In Frankreich droht der nach eigenen Angaben irgendwie konservativen UMP (vergleichbar mit der CDU) eine Spaltung. Hintergrund sind jedoch nicht politische Inhalte, sondern vielmehr Führungsquerelen zwischen dem eher linken François Fillon und dem leichtkonservativen Jean-François Copé (Foto) um die Nachfolge der einstigen Führungsfigur Nicolas Sarkozy. Sarkozy wiederum versucht die Wogen zu glätten und eine Spaltung der Gesamtpartei zu verhindern.

(Von Étienne Noir)

François Fillon hatte bei der Wahl um den Parteivorsitz den Kürzeren gezogen und wirft dem Gewinner Jean-François Copé jetzt Wahlmanipulation vor. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, machte er nun seine Drohung nach einer Spaltung der Parlamentsfraktion zur Realität. Fillon gründete eine eigene Fraktion mit 68 Abgeordneten unter dem Namen „Rassemblement-UMP“ (Sammlung-UMP). Der Druck ist damit nun nicht mehr „nur“ politisch. Die Spaltung der Fraktion bedeutet auch finanzielle Verluste. In Frankreich ist die Parteienfinanzierung unter anderem auch von der Zahl der Parlamentarier abhängig.

Sollte sich die Spaltung vertiefen und die UMP tatsächlich auseinander brechen, was derzeit aber händeringend versucht wird zu unterbinden, könnte dies dem volksnahen Front National (FN) von Marine Le Pen zu Gute kommen. Der FN kümmert sich um die Belange der Bürger und konnte schon bei der Parlamentswahl im Mai 2012 zwei Abgeordnete ins Parlament entsenden und immerhin teilweise die Blockadepolitik des etablierten Parteienkartells durchbrechen. Im Gespräch sind Neuwahlen für den Parteiposten der UMP. Diese Neuwahl könnte die Parteibasis beschließen.

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17 KOMMENTARE

  1. Die UMP? Ist das überhaupt eine Partei?? Irgendwie kann ich mich gar nicht erinnern jemals irgendetwas wie ‚Programmdebatte‘ im Zusammenhang mit der UMP gehört zu haben … – ist das nicht einfach nur so eine Sammlungsbewegung mit einem Namen … und der Funktion, dem jeweiligen Staatspräsi die Stimmenmehrheit im Parlament – das wohl eher als so eine Art notwendiger Übel empfunden wird, schließlich sind wir im Lande der Sonnenkönige – zu sichern??

  2. Man kann nur auf die Zerlegung hoffen, damit die FN mehr Gewicht bekommt. Noch besser wäre es, wenn so etwas auch in Deutschland passieren würde!

  3. Die UMP zerstückelt sich? Kein Problem!

    So wenig die CDU in Deutschland christlich ist so wenig sind die Konservativen in Frankreich konservativ!

    Wenn sie sich spalten hat schon die National Front weit aus mehr Anreize gewählt zu werden.

    Und nur die National Front spricht die Probleme der extremen und total irren Islamisierung in Frankreich klar an und zeigt wenigstens im Ansatz Lösungsvorschläge! Deutschland kann sich ein Beispiel daran nehmen dass es in Frankreich noch eine echte Opposition zu den linksgrünen Gutmenschen-Spinnern gibt!

  4. @3 unverified_5m69km02
    Marine le Pen sollte die Nutznießerin dieses Debakels sein – sie hat auch den Untergang der UMP vorausgesagt. Doch leider hat ein enger Mitarbeiter und hoher Funktionär der FN in einem Interview mit der Zeitschrift „Causeur“ behauptet, der Islam sei überhaupt kein Problem in Frankreich und man sollte genauestens zwischen Islam und Islamismus unterscheiden. Mit anderen Worten, die Moslems sind hier und werden bleiben, und ohne sie geht nichts mehr…
    http://ripostelaique.com/m-philippot-vous-ne-voyez-pas-que-lislam-est-le-principal-probleme-de-la-france.html

  5. Ich bedaure diese Entwicklung sehr. Es wurde abgestimmt und es gab einen Verlierer und einen Gewinner. Jean-François Copé hat das wichtige Thema des Rassismus Anti-Blanc angesprochen und er würde für einen klaren rechtsrutsch der UMP sorgen, während Fillon weiter wursteln würde wie bis jetzt. Jetzt droht das gleiche Ärgernis wie vor ein paar Jahren bei den Sozialisten. Vielleicht muss Sarkozy doch zurück kommen.

  6. #4 Lady Sonja (28. Nov 2012 20:26)

    „Man kann nur auf die Zerlegung hoffen, damit die FN mehr Gewicht bekommt. Noch besser wäre es, wenn so etwas auch in Deutschland passieren würde!“
    ……………………………………………………………………………………………..

    Oje, ich fürchte die Hälfte der C*DU würde zu den Grün_innen überlaufen ! 😯

  7. …warum erinnert mich das an die Partei „Die Freiheit“???

    Da gibt es in Hessen ja auch die neue „XXL Partei“… mit Teilen der alten DF-Führung…

  8. genau wie im Artikel
    http://www.pi-news.net/2012/11/medienmanipulation-uber-burschenschaften/#more-293055

    und genauer erklärt von
    #10 schmibrn (27. Nov 2012 22:45) :
    ….Das Einblenden von kurzen Filmsequenzen nennt man übrigens subliminaler Reize oder Stimuli…

    genau das selbe Vorgehen habe ich gerade bei Aktenzeichen XY entdeckt:
    bei dem Vemisstenfall Frau Engelbrecht wurden die Eltern in deren Wohnzimmer interviewt.
    (Uhrzeit ca. 20:48) Auf dem Tisch lagen ein Haufen Fotos. Nichts war für mich erkennbar, alle Fotos waren verschwommen. Nur ein Foto plötzlich klar und deutlich. Es zeigte eine Hauswand mit dem Schriftzug „Nazis raus“.
    Darauf verweilte die Kamera einige Sekunden, dann schwenkte sie wieder auf ein anderes Motiv.

    Ich glaub, ich werd verrückt. Ich glaub, wir werden über TV hypnotisiert.

  9. #10 sommerwind

    Ich bin auch für „Nazis raus“ – und zwar die Realexistierenden, Korannazis und ihre Blödmannsgehilfen der Grünennazis und selbsternannten „Antifa“-Nazis.

    Die Existenz von Phantomnazis á la „NSU“ glaubt mittlerweile nicht mal mehr der eher schlichtere Geist.

    Von daher: Weiter so Medien – vor allem zdf. Ihr zerlegt euch selber und bemerkt es nicht mal mit eurem Tunnelblick. Wie ein Kiffer, der immer mehr kifft, damit ihn seine Halluzinationen (Überall Nazis!!) nicht verlassen.

  10. was Frankreich betrifft, fallen mir lediglich die dummbatzigen französischen ‚Philosophen‘ und die drohende Insolvenz der ‚Grande Nation‘ ein, für die wir dann auch zahlen dürfen.

  11. #13 DerBoeseWolf
    mit Ihren Augen besehen stimmt es und ich bin der selben Meinung und das ZDF hat recht:
    Naziis raus – je schneller, desto besser

  12. Wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntermaßen der Dritte. Hier aber auch nur wenn Le Pen bereit ist, einige Kompromisse im Parteiprogramm in Kauf zunehmen.

    Viele Wähler fürchten sich auch vor Rechten Parteien; das ist ja auch kein Wunder wenn man in den Medien als Einäugige Kinderfesser dargestellt wird.

  13. Ja wenn man sich den jetzigen Zustand Frankreichs anguckt, dann gibt es eigentlich nur die Option, mit der Regierung gemeinsame Sache zu machen, um zu retten, was zu retten ist. Problematisch ist allerdings, dass die französische Regierung längst jeden Sinn für die Realität verloren hat. Und wenn sich dann auch noch die Opposition selbst zerlegt, sieht es schwarz aus für die Zukunft Frankreichs. Wir können schon Griechenland kaum retten, wie sollen wir dann erst Frankreich retten können?

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