.

    Der ganze Moral-/Ethik-/Gerechtigkeits-Quatsch spült man lieber die Toilette runter, der nützt niemandem was

  7. „So asozial ist Deutschland“ titulierte der Stern vor 2 Tagen.

    Immer wieder diese Sozialneiddebatte!

    Da kann man mal sehen, die Privaten können eben besser mit Geld umgehen als der Staat!

    Und außerdem waren die Steuereinnahmen noch nie so hoch wie zur heutigen Zeit!!!

    Wer viel Geld hat, beteiligt sich nämlich in Deutschland in großem Umfang an der Finanzierung des Staates !

    Warum meckert man also ständig ?

  8. #3 thomswordd

    Oder man benutzt seinen Grips – wie soviele Erfinder in diesem Land. Aber mit Grips ist halt nicht jeder gesegnet. 😉
    Geht demnächst die Propagandamaschine in die Richtung „Die Klugen werden immer klüger“?
    Tatsache ist ja immerhin, dass die Zahl der Dummen steigt.

  9. Passt hierzu ganz gut:

    Die unglaubliche Sozialindustrie

    http://ef-magazin.de/2011/06/04/3024-umverteilung-das-soziale-mammut

    Allerdings irrt kewil mit der Aussage, der DAX habe in den letzten 20 Jahren nur die üblichen Schwankungen hingelegt.

    Sieht man besonders gut, wenn man sich mal den Langfristchart ansieht:

    http://www.boerse.de/langfristchart/DAX/DE0008469008

    Bedenke: In langandauernden starken Bewegungen (egal ob up oder down) lässt sich besonders risikoarm viel Geld verdienen.

  10. Es ist wirklich erschreckend, wieweit der Mumpitz-Journalismus und die Mumpitz-Meldungen um sich gegriffen haben. Was früher nur linksradikale Parolen waren, ist heute Mainstream. Ich kann mich noch erinnern, dass die FAZ zwischen 88 und 98 die Regierungspolitik rational nüchtern kritisiert hat. Es gab damals wirklich einen guten Wirtschaftsteil mit entsprechenden Kommentaren. Aber wahrscheinlich war die Entwicklung der politische Gosse nicht zu stoppen. Und wenn man jetzt Schirrmacher vernimmt? Aber es ist halt jetzt auch zu spät zum Umsteuern.

  11. Tja, und der angesprochene Warenkorb, nach dem sich nie was verteuert berücksichtigt nie meine Ausgaben für Zigaretten,Kölsch in der Kneipe und Superbenzin.Diese sind dank der Weichwährung T€uro nach oben geschnellt.
    Erinnere mich sogar an die Jahreswende 2005/2006, tankte am 311205 noch für ca 1T€uro Super.

  12. Sorry, die Rechnung kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich vor 20 Jahren mit einem Vermögen gestartet bin, stehe ich heute mit einem wesentlich größeren Vermögen dar, egal, ob ich die Summe in Aktien (siehe kewils Kurve), Gold oder sogar nur auf einem Tagesgeldkonto angelegt habe. Natürlich habe ich damit direkt niemandem etwas weggenommen. Aber steuerehrlich komme ich mit einer übersichtlichen Quellensteuer davon, während ein „höherer“ Angestellter, mit einem Jahresbruttoverdienst deutlich unter 100.000,- als „Reich“ betrachtet und in Teilen mit dem Spitzensteuersatz abgestraft wird.

    Und was die „Superreichen“ verkonsumieren, bleibt im Grunde in deren Welt in einer Art „geschlossenem Kreislauf“, da kommt im Mittelstand nichts an.

    Damit wir uns nicht missverstehen: Einem Bill Gates oder Steven Jobbs (RIP) gönne ich jeden Cent, sie haben ihr Werk (mit welchen Methoden auch immer), selber aufgebaut. Noch mehr Respekt habe ich vor einer ehemaligen Gründergeneration mit sozialer Verantwortung (Zeiss, Abé u.a.). Einen Hals kriege ich, wenn ich z.B. Aufsichtsratsmitglieder und Vorstände sehe, die sich gegenseitig an die Pfründe schieben und nichts leisten bzw. mit ihren inkompetenten Fehlentscheidungen ganze Firmen in den Abgrund reissen.

    Nein, ich bin kein Sozialist, ich huldige nur dem LEISTUNGS-Prinzip.

  13. Pauschaler gehts wohl nicht. Wer sind „die Reichen“?
    Das vorgebrachte Argument, dass die Inflation „die Reichen“ besonders hart treffe, wiederspricht sich mit dem Hinweis auf die gestiegenen Benzin-, Gas- und Strompreise. Diese Erhöhungen treffen ja wohl unbestritten die Harzler. Außerdem ist es unlauter bei der Diskussion um die Einkommensverteilung ständig die Harzler anzuführen. Die Probleme mit einem zu geringem Einkommen fangen bereits bei arbeitenden Menschen an die ein paar € mehr verdienen als die H4 Bemessungsgrenzen.

