Der Daily Express führt als erste britische Zeitung einen – wörtlich – Kreuzzug (crusade) gegen die EU. Wann immer ein negativer EU-Artikel im Blatt erscheint, wird das obige Band mit dem Kreuzritter eingeschoben, der sowieso das Logo des Blattes ist. Das ist beispielhaft und toll. Warum gibt es das hier nicht? Es wäre wie Viagra für unsere langweilige Medienlandschaft. Die eine Zeitung für den Euro, die andere dagegen. Da käme Leben in die linksversiffte, politkorrekte Qualitätspresse! Der Laden würde aufgemischt, die Politik wieder demokratischer. Und die Abozahlen der sinkenden Blätter würden mit Sicherheit steigen. Davon ist auch die aktuelle WELTWOCHE überzeugt:

Eine Lanze für die Meinung

Der erste Kreuzzug startete im Jahre 1096. Die Idee hat heute wieder Potenzial. Von Kurt W. Zimmermann

Der Kreuzritter trägt ein Kettenhemd, in der Hand die Lanze, auf dem Schild das traditionsreiche rote Kreuz auf weissem Grund. Der Ritter ist das Symbol des Kreuzzugs gegen das Böse.

Der britische Daily Express kämpft den Kampf seines Lebens. Es ist der Kampf gegen die EU. Wann immer ein negativer Artikel über die EU im Blatt erscheint, rückt die Redaktion eine Bildmarke in den Artikel ein. Sie zeigt den Kreuzritter, und daneben steht: «Daily Express Crusade: Get us out of the EU.»

Derzeit erscheint der Kreuzritter täglich im Blatt.

Natürlich ist die Anti-EU-Kampagne nicht der erste Kreuzzug, den eine Zeitung führt. Bemerkenswert daran aber ist, mit welch britischer Terrier-Mentalität er geführt und wie offen er deklariert wird. Jede Nummer signalisiert dem Leser über das Rittersymbol mit der Lanze, dass man nun wieder gegen den Feind loszieht: Get us out of the EU.

Interessant ist zudem, dass das Beispiel in gewissem Sinn den Journalismus von morgen vorwegnimmt. Ich glaube, wir werden in den Zeitungen künftig wieder mehr Kreuzzüge wie diesen sehen, auch bei uns.

Letzte Woche triumphierte der Daily Express wie selten zuvor. Gegen den Willen von Pre­mier David Cameron beschloss das Unterhaus eine Kürzung des EU-Budgets. «Don’t give wasteful EU any money», titelte das Blatt. Bereits letztes Jahr hatte der Express eine Petition zum EU-Austritt lanciert. In der ersten Woche unterschrieben 370.000 Leser, mehr als die Hälfte der Auflage.

Der Daily Express wird seitdem als Meinungsbildner wieder ernst genommen. Die Politik kommt nicht um ihn herum. Denn in seiner 112-jährigen Geschichte stand das Boulevardblatt stets im Ruf, sein Ohr besonders nah am Volk zu haben.

Damit sind wir beim Generellen. Zeitungen müssen heute politisch wieder ernst genommen werden, wenn sie Erfolg haben wollen. Ihre Phase der Irrelevanz, die Anfang der achtziger Jahre begann, ist vorbei.Die Periode zwischen 1980 und 2000 waren die goldenen Zeitungsjahre. Die Auflagen erreichten traumhafte Höhen. Tageszeitungen waren Massenprodukte, und sie mussten darum massentauglich funktionieren.

Als Massenprodukt ist es nicht empfehlenswert, eine dezidierte politische Meinung zu haben. Zu viele Leser werden damit verprellt. Die meisten Blätter wandelten sich darum zu sogenannten Forumszeitungen. Sie deckten alle Richtungen ab und hielten mit der eigenen Optik zurück. Journalistische Kreuzzüge gab es nicht mehr.

Inzwischen sind Tageszeitungen keine Massenartikel mehr. Sie können sich darum wieder ein geschärftes politisches Profil leisten.

Es gibt einige Anzeichen, dass weltweit diese Rückkehr zum Meinungsjournalismus begonnen hat. Der Daily Express ist nur das auffälligste Beispiel dafür. Auch der Kreuzzug der deutschen Bild-Zeitung gegen die Subventionierung Griechenlands hatte vergleichbare Züge. In der Schweiz folgt bisher vor allem die Basler Zeitung beim Thema nationale Unabhängigkeit dem neuen Trend. Auch die Neue Zürcher Zeitung, so will mir scheinen, versucht nach Abstechern in den Larifari-Journalismus nun ein Comeback als engagierte Kämpferin für liberales Gedankengut.

