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GDL: Antworten auf drei häufig gestellte Fragen

Mitte September führte PI mit dem Leiter der German Defence League, Siegfried Schmitz, ein ausführliches Interview, in dem viele, aber leider nicht alle Fragen rund um die GDL und ihre Ausrichtung beantwortet werden konnten. Hier drei Antworten auf die drei am häufigsten gestellten Fragen an die GDL.

1. Wieso ein englischer Name?

Das hat mehrere Gründe. Vor allem haben wir uns nicht gegen einen deutschen Namen entschieden, weil wir irgend etwas gegen die deutsche Sprache haben und Englisch deshalb bevorzugen. Wir haben uns in Anlehnung an die Englisch Defence League gegründet. Zu dem Zeitpunkt gab es weltweit schon mehrere andere Defence Leagues (wie zum Beispiel die finnische, siehe Video am Ende dieses Beitrags), die alle einen englischen Namen trugen. Warum sollten wir hier eine Ausnahme bilden? Außerdem ist die Islamisierung kein rein deutsches Problem und wenn jede Defence League einen Namen in der jeweiligen Muttersprache hat, erschwert das völlig unnötig die Identifikation als einen Teil der europa- und weltweiten Bewegung gegen die Islamisierung. Ganz nebenbei haben wir festgestellt, dass der englische Name sehr gut als Filter funktioniert, denn wer davon wirklich abgeschreckt ist und wem Deutschtümelei wichtiger ist als die gemeinsame Bewegung, der hat bei uns auch nichts zu suchen.

2. Euer Auftreten (schwarze Klamotten etc.) wirkt sehr martialisch und nicht wirklich seriös und bürgerlich. Muss das sein?

Wir erheben auch keinen Anspruch auf ein sehr seriöses Auftreten, was unsere Kleidung etc. angeht. Es gibt in der islamkritischen Szene bereits Parteien, Wählergemeinschaften, die BPE, PI-Gruppen etc. Und das ist hervorragend! Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zu diesen bereits vorhandenen Organisationen, sondern als Ergänzung. Denn eine Bewegung für die „Straße“, die gerade jüngere Leute anspricht, hat bisher gefehlt. Es gibt genug andere Organisationen für Leute, die sich von unserem Auftreten nicht angesprochen fühlen. Wir brauchen weder Wählerstimmen, noch wollen wir die „gesamte Bandbreite“ der Menschen ansprechen, denn mittlerweile gibt es soviele verschiedene Organisationen in der islamkritischen Szene, dass für jeden etwas dabei sein sollte. Wir sind nicht gewalttägig, aber wir schrecken auch nicht vor Verteidigung zurück. Und genau das soll unser Auftreten symbolisieren und vor allem jüngere Menschen ansprechen.

3. Wieso befindet sich eure Seite nicht anonym im Ausland, um vor Zugriffen von deutschen Behörden sicher zu sein? Und wieso habt ihr ein deutsches Impressum inkl. Adresse? Habt Ihr keine Angst vor Angriffen von politischen Gegnern?

Erstens: Wir haben nichts zu verbergen. Wir stehen voll auf dem Boden des Grundgesetztes und dies ist nicht nur eine Schutzbehauptung, sondern absolut ernst gemeint. Zweitens: Wir haben keine Angst vor Angriffen von politischen Gegnern. Wir können jede Organisation und alle Privatpersonen verstehen, die in der islamkritischen Szene lieber anonym bleiben wollen, es gibt wahrlich genug Gründe dafür. Aber wir gehen einen anderen Weg und wollen unseren Gegnern zeigen: Wir haben vor euch keine Angst!


Hier das oben angekündigte, sehr sehenswerte Interview mit Mimosa DeDanann von der Finnish Defence League (FDL), das am 9. Mai um 22.15 Uhr im staatlichen finnischen Fernsehsender YLE gesendet wurde und in dem Mimosa auch bei min 4:55 PI erwähnt. Das Interview (hier im Video mit deutschen Untertiteln) wurde mit einer zweiten Kamera eines FDL-Aktivisten mitgefilmt, daher die ungewohnte Perspektive: