Wie es aussieht, hat die Lichtgestalt ihren Glanz eingebüßt und der Messias ist auf menschliches Maß reduziert. Wenn schon die linken Hofberichterstatter des Spiegel zugeben müssen, dass Obama gegen den Republikaner Romney in der ersten TV-Debatte der beiden Präsidentschaftskandidaten eine klägliche Figur abgab, dann muss etwas dran sein! Wie viele Ernüchterungen, wie viele Fakten, wie viele Einwürfe des gesunden Menschenverstandes, der vor Politikern mit Erlöser- und Retter-Allüren warnt, braucht es denn noch?

Oft fragt man sich, wie erwachsene Menschen so leichtgläubig sein können: Wie kann man schmierigen Anlageberatern auf den Leim gehen, die schwindelregende Renditen ohne jegliches Risiko versprechen? Wie kann man auf Single-Börsen Zeit und Geld in trügerischen Hoffnungen verjubeln, wenn doch der Blick in den Spiegel genügte, den eigenen Marktwert realistisch einzuschätzen? Wie dumm muss man sein, sich auf Kaffeefahrten locken zu lassen, die einen Gratis-Fernseher versprechen? Wie kann jemand Pop-Ups oder Call-Center-Anrufe des Inhalts „Glückwunsch, Sie haben Cabrio gewonnen“ ernstnehmen?

Menschen wollen einfach glauben, dass es doch existiert, dass es doch machbar ist, dass es sich doch irgend greifen lassen muss, das Schlaraffenland, das irdische Paradies, das Füllhorn, das ganz große Glück zum Nulltarif. Das Hirn wird ausgeschaltet, und die einfachen, wenn auch nüchternen Intuitionen des gesunden Menschenverstandes gelten nicht mehr: „Von nichts kommt nichts“, „Niemand hat etwas zu verschenken“, „Man kann nicht alles haben“, „Nix gibt’s umsonst“, „Wirtschaften heißt Knappheit bewältigen“, „Von nichts kommt nichts“. Denn, so flüstert es ihnen der Versucher ein: Wer weiß, vielleicht ist ja doch was dran?

Zu den unrettbar Gläubigen gehören auch viele der fälschlich so bezeichneten Intellektuellen. Jedem Rattenfänger, der sich als irdischer Messias inszeniert, rennen sie hinterher, erheben sie zur Ikone – Lenin, Mao, Ho Chi Min, Che Guevara und wie sie alle heißen. Vor vier Jahren trat wieder so ein Blender auf die Bühne. „Yes we can“ verhieß er: Bessere Infrastruktur, bessere Gesundheitsversorgung, mehr Sozialprogramme, mehr Wachstum. Der Zauberlehrling teilt den Irrglauben, man müsse nur die Notenpresse anwerfen und – Abrakadabra – Wohlstand entsteht aus dem Nichts und kein Wunsch bleibt mehr unerfüllt.

In diesem Beitrag hier hat der Ökonom Niall Ferguson, die greifbaren Resultate der säkularen Heilsverheißung mit „Fakten, Fakten, Fakten“ konfrontiert. Ob sich die Gläubigen und Geblendeten wohl ernüchtern lassen und wieder zur Besinnung kommen?

» Steinhöfel: Romney hat Obama abgeschossen
» Zukunftskinder: Deutsche Medien loben Mitt Romney (mit Videos)

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13 KOMMENTARE

  1. Jedem Rattenfänger, der sich als irdischer Messias inszeniert, rennen sie hinterher, erheben sie zur Ikone – Lenin, Mao, Ho Chi Min, Che Guevara und wie sie alle heißen.

    Vor allem die Deutschen. Und wie zur Bestätigung:

    Nur die treuen Deutschen glauben noch an ihn…
    (#3 crohde01 04. Okt 2012 15:58)

    Denn ich liebe dieses Volk, das der Welt unvergängliche Klänge geschenkt hat und weiter schenken wird. Hier sind Lieder gesungen worden wie in keinem Lande der Welt, hier in Deutschland erklangen Töne, die man nicht wieder hören wird, wenn dieses Volk untergeht! So treu, so geduldig, so standhaft dieses Volk – und so leicht zu verführen! Weil es gläubig ist – jedem Scharlatan glaubt es.