Die Kreuzzüge des Mittelalters entstanden, weil es für die westlichen Christen eine unerträgliche Vorstellung war, dass sich das Heilige Land und Jerusalem in muslimischer Hand befanden. Von den grossen sieben Kreuzzügen zwischen 1096 und 1272 scheiterten allerdings deren fünf.

Wenn man den Meinungsumfragen glaubt, dann stehen die Erfolgschancen für den Daily Express deutlich besser. Für die Briten liegt das Heilige Land definitiv nicht mehr in Brüssel.

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45 KOMMENTARE

  1. Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen. Die Briten haben wohl ein Gen, dass sie vor dem EUdSSR-Virus schützt.

    Sie mögen zwar vielfältige eigene Probleme haben, aber sie haben ihr Selbstbestimmungsrechtu und ihre eigene Währung.

    Für die Deutschen unerreichbar…

  2. Unsere Volksverräter und deren radikaler Hass auf alles Deutsche…

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-11/islamischer-religionsunterricht-deutschland

    „“Islamischer Religionsunterricht
    Ein islamischer Schulbeirat unter Verdacht…
    Bundesbildungsministerin Schavan zweifelt an der Verfassungstreue eines einflussreichen muslimischen Verbandsfunktionärs. Aber in Nordrhein-Westfalen wird er nicht überprüft.

    Es ist heute ein unstrittiges Ziel aller Bildungspolitiker in Deutschland, dass auch Muslime Religionsunterricht an der Schule erhalten sollen….
    Nordrhein-Westfalen hat das neue Fach in diesem Schuljahr vor allen anderen Bundesländern eingeführt. Die Islamlehrer brauchen hier zusätzlich zu den staatlichen Prüfungen eine Vollmacht von einem religiösen Beirat des Ministeriums. Der soll laut Gesetz „die Interessen der islamischen Organisationen“ vertreten
    Vier der acht Beiratsmitglieder entsendet der Koordinationsrat der Muslime (KRM), der oberste Dachverband der Muslime in Deutschland, die vier anderen das Ministerium im Einvernehmen mit dem KRM. Die unverzichtbare Lehrerlaubnis kann dieser Beirat „aus religiösen Gründen“ verweigern….
    Jetzt ist einer der acht Religionswächter, Burhan Kesici, wegen Zweifeln an seiner Verfassungstreue unter Beschuss geraten. Der Politikwissenschaftler ist zugleich Generalsekretär des Islamrates, einem von mehreren Zusammenschlüssen in der vielgestaltigen Verbandswelt der Muslime….
    Überprüft wurde er deshalb, weil der KRM den hochrangigen Multifunktionär auch für den „konfessionellen Beirat Islamische Theologie“ an der Universität Münster vorgeschlagen hatte.
    Als Hauptfinanzier des Münsteraner Islam-Zentums wollte das Bundesbildungsministerium Näheres über alle Beiratskandidaten wissen….““

    Was für ein Verrat. Wie konnte es soweit kommen?

  3. Das ist aber PI, was sollen die Kulturbereicherer von einem
    KREUZzug halten ?
    Bitte darauf Rücksicht nehmen.

    Klasse Aktion !

  4. Und so würde mein Wahlprogramm aussehen:

    raus aus Afghanistan
    weg mit Hartz4
    weg mit Leiharbeit
    weg mit GEZ
    weg mit GEMA
    weg mit Rauchverbot
    weg mit Internet Zensur
    weg mit EU
    weg mit dem €
    weg mit Kriminellen Ausländern
    weg mit hohen Beamten Gehälter, Pensionen
    weg mit den Grünen Vorständen
    weg mit den FDP Vorständen
    weg mit den SPD Vorständen
    Weg mit CDU/CSU Vorständen
    Schluss mit Multikulti
    weg mit Abkommen von Schengen
    Einreise von Ausländern nur bei benötigter Qualifikation, Verfassungstreue und Jobnachweis
    Alle Ausländer, die von Hartz IV leben und weder Schulbildung noch Ausbildung haben müssen raus.
    Abschaffung aller Sondergesetze für Mohammedaner(Gleichheitsgrundsatz gilt wieder)
    wieder Herstellung der alten Sozialsysteme wie in den 70/80 ger Jahre
    Volksabstimmungen müssen her.

  5. Was EU und EURO hat beschert,ist keine Wählerstimme wert.
    Nationalratswahl 2013 & EU-Austrittspartei Österreichs

    Nationalratswahl 2013: Die EU-Austrittspartei (EU-aus) wird voraussichtlich antreten.
    Sobald EU-aus am Stimmzettel steht haben alle EU-Gegner in Österreich erstmals die Chance, auch wirklich etwas zu bewirken. Demonstrationen, Bürgerinitiativen und Volksbegehren bewirken in einem Parlament ohne echte Volksvertreter leider herzlich wenig. Wenn EU-aus aber beim Erstantritt mit zumindest 33% der gültigen Stimmen in den österreichischen Nationalrat einzieht, dann wird sich durch uns sehr viel ändern. Wir können dann mit einem Drittel der Abgeordneten im Nationalrat eine Volksabstimmung über den EU-Austritt erzwingen !!!
    Auch die bestehenden Parteien werden vermutlich eine EU-kritischere Position einnehmen und nicht weiterhin Milliarden an die EU und ihre hochverschuldeten Mitgliedsländer verschenken.

  6. Die Wende ❓

    Die für den Abend geplanten Verhandlungen zwischen dem Europaparlament und den Regierungen der EU-Länder über den EU-Haushalt 2013 sind vorerst geplatzt.

  7. welch ein Gegensatz zu unserem red nosed wheelchair der den Pleitegriechen wieder 44.000.000.000 in ihr Fass ohne Boden wirft:

    Schäuble – Griechenland soll drei Tranchen auf einmal erhalten
    13.11.12 17:38:18
    Brüssel, 13. Nov (Reuters) – Die Euro-Zone und der Internationale Währungsfonds wollen drei Hilfstranchen an Griechenland auf einen Schlag auszahlen. Zwei Teilbeträge seien im Verlauf der vergangenen Monate aufgelaufen, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Dienstag nach den Beratungen der EU-Finanzminister. Sie sollten nun zusammen mit der für Dezember eingeplanten Summe ausgezahlt werden. Der Gesamtbetrag beläuft sich nach seinen Worten auf knapp 44 Milliarden Euro, davon entfallen etwa fünf Milliarden Euro auf den Internationalen Währungsfonds.
    Vor einer Überweisung der Summe will Schäuble aber einen verschärften Kontrollmechanismus mit den Griechen vereinbaren. Die sei nötig, um das Vertrauen von Geldgebern, Investoren und Märkten in Griechenland zu stärken, sagte er. Die Einzelheiten würden in den kommenden Tagen ausgehandelt.
    (Reporter: Angelika Stricker, Annika Breidthardt; redigiert von Sören Amelang)
    ((Angelika.Stricker@thomsonreuters.com)(+32-2-287-6840)(Reuters Messaging: angelika.stricker.reuters.com@thomsonreuters.net http://www.twitter.com/REUTERS_DE http://www.reuters.de ))

  8. #2 r2d2

    Haben wir zum Glück bei uns… die SVP. Die natürlich von fast den meisten Medien als „Rechts“ verschrieen werden.
    Trotzdem: Der erste Versuch, uns der EU anzunähern ging den Bach runter. Das war die Abstimmung über den EWR (1992), der uns einen grossen Schritt näher an die EU gebracht hätte. Die einzige Partei, die diesen EWR Vertrag zur Ablehnung empfahl, war die SVP. Das wurde knapp…. etwa 53% stimmten dagegen. 😆
    Alle anderen Parteien palaverten über einen schwarzen Tag der Schweiz. Delamuraz, damals Bundesrat der FDP hat sogar die Schweizer als „dumm“ und „unmündig“ bezeichnet (vor allem die Deutschschweizer, die das ganze Machwerk in überwiegender Mehrheit abgelehnt hatten).
    Nun, inzwischen ist viel Wasser den Rhein runtergeflossen. Heute stimmen sogar „Grüne- Anhänger“ gegen die EU. Ich weiss das aus eigener Erfahrung, weil ich einen Grünen zu meinen Freunden zählen darf. 😆
    Der hat eine 180 Grad Wende vollzogen und seit einiger Zeit (als ehemaliger EU-Fan) immer gegen die EU gestimmt.
    Ich darf mal behaupten, dass heute ca. >70% der CH-Bevölkerung gegen die EU sind. Und da sind durchaus auch stimmberechtigte, eingebürgerte „Ausländer“ dabei. Portugiesen, Spanier, Italiener….
    Übrigens habe ich noch etwas Positives über die Grünen zu melden. Die haben sich nämlich aufgespaltet: In Grüne >links und eher bei den Sozialisten einzuordnen und in eine Grün-Liberale-Partei, die eher der Mitte angehört. 🙂

  9. Selbst wenn die EU nur noch aus Deutschland und den PIGS Ländern bestehen würde,unsere Politclowns würden immer noch versuchen uns diese Sch…. als alternativlos zu verkaufen.
    Ich bete jeden Tag ,daß dieses Wahnsinnskonstrukt so schnell wie möglich auseinanderfällt!

  10. Ha ha, diese Symbolik, Knights Templar, das ist die Aesthetik der bei der Regierung verhassten EDL, das wird Cameron SOWAS von NERVEN

  11. @10 Simbo

    Und wieder beneide ich euch Schweizer und auch die Österreicher wegen der Anti-Eu-Partei.
    Bei und leider Wunschdenken und „nicht hilfreich“.

  12. #10 Simbo (13. Nov 2012 17:51)

    Ich beneide die Schweiz um die SVP und Blocher. Aber die Schweiz hat einen schweren Fehler gemacht, als sie quasi dem Oiro beigetreten ist. Der Mindestkurs von 1,20 wird ihr noch schwer im Magen liegen.

    Die Schweiz wird entweder grosse Verluste hinnehmen müssen oder gar ganz mit dem Oiro untergehen.

    Da ich vermute, dass die Vernunft in der Schweiz nicht ganz abgeschafft worden ist, habe meine Oiro in Franken getauscht. Der Mindestkurs wird wie schon der vorherige nicht durchzuhalten sein. Die Verluste für die Schweizer werden aber diesmal ungleich grösser sein….

  13. #7 AlterQuerulant (13. Nov 2012 17:36)

    Was EU und EURO hat beschert,ist keine Wählerstimme wert.
    ———————

    Was dort beschlossen wird,hat in den meisten Fällen mit gesundem Menschenverstand nichts zu tun.

    Ihr Satzbeitrag erinnert mich allerdings an einen anderen Zusammenhang.

    „wenn dich ein weibe splitternackt, von hinten bei der n…. packt, wenn dir so was gutes „wird beschert“, das ist schon einen asbach uralt „wert“..°
    (ich weiss Thema verfehlt,aber die Assoziation kam mir, beim lesen Ihres Beitrages)( und Spass sollte erlaubt sein ).

  14. Jede Nummer signalisiert dem Leser über das Rittersymbol mit der Lanze, dass man nun wieder gegen den Feind loszieht: Get us out of the EU.

    Wer als Europäer die EU als „Feind“ ansieht, bekämpft sich selbst. Die Zeit der Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts ist vorbei und diese Entwicklung lässt sich nicht revidieren. Die Zukunft bestimmen wenige Global Player, die wenigsten mit einem Wertesystem nach europäischem Model. Will Europa seinen Einfluss nicht verlieren, muss es geeint auftreten, einzelne EU Staaten werden als irrelevant belächelt und schließlich dominiert.

    Übrigens ist ein schwarz/weißes Freund-Feindschema immer ein schlechter Ratgeber, der direkt ins Verderben führt. Man kann ja die EU reformieren wollen, dafür setzte ich mich auch ein. Sie als „Feind“ generell abzulehnen, ist politisch wie wirtschaftlicher Selbstmord und kann nur als Spinnerei oder billigster Populismus betrachtet werden.

    1. #1 Woolloomooloo (13. Nov 2012 17:24)
    Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen. Die Briten haben wohl ein Gen, dass sie vor dem EUdSSR-Virus schützt.

    Nein, das ist zum einen die antieuropäische Meinungsmache, mit der die Briten seit der Thatcher. Ära berieselt werden. Es gibt zum Thema EU/Europa eben KEINE Meinungsvielfalt im UK, so sind z.B. alle Murdoch („Nichteuropäer“) Schundblätter verlässlich antieuropäisch – aus Prinzip und völlig grundlos. Politiker im UK haben ANGST vor der anti EU Presse, das weiß ich aus eigenen Gesprächen….das soll um Himmels willen kein Vorbild für Deutschland werden!