  14. Die Aktien haben kein „Auf und Ab“ hinter sich sondern eine jährliche Wertsteigerung von 8%.
    (In 20 Jahren von 1500 auf 7500 Punkte; 7500 / 1500 und daraus die 20. Wurzel –> 8%)

  15. Es ist wie gesagt erschreckend wie der Mumpitz-Journalismus um sich greift. Wobei ich nicht weiß, ob es auf FAZ und Welt außer in Gastbeiträgen, nicht auch noch vielleicht Seriosität gibt.

    Ich erinnere mich noch, wie die FAZ den Regierungsantritt von Rot/Grün kommentiert hat. Man war wohl noch skeptisch. Aber man drückte es in etwa so aus: Man könne durchaus die geschäftige Freude während der Koalitionsverhandlungen ob des zukünftigen Regierens mitempfinden, bzw. sich der Sympathie dafür nicht entziehen. Man wollte wohl einfach kein Spielverderber sein.
    Wahrscheinlich habe ich das in Erinnerung behalten, nicht weil ich wußte welche Katastrophe folgen würde. Ich dachte das Personal der Grünen würde durch die demokratischen Institutionen unter Kontrolle gehalten werden können. Sondern weil ich diese inhaltslose Äußerung als hilflos empfand und sehr, sehr skeptisch sah.

  16. „…wiederspricht sich mit dem Hinweis auf die gestiegenen Benzin-, Gas- und Strompreise. Diese Erhöhungen treffen ja wohl unbestritten die Harzler.“

    Nee. Die zahlen weder Gas noch Strom.

  17. Nach kewils Meinung ist anscheinend jemand „reich“, der sich Sorgen wegen gestiegener Nebenkosten oder Hausinstandsetzungen machen muß…

    Und seit 1960 sind sämtliche Steuern für Reiche und Unternehmen gestrichen (Vermögenssteuer) oder gesunken (Körperschaftssteuer, Spitzensteuersatz).

    Sozialversicherungsbeiträge dagegen sind gestiegen und deren Leistungen gesunken.

    Bei ideologisch verblendeten Menschen werden Argumente aber nichts ausrichten.

  18. Das beste Beispiel für diese Märchenzahlen ist Anton Schlecker, der bis 2007 noch mit 3,8 Mrd. in der Forbes-Liste der Reichsten stand. Da wird einfach ein immaterieller Goodwill für das Unternehmen angesetzt, der nur realisierbar wäre, wenn man das Unternehmen rechtzeitig bei guter Geschäftslage verkauft. Aber an wen bitte? An wen soll zum Beispiel ALDI verkauft werden? Die Gebrüder Albrecht gelten als reichste Männer Deutschlands, aber was bleibt, wenn ALDI aufgelöst wird?

    Im Übrigen steht es jedem frei, in Deutschland reich zu werden. Die SAP-Gründer haben es vorgemacht. Man müsste diejenigen bestrafen, die es zu nichts bringen, denn sie liegen ja schließlich den anderen auf der Tasche.

    Die ganze Reichendebatte dient nur dazu, den Boden für höhere Steuern und Abgaben zu bereiten, und diese werden uns alle treffen. Man wird nach der Wahl zuerst die Umsatzsteuer „harmonisieren“, ich nehme an auf 22 Prozent. Das hat Merkel schon einmal getan, um den „Staatshaushalt zu sanieren“. Der Erfolg ist bekannt.

  19. Sagen wir es mal so, vor knapp 16 Jahren habe ich auch nur die Hälfte an Geld verdient wie heute! Somit verdiene ich zwar nun doppelt so viel, habe aber nicht wirklich den Eindruck (subjektiv und objektiv) mir mehr davon Leisten zu können…

  20. Ich muß mich zu #4 ingres (21. Sep 2012 13:22)verbessern. Nicht der Bundestag, sondern der Bundesrat ist für die Frauenquote. Die CDU ist für die Quote, gegen Widerstand von FDP und CSU. Jetzt muß es wieder in den Bundestag.

  21. #16 Nikodemus

    ‚Ich verstehe nicht warum sich Kewil über dieses
    Thema immer so schrecklich aufregt. Ist er so reich?‘

    Möglicherweise ist er reich. Dann wäre er aber
    der schreibende Beweis dafür, dass Geld weder
    glücklich noch sympathisch macht.

  22. Hätte man seit 1960 kein Gesetz geändert, keine neuen Steuern, Verbote, Abgaben und Verordnungen eingeführt, wäre Deutschland das reichste Land der Welt!

