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„Werden wir angegriffen, verteidigen wir uns!“

Siegfried Schmitz, GDLSiegfried Schmitz ist einer der Mitbegründer der German Defence League (GDL), die vor allem junge Leute für die islamkritische Bewegung gewinnen will. Wir sprachen mit dem Hannoveraner über das Selbsverständnis und die Ziele der GDL.

PI: Herr Schmitz, nach der ZDF-Doku „Deutschland in Gefahr“ vom 4.9. [siehe Video am Ende des Interviews] ist die German Defence League auf einen Schlag einem breiteren Publikum bekannt geworden. Haben Sie seitdem viel Post bekommen?

Schmitz: Das kann man sagen. Wir haben seit der Ausstrahlung sehr viele E-Mails bekommen, fast zu 100% positive, unter anderem auch viele interessierte Menschen, die bei uns Mitglied werden wollen, was uns natürlich besonders freut.

Kann man bei der GDL „Mitglied“ werden wie bei einer Partei oder einem Verein?

Wir sind kein Verein, wir haben weder offizielle Mitgliederlisten noch Mitgliedsbeiträge, wir bezeichnen uns als lockeren Zusammenschluss. Wenn jemand Mitglied einer Division werden will, wendet er sich an den jeweiligen Leader und der entscheidet das. Wenn jemand eine eigene Division gründen will, dann entscheiden wir (die GDL-Führung) das.

Das Modell der „Divisionen“ entstammt der EDL, dem englischen Original der Defence Leagues. Wie eng ist Ihre Kooperation mit der EDL?

Wir arbeiten eng mit der EDL zusammen, wir haben Tommy Robinson jetzt schon mehrfach persönlich kennengelernt und kommunizieren auch regelmäßig mit verschiedenen Defence Leagues, nicht nur mit der EDL. Dies ist sehr wichtig, da wir uns als Teil der europaweiten Bewegung gegen die Islamisierung sehen. Wir werden dieses Jahr mindestens noch einmal nach England fliegen, um die EDL bei einer Kundgebung zu unterstützen. Tommy hat uns bereits angeboten, uns bei einer Kundgebung in Deutschland mit Mitgliedern der EDL zu unterstützen. Auf dieses Angebot werden wir sicherlich zurückkommen, sobald unsere Teilnehmerzahl bei Demonstrationen größer wird.

Die GDL war 2012 bei islamkritischen Kundgebungen omnipräsent. Wie ist da eigentlich Ihre politische Positionierung?

Wir sind absolut überparteilich und unabhängig, wir arbeiten mit keiner Partei fest zusammen. Wenn eine Partei oder Organisation eine Kundgebung abhält und wir eingeladen sind, daran teilzunehmen, dann entscheiden wir das immer im Einzelfall.

Welche Rolle spielt die GDL innerhalb der islamkritischen Bewegung in Deutschland?

Meiner Meinung nach sind wir eine längst fällige Ergänzung in der islamkritischen Bewegung in Deutschland. Es war bisher für fast jeden etwas dabei, es gibt entsprechende Parteien, Wählergemeinschaften, die BPE, PI-Gruppen etc. und mit uns gibt es jetzt auch für eher jüngere Leute (wobei Mitglieder jedes Alters bei uns herzlich willkommen sind), die Lust haben, auch auf die Straße zu gehen und dort ihren Protest kundzutun, eine Möglichkeit, sich zu engagieren. Außerdem haben wir in Deutschland das große Problem, dass die einzelnen islamkritischen Parteien / Bewegungen teils heftig untereinander zerstritten sind. Ich denke, das ist eine fatale Entwicklung, da wir nicht mehr die Zeit haben, uns gegenseitig zu bekämpfen. Diese Energie sollten wir lieber aufwenden, uns unserem gemeinsamen Gegner zu widmen. Da wir überparteilich sind und sich bei uns auch viele Mitglieder von verschiedenen islamkritischen Parteien engagieren, können wir vielleicht auch als Brückenbauer fungieren, um Einigkeit in der islamkritischen Bewegung in Deutschland zu erreichen.

Die EDL rekrutiert viele ihrer Anhänger – so zumindest der Eindruck von außen – aus der Fußball-Hooligan-Szene. Wie ist das bei der GDL?

Wir suchen nicht in bestimmten Szenen nach Mitgliedern, die Leute, die bei uns mitmachen, kommen aus allen möglichen Gesellschaftsschichten, das ist ziemlich durchwachsen.

Aber Sie bevorzugen eher junge Leute, die couragiert genug sind, sich den Gegnern von islamkritischen Veranstaltungen wie der Antifa auch körperlich zu stellen.