    Zweitens sind viele Briten dem Kontinent gegenüber schlicht ignorant. Will sagen, sie wissen fast nichts über „die EU“, ihre Organe, ihre Ziele und Werte, ihre Erfolge und Leistungen….also glauben viele im UK schlicht allen möglichen Unfug über die EU, weil man sich nicht die Mühe macht, selbst zu recherchieren und selbst zu denken. Wenn Murdoch schreit, der Euro mache impotent, werden es viele Leser glauben! Ein zweiter Hugenberg.Die gesamte Außenpolitik wird ausgeblendet, man fühlt sich noch als Empire, bemerkt aber (noch) nicht, dass man zur krisengeschüttelten Mittelmacht herabgesunken ist…ohne nennenswerte Industrie, hoch verschuldet, ohne Vision für die Zukunft wird der Mangel verwaltet. Vollkommen abhängig wird man so ausgerechnet von den Bankstern und Krisenverantwortlichen der City of London, der einzigen halbwegs funktionierenden Branche, die somit die Politik völlig in der Hand hat.

    Drittens ist die populistische und egoistische Forderung nach einem Rückzug aus Europa eine Sache – aber die Briten ignorieren völlig die Folgen, die dies für sie hätte und zum anderen wird unterschätzt, dass sich bei vielen Europäern seit längerem eine „Reisende soll man nicht aufhalten“ Haltung aufgebaut hat. Viele sind das permanente Störfeuer von der Insel leid und fragen sich, welche Impulse für die EU eigentlich in den letzten Jahren von der Insel gekommen sind? Das sind nicht allzu viele…also adieu. Zumal auch in Brüssel fest damit gerechnet wird, dass ohne UK die Einheit viel schneller zu erreichen sein wird und die Briten in wenigen Jahren eh wieder an die Türe klopfen werden (müssen). Spätestens dann, wenn sie keine europäische Solidarität mehr erfahren und alleine mit den USA, Russland, China (Indien und Brasilien) fertig werden müssen. Und selbst die USA entscheiden sich im Zweifelsfall immer zuerst für die eigenen Interesse und nicht für die Interesse eines Anhängsels und Satelliten. In den USA sind solche Staaten zwar als „willing“ und „tools“ gerne gesehen, werden aber auch mehr oder weniger als „billig“ (willig = billig) verspottet. Schließlich fordern die USA seit Jahren die EINE europäische Nummer, mit der sie verhandeln können. Europäische Schwäche und Zersplitterung sind letztendlich auch für die USA wenig attraktiv.

    Bleibt also die Frage, wem das Ende Europas nützen würde? Mir fällt da niemand (seriöses) ein….

  15. #2 r2d2 (13. Nov 2012 17:25)

    Eine Anti-EU/Euro-Partei wäre sogar noch besser.

    ,

    Eine rechts- oder linksradikale Partei? Diese Gruppen sind natürlich gegen Europa, weil sie die europäischen Werte und die europäische Zivilisation verachten. Ich möchte von beiden Totalitarismen verschont bleiben und Europa sicherlich auch! Irgendwann müssen die Menschen ja mal aus der Geschichte lernen.

  16. @#6 r2d2
    Ich wähle Dich!
    Sag mir, wenn Du die Partei gründest.
    Ich trete bei.
    2 Dinge hätte ich noch:
    Politiker und Beamten müssen in die selben Sozialversicherungen ihres Wirtsvolkes.
    Abschaffung der öffentlich rechtlichen Mediananstalten, bis auf je einen Radio- und TV-Sender.

  17. Was die britische Presse wert ist,wie mutig sie ist und wie frei,sähe man erst wenn sie sich trauen würde einen Kreuzzug gegen Scharia oder Islamisierung zu führen.
    Aber beim Thema EU erinnert mich das Ganze eher an Kettenhunde der Politiker,die losgelassen werden,viel Radau machen und so wunderbar von anderen Problemen ablenken.

  18. @19 Euro-Vison

    Wenn du mit europäischen Werten meinst, dass Deutschland für ALLE zu zahlen und alle hier aufzunehmen hat,….ja dann verachte ich diese Werte.
    Ja, ich verachte die EU, weil sie ein undemokratisches Gebilde ist, die unsere Souveränität völlig vernichtet.
    Warum nicht zurück zur EG?
    Es wird uns immer und immer wieder eingeredet Deutschland würde vom Euro und Export profitieren?
    Ja was exportieren wir denn zu viel hundert Millarden jährlich?
    Autos etwa?
    Nein…es sind Steuergelder die wir jährlich mit vielen hundert Milliarden Euro an ausländische Banken auf nimmerwiedersehen exportieren.
    Oder glaubt wirklich jemand ersthaft, dass wir jemals einen Cent von Griechenland zurück erhalten?
    Das wir davon profitieren sollen ist mir nicht verständlich.