    Supi dann gäbe es noch keine MWSt.
    Kann jeder selbst überschlägig nachrechnen wieviel er pro Jahr an den Staat zurückgibt.
    Ausser natürlich man ist Sohn oder Tochter und kann die Anschaffungen durch Papas Bücher laufen lassen.
    Die evtl. Prüfer müssen doch auch etwas finden. Mal mehr mal weniger!Wenn überhaupt!
    Usatzsteuerkaruselle werden gern genommen!

  23. Nicht der Mittelwert, sondern der Median des Netto-Äquivalenzeinkommens. Vom Median dann 60% = armutsgefährdet. Der Median ist eigentlich praktischer Schwachsinn, da er per Definition immer genau in der Mitte liegt. Wer sich darauf beruft sollte mal in ein Land fahren wo wirklich Armut herrscht.

  24. Naja, zwar hat Kewil Recht mit dem was Er/Sie schreibt, jedoch muss man auch noch folgenden Punkt bedenken:

    Wieso sind Reiche eigentlich reich? Weil die meisten davon eine Firma haben oder an der Spitze eines Unternehmens sitzen und über Preissteigerungen und Gewinnmaximierung Ihre Taschen füllen, dann wird das Produkt eben noch teurer obwohl schon im Jahr zuvor Milliardengewinne eingefahren wurden. Und wenn ich für ein Produkt das ich brauche auf einmal mehr bezahlen soll obwohl es keine Rechtfertigung dafür gibt – keine Sinnvolle Rechtfertigung, muss ich bezahlen – und das ist Geld das mir fehlt und den Reichen immer reicher macht.

  25. man sollte bedenken, dass sich reiche sehr gute wirtschaftsanwälte und steuerberater leisten können, die ihnen jedes steuerschlupfloch zeigen und damit können sich reiche arm rechnen.

  26. Das Synonym für Reiche war vor 80 Jahren wer? Ein bisschen haben die Linken, ob international oder national ist eh egal, dazu gelernt:
    Jetzt hetzt man pauschal gegen die Reichen.
    Da werden Industrielle, die Arbeitsplätze schaffen, mit ein paar Ganoven, ob Rauschgifthändler,“beratende“ Expolitiker, usw. undifferenziert auf eine Stufe gestellt….

  27. Hi Kewil,
    jau guter Artikel.

    Das wäre ja eigentlich Aufgabe der
    Qualitätsmedien. Aber von denen und den
    Politiker_Innen und Politiker-Innen hörte man ja bereits, dass aufgrund der Komplexität der
    Materie diese Geldsachen viel zu kompliziert seien um sie mal schnell erklären zu können.
    Dabei liegt allen Wirtschaftsprozessen das
    einzige Wirtschafts-Axiom zugrunde das es gibt :

    wenn die Eier (Tulpenzwiebeln, Schweine) knapp werden, dann werden sie teurer. Und eben umgekehrt. Das gleiche gilt auch für (Papier)Geld.


    Aber bei der Qualität unsere Irgendwas-Mit-Medien Journalösen_Innen und Journalös-Innen mit Nebenfach Religion in Bielefeld, ist es eben kein Wunder, wenn Wirtschaftsberichte regelmässig als Schlagwort-Agitation aus der „Aktuellen Kamera“ (DDR) daherkommen. Schade, dass die Perestrojka an der polnischen Grenze stehen geblieben ist und nicht noch zu den Ossis und uns rüber kam. Ab der deutschen Grenze lebt man noch im ökonomischen Fabelland, wo man noch an Märchen (Transfereinkünfte) glaubt.

  28. … manche Geschäfte und Restaurants machten aus DM einfach €, was de facto eine Verdopplung der Preise …

    Endlich sagt das mal wieder jemand laut und deutlich. Daß der Euro keine faktische Teuerung allein anläßlich seiner Einführung gebracht habe, war auch so eine politisch korrekte, systemische und im großen Stil verbreitete Lüge, die der Michel wie üblich geschluckt hat. Meine Reaktion auf sowas ist grundsätzlich Konsumverweigerung. Wie oft ich seither hier bei uns zum Essen in ein Restaurant gegangen bin, kann man an einer Hand abzählen. Ich kaufe auch nichts mehr neu, wenn es sich nur irgendwie vermeiden läßt. Meine Lebenshaltung kostet wahrscheinlich weniger, als der Durchschnittsbürger allein an Mehrwertsteuer abdrückt. Das konsequent zu betreiben macht sogar Spaß. Geiz IST geil!

  29. #18 Grindcore

    „Die meisten reichen haben Firmen, über die sie die Steuern “regulieren” können.“

    Bringen Sie mal ein Beispiel, ich bin ganz Ohr. Wissen Sie, wenn das so einfach wäre, dann würde hier kein Unternehmen mehr Steuern zahlen. International verflochtene Unternehmen haben einen begrenzten Gestaltungsspielraum bei Verrechnungspreisen. Die Betriebsprüfer haben bücherweise Anweisungen, wie sie Verrechnungspreise prüfen müssen:

    http://www.bfd.de/fileadmin/user_upload/download/roedlbriefe/februar05/2_1ab0205.pdf

    Am einfachsten ist es aber, wenn ein Staat auch bei den Steuern – wie bei der Energie – international wettbewerbsfähig bleibt. Schröders Unternehmenssteuerrefom hat dazu viel geleistet, das zerstört man jetzt wieder, obwohl man Steuereinnahmen hat wie nie zuvor.

  30. #25
    Mal ehrlich … hast du davon Ahnung?

    „Steuerschlupfloch“ … „arm rechnen“ … das hört sich alles so an, als ob du das ungeprüft übernommen hast. Das ist tatsächlich die politisch korrekte Sprechweise.

    Aber was bedeutet das?
    Die Gesetzgebung ist so, dass Investitionen in ein Unternehmen von dem zu versteuernden Gewinn abgezogen werden darf.
    Das macht ja auch Sinn.
    Inwiefern ist das ein „Steuerschlupfloch“?
    Würdest du dich von einem Polizist anhalten und mit überheblicher Miene anmachen lassen, dass du ja eine „Schlupfloch“ Geschwindigkeit von 55 km/h gefahren bist.

    Entweder es ist legal oder nicht.
    Wenn es nicht legal ist, dann ist es kein „Schlupfloch“, sondern ein Vergehen für da man belangt werden kann.

    Schlupfloch bleibt deswegen so wage, weil es genau Menschen, die keine Ahnung haben, das Gefühl geben soll, dass „die Reichen“ sich „irgenwie“ einen Vorteil erschleichen und diese „Super-Anwälte /Steuerberater“ haben, die ihnen helfen Recht zu brechen.
    Das ist eine widerliche Retorik.

  31. OT, aber netter Artikel (Vorsicht Satire)

    Zwei Drittel der Bundesbürger sind gegen ein Atommüllendlager in ihrer Nachbarschaft, selbst bei optimalen geologischen Bedingungen. Es macht den Menschen Angst, Tür an Tür mit Atommüll zu wohnen, der zwar den ganzen Tag strahlt, aber über dessen wirkliche Gefühle man nichts weiß.

    Atommüll in der Nachbarschaft senkt außerdem den Wert der eigenen Immobilie. Die Bundesbürger würden eher mit Islamisten in einem Haus zusammenwohnen als mit Atommüll. Das liegt natürlich auch an der schlechten Presse des Atommülls. Überall, wo er auftaucht, kommt es zu Protestkundgebungen und Polizeieinsätzen. So einen möchte man lieber nicht als Nachbarn.

    Atommüll wirkt immer unzugänglich und verschlossen, man kriegt ihn nie zu Gesicht, weil er sich hinter Castor-Behältern verschanzt. Das macht die Leute misstrauisch, viele denken, der Atommüll habe etwas zu verbergen, andere sehen im Castor-Behälter die Burka des Atommülls. Atommüll lebt in einer Parallelgesellschaft mit eigenen Regeln und Halbwertzeiten. Man weiß nicht, wie er zur deutschen Leitkultur steht und ob er überhaupt noch Deutsch kann, nachdem man ihn in Frankreich aufbereitet hat.

    Quelle:

    http://www.welt.de/debatte/kolumnen/zippert_zappt/article10897097/Der-Castor-Behaelter-ist-die-Burka-des-Atommuells.html?wtmc=plista

  32. Natürlich werden Reiche immer reicher, wie ließe sich das auch verhindern und in welchem System? Nehmen wir an, jemand hat 100 Millionen Euro und legt die zu 5% an. Dann hat er 5 Millionen Einkommen pro Jahr ohne, dass das Kapital angetastet wird. Pro Monat müssen also über 400.000 versteuert werden, da bleiben mindestens 150.000 übrig, also 5.000 Euro pro Tag. Wer will das ausgeben?

    Diese ganze Neiddebatte ist bescheuert. Wenn wir Reiche arm machen, sind zwar alle gleich, aber die Armen werden noch ärmer.

  33. Im Moment werden die Reichen reicher durch die QE-Programme der FED und das Gelddrucken der EZB. Dieses Geld fließt in die Vermögenswerte der Reichen und läßt die Vermögenspreise steigen.

  34. Das eigentliche Problem sind die gigantischen leistungslosen Einkommen, die durch hochriskante Finanzspekulationen und Zockereien entstehen.

  35. #30 Ralf W.

    „Die Gesetzgebung ist so, dass Investitionen in ein Unternehmen von dem zu versteuernden Gewinn abgezogen werden darf.“

    Es ist noch viel einfacher: Der Anschaffungspreis für die Investition wird ja nicht sofort vom Gewinn abgezogen, sondern auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt („abgeschrieben“).

