„Willkommen im Club“, kann man da nur sagen. Willkommen im Club der Diffamierten und der als Rassisten beschimpften. Jetzt hat es auch die Giordano Bruno Stiftung (GBS) erwischt, jetzt hat auch sie die Rassismus-Keule abbekommen, die von so vielen halbseidenen Journalisten geschwungen wird, die sich mordsmäßig was auf ihre analytischen Fähigkeiten einbilden. Gerade noch hat sich die GBS von den pöhsen Rassisten der PI-news distanziert – nicht einmal ein Link von PI auf GBS wurde akzeptiert – schon trifft die Rassismuskeule ihren Sprecher, Michael Schmidt-Salomon (Foto). Zwar nur von einem linksradikalen Feierabend-Schreiberling des „Neuen Deutschland“ (Zeitung der Linkspartei) unter dem Titel „Rasse statt Klasse„, aber der Anfang ist gemacht.

(Gastbeitrag von Hermann Braun)

Wer ist die GBS? Sie bezeichnen sich als „evolutionäre Humanisten“ und sind religionskritisch, aber mit dem Schwerpunkt Kirchenkritik. Also Kritik an Institutionen, Privilegien und Verhalten der christlichen Kirchen. Sie sehen die christlich-jüdischen Werte nicht als Grundlage unserer europäischen Kultur, sondern den Humanismus der alten Griechen und die Aufklärung. Zu ihren führenden Leuten zählt u.a. auch der Ägypter Hamed Abdel Samad. Islamkritik und Kritik am Judentum kommt bei der GBS auch vor, steht aber nicht im Focus.

In letzter Zeit jedoch liefen einige Aktionen der GBS ganz im Sinne der Islamkritiker. Zum Beschneidungsurteil („Vorhautbeschneidung ist keine Bagatelle“) ist ihre Haltung nahezu identisch mit der vieler PI-Leser. In Punkto Meinungsfreiheit anlässlich des Mohammed Videos gibt es auch viel Übereinstimmung („Stellungnahme zum Mohammed-Film“).

Willkommen im Club, werte GBS-ler. Je öfter die Rassismus-Keule geschwungen wird, desto wirkungsloser wird sie. Je mehr davon getroffen werden, desto mehr wächst das Verständnis für andere, die auch als Rassisten diffamiert werden. Und vielleicht, in ferner, ferner Zukunft, lernen auch diverse Mainstream-Medien wie die Süddeutsche, die Zeit, 3-sat und andere, dass der Islam keine Rasse ist und Islamkritik daher auch kein Rassismus sein kann.

Hier übrigens die Stellungnahme, die Michael Schmidt-Salomon nach seiner Verlinkungs-Blockade u.a. an PI schickte:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zu den Emails, die die automatische Kommentarfunktion bei einem PI-Link thematisierten:

Die Website „Political Incorrect“ veröffentlicht zwar interessante Meldungen (und mitunter auch kluge Kommentare) zum Themenfeld „Islam/Islamismus“, steht jedoch insgesamt nicht für die von uns geförderte humanistische Islamkritik, die sich gleichermaßen gegen reaktionäre Islamverteidigung UND reaktionäre Fremdenfeindlichkeit wehrt. Um die wichtigen Anliegen der humanistischen Islamkritik zu schützen, müssen wir uns deutlich von jenen abgrenzen, die unter dem Deckmantel der Islamkritik versuchen, xenophobe Ängste zu schüren. Zu diesen Kräften zählt eben auch PI, wie bei vielen Gelegenheiten deutlich wurde, u.a. im Zuge der Debatte zu unserer Kampagne „Asyl für Ex-Muslime“. Lesen Sie hierzu bitte den Text von Gunnar Schedel, der an diesem Beispiel die entscheidenden Unterschiede herausgearbeitet hat:

Dass PI zudem auch noch mit unlauteren Mitteln arbeitet, zeigte sich unlängst darin, dass die Redaktion ein Bild der gbs veränderte und sich anschließend weigerte, unsere Aufforderung nachzukommen, dieses Bild auf PI zu löschen. Vergleichen Sie bitte die Karikatur auf der gbs-Website mit der Karikatur auf der PI-Seite – und die Unterschiede in der Herangehensweise werden deutlich:

GBS: „Bundestag will Kinderrechte beschneiden“
PI: „Widerstand gegen das Beschneidungsgesetz

Nach diesem klaren Copyright-Verstoß hatten wir uns dazu entschlossen, Links von PI zu blocken und mit einem automatischen Kommentar zu versehen.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Schmidt-Salomon

Der „Copyright-Verstoß“ bestand übrigens darin, dass PI dem Bundesadler noch einen Penis hinzufügte, was die Karikatur eigentlich noch spannender macht. Aber manche Zeitgenossen haben offensichtlich keinen Sinn für Humor, der nicht ausschließlich von ihnen kommt.

PS: Die Giordano Bruno Stiftung hält die Verlinkungsblockade zu Deutschlands größtem Internet-Politblog PI weiterhin aufrecht. Wer sich daher die GBS-Artikel ansehen möchte, muss also den mühsamen Weg des Suchens nehmen.

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