    @20 crewcut

    Und noch ein Punkt:
    weg mit der Immunität von Politikern.
    Politiker haften mit Privatvermögen, wenn sie die Steuergelder in den Sand setzen.

  19. #18 Euro-Vison (13. Nov 2012 18:31)

    Ich liebe Ihre sarkastischen Kommentare. Leider verstehen viele PI-Leser keine Ironie.

    Ein „Ironie-off“ am Ende Ihrer Beiträge wäre hilfreich!

  20. Euro-Vision und alle ähnlich denkenden :
    Auch ich bin für eine Europäische Union, aber für eine deutlich andere : Ich könnte mir folgendes Vorstellen :
    Die europäischen Staaten sind über hunderte von Jahren entwickelte Nationalstaaten und dies sollen sie auch bleiben. Eine Europäische Union ist nur als Vereinigung der Nationalstaaten denkbar. D.h. ganz konkret : Bildung einer Länderkammer mit Wichtung der Stimmen für jedes Land nach Einwohnerzahl, wird von den jeweiligen Regierungen berufen, Bildung eines Parlamentes mit gleicher Stimmenzahl für jedes Land und Verteilung der Sitze für ein Land entsprechend der Sitzverteilung im nationalen Parlament. Parlamentswahlen am gleichen Tag in ganz Europa. Bildung einer Konsensregierung mit Beteiligung aller im Parlament vertretenen Parteien und rotierender Präsidentschaft.
    Voraussetzung dafür wäre ein klares Wertesystem. Dies kann für mich nur das christlich-jüdische, das freiheitliche sein. Wer in diese Union kommt, hier leben und arbeiten will, muss sich diesem Wertesystem anpassen !

  21. PS : Europa kann sich nicht mit den USA vergleichen. Die USA waren von Anfang an ein Schmelztiegel. Dies ist Europa nie gewesen. In diesem Sinn bin ich auch für die Bildung eines Baskenlandes oder meinetwegen für einen eigenen Bayrischen Staat oder ein souveränes Schottland. Sie können sich ja dann wieder zusammenschliessen, aber nicht von oben. Ich bin gegen die Gängelung der Nationalstaaten durch die EU.

  22. Lasst doch den Euro- mit seinen Wahnvorstellungen labern. Lange geht die Geschichte hoffentlich eh nicht mehr gut. Spätestens wenn wir pleite sind und das ist nur ne Frage der Zeit fliegt uns die ganze Geschichte um die Ohren.

    Grade hab ich ne gute Meldung in den Nachrichten gehört. Die FR ist pleite, hoffentlich folgen die FAZ, SZ und einige andere bald nach. Auch wenns natürlich wieder ein paar Arbeitslose mehr gibt.

  23. „Die FR-Pleite als Chance begreifen!“

    😀 😀

    Ich wäre sogar bereit, mich finanziell an einer Umschlung Mely Streicher-Kiyaks zur EUdSSR-Kritiker_In zu beteiligen.

    ————————

    #20 Euro-Vison (13. Nov 2012 18:31)

    Pruuuust….
    😀 😀 😀

    Klar, hätte Europa damals Adolfs Einigungsversuche nicht zurückgewiesen und eingesehen, dass die Zeit der unabhängigen und eigenverantwortlichen Nationalstaaten vorbei sein soll….

  24. Entschuldigung, das halte ich für keine gute Idee:

    Die Kreuzritter haben auf ihren Zügen die gleichen unvorstellbaren Grausamkeiten wie die Dschihadisten begangen. Auch, wenn man weiß, daß die Kreuzzüge eine Antwort auf den moslemischen Dschihad waren, für mich kann das keine Vorbildfunktion haben; als Aushängeschild denkbar schlecht!

  25. @Euro-Vision
    Faszinierend- es gibt tatsächlich Menschen die noch immer die EU verteidigen. Du betest einfach nur die Propaganda nach, die EU sei alternativlos.
    Dabei gibt es zig-fach andere Möglichkeiten wie ein kooperierendes Europa aussehen könnte.

    „…sie wissen fast nichts über „die EU“, ihre Organe, ihre Ziele und Werte, ihre Erfolge und Leistungen….“
    Werte?
    Erfolge?
    Leistungen?