    Wenn ein Unternehmen eine Maschine für 100.000 Euro kauft und eine solche Maschine gewöhnlich zehn Jahre lang genutzt werden kann, dann schreibt das Unternehmen pro Jahr 10.000 Euro vom Wert ab. Leute, die, wie Sie richtig sagen, keine Ahnung haben und nur etwas nachplappern, meinen, solche Abschreibungen seien eine Begünstigung für die Unternehmen. In Wahrheit stellen sie nur den erwarteten jährlichen Wertverzehr eines Investitionsguts dar. Wenn die Maschine nach 10 Jahren doch noch etwas wert sein sollte und verkauft wird, dann ist der Erlös voll steuerpflichtig. Das Unternehmen hat also NULL steuerliche Vorteile durch Abschreibungen. Beim Maschinenleasing wird es vollends verständlich: Man zahlt die Leasinggebühr und natürlich darf man sie als Betriebsausgabe „absetzen“.

  36. Ich stimme dem Autor nicht zu.

    Offensichtlich verschließt er die Augen vor der Realität oder ist einfach noch zu jung.
    Ich möchte hier nicht alle Fakten benennen die seine Aussage widerlegen. Nur soviel, nach 25 Jahren, die ich im benachbarten Ausland verbracht habe, bin ich seit 5 jahren wieder in Deutschland. Das sich unser Land seit Mitte der 90er für den aller größten Teil der Bevölkerung im Rückwärtsgang befindet, müßte wohl jeder erkennen.

  37. Nützt es den „Armen“ wenn es keine „Reichen“ mehr gäbe?
    Noch was: 80% der Lottospieler gehören der Unterschicht an. Und nun macht Euch schlau wieviele Lottogewinner in kürzester Zeit wieder völlig verarmt und hochverschuldet sind. Die meisten „Armen“ können nicht mit Geld umgehen, sonst hätten sie welches.
    Die Wahrheit ist den „Armen“ zuzumuten!!
    In Deutschland wird sich erst was verändern wenn man das Recht hat zu verhungern!

  38. Wer ist der böse Reiche? CHF 100’000? 1’000’000? 10’000’000 oder weit mehr? Ich persönlich finde niemand sollte mehr als 1’000’000’000 besitzen.

  39. Die „Reichen“, die viel reicher geworden sind, sind nicht Mittelstandsunternehmer X oder Handwerksbetrieb Y oder Kieferchirurg Z, sondern die Angehörigen einer hauchdünnen Schicht, die alle mit Besteuerungsmaßnahmen eh nicht erreicht werden. Das Weltvermögen befindet sich zum größten Teil in der Hand ganz weniger.

    Hier ein paar Fakten:

    1. Das reichste Prozent der Weltbevölkerung (inkl. Kinder) besitzt 99% allen Vermögens. 99% der Weltbevölkerung besitzen zusammen 1%.

    2. Betrachtet man nur die Erwachsenen, besitzen lt. “Global Wealth Report” der Credit Suisse (der richtig “Global Poverty Report heißen müßte) 50% der Erwachsenen 2% des Vermögens, während 0,5% der Erwachsenen 36% besitzen und 2,5 Mrd. Menschen überhaupt nichts besitzen.

    3. Die globale Oberschicht besteht aus rd. 3.000 Dollar-Milliardären, etwa 10.000 -20.000 Superreichen mit Vermögen von 500 Mio. bis 1 Mrd. $, rund 100.000 “Ultrahochvermögenden” mit 30 – 500 Mio. $, etwa 1 Mio. “Hochvermögenden” mit 5 – 30 Mio. $ und 10 Mio. Vermögende mit 1 – 5 Mio. $.

    4. 80% der Weltbevölkerung leben in Ländern, in denen in den 90er Jahren die Ungleichheit der Vermögensverteilung zunahm.Die Zahl der globalen Milliardäre stieg 2003-2006 um 59%.

    25. Die 500 weltgrößten Unternehmen beschäftigen 0,05% der Weltbevölkerung, kontrollieren jedoch 70% des Welthandels, 80% der Auslandsinvestitionen und 25% der Weltproduktion.

    usw. usw.

    Mehr Fakten hier: http://uhupardo.wordpress.com/2012/07/05/25-fakten-zum-nachdenken-warum-das-system-irreparabel-ist/

    Ergo: Die, die hier als „reich“ beneidet werden, gehören gar nicht zu den wirklich Reichen, sondern müssen um ihr Erreichtes kämpfen, um auch nicht abzurutschen. Jedem Menschen, der dank Fleiß und Kreativität sich einen gewissen Wohlstand erarbeitet hat, sei sein Vermögen von Herzen gegönnt.

    Schwerer ist es, denen, die ihr Vermögen auf Betrug aufgebaut haben, denen es verdienstlos zugeflossen ist, denen, die andere ausbeuten, ihren Wohlstand zu gönnen. Doch wer will das schon auseinanderhalten?