    Aus dem „Gefängnistagebuch 1944“ von Hans Fallada

  2. Ich kann nur aus Gesprächen mit US-amerikanischen Freunden und Bekannten erahnen, wie die Stimmung in den USA ist, aber grundsätzlich wären wohl viele nicht traurig, wenn Obama auswandern und seinen Kampf gegen soziale Ungerechtigkeiten bei seinen Verwandten und/oder Glaubensbrüdern in Afrika führen würde.

  3. Bis auf das Thema „Gesundheitsreform finde ich den GutenOne™ gar nicht so schlecht. Ich empfinde auch keine Schadenfreude für den Mann. Ich muss gestehen, der einzige Grund warum Romney gewinnen soll, ist, weil ich es dem Deutschen Volk gönne!

  4. Obama hat fertig! Gegen Romney sah Obama alt aus!

    Es wird in USA gewählt und nicht in Deutschland. Obahma hat nichts gehalten von dem was er versprochen hat!

    Die schlechte Innen- und Außenpolitik Obamas können nur die Amerikaner beurteilen, die sind die Leidtragenden.

  5. Die meisten US-Bürger, mit denen ich in Kontakt stehe, denken, daß es für die USA besser wäre, wenn Obama endgültig zu seinen Verwandten und/oder Glaubensgeschwistern in Afrika ausreisen würde.

  6. Nachdem man die PI-Seite nicht mehr angreifen kann. Werden jetzt die Kommentatoren angegriffen ??

    Hier gab es doch einmal mind. 14 Kommentare, wie Stefan Cel Mare richtig festgestellt hat 😯

    Auch bei anderen Artikeln sind die Kommentare verschwunden.

    Weiss da jemand mehr ????

  7. #7 Simbo

    Test. ich hoffe es gab keine feindliche Übernahme von PI.
    Bitte um Stellungnahme der Redaktion.

  8. Mitt Romney hat schon mit Ted Kennedy debattiert und Kennedy, eine Ikone des Demokraten, war wirklich ein rhetorisches Schwergewicht. Romney hat die Senatswahlen am Ende gegen ihn verloren, die Fernsehdebvatte allerdings nicht und nie in den 47 Jahren in denen Ted Kennedy im Senat saß war ein Gegner so nahe dran ihn zu besiegen wie Mitt Romney.
    Obama ist kein Haudegen wie Ted Kennedy, er ist nur ein substanzloses Produkt der Medien, ein Symbol des Linksliberalismus und das Multikulturalismus. Mehr ist er nicht, mehr war er nie. Ein allenfalls mittelmäßiger Präsident in guten Zeiten, ein desaströser Präsident in schlechten Zeiten. Er ist einem Mann wie Romney nicht gewachsen. Romney denkt analytisch und überläßt nichts dem Zufall. Er hat sich auf diese Debatte akribisch vorbereitet und das hat man gemerkt.
    Ob das nun am Ende reichen wird oder ob es den Medien doch noch gelingen wird ihrem Idol eine zweite Amtszeit zu ermöglichen, wird man sehen. Ein guter Kandidat ist Romney auf jeden Fall.

  9. #8 Simbo (04. Okt 2012 19:29)

    Das Faszinierende: auch bei älteren Artikeln – von vorgestern etwa – sind die Kommentare komplett weg, OBWOHL die richtige Anzahl an eigentlich vorhandenen Kommentaren auf der Startseite angezeigt wird.

    Diese Anzahl wird idR dynamisch ermittelt (sie ändert sich eben auch mal).

    Verändert da jemand die Eigenschaften der Tabelle bzw. deren Felder?

    Mein Eindruck bestätigt sich: sämtliche Skripts sind dringendst(!) überarbeitungsbedürftig.

    Was früher für einen kleinen und – Entschuldigung! – unbedeutenden Blog angemessen oder zumindest ausreichend war, ist es heute eben nicht mehr!

    Meine These: 100.000 User auf der Seite, und das System kracht zusammen. Ganz ohne Hacker und Attacken.

  10. #12 Stefan Cel Mare (04. Okt 2012 20:20)

    Alle alten Kommentare weg.Was ist los?
    Wo sollen 100.000 User herkommen?

  11. Das ZDF-Heute-Journal bringt den Hammer dazu: „Präsident“ Obama war so zurückhaltend und müde, um nicht die Urangst der Amerikaner vor dem bösen Schwarzen Mann zu wecken!

    Irrsinn! Joseph Göbbels war ein Anfänger dagegen.

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