    Du hast dir ja nen treffenden Nick ausgesucht, Euro-VISION.
    Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.

    CHEERS!

  26. #30 what be must must be
    Ja wenn das so ist, dass Du das nicht gut findest, sollte der Daily Express wohl ab sofort aufhören dieses Symbol zu verwenden!
    Mensch, da haben wir aber alle nochmal Glück gehabt, dass Du uns darauf hingewiesen hast.

    Und ab morgen wird „PI“ umbenannt in „PC“.

  27. Euro-Vision

    Will Europa seinen Einfluss nicht verlieren, muss es geeint auftreten, einzelne EU Staaten werden als irrelevant belächelt und schließlich dominiert.

    Einfluß?! Europa?! Daß ich nicht lache! Dieser Bastard ist inzwischen, zumindest was €-Land angeht, völlig bewegungsunfähig und zum Gespött der Welt geworden. Ein Heer von Parasiten hat sich vom Süden her aufgemacht, um wenigstens noch den Kadaver auszusaugen. Ein gesundes Deutschland allein hätte mehr Gewicht in der Welt als ganz Europa zusammen. Aber auch Deutschland steht vor dem Ende:

    Wenn man weiß, wo das Geld herkommt, dann kann man mit Recht sagen, Deutschland IST Europa. Aber wer in Deutschland kann eigentlich noch aus eigener Kraft überleben? Bayern Baden-Württemberg und Hessen, der Rest ist bankrott und nur noch durch den Ländersozialausgleich überlebensfähig. Dieser Dreisatz führt zu der Aussage:

    Bayern, Baden-Württemberg und Hessen SIND Europa,

    zumindest finanziell gesehen. Diese drei Bundesländer tragen die ganze Last des €-Landes und halten auch noch den parasitären Norden Deutschlands über Wasser. Jeder weiß – der Zusammenbruch ist nahe.

  28. Und ausserdem – EURO-Vision: „dominieren“ ist ein intransitives Verb. Nachdem ich mir nun Scharen von verblödeten Journalisten anhören mußte, die immer wieder von „er dominiert seinen Gegner“ faseln, platzt mir nun in PI der Kragen: man kann auf einem Gebiet oder in einem Zeitraum dominieren, nie aber JEMANDEN oder ETWAS!

  29. @32 holgerdanske

    Der Kreuzritter ist nicht irgendein niedliches Symbol mit einem kleinen Männchen, das ein Kettenhemd anhat, ein bißchen mit dem Mini-Schwert fuchtelt und schreit: „jetzt aber Schluß mit dem €!“ Vielleicht hast Du nicht genügend Informationen über Kreuzzüge, jedenfalls war das ganz und gar nicht lustig. Du verstehst mich völlig falsch, wenn Du meinst, ich wolle hier nur lauwarm ausgleichen im Sinne der PC. Ganz im Gegenteil – ich bin der Meinung, auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil, aber Kreuzritter? – wirklich nicht!

  30. #13 r2d2 (13. Nov 2012 17:58)
    Das Kreuz auf dem Templerschild könnte Mohammedaner beleidigen.
    —————-
    Ich bin regelmäßig beleidigt, wenn ich dieser sogenannten „Mondsichel“ ansichtig werde, die dafür steht, dass meine Tochter vor Vergewaltigung Angst haben muß, und dass ich selbst die Nähe von Baukränen meide. Das war noch anders, als meim Vater noch Politik gemacht hat und die ins Land geholten Moslems noch Hilfsarbeiten verrichteten. Jetzt wollen deren Nachkommen AlaHacktAbKopf von uns und nicht das nötige Isafer haben.
    Ich werde Klage erheben, damit diese Beleidiger dafür ins Gefängnis kommen.

  31. Eine Zeitung, die sich auf dem Kreuzzug gegen irgendetwas befindet, egal wogegen, würde mein Interesse nicht finden. Das wäre genauso einseitig und falsch wie der ständig gleiche Mist der Mainstream-Presse.

    Gut wäre es, wenn eine Zeitung jede Woche einen Pro-Europa und einen Anti-Europa-Artikel veröffentlichte. Dann könnte man die Meinungen miteinander vergleichen. Besser wäre es noch, wenn die Nachrichten getrennt von den Meinungen präsentiert würden, aber so viel Aufrichtigkeit hat es wohl noch nie gegeben.