  40. # 14 Ralf W.

    ..Nee. Die zahlen weder Gas noch Strom.

    Da kann ich Dich aber eines Besseren belehren! Die monatlichen Abschlagszahlungen sowie bei Gas als auch bei Strom hat der Hartz IV – Empfänger in vollem Umfang von seinem Hartz IV Geld selbst zu trageb und zu finanzieren!
    Diese Abschlagszahlungen sind im Regelsatz enthalten! Nichts davon trägt das Amt!

    Wer als Hartz IV – Empfänger zuviel Gas oder Strom verbraucht, der muss eben öfters abends bei Kerzenschein sitzen und darf nicht jeden Tag seinen Gas-Herd zum Kochen nutzen – wenn er für den Rest des Monats noch Geld für den notwendigen Lebensunterhalt übrig behalten will. So sieht die Wahrheit aus!

  41. wer ohne Arbeit gut leben kann, weil ihm der Staat alle Kosten abnimmt , ist reicher als ein Unternehmer ,der 100 Stunden oder mehr in der Woche arbeitet. —

  42. Wer zahlt denn als einziger keine Steuern,darf soviel dazu verdienen wie er will,kann sich seine „Ausgleichszahlungen“jedes Jahr selber erhöhen,bekommt eine Rente die höher als das Gehalt ausfällt,bereichert Familie,Freunde und Bekannte über „öffentliche Ausschreibungen“ und verballert Steuergelder+ Neuschuldennur für Dinge die ihn interessieren und finazieert sinnlose behörden und Experten, die immer das sagen, was oportun ist??
    Sollte man nicht da anfangen,bevor man mit dem Finger auf andere zeigt?

  43. @ #40 westpoint:
    Mit dieser Ansicht wirst du hier allerdings ziemlich allein sein. Wie ich mit meiner, dass die im Artikel angeführten Zahlen aber auch garnichts mit der Überschrift zu tun haben und diese nicht stützen. Beide haben wir Recht, aber es wird uns keiner zugestehen 😉

  44. 37 #
    Das ist wohl etwas platt.Das arme nicht reicher werden,liegt auch daran, das es einer gewissen „Elite“ daran liegt, das es keine Veränderung gibt.
    In allen Zeiten davor gab es alle 20-30 jahre die Möglichkeit für eine Erneuerung.Wer danach noch immer reich ist, der kann mit Geld umgehen.
    Aber seit über 60 jahren sitzen nun die gleichen Leute am Hebel, die es zu verhindern wissen, das sich etwas ändert.Reichensteuer dient auch hier,nur zur Ablenkung.

  45. zu 18 Grindcore

    „Die meisten reichen haben Firmen, über die sie die Steuern “regulieren” können.“

    Ist ja interessant. Ich habe eine Firma. Lass mich doch bitte ganz, ganz schnell wissen, wie ich meine Steuern „regulieren“ kann.

  46. 16 #
    Es geht doch gar nicht darum ob einer reich ist und etwas geben soll, sondern darum, was mit dem geld gemacht werden soll.Haben Sie Zweifel daran, das diese eingetriebenen Steuern tatsächlich zum Wohle des Volkes benutzt werden oder ob Westerwelle noch ein Paar Terrorstaaten mit Geld versorgen kann oder wir noch ein Paar Wüstenräuber die Viertfrau und kinder bezahlen dürfen.Ich bin wirklich so was von arm aber wäre ich reich,würde ich mein Geld lieber verbrennen als es diesen Verbrechern in den Rachen zu stopfen.
    Klug wäre es, wenn Reiche sich, wie in den Staaten zusammen tun würden und selber bestimmen würden, wen sie mit ihrem Geld unterstützen würden.Das würde diesen machtgierigen,luxusgeilen Geldsäcken mit Profilneurose, die anderen die sozialistische Bescheidenheit predigen, den Wind aus den Segeln nehmen.

  47. zu 25 wien1529

    man sollte bedenken, dass sich reiche sehr gute wirtschaftsanwälte und steuerberater leisten können, die ihnen jedes steuerschlupfloch zeigen und damit können sich reiche arm rechnen.

    Noch so ein toller Hecht! Ich habe einen Steuerberater, aber er will mir einfach keine Steuerschlupflöcher zeigen. Woran es wohl liegt? Vielleicht hat es sich noch nicht herumgesprochen, aber die Zeit der Schlupflöcher ist lange vorbei. Erinnert sich noch wer an den KONZ: 1000 GANZ LEGALE STEUERTRICKS? War vor 15 Jahren ein Top-Bestseller, ist heute ein Ladenhüter, braucht niemand mehr, weil nix mehr geht, irgendwelche Kleinigkeiten ausgenommen.