Auf jeden Fall. Wie gesagt ist bei uns jeder willkommen, es muss jedoch klar sein, dass wir niemand sind, der sich bei körperlichen Angriffen zurückzieht. Wenn wir angegriffen werden, dann werden wir uns auch verteidigen, deswegen bevorzugen wir natürlich Leute, die bei solchen Angriffen auch nicht weglaufen. Das bedeutet nicht, dass wir eine gewalttätige Truppe sind, wir wollen friedliche Kundgebungen abhalten und mit Worten auf uns aufmerksam machen. Dass viele unserer politischen Gegner anstatt auf Worte lieber auf körperliche Einschüchterung setzen, ist weitverbreitet. Vermutlich tun sie dies, weil sie selber wissen, dass sie auf argumentativer Ebene nicht viel zu bieten haben, so bleibt ihnen nur der Ausweg in die körperliche Gewalt. Diesen Weg gehen wir nicht, aber wir lassen uns auch nicht einschüchtern.

Wie sehen Sie persönlich die Chancen, die rapide vonstatten gehende Islamisierung Deutschlands noch zu stoppen?

Ich bin der Meinung, dass wir uns nicht auf die etablierten Parteien verlassen dürfen, wenn wir die Islamisierung noch aufhalten wollen. Die haben zu oft bewiesen, dass sie dem Islam lieber Tür und Tor öffnen in der panischen Angst, als fremdenfeindlich zu gelten, wenn sie auf gewisse Spielregeln, an die sich auch die muslimische Bevölkerung halten muss, hinweisen würden. Wir müssen die Bevölkerung aufrütteln und über den Islam informieren. Für viele Menschen in unserem Land dürfte das Wort „Islamisierung“ ein sehr abstrakter Begriff sein. Solange das eigene Kind noch nicht als „Schweinefleischfresser“ beschimpft und die eigene Frau noch nicht auf der Straße als Schlampe bezeichnet wurde, weil sie kein Kopftuch trägt, solange denken viele Menschen, dass es in Deutschland überhaupt kein Problem mit dem Islam gibt und auch nicht geben wird. Sie denken, dass der Islam nichts weiter ist als eine friedliche Religion, die ohne Probleme neben dem Christentum und Judentum in Deutschland existieren kann. Wenn man sich aber die Geschichte des Islams ansieht, der sich seit seiner Existenz nur durch Gewalt und Eroberung ausgebreitet hat, niemals friedlich neben anderen Religionen existieren konnte, ohne deren Anhänger als Menschen zweiter Klasse anzusehen und sich die Situation in Ländern ansieht, in denen aktuell der Islam herrscht, dann ist es mir schleierhaft, wie man zu so einer völligen Fehleinschätzung der Lage kommen kann. Unsere Aufgabe muss es sein, die Menschen aufzuklären, welche Gefahr unserem Land und auch Europa droht, wenn wir nicht endlich die Augen aufmachen. Wenn wir das schaffen, also einem großen Teil der Bevölkerung die Augen zu öffnen, dann haben wir noch eine Chance.

Welche Erfahrungen haben Sie bisher bei Kundgebungen im direkten Kontakt mit der Bevölkerung auf der Straße gemacht? Wie reagieren sie, wenn man sie auf die Bedrohung durch den Islam aufmerksam macht?

Ich habe in vielen Gesprächen gemerkt, dass diejenigen, die sich bisher kaum oder garnicht mit dem Thema beschäftigt haben (wie man im Gespräch merken konnte), meist sehr negativ auf uns reagieren, da sie sich einfach nicht vorstellen können, dass eine Gefahr vom Islam ausgeht und uns plumpe Fremdenfeindlichkeit unterstellen. Ich hoffe dann immer, dass diese Leute sich nach den Gesprächen vielleicht doch etwas mehr informieren und ihre Meinung dadurch revidieren. Wir haben jedoch auch viele positive Zusprüche von Bürgern bekommen, die sich zwar noch nie im islamkritischen Bereich engagiert, aber sehr wohl informiert haben. Wir haben Sarrazin zu verdanken, dass er das Problem an die breite Öffentlichkeit getragen und damit populär gemacht hat. Dadurch haben viele Leute erst angefangen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Ich hatte in einigen Gesprächen mit Muslimen auf der Straße auch gehört „Ihr könnt sowieso nichts machen, der Islam wird hier irgendwann herrschen“. Diese Aussagen überraschen mich zwar nicht, was den Inhalt angeht, aber sie sind wenigstens ehrlich, was die Ziele ihrer Religion angeht, anstatt sie zu verschleiern, wie es viele andere öffentlich tun.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Schmitz. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und gutes Stehvermögen bei Ihren zukünftigen Aktionen.

We will never surrender!


Statements von Siegfried Schmitz im ZDF:

Die komplette ZDF-Doku „Deutschland in Gefahr?“ (Schmitz ab 37:25 min):

» Kontakt: info@german-defence-league.de