  32. #35 what be must must be (13.Nov2012 20:44)
    @32 holgerdanske
    Du meinst, ich wolle hier nur lauwarm ausgleichen im Sinne der PC. Ganz im Gegenteil – ich bin der Meinung, auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil, aber Kreuzritter? – wirklich nicht!
    ————————-
    Da muß ich dir Recht geben, K-Ritter ist wirklich ein wenig altbacken.
    Heute ruft man solche Leute modern als
    Crusade Rider! Fußend auf dem legendären Knight Rider, der ritterlich senen Kit geritten hat.

    Aber wie auch immer, es geht einfach darum, das Gute geschehen zu lassen unter Christen, statt AlaHuAktBart erstrebenswert zu finden.

  33. 1. #26 lion8 (13. Nov 2012 19:19)
    Das sind ja zumindest diskussionswürdige Ansätze, ich schätze es immer, wenn man sich ERNSTHAFT realistische Gedanken um unsere Zukunft und die Zukunft unsere Kinder und Enkel macht. Ich möchte nicht, dass sie unter chinesischen oder anderen totalitären Bedingungen leben müssen. . Ich denke, die zukünftige EU muss sich institutionell an föderalen Staaten orientieren. Länderkammer und ein starkes Parlament, „europäisches“ Grundgesetz das unserem eigenen ähnelt, inklusive wehrhafter Demokratie und durch Ewigkeitsklausel geschützte Grundrechte. Ich wäre auf EU Ebene auch für die Direktwahl des Präsidenten, wenn er von demokratischen Parteien aufgestellt wird, damit kein Showmasterclown eine Chance hat oder es gar einen zweiten Hindenburg gibt. Man kann wie gesagt über vieles reden und verhandeln, nur von Kreuzzugsideologien a la UK rate ich im eigenen Interesse sehr dringend ab. Wer dieser radikalen Ideologie folgt, unterscheidet sich kaum von Steinzeitnachthemdträgern! Die wollen auch ihren „Kreuzzug“! Wir können uns die Welt um uns herum nicht aussuchen, wir werden mit noch größeren Herausforderungen konfrontiert werden, die wir als Einzelstaaten nicht mehr bewältigen können. Darum kann es auch kein Zurück zur EG oder einen losen Freihandelszone (UK- Modell vor der Radikalisierung) geben. Diese Konstrukte sind zu schwach und im internationalen Wettbewerb (politisch und wirtschaftlich) nicht lebensfähig.

  34. @21 Euro-vision

    Wie schon Ihr nickname wissen lässt: Sie haben Visionen. Und wie sagte schon Ex-Kanzler Schmidt: „Wer Visionen hat, sollte sich behandeln lassen“.

    Dieses ewige Geseiere von „wer gegen die EU (oder auch den €uro) ist, ist gegen Europa“ geht mit der Zeit tierische auf die Nüsse. Durch ständige Wiederholung dieser gewagten These, wird diese deshalb nicht wahr(er).

    Und in Hinblick auf Ihr Bestreben für sich und Ihre Kinder/Enkel nicht in totalitären Systemen zu leben, blenden Sie komplett aus, dass die EU-kratie auf dem besten Wege dorthin ist.

    Die grundsätzlichen und tiefer liegenden Probleme scheinen Sie weniger zu interessieren. Man könnte gegen das Interesse einer Konzerndiktatur und NWO („Globalisierung“ genannt) – also auch der EU – durchaus gesunde Argumente nennen. Das hätte dann allerdings mit Ihrer Vision nicht mehr viel gemeinsam

  35. #19 Ach Heinrich, die guten alten Marine-Zeiten, Minenjagdboot Tübingen, Wilhelmshaven 1980…

    Es war aber meistens Ballentines!(Steuerfrei)

  36. Man hört und liest überhaupt nichts mehr von den griechischen Auslandsmilliarden. Laut eines Gutachtens hätte der griechische Staat Zugriff auf die Gelder (zumindest teilweise) in Londeon und der Schweiz.

    Weiss jemand was aktuelles?

  37. Ich finde solches Engagement toll, aber die Symbolik halte ich für ziemlich daneben. Mit Kreuzzügen verbindet sich nicht nur der Kampf gegen die islamischen Heere, sondern auf der anderen Seite der Medaille ebenso blutige Massaker, z.B. an den Juden des Landes Israel. Kreuzzügler sind u.a. deswegen nicht pauschal bewundernswerde Heldengestalten, sondern leider eben zum Teil auch brutale Mörder.

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