  48. 45#
    Nee, arm ist hier keiner.Nur das bereits ein großer Teil der Bevölkerung für das gleiche Gehalt arbeitet, wie ein Sozialhilfeempfänger oder nicht mal,damit sein Gehalt nocht mit Hilfen aufgestockt werden muß.
    Und keiner rafft hier, das wir damit jetzt sogar schon unsere eigene Gehälter zahlen.

  49. #43 Dr. T
    Ein Blick in die Hartz-IV-Tabellen gibt mir für einen Single ohne Kinder einen Regelbedarf von 374 Euro plus einer angemessenen Bruttowarmmiete von 378 Euro. Zusammen 752 Euro. Nicht arm.
    ————————
    752€ sind eine Zumutung vor allem für Leute die arbeiten wollen und bei über 8Mio Arbeitslose, Minjobber etc. keine Arbeit finden können.
    Die Zahlen der OECD die Sie hier anführen sind genauso getürkt wie der „deutsche Einkaufskorb“.

  50. Steuerschlupflöcher??? Die mag es geben aber da muß man Krupp heißen oder so und einen Deal mit dem Finazamt haben.
    Ich habe keinen Zweifel daran, das es die Reichen treffen wird, die ohne Betrug oder Ausbeutung an ihr Geld gekommen sind.
    Das sind empirische Prognosen.

  51. #44 Eulenspiegel141

    Sobald Sie mit Ihrem Geschäft international tätig werden, z.B. Produktionsstätten im steuergünstigen Ausland haben, besteht eine Möglichkeit durch innerbetriebliche Verrechnungspreise mehr Gewinne in die steuerbeg.Betriebsstätte zu verlagern.
    Diese Möglichkeit führt zwar zu ständigen Streitigkeiten mit den Finanzbehörden aber grundsätzlich besteht sie und sie wird genutzt.

  52. Die Grundaussage ist falsch bzw. ist dem Mainstream geschuldet. Wir leben in einem Land, indem der Staat seit über hundert Jahren eine herausragende Stellung hat. Er hat in Deutschland immer versucht das Leben der Menschen zu bestimmen. Mit dem Begriff der Gerechtigkeit wird das Leben für alle auf gleichem Niveau suggeriert. Dies hat in der DDR nicht funktioniert und wird auch jetzt unter der Links“-Diktatur“ nicht funktionieren. Um aber diesen Schein zu wahren, werden bewusst Schulden in Kauf genommen und die Notenpresse angeworfen. Am Ende ist dies nur Trug und Lug. Die Rechnung müssen dann alle bezahlen.
    In anderen Ländern, z.B. Schweiz und USA, ist bis jetzt, der Staat relativ schwach geblieben. Er hat sich allein auf die wichtigsten Aufgaben zu beschränken und hat sich nicht in die Belange des einzelnen Bürgers einzumischen. Die Folge ist, dass in diesen Ländern die Menschen wesentlich aktiver sind und kaum einer z.B. eine Arbeitsunfähigkeit oder Sozialhilfe in Anspruch nimmt. Sie wissen, sie sind für sich selbst verantwortlich. Sie müssen sich selbst um Arbeit kümmern. Sie müssen sich selbst um ihre Gesundheit kümmern.

  53. Ein paar Anmerkungen, die man aber irgendwann noch extra bringen muß:

    1. Das dumme Gerede von den „Steuerschlupflöchern“ kenne ich etwa 30 Jahre. Was soll denn da noch offen sein?

    2. Die Quellensteuer von NUR 25 Prozent auf Zinsen betrifft Geld, das einmal erspart UND versteuert wurde und jetzt JEDES Jahr nochmals versteuert wird. Eine Unverschämtheit.

    3. Einer schreibt was von 1 Mio und regelmäßig 5% Zinsen. Nun die 5% gibt es natürlich nicht regelmäßig und der Mann hat noch nie was gehört, daß Anleihen auch pleite gehen können. So etwa die einst gut verzinsten Anleihen der Swissair. Da kriegte man von 100 Euro noch 20 zurück. Oder nehmen wir die griechischen Staatsanleihen oder solche aus Brasilien, die nach dem Staastsbankrott gar nichts mehr brachten.

    4. Einer, der zu faul ist, den Aktienindex anzugucken, den ich verlinkt habe, faselt was von hohen Gewinnen. Natürlich kann der Anleger A zufällig in einem Boom viel verdient haben, genauso verpennt aber der Anleger B die Baisse und macht viele Millionen kaputt. Am Aktienmarkt sind die wenigsten reich geworden. Und auf lange Sicht ist jeder tot- wer hat noch Microsoft Aktien von 1982 ausser Bill Gates?

  54. Hat eigentlich von den Gutmenschen die Vermögende immer mehr ausnehmen wollen, natürlich nur die die mehr habe als sie selbst, schon einmal einer gefordert, dass reiche Ölstaaten mal mehr für ihre armen Glaubensbrüder einstehen sollen? Wir haben mit denen nicht das Geringste zu tun, aber unsere „Armen“ sollen ihr Hartz IV mit denen teilen.

    Diese ganze Diskussion ist hochgradig bescheuert. Jeder der mit seinem Einkommen vernünftig umgehen kann, wird automatisch immer reicher.

  55. Ich empfehle allen Kommentatoren hier, sich mit den Grundlagen unseres auf Geldsystems vertraut zu machen.
    Kewils Scharfsinn in Ehren, aber bei diesem Thema tappt auch er ständig im Dunkeln – seit Jahren. Er ist sich ja immer noch absolut sicher, dass es keine Umverteilung von unten nach oben gibt (dann kommt immer das lustige Argument mit der Einkommenssteuer! haha). Trotz steigender Zahl der Milliardäre und Millionäre und dem Fakt, dass ich ein Arbeiter mit seinem Einkommen kaum noch ein Kind leisten kann.

    Na gut, ich empfehle jedem: hinein in die Thematik, und staunen was es zu lernen gibt! Und vergesst Begriffe wie Kapitalismus und Kommunismus – die haben nix mit dem Problem zu tun… viel Spass

  56. @#65 kewil (21. Sep 2012 16:55)
    Am Aktienmarkt kann man durchaus gutes Geld verdienen! Bloß: Wer meint, daß das SCHNELL geht, der braucht viel Glück, wenn er nicht schnell arm werden will. Aber mindestens 8% p.a. sind kein Problem, wenn man die richtigen Aktien nimmt.

  57. @#67 luke80
    Wohl war.
    So gehts, wenn man sich auf fremden Feldern tummelt und glaubt, ein Würstchen wäre nun ein Wirtschaftsöonom.
    Aber noch ist ja Zeit, um mit einer Kollekte für die Reichen für Gerechtigkeit zu sorgen – oder so.

  58. wieso soll überhaupt Geld an Leute , die nicht arbeiten gezahlt werden? Ausnahme sei unverschuldete Not. — Aber sonst?

  59. #39 Ralf W. (21. Sep 2012 14:36)
    #25

    “Steuerschlupfloch” …
    Das ist eine widerliche Retorik.

    Und vor allem diffamieren damit gerade diejenigen, die diese Gesetze gemacht haben die Bürger, welche die damit vorgegebenen Spielräume ausnutzen.

    Politiker sind so ehrenhaft…

  60. #66 felixhenn (21. Sep 2012 17:41)

    Diese ganze Diskussion ist hochgradig bescheuert. Jeder der mit seinem Einkommen vernünftig umgehen kann, wird automatisch immer reicher.

    Oha.

    Erzähl das mal den vielen mittelständischen Unternehmern, die in den letzten beiden Jahrzehnten pleite gegangen sind. Häufig übrigens aufgrund externer, von ihnen also nicht beeinflussbarer Faktoren; sprich: Krisen.

  61. #43 felixhenn
    > Nehmen wir an, jemand hat 100 Millionen Euro und legt die zu 5% an.

    Also etwa das, was jeder Hausazt mit gutgehender Praxis im Laufe der Jahre so anspart, oder? Wer mit einer Milliarde anfägt, dem fällt es leicht, Millionär zu werden.
    Und wenn Sie es tatsächlich schaffen eine Nettorendite von 5 % nach Inflation zu erwirtschaften, nicht einzelne Glückstreffer sondern als nachhaltiger Mittelwert über das gesamte Depot, dann sind Sie als Anlageberater derart gesucht, daß sie ohnehin keine Geldsorgen mehr haben. Lehmann und Madoff sollen zwei besonders gute Tips sein.

    #7 wiedehopf64
    > Stichwort: Zinseszins! Darum werden Reiche immer reicher.

    Wenn die Nettorendite nach Inflation negativ wird, und das ist derzeit bei so ziemlich jeder Anlageform der Fall, dann hilft auch der Zinseszins nicht weiter.

  62. Na ja, man muss das natürlich immer relativ zum Preisniveau sehen. Und da kann man einfach nicht darüber hinwegsehen, welche Explosionen die Preise für z.B. Ferraris und Kaviar in den letzten Jahren hingelegt haben. Es wäre dringend erforderlich, für die Einkommensgruppe jenseits 100.000 eine Kaviar- und Ferrari-Beihilfe europaweit einzuführen. Ohne die droht ein unkontrollierter Absturz ins Elend.

  63. Ich kann den Artikel nicht nachvollziehen.

    Seit über 25 Jahren bin ich in Aktien- und Hedgefonds mit kleinen monatlichen Beiträgen investiert, und unterm Strich kommen wie schon erwähnt ca. 8-9 % Rendite pro Jahr heraus.

    Bei Hedgefonds noch etwas mehr, ca. 10 %.

    Hier muss man langen Atem haben, aber es lohnt sich, wenn das Depot dann 6-stellig ist.

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